Versicherungen Die nächste Gefahr
In den Vereinigten Staaten wanken weitere Versicherungsunternehmen. Geht die Finanzkrise in eine neue Runde?
Es klang nach einer garstigen, aber zuversichtlichen Prognose. »Blutende Wunden« klafften noch im Weltfinanzsystem, sagte Amerikas Präsident während des G20-Gipfels in London, doch der Patient sei auf dem Weg der Besserung. So wie Barack Obama sahen es etliche Politiker. Doch womöglich sind sie damit viel zu optimistisch. Vielleicht droht dem Weltfinanzmarkt ein neues Blutbad.
Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit, ist eine weitere wichtige Säule der Kapitalmärkte ins Wanken geraten: die Versicherer. Zugespitzt hat sich ihre Lage vor allem in den USA. Seit dem Herbst 2008 sorgt dort der Riesenkonzern AIG für Schlagzeilen. Er musste vom Staat gestützt werden, und für die letzten drei Monate des Jahres 2008 wies das Unternehmen einen Rekordverlust von 60 Milliarden Dollar aus. Finanzexperten beruhigten; das Unternehmen habe sich nur mit Derivaten verspekuliert. Doch AIG musste auch herbe Rückschläge im Versicherungsgeschäft hinnehmen – wie andere Unternehmen der Branche.
Einige kleinere Versicherungsfirmen sind von staatlichen Regulierern bereits aufgefangen worden, Größen der Branche sind unter enormen Druck geraten. So erschreckte Prudential, die Nummer zwei der Lebensversicherer, die Wall Street Ende 2008 mit einem Verlust von 1,64 Milliarden Dollar. Hartford, an dem der Allianz-Konzern im vergangenen Oktober für 2,5 Milliarden Dollar eine Minderheitsbeteiligung erwarb, meldete ein Minus von 806 Millionen Dollar – nach 2,6 Milliarden Dollar Verlust im Quartal davor.
Vergangene Woche senkten die Analysten der Rating-Agentur Moody’s die Kreditbewertung von Hartford, Anleihen dieser Firma werden jetzt nur noch eine Stufe besser als »Müll« eingeschätzt. An der Börse fliehen die Anleger aus Versicherungspapieren: Die Prudential-Aktie ist binnen Jahresfrist von 78 Dollar auf 24 Dollar gefallen, das Papier von Hartford verlor im gleichen Zeitraum fast 90 Prozent seines Wertes. Das Wall Street Journal berichtete von »Angst« in der Branche .
Sollte die Angst in Panik umschlagen, träfe dies das Finanzsystem erneut ins Mark. Nach den Banken spielen Assekuranzunternehmen nämlich eine entscheidende Rolle in der Volkswirtschaft: Sie sammeln Prämien von ihren Kunden ein – und legen sie dann am Finanzmarkt an. In den USA etwa ist es üblich, dass Versicherer Kommunalobligationen erwerben. Damit zählen sie zu den wichtigsten Geldgebern von Städten und Gemeinden. Sie gehören auch zu den größten Finanziers von Unternehmen. Rund zwei Drittel ihrer Portfolios haben die Versicherungskonzerne in Anleihen angelegt. Ende 2007 war damit eine Riesensumme von 1,7 Billionen Dollar zusammengekommen.
Was wäre die Folge, wenn nach den geschwächten Banken auch die Versicherer als Geldgeber ausfielen? Und welche Konsequenzen hätte ein Kollaps der Assekuranzunternehmen für das ohnehin schon angeschlagene Vertrauen in das Weltfinanz- und Weltwirtschaftssystem?
Die Schockwellen könnten auch Europa oder Asien erreichen
Prognosen dafür gibt es keine. Vorstellbar aber ist, dass eine Flut schlechter Nachrichten aus der Versicherungsbranche ähnliche Folgen hat, wie es bei den Banken der Fall war. Unter einer »Versichererpanik« würde nicht nur das Neugeschäft leiden. Kunden könnten ihre Verträge kündigen und bei manchen Produkten – etwa Lebensversicherungen – ihre bereits bezahlten Prämien abziehen. Sie könnten dann den ein oder anderen Versicherer in die Zahlungsunfähigkeit treiben, selbst dann, wenn er vor der Panik noch überlebensfähig war.
Es gibt in der amerikanischen Versicherungsbranche kein Auffangnetz wie den Einlagensicherungsfonds der Banken, der bei Bedarf auf eine Garantie des Finanzministeriums zurückgreifen kann. Wird ein Versicherer insolvent, dann springt zunächst die Standesorganisation in dem Bundesstaat ein, in dem er beheimatet ist. Das Geld dafür sammelt diese von den Konkurrenten ein, was wiederum die noch stabilen Unternehmen belastet. »Wenn eine Reihe von Unternehmen kippt, dann wird das sicher auch den Rest der Branche treffen, weil diese die Garantiezahlungen aufbringen müsste«, sagte Thomas Hampton, der Leiter der Versicherungsaufsicht in Washington DC, kürzlich in einem Interview mit der Washington Post . »Was wir uns nicht leisten können, ist ein Dominoeffekt.«
Es geht um Riesensummen. Allein bei den amerikanischen Lebensversicherern standen laut den jüngsten Zahlen ihres Verbandes Ende 2007 Policen für rund 19,5 Billionen Dollar in den Büchern – das ist knapp das Eineinhalbfache des Bruttoinlandsprodukts der USA. Versicherungsmakler berichten bereits von Anfragen besorgter Kunden, die wissen wollen, wie vertrauenswürdig ihr Versicherer noch ist. Würde sich die Krise verschärfen, bliebe dies – wie schon bei der Bankenkrise – am Ende kein rein amerikanisches Problem. »Sollte es eine der Branchengrößen der USA erwischen, würden die Schockwellen auch Europa und Asien erreichen«, warnt Douglas Elliott, Finanzmarktexperte beim Washingtoner Forschungsinstitut Brookings.
Die Probleme der Versicherer haben ähnliche Ursachen wie die der Banken. Wegen der jahrelangen Niedrigzinspolitik der US-Notenbank warfen ihre traditionellen Investitionen kaum noch Geld ab. Also setzten sie auf neuartige Produkte. Manche Assekuranz griff zu den lukrativen – und nur vermeintlich hochsoliden – Hypothekenpapieren, die die Wall Street unters Volk brachte. Solche Investments haben bei den größten amerikanischen Versicherern seit Anfang 2007 bereits 139 Milliarden Dollar an Abschreibungen und unrealisierten Verlusten verursacht, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Verhängnisvoll könnte auch die Tatsache sein, dass die Versicherungen sehr viel Geld an amerikanische Unternehmen verliehen haben. Immer mehr US-Konzernen bricht das Geschäft weg, immer weniger bedienen ihre Schulden. Die Zahl der Konkurse amerikanischer Firmen ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 78 Prozent gestiegen. Auch Unternehmen, die nicht in die Pleite rutschen, haben zunehmend Schwierigkeiten, fällige Zahlungen zu leisten. Rating-Agenturen warnen bereits vor einer Flut von Zahlungsausfällen. Die könnten amerikanische Lebensversicherer am Ende mehr kosten als die Fehlspekulationen mit Hypothekenpapieren, warnte bereits im Februar Eric Berg, ein Analyst bei Barclays Capital.
Die Versicherungsbranche selbst freilich will von einer tiefen Krise nichts wissen – und hat für diese Auffassung gute Argumente. MetLife etwa, mit einer Bilanzsumme von einer halben Billion Dollar einer der größten Lebensversicherer der USA, sieht sich nicht gefährdet, obwohl das Unternehmen schon im Dezember 2008 einen Einbruch von über 21 Milliarden Dollar bei seinen Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren melden musste. Dieser Wertverlust sei rein rechnerisch, erklärte der MetLife-Vorstand: Die Wertpapiere im Portfolio des Versicherers sind zwar am Finanzmarkt weniger wert als die entsprechenden Einträge in den Büchern von MetLife, aber weil das Unternehmen weiter davon ausgeht, dass die Schuldner am Ende zahlen, muss das Unternehmen die Buchverluste nicht vom Ergebnis abziehen.
Das Risiko steigt, wenn sich die Talfahrt an den Börsen fortsetzt
Dieses Verfahren bietet den Versicherern gegenüber den Banken einige Vorteile. Kreditinstitute müssen immer davon ausgehen, dass ihre Einlagen kurzfristig abgezogen werden – Versicherer in der Regel aber nicht: »Die Zahlungsverpflichtungen bei den Policen sind naturgemäß langfristig«, sagt der Brookings-Experte Elliott. »Das gibt den Versicherern einen längeren Atem in turbulenten Zeiten«, meint auch Bob Hartwig vom Brancheninformationsdienst Insurance Information Institute.
Doch selbst wenn alles nur Rechenschieberei sein sollte: Konkrete Auswirkungen hat es doch. Die Rating-Agenturen, wegen ihrer zweifelhaften Rolle bei der Bewertung von Hypothekenpapieren schwer in der Kritik, wollen sich nicht dem Vorwurf aussetzen, neue Gefahren verschlafen zu haben. Sie haben ein scharfes Auge auf die Branche. Kreditanalysten von Standard & Poor’s etwa entwarfen einen »Stresstest« für Versicherer. Das Resultat: Ende Februar stuften sie zehn große US-Lebensversicherer, darunter MetLife, Prudential und Hartford, als weniger kreditwürdig herab. Hartford hat dieser Herabstufung scharf widersprochen.
Richtig nervös macht Brancheninsider und Regulierer das Risiko für die Versicherer, falls sich die Talfahrt an den amerikanischen und weltweiten Aktienmärkten weiter fortsetzt. Amerikanische Lebensversicherer haben jahrelang ein Versicherungsprodukt verkauft, das sich erst zum Bestseller in Amerika entwickelte und später auch nach Japan, Korea und Großbritannien exportiert wurde: sogenannte variable annuities. Diese Policen bieten dem Kunden im Kern eine Renditegarantie. Der Verkauf des Produkts war ein gutes Geschäft, solange eine Hausse an den Börsen herrschte – doch jetzt fallen die Kurse, und das kann teuer werden. Schließlich ist der Versicherer verpflichtet, die vereinbarte Summe auszuzahlen. »Niemand hat mit solchen Turbulenzen an den Märkten gerechnet – das haben die Versicherungsvorstände teilweise eingestanden«, sagt Jukka Lipponen, Analyst bei der Investmentbank Keefe, Bruyette & Woods.
Zudem zehrt die teurere Absicherung der Policen das Kapital auf. Wie schwierig deshalb die Lage der Versicherer ist, zeigt ihr Wunsch nach laxeren Regeln, mit denen sie sich Luft verschaffen wollen. Schon Ende des vergangenen Jahres wandte sich die Branche mit der Forderung an die für Versicherungen zuständige Regulierungsbehörde NAIC, die vorgeschriebenen Kapitalreserven für
variable annuities
zu verringern. Das NAIC lehnte ab. Erfolgreicher waren die Unternehmen in den einzelnen US-Bundesstaaten, die in solchen Fragen das letzte Wort haben. »Fast alle Staaten haben die Lockerung inzwischen eingeführt«, berichtet Joseph Belth, ein früherer Professor an der Indiana University, der die Branche seit Langem kritisiert. »Ausgerechnet jetzt, wo es brennt, werden die Regeln aufgeweicht.«
Mit einem Federstrich erscheinen die Bilanzen der Versicherungsunternehmen also neuerdings solider. Freilich nur auf dem Papier.
Auch um Staatsgeld haben sich Versicherer bereits beworben. Ein gutes Dutzend Assekuranzen wurde bereits in Washington vorstellig, um Geld aus dem staatlichen Rettungsfonds zu erhalten. Dessen Geld sollen allerdings allein die Banken bekommen. Doch die Not macht erfinderisch: Einige Versicherungen haben inzwischen eine kleine Bank oder Sparkasse übernommen.
- Datum 31.08.2009 - 16:18 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle DIE ZEIT, 08.04.2009 Nr. 16
- Kommentare 9
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Nun, die AIG ist da wohl fein raus. Ungeachtet der weiteren Verluste die dieser Versicherungskonzern noch zu Tage bringen wird, muß man sich doch keine Existenzängste machen, so lange der amerikanische Steuerzahler mit immerhin 80% zwangsbeteiligt an dem Unternehmen ist. Dieses Privileg genießen nicht viele Versicherer in den Staaten. Es tut mir nur leid für die amerikanischen Landsleute, die bekanntlich nicht viel auf der hohen Kante haben. Die Sparquote in den USA war auf gleichem Niveau der Deutschen in den 60´ern zuletzt. Heute lebt jeder 10. Amerikaner von der Ausgabe von Essensmarken. Wenn das kein System hat? Und ich bin der Meinung, die Amerikaner sind uns ca. 10-15 Jahre voraus. Schön das wir heute schon wissen, was uns erwartet
http://www.attac.at/4ford...
die Kreditkarten-Unternehmen, welche unter den steigenden Zahlungsausfaellen leiden und, natuerlich, die gewerblichen Immobilien. Diese sind naemlich auch durch ziemlich hohe "Leverages" finanziert worden.
Da nun scharenweise Unternehmen eingehen oder drastisch schrumpfen stellt sich wohl die berechtigte Frage, wer denn die Mieten zahlen soll, die fuer die Zins- und Hypothekenzahlungen noetig waren.
Zweifelt jemand noch wirklich daran, dass wir es hier mit einer Kernschmelze unseres Finanzsystems zu tun haben? Falls ja, dann verweise ich (un)gerne auf die kommenden Monate.
Wer jetzt noch behauptet, dass die Wirtschaft sich bis Anfang 2010 wieder erholen koennte luegt oder hat sich mit der Situation nicht ausreichend auseinandergesetzt. Damit meine ich ausdruecklich auch sogenannte Wirtschaftsweise und andere Experten.
Unser politisches Hauptproblem liegt darin, daß die Verantwortlichen in den letzten Jahren verlernt haben, selbst zu denken. Es ist eben in, "Denken zu lassen", beispielsweise von lobbygesteuerten Unternehmensberatungen. Und so kommt es, daß einem Herrn Steinbrück alles aufgeschrieben werden muß (OT Glos).
Zur Zeit wird schüttet man Benzin = Geld ins Feuer = Krise, um den Brand zu löschen. Je mehr Benzin man reinschüttet, um so größer wird das Feuer.
Um das machen zu können, erhöht man die Verbrauchssteuern (Herrn Eichel und Herrn Steinbrück sind die Auswirkungen der Krise seit ca. 2002 bekannt, damals schon wurde von Seiten der Deutschen Bank über eine Bad-Bank diskutiert - leider sind Wähler sehr vergeßlich!) und senkt die Gewinnsteuern.
Wenn wir vernünfitge Politiker hätten, müßte diese antizyklisch handeln. Die Verbrauchssteuern (Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Energiesteuer, Versicherungssteuer, etc.) müßten runter und die Gewinnsteuern (Einkommensteuer, Kapitalertragssteuer, Körperschaftssteuer, etc.) in der Spitze hoch. Dann braucht man nämlich kein Konjunkturprogramm oder eine Abwrackprämie, um die Wirtschaft in Gang zu halten.
Ich habe das in in einem Artikel einmal näher ausgeführt:
http://kommentare.zeit.de...
Und eins haben wir schon jetzt gelernt: Es ist nicht so, daß die unteren Schichten davon mit profitieren, wenn es den oberen Einkommensschichten gut oder sehr gut geht. Diese Theorie sollten wir wirklich ad akta legen. Wir müssen begreifen, daß die Finanzwirtschaft keine wirklichen Gewinne schafft sondern nur Pseudogewinne! Gewinne ohne realwirtschaftlichen Hintergrund sind nichts weiter als Spielgewinne, wo einige gewinnen und viele verlieren. Wie heißt es so schön in Las Vegas, die Bank gewinnt immer!
Ich glaube aber, daß die Politik, vor allem die deutsche, uns immer weiter in die Krise reinreiten wird, bis wir nicht mehr ohne einen spektakulären und sehr teuren Befreiungsschlag rauskommen. Die deutsche Finanzpolitik wird bestimmt von der Finanzwirtschaft, nicht von der volkswirtschaftlichen Vernunft. Solange die deutschen Gesetze von amerikanisch-deutschen Anwaltsfirmen geschrieben werden, Mitarbeiter der Finanzwirtschaft als Quasibeamte im Finanzministerium sitzen und sich unser Finanzminister darin erschöpft, auf "Steuerhinterzieher" herumzuprügeln, solange bleibt der Wahnsinn in der deutschen Politik Methode.
Nur die amerikanischen Versicherungen? Bei den Deutschen gärt es ähnlich. Die Mannheimer Versicherung AG ging damals Pleite weil die Aktien fielen- aber damals waren Anleihen und Zertifikate nicht betroffen- Anlageformen die bei Deutschen Versicherern eine weitaus größere Rolle spielen als Aktien. Die Allianz mußte nur für letztes Jahr 2,4 Milliarden abschreiben.
Die Anforderungen des Stresstestes, das worüber damals die Mannheimer gestolpert ist, wurde um 50 % nach unten korrigiert, da Heute bereits 16 Unternehmen diesen nicht bestehen würden und von der Protektor aufgefangen werden müßten.
Allen, die noch eine Lebens- oder Rentenversicherungspolice in der irrigen Hoffnung besparen, diese könnte doch tatsächlich was zur Vermögensbildung beitragen, empfehle ich das kleingedruckte zu lesen- z.B. VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz) §89 Zahlungsverbot; Herabsetzung von Leistungen.
Vermutlich werden dieses Jahr wieder wunderbare Briefe die Policenbesitzer erreichen, in denen eine Minderung der Ablaufsumme bekanntgegeben wird.
Aber das sind diese ja bereits gewöhnt und werden diesen vorgelochten Nachtrag abheften wie all die anderen Schreiben, die nie gelesen und verglichen wurden nach dem Motto "Augen zu- und Durch": Sonst könnte man ja erfahren, daß weniger rauskommt, als eingezahlt wird.
Nein, die Finanzmarktkrise ist noch nicht vorbei- da schlummern noch einige Sprengfallen in den Büchern diverser Unternehmen.
Zetti
Die häppchenweise vorgetragenen Eingeständnisse der an der Krise unmittelbar Beteiligten erinnern an das Pingpongspiel von Medien und gedopten Sportlern - es wird gerade mal das zugegeben, was bereits offen zutage liegt. Der Verdacht, dass ALLES irgendwie angefault ist, greift um sich. Die deutsche Bevölkerung kümmert sich in ihrer Mehrheit derweil um die einzige verbliebene Handlungsoption des "kleinen Mannes": den Kauf eines neuen Autos.
die umlagefinanzierten Renten sind sicher, wenngleich niedrig. Wer aber aus der Solidargemeinschaft raus konnte und sein Geld in Lebensversicherungen angelegt hat, der möge uns verschonen mit seinem Elend. Mitleid haben die nicht zu erwarten.
Ich hör noch immer diesen blanken Hohn über die Rückständigkeit der Umlagenfinanzierung - zu früh getrommelt, wie auch sonst überall. Wir sollten Finanzwirtschaftsprognosen fürderhin von Schimpansen oder Tarotkartenlegerinnen bestreiten lassen. Dann haben wir wenigstens den Zufall auf unserer Seite.
_________________________________________________
In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
______
Seit des Ausbruches dieser neoliberalen Sucht, habe ich fast keine Freunde mehr.
Schwarzseher...von Gestern.... keine Ahnung.... nicht modern, nicht innovativ. So heißt es, wenn man von Generationenvertrag spricht.
Da geben in Amerika Menschen ihr Geld an andere Menschen (Versicherungen) damit diese irgendwann dieses Geld mit Zinsundzinseszins zurückbezahlen. Die Vesicherungen kaufen sich in nicht geringem Umfang Staatspapiere dafür. Vom Staat erhalten sie dafür Zinsen. Irgendwann werden dann Gelder zurückfliessen.
Nur am Rande bemerkt: die Versicherungen leben nicht schlecht von diesem ihnen geliehenen Geld. Sie bauen schöne große Geschäftshäuser, zahlen Boni, machen wie verrückt Werbung und, und, und
Trotzdem soll dann für den zukünftigen Rentner mehr herauskommen, als wenn er sein Geld gleich dem Staat geben würde. Ich habe zwar nicht Mathematik studiert, aber kaufmännisch Rechnen liegt mir schon immer. Also, wer kann mir das erklären?
Auch ich bin froh, wenn die nächten 30 Jahre unser Rentensystem nicht abgschafft wird, sondern möglichst viele Arbeitnehmer Rentenbeiräge in die Rentenkasse bezahlen und meine Rente (wie bescheiden auch immer), gesichert ist.
Ich hielt noch nie was von Verallgemeinerungen. Aber mittlerweile denke ich wirklich auch, die heutige, moderne, innovative Politikerklasse und die Versicherungen leben heute!!! nicht schlecht auf unsere Kosten.
Ich gebe Ihnen zu 100 Prozent recht.
Und genau deshalb war ich sehr überrascht, daß die FDP zulegen konnte.
Dies zeigt mir, daß wir weit von einem aufgeklärten, mündigen Bürger entfernt sind.
Nur weil die SPD durch ihre Hartz-Vergangenheit und die CDU mit ihrer Grundeinstellung pro Unternhemertum für viele nicht mehr wählbar ist, wählen diese enttäuschten Wähler dann FDP und wissen nicht, daß sie sich damit ihr eigenes Grab schaufeln.
Aber vielleicht muß dieser neoliberale Weg zu Ende gegangen werden, damit aus den Trümmern ewas neues, besseres entstehen kann. Die Geschichte zeigt, daß es nur so geht.
Seit des Ausbruches dieser neoliberalen Sucht, habe ich fast keine Freunde mehr.
Schwarzseher...von Gestern.... keine Ahnung.... nicht modern, nicht innovativ. So heißt es, wenn man von Generationenvertrag spricht.
Da geben in Amerika Menschen ihr Geld an andere Menschen (Versicherungen) damit diese irgendwann dieses Geld mit Zinsundzinseszins zurückbezahlen. Die Vesicherungen kaufen sich in nicht geringem Umfang Staatspapiere dafür. Vom Staat erhalten sie dafür Zinsen. Irgendwann werden dann Gelder zurückfliessen.
Nur am Rande bemerkt: die Versicherungen leben nicht schlecht von diesem ihnen geliehenen Geld. Sie bauen schöne große Geschäftshäuser, zahlen Boni, machen wie verrückt Werbung und, und, und
Trotzdem soll dann für den zukünftigen Rentner mehr herauskommen, als wenn er sein Geld gleich dem Staat geben würde. Ich habe zwar nicht Mathematik studiert, aber kaufmännisch Rechnen liegt mir schon immer. Also, wer kann mir das erklären?
Auch ich bin froh, wenn die nächten 30 Jahre unser Rentensystem nicht abgschafft wird, sondern möglichst viele Arbeitnehmer Rentenbeiräge in die Rentenkasse bezahlen und meine Rente (wie bescheiden auch immer), gesichert ist.
Ich hielt noch nie was von Verallgemeinerungen. Aber mittlerweile denke ich wirklich auch, die heutige, moderne, innovative Politikerklasse und die Versicherungen leben heute!!! nicht schlecht auf unsere Kosten.
Ich gebe Ihnen zu 100 Prozent recht.
Und genau deshalb war ich sehr überrascht, daß die FDP zulegen konnte.
Dies zeigt mir, daß wir weit von einem aufgeklärten, mündigen Bürger entfernt sind.
Nur weil die SPD durch ihre Hartz-Vergangenheit und die CDU mit ihrer Grundeinstellung pro Unternhemertum für viele nicht mehr wählbar ist, wählen diese enttäuschten Wähler dann FDP und wissen nicht, daß sie sich damit ihr eigenes Grab schaufeln.
Aber vielleicht muß dieser neoliberale Weg zu Ende gegangen werden, damit aus den Trümmern ewas neues, besseres entstehen kann. Die Geschichte zeigt, daß es nur so geht.
Seit des Ausbruches dieser neoliberalen Sucht, habe ich fast keine Freunde mehr.
Schwarzseher...von Gestern.... keine Ahnung.... nicht modern, nicht innovativ. So heißt es, wenn man von Generationenvertrag spricht.
Da geben in Amerika Menschen ihr Geld an andere Menschen (Versicherungen) damit diese irgendwann dieses Geld mit Zinsundzinseszins zurückbezahlen. Die Vesicherungen kaufen sich in nicht geringem Umfang Staatspapiere dafür. Vom Staat erhalten sie dafür Zinsen. Irgendwann werden dann Gelder zurückfliessen.
Nur am Rande bemerkt: die Versicherungen leben nicht schlecht von diesem ihnen geliehenen Geld. Sie bauen schöne große Geschäftshäuser, zahlen Boni, machen wie verrückt Werbung und, und, und
Trotzdem soll dann für den zukünftigen Rentner mehr herauskommen, als wenn er sein Geld gleich dem Staat geben würde. Ich habe zwar nicht Mathematik studiert, aber kaufmännisch Rechnen liegt mir schon immer. Also, wer kann mir das erklären?
Auch ich bin froh, wenn die nächten 30 Jahre unser Rentensystem nicht abgschafft wird, sondern möglichst viele Arbeitnehmer Rentenbeiräge in die Rentenkasse bezahlen und meine Rente (wie bescheiden auch immer), gesichert ist.
Ich hielt noch nie was von Verallgemeinerungen. Aber mittlerweile denke ich wirklich auch, die heutige, moderne, innovative Politikerklasse und die Versicherungen leben heute!!! nicht schlecht auf unsere Kosten.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren