Seit vier Jahren steht François-Henri Pinault an der Spitze des französischen Luxus- und Einzelhandelskonzerns PPR, den sein Vater, der Milliardär François Pinault, von 1963 an aufgebaut hat. Der Junior vergrößerte das Firmenreich vor zwei Jahren durch die Übernahme des deutschen Sportartikel- und Modeherstellers Puma.

Heute hält PPR an dem in Herzogenaurach beheimateten Unternehmen rund zwei Drittel der Aktien. Im Nachhinein betrachtet, war der Zeitpunkt des Kaufs schlecht gewählt. Die Aktie, deren Kurs 2007 bis auf 350 Euro gestiegen war, notiert derzeit nur noch bei 120 Euro. Und trotz Rekordumsatz verbuchte Puma zuletzt einen kräftigen Gewinnrückgang.

Es läuft sonst aber für Pinault, der die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek (Foto) im Februar heiratete, auch geschäftlich noch gut. Die von ihm gesteuerte Gruppe, zu der außer diversen Einzelhandelsketten die Marken Gucci (Foto unten), Yves Saint Laurent, Balenciaga, Alexander McQueen und Stella McCartney gehören, hat das vergangene Jahr mit überraschend guten Ergebnissen abgeschlossen. Bei einem Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro blieb unterm Strich ein Nettogewinn von 922 Millionen. Die Aussichten sind weniger gut, eine Prognose mochte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr nicht geben.

Zu den Sorgenkindern gehört der Möbeldiscounter Conforama, dessen Einnahmen im vierten Quartal um 8,3 Prozent zurückgingen. Mit Stellenstreichungen und Kostenkürzungen hält Pinault dagegen. Für dieses Jahr hat PPR den Abbau weiterer 1200 Arbeitsplätze bei Conforama und dem Buch- und Musikhändler Fnac angekündigt. jun