Wer denkt für morgen? Wirtschaft mit Gefühl
Im amerikanischen Yale entwirft der Ökonom Robert Shiller ein Menschenbild, das humaner ist als das vom Homo oeconomicus. Den heutigen Kollaps des globalen Finanzwesens hat der visionäre Realist schon vor Jahren vorausgesagt
Als Robert Shiller 20 Jahre alt ist, weiß er immer noch nicht, was er werden soll. Physiker? Chemiker? Psychologe? Ökonom? Der schweigsame Student im dritten Jahr an der Universität von Michigan kann am besten nachdenken, wenn er wandert. Immer weiter werden seine Wege. Irgendwann fangen seine Füße an zu schmerzen, und der Schmerz hört nicht mehr auf. Shiller geht zum Arzt. Der erkennt das Problem sofort wieder: Dieselbe Fußverletzung haben Soldaten nach Gewaltmärschen.
Das ist Robert James Shiller pur: Er denkt nach bis zur Schmerzgrenze, interessiert sich für alles, kritisiert alles. Einen wie ihn muss der enge Kanon jeder Wissenschaft zum Widerspruch herausfordern. Er wurde schließlich Volkswirt und sagt, warum: »Wenn man Mathematik liebt und nah an den Menschen sein will, so wie ich, geht man in die Ökonomie.«
Er hat gut gewählt damals in Michigan. Shiller nahm das Fach, dessen Grenzen dringend erweitert werden mussten. Denn die Zeichen, dass es sich die Ökonomen mit ihren Modellen einer rationalen Idealwelt zu einfach machten, mehrten sich. Schließlich öffnete sich die »freudlose Wissenschaft«, wie sie lange genannt wurde, den Psychologen, die darlegten, dass die Menschen weder so rational noch so eigensüchtig handeln wie gedacht. Den Hirnforschern, die zeigten, dass emotionale Entscheidungen tief in unserem Kopf verankert sind. Heute haben auch Ökonomen eine Chance, die ihre Wissenschaft von innen heraus verändern wollen.
Es ist von atemberaubender Ungleichzeitigkeit: Während das globale Finanzwesen kollabiert und die Marktwirtschaft in die große Krise gerät, entwickeln Wirtschaftsforscher ein neues Denken. Und wie John Maynard Keynes erklärte, bestimmt dieses Denken mit einiger Verzögerung die reale Wirtschaft: Ökonomen seien extrem einflussreich, meinte der britische Wirtschaftswissenschaftler. »Die Welt wird in der Tat durch nicht viel anderes beherrscht. Praktiker, die sich ganz frei von intellektuellen Einflüssen glauben, sind gewöhnlich die Sklaven irgendeines verblichenen Ökonomen.«
Aber ist Robert Shiller wirklich ein Revolutionär? Der Professor von der ehrwürdigen Yale-Universität in Neuengland wirkt nicht so. Im Gegenteil: Scheu ist der schmale Mann im grauen Anzug mit dem vollen grauen, an der Seite gescheitelten Haar und den klassischen Gesichtszügen der Ostküsten-Aristokratie. Oft neigt er den Kopf nach unten oder lächelt verlegen. Tatsächlich ist Shiller ein ungewöhnlicher Revolutionär.
Der notorische Grenzgänger beherrscht die alte Theorie genauso wie die neue Verhaltensanalyse, und er weiß: »Eine Seite wird immer überverkauft – auch in der Wissenschaft.« Also will er beides, einerseits die eleganten Modelle von früher weiterentwickeln und andererseits ein neues Gedankengebäude auf Basis des tatsächlichen menschlichen Handelns errichten. Schon sieht er das Risiko, dass die lieben Kollegen es auch mit der Verhaltensforschung übertreiben – und langweilt sich, weil er sich in den eigenen Vorlesungen zum Thema wiederholt.
Sein Vorbild ist kein Umstürzler wie Keynes, der englische Kämpfer wider den Liberalismus. Er liebt Adam Smith, den schottischen Urvater aller Ökonomen, der sowohl den Segen der Märkte beschrieb wie auch ihre Tendenz, sich selbst zu zerstören. Vor allem bewundert er ihn dafür, dass er kaum Vorläufer hatte und deshalb alles selbst entwickeln musste. Heute ist es Shiller, der nicht bloß kritisieren, sondern auch etwas aufbauen will. Der dafür sorgen möchte, dass Märkte Anbietern und Nachfragern nutzen und nicht im Kollaps enden.
- Datum 04.04.2009 - 14:01 Uhr
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- Serie Wer denkt für morgen
- Quelle DIE ZEIT, 02.04.2009 Nr. 15
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Shiller ist ein guter Ökonom, doch ob er den Stein der Weisen findet?
Ich glaube nicht, denn das Problem emotionalen (egoistischen) Handelns kann man nur ausschalten, wenn das Opportunitätsprinzip nicht dem Sinnvollen zuwiderläuft.
Beispiel: Deutschland Staatsverschuldung Ende der 70-ziger Jahre.
Es ist nach der keynsianischen Wirtschaftstheorie unbedingt notwendig in Boomzeiten die Verschuldung zurückzuführen.
Wider besseren Wissens sehen sich weder die Sozialdemokraten unter Willy Brandt und Helmut Schmidt, noch die Christdemokraten unter Helmut Kohl in der Lage den Staatshaushalt zu sanieren.
Emotionale Gründe dürften den Ausschlag gegeben haben im Verbund mit Machtopportunismen.
Niemand war bereit Ausgaben zu kürzen, auch schwächeren Bürgern Härten zuzumuten. Zu unbeliebt hätten sich die Politiker gemacht.
Die Frage ist nicht die nach den Ursachen, die Shiller erforscht, die Frage ist, wie erzwingt man auch korrekt danach zu Handeln inkl. einer vernünftigen Einsicht der großen Masse?
Berthold Grabe
... wer die Ökonomie versucht in erster Linie emotional zu erklären, der interpretiert an Symptomen herum.
Hinter der Weltwirtschaft steckt nämlich ein knallhartes System, ein schwer durchschaubares System, zugegeben, aber ein System, dessen Stellschrauben den eigentlichen Schlüssel zu Wohlstand und Glück bedeuten. Ein System welches derzeit falsch und grottenschlecht justiert ist.
Auf welche Abwegen Shiller wandelt, sieht man schon daran, dass er glaubt Blasen damit bekämpfen zu können, indem er die Käufer mit den entsprechenden Informationen versorgt. Das hat noch nie funktioniert, da Menschen nicht sehen wollen, was offensichtlich ist, solange alles noch in Jubelstimmung feiert. Und wenn es doch mal bei einer Blase klappen sollte, dann sucht sich das Geld halt einen Markt der noch intransparenter ist und den bisher niemand beobachtet.
Shiller ist ein Anhänger der klassischen Ökonomie, die glaubt, dass Märkte an sich effizient und optimal sind und wo sie es offensichtlich nicht sind, da sucht er den Fehler beim Menschen und im Informationsmangel.
Sowas ist natürlich schön einfach, denn man muss keine wirklich grundsätzlichen Fragen stellen und den Menschen in die "richtige" Richtung zu lenken ist Sysiphos-Arbeit.
"Niemand war bereit Ausgaben zu kürzen, auch schwächeren Bürgern Härten zuzumuten. Zu unbeliebt hätten sich die Politiker gemacht."
Wer sowas sagt, disqualifiziert sich automatisch. Wenn der Staat die Schulden zurückführt führt das automatisch in eine Rezession, wenn es nicht durch private Kredite aufgefangen wird. Kuckst du hier:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen1.html
Warum man dabei ausgerechnet den "schwächeren Bürgern" Härten zumuten sollte, müsstest du auch mal erklären. Immerhin befinden sich 70% des Volksvermögens in den Händen von nur 10% der Bevölkerung. Warum zapft man die nicht an? Bei denen tut es nicht weh! Würde man die enteignen, könnte man (theoretisch) mit einem Schlag alle Staatsschulden zurückzahlen und ein Konjunkturprogramm auflegen, mit dem Arbeitslosigkeit zu einem Fremdwort werden würde. Aber dem Kapital-Fetisch darf natürlich niemand an den Leib.
"Die Frage ist nicht die nach den Ursachen, die Shiller erforscht, die Frage ist, wie erzwingt man auch korrekt danach zu Handeln inkl. einer vernünftigen Einsicht der großen Masse?"
Die Frage wie man die Masse zu etwas zwingt, sollte sich in einer Demokratie sowieso erledigt haben.
Bei der Einsicht habe ich allerdings so meine Zweifel, selbst die meisten Akademiker mit denen ich mich in letzter Zeit unterhalten haben, kennen oft noch nichtmal die simpelsten Zusammenhänge unseres Geldsystems. Aber natürlich sind sie trotzdem alle der Meinung den goldenen Ausweg zu kennen.
[Gekürzt. Bitte unterlassen Sie persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
... wer die Ökonomie versucht in erster Linie emotional zu erklären, der interpretiert an Symptomen herum.
Hinter der Weltwirtschaft steckt nämlich ein knallhartes System, ein schwer durchschaubares System, zugegeben, aber ein System, dessen Stellschrauben den eigentlichen Schlüssel zu Wohlstand und Glück bedeuten. Ein System welches derzeit falsch und grottenschlecht justiert ist.
Auf welche Abwegen Shiller wandelt, sieht man schon daran, dass er glaubt Blasen damit bekämpfen zu können, indem er die Käufer mit den entsprechenden Informationen versorgt. Das hat noch nie funktioniert, da Menschen nicht sehen wollen, was offensichtlich ist, solange alles noch in Jubelstimmung feiert. Und wenn es doch mal bei einer Blase klappen sollte, dann sucht sich das Geld halt einen Markt der noch intransparenter ist und den bisher niemand beobachtet.
Shiller ist ein Anhänger der klassischen Ökonomie, die glaubt, dass Märkte an sich effizient und optimal sind und wo sie es offensichtlich nicht sind, da sucht er den Fehler beim Menschen und im Informationsmangel.
Sowas ist natürlich schön einfach, denn man muss keine wirklich grundsätzlichen Fragen stellen und den Menschen in die "richtige" Richtung zu lenken ist Sysiphos-Arbeit.
"Niemand war bereit Ausgaben zu kürzen, auch schwächeren Bürgern Härten zuzumuten. Zu unbeliebt hätten sich die Politiker gemacht."
Wer sowas sagt, disqualifiziert sich automatisch. Wenn der Staat die Schulden zurückführt führt das automatisch in eine Rezession, wenn es nicht durch private Kredite aufgefangen wird. Kuckst du hier:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen1.html
Warum man dabei ausgerechnet den "schwächeren Bürgern" Härten zumuten sollte, müsstest du auch mal erklären. Immerhin befinden sich 70% des Volksvermögens in den Händen von nur 10% der Bevölkerung. Warum zapft man die nicht an? Bei denen tut es nicht weh! Würde man die enteignen, könnte man (theoretisch) mit einem Schlag alle Staatsschulden zurückzahlen und ein Konjunkturprogramm auflegen, mit dem Arbeitslosigkeit zu einem Fremdwort werden würde. Aber dem Kapital-Fetisch darf natürlich niemand an den Leib.
"Die Frage ist nicht die nach den Ursachen, die Shiller erforscht, die Frage ist, wie erzwingt man auch korrekt danach zu Handeln inkl. einer vernünftigen Einsicht der großen Masse?"
Die Frage wie man die Masse zu etwas zwingt, sollte sich in einer Demokratie sowieso erledigt haben.
Bei der Einsicht habe ich allerdings so meine Zweifel, selbst die meisten Akademiker mit denen ich mich in letzter Zeit unterhalten haben, kennen oft noch nichtmal die simpelsten Zusammenhänge unseres Geldsystems. Aber natürlich sind sie trotzdem alle der Meinung den goldenen Ausweg zu kennen.
[Gekürzt. Bitte unterlassen Sie persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Für die materielle Produktion von Gütern und Dienstleistungen braucht man zu wenig Homo oeconomicus. Harald Schumann und Hans-Peter Martin haben bereits 1996 in ihrem Buch "Die Globalisierungsfalle" darauf hingewiesen, daß wir auf eine 20:80-Gesellschaft zugehen, also daß 80% der Menschen für die globale Wertschöpfung nicht benötigt werden und damit auch von der Teilhabe an deren Reichtum ausgeschlossen sind.
"Tatsache ist allerdings, daß in der Form, in der die Globalisierung heute geschieht, nur ein Fünftel der Bevölkerung von der an sich positiven Entwicklung steigender weltweiter Effizienz profitiert, während sich in der Regel drei Viertel bis vier Fünftel der Menschen in den Industrie-, aber auch in den Schwellenländern zu den Verlierern zählen müssen. Insofern findet derzeit eine solche Spaltung an der 20:80-Prozent-Grenze statt. Das kann man auch in Deutschland beobachten. Noch krasser ist das in den USA."
Interessant, das Interview mit Schumann von 1997 heute zu lesen.
http://www.heise.de/bin/t...
Denn Schumann kommt zwar inzwischen auch in der ZEIT zu Wort, jedoch wird der Ausgrenzung eines großen Teils der Bevölkerung von der Weltwirtschaft und den zwangsläufig folgenden politisch instabilen Verhältnissen nur durch verstärkte Repressionsplanung seitens der Regierungen - Einsatz des Militärs im Inneren, Aufrüstung der Polizei - begegnet.
_______________________________________________________
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Nun ist aber die "materielle Produktion von Guetern und Dienstleistungen" ja auch nicht alles, was einen im Leben ausfuellen koennte. Diese Verteilung stellt dann kein Problem da, wenn man den an diesen Produktionsprozessen direkt nicht Beteiligten dennoch gesellschaftliche Teilhabe auf anderer Ebene ermoeglicht.
Es gibt ja durchaus auch Arbeitsfelder, die sich nicht weiter rationalisieren lassen: das sich Kuemmern um andere Menschen z.B.
Wer sich an der materiellen Wertschoepfung nicht beteiligen will oder kann, der sollte, sofern er dazu koerperlich und geistig in der Lage ist, darauf verpflichtet werden, sich an der "ideellen" oder "sozialen" Wertschoepfung zu beteiligen - um als Teil einer Gemeinschaft Anspruch auf eine Versorgung durch diese Gemeinschaft abzuleiten. Um das auf einem menschenwuerdigen Niveau zu gewaehrleisten, dazu muss der materiell produktive Sektor eben die noetigen Mittel bereitstellen.
Als Gegenpreis gibt es sozialen Frieden und halbwegs reibungslose Geschaeftsablauefe.
""Die Globalisierungsfalle" darauf hingewiesen, daß wir auf eine 20:80-Gesellschaft zugehen, also daß 80% der Menschen für die globale Wertschöpfung nicht benötigt werden und damit auch von der Teilhabe an deren Reichtum ausgeschlossen sind."
Nach wie vor staken die meisten Ökonomen im tief-tief-Dunklem.
Der Mythos, dass es nicht genügend Arbeit gäbe, hält sich ungebrochen, obwohl schon eine einfache bodenständige Überlegung diesen Schwachsinn auf den Müll der Geschichte verbannen könnte.
Schau zu Hause aus dem Fenster und sage mir: ist alles erledigt, was du erledigt haben möchtest? Falls du das wider Erwarten bejahen kannst, dann frage dich weiter: ist alles erledigt, was ich vom Staat, von der Forschung, von der Bildung erwarte? Mit Sicherheit wirst du sagen: auf keinen Fall.
Ich allein könnte hundert Handwerker ein Jahr lang beschäftigen und hätte trotzdem nicht alles erledigt, was es zu tun gibt. Schauen wir die Gesellschaft an, so muss man sagen, sowohl öffentliche Infrastruktur, Forschung, Bildung usw. könnten noch zig-Millionen von Menschen verkraften. Von den Unternehmen gar nicht zu sprechen, alle meine bisherigen AG wünschten sich mehr Mitarbeiter, weil es so viel zu tun gab. Und das wird auf absehbare Zeit so bleiben, denn jeder erfüllte Wunsch gebiert unmittelbar zehn neue.
Nun damit sind wir beim Casus Knackus der Erörterung angelangt, warum ensteht dann Arbeitslosigkeit? Die Antwort ist so einfach, dass ich nicht verstehe, warum man sie so hartnäckig ignoriert: es fehlt schlicht das Geld. Und das ist letztlich ja wohl ein Fehler des Geldsystems.
Der Satz den du zitierst, ist übrigens ein Widerspruch in sich. Denn jene die vom Reichtum ausgeschlossen sind, können auch nicht adäquat konsumieren. Die "Wertschöpfung" fällt also niedriger aus, als sie müsste, wenn diese Leute arbeiten könnten. Mitnichten ist so ein System also irgendwie effizient.
Nun ist aber die "materielle Produktion von Guetern und Dienstleistungen" ja auch nicht alles, was einen im Leben ausfuellen koennte. Diese Verteilung stellt dann kein Problem da, wenn man den an diesen Produktionsprozessen direkt nicht Beteiligten dennoch gesellschaftliche Teilhabe auf anderer Ebene ermoeglicht.
Es gibt ja durchaus auch Arbeitsfelder, die sich nicht weiter rationalisieren lassen: das sich Kuemmern um andere Menschen z.B.
Wer sich an der materiellen Wertschoepfung nicht beteiligen will oder kann, der sollte, sofern er dazu koerperlich und geistig in der Lage ist, darauf verpflichtet werden, sich an der "ideellen" oder "sozialen" Wertschoepfung zu beteiligen - um als Teil einer Gemeinschaft Anspruch auf eine Versorgung durch diese Gemeinschaft abzuleiten. Um das auf einem menschenwuerdigen Niveau zu gewaehrleisten, dazu muss der materiell produktive Sektor eben die noetigen Mittel bereitstellen.
Als Gegenpreis gibt es sozialen Frieden und halbwegs reibungslose Geschaeftsablauefe.
""Die Globalisierungsfalle" darauf hingewiesen, daß wir auf eine 20:80-Gesellschaft zugehen, also daß 80% der Menschen für die globale Wertschöpfung nicht benötigt werden und damit auch von der Teilhabe an deren Reichtum ausgeschlossen sind."
Nach wie vor staken die meisten Ökonomen im tief-tief-Dunklem.
Der Mythos, dass es nicht genügend Arbeit gäbe, hält sich ungebrochen, obwohl schon eine einfache bodenständige Überlegung diesen Schwachsinn auf den Müll der Geschichte verbannen könnte.
Schau zu Hause aus dem Fenster und sage mir: ist alles erledigt, was du erledigt haben möchtest? Falls du das wider Erwarten bejahen kannst, dann frage dich weiter: ist alles erledigt, was ich vom Staat, von der Forschung, von der Bildung erwarte? Mit Sicherheit wirst du sagen: auf keinen Fall.
Ich allein könnte hundert Handwerker ein Jahr lang beschäftigen und hätte trotzdem nicht alles erledigt, was es zu tun gibt. Schauen wir die Gesellschaft an, so muss man sagen, sowohl öffentliche Infrastruktur, Forschung, Bildung usw. könnten noch zig-Millionen von Menschen verkraften. Von den Unternehmen gar nicht zu sprechen, alle meine bisherigen AG wünschten sich mehr Mitarbeiter, weil es so viel zu tun gab. Und das wird auf absehbare Zeit so bleiben, denn jeder erfüllte Wunsch gebiert unmittelbar zehn neue.
Nun damit sind wir beim Casus Knackus der Erörterung angelangt, warum ensteht dann Arbeitslosigkeit? Die Antwort ist so einfach, dass ich nicht verstehe, warum man sie so hartnäckig ignoriert: es fehlt schlicht das Geld. Und das ist letztlich ja wohl ein Fehler des Geldsystems.
Der Satz den du zitierst, ist übrigens ein Widerspruch in sich. Denn jene die vom Reichtum ausgeschlossen sind, können auch nicht adäquat konsumieren. Die "Wertschöpfung" fällt also niedriger aus, als sie müsste, wenn diese Leute arbeiten könnten. Mitnichten ist so ein System also irgendwie effizient.
Zum: "humaneren Menschenbild als den Homo oeconomicus":
Ein Beitrag zu einem
CHANGE zu einem INTERKULTURELLEN HUMANISMUS:
http://www.sonnenseite.co...
Ist es nicht so das man Menschen, wie in den üblichen Modellen praktiziert, nur dann als eine grosse manöverierbare Masse ansehen kann wenn diese alle unter den gleichen Regeln operieren und diese auch einhalten? Soweit ich die Menschen einschätze, suchen sich aber die meisten individuell ihre persönlichen übertretungen. Teils bewusst, teils auch unbewusst. Diese konstant varierenden Grenzen lassen sich aber nur bedingt definieren...
So etwa im Sinne, nicht's ist wirklich illegal sofern es niemand merkt... Das heisst, es gibt vom streng gesetzestreuen Individuum bis zum extremsten Regelübertreter alles mögliche. Das gleiche lässt sich nun auch sagen bei der Preis- versus die Angebotsgestaltung...
Kann es somit oekonomische Modelle geben die all diese individuellen Variablen zu einem grossen Ganzen zusammen bringen können? Ich denke eher nein... so bleibt die Oekonomie un deren Erklärungen zum Verhalten des Menschen das was es immer war... eine Theorie die für einige zutrifft, für einge eben nicht.
?
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
Nun ist aber die "materielle Produktion von Guetern und Dienstleistungen" ja auch nicht alles, was einen im Leben ausfuellen koennte. Diese Verteilung stellt dann kein Problem da, wenn man den an diesen Produktionsprozessen direkt nicht Beteiligten dennoch gesellschaftliche Teilhabe auf anderer Ebene ermoeglicht.
Es gibt ja durchaus auch Arbeitsfelder, die sich nicht weiter rationalisieren lassen: das sich Kuemmern um andere Menschen z.B.
Wer sich an der materiellen Wertschoepfung nicht beteiligen will oder kann, der sollte, sofern er dazu koerperlich und geistig in der Lage ist, darauf verpflichtet werden, sich an der "ideellen" oder "sozialen" Wertschoepfung zu beteiligen - um als Teil einer Gemeinschaft Anspruch auf eine Versorgung durch diese Gemeinschaft abzuleiten. Um das auf einem menschenwuerdigen Niveau zu gewaehrleisten, dazu muss der materiell produktive Sektor eben die noetigen Mittel bereitstellen.
Als Gegenpreis gibt es sozialen Frieden und halbwegs reibungslose Geschaeftsablauefe.
""Die Globalisierungsfalle" darauf hingewiesen, daß wir auf eine 20:80-Gesellschaft zugehen, also daß 80% der Menschen für die globale Wertschöpfung nicht benötigt werden und damit auch von der Teilhabe an deren Reichtum ausgeschlossen sind."
Nach wie vor staken die meisten Ökonomen im tief-tief-Dunklem.
Der Mythos, dass es nicht genügend Arbeit gäbe, hält sich ungebrochen, obwohl schon eine einfache bodenständige Überlegung diesen Schwachsinn auf den Müll der Geschichte verbannen könnte.
Schau zu Hause aus dem Fenster und sage mir: ist alles erledigt, was du erledigt haben möchtest? Falls du das wider Erwarten bejahen kannst, dann frage dich weiter: ist alles erledigt, was ich vom Staat, von der Forschung, von der Bildung erwarte? Mit Sicherheit wirst du sagen: auf keinen Fall.
Ich allein könnte hundert Handwerker ein Jahr lang beschäftigen und hätte trotzdem nicht alles erledigt, was es zu tun gibt. Schauen wir die Gesellschaft an, so muss man sagen, sowohl öffentliche Infrastruktur, Forschung, Bildung usw. könnten noch zig-Millionen von Menschen verkraften. Von den Unternehmen gar nicht zu sprechen, alle meine bisherigen AG wünschten sich mehr Mitarbeiter, weil es so viel zu tun gab. Und das wird auf absehbare Zeit so bleiben, denn jeder erfüllte Wunsch gebiert unmittelbar zehn neue.
Nun damit sind wir beim Casus Knackus der Erörterung angelangt, warum ensteht dann Arbeitslosigkeit? Die Antwort ist so einfach, dass ich nicht verstehe, warum man sie so hartnäckig ignoriert: es fehlt schlicht das Geld. Und das ist letztlich ja wohl ein Fehler des Geldsystems.
Der Satz den du zitierst, ist übrigens ein Widerspruch in sich. Denn jene die vom Reichtum ausgeschlossen sind, können auch nicht adäquat konsumieren. Die "Wertschöpfung" fällt also niedriger aus, als sie müsste, wenn diese Leute arbeiten könnten. Mitnichten ist so ein System also irgendwie effizient.
Aha - und was ist Ihrer Meinung nach die Loesung? Einfach mehr Geld drucken - Problem geloest?
Natuerlich ist mit "es gibt nicht genug Arbeit" immer gemeint, dass es im Verhaleltnis zu den derzeit verfuegbaren finanziellen Mitteln nicht genug Arbeitzplaetze gibt.
Klar: Arbeitsplaetze sind keine feste unveraenderlicheGroesse. Wenn wir heute mit einem Lebensstandard der Mittelklasse um 1960 zufrieden waeren, dann muesste wohl niemand mehr laenger als 3 oder 4 Stunden taeglich arbeiten.
Wenn aber einmal angenommen wird, dass zumindest Folgendes fuer alle Mitglieder einer Gemeinschaft erwirtschaftet werden muss: Wohnen, Nahrung, Kleidung, Bildung, Moeglichkeiten der Fortbewegung und ein wenig Taschengeld fuer Kultur/Soziales/Sport - dann sind diese Grundbeduerfnisse mit immer weniger Arbeit von immer weniger Menschen zu erzielen - und das ist doch erst einmal eine gute Nachricht.
Eigentlich muesste das doch heissen, dass es immer leichter wird, Menschen mitzuversorgen, die fuer sich selbst nicht genug Kapital erwirtschaften koennen. Dass es sich jedoch nicht so "anfuehlt" liegt daran, dass ein zu kleiner Kreis von Menschen (der der Erwerbstaetigen) derzeit diese Leistung erbringen muss. Eine Boersenumsatzsteuer haette in den vergangenen Jahren hierfuer sehr viele Mittel bereitstellen koennen.
Aha - und was ist Ihrer Meinung nach die Loesung? Einfach mehr Geld drucken - Problem geloest?
Natuerlich ist mit "es gibt nicht genug Arbeit" immer gemeint, dass es im Verhaleltnis zu den derzeit verfuegbaren finanziellen Mitteln nicht genug Arbeitzplaetze gibt.
Klar: Arbeitsplaetze sind keine feste unveraenderlicheGroesse. Wenn wir heute mit einem Lebensstandard der Mittelklasse um 1960 zufrieden waeren, dann muesste wohl niemand mehr laenger als 3 oder 4 Stunden taeglich arbeiten.
Wenn aber einmal angenommen wird, dass zumindest Folgendes fuer alle Mitglieder einer Gemeinschaft erwirtschaftet werden muss: Wohnen, Nahrung, Kleidung, Bildung, Moeglichkeiten der Fortbewegung und ein wenig Taschengeld fuer Kultur/Soziales/Sport - dann sind diese Grundbeduerfnisse mit immer weniger Arbeit von immer weniger Menschen zu erzielen - und das ist doch erst einmal eine gute Nachricht.
Eigentlich muesste das doch heissen, dass es immer leichter wird, Menschen mitzuversorgen, die fuer sich selbst nicht genug Kapital erwirtschaften koennen. Dass es sich jedoch nicht so "anfuehlt" liegt daran, dass ein zu kleiner Kreis von Menschen (der der Erwerbstaetigen) derzeit diese Leistung erbringen muss. Eine Boersenumsatzsteuer haette in den vergangenen Jahren hierfuer sehr viele Mittel bereitstellen koennen.
... wer die Ökonomie versucht in erster Linie emotional zu erklären, der interpretiert an Symptomen herum.
Hinter der Weltwirtschaft steckt nämlich ein knallhartes System, ein schwer durchschaubares System, zugegeben, aber ein System, dessen Stellschrauben den eigentlichen Schlüssel zu Wohlstand und Glück bedeuten. Ein System welches derzeit falsch und grottenschlecht justiert ist.
Auf welche Abwegen Shiller wandelt, sieht man schon daran, dass er glaubt Blasen damit bekämpfen zu können, indem er die Käufer mit den entsprechenden Informationen versorgt. Das hat noch nie funktioniert, da Menschen nicht sehen wollen, was offensichtlich ist, solange alles noch in Jubelstimmung feiert. Und wenn es doch mal bei einer Blase klappen sollte, dann sucht sich das Geld halt einen Markt der noch intransparenter ist und den bisher niemand beobachtet.
Shiller ist ein Anhänger der klassischen Ökonomie, die glaubt, dass Märkte an sich effizient und optimal sind und wo sie es offensichtlich nicht sind, da sucht er den Fehler beim Menschen und im Informationsmangel.
Sowas ist natürlich schön einfach, denn man muss keine wirklich grundsätzlichen Fragen stellen und den Menschen in die "richtige" Richtung zu lenken ist Sysiphos-Arbeit.
"Niemand war bereit Ausgaben zu kürzen, auch schwächeren Bürgern Härten zuzumuten. Zu unbeliebt hätten sich die Politiker gemacht."
Wer sowas sagt, disqualifiziert sich automatisch. Wenn der Staat die Schulden zurückführt führt das automatisch in eine Rezession, wenn es nicht durch private Kredite aufgefangen wird. Kuckst du hier:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen1.html
Warum man dabei ausgerechnet den "schwächeren Bürgern" Härten zumuten sollte, müsstest du auch mal erklären. Immerhin befinden sich 70% des Volksvermögens in den Händen von nur 10% der Bevölkerung. Warum zapft man die nicht an? Bei denen tut es nicht weh! Würde man die enteignen, könnte man (theoretisch) mit einem Schlag alle Staatsschulden zurückzahlen und ein Konjunkturprogramm auflegen, mit dem Arbeitslosigkeit zu einem Fremdwort werden würde. Aber dem Kapital-Fetisch darf natürlich niemand an den Leib.
"Die Frage ist nicht die nach den Ursachen, die Shiller erforscht, die Frage ist, wie erzwingt man auch korrekt danach zu Handeln inkl. einer vernünftigen Einsicht der großen Masse?"
Die Frage wie man die Masse zu etwas zwingt, sollte sich in einer Demokratie sowieso erledigt haben.
Bei der Einsicht habe ich allerdings so meine Zweifel, selbst die meisten Akademiker mit denen ich mich in letzter Zeit unterhalten haben, kennen oft noch nichtmal die simpelsten Zusammenhänge unseres Geldsystems. Aber natürlich sind sie trotzdem alle der Meinung den goldenen Ausweg zu kennen.
[Gekürzt. Bitte unterlassen Sie persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
"Wer sowas sagt, disqualifiziert sich automatisch"
Wieso? Wo liegt da die Logik?
"Wenn der Staat die Schulden zurückführt führt das automatisch in eine Rezession, wenn es nicht durch private Kredite aufgefangen wird."
Eben, dazu sind Banken schließlich da. Also warum die Aufregung? Denn wenn Privatkredite nicht erhältlich wären, dann wäre ja auch offensichtlich was faul mit den staatlichen Investitionen.
"Warum man dabei ausgerechnet den "schwächeren Bürgern" Härten zumuten sollte, müsstest du auch mal erklären. Immerhin befinden sich 70% des Volksvermögens in den Händen von nur 10% der Bevölkerung."
Die Frage die es zu beantworten gilt ist, warum ist das so?
Denn diese ungleiche Verteilung nahm im Laufe der Geschichte der Bundesrepulik ja zu, nicht ab.
Meines Erachtens gibt es dafür nur eine schlüssige Erklärung und das ist das Ausufern des Sozialstaates, der zwar die Ärmsten alimentiert, dafür aber Abhängigkeit einfordert und mit der unkontrollierbaren, ausufernden Finanzierung die Mittelschichten belastet, weil man aus Konkurrenzgründen die Wirtschaft vor zu vielen Wettbewerbsnachteilen schützen muss.
Damit gewinnen die Besitzenden, sowie die vermeintlichen Anwälte der kleinen Leute automatisch, die einen halten sich die Konkurrenz vom Leibe (Belastung der Mittelschichten), die Anderen (Sozialpolitiker) erhalten sich ihre Patronats- und Machtstellung durch diese Abhängigkeiten. Dabei bedingen sie sich gegenseitig.
Wer dem süßen Gift der Abhängigkeit erlegen ist, der ist ihr auch ausgeliefert und zahlt unweigerlich auch den Preis für diese Abhängigkeit, wenn dieses Schneeballsystem zusammenbricht.
Gerade in den letzten Jahren wurde ja z.b. mit den Scheinselbständigkeitsgesetz, aber auch anderen Hürden im Grunde die Zwangsabhängikeit gesetzlich verschärft.
Solange das Volk dumm genug ist, das als sozialen Schutz zu begreifen, muss es auch den Preis für die Abgabe der Selbstverantwortung an der staatlichen Garderobe zahlen.
Sicher werden sie versuchen, die Reichen haftbar zu machen, das wäre weder das erste mal,noch wird es das letzte mal in der Geschichte sein. Nur haben alle diese Versuche eines Gemeinsam, die Reichen werden vielleicht ausgetauscht, aber das Volk ist am Ende immer noch ärmer als vorher gewesen.
Berthold Grabe
"Wer sowas sagt, disqualifiziert sich automatisch"
Wieso? Wo liegt da die Logik?
"Wenn der Staat die Schulden zurückführt führt das automatisch in eine Rezession, wenn es nicht durch private Kredite aufgefangen wird."
Eben, dazu sind Banken schließlich da. Also warum die Aufregung? Denn wenn Privatkredite nicht erhältlich wären, dann wäre ja auch offensichtlich was faul mit den staatlichen Investitionen.
"Warum man dabei ausgerechnet den "schwächeren Bürgern" Härten zumuten sollte, müsstest du auch mal erklären. Immerhin befinden sich 70% des Volksvermögens in den Händen von nur 10% der Bevölkerung."
Die Frage die es zu beantworten gilt ist, warum ist das so?
Denn diese ungleiche Verteilung nahm im Laufe der Geschichte der Bundesrepulik ja zu, nicht ab.
Meines Erachtens gibt es dafür nur eine schlüssige Erklärung und das ist das Ausufern des Sozialstaates, der zwar die Ärmsten alimentiert, dafür aber Abhängigkeit einfordert und mit der unkontrollierbaren, ausufernden Finanzierung die Mittelschichten belastet, weil man aus Konkurrenzgründen die Wirtschaft vor zu vielen Wettbewerbsnachteilen schützen muss.
Damit gewinnen die Besitzenden, sowie die vermeintlichen Anwälte der kleinen Leute automatisch, die einen halten sich die Konkurrenz vom Leibe (Belastung der Mittelschichten), die Anderen (Sozialpolitiker) erhalten sich ihre Patronats- und Machtstellung durch diese Abhängigkeiten. Dabei bedingen sie sich gegenseitig.
Wer dem süßen Gift der Abhängigkeit erlegen ist, der ist ihr auch ausgeliefert und zahlt unweigerlich auch den Preis für diese Abhängigkeit, wenn dieses Schneeballsystem zusammenbricht.
Gerade in den letzten Jahren wurde ja z.b. mit den Scheinselbständigkeitsgesetz, aber auch anderen Hürden im Grunde die Zwangsabhängikeit gesetzlich verschärft.
Solange das Volk dumm genug ist, das als sozialen Schutz zu begreifen, muss es auch den Preis für die Abgabe der Selbstverantwortung an der staatlichen Garderobe zahlen.
Sicher werden sie versuchen, die Reichen haftbar zu machen, das wäre weder das erste mal,noch wird es das letzte mal in der Geschichte sein. Nur haben alle diese Versuche eines Gemeinsam, die Reichen werden vielleicht ausgetauscht, aber das Volk ist am Ende immer noch ärmer als vorher gewesen.
Berthold Grabe
Aha - und was ist Ihrer Meinung nach die Loesung? Einfach mehr Geld drucken - Problem geloest?
Natuerlich ist mit "es gibt nicht genug Arbeit" immer gemeint, dass es im Verhaleltnis zu den derzeit verfuegbaren finanziellen Mitteln nicht genug Arbeitzplaetze gibt.
Klar: Arbeitsplaetze sind keine feste unveraenderlicheGroesse. Wenn wir heute mit einem Lebensstandard der Mittelklasse um 1960 zufrieden waeren, dann muesste wohl niemand mehr laenger als 3 oder 4 Stunden taeglich arbeiten.
Wenn aber einmal angenommen wird, dass zumindest Folgendes fuer alle Mitglieder einer Gemeinschaft erwirtschaftet werden muss: Wohnen, Nahrung, Kleidung, Bildung, Moeglichkeiten der Fortbewegung und ein wenig Taschengeld fuer Kultur/Soziales/Sport - dann sind diese Grundbeduerfnisse mit immer weniger Arbeit von immer weniger Menschen zu erzielen - und das ist doch erst einmal eine gute Nachricht.
Eigentlich muesste das doch heissen, dass es immer leichter wird, Menschen mitzuversorgen, die fuer sich selbst nicht genug Kapital erwirtschaften koennen. Dass es sich jedoch nicht so "anfuehlt" liegt daran, dass ein zu kleiner Kreis von Menschen (der der Erwerbstaetigen) derzeit diese Leistung erbringen muss. Eine Boersenumsatzsteuer haette in den vergangenen Jahren hierfuer sehr viele Mittel bereitstellen koennen.
... Geldsystem das Problem ist, muss man auch dort beginnen es zu lösen.
Es ist spätestens seid Gesell bekannt, dass das Zinseszins-System instabil ist und alle wirtschaftlichen Transaktionen mit unnötigen Kosten belastet und die übermäßige Hortung von Kapital befördert.
Die Lösung läge also höchstwahrscheinlich in einer Form der Freiwirtschaft oder alternativ in einer permanenten und knallharten Umverteilung von oben nach unten.
Manchmal kommen mir die Leute alle so blind vor. Hast du dich z.B. nie gefragt, wieso die Politik und Ökonomen ständig von Wirtschaftswachstum faseln, obwohl die Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten ständig zunimmt und die Firmenlandschaft ständig ausdünnt? WAS bitte wächst denn da eigentlich? Wie kann es sein, dass Menschen die gerne arbeiten und konsumieren wollen dies nicht mehr können, da sie "arbeitslos" werden? Sie fallen quasi aus dem Kreislauf heraus, WARUM? Und wenn sich dann mal Ökonomen zu Wort melden, kommt dümmliches Gefasel und derart verlogene und undurchdachte Scheinargumente, dass man am Liebsten reinschlagen würde. Sorry für die deftige Ausdrucksweise, aber das regt mich alles ziemlich auf.
... Geldsystem das Problem ist, muss man auch dort beginnen es zu lösen.
Es ist spätestens seid Gesell bekannt, dass das Zinseszins-System instabil ist und alle wirtschaftlichen Transaktionen mit unnötigen Kosten belastet und die übermäßige Hortung von Kapital befördert.
Die Lösung läge also höchstwahrscheinlich in einer Form der Freiwirtschaft oder alternativ in einer permanenten und knallharten Umverteilung von oben nach unten.
Manchmal kommen mir die Leute alle so blind vor. Hast du dich z.B. nie gefragt, wieso die Politik und Ökonomen ständig von Wirtschaftswachstum faseln, obwohl die Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten ständig zunimmt und die Firmenlandschaft ständig ausdünnt? WAS bitte wächst denn da eigentlich? Wie kann es sein, dass Menschen die gerne arbeiten und konsumieren wollen dies nicht mehr können, da sie "arbeitslos" werden? Sie fallen quasi aus dem Kreislauf heraus, WARUM? Und wenn sich dann mal Ökonomen zu Wort melden, kommt dümmliches Gefasel und derart verlogene und undurchdachte Scheinargumente, dass man am Liebsten reinschlagen würde. Sorry für die deftige Ausdrucksweise, aber das regt mich alles ziemlich auf.
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