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Kaum jemand, der berufsbedingt – warum auch sonst? – nach Gütersloh zieht, ahnt, dass es dort üblich ist, die Stadt "Gütsel" zu nennen. In diesem Fall ist das Wissen schnell aufgeholt, die Vokabel wird rasch beherrscht. In anderen Fällen bleibt die Aussprache des lokal üblichen Stadtnamens für Zugezogene zeitlebens schwierig. Aschaffenburg ist so ein Fall. "Aschebersch" kann nur eine Annäherung des tatsächlich gebräuchlichen Genuschels sein. Auch das i in "Saarbrigge" ist kein klares i, es vermischt sich mit dem e.

Im Süden sind die Dialektnamen weitaus häufiger. Hier sprechen mehr Menschen Dialekt. Die alten plattdeutschen Namen der norddeutschen Städte, die kaum mehr verwendet werden, sind hier nicht aufgeführt. Aus Tübingen berichten Schwäbischkundige, dass sich schon ein paar Kilometer von der Stadt entfernt, auf den Dörfern, die Aussprache verändert. Diese Karte ruft also Stammtische und andere Mundartforschungsstätten ausdrücklich dazu auf, weiter zu streiten und zu fachsimpeln.

Redaktion: Matthias Stolz; Recherche: Nina Pauer und Christian Heinrich