Zeitgeschichte Tod an der MauerSeite 5/5

Von der Mauer ist kaum noch etwas vorhanden, ihre Reste stehen überall in der Welt als Erinnerung an jenen 9. November vor zwanzig Jahren, da sie fiel. Als Erinnerung aber auch an die, denen sie zum Schicksal wurde. Gedenken an die Toten heute: Das ist kein abgestandenes Ritual. Sondern nachgetragene Achtsamkeit für alle, die sich nicht abfinden wollten und die sich tödlich verletzten an diesem Eisspalt des Kalten Krieges.

Der Autor ist Schriftsteller und Journalist und lebt in Potsdam. Mehr zum Thema auch auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung www.chronik-der-mauer.de

 
Leser-Kommentare
  1. die Mauer zwischen den Machtblöcken des Kalten Krieges ist weg. Aber die Toten nicht. Die mit technologischen Mitteln überwachte und mit body-guards der Mitgliedsländer (auch und sehr stark Deutschlands) brutal gesicherte "Ummauerung" der EU kostete seit 2005 ca. 16.000 (sechzehntausend) Menschen das Leben, darunter sehr viele Kinder. Aber auch hier werden die Tod bringenden Aktionen geheim gehalten und die Toten nicht gezählt. Nicht nur die DDR-Medien haben da mitgemacht sondern die Westmedien incl. die ZEIT handhaben es nicht anders. Sie schweigen mit den Tätern und verschweigen die Opfer.

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  2. In meinem Kommentar von 14:50 Uhr habe ich mich verschrieben. Anstatt body-guards muss es heißen border-guards. So heißen die von den Mitgliedstaaten der EU gestellten Grenztruppen, die von der EU Agency Frontex gemanaged werden und die für die massenhaften Grenztoten verantwortlich sind, d.h. verantwortlich sind die sie entsendenden Mitgliedstaaten u.a. Deutschland. Das verabscheuenswürdigste Verbrechen der DDR hat Gesamtdeutschland also sauber übernommen, mit all seinen Begleiterscheinungen, die es überhaupt erst möglich machen, wie wegschauen, nicht berichten, in einer Grauzone des Halb- oder Nicht-Legalen agieren etc.etc.

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