Der Überberater
Seinen ersten Vermerk für einen Bundeskanzler schrieb Bert Rürup 1974 über die Frage, ob die Kuwaiter ihre Petro-Dollar in deutsche Aktien investieren dürften. Helmut Schmid war damals Regierungschef – und Rürup Referent im Bonner Kanzleramt. Danach wurde er 1975, im zarten Alter von 31 Jahren, Professor für Volkswirtschaftslehre. Doch er beriet die Politik weiter. In den neunziger Jahren schrieb er Gutachten für den damaligen Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) und entwickelte mit ihm den demografischen Faktor, der den Anstieg der Renten begrenzen sollte. Die Schröder-Regierung konsultierte ihn ebenfalls bei ihren Rentenreformen, und seit 2005 wird eine Form der privaten Altersvorsorge sogar Rürup-Rente genannt. Bei der Reform des Gesundheitssystems war der Professor mit der von ihm geleiteten Rürup-Kommission aktiv. Seit 2000 gehört er zu den Wirtschaftsweisen seit 2005 als Vorsitzender. Im April wechselt Rürup als Chefökonom zum inanzdienstleister AWD; er legt seine Ämter und die Professur an der TU Darmstadt dafür nieder. NIA
- Datum 12.03.2009 - 07:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.03.2009 Nr. 12
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