Amoklauf-Debatte Moralische Panik
Amokläufe produzieren schnelle, aber falsche Antworten
Nichts ist entsetzlicher als Kinder, die Kinder morden – und das in jenem Raum für Schutzbefohlene namens »Schule«. Dem Schock folgen Trauer, Angst und Wut, eine Art moralischer Panik: Wer oder was hat Schuld? Wie den nächsten Angriff verhindern?
In religiösen Zeiten war die Antwort einfach. Das war Gottes Wille, sein »unerforschlicher Ratschluss«. Der weltliche Mensch aber will es wissen und produziert dabei schnelle Antworten, die klar und eindeutig sind – und falsch. Kein Wunder, gerät doch die Suche nach dem unerklärbaren Ursprung des Bösen geradezu zwanghaft zur Sündenbock-Jagd.
Die Antworten sind bekannt: »amerikanische Verhältnisse«, laxe Waffengesetze, die Eltern, die Lehrer, die Computer, die Moderne, die den Kindern ihre Kindheit raube, die Gewaltvideos, die sie zu Killern machten. Solche Erklärungen sind gut für die Seele, weil sie das Unfassbare greifbar machen. Aber sie halten den Fakten nicht stand.
Die bislang beste Studie stammt vom U.S. Secret Service (der für den Präsidentenschutz zuständig ist). Findings of the Safe School Initiative: Implications for the Prevention of School Attacks (2004) basiert auf 37 Fällen schulischer Gewalt seit 1974, als diese zum ersten Mal systematisch erfasst wurde. Gleich am Anfang heißt es lapidar: »Es gibt kein genaues oder nützliches ›Profil‹ von Schülern, die an gezielter Schulgewalt beteiligt sind.«
Eine etwas ältere Studie des FBI – The School Shooter – notiert: Eine »Checkliste der Gefahrensignale gibt es nicht«. Stattdessen offeriert der FBI 45 (!) Faktoren, die eine Rolle spielen könnten. Darunter befinden sich so alte Bekannte wie Minderwertigkeits- oder Überwertigkeitsgefühle, Entfremdung oder schlechte Gesellschaft, Vorurteile, »turbulente Familienbeziehungen«, Drogen und Alkohol.
Was meint das FBI zum Beelzebub der deutschen Debatte, den Gewaltvideos, die der bayerische Innenminister nun noch heftiger ächten will? Von den 45 Faktoren beschäftigen sich nur zwei mit exzessivem Computerkonsum und der »Faszination von Gewalt« in Film, Fernsehen und Videospielen.
Der Secret Service meldet lakonisch: »Nur ein Achtel der Angreifer hat ein Interesse an Gewaltvideos gezeigt.« Dagegen habe die größte Gruppe – fast 40 Prozent – über Gewalt geschrieben, in Gedichten oder Aufsätzen. Niemand käme auf die Idee, den Kids ihre Tagebücher wegzunehmen oder ihnen die Poesie zu verbieten.
Ist der Killer ein loner ? Auch das ist falsch, urteilt das FBI. In beiden Studien spielen Waffen die Hauptrolle. »Die meisten Angreifer hatten Zugang zu oder Erfahrung mit Waffen«, berichtet der Secret Service. Das FBI: »Der leichte Zugang ist der bedeutsamste Risikofaktor.« Tim K. ist das klassische Beispiel: Zu Hause gab’s Schießwerkzeug zuhauf und die 9-mm-Munition mit dazu. Trotzdem: Das Gerät macht es möglich, die Ursache liefert es nicht. Der Amoklauf ist der öffentlich inszenierte Selbstmord, die Blutorgie als Kapitulation, das Massaker als letzte Machtfantasie. Dieser Raum der Seele gehört der Psychiatrie, nicht der Soziologie, die aus Einzelbeispielen keine Theorie formen kann.
- Datum 21.03.2009 - 19:02 Uhr
- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 19.03.2009 Nr. 13
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selbstbid und weltbild hängen zusammen wie atomkern und hülle.
wie innen so aussen.
attack brachte heute eine gefakte "zeit"-zeitungs-ausgabe heraus mit nur schönen meldungen. eine davon hiess: die welt verhandelt alles neu unter dem affenbrotbaum (oder so ähnlich)
unser vom affen vergangenheitsgeprägtes system ist schuld und nicht ein einzelner
wir sind zu weit mehr als 50 % unvernünftige tiere und so lange wir zu bekloppt (sorry) sind ein gewaltreies system zu entwickeln bekommen wir diese tritte in den allerwertesten
amokläufe sind da noch eine kleinigkeit zu dem was uns noch erwartet wenn wir weiter so machen,:
hier lauern immer mehr staaten mit atomwaffen, dort bricht durch egozentrik im system das welt-finanzsystem zusammen und in einigen jahren oder jahrzehnten kommt der ganz grosse knall, da zeigt die umwelt unserer spezies die schwarze karte
homo sapiens du warst zu dumm für diese welt weil du nicht rechtzeitig eine abwrackprämie für deine vergangenheit bereitgestellt hast und dir deshalb die zukunft nicht leisten kannst (wie matthias riechling im abgestürzten kabarett-gipfel sagte)
;-)
Ich stimme Ihnen da völlig zu. Das Problem hat natürlich individuelle wie auch gesellschaftliche Aspekte. Es kann in solchen Fallanalysen kein entweder/oder, sondern in der differenzierten Betrachtung nur ein sowohl/als auch geben.
Soziologische oder vielleicht eher noch sozialpsycholgische Aspekte werden abgewehrt, weil es naheliegender Weise neben psychatrisch-endogenen Dispositionen auch gesellschaftspolitische Trigger geben wird, in einer globalen Gesellschaft, deren Restwerte täglich maroder werden.
Bezüglich seiner methodologischen Erkenntnisse im letzten Satz seines Artikels wäre es für Herrn Joffe möglicherweise mal von Interesse, sich mit induktiven resp. deduktiven Schlüssen in den Sozialwissenschaften zu befassen.
Ich stimme Ihnen da völlig zu. Das Problem hat natürlich individuelle wie auch gesellschaftliche Aspekte. Es kann in solchen Fallanalysen kein entweder/oder, sondern in der differenzierten Betrachtung nur ein sowohl/als auch geben.
Soziologische oder vielleicht eher noch sozialpsycholgische Aspekte werden abgewehrt, weil es naheliegender Weise neben psychatrisch-endogenen Dispositionen auch gesellschaftspolitische Trigger geben wird, in einer globalen Gesellschaft, deren Restwerte täglich maroder werden.
Bezüglich seiner methodologischen Erkenntnisse im letzten Satz seines Artikels wäre es für Herrn Joffe möglicherweise mal von Interesse, sich mit induktiven resp. deduktiven Schlüssen in den Sozialwissenschaften zu befassen.
Zitat: Das FBI: »Der leichte Zugang ist der bedeutsamste Risikofaktor.
Und ?
Erinnert sich noch jemand, dass unser Alles-überwachen-Innenminister Schäuble noch 2007 das Waffengesetz aufweichen wollte, damit schon jüngere Menschen an Waffen kommen können?
http://www.tagesschau.de/...
Aber nein. In Deutschland sind natürlich die sog. "Killerspiele" schuld.
Die Behauptung es sei Aufgabe der Psychiatire Ursachen zu suchen ist nicht haltbar!
Die Seele des Menschen ist kein alleingestelltes Merkmal. Sie konstituiert sich zu einem wesentlichen Teil auch aus der Umwelt des Menschen. Ohne einen interdisziplinären Ansatz werden keine hinreichende Erklärungen gefunden werden können.
Die Psychiatrie bedient sich einem mechanischen Paradigma der Funktionsweise der menschlichen Psyche. Sie versteht sich in einem Spannungsfeld von Medizin und Naturwissenschaften. Dies ist zurecht vielfach kritisiert worden. Es gibt umfangreiche Untersuchnungen, in denen gezeigt werden konnte, dass zum Beispiel die Diagnose von Schizophrenie ein Moralisches Urteil ist, getarnt hinter dem Stigma der Geisteskrankheit. ( Hierzu: Thomas S. Szasz; Erving Goffman; Michel Foucault; Thomas J. Scheff etc.) David L. Rosenhan führte mit seinen Studenten ein Experiment durch. Psychisch vollkommen gesunde Menschen spielten verschiedenen Psychiatern Symptome von Schizophrenie vor. Daraufhin wurden alle in unterschiedliche Psychiatiren eingewiesen. In keinem einzigen Fall wurde erkannt, dass die "Patienten" psychisch gesund sind. ( Sehr schöner Text: David L. Rosenhan. Gesund in kranker Umgebung. Kölner Zeitschriften zur Kriminologie und Kriminalpolitik 2002 )
Ein weiteres Beispiel ist die in den 50er und 60er Jahren tausendfach durchgeführte Lobotomie, bei denen man Menschen Nervenstränge im Gehirn durchgeschnitten hat!!!! Die Folge: Die glücklichen unter ihnen hatten nur leichte Funktionsstörungen, konnten nicht mehr richtig sprechen und hatten keine Gefühle mehr; die anderen lebten wie die Schwester von John F. Kennedy als sogenanntes "Gemüse" weiter, andere starben einfach.
"Es ist das Dilemma der Psychologie, dass sie sich als Naturwissenschaft mit einem Gegenstand befasst, der Geschichte macht" E.E. Boesch
Die kritische Psychologie erkennt die umfangreichen Wechselwirkungen von Mensch und Umwelt an, aus denen sich die individuellen Eigenschaften eines jeden ergeben. Diese Wechselwirkungen vom psychologischen Selbst und gesellschaftlichen, sowie familiären und gemeinschaftlichen Verhältnissen gilt es zu analysieren. Einfache linear-kausale Ansätze innerhalb einer Disziplin werden nicht fruchtbar sein.
Die in dem Artikel vertretene Ansicht läuft Gefahr, sich in den Strickmustern von "dem Bösen", "der Geisteskrankheit" und gar dem mittelalterlichen Bild von Hexen zu verfangen und legt die Grundlage für eines Stigma: DER AMOKLÄUFER, als stereotype Characterisierung eines Phänomens.
Wollen wir jetzt als gesellschaftliche Reaktion auf den Amoklauf eine Hetzjagt einleiten und jugendliche einer präventiven psychiatrischen "Untersuchung" aussetzen? So werden gesellschaftliche Verhältnisse reproduziert.
Wir haben es mit zwei Lobbygruppen von Industriebranchen zu tun, die milliardenschwere Umsätze generieren und über die die Politik ihre schützende Hand hält:
die der Waffenhersteller und die der Killerspiel-Produzenten.
Ihre Aktivitäten hinter den Kulissen sehen wir nicht.
Wir sehen aber - im Gegensatz zur dubiosen Rechnung, die Joffe hier anhand einer fragwürdigen FBI-Studie aufmacht, dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte.
Während es einerseits richtig ist, dass nicht jeder Ego-Shooter zum Amokläufer wird, erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft.
Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt.
Das nicht jeder Ego-Shooter nun im "real live" zur Waffe greift, wird verursacht durch die bestehende gesellschaftliche Sanktionierung, die Einschränkungen des Zugangs zu Waffen und natürlich dadurch, dass in aller Regel das "real live" durch einen solchen Event beendet wird.
Wenn diese genannten Umstände wegfallen / als Argument unwirksam werden (aufgrund besonderer Lebensumstände / psychischer Verfasstheiten des Täters), dann steht das Tor zum blutigen Massaker ziemlich weit offen.
Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen.
Als "Kollateralschäden" blieben dabei auf der Strecke die erwähnten Milliardenumsätze der produzierenden Industrie sowie der "Fun" / das Suchtpotenzial der Nutzer.
Diesen Preis möchte man bisher nicht bezahlen, nur dafür, dass ein paar mehr Schulkinder, Lehrer usw. überleben.
Die Frage ist einfach: hält die Gesellschaft diesen Stimulus an brutalster Gewalt, der Angst, die sie verbreitet, der Adrenalinstöße, der Abgründe, die sie im öffentlichen Bewusstsein installiert, für sinnvoll und angebracht oder für abstoßend / abschreckend, um zu den nötigen Massnahmen zur Ausschaltung zu greifen.
In den Medien und in der Politik hat natürlich der Schutz der Industrie, ihre lobbyistisch vertretenen Interessen Priorität. Insofern wird sich bis auf Weiteres nichts ändern.
"Während es einerseits richtig ist, dass nicht jeder Ego-Shooter zum Amokläufer wird, erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Bitte ergänzen Sie: "erhöhen diese Spiele meiner Meinung nach die Gewaltbereitschaft".
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Bitte ergänzen Sie: "Ich kann mir vorstellen das diese Spiele sogar als Training benutzt werden und vielleicht sogar die Tötungshemmungen reduzieren können".
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
Bitte ergänzen Sie: "aber nach meiner Meinung können dadurch diese tragischen Vorkommnisse eventuell erheblich reduziert werden"
* * * * *
Es tut mir leid, aber ich finde Ihr Beitrag ist leider ein Paradebeispiel für subjektive Meinungen die als objektives, allgemeingültiges und faktenunterlegtes Wissen dargestellt werden.
Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht auf eine eigene, subjektive Meinung. Aber dann sollte man dies auch so kenntlich machen.
Sie machen es sich zu einfach: irgendwelche Theorien und unbewiesene Fakten auf den Tisch zu knallen, gespickt mit Satzanhängseln die diese als "dem Anschein nach wissenschaftlich bestätigte Fakten" darstellen - also ich kann Ihnen nur sagen das ich bei Egoshootern weniger Aggressionen empfinde als beim lesen solcher Beiträge.
BiT
Naja,
die Diskussion um sogenannte "Killerspiele" als Auslöser der Tat macht mich wiederum recht aggressiv. Das ist schlicht eine Scheinkorrelation, mehr nicht!
Siehe hierzu meinen Kommentar dazu:
55. Waffen, nicht Killerspiele!
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben. Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher. Betrachtet…
Mehr (634 Zeichen)
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben.
Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher.
Betrachtet man jedoch umgekehrt, wie viele jugendliche Killerspiele spielen und danach Amok laufen, wird man keinen signifikanten Zusammenhang finden!
Die eigentlichen Ursachen für solche Taten werden verschleiert. Die Politik bedient sich hier einfacher populistischer Maßnahmen für ein Phänomen, das weitaus komplexer ist.
Es bleibt die starke Vermutung: Je größer der Aufschrei in der Gesellschaft, desto mehr Nachahmer wird es geben. Ob diese Amokläufe ein Phänomen sozialer Exklusion darstellen? Bisweilen waren alle Amokläufer eher Außenseiter.
Doch: Ohne eine Waffe könnte niemand ein derartiges destruktuves Potential ausleben!
"dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte."
wie der überwiegende Teil ALLER (männlichen) Jugendlichen seit ungf. 10 Jahren. Könnte ganz eventuell, aber nur vielleicht, die Korrelation erklären... (sic...)
"erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Fakt: Aggressionserhöhung ist nachgewiesen während und für einige Minuten nach dem Spielen. Beides vergleichbar hoch wie nach dem Sehen von Gewaltszenen in normalen Kinofilmen.
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Diese beiden Behauptungen sind nicht bekannt. Es handelt sich um Ihre persönliche an den Haaren herbeigezogene und unbelegte Meinung. Es gibt keine Studie, keine Untersuchung, die das in irgendeiner Weise belegt.
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
1. "Eliminierung" von "Killerspielen" ist unmöglich. Selbst wenn die BRD diese Spiele verbietet, sind sie im Netz z.B. durch Tauschbörsen immer zu erhalten. Den Zugang zu diesen Tauschbörsen und anderen Internetquellen könnte man nur durch extreme Internetzensurmaßnahmen kappen, die in einem freiheitlichen Land undenkbar wären.
2. Eliminierung von "Gewaltvideos"? Was verstehen Sie darunter? Die letzten James Bond Filme waren sehr brutal. Dabei handelt es sich inzwischen um ganz normale mainstream-Filme. Wahrscheinlichkeit eines Verbotes = 0.
3. Daher -> selbst wenn Ihre Meinung (der ich widerspreche), dass ein Verbot die Frequenz solcher Taten reduzieren könnte, richtig wäre, wäre ein Verbot de facto ohne Wirkung. Aus beiden Gründen (unbewiesen, ohne Wirkung) sollte es also unterbleiben, da es nur normale Nutzer kriminalisieren würde.
Als ich den Beitrag Nr. 4 gelesen habe quoll mir regelrecht die Ignoranz gegenüber den neuen nicht verstandenen Medien entgegen.
Computerspiele, vor Allem welche wo's um Gewalt geht gabs in meiner Jugend nicht. Das muss schlecht sein! Verbieten!! Sofort!
Meiner Meinung nach handelt es sich bei der gesamten Killerspielediskussion um ein Scheingefecht. Es gibt nämlich eine Korrelation zwischen den Spielen und den Amokläufen, aber diese ist zeitlich nicht inhaltlich.
Was das heißt will ich gern erklären.
-Computerspiele sind, dass wurde richtig bemerkt, ein Phänomen der letzten beiden Jahrzehnte. Personen die unter 30 sind, sind damit mehrheitlich aufgewachsen. Personen die unter 20J sind und nicht Computer gespielt haben sind absolute Minderheiten.
-Amokläufe an Schulen sind, und hier haben wir die Korrelation, ein Phänomen der letzten beiden Jahrzehnte.
Littleton 1999 war die erste Tat dieser Art, und vor allem die erste die so ein großes Medienfeedback in Deutschland erhalten hat.
Für die Personen, welche in die Sündenbocksuche verwickelt sind (und überwiegend dieser Generation nicht angehören), bietet sich dieser Zusammenhang nun wunderbar an um das Medium Computerspiele (was sie aus ihrer Jugend nicht kannten) als den Grund für Taten zu sehen, die es in ihrer Jugend nicht gab.
Übersehen wird dabei, dass die Jugendlichen von heute noch etwas von denen vor 20 Jahren unterscheidet.
Medienkompetenz
Medienkompetenz, so wie ich sie verstehe, ist die Fähigkeit
1) Inhalte von Medien auf ihre Relevanz für die eigene Situation zu bewerten und
2) das passende Medium für den gewünschten Zweck zu nutzen.
Was 1) bedeutet kann mann sich denken. 2) bedeutet, dass wenn ich Nachrichten will ich weiß welches Medium mir diese liefert, und wenn ich Unterhaltung will, ebenfalls das passende Medium bekannt ist.
Amokläufer beweisen reproduzierbar ihre Medienkompetenz. Sie wissen genau, dass sie die Aufmerksamkeit die sie wollen, nur durch eine öffentlche Tat diesen Ausmaßes erreichen läßt.
Ich behaupte: Nicht Computerspiele machen Amokläufer, sondern die Berichterstattung über Amokläufe. Denn sie bestätigen immer wieder aufs neue welche Aufmerksamkeit einem Täter zu kommt, wenn er sich ebens verhält.
Unsere Lebensart des aktiven gestaltens von Medien macht den unterschied zu früher. Heutige Jugendliche nutzen Medien nicht nur passiv(konsumieren) sondern sie nutzen sie aktiv(gestaltent).
Was ich abschließend nicht verschleiern möchte: Es kann durchaus auch eine Gefährdung von "Killerspielen" ausgehen. Doch dies hat nichts mit "Point&Click" zu tun, sondern mit Technologien, welche aus dem Filmgeschäft (Visual FX) stammen und in Zukunft in Spielen eingebaut werden. Darüber habe ich in meinem Block einen Artikel verfasst.
Ich mache es mir jetzt ganz einfach und schicke einen Link über einen Amoklauf 1913 und in den 60er Jahren.
Darüber hinaus möchte ich auf die ersten nennenswerten Computerspielentwicklungen Ende der 80er Jahre hinweisen.
Counterstrike wurde in den 90er Jahren entwickelt.
Nun die Aufgabe: Stellen Sie bitte einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und diesen Amokläufen her.
http://de.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Anm.:Ich muss Josef Joffe Recht geben - so schwer es uns auch fällt, aber wir werden Amokläufe nicht verhindern können. Wir können nur nach Möglichkeiten schauen Jugendlichen mit ihren Problem besser zu helfen.
Dies klappt aber nur, wenn sie sich helfen lassen wolllen!
"Während es einerseits richtig ist, dass nicht jeder Ego-Shooter zum Amokläufer wird, erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Bitte ergänzen Sie: "erhöhen diese Spiele meiner Meinung nach die Gewaltbereitschaft".
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Bitte ergänzen Sie: "Ich kann mir vorstellen das diese Spiele sogar als Training benutzt werden und vielleicht sogar die Tötungshemmungen reduzieren können".
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
Bitte ergänzen Sie: "aber nach meiner Meinung können dadurch diese tragischen Vorkommnisse eventuell erheblich reduziert werden"
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Es tut mir leid, aber ich finde Ihr Beitrag ist leider ein Paradebeispiel für subjektive Meinungen die als objektives, allgemeingültiges und faktenunterlegtes Wissen dargestellt werden.
Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht auf eine eigene, subjektive Meinung. Aber dann sollte man dies auch so kenntlich machen.
Sie machen es sich zu einfach: irgendwelche Theorien und unbewiesene Fakten auf den Tisch zu knallen, gespickt mit Satzanhängseln die diese als "dem Anschein nach wissenschaftlich bestätigte Fakten" darstellen - also ich kann Ihnen nur sagen das ich bei Egoshootern weniger Aggressionen empfinde als beim lesen solcher Beiträge.
BiT
Naja,
die Diskussion um sogenannte "Killerspiele" als Auslöser der Tat macht mich wiederum recht aggressiv. Das ist schlicht eine Scheinkorrelation, mehr nicht!
Siehe hierzu meinen Kommentar dazu:
55. Waffen, nicht Killerspiele!
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben. Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher. Betrachtet…
Mehr (634 Zeichen)
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben.
Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher.
Betrachtet man jedoch umgekehrt, wie viele jugendliche Killerspiele spielen und danach Amok laufen, wird man keinen signifikanten Zusammenhang finden!
Die eigentlichen Ursachen für solche Taten werden verschleiert. Die Politik bedient sich hier einfacher populistischer Maßnahmen für ein Phänomen, das weitaus komplexer ist.
Es bleibt die starke Vermutung: Je größer der Aufschrei in der Gesellschaft, desto mehr Nachahmer wird es geben. Ob diese Amokläufe ein Phänomen sozialer Exklusion darstellen? Bisweilen waren alle Amokläufer eher Außenseiter.
Doch: Ohne eine Waffe könnte niemand ein derartiges destruktuves Potential ausleben!
"dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte."
wie der überwiegende Teil ALLER (männlichen) Jugendlichen seit ungf. 10 Jahren. Könnte ganz eventuell, aber nur vielleicht, die Korrelation erklären... (sic...)
"erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Fakt: Aggressionserhöhung ist nachgewiesen während und für einige Minuten nach dem Spielen. Beides vergleichbar hoch wie nach dem Sehen von Gewaltszenen in normalen Kinofilmen.
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Diese beiden Behauptungen sind nicht bekannt. Es handelt sich um Ihre persönliche an den Haaren herbeigezogene und unbelegte Meinung. Es gibt keine Studie, keine Untersuchung, die das in irgendeiner Weise belegt.
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
1. "Eliminierung" von "Killerspielen" ist unmöglich. Selbst wenn die BRD diese Spiele verbietet, sind sie im Netz z.B. durch Tauschbörsen immer zu erhalten. Den Zugang zu diesen Tauschbörsen und anderen Internetquellen könnte man nur durch extreme Internetzensurmaßnahmen kappen, die in einem freiheitlichen Land undenkbar wären.
2. Eliminierung von "Gewaltvideos"? Was verstehen Sie darunter? Die letzten James Bond Filme waren sehr brutal. Dabei handelt es sich inzwischen um ganz normale mainstream-Filme. Wahrscheinlichkeit eines Verbotes = 0.
3. Daher -> selbst wenn Ihre Meinung (der ich widerspreche), dass ein Verbot die Frequenz solcher Taten reduzieren könnte, richtig wäre, wäre ein Verbot de facto ohne Wirkung. Aus beiden Gründen (unbewiesen, ohne Wirkung) sollte es also unterbleiben, da es nur normale Nutzer kriminalisieren würde.
Als ich den Beitrag Nr. 4 gelesen habe quoll mir regelrecht die Ignoranz gegenüber den neuen nicht verstandenen Medien entgegen.
Computerspiele, vor Allem welche wo's um Gewalt geht gabs in meiner Jugend nicht. Das muss schlecht sein! Verbieten!! Sofort!
Meiner Meinung nach handelt es sich bei der gesamten Killerspielediskussion um ein Scheingefecht. Es gibt nämlich eine Korrelation zwischen den Spielen und den Amokläufen, aber diese ist zeitlich nicht inhaltlich.
Was das heißt will ich gern erklären.
-Computerspiele sind, dass wurde richtig bemerkt, ein Phänomen der letzten beiden Jahrzehnte. Personen die unter 30 sind, sind damit mehrheitlich aufgewachsen. Personen die unter 20J sind und nicht Computer gespielt haben sind absolute Minderheiten.
-Amokläufe an Schulen sind, und hier haben wir die Korrelation, ein Phänomen der letzten beiden Jahrzehnte.
Littleton 1999 war die erste Tat dieser Art, und vor allem die erste die so ein großes Medienfeedback in Deutschland erhalten hat.
Für die Personen, welche in die Sündenbocksuche verwickelt sind (und überwiegend dieser Generation nicht angehören), bietet sich dieser Zusammenhang nun wunderbar an um das Medium Computerspiele (was sie aus ihrer Jugend nicht kannten) als den Grund für Taten zu sehen, die es in ihrer Jugend nicht gab.
Übersehen wird dabei, dass die Jugendlichen von heute noch etwas von denen vor 20 Jahren unterscheidet.
Medienkompetenz
Medienkompetenz, so wie ich sie verstehe, ist die Fähigkeit
1) Inhalte von Medien auf ihre Relevanz für die eigene Situation zu bewerten und
2) das passende Medium für den gewünschten Zweck zu nutzen.
Was 1) bedeutet kann mann sich denken. 2) bedeutet, dass wenn ich Nachrichten will ich weiß welches Medium mir diese liefert, und wenn ich Unterhaltung will, ebenfalls das passende Medium bekannt ist.
Amokläufer beweisen reproduzierbar ihre Medienkompetenz. Sie wissen genau, dass sie die Aufmerksamkeit die sie wollen, nur durch eine öffentlche Tat diesen Ausmaßes erreichen läßt.
Ich behaupte: Nicht Computerspiele machen Amokläufer, sondern die Berichterstattung über Amokläufe. Denn sie bestätigen immer wieder aufs neue welche Aufmerksamkeit einem Täter zu kommt, wenn er sich ebens verhält.
Unsere Lebensart des aktiven gestaltens von Medien macht den unterschied zu früher. Heutige Jugendliche nutzen Medien nicht nur passiv(konsumieren) sondern sie nutzen sie aktiv(gestaltent).
Was ich abschließend nicht verschleiern möchte: Es kann durchaus auch eine Gefährdung von "Killerspielen" ausgehen. Doch dies hat nichts mit "Point&Click" zu tun, sondern mit Technologien, welche aus dem Filmgeschäft (Visual FX) stammen und in Zukunft in Spielen eingebaut werden. Darüber habe ich in meinem Block einen Artikel verfasst.
Ich mache es mir jetzt ganz einfach und schicke einen Link über einen Amoklauf 1913 und in den 60er Jahren.
Darüber hinaus möchte ich auf die ersten nennenswerten Computerspielentwicklungen Ende der 80er Jahre hinweisen.
Counterstrike wurde in den 90er Jahren entwickelt.
Nun die Aufgabe: Stellen Sie bitte einen Zusammenhang zwischen Computerspielen und diesen Amokläufen her.
http://de.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Anm.:Ich muss Josef Joffe Recht geben - so schwer es uns auch fällt, aber wir werden Amokläufe nicht verhindern können. Wir können nur nach Möglichkeiten schauen Jugendlichen mit ihren Problem besser zu helfen.
Dies klappt aber nur, wenn sie sich helfen lassen wolllen!
"Während es einerseits richtig ist, dass nicht jeder Ego-Shooter zum Amokläufer wird, erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Bitte ergänzen Sie: "erhöhen diese Spiele meiner Meinung nach die Gewaltbereitschaft".
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Bitte ergänzen Sie: "Ich kann mir vorstellen das diese Spiele sogar als Training benutzt werden und vielleicht sogar die Tötungshemmungen reduzieren können".
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
Bitte ergänzen Sie: "aber nach meiner Meinung können dadurch diese tragischen Vorkommnisse eventuell erheblich reduziert werden"
* * * * *
Es tut mir leid, aber ich finde Ihr Beitrag ist leider ein Paradebeispiel für subjektive Meinungen die als objektives, allgemeingültiges und faktenunterlegtes Wissen dargestellt werden.
Selbstverständlich hat jeder Mensch das Recht auf eine eigene, subjektive Meinung. Aber dann sollte man dies auch so kenntlich machen.
Sie machen es sich zu einfach: irgendwelche Theorien und unbewiesene Fakten auf den Tisch zu knallen, gespickt mit Satzanhängseln die diese als "dem Anschein nach wissenschaftlich bestätigte Fakten" darstellen - also ich kann Ihnen nur sagen das ich bei Egoshootern weniger Aggressionen empfinde als beim lesen solcher Beiträge.
BiT
radikale Mitte
Die Gewaltbereitschaft eines Teils der Jugend begründet sich mit dem Versagen der Eltern,die ihren Kindern nicht mehr in die Seele schauen können.Statt dessen werden die Kinder,von denen,die es sich leisten können zu Psychologen oder Psychiater gebracht und wenn die Angelegenheit für Kinder und Eltern unangenehm wird,wird die Behandlung nicht fortgesetzt.
Die Kinder,deren Eltern sich dies nicht leisten können,landen meist in die Kriminalität,weil sich diese Eltern kein Geld für Waffen haben.
Im Falle von Emmendingen gehört ein Vater,der in seinem Haus Waffen
und Munition hortet und dazu noch seinen Sohn zu Schiessübungen
mitnimmt und schiessen lässt,in Psychiatrische Behandlung und auch wegen Beihilfe vor Gericht.
Es zeugt von Gleichgültigkeit der Eltern,wenn diese nicht wissen,welche
Spiele ihre Kinder an PCs spielen.
Natürlich darf man die Schuld der Gesellschaft nicht außer acht lassen,
die Politiker wählen,die zwar schärfere Gesetze auf den Weg bringen,aber sich nicht um deren Vollzug kümmern,die Politiker zulässt die die den Zielen der Waffenlobbyisten den Vorrang vor öffentlicher Sicherheit geben.
Naja,
die Diskussion um sogenannte "Killerspiele" als Auslöser der Tat macht mich wiederum recht aggressiv. Das ist schlicht eine Scheinkorrelation, mehr nicht!
Siehe hierzu meinen Kommentar dazu:
55. Waffen, nicht Killerspiele!
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben. Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher. Betrachtet…
Mehr (634 Zeichen)
In der gegenwärtigen Diskussion um ein Verbot von sogenannten "Killerspielen" sollte folgendes ganz klar unterschieden werden: Wenn die populäre Behauptung zuträfe, dass Killerspiele eine Ursache für Amokläufe seien, dann müsste es viel mehr solcher Taten geben.
Schaut man, ob ein jugendlicher Amokläufer derartige Computerspiele gespielt hat, wäre es fast verwunderlich er hätte es nicht getan. Insofern war Tim K ein ganz normaler jugendlicher.
Betrachtet man jedoch umgekehrt, wie viele jugendliche Killerspiele spielen und danach Amok laufen, wird man keinen signifikanten Zusammenhang finden!
Die eigentlichen Ursachen für solche Taten werden verschleiert. Die Politik bedient sich hier einfacher populistischer Maßnahmen für ein Phänomen, das weitaus komplexer ist.
Es bleibt die starke Vermutung: Je größer der Aufschrei in der Gesellschaft, desto mehr Nachahmer wird es geben. Ob diese Amokläufe ein Phänomen sozialer Exklusion darstellen? Bisweilen waren alle Amokläufer eher Außenseiter.
Doch: Ohne eine Waffe könnte niemand ein derartiges destruktuves Potential ausleben!
"dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte."
wie der überwiegende Teil ALLER (männlichen) Jugendlichen seit ungf. 10 Jahren. Könnte ganz eventuell, aber nur vielleicht, die Korrelation erklären... (sic...)
"erhöhen diese Spiele ganz offensichtlich die Gewaltbereitschaft."
Fakt: Aggressionserhöhung ist nachgewiesen während und für einige Minuten nach dem Spielen. Beides vergleichbar hoch wie nach dem Sehen von Gewaltszenen in normalen Kinofilmen.
"Sie wirken als Training, sie beseitigen die Tötungshemmungen, das ist bekannt."
Diese beiden Behauptungen sind nicht bekannt. Es handelt sich um Ihre persönliche an den Haaren herbeigezogene und unbelegte Meinung. Es gibt keine Studie, keine Untersuchung, die das in irgendeiner Weise belegt.
"Eine Eliminierung der Killerspiele, Gewaltvideos usw. würde sicher nicht diese tragischen Vorkommnisse komplett ausschalten können, aber ihre Häufigkeit ganz erheblich reduzieren, davon ist auszugehen."
1. "Eliminierung" von "Killerspielen" ist unmöglich. Selbst wenn die BRD diese Spiele verbietet, sind sie im Netz z.B. durch Tauschbörsen immer zu erhalten. Den Zugang zu diesen Tauschbörsen und anderen Internetquellen könnte man nur durch extreme Internetzensurmaßnahmen kappen, die in einem freiheitlichen Land undenkbar wären.
2. Eliminierung von "Gewaltvideos"? Was verstehen Sie darunter? Die letzten James Bond Filme waren sehr brutal. Dabei handelt es sich inzwischen um ganz normale mainstream-Filme. Wahrscheinlichkeit eines Verbotes = 0.
3. Daher -> selbst wenn Ihre Meinung (der ich widerspreche), dass ein Verbot die Frequenz solcher Taten reduzieren könnte, richtig wäre, wäre ein Verbot de facto ohne Wirkung. Aus beiden Gründen (unbewiesen, ohne Wirkung) sollte es also unterbleiben, da es nur normale Nutzer kriminalisieren würde.
"dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte." wie der überwiegende Teil ALLER (männlichen) Jugendlichen seit ungf. 10 Jahren.
Sehe ich auch so.
Offensichtlich wird -aufgrund der im Artikel schön dargestellten Hilflosigkeit gegenüber Amokläufen- mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit Schindluder getrieben...
Wenn fast alle Gewalttäter "Killerspiele" gespielt haben, müsste man im nächsten Schritt erst einmal das Verhältnis bilden zwischen diesen Personen und allen Spielern. Da es sich laut Kommentar 4 um einen Milliardenmarkt handelt, müsste der Anteil der Amokläufer doch verschwindend gering sein - mit Werten im player-per-million-Bereich wird aber keiner gerne argumentieren, wenn's um Gesetzesschnellschüsse geht.
Mit den realen Waffen sieht es vielleicht etwas anders aus - wobei ich auch hier den "Millarden"-markt nicht sehe, den die Industrie in Deutschland (!) mit Privatkunden macht...ich schätze, die wahre Goldgrube für Firmen wie Heckler und Koch ist doch der Export und der Ausrüstervertrag mit dem Bund...? Aber der spontan mögliche Zugang zu einem Mordgerät macht natürlich Taten möglich, die mit einem Küchenmesser nicht möglich wären.
Wir haben uns vor zwanzig Jahren schon kaum von den Tastaturen unserer C64 trennen können. Und ein Verbot galt unter uns 14 Jährigen als Qualitätssiegel für den sicherlich geschmacklosen Schund: dann wollte es erst recht jeder haben, und bekam es auch. Und sich verbotene Spiele zu besorgen, wäre heute so viel einfacher! Aber das versteht offenbar kein Politiker: die haben offenbar Beratung durch ihre Enkel nötig.
Wenn der arme, kranke Junge nicht an die Waffe gekommen wäre, würden all die anderen Menschen noch leben. Wer lässt eine Waffe offen herum liegen, wenn Minderjährige im Haus sind? Wozu braucht man eine Waffe im Schlafzimmer? Zum Selbstschutz? An alle kleinschniedligen Waffennarren: Wenn Sie nachts Einbrecher im Haus hören, schließen Sie das Schlafzimmer von innen ab und rufen Sie die Polizei. Auch wenn da einer mit Ihrem Fernseher abhauen möchte, hat er nicht den Tod verdient. Außerdem vergrößern Sie nur die Gefahr für sich und ihre Familie wenn Sie Kriminellen mit ner Beretta vor der Nase rumfuchteln! Und bedenken Sie, was für ein Vorbild für ihren Sohn Sie abgeben mit ihrem Dirty-Harry-Gehabe!
Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)
"dass der überwiegende Teil der jugendlichen Amokläufer einen großen Teil der Zeit vor dem Bildschirm mit diesen Spielen verbrachte." wie der überwiegende Teil ALLER (männlichen) Jugendlichen seit ungf. 10 Jahren.
Sehe ich auch so.
Offensichtlich wird -aufgrund der im Artikel schön dargestellten Hilflosigkeit gegenüber Amokläufen- mit den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit Schindluder getrieben...
Wenn fast alle Gewalttäter "Killerspiele" gespielt haben, müsste man im nächsten Schritt erst einmal das Verhältnis bilden zwischen diesen Personen und allen Spielern. Da es sich laut Kommentar 4 um einen Milliardenmarkt handelt, müsste der Anteil der Amokläufer doch verschwindend gering sein - mit Werten im player-per-million-Bereich wird aber keiner gerne argumentieren, wenn's um Gesetzesschnellschüsse geht.
Mit den realen Waffen sieht es vielleicht etwas anders aus - wobei ich auch hier den "Millarden"-markt nicht sehe, den die Industrie in Deutschland (!) mit Privatkunden macht...ich schätze, die wahre Goldgrube für Firmen wie Heckler und Koch ist doch der Export und der Ausrüstervertrag mit dem Bund...? Aber der spontan mögliche Zugang zu einem Mordgerät macht natürlich Taten möglich, die mit einem Küchenmesser nicht möglich wären.
Wir haben uns vor zwanzig Jahren schon kaum von den Tastaturen unserer C64 trennen können. Und ein Verbot galt unter uns 14 Jährigen als Qualitätssiegel für den sicherlich geschmacklosen Schund: dann wollte es erst recht jeder haben, und bekam es auch. Und sich verbotene Spiele zu besorgen, wäre heute so viel einfacher! Aber das versteht offenbar kein Politiker: die haben offenbar Beratung durch ihre Enkel nötig.
Wenn der arme, kranke Junge nicht an die Waffe gekommen wäre, würden all die anderen Menschen noch leben. Wer lässt eine Waffe offen herum liegen, wenn Minderjährige im Haus sind? Wozu braucht man eine Waffe im Schlafzimmer? Zum Selbstschutz? An alle kleinschniedligen Waffennarren: Wenn Sie nachts Einbrecher im Haus hören, schließen Sie das Schlafzimmer von innen ab und rufen Sie die Polizei. Auch wenn da einer mit Ihrem Fernseher abhauen möchte, hat er nicht den Tod verdient. Außerdem vergrößern Sie nur die Gefahr für sich und ihre Familie wenn Sie Kriminellen mit ner Beretta vor der Nase rumfuchteln! Und bedenken Sie, was für ein Vorbild für ihren Sohn Sie abgeben mit ihrem Dirty-Harry-Gehabe!
Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)
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