Deutsche Geschichte Der Erinnerungstisch ist reich gedecktSeite 3/3
Mit einem neuen »Geschichtsverbund« plant der Bundeskulturbeauftragte das postulierte Ungleichgewicht zu beheben. Neben der Birthler-Behörde und der Stiftung Aufarbeitung, die seit ihrer Gründung schon mehr als 23 Millionen Euro für Ausstellungen und Publikationen, Konferenzen und Stipendien einsetzen konnte, sollen künftig die Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Museen zur DDR-Geschichte stärker gefördert werden. Erklärtes Ziel der »Gedenkstättenkonzeption« ist es, die »historische Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur« als »gesamtdeutsche Aufgabe« auch auf die »westdeutschen Länder« auszudehnen. Solche Formulierungen suchen den enttäuschten Erwartungen von Teilen der Bürgerrechtsbewegung zu entsprechen – und überdehnen damit zugleich doch wohl alle vernünftigen Möglichkeiten.
Unter dem Tugendgebot der Erinnerung scheint weiten Teilen der politischen Klasse jeder Begriff von den Vorzügen einer Geschichtsschreibung, die sich unabhängig von politischen Identitätsstiftungsversuchen und Nützlichkeitserwägungen entfaltet, abhandengekommen zu sein. Wem als Politiker oder als Bürger jedoch daran liegt, dass nicht nur »gedacht und erinnert«, sondern gewusst und verstanden wird, der kann sich nicht auf die Frage beschränken, was derzeit allzu oft geschieht, wie viele seiner Zeitgenossen ein historisch gewordenes Ereignis noch erlebt oder nicht mehr erlebt haben. Und dem muss es am Ende nicht bloß darum gehen, Vergangenheit irgendwie »lebendig zu halten« – wohl aber um Chancen, sie sich begreifend anzueignen.
Eine Politik, die dafür realistische Perspektiven eröffnen will, wird das Faktum nicht ignorieren, dass die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit »jüngster Vergangenheit« in hohem Maße an persönliche Erfahrung oder zumindest familiär tradierte Erinnerung gebunden ist. Aber sie wird sich nicht alleine davon leiten lassen. Für die überwiegende Mehrheit der heute lebenden Deutschen ist die DDR kein Teil ihrer »eigenen« Vergangenheit – und sie wird es auch nicht mehr werden. Das heißt nicht, einer immer wieder irritierenden Ignoranz das Wort zu reden und den oftmals beklagenswerten Mangel an Empathie zu rechtfertigen. Aber es heißt vielleicht, stärker als bisher auf die Reflexion der Erfahrungen von »1989« und der Zeit danach zu setzen: Auch deshalb, weil das »Wir« seitdem in sein Recht gesetzt wurde, mithin eine reale Möglichkeit geworden ist.
Norbert Frei lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und leitet das Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Eine längere Fassung des Beitrags erscheint in diesen Tagen bei dtv in der erweiterten Ausgabe seines Buchs: »1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewusstsein der Deutschen«
- Datum 26.03.2009 - 07:31 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.03.2009 Nr. 14
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als objektive Betrachtung all der Verbrechen und Fehler aller Menschen und Gesellschaftsordnungen. Etwas Perfektes hat es noch nicht gegeben, und haben wir immer noch nicht. Man hat hier dann ja auch noch die altbundesrepublikanische Geschichtsschreibung und -Reflektion. Auch hier hat sich ja so Manches nach der Wende geändert bzw. neu dargestellt, denke ich mal.
Sie grübelten und grübelten und grübelten, konnten das Leben und sich selbst sogar ergründen. Dann starben sie aus. Die Reflektion verbrauchte den Großteil ihrer Lebenskraft - man konnte aber dennoch nicht auf sie verzichten...
All das kann man sich, immerhin, schon aus der Bibel ableiten.
Wenn es in der deutschen Geschichte nach 1945 jemals "Tugendterror" gegeben haben sollte, dann höchstens im Zusammenhang mit dem Thema des Dritten Reiches. Nicht in der DDR, sondern in der Bonner Republik wurde dieses Thema zum einem Metaphysicum der Staatsraison ausgebaut. Dieser archimedische Punkt verträgt natürlich keine Konkurrenz. Schon gar nicht durch ostdeutsche Bürgerrechtler, die der intellektuellen Tradition der Bonner Republik die Lufthoheit streitig machen könnten. Sehr durchsichtig, sehr selbstbezüglich, was Norbert Frei hier vorträgt.
Sammy Senkbley
Die Geschichtsbetrachtung, die hier so objektiv daherkommt, hat sehr viel mehr mit der (alt)bundesrepublikanischen Betrachtungsweise zu tun, als dem Autor lieb sein kann. So weit, so schlecht. Gefährlich wird es dann, und das klingt auch im Text durch, wenn via Bundeszentrale für Politische Bildung, die so objektiv und unvoreingenommen ist wie die Leute, die sie finanzieren, sowie über eine apologetische Informations- und Bildungspolitik bis in die Schulen hinein der westdeutsche Standpunkt den Leuten aus den neuen Bundesländern aufgepropft werden soll, weil man sich 20 Jahre nach der deutschen Einheit immer noch vor einer Ossifizierung fürchtet oder zu träge ist, sich mit den Erfahrungen und der Sichtweise zu beschäftigen, die wirklich typisch für die DDR-Bevölkerung war. Lieber hält man sich an die ewiggleichen DDR-Oppositionellen, deren Widerstand zum DDR-Regime man sich sicher sein und bei denen man hoffen kann, die eigenen Betrachtungen über die DDR bestätigt zu sehen.
Das man allerdings auf diese Art niemals zu einem wirklich umfassenden Geschichtsbild über die ostdeutsche Geschichte kommen wird, liegt auf der Hand. Auch die innere Wiedervereinigung bleibt dabei immer wieder auf der Strecke. Der erste Schritt, sich ein reales Bild über die DDR zu machen, dürfte meiner Meinung nach sein, endlich zu akzeptieren, daß es nun einmal verschiedene Ansichten über die DDR-Geschichte gibt, vor allem dann, wenn es sich um die eigenen Biographie handelt. die genauso ihre Existenzberechtigung haben wie die westdeutschen. Die Beurteilung und die Betrachtungsweisen hängen nun einmal unauflöslich mit dem Standpunkt und den einzelnen Lebensläufen zusammen. Man sollte davon absehen, jede von der offiziell gewünschten abweichende Ansicht über die DDR als Ostalgie zu verdammen. Vor allem aber gilt es dabei auf Apologetik zu verzichten. Eine apologetische Geschichtsbetrachtung in einer liberalen Demokratie ist der Tod der Demokratie.
Es gilt nach wie vor: Solange ich das Recht habe, frei und öffentlich nachzufragen, ob dieses Gemeinwesen noch eine Demokratie ist, solange ist es auch eine.
Die Geschichtsbetrachtung, die hier so objektiv daherkommt, hat sehr viel mehr mit der (alt)bundesrepublikanischen Betrachtungsweise zu tun, als dem Autor lieb sein kann. So weit, so schlecht. Gefährlich wird es dann, und das klingt auch im Text durch, wenn via Bundeszentrale für Politische Bildung, die so objektiv und unvoreingenommen ist wie die Leute, die sie finanzieren, sowie über eine apologetische Informations- und Bildungspolitik bis in die Schulen hinein der westdeutsche Standpunkt den Leuten aus den neuen Bundesländern aufgepropft werden soll, weil man sich 20 Jahre nach der deutschen Einheit immer noch vor einer Ossifizierung fürchtet oder zu träge ist, sich mit den Erfahrungen und der Sichtweise zu beschäftigen, die wirklich typisch für die DDR-Bevölkerung war. Lieber hält man sich an die ewiggleichen DDR-Oppositionellen, deren Widerstand zum DDR-Regime man sich sicher sein und bei denen man hoffen kann, die eigenen Betrachtungen über die DDR bestätigt zu sehen.
Das man allerdings auf diese Art niemals zu einem wirklich umfassenden Geschichtsbild über die ostdeutsche Geschichte kommen wird, liegt auf der Hand. Auch die innere Wiedervereinigung bleibt dabei immer wieder auf der Strecke. Der erste Schritt, sich ein reales Bild über die DDR zu machen, dürfte meiner Meinung nach sein, endlich zu akzeptieren, daß es nun einmal verschiedene Ansichten über die DDR-Geschichte gibt, vor allem dann, wenn es sich um die eigenen Biographie handelt. die genauso ihre Existenzberechtigung haben wie die westdeutschen. Die Beurteilung und die Betrachtungsweisen hängen nun einmal unauflöslich mit dem Standpunkt und den einzelnen Lebensläufen zusammen. Man sollte davon absehen, jede von der offiziell gewünschten abweichende Ansicht über die DDR als Ostalgie zu verdammen. Vor allem aber gilt es dabei auf Apologetik zu verzichten. Eine apologetische Geschichtsbetrachtung in einer liberalen Demokratie ist der Tod der Demokratie.
Es gilt nach wie vor: Solange ich das Recht habe, frei und öffentlich nachzufragen, ob dieses Gemeinwesen noch eine Demokratie ist, solange ist es auch eine.
in dieser müsste all dies ja aufgehen. Dann gibt oder gab es ja vielleicht auch noch Demokraturen.
Das Hauptverbrechen, die Hauptgefahr des Sozialismus - bzw. des Kalten Krieges - war doch aber wohl der Dritte Weltkrieg, die Möglichkeit eben, alles andere, fast alles andere, nachhaltig zu vernichten!
Wer hat denn nun aber diesen angefangen, wer hat den denn nun gewonnen, wer und warum diesen beendet...?!? Oder ist er gar noch nicht so richtig beendet...?!? Welches System hatte gleich nochmal die beiden letzten heißen Weltkriege verzapft?!? (Weil es damals (fast) nur dieses System gab...?)
Oh nein, jetzt kommt man schon wieder in den Bereich der Endzeit-Diskussionen, in tiefgründigstes Grübeln...
Der Anfang vom Ende, das war wohl (um) die Zeit, als man den Weltuntergangspropheten Jesus zum Gott erhob und zum Zentrum einer neuen Welt-Religion, einer damals neuen Welt- und Selbstsicht, machte.
Mit einer solchen Sichtweise, wohl nur, scheint mir, kann man hier zu einem Ergebnis kommen - wenngleich auch nicht zu einem Traumergebnis....
Oder?
Tolle Analyse der Aufarbeitung der DDR-Geschichte, allein es fehlt ein entscheidender Punkt. Die aufgezählten Arbeiten zur DDR-Geschichte beschränken sich aber auf ein rein akademisches, intellektuelles und teilweise museales Territorium. Beim "kleinen Mann" kommt nichts davon an. Was bei ihm ankommt, ist aber die meist juristische Auseinandersetzung von "der hat" und "kann es aber nicht beweisen". Dabei verkommt die Aufarbeitung meist zur Realsatire und verfehlt ihr Ziel.
Hauptproblem dürfte sein, dass tatsächlich nicht alles schlecht war. Man konnte in der DDR leben und im Gegensatz zum 3. Reich waren die Grundbedürfnisse gedeckt und "Otto Normalbürger" hat vom Unrecht in der DDR kaum etwas mitbekommen (Man vergleiche mit Douglas Adams' "Problem-anderer-Leute-Feld"). Die Aufarbeitung von erlebter Geschichte ist auch immer eine Aufarbeitung des eigenen Lebenslaufs: (v)erklärt man die eigene Geschichte, so wird der eigene Lebenslauf schnell zur Lebenslüge. Der"kleine Mann" meidet das; man trifft diese Menschen täglich, manchmal glaube ich sogar, sie sind in der Mehrheit.
ihrem Lebenslauf nicht irgendetwas (mehr oder weniger Wichtiges) schönreden, die also keine partielle Verdrängung oder Leugnung der Realität nötig haben, die die Wahrheit, die volle ungeschminkte Wahrheit auch wirklich aushalten können...?
Mir ist da bzw. so, ehrlich gesagt, noch keiner aufgefallen. Man muss nur ganz genau hinsehen und ganz genau über alle Nachdenken - schon wird man m.E. - bei Erwachsenen Menschen natürlich nur - fast immer fündig...
Gut, philosophisch Selbstmörder, weiß nicht ob es diese wirklich gibt, hab ich bisher noch nicht persönlich kennengelernt, ja, hier könnte es sein - nur die sind dann eben nicht mehr unter uns...! (Nackt unter rassigen Hunden, sag ich mal...).
(Sollten Sie hier etwa, bzw. wirklich, der erste absolute Nichtschöner sein...?!)
Der eine hat einen umgebracht und einen Baum umgesägt, der andere hat sein Geld zu einem Geldinstitut gebracht, welches, über zig Ecken, einen mitfinanziert hat, der andere umbringen ließ, bzw. welches die Waffenproduzenten mitfinanziert hat - und bzw. oder die "Umweltsünd-Betriebe bzw. -Wirtschaft"...: Das moderne Leben ist ja sooo schööön!
Man konnte in der DDR leben und im Gegensatz zum 3. Reich waren die Grundbedürfnisse gedeckt
Im Dritten Reich waren die Grundbedürfnisse der gesunden Volksdeutschen auch gedeckt - auf Kosten von Millionen von unterdrückten, beraubten und ermordeten Menschen. Und das war auch ganz klar in den Zeitungen nachzulesen.
ihrem Lebenslauf nicht irgendetwas (mehr oder weniger Wichtiges) schönreden, die also keine partielle Verdrängung oder Leugnung der Realität nötig haben, die die Wahrheit, die volle ungeschminkte Wahrheit auch wirklich aushalten können...?
Mir ist da bzw. so, ehrlich gesagt, noch keiner aufgefallen. Man muss nur ganz genau hinsehen und ganz genau über alle Nachdenken - schon wird man m.E. - bei Erwachsenen Menschen natürlich nur - fast immer fündig...
Gut, philosophisch Selbstmörder, weiß nicht ob es diese wirklich gibt, hab ich bisher noch nicht persönlich kennengelernt, ja, hier könnte es sein - nur die sind dann eben nicht mehr unter uns...! (Nackt unter rassigen Hunden, sag ich mal...).
(Sollten Sie hier etwa, bzw. wirklich, der erste absolute Nichtschöner sein...?!)
Der eine hat einen umgebracht und einen Baum umgesägt, der andere hat sein Geld zu einem Geldinstitut gebracht, welches, über zig Ecken, einen mitfinanziert hat, der andere umbringen ließ, bzw. welches die Waffenproduzenten mitfinanziert hat - und bzw. oder die "Umweltsünd-Betriebe bzw. -Wirtschaft"...: Das moderne Leben ist ja sooo schööön!
Man konnte in der DDR leben und im Gegensatz zum 3. Reich waren die Grundbedürfnisse gedeckt
Im Dritten Reich waren die Grundbedürfnisse der gesunden Volksdeutschen auch gedeckt - auf Kosten von Millionen von unterdrückten, beraubten und ermordeten Menschen. Und das war auch ganz klar in den Zeitungen nachzulesen.
ihrem Lebenslauf nicht irgendetwas (mehr oder weniger Wichtiges) schönreden, die also keine partielle Verdrängung oder Leugnung der Realität nötig haben, die die Wahrheit, die volle ungeschminkte Wahrheit auch wirklich aushalten können...?
Mir ist da bzw. so, ehrlich gesagt, noch keiner aufgefallen. Man muss nur ganz genau hinsehen und ganz genau über alle Nachdenken - schon wird man m.E. - bei Erwachsenen Menschen natürlich nur - fast immer fündig...
Gut, philosophisch Selbstmörder, weiß nicht ob es diese wirklich gibt, hab ich bisher noch nicht persönlich kennengelernt, ja, hier könnte es sein - nur die sind dann eben nicht mehr unter uns...! (Nackt unter rassigen Hunden, sag ich mal...).
(Sollten Sie hier etwa, bzw. wirklich, der erste absolute Nichtschöner sein...?!)
Der eine hat einen umgebracht und einen Baum umgesägt, der andere hat sein Geld zu einem Geldinstitut gebracht, welches, über zig Ecken, einen mitfinanziert hat, der andere umbringen ließ, bzw. welches die Waffenproduzenten mitfinanziert hat - und bzw. oder die "Umweltsünd-Betriebe bzw. -Wirtschaft"...: Das moderne Leben ist ja sooo schööön!
Man konnte in der DDR leben und im Gegensatz zum 3. Reich waren die Grundbedürfnisse gedeckt
Im Dritten Reich waren die Grundbedürfnisse der gesunden Volksdeutschen auch gedeckt - auf Kosten von Millionen von unterdrückten, beraubten und ermordeten Menschen. Und das war auch ganz klar in den Zeitungen nachzulesen.
es waren auch nicht wirklich alle Grundbedürfnisse für manche Regimegegner in der DDR voll bzw. ausreichend abgedeckt, so das nach freiem Aufenthalt (statt Knast...!).
es waren auch nicht wirklich alle Grundbedürfnisse für manche Regimegegner in der DDR voll bzw. ausreichend abgedeckt, so das nach freiem Aufenthalt (statt Knast...!).
Die Geschichtsbetrachtung, die hier so objektiv daherkommt, hat sehr viel mehr mit der (alt)bundesrepublikanischen Betrachtungsweise zu tun, als dem Autor lieb sein kann. So weit, so schlecht. Gefährlich wird es dann, und das klingt auch im Text durch, wenn via Bundeszentrale für Politische Bildung, die so objektiv und unvoreingenommen ist wie die Leute, die sie finanzieren, sowie über eine apologetische Informations- und Bildungspolitik bis in die Schulen hinein der westdeutsche Standpunkt den Leuten aus den neuen Bundesländern aufgepropft werden soll, weil man sich 20 Jahre nach der deutschen Einheit immer noch vor einer Ossifizierung fürchtet oder zu träge ist, sich mit den Erfahrungen und der Sichtweise zu beschäftigen, die wirklich typisch für die DDR-Bevölkerung war. Lieber hält man sich an die ewiggleichen DDR-Oppositionellen, deren Widerstand zum DDR-Regime man sich sicher sein und bei denen man hoffen kann, die eigenen Betrachtungen über die DDR bestätigt zu sehen.
Das man allerdings auf diese Art niemals zu einem wirklich umfassenden Geschichtsbild über die ostdeutsche Geschichte kommen wird, liegt auf der Hand. Auch die innere Wiedervereinigung bleibt dabei immer wieder auf der Strecke. Der erste Schritt, sich ein reales Bild über die DDR zu machen, dürfte meiner Meinung nach sein, endlich zu akzeptieren, daß es nun einmal verschiedene Ansichten über die DDR-Geschichte gibt, vor allem dann, wenn es sich um die eigenen Biographie handelt. die genauso ihre Existenzberechtigung haben wie die westdeutschen. Die Beurteilung und die Betrachtungsweisen hängen nun einmal unauflöslich mit dem Standpunkt und den einzelnen Lebensläufen zusammen. Man sollte davon absehen, jede von der offiziell gewünschten abweichende Ansicht über die DDR als Ostalgie zu verdammen. Vor allem aber gilt es dabei auf Apologetik zu verzichten. Eine apologetische Geschichtsbetrachtung in einer liberalen Demokratie ist der Tod der Demokratie.
Es gilt nach wie vor: Solange ich das Recht habe, frei und öffentlich nachzufragen, ob dieses Gemeinwesen noch eine Demokratie ist, solange ist es auch eine.
es waren auch nicht wirklich alle Grundbedürfnisse für manche Regimegegner in der DDR voll bzw. ausreichend abgedeckt, so das nach freiem Aufenthalt (statt Knast...!).
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