Finanzkrise Die Schweiz will die Welt zermürben
Recherchen zeigen: Bundespräsident Merz überlässt seinen Chefbeamten das Steueroasen-Dossier. Und die fahren eine veraltete Strategie
Kurz vor Abschluss des G-20-Gipfels im ExCel-Center in London streiten die mächtigsten Staatsmänner der Welt über die Steueroasen. Frankreichs Nicolas Sarkozy will paradis fiscaux à la Schweiz an den Pranger stellen. Ultimativ fordert er die G-20-Staaten auf, die schwarzen und grauen Listen der Steueroasen gutzuheißen, welche die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ausgearbeitet hat. Dem ungestümen Franzosen tritt jedoch der Chinese Hu Jintao entgegen. Der spröde Mandarin sagt nein und nochmals nein, weil auf den OECD-Listen auch die chinesischen Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macau stehen und sein Land der OECD gar nicht angehört. Dem Weltgipfel droht ein Eklat.
US-Präsident Barack Obama muss den Konflikt in letzter Minute schlichten. Seine Kompromisslösung besiegeln die beiden Streithähne per Handschlag: Alle G-20-Staaten, auch China, nehmen die Liste des OECD Global Forum on Taxation nur »zur Kenntnis«. Auf die graue Liste kommt auch die Schweiz. Ihr Schicksal teilt sie mit allen Steueroasen, die nicht mindestens zwölf bilaterale Abkommen über einen Informationsaustausch gemäß dem OECD-Standard abgeschlossen haben, dies nun aber ganz rasch tun wollen oder sollen. Dabei geht es nicht etwa um automatischen Informationsaustausch, nur um Auskünfte auf Anfrage – das Bankgeheimnis bleibt grundsätzlich gewahrt. Gerade deshalb erwarten die G-20-Staaten von der Schweiz noch dieses Jahr Taten statt Worte.
Nun steht der brüskierte Kleinstaat Kopf und nimmt übel. Die alte Demokratie gerät unter Zeitdruck. Politiker rätseln, wie man in diesem Tempo so viele Abkommen neu aushandeln soll. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz bekräftigt die Absichtserklärung der Landesregierung vom 13. März, den OECD-Standard bei der Amtshilfe in Steuersachen gemäß Artikel 26 des OECD-Musterabkommens zu übernehmen, aber im gleichen Atemzug nennt er das Kriterium der zwölf Doppelbesteuerungsabkommen »stupid«, ja »infantil«.
Merz sagt die Unwahrheit: Es wäre leicht, auf die weiße Liste zu kommen
Bundespräsident Merz aber spielt mit gezinkten Karten. Er stellt die vom Global Forum entwickelten Kriterien ungenau dar. Er tut, als würden von der Schweiz zwölf Doppelbesteuerungsabkommen mit neuen Informationsklauseln erwartet. Das ist nicht richtig. Gewünscht werden in der Tat zwölf Abkommen, aber das müssen nicht unbedingt Doppelbesteuerungsabkommen sein. Genügen würden auch bloße Vereinbarungen zum Austausch von Steuerinformationen, sogenannte Tax Information Exchange Agreements (TIEA).
Der kleine, aber entscheidende Unterschied: TIEA können schnell abgeschlossen werden, weil sie nur den Austausch von Steuerinformationen regeln. Doppelbesteuerungsabkommen hingegen sind so kompliziert, dass sie sich kaum im Eilschritt ändern lassen. Es sei denn, man wählte den dritten Weg, für den sich Belgien entschieden hat: Dieses Land schlägt 48 Staaten vor, in Zusatzprotokollen zu den Doppelbesteuerungsabkommen den Artikel 26 des OECD-Musterabkommens zu integrieren. So könnte auch die Schweiz vorgehen. Bundeskanzlerin Merkel sagte am G-20-Gipfel höflich, doch deutlich genug: »Deutschland ist bereit, zügig zu verhandeln. Ich denke, die Schweiz auch.«
Im Bernerhof, dem Sitz des Departements Merz, zieht man den weniger »zügigen« Weg vor. Auf Anfrage bestätigt Alexander Karrer, der für die internationalen Beziehungen zuständige Chefbeamte, den Sachverhalt. Ihn stören die ungenaue Berichterstattung fast aller Medien und die Ahnungslosigkeit der über das Ausland schimpfenden Politiker offenkundig nicht. So kann er seine Linie besser durchziehen. Auch die NZZ schreibt irreführend: »Wer mindestens zwölf Doppelbesteuerungsabkommen gemäß dem OECD-Modell abgeschlossen hat, kommt auf die weiße Liste. Alle anderen, die sich dem Standard zwar verpflichtet fühlen, ihn aber nach Ansicht des OECD-Sekretariats noch nicht in ausreichendem Maß anwenden, finden sich auf der grauen Liste wieder.«
Wieso aber sind etwa Steueroasen Jersey und Guernsey von der OECD auf die weiße Liste gesetzt worden? Bundespräsident Merz mutmaßt in der NZZ am Sonntag : »Wie es die Kanalinseln geschafft haben, ist für mich ein Phänomen, das ich noch klären will.« Des Rätsels Lösung ist einfach. Jersey, Guernsey und die Isle of Man haben TIEA mit Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Irland und Island unterzeichnet.
Merz lässt sich wie die schweizerische Öffentlichkeit von seinen federführenden Chefbeamten gängeln, von Alexander Karrer und von Jürg Giraudi, dem Chef der Abteilung für Internationales der Steuerverwaltung. Die beiden wollen Zeit gewinnen und andere Länder gegeneinander ausspielen. Verständlich, denn diese Taktik hat sich für den Kleinstaat immer bewährt, auch in den 1960er Jahren, als die Schweiz von USA, Deutschland und Frankreich gleichzeitig unter Druck gesetzt wurde.
Die Offensive gegen das Steuerparadies eröffnete damals ein US-Präsident: John F. Kennedy. Er nahm die Schweiz aufs Korn. In seiner ersten großen Ansprache zur Steuerpolitik im US-Kongress, am 22. April 1961, nannte er außer den USA ein einziges Land noch mit Namen: Switzerland. Er geißelte »den Missbrauch von Steueroasen wie der Schweiz«. Er werde, sagte er, diese »Steueroasen an die Kandare nehmen«, und Washington setzte nach seiner Ermordung seine Politik zunächst fort.
Im Fiskalkomitee der OECD kam prompt Kurt Locher, Chefbeamter der Eidgenössischen Steuerverwaltung, unter Beschuss von allen Seiten. Amerikaner, Deutsche und Franzosen forderten die Schweizer Steuerbehörden zur engeren Zusammenarbeit auf. Locher war in Paris isoliert. Bonn blies 1964 zum Generalangriff. Das Bundesfinanzministerium attackierte die Schweiz in einem umfangreichen »Steueroasenbericht«. Hessens Finanzministerium rechnete vor, die Steuerflucht in die Schweiz vermindere den Fiskalertrag Deutschlands um ein Sechstel. Deutschland spannte Frankreich in die Großoffensive ein. Die beiden Nachbarstaaten nahmen die Schweiz in die Zange. Beide wollten mit Bern gleichzeitig über neue Doppelbesteuerungsabkommen verhandeln. Sie verlangten von der Schweiz die gleiche Auskunftsklausel, wie sie die USA für sich selbst bereits zehn Jahre zuvor durchgesetzt hatten. Die Schweiz meldete sofort ihren Vorbehalt an – jenen Vorbehalt, den der Bundesrat am 13. März 2009, unter massivem Druck des Auslands, zurückziehen musste.
Die Schweiz ließ sich damals mit den westlichen Großmächten auf einen Machtpoker ein. 1965 bat Außenminister Willy Spühler in Amerika um Hilfe. Die erste USA-Reise eines Schweizer Regierungsmitglieds war jedoch kein Erfolg. Die Schweiz musste ihre Taktik ändern. Sie begann, Franzosen und Deutsche gegeneinander auszuspielen. 1966 gestand sie Frankreich eine schwammige Auskunftsklausel zu (»Der Austausch ist beschränkt auf Auskünfte, die für die richtige Durchführung des Abkommens notwendig sind«). Paris war ruhiggestellt und unterschrieb. Nun aber weigerte sich die Schweiz, auch Bonn ein solches Zugeständnis zu gewähren. Zur Begründung erklärte Bern, »dass diese Frage im Verhältnis zur Bundesrepublik historisch-emotional belastet sei und im Übrigen die schweizerische Abkommenspolitik schon seit vielen Jahren auf eine unwiderrufliche Abkehr von einem Auskunftaustausch, gleich welcher Art, festgelegt worden sei« (Bericht der Bundesregierung).
Die Schweizer fuhren eine Doppelstrategie und spielten auf Zeit. Ihr Kalkül ging auf. Am Ende wurde die Bundesrepublik in Bern zur Bittstellerin. Die Steuerflucht wurde, wie der Spiegel 1970 schrieb, zur »Massenflucht, seit die SPD in Bonn das Ruder ergriff und Kanzler Willy Brandt in seiner Regierungserklärung drohte, er werde für mehr Steuergerechtigkeit sorgen und den ›sozialen Rechtsstaat‹ verwirklichen«. SPD-Bundesfinanzminister Alex Möller fuhr nach Bern und bat FDP-Amtskollege Nello Celio dringend, den Vertrag »möglichst bald« abzuschließen. Der Tessiner Jurist, ein joviales Schlitzohr, war begeistert. Schon 1971 trat das neue Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft.
Die Schweizer glaubten, ein Recht zu haben auf den Langmut des Auslands
Bonn frohlockte: »Erst in der allerletzten Verhandlungsphase gelang es, die Schweiz zur Aufgabe ihrer Haltung zu bewegen.« In Wirklichkeit war sie Celio auf den Leim gegangen. Triumphierend erzählte er, die Schweiz sei überhaupt »nicht zu einer weitergehenden Amtshilfe« verpflichtet.
Das Ausland bewies während Generationen so viel Langmut, dass die Schweiz darauf ein Recht zu haben glaubte. Seit 2008 sind die Großmächte aber durch spektakuläre Fälle von Steuerflucht erneut auf die Oase aufmerksam geworden. Die Finanzkrise tut ihr Übriges, um die großen Demokratien zum Kampf um ihr Steuersubstrat anzustacheln.
Unter diesen Voraussetzungen ist die alte Position der Schweiz nicht mehr zu halten. Die Technokraten des Finanzdepartements versuchen es trotzdem. Karrer und Giraudi möchten wiederholen, was Locher gelang. Sie wollen die ausländischen Partner erneut gegeneinander ausspielen und hinter den Kulissen zermürben. Sie unterschätzen die Dynamik, welche durch die Weltfinanzkrise freigesetzt worden ist. Ihre Schablonen taugen für normale Zeiten, aber nicht für globale Krisenlagen.
- Datum 12.04.2009 - 18:40 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.04.2009 Nr. 16
- Kommentare 19
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Was immer ansonsten von der schweizerischen Politik in diesen Steuersachen zu halten ist, die Grundthese dieses Artikels ist genau die Desinformation, die er der Schweiz vorwirft.
Tatsächlich handelt es sich bei TIEAs um einen automatischen Informationsaustausch, den die Schweiz ausdrücklich abgelehnt hat, und den Art. 26 OECD auch nicht vorsieht.
Dass Steueroasen mit Trusts hier unterschreiben können, ist mittlerweilen jedem Informierten klar, denn dort sind die wirtschaftlich Berechtigten gar nicht wirklich zu identifizieren. Das aber ist in der Schweiz nicht mehr möglich (Geldwäscherei!) und der Grund wirft ein seltsames Licht auf die selbsternannten Heroen der Steuergerechtigkeit.
Eine weitere Legende ist, dass es den USA jüngst gelungen sei, das Bankgeheimnis zu knacken. Die Auskunft, die die US-Steuerbehörde für 255 Personen erhalten hat, war, wie das schweizerische Bundesverwaltungsgericht anhand eines betroffenen Falles festgestellt hat, vollständig durch die bestehende Gesetzgebung gedeckt, da es sich dabei um Steuerbetrug nach schweizerischem Recht (und also ein rechtshilfefähiges Strafdelikt) handle. Das hindert den deutschen Finanzminister nicht daran, immer wieder den gleichen Unsinn zu erzählen.
Tatsächlich geht es einfach um die Beseitigung nahezu aller Rechtsmittel in Steuersachen und um die Umkehr der Unschuldsvermutung.
Sonst hätten die Betroffenen einmal nachgeschaut, wie es denn in der Schweiz dazu kommt, dass die Menschen Steuern zahlen (Ausgestaltung der Verrechnungssteuer), denn dort gilt ja das volle Bankgeheimnnis noch. Die ganze Schnüfflerei ist faktisch völlig unnötig.
Mag ja sein, dass das Vorgehen von Herrn Merz problematisch ist, das des deutschen Finanzministers ist dagegen von reinster interesseloser messianischer Glut durchdrungen wie sie nur ein Erzengel mit Schwert verkörpern kann.
(Überschrift entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
Erzengel mögen zwar mit dem Schwert umgehen können aber nicht mit Geld. Somit ist der Vergleich äußerst zutreffend.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
Der Bürger wird heutzutage ohnehin schon von vorne bis hinten überwacht. Die diversen Staatsorgane gieren nur so, nach den Daten ihrer Staatsbürger. Und wie der Staat mit den Daten umgeht, das hört und liest man beinahe jeden Tag.
Damit aber auch die Finanzminister zu ihrem Recht, sprich Geld, kommen schlage ich vor eine Kapitalertragsteuer in Höhe von 50 % einzuführen. Dann hat der Finanzminister seine Einkünfte - ob er nun weiß von wem, ist dann nicht mehr so wichtig.
Gleichzeitig müsste es natürlich erhebliche Steuerfreibeträge geben - damit der vielzitierte kleine Mann/die kleine Frau nicht übers Ohr gehauen wird. Diese Freibeträge werden in Anspruch genommen wenn man seine Vermögenswerte freiwillig deklariert. Damit könnten dann alle leben.
Die Mehreinnahmen, die mittels dieser Kapitalertragsteuer lukriert werden, werden 1 zu 1 zu eine Entlastung auf Seiten der Lohn- und Einkommenssteuer
verwendet.
Nochmals! - Das Bankgeheimnis sollte - für natürliche Personen - nicht fallen!
Grüße Bettina
Darf ich daran erinnern, wer von dem Bankgeheimniss profitiert:
-Organisierte Kriminalität:
-Mafia
-Triaden
-Yakuza
-MS 13
Weltweit organisierte Terrorismus in Form von:
-Bin Laden und die Al Qaida
-Taliban
-Guerilla-Krieger
Hinzu kommen:
-Militärjuntas (Birma)
-Korrupte Militärs in Asien, Afrika, Pazifikstaaten und Südamerika
-Menschenhändler
-Millionäre und Milliardäre nicht nur in den USA und der EU, sondern auch in Asien, Amerika, Afrika, Australien, Pazifikstaaten
-Unsere Politiker
Das ohne das Bankgeheimnis würden Bin Ladens "Springquellen" schnell austrocknen und der Kampf gegen den Terrorismus würde jetzt zum Ende kommen.
Wozu sollte man überhaupt Steuern zahlen? Etwa um alle Untätigen und Schädlinge durchzufüttern, als da wären "Arbeitslose", Arbeitsunwillige, Politiker, Beamte? Warum muss man in Monaco keine Steuern zahlen? Wer zahlt gerne Steuern? Das sind alles nur Opfer für das grösste aller Ungeheuer, den STAAT. Steuern werden bezahlt, damit Politiker Kriege führen können. Steuern werden bezahlt, damit Politiker mächtig werden. Steuern werden bezahlt, damit der STAAT schikanieren und Angst einflössen kann. Wer keine Steuern zahlt, tut Gutes. Er verhindert Kriege, er verhindert Konzentrationslager, er verhindert Unmenschlichkeit.
"No taxation without representation", so ging die amerikanische Revolution los.
Und dabei blieb es. Wer die demokratischen Rechte allerdings nicht nützt um über Verwendung und Höhe von Steuern mitzuentscheiden und sich maximal auf Polemik beschränkt der ist selbst schuld.
Ein anderer Amerikaner hat gesagt "Ich zahle gerne Steuern, ich kaufe mir damit Zivilisation".
Zum Rest Ihres Kommentars erspar ich mir jedes Kommentar. Ich sage Ihnen aber soviel, was mir erheblich mehr Angst macht als Karrieristen in der Politik sind Bürger mit so einer extremen Weltsicht.
"No taxation without representation", so ging die amerikanische Revolution los.
Und dabei blieb es. Wer die demokratischen Rechte allerdings nicht nützt um über Verwendung und Höhe von Steuern mitzuentscheiden und sich maximal auf Polemik beschränkt der ist selbst schuld.
Ein anderer Amerikaner hat gesagt "Ich zahle gerne Steuern, ich kaufe mir damit Zivilisation".
Zum Rest Ihres Kommentars erspar ich mir jedes Kommentar. Ich sage Ihnen aber soviel, was mir erheblich mehr Angst macht als Karrieristen in der Politik sind Bürger mit so einer extremen Weltsicht.
Steuerzahlen ist eine ekelhafte Angelegenheit. Eine Gesellschaft, die ihre Verpflichtungen gegenüber über den einzelnen Bürger nicht nachkommt ist viel ekelhafter. Wir alle beziehen gerne Dienstleistungen vom Staat aber wollen nichts dafür zahlen.
Ich bin Steuerzahler in der Schweiz. Die Steuerpolitik der Schweizer Landesregierung ist eher im Bereich der Illegalität anzusiedeln. Reiche Ausländer können mit einem Pauschalabkommen in der Schweiz sich niederlassen. Ihre Steuerbelastung kann bis 100 mal geringer sein als die eines Schweizers mit ähnlichen finanziellen Verhältnissen (Aussage einer Politikerin der Wirtschaftspartei FDP). Diese Steuerpolitik verletzt die Rechtsgleichheit, welche in der Schweizer Verfassung festgehalten ist. Weiterhin verletzt diese Steuerpolitik das Prinzip, dass Steuerpflichtige nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert werden sollen. Die Steuerpolitik der Schweizer Landesregierung bewirkt nur, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter geöffnet wird.
Wer zulässt, dass in seinem Territorium etwa 1 Billion Schweizer Franken an Schwarzgeld versteckt werden können, kann nicht erwarten, dass er als unschuldig betrachtet wird. Ein Teil dieser Gelder fehlen in den Staatsetats anderer Länder.
Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer unterstützen das Schweizer Bankgeheimnis, aber es unterstützt sicher nicht den Missbrauch zum Steuerbetrug. Ein Schweizer hat einmal gesagt, wenn man jemanden einstellt, dann muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Angestellte die richtigen, effizienten Mitteln und Vollmachten erhält, damit er seine Aufgaben entsprechend den Erwartungen erfüllen kann. Wenn man den Staat Aufgaben überträgt, dann muss man auch ihn mit den richtigen, effizienten Mitteln und Vollmachten ausstatten, damit er seine Aufgaben erfüllen kann. Man kann davon ausgehen, dass jeder will, dass die Steuerbehörden die zu bezahlenden Steuern für jeden Bürger korrekt berechnen. Dafür muss man diesen Behörden die Mitteln und Vollmachten geben, damit diese sich alle notwendigen Informationen für diese Aufgabe efffizient und schnell beschaffen können.
Wer das Steuersystem in Deutschland verflucht, dem kann man nur einen Schweizer Ratschlag geben: er soll sich politisch engagieren und es bekämpfen. Eine Schweinerei ist es, wenn man die Gesellschaft, die einem das Anhäufen von Reichtum ermöglicht hat, seinen Anteil verweigert, welcher im jedem Gesellschaftsvertrag eines Landes vereinbart wurde. Den Steuerbetrügern kann man nur empfehlen, entweder politisch gegen das Steuersystem
ankämpfen oder eine Schlussstrich ziehen und das Land verlassen.
Herr Peer Steinbrück erfüllt nur seine Aufgabe, die Zahlung der Gelder, die der deutschen Gesellschaft gehören bei der Schweizer Landesregierung einzufordern. Die Verteufelung von Herrn Peer Steinbrück in der Schweiz ist eher ein Skandal. Man kann dies nur mit der Beschimpfung eines Verkehrspolizisten, der seine Pflicht tu, durch einen Autofahrer vergleichen.
Javier López
Alle anderen Beiträge der Schweiz im Artikel und in diesem Forum dagegen sind problematisch.
Die Schweiz hat ein System geschaffen, dass Steuereinnahmen anderer Länder veringert und selbst dabei nur gering profitiert. Das ist Finanzterrorismus. Wenn sie wenigstens alles für sich nehmen würden, wäre es Finanzdiebstahl, aber so wie es geschieht werden 90% der Steuereinnahmen zerstört.
Und die meisten Schweizer denken, dass wir dem tatenlos zusehen. Mit Polemik und das Hoffen auf die Uninformiertheit der Schweizer versuchen sie die schweizer Finanzpolitik als unschuldig und das ganze Land als Opfer hinzustellen. Ich denke die Zeiten sind vorbei. Mittlerweile wurden viele Instrumentarien entwickelt - eigentlich gegen andere feindliche Staaten (Stichwort: Internationaler Terrorismus) - aber wenn die Schweiz eben so agiert, wird sie sie auch zu spüren bekommen.
Ich schlage vor jegliche Geld- oder Wertüberweisung in die Schweiz provisorisch mit dem landestypischen Höchstsatz zu versteuren (Deutschland 40%), d.h. die beteiligte überweisende Bank (zB in Deutschland) muss diese Summe an die staatlichen Finanzämter der betroffenen Staaten überweisen, der jeweilige Bankkunde muss dann beweisen wie viel weniger er eigentlich hätte abziehen müssen.
Das sit zwar umständlich. Die Unkooperativität der Schweiz lässt aber keine andere Wahl. Und so wäre es eben ganz sicher für uns. Ohne Vertrauen kein reibungsloser Kontakt.
Schnell werden sich 99% der Bankkunden ein anderes Land aussuchen, in das sie ihr Geld anlegen wollen.
Dass in der Schweiz eine Billion Franken an Schwarzgeld versteckt sei, ist ein hanebüchener Unsinn. Solche Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage und zeugen lediglich von der völligen Ahnungslosigkeit des Verfassers. Tatsache ist: von den rund 2000 bis 2500 Milliarden ausländischen Vermögenswerten auf Schweizer Banken (inzwischen dürften es sowieso massiv weniger sein) stammen etwa 60 Prozent von institutionellen Anlegern, also Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Notenbanken usw. Deren Kapitalbestände und Gewinne liegen in den Bilanzen offen und lassen sich leicht überprüfen. Auch die rund 500 Milliarden Franken ausländische Treuhandvermögen stammen kaum von Privatanlegern, die den Schutz des Bankgeheimnisses suchen. Somit stammt maximal ein Fünftel der Gelder aus der Verwaltung ausländischer Privatvermögen. Kurzum – wenn es auch nur den leisesten Hinweis für die Billion Schwarzgeld geben würde, jeder Finanzminister würde das mit Genuss ausschlachten. Aber solche Absurditäten wären selbst einem Herrn Steinbrück, der sich bekanntlich nicht sehr zurückhält, zu durchgeknallt.
Überdies dürfte der Herr Lopez, der diese und noch einige weitere Behauptungen mit ähnlichem Wahrheitsgehalt aufstellt, kaum Steuerzahler in der Schweiz sein. Oder er ist Ausländer und der Quellensteuer unterstellt, was seine Unkenntnis in Sachen schweizerischem Steuersystem wenigstens halbwegs erklären würde. Nebenbei: schon fast niedlich ist seine Bemerkung, man dürfe davon ausgehen, dass die Steuerbehörden die zu bezahlenden Steuern für jeden Bürger korrekt berechnen. Da sind aber – wenn ich mir die Kommentare in verschiedenen Foren deutscher Online-Zeitungen vor Augen führe – ein paar wenige, aber wirklich nur eine kleine Handvoll deutscher Steuerzahler ein bisschen anderer Meinung...
Alle anderen Beiträge der Schweiz im Artikel und in diesem Forum dagegen sind problematisch.
Die Schweiz hat ein System geschaffen, dass Steuereinnahmen anderer Länder veringert und selbst dabei nur gering profitiert. Das ist Finanzterrorismus. Wenn sie wenigstens alles für sich nehmen würden, wäre es Finanzdiebstahl, aber so wie es geschieht werden 90% der Steuereinnahmen zerstört.
Und die meisten Schweizer denken, dass wir dem tatenlos zusehen. Mit Polemik und das Hoffen auf die Uninformiertheit der Schweizer versuchen sie die schweizer Finanzpolitik als unschuldig und das ganze Land als Opfer hinzustellen. Ich denke die Zeiten sind vorbei. Mittlerweile wurden viele Instrumentarien entwickelt - eigentlich gegen andere feindliche Staaten (Stichwort: Internationaler Terrorismus) - aber wenn die Schweiz eben so agiert, wird sie sie auch zu spüren bekommen.
Ich schlage vor jegliche Geld- oder Wertüberweisung in die Schweiz provisorisch mit dem landestypischen Höchstsatz zu versteuren (Deutschland 40%), d.h. die beteiligte überweisende Bank (zB in Deutschland) muss diese Summe an die staatlichen Finanzämter der betroffenen Staaten überweisen, der jeweilige Bankkunde muss dann beweisen wie viel weniger er eigentlich hätte abziehen müssen.
Das sit zwar umständlich. Die Unkooperativität der Schweiz lässt aber keine andere Wahl. Und so wäre es eben ganz sicher für uns. Ohne Vertrauen kein reibungsloser Kontakt.
Schnell werden sich 99% der Bankkunden ein anderes Land aussuchen, in das sie ihr Geld anlegen wollen.
Dass in der Schweiz eine Billion Franken an Schwarzgeld versteckt sei, ist ein hanebüchener Unsinn. Solche Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage und zeugen lediglich von der völligen Ahnungslosigkeit des Verfassers. Tatsache ist: von den rund 2000 bis 2500 Milliarden ausländischen Vermögenswerten auf Schweizer Banken (inzwischen dürften es sowieso massiv weniger sein) stammen etwa 60 Prozent von institutionellen Anlegern, also Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Notenbanken usw. Deren Kapitalbestände und Gewinne liegen in den Bilanzen offen und lassen sich leicht überprüfen. Auch die rund 500 Milliarden Franken ausländische Treuhandvermögen stammen kaum von Privatanlegern, die den Schutz des Bankgeheimnisses suchen. Somit stammt maximal ein Fünftel der Gelder aus der Verwaltung ausländischer Privatvermögen. Kurzum – wenn es auch nur den leisesten Hinweis für die Billion Schwarzgeld geben würde, jeder Finanzminister würde das mit Genuss ausschlachten. Aber solche Absurditäten wären selbst einem Herrn Steinbrück, der sich bekanntlich nicht sehr zurückhält, zu durchgeknallt.
Überdies dürfte der Herr Lopez, der diese und noch einige weitere Behauptungen mit ähnlichem Wahrheitsgehalt aufstellt, kaum Steuerzahler in der Schweiz sein. Oder er ist Ausländer und der Quellensteuer unterstellt, was seine Unkenntnis in Sachen schweizerischem Steuersystem wenigstens halbwegs erklären würde. Nebenbei: schon fast niedlich ist seine Bemerkung, man dürfe davon ausgehen, dass die Steuerbehörden die zu bezahlenden Steuern für jeden Bürger korrekt berechnen. Da sind aber – wenn ich mir die Kommentare in verschiedenen Foren deutscher Online-Zeitungen vor Augen führe – ein paar wenige, aber wirklich nur eine kleine Handvoll deutscher Steuerzahler ein bisschen anderer Meinung...
Alle anderen Beiträge der Schweiz im Artikel und in diesem Forum dagegen sind problematisch.
Die Schweiz hat ein System geschaffen, dass Steuereinnahmen anderer Länder veringert und selbst dabei nur gering profitiert. Das ist Finanzterrorismus. Wenn sie wenigstens alles für sich nehmen würden, wäre es Finanzdiebstahl, aber so wie es geschieht werden 90% der Steuereinnahmen zerstört.
Und die meisten Schweizer denken, dass wir dem tatenlos zusehen. Mit Polemik und das Hoffen auf die Uninformiertheit der Schweizer versuchen sie die schweizer Finanzpolitik als unschuldig und das ganze Land als Opfer hinzustellen. Ich denke die Zeiten sind vorbei. Mittlerweile wurden viele Instrumentarien entwickelt - eigentlich gegen andere feindliche Staaten (Stichwort: Internationaler Terrorismus) - aber wenn die Schweiz eben so agiert, wird sie sie auch zu spüren bekommen.
Ich schlage vor jegliche Geld- oder Wertüberweisung in die Schweiz provisorisch mit dem landestypischen Höchstsatz zu versteuren (Deutschland 40%), d.h. die beteiligte überweisende Bank (zB in Deutschland) muss diese Summe an die staatlichen Finanzämter der betroffenen Staaten überweisen, der jeweilige Bankkunde muss dann beweisen wie viel weniger er eigentlich hätte abziehen müssen.
Das sit zwar umständlich. Die Unkooperativität der Schweiz lässt aber keine andere Wahl. Und so wäre es eben ganz sicher für uns. Ohne Vertrauen kein reibungsloser Kontakt.
Schnell werden sich 99% der Bankkunden ein anderes Land aussuchen, in das sie ihr Geld anlegen wollen.
Dass in der Schweiz eine Billion Franken an Schwarzgeld versteckt sei, ist ein hanebüchener Unsinn. Solche Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage und zeugen lediglich von der völligen Ahnungslosigkeit des Verfassers. Tatsache ist: von den rund 2000 bis 2500 Milliarden ausländischen Vermögenswerten auf Schweizer Banken (inzwischen dürften es sowieso massiv weniger sein) stammen etwa 60 Prozent von institutionellen Anlegern, also Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Notenbanken usw. Deren Kapitalbestände und Gewinne liegen in den Bilanzen offen und lassen sich leicht überprüfen. Auch die rund 500 Milliarden Franken ausländische Treuhandvermögen stammen kaum von Privatanlegern, die den Schutz des Bankgeheimnisses suchen. Somit stammt maximal ein Fünftel der Gelder aus der Verwaltung ausländischer Privatvermögen. Kurzum – wenn es auch nur den leisesten Hinweis für die Billion Schwarzgeld geben würde, jeder Finanzminister würde das mit Genuss ausschlachten. Aber solche Absurditäten wären selbst einem Herrn Steinbrück, der sich bekanntlich nicht sehr zurückhält, zu durchgeknallt.
Überdies dürfte der Herr Lopez, der diese und noch einige weitere Behauptungen mit ähnlichem Wahrheitsgehalt aufstellt, kaum Steuerzahler in der Schweiz sein. Oder er ist Ausländer und der Quellensteuer unterstellt, was seine Unkenntnis in Sachen schweizerischem Steuersystem wenigstens halbwegs erklären würde. Nebenbei: schon fast niedlich ist seine Bemerkung, man dürfe davon ausgehen, dass die Steuerbehörden die zu bezahlenden Steuern für jeden Bürger korrekt berechnen. Da sind aber – wenn ich mir die Kommentare in verschiedenen Foren deutscher Online-Zeitungen vor Augen führe – ein paar wenige, aber wirklich nur eine kleine Handvoll deutscher Steuerzahler ein bisschen anderer Meinung...
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