Lehrer Lust aufs Lehramt
Nicht die schlechten Abiturienten werden Pädagogen, sondern die motivierten
Bitte alles vergessen, was in den vergangenen Wochen über die Lehrer zu hören und zu lesen war! Genussvoll wurde von vielen Zeitungen verbreitet, dass ausgerechnet die schlechten Abiturienten Lehrer werden. Auch der Vorschlag der Bundesbildungsministerin, Topleute aus Unternehmen an die Schulen zu schicken, wurde als Kritik an den Pädagogen wahrgenommen. Doch nun zeigt eine Studie: Es ist gut, dass wir die Lehrer haben, die wir haben!
Zunächst bestätigen die Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung einen alten Befund: Studenten, die auf Gymnasiallehramt studieren, schneiden im Abitur mindestens genauso gut ab wie ihre künftigen Magister- und Diplomkollegen an der Uni. Studenten, die an die Grund- und Realschulen streben, haben dagegen das etwas schlechtere Abitur gemacht. Generell aber sind Lehramtsstudenten nicht besser oder schlechter als andere. Was die Studie darüber hinaus so charmant macht, ist ein feiner Seitenhieb in Richtung aller, die sich vor allem mit den Abiturnoten der Pädagogen aufhalten. Denn es sind keineswegs die schlechten Abiturienten, die Lehrer werden, sondern die besonders motivierten: Sie haben bei Befragungen schon vor dem Schulabschluss ein besonderes soziales Interesse zu Protokoll gegeben. Ihre Freude am Umgang mit Menschen ist größer als ihre Lust, ein Unternehmen zu gründen oder ein Auto zu entwickeln – und das, lange bevor sie wirklich ein Studium ergreifen. Ja, wer die neue Studie liest, könnte auf den Gedanken kommen: Es sind nicht die vielen freien Nachmittage oder die Aussicht auf lange Ferien, die Lehramtsstudenten in ihrer Studienwahl beeinflussen. Es gibt noch nicht einmal die mögliche Verbeamtung den Ausschlag. Auch wenn kaum jemand es zu glauben scheint – Lehramtsstudenten haben einfach Lust auf ihren Job. Und noch ein Befund der Untersuchung gehört in die Diskussion: Die angehenden Pädagogen schätzten sich vor dem Abitur nicht als besonders stressanfällig ein. Warum also gelten Lehrer besonders häufig als ausgebrannt, wenn sie doch zu Beginn ihrer Laufbahn besonders motiviert sind?
Wir müssen umdenken: Es müssen nicht andere Abiturienten Lehrer werden, sondern all jene, die sich für diesen Weg entscheiden, müssen viel besser ausgebildet werden. Die Frage, die sich stellt, lautet nicht, ob Lehrer dümmer sind als Ingenieure. Sie lautet, warum so viele gute Studenten ihre ursprüngliche Lust auf den Lehrerberuf nach dem Einstieg wieder verlieren.
- Datum 19.03.2009 - 16:25 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 19.03.2009 Nr. 13
- Kommentare 39
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"Es müssen nicht andere Abiturienten Lehrer werden, sondern ...." sie "müssen viel besser ausgebildet werden." Und die eigentliche Frage ist, "warum so viele gute Studenten ihre ursprüngliche Lust auf den Lehrerberuf nach dem Einstieg wieder verlieren."
Ja, liebe Frau Scholter, da kann ich nur voll zustimmen. Denn seit etwa 11 Jahren schreibe ich mir die Finger wund, um ZEIT & Co. endlich dazu zu bringen, sich diesen Fragen zuzuwenden. Das erste Zitat habe ich mittlerweile bis zum Erbrechen selbst wiederholt. Die Frage im zweiten Zitat zumindest in einem zentralen Aspekt umfänglich zu beantworten versucht. Die "Studie", die behauptet, herausgefunden zu haben, dass Lehrer, die sich ausgebrannt fühlen, nie gebrannt hätten, habe ich in Leserbriefen auseinander zu nehmen versucht. Natürlich keine Veröffentlichung.
Reaktion der ZEIT? Wenn ich mich recht erinnere, war es ein Herr Spiewak, der mir schriftlich zusicherte, er werde den Text auch ganz, ganz gewiss auf seinen Schreibtisch legen.
Eine Frau Gaschke, riet mir, doch ein Buch zu schreiben.
Ansonsten: Professorenblabla, Blabla von Journalisten, die mal kurz in eine Schule gingen, wie andere Leute in den Zoo. Und Lehrerbashing am laufenden Band... bis neulich plötzlich über das jahrelange Lehrerbashing geklagt wurde ("Die Angst der Lehrer"). Waren ja schließlich die anderen....
Wird die ZEIT daraus lernen? Gespannt erwarte ich Ihre Antwort.
PS: So, wie Sie es berichten, stimmt es allerdings auch nicht ganz. Ich habe einige Studenten gekannt, die Lehrer am Gymnasium werden wollten, weil ihnen nichts besseres einfiel. Und ich habe Kollegen gekannt, die in den Job gegangen sein könnten, weil sie ihn für vergleichsweise angenehm hielten. (Ich habe sie allerdings nie gefragt.) Und zumindest eine Lehrkraft habe ich kennengelernt, über die sich Schüler bei mir beklagten, weil sie in einem Test Falsches übersehen und Korrektes angestrichen hat.....
Die Vertreibung der Lust aufs Lehramt ist - zumindest in Berlin - Ziel des Referendariats. Ungerechte Behandlung und Ausbrennen entstehen, wenn Unterricht von Menschen bewertet wird, die nie eine entsprechende Probestunde gesehen haben; wenn sowohl Bewertung als auch Bewertungsmaßstäbe von Seminararbeiten geheim sind, und wenn die Lehrerausbildung von hoch dekorierten, didaktischen Nichtschwimmern als Seminarleiter umgesetzt wird.
Die totalen Abhängigkeitsverhältnisse der Referendare vom entsprechenden Lehrpersonal des Schulamts öffnet Tür und Tor für einen Schlendrian ohne gleichen -- auf hoher Ebene. Wer sich beschwert, fällt durch und hat keine Chance auf eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Ausbildung besteht aus Nachplappern, Abschreiben, und in der Aneignung einer sich jährlich wechselnden Terminologie für den in der Praxisfast identischen Sachverhalt. Kreativität und Innovation wird im Keim erstickt, es sei denn, die kommt vom Seminarleiter.
Die Arbeitsbelastung ist nicht das Problem, die Schüler auch nicht, es ist die mangelnde Unterstützung und intransparente Bewertung, die Kandidaten ausbrennen lässt. Kein Wunder, dass so viele in andere Bundesländer abwandern, das Gehalt ist nicht der einzige Grund. Die Aussicht auf transparente Strukturen und Einhaltung der Prüfungsordnung tun ihren Teil.
Ich bitte um Widerspruch!
1) es ist in anderen Bundesländern nicht unbedingt besser.
2) es geht nicht nur Referendaren so (Stichworte: Probezeit, Beförderungen).
3) nachgeplappert wird auch schon während des Studiums. Nur nicht von so
vielen.
Ist ja noch schlimmer. Dank Ihnen weiß ich nun, dass unsere Lehrer nicht erst nach 30zig Berufsjahren, sondern schon nach dem Referendariat, während ihrer Studienzeit, ausgebrannt sind. Gruselig....
Frage: Warum wechseln dann derart Leidende nicht konsequenterwesie einfach ihr Studienfach? Derartig handelnd wären sie doch A) ehrlich zu sich selbst und auch B) ehrlich zu anderen.
"und wenn die Lehrerausbildung von hoch dekorierten, didaktischen Nichtschwimmern als Seminarleiter umgesetzt wird. "
falls sie sich hiermit auf die lehrerausbildung an der uni (nicht im ref.) beziehen, so ist das schlicht falsch. ich bin zur zeit mit der erstellung von absolventenbefragungen beschaeftigt und habe dabei feststellen duerfen, dass viele lehraemtler eine voellig abwegige vorstellung davon haben was die aufgabe der universitaetsausbildung ist. vermittelt wurde bisher gezielt fachwissen. die lehraemtler monieren staendig den fehlenden praxisbezug. der ist nur schlicht ueberhaupt nicht aufgabe der uni, sondern des referendariats! mittlerweile werden sogenannte master of education eingefuehrt, die einen hoeheren anteil an fachdidaktik besitzen. ergebnis: mittlerweile bringt ein lehraemtler nicht einmal mehr 60% seiner zeit mit dem erwerb von fachwissen zu.
versuchen sie mal einem lehraemtler (natuerlich gibt es ausnahmen) einen sachverhalt zu vermitteln der ueber das hinausgeht, was er spaeter wird lehren muessen. resultat: was hat das mit meinem job zu tun?, wo ist der praxisbezug? etc.
schwimmen lernen kann man nur im wasser, die uni kann die praktischen (didaktischen) faehigkeiten schlicht nicht vermitteln.
referendariat: ich kann allerdings bestaetigen, dass es gerade den "fertigen" lehrern sehr viel spass macht ihren neuen kollegen das leben zur hoelle zu machen. zwar nicht aus eigener erfahrung, aber doch aus direkten mitteilungen.
m.e. sind sich viele lehraemtler wirklich nicht im klaren darueber was an den schulen auf sie zukommt. wer denkt, er haette zig wochen urlaub im jahr und die nachmittage frei, der wird auf jeden fall enttaeuscht. lehrer/in zu sein ist in den meisten faellen ein ausgesprochen harter job. mittlerweile sind viele lehrer zusaetzlich noch mit adminarbeiten und allg. verwaltungstechnischen aufgaben betreut und sind quasi als sozialarbeiter taetig.
1) es ist in anderen Bundesländern nicht unbedingt besser.
2) es geht nicht nur Referendaren so (Stichworte: Probezeit, Beförderungen).
3) nachgeplappert wird auch schon während des Studiums. Nur nicht von so
vielen.
Ist ja noch schlimmer. Dank Ihnen weiß ich nun, dass unsere Lehrer nicht erst nach 30zig Berufsjahren, sondern schon nach dem Referendariat, während ihrer Studienzeit, ausgebrannt sind. Gruselig....
Frage: Warum wechseln dann derart Leidende nicht konsequenterwesie einfach ihr Studienfach? Derartig handelnd wären sie doch A) ehrlich zu sich selbst und auch B) ehrlich zu anderen.
"und wenn die Lehrerausbildung von hoch dekorierten, didaktischen Nichtschwimmern als Seminarleiter umgesetzt wird. "
falls sie sich hiermit auf die lehrerausbildung an der uni (nicht im ref.) beziehen, so ist das schlicht falsch. ich bin zur zeit mit der erstellung von absolventenbefragungen beschaeftigt und habe dabei feststellen duerfen, dass viele lehraemtler eine voellig abwegige vorstellung davon haben was die aufgabe der universitaetsausbildung ist. vermittelt wurde bisher gezielt fachwissen. die lehraemtler monieren staendig den fehlenden praxisbezug. der ist nur schlicht ueberhaupt nicht aufgabe der uni, sondern des referendariats! mittlerweile werden sogenannte master of education eingefuehrt, die einen hoeheren anteil an fachdidaktik besitzen. ergebnis: mittlerweile bringt ein lehraemtler nicht einmal mehr 60% seiner zeit mit dem erwerb von fachwissen zu.
versuchen sie mal einem lehraemtler (natuerlich gibt es ausnahmen) einen sachverhalt zu vermitteln der ueber das hinausgeht, was er spaeter wird lehren muessen. resultat: was hat das mit meinem job zu tun?, wo ist der praxisbezug? etc.
schwimmen lernen kann man nur im wasser, die uni kann die praktischen (didaktischen) faehigkeiten schlicht nicht vermitteln.
referendariat: ich kann allerdings bestaetigen, dass es gerade den "fertigen" lehrern sehr viel spass macht ihren neuen kollegen das leben zur hoelle zu machen. zwar nicht aus eigener erfahrung, aber doch aus direkten mitteilungen.
m.e. sind sich viele lehraemtler wirklich nicht im klaren darueber was an den schulen auf sie zukommt. wer denkt, er haette zig wochen urlaub im jahr und die nachmittage frei, der wird auf jeden fall enttaeuscht. lehrer/in zu sein ist in den meisten faellen ein ausgesprochen harter job. mittlerweile sind viele lehrer zusaetzlich noch mit adminarbeiten und allg. verwaltungstechnischen aufgaben betreut und sind quasi als sozialarbeiter taetig.
1) es ist in anderen Bundesländern nicht unbedingt besser.
2) es geht nicht nur Referendaren so (Stichworte: Probezeit, Beförderungen).
3) nachgeplappert wird auch schon während des Studiums. Nur nicht von so
vielen.
"Lehramtsstudenten haben einfach Lust auf ihren Job."
Muahahahahahahaha!!! So naiv möchte ich auch mal sein, dass zu glauben.
Viele Möchtegern-Pädagogen sind mutmaßlich vorallem deshalb alltagsverdrossen, weil sie zuvor falsche Vorstellungen von ihrer Arbeit hatten. Wer mit realistischen an seine Berufung rangeht, dem kann ein Frustkollaps nur in den seltesten Fällen ereilen. Viele Lehramtsanwärter hatten wohl alle gedacht, dass es auf Deutschlands Schulen überall so heimelig zu geht wie auf ihrem biederen Provinzgymnasium. Ja, auf der Haopt- Real-, Gesamt- und Berufsschule geht es nun mal rauer zu als auf ihrer kuscheligen Oberen_Mittelschichtsklientel_Bildungsstätte. Lehrer, die gedacht hatten, dass ihre Betätigung ein lockerer Halbtagsjob mit 3 Monaten Urlaub ist und Lehrer, die glaubten, dass alle Schüler universal bildungsbeflissen sind und nach Wissen gieren, anstatt auch ihre individuellen Interessen und auch auf manche Schulfächer einfach "Null Bock" zu haben, diese Easy-Going Pauker und diese weltfremden Idealisten, die sind die ersten, bei denen ihr Treibstoff ausgeht.
Und überhaupt, gab' vor kurzem nicht eine Studie, die festgestellt hat, dass die Lehrer, die zu Anfang ihrer Karriere am wenigsten oder garnicht gebrannt hatten, am schnellsten ausgebrannt sind???
Nö, das hat ein Herr Rauin zwar gesagt, aber eine Studie mit einer relevanten Gruppengröße ging dieser These nicht voraus.
Nö, das hat ein Herr Rauin zwar gesagt, aber eine Studie mit einer relevanten Gruppengröße ging dieser These nicht voraus.
Ist ja noch schlimmer. Dank Ihnen weiß ich nun, dass unsere Lehrer nicht erst nach 30zig Berufsjahren, sondern schon nach dem Referendariat, während ihrer Studienzeit, ausgebrannt sind. Gruselig....
Frage: Warum wechseln dann derart Leidende nicht konsequenterwesie einfach ihr Studienfach? Derartig handelnd wären sie doch A) ehrlich zu sich selbst und auch B) ehrlich zu anderen.
Dieser Artikel ist Sachlich falsch.
Aus meinen Erfahrungen aus dem Mathe/Physikstudium in Hessen weiss ich dass es für die meisten Lehramtsanwärter so ablief:
- Mathe/Physik Studieren
- Merken dass mans nicht kann/ zu faul zum lernen ist
- Von Diplom/Bachelor auf Staatsexamen wechseln, weils da leichter ist.
Wirkung: Die guten gehen in die Wirtschaft oder Forschung, die schlechten in die Schule.
Ob und wieviel das mit Abiturnoten zu tun hat weiss ich nicht, und halte es auch für ein wenig einseitig die Güte eines Studenten oder Berufstätigen an seinen Abiturnoten festzumachen.
Frau Scholter ich bin begeistert von Ihrem Artikel. Warum? Weil Sie nicht in die populäre Disskusion: " Lehrer sind faul und zu gut bezahlt" einsteigen, sondern anregen die nötigen Diskurse zu führen. Denn es interessiert nicht welche Abinoten ein Lehrer hat, sondern nur seine fachliche Qualifikation und die erwirbt er eben durch sein Studium und nicht durch das Abi. Und der wichtigste Punkt den Sie nennen: " Motivation" und für mich "Gesundheit"! Die beiden Dinge müssen bei Lehrern erhalten bleiben, dann haben wir ein gutes Schulsystem, denn an der Ausbildung der Lehrer liegt es wahrlich nicht! Gruß Hank83
Hallo.
Nur mal ne kurze Anmerkung. Im Artikel wird festgestellt, dass Gymnasiallehrer durchschnittliche Abiturnoten hätten. Dies wird durch eine Studie eines Max-Planck-Instituts belegt.
Meiner Meinung nach entkräftet dies den Vorwurf keineswegs, dass nicht die Begabtesten Lehrer werden, beziehungsweise, dass die Begabten ihr Glück lieber in der Wirtschaft oder Forschung suchen anstatt Lehrer zu werden. Wenn jemand sich für ein Studienfach entscheidet, kann man wohl davon ausgehen, dass er sich für ein Fach entscheidet, das ihr/ihm besonders liegt und auch schon in der Schule gelegen hat. Wenn einem ein Fach liegt sind dort in der Regel auch die Noten besser. Wenn nun zum Beispiel jemand Ingenieurswissenschaften studiert, hatte der häufig in der Schule bereits Spass an naturwissenschaftlichen Fächern, wie Mathe, Chemie oder Physik und dort dann auch oft überdurchschnittlich gute Leistungen.
Die Studie (soweit sich das aus dem Artikel erschliesen lässt) sagt aber rein gar nichts darüber aus, ob Gymnasiallehramtsstudenten durchschnittliche Leistungen im Abitur in Ihren dem Studienfach zuszuordnenden Schulfächern hatten. Ich kann es zwar nicht belegen, aber ich bin mir doch recht sicher, dass die Studienkollegen der Lehramtsstudenten, die auf Diplom studieren, zumeist recht gut in dem Ihren Studienfächern zuszuordnenden Schulfächern waren. Zumindest sehe ich dies in meiner eigenen Erfahrung innerhalb meiner Komilitonen bestätigt. Man sollte daher für eine, wie im Artikel getroffene Aussage viel mehr die Noten betrachten, die beipielsweise Mathe-Studenten in ihrem Abitur in Mathe hatten und dann vergleichen, ob die durchschnittlichen Abitur-Mathenoten der Lehrämtler von denen der Studenten in Diplomstudiengängen abweichen. Erst so würde sich eine klare Aussage treffen lassen. Es wäre sehr interessant ein paar solche Zahlen lesen zu können. Vielleicht kann Ihre Redaktion ja dahingehend weiter recherchieren.
Das ist nun leider wieder einmal der typische Irrtum. Die Frage ist nicht, ob Lehrer in ihrem Studienfach gut sind, sondern, ob sie es gut vermitteln können!
Das setzt natürlich voraus, dass sie auch eine Ahnung von ihrem Fach haben. Aber sie müssen nicht die Spitzenkräfte sein, die man für eine wissenschaftliche Karriere benötigt. Spitze sollten sie im Vermitteln sein, nicht zum Beispiel im Forschen.
Ein Teil der Bildungsmisere beruht doch gerade darauf, dass es an der Vermittlung und an der pädagogischen Kompetenz mangelt.
Im Übrigen ist es doch eine Irreführung der Öffentlichkeit, wenn von Medien oder anderer Seite gelegentlich der Eindruck vermittelt wird, nur die fachlich Schlechten würden Lehrer.
In Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise war es in den Jahren des Extremsparens sogar so, dass man im gymnasialen Bereich schon mit Einserschnitten um eine Einstellung bangte. Mit einer Drei brauchte man sich bereits Ende der Siebziger erst gar nicht zu bewerben.
Diese Art von "Qualitätsdebatte" ist in Teilen eine Scheindebatte und leidet im Übrigen sehr stark darunter, dass ein regional zersplittertes Bildungssystem (Länderhoheit) zentral und pauschal diskutiert wird. Irgendwie hat dann immer jeder irgendwie recht und unrecht zugleich, keiner kennt die Situation insgesamt wirklich und am Ende kommt nichts gescheites dabei heraus.
Das ist nun leider wieder einmal der typische Irrtum. Die Frage ist nicht, ob Lehrer in ihrem Studienfach gut sind, sondern, ob sie es gut vermitteln können!
Das setzt natürlich voraus, dass sie auch eine Ahnung von ihrem Fach haben. Aber sie müssen nicht die Spitzenkräfte sein, die man für eine wissenschaftliche Karriere benötigt. Spitze sollten sie im Vermitteln sein, nicht zum Beispiel im Forschen.
Ein Teil der Bildungsmisere beruht doch gerade darauf, dass es an der Vermittlung und an der pädagogischen Kompetenz mangelt.
Im Übrigen ist es doch eine Irreführung der Öffentlichkeit, wenn von Medien oder anderer Seite gelegentlich der Eindruck vermittelt wird, nur die fachlich Schlechten würden Lehrer.
In Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise war es in den Jahren des Extremsparens sogar so, dass man im gymnasialen Bereich schon mit Einserschnitten um eine Einstellung bangte. Mit einer Drei brauchte man sich bereits Ende der Siebziger erst gar nicht zu bewerben.
Diese Art von "Qualitätsdebatte" ist in Teilen eine Scheindebatte und leidet im Übrigen sehr stark darunter, dass ein regional zersplittertes Bildungssystem (Länderhoheit) zentral und pauschal diskutiert wird. Irgendwie hat dann immer jeder irgendwie recht und unrecht zugleich, keiner kennt die Situation insgesamt wirklich und am Ende kommt nichts gescheites dabei heraus.
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