Autotest Sanftmütiger Schluckspecht
ZEIT-Autorin Christine Brinck und ZEIT-Herausgeber Josef Joffe lassen sich von seidigem Schnurren des Volvo XC60 nicht einlullen

© Volvo Car Germany GmbH
Zuerst der Befangenheits-Check: Die beiden Tester fahren seit 1985 nur Volvo-Kombi, den schnellsten Laster auf der Landstraße. Diesen XC60, ein bisschen SUV (Sport Utility Vehicle), Kombi und Coupé, empfinden sie als genialen Fortschritt, auch wenn der modische Schnickschnack – hier eine Kante, da eine Rundung – nicht sehr Volvo-mäßig ist. Dieser Wagen ist in seiner Benziner-Version (285 PS) fast perfekt, und trotzdem würden sich die Tester ihn nicht kaufen.
Doch erst das Loblied. Dieser Sechszylinder schnurrt wie ein Achter – mit sattem, seidigem Durchzug, der ihn in 7,5 Sekunden auf 100 bringt. Und er bremst auf null in 39 Metern, was für seine zwei Tonnen ein guter Wert ist. Er klebt in der Kurve wie ein Sportwagen und bricht auch bei einer Vollbremsung im Schnee nicht aus, sondern rutscht wie auf Schienen. Er fährt einfach eleganter, als er aussieht.
Die Sicherheit ist Stand-der-Technik-plus – mit vielen neuen Extras. Zum Beispiel dem Driver Alert, der erratisches Fahren erschnüffelt und mit einer aufleuchtenden Kaffeetasse eine Pause anmahnt. Das Blind Spot Information System eliminiert den toten Winkel im Außenspiegel. Der Spurassistent nervt, wenn man von dieser in jene Spur torkelt. Der Bremsassistent greift vor dem Aufprall ein. Und "City Safety" verhindert im Kolonnenfahren den Auffahrunfall – allerdings nur bis 30 km/h.
Drinnen sitzt man gut und gut aufgehoben, mit reichlich Platz auch für die Hintersassen. Kurze Stöße nimmt der XC60 sehr sanftmütig, bei längeren Bodenwellen schaukelt er ein wenig. Zu nörgeln gibt es nicht viel – außer für kurzarmige Fahrer, die sich wegen der hoch liegenden Fenster mit dem ganzen Oberkörper hinaushängen müssen, um das Parkticket in die Säule zu stopfen.
Ein tolles Auto, und trotzdem würden wir zurückschrecken: Es verbraucht zu viel Benzin. Im Testverbrauch waren es mehr als 15 Liter, und im Stadtverkehr frisst es an die 17 Liter. Das ist zu viel, zumal Benzin bald wieder bei 1,50 oder gar bei zwei Euro liegen wird. Außerdem, wenn man schon politisch inkorrekt im SUV auftaucht, soll der wenigstens nicht so viel saufen.
Aber gemach. Es gibt noch den 5-Zylinder-Diesel mit 185 PS, der auch mehr als 200 km/h schafft – mit einem Testverbrauch um die zehn Liter. Besser für Geld und Gewissen. Mit der besten Serienausstattung ("Summum") kostet der 6000 Euro weniger als der Benziner. Er schnurrt bloß nicht so hübsch.
Technische Daten
Motorbauart: 6-Zylinder-Benzinmotor
Leistung: 210 kW (285 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 7,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
CO²-Emission: 284 g/km
Durchschnittsverbrauch: 11,9 Liter
Basispreis: 43.500 Euro
- Datum 23.03.2009 - 14:20 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 26.03.2009 Nr. 14
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volvo kastenwagen fahrer scheinen auch das hellsehen gepachtet zu haben. sie sind wohl auf socken umher geschlichen, wenn die kanzlerin aller volksocken dem russenhäuptling wodiwodkaja versprochen hat, das deutsche geh-socks bald wieder richtig abzuzapfen, wenn all die braven frauen und männer erst mal abgewrackt haben. möge der große Manitou lassen schwedensocken verlieren alle flocken und müssen fürderhin auf Rikscha hocken.
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