Während ein Ende der Weltwirtschaftskrise noch gar nicht absehbar ist, braut sich das nächste Unheil zusammen: Hunger. Kurz vor dem Treffen der G-8-Landwirtschaftsminister im italienischen Treviso am Ende dieser Woche warnt das von der Berliner Humboldt-Universität initiierte Forum für Nahrung und Landwirtschaft vor Knappheit, weltweit steigenden Preisen und Hungeraufständen. In dem Aufruf unter dem Titel »Food First« heißt es, die Nachfrage nach Nahrung werde allein wegen der wachsenden Weltbevölkerung weiter steigen, während das Angebot nur mithalten könne, wenn »sofort und dauerhaft« die Voraussetzungen dafür geschaffen würden.

Als größter Kostentreiber für die Landwirtschaft würden sich nach Einschätzung des Berliner Agrarökonomen Harald von Witzke die Energiepreise erweisen. Um den drohenden Nahrungsengpass zu verhindern, seien massive Investitionen in die landwirtschaftliche Forschung und Infrastruktur nötig, so das Humboldt-Forum. Zu seinen Mitgliedern zählen neben Wissenschaftlern Unternehmen wie BASF, Nestlé und die KWS Saat AG. (VO)