Günter Wallraff

»Nein.«

Barack Obama, US-Präsident, auf die Frage, ob sein Land derzeit den Krieg in Afghanistan gewinnt

»Unseren Satelliten für friedliche Zwecke abzuschießen würde, genau gesagt, Krieg bedeuten.«

Eine Erklärung der nordkoreanischen Regierung nach einem Manöver der US-Streitkräfte mit Südkorea

»Die Leute, die für diesen Anschlag verantwortlich sind, zeigen deutlich, dass sie den Krieg wieder beginnen wollen. Ich verwehre ihnen das Recht dazu.«

Martin McGuinness, ehemaliger IRA-Kommandeur, über die jüngsten Attentate in Nordirland

»Dieser Kampf wird nicht mit meiner Zerstörung enden, sondern mit seinem politischen Selbstmord.«

Julija Timoschenko, ukrainische Ministerpräsidentin, über ihren Streit mit Präsident Wiktor Juschtschenko

»Die Tibeter haben wortwörtlich die Hölle auf Erden durchlebt.«

Dalai Lama, geistliches Oberhaupt der Tibeter, zum 50. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes

»Ich will die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.«

Erika Steinbach, Vertriebenenpräsidentin, über die Kritik, ihr mangele es an Diplomatie gegenüber Polen

»In 20 Jahren könnte jedes zweite Kind aus einer sozial schwachen Familie kommen.«

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, über die möglichen Folgen der Wirtschaftskrise

»Das Ende der großen Koalition wirft seine Schatten voraus.«

Peter Ramsauer, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, über die politische Stimmung in Berlin

»Frauen sind ein Trumpf.«

Vladimir Spidla, tschechischer EU-Sozialkommissar, über Frauen in Führungspositionen

Zeitspiegel

Seine Undercover-Recherche in deutschen Obdachlosenheimen war gerade erschienen, da beriefen die Verantwortlichen der Städte Hannover und Frankfurt am Main auch schon Pressekonferenzen ein. Für seine ZEITmagazin- Reportage Unter null (Nr. 11/09) quartierte sich Günter Wallraff unter anderem eine Nacht lang in einer Notschlafstelle in Hannover ein. Als er sich dort bedroht fühlte, konnte Wallraff nicht flüchten, weil die Eingangstür verschlossen war und das Wachpersonal nicht auf sein Klopfen reagierte. Eine Sprecherin der Stadt sagte, man wolle die Vorwürfe aufklären, denn es könne »nicht sein, dass der Bunker nachts verschlossen ist und niemand mehr hinauskommt, der dies möchte«. Die SPD in Hannover forderte die Schließung des Bunkers. Auch in Frankfurt reagierten Politiker auf Wallraffs Bericht, er habe sich im Containerdorf am Ostpark gefühlt , als sei er »in ein Schubfach gesteckt«. Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld betonte, dass Wallraff sich in einer Notübernachtungsstätte einquartiert habe. »Wir stellen hier sicher, dass kein Mensch in Frankfurt am Main ohne Dach über dem Kopf sein muss«, sagte Birkenfeld. Günter Wallraffs Erlebnisse sollen bald auch als ARD-Dokumentarfilm zu sehen sein. AWA

 
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