Welcher deutsche Musiker wäre erfolgreicher als er? 207 Goldene Schallplatten und 17 aus Platin für 80 Millionen verkaufter Alben in 150 Ländern; allein 85 Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall. Am 17. April feiert er Geburtstag, danach geht’s »Mit 80 Jahren um die Welt«. Kurz vor der Tour sprachen wir mit dem in Amerika lebenden Bandleader Hans Last, der aus Bremen stammt und als James Last bekannt wurde.

DIE ZEIT: Zu Ihrem Namen kamen Sie ganz unvermittelt.

James Last: Da hat keiner gefragt. Die Plattenfirma hat den Namen geändert, weil das ja internationale Tanzmusik ist.

ZEIT: Vor 59 Jahren wurden Sie, noch als Hans, zum Jazzbassisten des Jahres gewählt. Eine Zeitspanne, die kaum ein Musiker überbrückt.

Last: Immer fleißig gewesen, immer dabeigeblieben. Immer auf die Musik von jungen Leuten geachtet. Das macht das Leben reich.

ZEIT: Und nun geht’s wieder los?

Last: Nu geiht dat wedder los. Wie der Hamburger secht. Seid ihr Hamburger?

ZEIT: Bitte?

Last: Seid ihr Hamburger?

ZEIT:St. Pauli.

Last: Da war das früher zu unruhig.

ZEIT: Damals sollen die Hamburger mit Picknickkörben gekommen sein, wenn Sie im CCH aufgetreten sind.

Last: Nicht im CCH! Das war in der Ernst-Merck-Halle, wo die Kostümfeste waren. Die ersten Leute kamen ja schon um sechs, halb sieben. Da wurden Karussells aufgebaut, Bierstände, da haben die gerastet.

ZEIT: Später sind sie dann ausgerastet?

Last: Die ganze Nacht, bis um vier.

ZEIT: Das war mehr Party als Konzert?