Merkel über Gott und die Liebe Wir sollten uns nicht zu viel mit Schwadronieren und Lamentieren aufhalten.« »Als Menschen sind wir unvollkommen; wir machen Fehler. Wir werden uns am Ende vor Gott verantworten müssen. Das sollte uns Demut lehren – auch in der Politik.« »Um politische Ziele zu beten, finde ich unredlich.« »Ich bin (als Pfarrerskind) in einer Familie groß geworden, in der das Christliche nicht nur den Lebensort, sondern auch die Lebenseinstellung prägte.« »Der Glaube macht mich nachsichtiger gegenüber mir selbst und anderen, und er macht es möglich, unter der Verantwortung nicht zusammenzubrechen. Der Glaube ist für mich in jedem Fall eine Erleichterung.« »Obwohl ich früher Physikerin war, suche ich in der Kirche nicht das Rationale, weshalb mich Predigten nicht besonders reizen. Was ich suche, ist eher das Emotionale. Ich liebe es zum Beispiel, in Gottesdiensten zu singen.« »Leben nicht die meisten Menschen längst, als wenn Gott abwesend wäre?« »Die Liebe aber ist die entscheidende Kraft, die uns Gottes Nähe wirklich erfahren lässt, uns füreinander öffnet und uns über uns selbst und unsere alltäglichen Sorgen und Probleme hinaushebt. Sie ist das Band, das alles zusammenhält. Ohne sie wäre unser Leben arm, ziellos und ohne Perspektive.« Alle Zitate sind dem gerade erschienenen Band entnommen: Volker Resing, ngela Merkel – die Protestantin; St. Benno-Verlag, Leipzig