USA Knauserige Amerikaner
Die Krise verändert die Einstellung der US-Bürger zum Geld: Sie wollen künftig mehr sparen
Amerikas Verbraucher sparen – und wollen auch dann noch weiter sparen, wenn diese Krise vorbei ist. In einer repräsentativen Umfrage unter US-Bürgern gab die Mehrheit an, langfristig den eigenen Konsum einschränken zu wollen. Besonders den für Restaurantbesuche, Kleidung, Autos, für den Kauf und den Umbau von Immobilien sowie für Reisen. Die Befragten kündigten an, stattdessen nach dem Ende der Rezession deutlich mehr in ihre private Altersvorsorge zu investieren.
Demnächst stehen in den USA Steuerrückzahlungen an, aber 82 Prozent der Interviewten wollen auch diese nicht nutzen, um damit ihren Konsum zu finanzieren, sondern um Schulden zu tilgen. Aus solchen Befragungsergebnissen folgert die international tätige Beratungsgesellschaft AlixPartners, »dass sich die Einstellung der Amerikaner zu Risiko, Schulden, Sparen und Konsum dramatisch verändert hat«.
Vielleicht werden die Verbraucher ihre Ausgaben langfristig nicht so stark senken, wie sie es jetzt unter dem Eindruck der aktuellen Krise ankündigen. Dennoch finden AlixPartners den Wandel enorm. Für deutsche Unternehmen, die vom Export in die Vereinigten Staaten leben, seien die Ergebnisse »alarmierend«. Sie müssten sich auf dauerhaft weniger Nachfrage einstellen.(RUD)
- Datum 05.05.2009 - 09:48 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 08.04.2009 Nr. 16
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