Nato Rasmussen, der Muslim-Schreck
Die größten Nato-Staaten haben sich auf den Dänen Anders Fogh Rasmussen als neuen Generalsekretär des Bündnisses geeinigt. Doch die Türkei will ihn verhindern. Zu Recht!

© Jens Noergaard Larsen/AFP/Getty Images
Im Streit um die Mohammed-Karikaturen hat der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen sein Ansehen in der islamischen Welt verspielt
Das hat es so noch nicht gegeben: Die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben sich auf einen neuen Nato-Generalsekretär geeinigt. Die Amerikaner signalisieren Zustimmung. Doch dann greift der Premier eines anderen Mitgliedslandes zum Telefon, ruft den Auserkorenen an und erklärt ihm, warum er leider trotz allerhöchster Protektion nicht infrage komme. Damit nicht genug: Der Störenfried wendet sich anschließend an die Presse und macht seine Ablehnung öffentlich. So geschehen am Wochenende, als der türkische Premierminister Erdoğan den Medien in Ankara eröffnete, dass die Türkei den dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen nicht als politisches Gesicht der Nato akzeptieren werde.
Der 56-jährige Rechtsliberale Rasmussen regiert bereits seit 2001 in Kopenhagen, immer aus der Minderheitenposition, zusammen mit den Konservativen, geduldet von den Rechtspopulisten der Folkeparti. Rasmussen hat das sozialdemokratische Machtmonopol in Dänemark gebrochen, die Steuern gesenkt, das Land in zwei Kriege geführt und die schärfsten Ausländergesetze Europas verabschiedet. Er hinterlässt ein anderes Dänemark, wenn er nun auf den Posten des Generalsekretärs wechseln sollte, wie es sein Wunsch ist.
Ob es allerdings dazu kommt, ist unterdessen fraglich geworden. Und das vor dem Jubiläumsgipfel des Militärbündnisses am Ende dieser Woche, bei dem man den Nachfolger für den Holländer Jaap de Hoop Scheffer, der im Sommer aus dem Amt scheidet, nun wahrscheinlich nicht wird präsentieren können. Auch ohne ein förmliches Veto ist Rasmussen beschädigt. Ob wohl erstmals ein Türke am Ende darüber bestimmt, wer (nicht) Nato-Chef werden kann? Allein die Möglichkeit verblüfft. Willkommen in der neuen Weltordnung.
Erst durch ihn wurde ein lokaler Skandal zur globalen Krise
Die europäischen Regierungschefs sind begreiflicherweise sauer auf Erdoğan, der sie so hat auflaufen lassen. Doch wenn sie ihren Ärger herunterschlucken und tief durchatmen, werden sie ihm vielleicht bald dankbar sein, weil er ihnen eine späte Gelegenheit verschafft hat, eine Fehlentscheidung zu revidieren.
Warum brauchte es erst die peinliche türkische Intervention, um Merkel, Sarkozy, Brown und Obama vor Augen zu führen, dass Rasmussen vielleicht nicht der rechte Mann ist, die Nato in der heutigen Welt zu repräsentieren? Für ihn spricht, dass er Dänemark aus dem außenpolitischen Dornröschenschlaf geführt hat. Die Dänen kämpfen heute im afghanischen Süden – dort, wo es gefährlich ist. Und es mag auch für ihn eingenommen haben, dass er nicht als abgelegter Expolitiker, sondern als amtierender Ministerpräsident in sein neues Amt wechseln und dieses damit aufwerten würde. Doch eben als dänischer Regierungschef bringt Rasmussen auch schweres Gepäck mit.
Er ist vor drei Jahren durch die Affäre um die Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung, die in der muslimischen Welt für Empörung sorgten, auf die Weltbühne katapultiert worden. Er hat sich dabei keinen Ruhm erworben. Erst durch sein Missmanagement ist aus einem lokalen Skandal eine globale Krise geworden.
Im September 2005 waren die Karikaturen veröffentlicht worden. Monatelang ließ Rasmussen die Sache schleifen. Botschafter islamischer Staaten, die die Krise begrenzen helfen wollten, wurden brüsk zurückgewiesen. 22 ehemalige dänische Diplomaten forderten Rasmussen auf, das Gespräch mit den Vertretern der islamischen Staaten zu suchen. Rasmussen aber erklärte in hochfahrendem Ton, Pressefreiheit könne kein Gegenstand des diplomatischen Dialogs sein. Es hatte freilich niemand gefordert, er solle Abstriche bei den Grundfreiheiten machen. Im Gegenteil: Er hätte das Gespräch mit den islamischen Diplomaten nutzen können, um höflich, aber entschieden solche Wünsche zurückzuweisen – und zugleich sein Mitgefühl auszudrücken mit jenen Gläubigen, die sich angegriffen fühlten. Stattdessen gab Rasmussen sich erst als arroganter Oberlehrer, um dann, als der Druck vom Ausland weiter wuchs und dänische Botschaften brannten, plötzlich andere Töne anzuschlagen: In seiner Neujahrsansprache verurteilte er auf einmal alle Äußerungen, die Menschen »aufgrund ihres Glaubens verteufeln«. Der Gebrauch der Meinungsfreiheit setze wechselseitigen Respekt und einen »ordentlichen Ton« voraus.
Dieses Einknicken ließ die dänische Regierung innen- wie außenpolitisch blamiert dastehen. Sie hatte die muslimische Minderheit im Land spüren lassen, dass ihre Befindlichkeiten erst dann interessieren, wenn ihre mächtigen (und meist undemokratischen) Herkunftsländer Dänemark mit Sanktionen drohen. Ausgerechnet Staaten wie Saudi-Arabien, Ägypten und Syrien – die selbst die Meinungsfreiheit unterdrücken – konnten sich als Anwälte europäischer Muslime gerieren.
Diese Geschichte holt Rasmussen nun ein. Denn für einen Nato-Generalsekretär ist es heute unabdingbar, mit der muslimischen Welt umgehen zu können. Das Schicksal des Militärbündnisses wird sich nicht zuletzt daran entscheiden, ob die Mission in Afghanistan doch noch zu einem Erfolg wird. Und zum neuen Ansatz des Westens gehört es, dabei auf die Nachbarn in der Region zu setzen – vor allem Pakistan und Iran –, ohne deren Unterstützung der Kampf nicht zu gewinnen ist. Rasmussen ist dort verhasst.
Rasmussens Unterstützer vertreten die Lesart, den Dänen werde heimgezahlt, dass man sich so kompromisslos zur Meinungsfreiheit bekannt habe. Doch so einfach ist es nicht. Der Karikaturenstreit war eine Lektion darin, dass es die fein säuberliche Trennung von Innen- und Außenpolitik nicht mehr gibt. Dass die scheiternde Integration der islamischen Minderheit in einem kleinen Land im Norden Europas die geopolitische Lage des gesamten Westens verändern kann. Dass der große Krieg gegen den islamistischen Terrorismus nicht zu gewinnen ist, wenn die vielen kleinen Kulturkämpfe um den Islam und die Moderne nicht eingehegt werden.
Die Ära Rasmussen hat die Stimmung in seiner Heimat vergiftet
Anders Fogh Rasmussen steht für den engherzigen Widerstand gegen solche Lernprozesse – unter dem Druck der ausländerfeindlichen Rechtspopulisten der Dansk Folkeparti um die charismatische Pia Kjaersgaard, die seine Regierung tolerieren. Seine Einbindungsstrategie hat diese ressentimentgeladene Truppe weder geschwächt noch zivilisiert. Unwidersprochen haben Folkeparti-Politiker Muslime als »Krebsgeschwür« und »Pest« Europas tituliert. Aus den letzten Wahlen im Jahr 2007 gingen die Populisten gestärkt hervor. Die Ära Rasmussen hat die Stimmung im Land vergiftet.
In der islamischen Welt ist auch nicht vergessen worden, dass Rasmussen Dänemark in den Irakkrieg geführt hat, und zwar als ein besonders eifriger Gefolgsmann von George W. Bush. »Wir glauben nicht nur, wir wissen, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitzt«, hat er 2003 überall verkündet, obwohl sein eigener Nachrichtendienst große Zweifel daran hatte. Wie dieser Politiker zu dem neuen Ansatz passen soll, den Obama mit seiner Politik der »ausgestreckten Hand« gegenüber der muslimischen Welt versuchen will, ist das eigentliche Rätsel der Causa Rasmussen. Rasmussens Ernennung wäre ein unverhofftes Propagandageschenk an die Taliban und an ihre Verbündeten von al-Qaida in Pakistan, die seit eh und je behaupten, die Nato sei in Afghanistan als Feind der Muslime.
Es ist bitter für die Führer der sogenannten westlichen Allianz, die lautstarke Einmischung von Nichtmitgliedern ernst zu nehmen, als deren Sprachrohr sich die Türkei Erdoğans anbietet. Und zweifellos verfolgt Erdoğan auch seine eigene Agenda: Den Türken ist an der Schließung des Senders Roj TV gelegen, der von Dänemark ungehindert Propaganda der kurdischen Terrororganisation PKK verbreiten darf. Vor allem aber will Erdoğan sich als unerschrockener Sprecher der islamischen Welt präsentieren, wie schon zuletzt in Davos, als er wegen des Gaza-Krieges wütend vom Podium stapfte. Es wäre aber falsch, seinen Aufstand als Theaterdonner abzutun.
Er ist vielmehr ein Anzeichen für die neue Welt mit vielen Machtpolen, deren Gesetze alle Seiten noch verstehen lernen müssen. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der ein paar Telefonate zwischen Berlin, Paris, London und Washington genügen, um den Chefdiplomaten eines Militärbündnisses zu finden, das ja auch längst nicht mehr nur für den alten Westen des Kalten Krieges steht. Und eine Allianz wie die Nato, die sich zu Recht tief in die Belange der islamischen Welt eingemischt hat und das auch weiter tun muss, hat guten Grund, die Bedenken der islamischen Staaten – und erst recht ihres einzigen muslimisch geprägten Mitglieds, der Türkei – zur Kenntnis zu nehmen.
- Datum 03.04.2009 - 15:58 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 02.04.2009 Nr. 15
- Kommentare 177
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Nicht Rasmussen hat die(berechtigten) Karrikaturen zu einem Politikum werden lassen, sondern ein dänischer Imam, der sich nicht zu Schade war, zu den harmlosen Karrikaturen ein paar Fälschungen hinzuzufügen, und dann mit diesen im Gepäck durch die islamische Welt zog, um dort Mord und Totschlag zu entfachen!
Aber um ideologische Scheuklappen zu rechtfertigen, kann man auch Artikel voller Unwahrheiten und Verdrehungen der Tatsachen in die Welt setzen, nicht wahr Herr Lau?
mich wundert immer wieder wie wenig deutsche ein gespür für weltpolitik haben und viele vorangegangene kommentare stellen das wieder herrlich unter beweis, andererseits kann man so die geschichte deutschlands im letzten jahundert besser nachvollziehen ... und da redet jemand tatsächlich von scheuklappen ..
Ob Rasmussen der richtige Mann für diesen Posten ist, vermag ich nicht beurteilen.
Die Kritik der Türkei ist aber doch sehr fraglich. Das Theqter
wegen der Mohamedkarikatur, welches in der islamischen Welt stattgefunde hat, war eine Hysterie, von den jeweiligen Regimes ausgenutzt, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
Jetzt kommt noch mal eine Wichtigtuerei der Türkei hinzu.
Wenn man in den muslimischen Ländern angeblich so empfindlich ist, warum hat man dann andererseits kein Problem, in ihren Fernsehprogrammen tagtäglich Sendungen zu bringen, darunter auch Kinderprogramme, in denen abscheuligste antijüdische Äusserungen gebracht werden.
ZEIT-Artikel-Zitat
"Der 56-jährige Rechtsliberale Rasmussen regiert bereits seit 2001 in Kopenhagen, immer aus der Minderheitenposition, zusammen mit den Konservativen, geduldet von den Rechtspopulisten der Folkeparti. Rasmussen hat das sozialdemokratische Machtmonopol in Dänemark gebrochen, die Steuern gesenkt, das Land in zwei Kriege geführt und die schärfsten Ausländergesetze Europas verabschiedet. Er hinterlässt ein anderes Dänemark, wenn er nun auf den Posten des Generalsekretärs wechseln sollte, wie es sein Wunsch ist." so im Artikel zu lesen.
Sehr geehrte Zeitreaktion
Bitte achten Sie auf Fairness und Sachlichkeit gegenüber einen Regierungschef. Dies hier ist kein Platz für , Pauschalisierungen u.ä.. Es würde mich freuen, wenn Sie diesen Artikel auf einem angemessenen Niveau halten würden.
Vielen Dank und freundliche Grüße, KHJ aus Köln
Und jetzt zum Thema
Dem ersten Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Die Wahrheit in dem Karikaturenstreit ist der Schlüssel für alles, was die westliche Welt über die Mobilisierung, Strategie und Gewalt des Islamismus wissen sollte. Der Holocaustüberlebende und jüdische Autor Ralph Giordano hat im einem Kommentar in der FAZ, die Deutschen ausgefordert, die Angst und die Feigheit gegenüber den Islamismus abzulegen. Der Islamist und Regierungschef Erdogan hat mit seiner Ablehnung klar gemacht, dass es eine Abstrafung von Rasmussen, ihm in der islamischen Welt, einen großen Vorteil verschaffen wird, zu mindestens in der Sunnitisch-islamischen Gemeinschaft.
Dabei ist es nebensächlich zu erwähnen, das Erdogan größter Gegner, der iranische und schiitische Präsident Mahmud Ahmadineschad. ist.
KHJ aus Köln
mich wundert immer wieder wie wenig deutsche ein gespür für weltpolitik haben und viele vorangegangene kommentare stellen das wieder herrlich unter beweis, andererseits kann man so die geschichte deutschlands im letzten jahundert besser nachvollziehen ... und da redet jemand tatsächlich von scheuklappen ..
Ob Rasmussen der richtige Mann für diesen Posten ist, vermag ich nicht beurteilen.
Die Kritik der Türkei ist aber doch sehr fraglich. Das Theqter
wegen der Mohamedkarikatur, welches in der islamischen Welt stattgefunde hat, war eine Hysterie, von den jeweiligen Regimes ausgenutzt, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
Jetzt kommt noch mal eine Wichtigtuerei der Türkei hinzu.
Wenn man in den muslimischen Ländern angeblich so empfindlich ist, warum hat man dann andererseits kein Problem, in ihren Fernsehprogrammen tagtäglich Sendungen zu bringen, darunter auch Kinderprogramme, in denen abscheuligste antijüdische Äusserungen gebracht werden.
ZEIT-Artikel-Zitat
"Der 56-jährige Rechtsliberale Rasmussen regiert bereits seit 2001 in Kopenhagen, immer aus der Minderheitenposition, zusammen mit den Konservativen, geduldet von den Rechtspopulisten der Folkeparti. Rasmussen hat das sozialdemokratische Machtmonopol in Dänemark gebrochen, die Steuern gesenkt, das Land in zwei Kriege geführt und die schärfsten Ausländergesetze Europas verabschiedet. Er hinterlässt ein anderes Dänemark, wenn er nun auf den Posten des Generalsekretärs wechseln sollte, wie es sein Wunsch ist." so im Artikel zu lesen.
Sehr geehrte Zeitreaktion
Bitte achten Sie auf Fairness und Sachlichkeit gegenüber einen Regierungschef. Dies hier ist kein Platz für , Pauschalisierungen u.ä.. Es würde mich freuen, wenn Sie diesen Artikel auf einem angemessenen Niveau halten würden.
Vielen Dank und freundliche Grüße, KHJ aus Köln
Und jetzt zum Thema
Dem ersten Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Die Wahrheit in dem Karikaturenstreit ist der Schlüssel für alles, was die westliche Welt über die Mobilisierung, Strategie und Gewalt des Islamismus wissen sollte. Der Holocaustüberlebende und jüdische Autor Ralph Giordano hat im einem Kommentar in der FAZ, die Deutschen ausgefordert, die Angst und die Feigheit gegenüber den Islamismus abzulegen. Der Islamist und Regierungschef Erdogan hat mit seiner Ablehnung klar gemacht, dass es eine Abstrafung von Rasmussen, ihm in der islamischen Welt, einen großen Vorteil verschaffen wird, zu mindestens in der Sunnitisch-islamischen Gemeinschaft.
Dabei ist es nebensächlich zu erwähnen, das Erdogan größter Gegner, der iranische und schiitische Präsident Mahmud Ahmadineschad. ist.
KHJ aus Köln
Weder nach dem Motto: Jetzt erst recht! Noch nach der (vermuteten)Bedrohung durch Islamofaschisten sollte man die Personalie Rasmussen beurteilen, sondern ausschließlich nach den Anforderungen des Jobs und den Fähigkeiten des Politikers Rasmussen. Und einen besser geeigneten Kandidaten gibt es nicht, es ist lächerlich ihm zum Vorwurf zu machen er habe es versäumt die Veröffentlichung zu unterdrücken oder zu zensieren. Eigenartig diese diktatorische Verhaltensweise gerade in der ZEIT zu fordern.
Sehr geehrte Nutzer,
bevor diese Diskussion Fahrt aufnimmt, bitten wir Sie um Fairness und Sachlichkeit. Dies hier ist kein Platz für Integrationsdebatten, Pauschalisierungen u.ä..
Es würde uns freuen, wenn Sie uns dabei helfen könnten, diese Diskussion auf einem angemessenen Niveau zu halten.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE
Eigentlich schätze ich Herren Lau . Den Hinweis mit der Pauschalisierung und der Unsachlichkeit hätte aber diesmal ihn treffen müssen und nicht die hier veröffentlichen Meinungen von ZEIT-Lesern. Der Kommentar ist zwar nicht so radikal daneben wie der seinerzeit von Jens Jessen, aber die Abwehrhaltung der ZEIT Redaktion gegen die ZEIT Leser die scheint reflexhaft dieselbe zu sein. Erdogans internationales Auftreten ist ständig anmaßend, arrogant und aggressiv und als NATO Partner eine Karrikatur.
"Richter" spielt, sich ueber Beitragege freut die ihm gefallen, und diejenigen loescht die er nicht gerne liest oder die ihn an die Vergangenheit erinnern, Herr Kuhn sollte ueberlegen, warum die Mehrheit der Leser hier (die normalerweise der ZEIT sympathisch sind), ihm eine "4" oder "5" verleihen!
Die Mahnung war ungluecklich. Aber das ist schon frueher passiert. Kann es sein, dass man endlich sogar hier muede wird, diese unsinnigen Schlagworte ohne Erklaerung, wie "Pauschalisierung", "herabwuerdigend" usw usw so dumm erscheinen wie sie sind.
Eigentlich schätze ich Herren Lau . Den Hinweis mit der Pauschalisierung und der Unsachlichkeit hätte aber diesmal ihn treffen müssen und nicht die hier veröffentlichen Meinungen von ZEIT-Lesern. Der Kommentar ist zwar nicht so radikal daneben wie der seinerzeit von Jens Jessen, aber die Abwehrhaltung der ZEIT Redaktion gegen die ZEIT Leser die scheint reflexhaft dieselbe zu sein. Erdogans internationales Auftreten ist ständig anmaßend, arrogant und aggressiv und als NATO Partner eine Karrikatur.
"Richter" spielt, sich ueber Beitragege freut die ihm gefallen, und diejenigen loescht die er nicht gerne liest oder die ihn an die Vergangenheit erinnern, Herr Kuhn sollte ueberlegen, warum die Mehrheit der Leser hier (die normalerweise der ZEIT sympathisch sind), ihm eine "4" oder "5" verleihen!
Die Mahnung war ungluecklich. Aber das ist schon frueher passiert. Kann es sein, dass man endlich sogar hier muede wird, diese unsinnigen Schlagworte ohne Erklaerung, wie "Pauschalisierung", "herabwuerdigend" usw usw so dumm erscheinen wie sie sind.
Ich dachte immer, die Türkei trennt Staat und Religion strikt. Warum spielt also ein Streit über "religiöse Gefühle" eine Rolle bei dieser politischen Entscheidung zur Nato?
Und dass sich Rasmussen bei einem "Problem", das eine dänische Zeitung verursacht hat, nicht durch unangemessene Forderungen der islamischen Welt zu einer Rechtfertigung zwingen lässt, zeugt meines Erachtens von Rückrat.
Wie die Zeit diese - völlig undiplomatische - Intervention der Türkei zu rechtfertigen sucht ist albern, wieso nur immer diese unkritische Anbiederung? Und dass Rasmussen die Einmischung islamischer Staaten bzgl. der Karrikaturen zurückgewiesen hat würde ich nicht als Fehler betrachten und es spricht nicht gegen ihn, denn er hat ganz einfach nur Rückgrat gezeigt! Ich möchte nicht wissen, was eine deutsche Regierung an seiner Stelle getan hätte ...
"Wie die Zeit diese - völlig undiplomatische - Intervention der Türkei zu rechtfertigen sucht ist albern, wieso nur immer diese unkritische Anbiederung?"
Ist es denn wirklich so absurd, dass man sich einen Generalsækretæt wuenscht, der in den Lændern, mit denen die NATO zu tun haben wird zumindest nicht von vornherein als Provokation gesehen wird?
Natuerlich kann die NATO formal bestimmen, wen sie will, sie muss auf die Aussenwirkung keine Ruecksicht nehmen. Aber in der realen, nicht schwarz weissen Welt, wære es sinnvoll, wenn sie es tæte.
Letztenendes ist die Diskussion wohl ohnehin hypothetisch, da der Generalsækretær einstimmig gewæhlt wird und die Tuerkei Rasmussen nicht unterstuetzt.
"Wie die Zeit diese - völlig undiplomatische - Intervention der Türkei zu rechtfertigen sucht ist albern, wieso nur immer diese unkritische Anbiederung?"
Ist es denn wirklich so absurd, dass man sich einen Generalsækretæt wuenscht, der in den Lændern, mit denen die NATO zu tun haben wird zumindest nicht von vornherein als Provokation gesehen wird?
Natuerlich kann die NATO formal bestimmen, wen sie will, sie muss auf die Aussenwirkung keine Ruecksicht nehmen. Aber in der realen, nicht schwarz weissen Welt, wære es sinnvoll, wenn sie es tæte.
Letztenendes ist die Diskussion wohl ohnehin hypothetisch, da der Generalsækretær einstimmig gewæhlt wird und die Tuerkei Rasmussen nicht unterstuetzt.
"... und zugleich sein Mitgefühl auszudrücken mit jenen Gläubigen, die sich angegriffen fühlten." Aha, also Mitgefühl mit Ländern, deren Regierungen und Einwohner ihrerseits aber andersgläubige wie den letzten Dreck zu behandeln pflegen? Was soll diese Forderung? Kennt der Masochismus des Westens noch Grenzen? Und es waren Christen, nicht Muslime, die infolge der künstlich geschürten Erregung getötet wurden: http://www.spiegel.de/pol...! Vor diesem Hintergrund ist die einseitige Schuldzuweisung an den Westen und insbesondere Rasmussen verbunden mit der Forderung, er hätte sich entschuldigen müssen, einfach nur eine bodenlose Frechheit!
(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)
ist angeblich mal gegründet worden, um die westliche Freiheit gegen die Diktaturen zu verteidigen. Gilt das eigentlich heute noch? Falls nicht, wozu brauchen wir dann noch eine solche Allianz?
ist angeblich mal gegründet worden, um die westliche Freiheit gegen die Diktaturen zu verteidigen. Gilt das eigentlich heute noch? Falls nicht, wozu brauchen wir dann noch eine solche Allianz?
Noch ist die NATO ein westliches, und kein islamisches Verteidigungsbündnis. Rasmussen hat als Politiker westliche Werte klar und offensiv verteidigt. Ihn wegen seiner Haltung gegenüber dem von Islamisten geschürten Karikaturenstreit abzulehnen, ist aus Sicht Erdogans nachvollziehbar, der wohl als Vorkämpfer der Islamisierung Europas in die Geschichte eingehen möchte. Aber daß ihm in der ZEIT dafür noch argumentative Schützenhilfe gegeben wird, ist schon ein starkes Stück.
ist angeblich mal gegründet worden, um die westliche Freiheit gegen die Diktaturen zu verteidigen. Gilt das eigentlich heute noch? Falls nicht, wozu brauchen wir dann noch eine solche Allianz?
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