Familie Rosenkranz (4) Die Bibel als Ausweg

Manuel Rosenkranz, der arbeitslose Werkzeugmacher, steigt auf die Kanzel. Er wirbt für Gottvertrauen in schwierigen Lebenslagen – und findet die eigenen Sorgen »kleingläubig«

Wrist

Manuel Rosenkranz predigt. Es ist Ostersonntag, später Vormittag, auf dem Petersplatz in Rom nähert sich der Papst dem »urbi et orbi«, Deutschland sucht Ostereier, und Manuel Rosenkranz, der arbeitslose Werkzeugmacher, klappt im Gebetsraum der Brüdergemeinde in Wrist den Deckel seines Notebooks auf und wirft das erste Bild einer PowerPoint-Präsentation an die Leinwand hinter dem Predigerpult. Es zeigt zwei Osterglocken.

Wozu ein Rückblick auf Ostern? Was hat das christliche Fest der Auferstehung mit der Wirtschaftskrise zu tun? Die Antwort ist, dass diese Krise einen gottesfürchtigen Christen wie Manuel Rosenkranz auf andere Weise trifft als die glaubensferne Mehrheit, die ihre Religion allenfalls zu den Festtagen herausputzt und hernach zur gelegentlichen Verwendung wieder ablegt. Familie Rosenkranz, so typisch sie mit ihren zwei Kindern, ihren Haustieren, ihrem Eigenheim und ihrem Mittelklassewagen für Deutschland und seine Bewohner sein mag, gehört in dieser Hinsicht einer Minderheit an. Ihre kleine evangelikale Gemeinschaft, die Brüderbewegung, hat ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert und bildet heute einen winzigen Wirbel in einer weltweit wachsenden christlich-konservativen Geistesströmung. Auch in Deutschland wächst diese Bewegung, weshalb der Glaube der Familie Rosenkranz in gewissem Sinne eben doch typisch ist – vielleicht weniger für die Gegenwart als für die Zukunft.

Wahrscheinlich ist Manuel Rosenkranz in seinen Überzeugungen dem Papst viel ähnlicher als den meisten anderen Deutschen. Und doch ist kaum ein größerer Gegensatz denkbar als der zwischen dem pompös zelebrierten Apostolischen Segen Benedikts XVI. auf dem Petersplatz in Rom und der schlichten Laienpredigt des arbeitslosen Werkzeugmachers in der umgebauten Molkerei, die der Brüdergemeinde in Wrist als Missionshaus dient. Als wolle er betonen, dass allein Gottes Wort im Mittelpunkt stehe, spricht er von der Seite des Gebetsraumes aus, während die Besucher des Gottesdienstes auf Bilder mit biblischen Szenen und auf Zitate blicken, die er ausgewählt hat.

Es geht, natürlich, um die Wiederauferstehung. Aber es geht auch um Glaubenszweifel, um die Zweifel des Apostels Thomas, der die Wundmale Christi mit eigener Hand ertasten wollte, ehe er zu glauben bereit war, und um allerlei bekehrte Zweifler, deren Beispiele der Gemeinde nun als Vorbilder dienen sollen. Selig sind die, die keinen Beweis brauchen, »die nicht sehen und doch glauben«, wie Johannes es schrieb – darauf will der Prediger hinaus.

Manuel Rosenkranz selbst kennt keinen Zweifel. Als Beweis für die Richtigkeit des Christentums, sagt er, genüge ihm die Bibel. Meist hat er sie bei sich, ein Exemplar der besonders texttreuen Elberfelder Ausgabe, das ihn seit seinem fünfzehnten Lebensjahr begleitet, inzwischen versehen mit einem eigenen Register und zahllosen sorgfältig ausgeführten Unterstreichungen.

Er ist in die Brüderbewegung hineingeboren worden, genau wie seine Frau, deren Vater die Gemeinde in Wrist aufgebaut hat, durchaus in missionarischer Absicht. An diesem Ostersonntag, zum höchsten Fest der Christen, ist das Missionshaus nicht voller, sondern leerer als gewöhnlich, weil viele aus der Gemeinde über die Festtage verreist sind. An die 30 Besucher hat der Gottesdienst, alle Generationen sind vertreten. Arbeiter, Akademiker, »ganz normale Leute«, wie Manuel Rosenkranz sagt. Er selbst hat Zeit, die Predigt zu halten, weil er das jährliche Familientreffen im Westerwald aus Kostengründen gestrichen hat. Die Verwandten hätten den vier Wristern die Reise wohl bezahlt, aber Hilfe wollen sie erst annehmen, wenn es nicht mehr anders geht.

Manuel Rosenkranz ist einer von drei Männern, die hier regelmäßig den Gottesdienst leiten, gelegentlich predigt er auch in anderen Gemeinden; das Laienpredigertum gehört zu den Prinzipien der Brüderbewegung, denn heißt es nicht im Korintherbrief: »Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung«?

Die Bibel hat recht – es ist ein schlichter und in der Sparsamkeit seiner Annahmen fast schon eleganter Glaube, den Manuel Rosenkranz predigt, ohne salvatorische Klauseln und doppelte Buchführung für Glaubenswahrheiten und Wissenschaft. Auf der anderen Seite ist es ein zerbrechlicher Glaube, in dem die Lehren der Bibel nur ganz wahr oder ganz falsch sein können und der die Erkenntnisse der Biologie schon darum nicht akzeptieren kann, weil sie diesen Glauben in seiner Gesamtheit widerlegen würden.

Fällt es ihm leicht, auf ein naturwissenschaftliches Weltbild zu verzichten? Manuel Rosenkranz beschäftigt diese Frage nicht sonderlich. »Bei der Evolutionstheorie«, findet er, »muss ich viel mehr glauben als beim Christentum.«

Andererseits können aufgeklärte Christen und Naturwissenschaftler mit einem Widersacher wie diesem gut leben. Mit dem Biologieunterricht in der Schule hat Manuel Rosenkranz keine Schwierigkeiten, vielleicht gerade darum, weil er seiner Sache so sicher ist. Seine Kinder, findet er, sollten »den Gegner kennen«.

Ein Christ in der Krise – seit zwei Wochen ist Manuel Rosenkranz nun arbeitslos. Er schläft nicht immer gut, und die Sorgen, die ihn plagen, wenn er wach liegt, sind in vieler Hinsicht die Sorgen eines ganz normalen Arbeitslosen. Aber manches ist eben anders. Welcher Arbeitslose sagt schon von sich »Ich weiß, dass Gott eine Aufgabe für mich hat«? Wem fiele zur Finanzkrise die Offenbarung des Johannes ein: »Die Kaufleute der Erde weinen und trauern … weil niemand mehr ihre Ware kauft… Denn in einer Stunde ist der so große Reichtum verwüstet worden.«

Manuel Rosenkranz hört die Nachrichten, Kurzarbeit bei Blohm + Voss in Hamburg, Karman in Bielefeld ist pleite, und er weiß, was das für ihn selbst, den arbeitslosen Werkzeugmacher, bedeutet. Zugleich aber ruft er sich zur Ordnung. Sorgt nicht Gott für ihn? »Kleingläubig« seien seine Befürchtungen, findet er und versucht, sich ein Beispiel an seiner optimistischeren Frau Christina zu nehmen.

Hält er die Wirtschaftskrise wirklich für ein Strafgericht Gottes? Sicher ist er da nicht. Aber immerhin sei es doch auffällig, sagt er, dass die islamischen Banken, die gewisse ethische Mindeststandards bewahren würden, vergleichsweise gut durch die Krise gekommen seien. Und dass er selbst nun zu den Opfern der Krise zählt – nun, Gott habe den Christen nie versprochen, dass ihr Glaube sie vor Unglück bewahren werde.

Am Ende hat Manuel Rosenkranz’ Predigt noch eine Pointe, die auf die Wirtschaftskrise, seine eigene Lage und den Trost verweist, den er in seinem Glauben findet. Was nütze ihm sein Unglaube?, so lässt er eine gläubige Christin einen gelehrten Atheisten fragen, der darauf natürlich keine Antwort hat.

 
Leser-Kommentare
    • yato
    • 17.04.2009 um 14:11 Uhr

    ..höherwertiger als Glaube und wer alles glaubt der wird zum Schaf, also zum unselbstständigen Menschen der einen Führer braucht.

    Der Unglaube schützt weiterhin gegen sexuelle Verklemmtheit und Schuldkomplexe. Und manchmal schützt der Unglaube sogar vor Aids (Benedikt: "Kondome schützen nicht")

    Wer heute noch das gewalttätige Buch "die Bibel" als Lösung empfiehlt, der ist noch nicht in diesem Jahrtausend angekommen.

    Wieso konnte Jesus eigentlich nicht schreiben, wenn er angeblich von Gott geschickt wurde um auch uns noch etwas mitzuteilen?

    Die Bibel entstand in den Anfängen 4 - 7 Jahrzehnte nach dem Tod Jesus durch die 4 Evangelisten. Vorher gingen diese Geschichten von Ohr zu Ohr und jeder weiss was für Verfälschungen eine Information dadurch und dazu noch in dieser abergläubischen Zeit damals bedeutet.

    Erst ca 350 Jahre nach Jesus Tod stelle Kaiser Konstantin aus einer losen Schriftensammlung nach eigenem Gutdünken die Bibel zusammen.

    Das Ganze ist kaum mehr als eine Legende und das erklärt auch dass es der Kirche bis heute nicht gelungen ist Frieden auf Erden und Liebe herzustellen, wie jede Zeitung beweisst. Dafür ist es gelungen durch Religionskriege in den letzten 2000 Jahren für zigmillionen Tote zu sorgen...

    Unglaube hätte manches davon verhindert!

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    Wie er Christen seit 2000 Jahren vorgeworfen wird.

    'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen.
    Darum führt Kant in seiner 'Kritik der Praktischen Vernunft', welche die Ethik ist, auch gleich die zwei Axiome Gott und Unsterblichkeit ein! Ohne die, wie Kant mit unerbittlicher Logik nachweist, kein moralisches Gesetz!

    'Die Bibel' als ein gewalttätiges Buch zu bezeichnen hat schon was. Da läuft also eine Bibel umher und haut Menschen? Wer Gegenstände Personifiziert, wo ist der angekommen?

    Wiso glauben sie das Jesus nicht schreiben konnte? Konnte Sokrates auch nicht schreiben? Alexander der Große? Arminius?
    Die konnten alle sehr wahrscheinlich lesen und schreiben darum wahrscheinlich auch.

    Zitat: Die Bibel entstand in den Anfängen 4 - 7 Jahrzehnte nach dem Tod Jesus durch die 4 Evangelisten. Vorher gingen diese Geschichten von Ohr zu Ohr und jeder weiss was für Verfälschungen eine Information dadurch und dazu noch in dieser abergläubischen Zeit damals bedeutet.
    Halbwissen übelster Sorte wird hier von Ihnen dargeboten.
    1. 'Die Bibel' setzt sich aus den Büchern des Alten und Neuen Testamentes zusammen. Die Schriften des AT sind z.T. ca 1000 Jahre älter als Jesus Christus unser Herr. Das Mirijamlied und das Deboralied etwa sind vermutlich um 1200 v.Ch. verfasst worden.
    2. Bei leibe nicht alle Texte des NT sind von den 4 Evangelisten, denn das NT enthält neben diesen 4 Ev noch die Apotelgeschichte (vom Evangelisten Lukas verfasst), etliche Briefe, darunter die paulinischen Briefe, die z. T. 20-30 Jahre nach dem Tode Jesu verfasst wurden nicht 40-70 Jahre danach wie Sie behaupten, die johanneischen, die petrinischen, Jakobus, Judas und Hebräerbrief, sowie die Johannesapokalypse. Die Bibel ist, wie Sie sehen, weit mehr und älter, als nur die 4 Evangelien, die Sie immerhin noch kennen.

    Der nächste Knüller. Konstantin habe die Bibel willkürlich 'nach eigenem gutdünken' zusammengestellt. Ich weiß wirklich nicht wo sie den Blödsinn herhaben, denn nichts anderes ist das. Zunächst einmal wider die Unterscheidung von AT und NT. Die Kanonisierung beider vollzog sich unabhängig voneinander, denn das AT ist 'die Bibel' der Juden und diese schlossen ihre Kanonisierung zwischen 200 und 120 vor Christus ab, ganz ohne Konstantin. Das NT wurde in mehreren Phasen 'Kanonisiert'. Da 'Die Kirche' mehr ein loser Verbund einzelner Gemeinden war, gab es keine zentrale Autorität, die eine solche Kanonisierung hätte durchsetzten können. So blühte denn auch die schriftenvielfalt auf und heute nennt man sie 'Apokryphe' Texte entstanden. Liturgisch setzten sich diese Schriften aber nicht durch. D.H. niemand verwendete sie im Gottesdienst. Dies aber ist das entscheidende Kriterium, wie Schriften 'kanonisch' wurden. Gemeinde A fragte Gemeinde B welche Texte die so haben und benutzten. So ging das Reih um. Irgendwann dann war klar, das lesen wir, das nicht. Etliche solcher Briefe sind bis heute erhalten. Z.B. Der Athanasische Osterfestbrief.
    Als Konstantin dann ans ruder kahm, konnte er weder 'nach gutdüken' entscheiden, was er haben will, noch hatte er die Kompetentz das durchzusetzen. Bis zu ihm waren es die Christen gewohnt hin und wieder von den Kaisern verfolgt und umgebracht zu werden. Da brült man nicht Hurra, wenn der sagen würde: 'Ich entscheide jetzt, diese Texte sind heilig!' Das zu unterstellen ist lächerlich!
    Ich vermute mal Sie haben den Umstand, dass Konstantin ein paar Bibelhandschriften in Auftrag gegeben hat zu Ihrer 'These' umgebogen. Er hat aber nur ein paar Abschriften, zur Nutzung bestimmte Exemplare in Auftrag gegeben. Bücher kamen damals nämlcih noch nicht aus der Buchpresse. Die Gab man in Auftrag, dann setzten sich da Leute hin und die pinselten Wort für Wort ab. Diese Kulturleistung der Überlieferung und Tradierung antiker Texte hat im übrigen nicht zu letzt das Christentum mit seinen Klöstern vollbracht, sonst wüssten Sie nicht einmal, dass es Epikur je gegeben hat, wenn Sie es wissen.

    Wie jede Zeitung beweist. Das finde ich das beste. Heute in der Leipziger Volkszeitung ist zu lesen, dass wieder einmal Atheisten die Kirche von Holzhausen und das Pfarrhaus heimgesuch haben. Türen aufgebrochen, den Opferstock gestohlen, war so gut wie nix drin, und die Kirche wiedereinmal mit Parolen beschmiert Zitat:"Jeden Samstag Kinderschändung" "Religion ist Verdummung durch Gruppenzwang" Dazu umgedrehte Kreuze und Pentagramme.
    Sieht so eure Tollerenz aus?

    Hetze gegen Christen ist zu einem vollkommen unreflektierten Volkssport sogenannter Intellektueller geworden, die nicht bereit sind die Folgen ihres Handelns zu bedenken. Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen.
    Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab. Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes. Nach dem Motto: Was ich mir denke, dass ist richtig, egal was ich denke. Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht? Da kann er sagen, definiere schlecht, ist doch gut für mich, was ich hier will!
    Übrigens das Gegenteil von Glaube ist nicht Wissen, sondern Zweifel!

    Gruß

    "Der Unglaube ist für den klaren Kopf gut - denn Wissen ist...
    ..höherwertiger als Glaube und wer alles glaubt der wird zum Schaf, also zum unselbstständigen Menschen der einen Führer braucht..."

    Gerade das ist aber der Punkt:
    Manuel Rosenkranz glaubt eben nicht alles, er glaubt weder an "Bachblüten", noch an "heilende Steine" oder das Horoskop auch nicht an Theorien die ebensowenig falsifizierbar sind wie die Schöpfungsgeschichte (Evolution als alleinige Quelle des Lebens auf der Erde).

    Er glaubt, dass sich Gott dem Menschen in einem Buch - der Bibel - und besonders auch in einem Menschen - Jesus Christus - geoffenbart hat. Deshalb glaubt er lange noch nicht alles - im Gegenteil er glaubt sehr viel, was landläufig so geglaubt und für wahr gehalten wird, gerade deshalb nicht.

    Bleibt die Frage: Was ist Unglaube (und wer ist da ein Schaf)?

    Wie er Christen seit 2000 Jahren vorgeworfen wird.

    'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen.
    Darum führt Kant in seiner 'Kritik der Praktischen Vernunft', welche die Ethik ist, auch gleich die zwei Axiome Gott und Unsterblichkeit ein! Ohne die, wie Kant mit unerbittlicher Logik nachweist, kein moralisches Gesetz!

    'Die Bibel' als ein gewalttätiges Buch zu bezeichnen hat schon was. Da läuft also eine Bibel umher und haut Menschen? Wer Gegenstände Personifiziert, wo ist der angekommen?

    Wiso glauben sie das Jesus nicht schreiben konnte? Konnte Sokrates auch nicht schreiben? Alexander der Große? Arminius?
    Die konnten alle sehr wahrscheinlich lesen und schreiben darum wahrscheinlich auch.

    Zitat: Die Bibel entstand in den Anfängen 4 - 7 Jahrzehnte nach dem Tod Jesus durch die 4 Evangelisten. Vorher gingen diese Geschichten von Ohr zu Ohr und jeder weiss was für Verfälschungen eine Information dadurch und dazu noch in dieser abergläubischen Zeit damals bedeutet.
    Halbwissen übelster Sorte wird hier von Ihnen dargeboten.
    1. 'Die Bibel' setzt sich aus den Büchern des Alten und Neuen Testamentes zusammen. Die Schriften des AT sind z.T. ca 1000 Jahre älter als Jesus Christus unser Herr. Das Mirijamlied und das Deboralied etwa sind vermutlich um 1200 v.Ch. verfasst worden.
    2. Bei leibe nicht alle Texte des NT sind von den 4 Evangelisten, denn das NT enthält neben diesen 4 Ev noch die Apotelgeschichte (vom Evangelisten Lukas verfasst), etliche Briefe, darunter die paulinischen Briefe, die z. T. 20-30 Jahre nach dem Tode Jesu verfasst wurden nicht 40-70 Jahre danach wie Sie behaupten, die johanneischen, die petrinischen, Jakobus, Judas und Hebräerbrief, sowie die Johannesapokalypse. Die Bibel ist, wie Sie sehen, weit mehr und älter, als nur die 4 Evangelien, die Sie immerhin noch kennen.

    Der nächste Knüller. Konstantin habe die Bibel willkürlich 'nach eigenem gutdünken' zusammengestellt. Ich weiß wirklich nicht wo sie den Blödsinn herhaben, denn nichts anderes ist das. Zunächst einmal wider die Unterscheidung von AT und NT. Die Kanonisierung beider vollzog sich unabhängig voneinander, denn das AT ist 'die Bibel' der Juden und diese schlossen ihre Kanonisierung zwischen 200 und 120 vor Christus ab, ganz ohne Konstantin. Das NT wurde in mehreren Phasen 'Kanonisiert'. Da 'Die Kirche' mehr ein loser Verbund einzelner Gemeinden war, gab es keine zentrale Autorität, die eine solche Kanonisierung hätte durchsetzten können. So blühte denn auch die schriftenvielfalt auf und heute nennt man sie 'Apokryphe' Texte entstanden. Liturgisch setzten sich diese Schriften aber nicht durch. D.H. niemand verwendete sie im Gottesdienst. Dies aber ist das entscheidende Kriterium, wie Schriften 'kanonisch' wurden. Gemeinde A fragte Gemeinde B welche Texte die so haben und benutzten. So ging das Reih um. Irgendwann dann war klar, das lesen wir, das nicht. Etliche solcher Briefe sind bis heute erhalten. Z.B. Der Athanasische Osterfestbrief.
    Als Konstantin dann ans ruder kahm, konnte er weder 'nach gutdüken' entscheiden, was er haben will, noch hatte er die Kompetentz das durchzusetzen. Bis zu ihm waren es die Christen gewohnt hin und wieder von den Kaisern verfolgt und umgebracht zu werden. Da brült man nicht Hurra, wenn der sagen würde: 'Ich entscheide jetzt, diese Texte sind heilig!' Das zu unterstellen ist lächerlich!
    Ich vermute mal Sie haben den Umstand, dass Konstantin ein paar Bibelhandschriften in Auftrag gegeben hat zu Ihrer 'These' umgebogen. Er hat aber nur ein paar Abschriften, zur Nutzung bestimmte Exemplare in Auftrag gegeben. Bücher kamen damals nämlcih noch nicht aus der Buchpresse. Die Gab man in Auftrag, dann setzten sich da Leute hin und die pinselten Wort für Wort ab. Diese Kulturleistung der Überlieferung und Tradierung antiker Texte hat im übrigen nicht zu letzt das Christentum mit seinen Klöstern vollbracht, sonst wüssten Sie nicht einmal, dass es Epikur je gegeben hat, wenn Sie es wissen.

    Wie jede Zeitung beweist. Das finde ich das beste. Heute in der Leipziger Volkszeitung ist zu lesen, dass wieder einmal Atheisten die Kirche von Holzhausen und das Pfarrhaus heimgesuch haben. Türen aufgebrochen, den Opferstock gestohlen, war so gut wie nix drin, und die Kirche wiedereinmal mit Parolen beschmiert Zitat:"Jeden Samstag Kinderschändung" "Religion ist Verdummung durch Gruppenzwang" Dazu umgedrehte Kreuze und Pentagramme.
    Sieht so eure Tollerenz aus?

    Hetze gegen Christen ist zu einem vollkommen unreflektierten Volkssport sogenannter Intellektueller geworden, die nicht bereit sind die Folgen ihres Handelns zu bedenken. Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen.
    Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab. Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes. Nach dem Motto: Was ich mir denke, dass ist richtig, egal was ich denke. Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht? Da kann er sagen, definiere schlecht, ist doch gut für mich, was ich hier will!
    Übrigens das Gegenteil von Glaube ist nicht Wissen, sondern Zweifel!

    Gruß

    "Der Unglaube ist für den klaren Kopf gut - denn Wissen ist...
    ..höherwertiger als Glaube und wer alles glaubt der wird zum Schaf, also zum unselbstständigen Menschen der einen Führer braucht..."

    Gerade das ist aber der Punkt:
    Manuel Rosenkranz glaubt eben nicht alles, er glaubt weder an "Bachblüten", noch an "heilende Steine" oder das Horoskop auch nicht an Theorien die ebensowenig falsifizierbar sind wie die Schöpfungsgeschichte (Evolution als alleinige Quelle des Lebens auf der Erde).

    Er glaubt, dass sich Gott dem Menschen in einem Buch - der Bibel - und besonders auch in einem Menschen - Jesus Christus - geoffenbart hat. Deshalb glaubt er lange noch nicht alles - im Gegenteil er glaubt sehr viel, was landläufig so geglaubt und für wahr gehalten wird, gerade deshalb nicht.

    Bleibt die Frage: Was ist Unglaube (und wer ist da ein Schaf)?

  1. Mir reicht schon die Überschrift eines solchen Artikels. Yato, Du sprichst mir aus der Seele, danke

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    Du sprichst mir aus der Seele, danke
    Da muss ich mal kurz lachen, welche Seele denn? Oder glaubst du doch, denn der empirische Beweis der Seele ist ja bis heute nicht erbracht!

    Gruß

    Du sprichst mir aus der Seele, danke
    Da muss ich mal kurz lachen, welche Seele denn? Oder glaubst du doch, denn der empirische Beweis der Seele ist ja bis heute nicht erbracht!

    Gruß

  2. »Bei der Evolutionstheorie«, findet er, »muss ich viel mehr glauben als beim Christentum.«

    ...und wer nichts weiß, glaubt alles.

    Mich würde die Intention des Autors interessieren, solch einen sinnfreien Propagandaartikel zu verfassen.

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    Ich bin entsetzt, hier so eine unkritische Lobhudelei auf die Evangelikalen zu lesen.

    Jetzt waren wir gerade so froh, dass G. W. Bush endlich (!) weg ist, da kommen Sie mit sowas!

    Was ist denn los mit der ZEIT?

    Kann man die Evangelikalen denn noch lächerlicher machen?

    Immer drauf auf die Evangelikalen! Keine objektive, schon gar keine positive Darstellung! Denn schlimmstenfalls müsste man sich sogar selber mit dem Thema beschäftigen... ;) Außerdem: Was hat das denn mit Lobhudelei zu tun? Ich finde den Artikel eigentlich ziemlich sachlich und wertneutral. Den Schritt des Bewertens sollte der Leser machen - wem das zu viel ist, der kann ja die üblichen Hetz-Artikel über Evangelikale lesen.

    Ich bin entsetzt, hier so eine unkritische Lobhudelei auf die Evangelikalen zu lesen.

    Jetzt waren wir gerade so froh, dass G. W. Bush endlich (!) weg ist, da kommen Sie mit sowas!

    Was ist denn los mit der ZEIT?

    Kann man die Evangelikalen denn noch lächerlicher machen?

    Immer drauf auf die Evangelikalen! Keine objektive, schon gar keine positive Darstellung! Denn schlimmstenfalls müsste man sich sogar selber mit dem Thema beschäftigen... ;) Außerdem: Was hat das denn mit Lobhudelei zu tun? Ich finde den Artikel eigentlich ziemlich sachlich und wertneutral. Den Schritt des Bewertens sollte der Leser machen - wem das zu viel ist, der kann ja die üblichen Hetz-Artikel über Evangelikale lesen.

  3. Du sprichst mir aus der Seele, danke
    Da muss ich mal kurz lachen, welche Seele denn? Oder glaubst du doch, denn der empirische Beweis der Seele ist ja bis heute nicht erbracht!

    Gruß

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    • yato
    • 17.04.2009 um 15:20 Uhr

    ...er schrien "...du sprichst mir aus dem Herzen" und sie haben gelesen:

    "du sprichst mir aus der Seele"

    dann haben sie auch noch über ihre eigene Einbildung/Projektion gelacht
    :-))

    und referiert dass es keinen empirischen Beweiss für die Seele gibt

    Also entweder ich verstehe hier alles falsch oder sie wollen hier ein bischen verwirren?

    oder das ist ein Dada - Gaga Posting im Stile eines surrealen Marx Brothers Comedy Mixes. So gesehen ist es genial

    Über Seele, Gott und fliegende Elefanten lässt sich wunderbar streiten, vor allem im Sandkasten:

    Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist durchsichtig
    ;-)

    • drelux
    • 17.04.2009 um 22:19 Uhr

    Der empirische Beweis der Seele ist zwar bis heute noch nicht erbracht, aber an Versuchen, diese Existenz zu beweisen, hat es nicht gefehlt.

    Da die Seele im Augenblick des Todes den Körper gen Himmel, Hölle oder Fegefeuer verlässt, musste man nur das Gewicht vor und nach dem Ableben der Probanden messen.

    Zu eindeutigen und allgemein anerkannten Ergebnissen haben die Experimente dieses amerikanischen Arztes aber offensichtlich nicht geführt.

    • yato
    • 17.04.2009 um 15:20 Uhr

    ...er schrien "...du sprichst mir aus dem Herzen" und sie haben gelesen:

    "du sprichst mir aus der Seele"

    dann haben sie auch noch über ihre eigene Einbildung/Projektion gelacht
    :-))

    und referiert dass es keinen empirischen Beweiss für die Seele gibt

    Also entweder ich verstehe hier alles falsch oder sie wollen hier ein bischen verwirren?

    oder das ist ein Dada - Gaga Posting im Stile eines surrealen Marx Brothers Comedy Mixes. So gesehen ist es genial

    Über Seele, Gott und fliegende Elefanten lässt sich wunderbar streiten, vor allem im Sandkasten:

    Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist durchsichtig
    ;-)

    • drelux
    • 17.04.2009 um 22:19 Uhr

    Der empirische Beweis der Seele ist zwar bis heute noch nicht erbracht, aber an Versuchen, diese Existenz zu beweisen, hat es nicht gefehlt.

    Da die Seele im Augenblick des Todes den Körper gen Himmel, Hölle oder Fegefeuer verlässt, musste man nur das Gewicht vor und nach dem Ableben der Probanden messen.

    Zu eindeutigen und allgemein anerkannten Ergebnissen haben die Experimente dieses amerikanischen Arztes aber offensichtlich nicht geführt.

    • yato
    • 17.04.2009 um 15:20 Uhr

    ...er schrien "...du sprichst mir aus dem Herzen" und sie haben gelesen:

    "du sprichst mir aus der Seele"

    dann haben sie auch noch über ihre eigene Einbildung/Projektion gelacht
    :-))

    und referiert dass es keinen empirischen Beweiss für die Seele gibt

    Also entweder ich verstehe hier alles falsch oder sie wollen hier ein bischen verwirren?

    oder das ist ein Dada - Gaga Posting im Stile eines surrealen Marx Brothers Comedy Mixes. So gesehen ist es genial

    Über Seele, Gott und fliegende Elefanten lässt sich wunderbar streiten, vor allem im Sandkasten:

    Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist durchsichtig
    ;-)

    Antwort auf "Glaube an die Seele"
  4. Wie er Christen seit 2000 Jahren vorgeworfen wird.

    'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen.
    Darum führt Kant in seiner 'Kritik der Praktischen Vernunft', welche die Ethik ist, auch gleich die zwei Axiome Gott und Unsterblichkeit ein! Ohne die, wie Kant mit unerbittlicher Logik nachweist, kein moralisches Gesetz!

    'Die Bibel' als ein gewalttätiges Buch zu bezeichnen hat schon was. Da läuft also eine Bibel umher und haut Menschen? Wer Gegenstände Personifiziert, wo ist der angekommen?

    Wiso glauben sie das Jesus nicht schreiben konnte? Konnte Sokrates auch nicht schreiben? Alexander der Große? Arminius?
    Die konnten alle sehr wahrscheinlich lesen und schreiben darum wahrscheinlich auch.

    Zitat: Die Bibel entstand in den Anfängen 4 - 7 Jahrzehnte nach dem Tod Jesus durch die 4 Evangelisten. Vorher gingen diese Geschichten von Ohr zu Ohr und jeder weiss was für Verfälschungen eine Information dadurch und dazu noch in dieser abergläubischen Zeit damals bedeutet.
    Halbwissen übelster Sorte wird hier von Ihnen dargeboten.
    1. 'Die Bibel' setzt sich aus den Büchern des Alten und Neuen Testamentes zusammen. Die Schriften des AT sind z.T. ca 1000 Jahre älter als Jesus Christus unser Herr. Das Mirijamlied und das Deboralied etwa sind vermutlich um 1200 v.Ch. verfasst worden.
    2. Bei leibe nicht alle Texte des NT sind von den 4 Evangelisten, denn das NT enthält neben diesen 4 Ev noch die Apotelgeschichte (vom Evangelisten Lukas verfasst), etliche Briefe, darunter die paulinischen Briefe, die z. T. 20-30 Jahre nach dem Tode Jesu verfasst wurden nicht 40-70 Jahre danach wie Sie behaupten, die johanneischen, die petrinischen, Jakobus, Judas und Hebräerbrief, sowie die Johannesapokalypse. Die Bibel ist, wie Sie sehen, weit mehr und älter, als nur die 4 Evangelien, die Sie immerhin noch kennen.

    Der nächste Knüller. Konstantin habe die Bibel willkürlich 'nach eigenem gutdünken' zusammengestellt. Ich weiß wirklich nicht wo sie den Blödsinn herhaben, denn nichts anderes ist das. Zunächst einmal wider die Unterscheidung von AT und NT. Die Kanonisierung beider vollzog sich unabhängig voneinander, denn das AT ist 'die Bibel' der Juden und diese schlossen ihre Kanonisierung zwischen 200 und 120 vor Christus ab, ganz ohne Konstantin. Das NT wurde in mehreren Phasen 'Kanonisiert'. Da 'Die Kirche' mehr ein loser Verbund einzelner Gemeinden war, gab es keine zentrale Autorität, die eine solche Kanonisierung hätte durchsetzten können. So blühte denn auch die schriftenvielfalt auf und heute nennt man sie 'Apokryphe' Texte entstanden. Liturgisch setzten sich diese Schriften aber nicht durch. D.H. niemand verwendete sie im Gottesdienst. Dies aber ist das entscheidende Kriterium, wie Schriften 'kanonisch' wurden. Gemeinde A fragte Gemeinde B welche Texte die so haben und benutzten. So ging das Reih um. Irgendwann dann war klar, das lesen wir, das nicht. Etliche solcher Briefe sind bis heute erhalten. Z.B. Der Athanasische Osterfestbrief.
    Als Konstantin dann ans ruder kahm, konnte er weder 'nach gutdüken' entscheiden, was er haben will, noch hatte er die Kompetentz das durchzusetzen. Bis zu ihm waren es die Christen gewohnt hin und wieder von den Kaisern verfolgt und umgebracht zu werden. Da brült man nicht Hurra, wenn der sagen würde: 'Ich entscheide jetzt, diese Texte sind heilig!' Das zu unterstellen ist lächerlich!
    Ich vermute mal Sie haben den Umstand, dass Konstantin ein paar Bibelhandschriften in Auftrag gegeben hat zu Ihrer 'These' umgebogen. Er hat aber nur ein paar Abschriften, zur Nutzung bestimmte Exemplare in Auftrag gegeben. Bücher kamen damals nämlcih noch nicht aus der Buchpresse. Die Gab man in Auftrag, dann setzten sich da Leute hin und die pinselten Wort für Wort ab. Diese Kulturleistung der Überlieferung und Tradierung antiker Texte hat im übrigen nicht zu letzt das Christentum mit seinen Klöstern vollbracht, sonst wüssten Sie nicht einmal, dass es Epikur je gegeben hat, wenn Sie es wissen.

    Wie jede Zeitung beweist. Das finde ich das beste. Heute in der Leipziger Volkszeitung ist zu lesen, dass wieder einmal Atheisten die Kirche von Holzhausen und das Pfarrhaus heimgesuch haben. Türen aufgebrochen, den Opferstock gestohlen, war so gut wie nix drin, und die Kirche wiedereinmal mit Parolen beschmiert Zitat:"Jeden Samstag Kinderschändung" "Religion ist Verdummung durch Gruppenzwang" Dazu umgedrehte Kreuze und Pentagramme.
    Sieht so eure Tollerenz aus?

    Hetze gegen Christen ist zu einem vollkommen unreflektierten Volkssport sogenannter Intellektueller geworden, die nicht bereit sind die Folgen ihres Handelns zu bedenken. Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen.
    Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab. Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes. Nach dem Motto: Was ich mir denke, dass ist richtig, egal was ich denke. Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht? Da kann er sagen, definiere schlecht, ist doch gut für mich, was ich hier will!
    Übrigens das Gegenteil von Glaube ist nicht Wissen, sondern Zweifel!

    Gruß

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    • yato
    • 17.04.2009 um 23:03 Uhr

    ...wie sie die Dogmatiker der religiösen Mega-Sekten benutzen!

    Was ich schreibe wird den Christen zurecht seit 2000 Jahren vorgeworfen! Obwohl man natürlich differenzieren muss, da nicht alles in der Kirche Schlecht ist. Doch sogar die Mafia baut Kindergärten und versorgt mittellose Leute, es gibt nichts auf der Welt das nur schlecht ist.

    Die Moral, die von den christlichen Kirchen vemarktet wird ist bezüglich "Liebe deinen nächsten..." zuerst einmal eine offensichtliche Heuchelei. Wenn das Liebe ist was in deutschen Gottesdiensten vorwiegend stattfindet, dann sollte man für echte Liebe ein neues Wort suchen!

    Die Moral der Urururgrossväter die einfach alles in 10 Gebote niedergeschrieben haben ist ein lächerlicher Anachronismus. (wo stehen dort drin denn die Kinderrechte? oder gibt es nur Elternrechte? Was soll an Sex schlecht sein? ...)

    Die Religion ist ein wichtiger Teil unserer gewalttätigen Welt und nicht ihre Lösung. Wer 2000 Jahre versagt hat die Liebe einzuführen, der hat jeden Kredit in meinen Augen verspielt.
    Der Kabarettist Pelzig verglich die Kirche mal mit einem Bus, in dem der
    Busfahrer ewig lang von einer wundervollen Reise spricht, aber nie losfährt ;-)

    Was sie Hetze nennen, das nenne ich Aufklärung! und davon werden sie im Informationszeitalter noch viel mehr bekommen! Ich lehne jede Gewalt ab und ich lehne jedes Diskussionstabu ab. Die Lösung er Zukunft heisst Kommunikation und die Fähigkeit jede Ideologe auch hinterfragen zu dürfen. Laut Karl Popper sollten wir alle sogar die Grösse besitzen unseren eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen. Argumente sind die "Waffen" des Kommunikationszeitalters und richtige Waffen sind dann unnötig. Zeigen sie mir ein Video von Jesus und ich glaube ihnen, aber erzähle sie mir keine Storys was irgendwer wörtlich vor 2000 Jahren gesagt haben soll, ich finde das schlicht lächerlich!

    Und wenn ich sehe was aus der guten Idee von Jesus nach so langer Zeit geworden ist, dann muss ich sagen dass ich glaube dass nicht Judas der Verräter war, sondern der Kirchengründer Paulus hat die Idee von Jesus bereits verraten "...ehe der Hahn 3x kräht wirst du mich verraten". Natürlich ein Witz wenn ich selbst hier fiktive Geschichten zitiere, aber das passt gerade so schön ;-)
    Ein toter Jesus lässt sich hervorragend von der Kirche instrumentalisieren um Geld einzusammeln und goldene Paläste zu bauen.

    Die Zeit ist vorbei in der die Mehrheit des deutschen Volkes aus ihnen genehmen Schafen bestand die einfach glauben was der Papst und Bischof sagt.
    Nur noch 20 % Hardcore Christen gibt es heute in Deutschland, aber 56 % Nichtreligiöse!
    Sie haben die Macht schon verloren auch wenn sie noch (demoskopisch widerrechtlich) in den Rundfunkräten etc. eine starke Stimme haben.

    Wenn sie mit dem Wort "Gott" argumentieren, dann sind wir hier auf Sandkastenniveau. Ich verlange von meinen Diskussionspartnern dass sie klar zwischen Realität und Phantasie unterscheiden können, sonst wirds mir langweilig oder ich fange dann meinerseits an ihnen zu erzählen welche Botschaften ich gerade von UFOs oder von Jesus himself, oder von einem fliegenden Spaghettimonster empfange

    Wenn schon auf Kleinkindniveau im Sandkasten, dann gleich richtig ;-)

    • doert
    • 18.04.2009 um 3:14 Uhr

    Sie sagen ohne Glauben gibt es kein moralisches Handeln, nichts regulierendes, nichts einendes und führen Kant an, dass es ohne Glauben und Unsterblichkeit kein moralisches Gesetz gibt. Dazu möchte ich dann doch zwei Dinge sagen.

    Erstens, was bedeutet denn Glauben und Unsterblichkeit? Das ich ein gläubiger Christ oder Moslem bin und an die Gebote dieser jeweiligen Religion glaube und diese als moralische Instanz ansehe und befolge?
    Nach Ihren Worten glaube ich vermutlich nicht, ich zweifle, ich weiß nicht ob es eine göttliche Instanz gibt und ganz bestimmt glaube ich nicht an Jesus. Wenn ich an etwas glaube dann an den Sinn des Lebens und das es eine höhere Instanz gibt, wie immer man diese höhere Instanz nennen mag, vielleicht Aufklärung, Wissen, Bewußtheit, Natur, Entwicklung, woran ich glaube ist das Gute und dieses Gute offenbart sich mir durch mein Gewissen, durch Vernunft, Logik und die Einsicht, dass die Welt vermutlich nicht ohne einen Guten Ursprung entstanden sein kann.
    Das mag jetzt sehr unbestimmt klingen aber genau das ist der Punkt! Ich glaube an etwas "Gutes" an eine "höhere Instanz" aber das ist etwas ganz persönliches, weil Glauben kann nur persönlich sein, niemals würde ich mir anmaßen, wie z.B. die Kirche, zu behaupten, dass ich weiß wie das Gute aussieht. Die Kirche sucht einzig und allein nach Macht, jede Gemeinschaft die probiert andere zu werben oder zu überzeugen tut dies einizg und allein aus Machtgelüsten. Die Kirche instrumentalisiert den persönlichen Glauben, schafft damit Unfreiheit und wirkt dem wahren Glauben geradezu entgegen! Jemand der für sich in Anspruch nimmt, die 10 Gebote der göttlichen Instanz wortgenau zu kennen, ist nichts anderes als ein gemeiner Seelenfänger.

    und Zweitens, das Argument, wir müssen an die Kirche und Jesus oder sonst eine Religion glauben, weil es ansonsten keine moralische Instanz gibt und alles den Bach runtergeht, ist vollkommen absurd, denn entweder glaube ich an Jesus oder ich glaube nicht an Jesus, aber doch niemals würde ich nur deshalb an Jesus und Gott glauben, weil ich sonst keine moralische Instanz habe, dann gibt es halt keine moralische Instanz, wer sagt denn das es so eine Instanz überhaupt gibt? Allein die Tatsache, dass die Kirche behauptet, es gibt eine solche göttliche Instanz ist absurd, denn kein Mensch wird das jemals sicher behaupten können, wenn dann allenfalls für sich selber, aber niemals für andere Menschen, denn Glauben ist persönlich und individuell!

    Und genau das ist auch der Grund, warum eine "Instution" wie der christliche Glaube niemals eine moralische Instanz schaffen wird, welche die Welt friedlicher macht, weil das nur eine Hülle ist, ein übergestülpter Glaube, sozusagen anerzogen, wahrer Glaube muss jeder Mensch für sich selbst erfahren, persönlich, nur dann ist es wahrer Glaube.

    Sie haben Ansprüche an die Behauptungen anderer? Warum fangen Sie nicht bei sich selber an?

    'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen.

    Woran erinnert mich das bloß. Die Bibel ist ein Märchen. Welche Moral soll denn ein Märchen liefern? "Und die Moral von der Geschicht'..."? Hohoho. Wenn ein Theist auf ein Buch zeigt und "Quelle der Moral!" schreit, lache ich mich tot. Das behaupten sie alle, die lieben Theisten. Und wer hat nun recht? Keiner, alle, lasst und das Thema besser ignorieren. Wo wird denn da mal irgendwas bewiesen?

    Wenn "Gott" dekretiert, "Vergewaltigt Eure Töchter, wenn sie 12 werden, auf das sie zu züchtigen Frauen heranwachsen", dann ist das für die Geisteszwerge unter uns per definitionem Moral, denn es kommt ja von Gott, und wir haben keinerlei weltlichen Maßstab, das zu bewerten.

    Es gibt keine absolute Moral. Man kann denken oder sein Hirn abschalten. Ersteres im Zusammenhang damit, dass jedes Kind ein gutes Empfinden dafür hat, was gut und richtig ist, führt zu ganz brauchbaren Ergebnissen. Die Verkünder absoluter Wahrheiten haben zu widerwärtigen Ergebnissen geführt. Haben? Sie tun es jeden Tag aufs Neue.

    'Die Bibel' als ein gewalttätiges Buch zu bezeichnen hat schon was. Da läuft also eine Bibel umher und haut Menschen? Wer Gegenstände Personifiziert, wo ist der angekommen?

    Den Vortrag können Sie mal im Kindergatren halten. Eine beeindruckte Zuhörerschaft ist Ihnen sicher. Hier machen Sie sich lächerlich. Aber OK, wir können natürlich ohne Sinn und Verstand die Sprache ändern und mit "Bibel" von nun an Papier und Einband bezeichnen und nicht mehr den Inhalt. Komisch, dass das gleiche Papier mal "Bibel" und mal "Lexikon" genannt wird. Müssen schon blöd sein, die Leute. Papier ist in der Tat nicht gewaltätig, genauso wie Webseiten. Aber auf beides kann ziemlich dummes Zeug geschrieben werden.

    Halbwissen übelster Sorte wird hier von Ihnen dargeboten.

    Sie machen mich neugierig: Wie wird die Qualität von Halbwissen bemessen? Was macht konkretes Halbwissen zur übelsten Sorte? Etwa der Umstand, dass die wesentliche Sachaussage völlig korrekt ist? Sie sind ein Schwätzer. Der theologisch bedeutsame Teil des NT sind die Evangelien und nicht die (explizite) Propaganda von Paulus und Konsorten, auch wenn die den Kirchenmachos natürlich viel besser passten.

    Diese Kulturleistung der Überlieferung und Tradierung antiker Texte hat im übrigen nicht zu letzt das Christentum mit seinen Klöstern vollbracht

    Lustig, lustig. Was wäre denn jemandem widerfahren, der jenseits der Totalkontrolle der liebenden Mutter Kirche Schriften verfasst hätte, systematisch, also in großem Umfang? Wir reden von der schwerstkriminellen Kirche, die Menschen sogar dafür hingerichtet hat, dass sie die Bibel gelesen haben! Aber das hält tolerante Vollwisser wie Sie natürlich nicht von der Ihnen obliegenden Loyalität ab. Warum sollte es auch.

    Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen.

    Dass sich ein Kirchenverfechter mit dem Konzept "Beleg" schwertut, liegt auf der Hand. Wenn ich nicht voll krass falsch informiert bin, dann haben weder bei den Nazis noch bei den Stalinisten (und auch nicht in Frankreich) Atheisten Theisten niedergemacht, sondern Christen Juden bzw. Kommunisten Zaristen und "Kapitalisten", sowie in beiden Fällen natürlich Systemgegner. Das tiefgläubige Deutschland hat den bis dahin größten Blutrausch in der Geschichte entfesselt. Welchen Wert hat denn die kirchliche Moral, wenn die 28 Schuldigen ein Zig-Millionen-Volk einfach mal so der jahrhundertealten Moral entheben können? Dieses hochmoralische, kirchendrangsalierte Volk hat ja in einer extrem moralischen Handlung diese Superverbrecher erst in Amt und Würden gebracht, wenn auch weniger das katholische Bürgertum. Aber welche Kirchenpartei war es noch gleich, die - im Gegensatz zu den Sympathisanten des atheistisch-kommunistischen Systems im Osten! - das Ermächtigungsgesetz durchgewunken hat? Aus reiner Machtgeilheit, sogar gegen die Bedenken der eigenen Leute? Nur ein weiteres Beispiel für die fast grundsätzlich moralisch(!) verkommene Kirchenführung.

    In keiner Hinsicht sind diese Beispiele ein Indiz dafür, dass eine sich säkularisierende Gesellschaft gewaltätig wird. Keiner der "sogenannten Intellektuellen" hat zur Gewalt gegen Gläubige aufgerufen.

    Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab.

    Was für ein Husarenstück ist es, "normative Instanzen" mit "Gott" gleichzusetzen? Sie verwenden Halbwissen als Beschimpfung und erfinden dabei mal locker die Definition von Atheismus in gezielt herabwürdigender Weise neu? Klasse.

    Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes.

    Sie vergessen den Zusatz "mit übernatürlichem Anspruch". Auch die Theisten haben nur Regulierendes, nichts einigendes, denn das müsste dann ja für alle Theisten gelten. Klar, jetzt müssen Sie bloß noch alle Nichtchristen unter den Theisten totschlagen, dann haben Sie etwas einigendes. Versucht hat die Kirche das ja oft genug. Diese Moralhüterin. Regulierendes haben die Atheisten auch. Und sie regulieren besser. Ohne Schwulenhass. Ohne Unterdrückung der Frau. Ohne verklemmte Sexualitätsangst. Auf dem Stand von heute, nicht der Steinzeit.

    Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht? Da kann er sagen, definiere schlecht, ist doch gut für mich, was ich hier will!

    Wie will man denn einem Menschen sagen, "Mach das nicht, die heilige Schrift verbietet es!"? Dann sagt der Mensch: "Definiere heilige Schrift! Mir ist die nicht heilig." Ach, ja, Kirchenlösung: totschlagen.

    Atheisten einigen sich auf vernünftige Regeln. Theisten legalisieren Vergewaltigung in der Ehe. Na, ja, die falschen Theisten, die mit der doch nicht so heiligen Schrift. Ich lach mich tot.

    • yato
    • 17.04.2009 um 23:03 Uhr

    ...wie sie die Dogmatiker der religiösen Mega-Sekten benutzen!

    Was ich schreibe wird den Christen zurecht seit 2000 Jahren vorgeworfen! Obwohl man natürlich differenzieren muss, da nicht alles in der Kirche Schlecht ist. Doch sogar die Mafia baut Kindergärten und versorgt mittellose Leute, es gibt nichts auf der Welt das nur schlecht ist.

    Die Moral, die von den christlichen Kirchen vemarktet wird ist bezüglich "Liebe deinen nächsten..." zuerst einmal eine offensichtliche Heuchelei. Wenn das Liebe ist was in deutschen Gottesdiensten vorwiegend stattfindet, dann sollte man für echte Liebe ein neues Wort suchen!

    Die Moral der Urururgrossväter die einfach alles in 10 Gebote niedergeschrieben haben ist ein lächerlicher Anachronismus. (wo stehen dort drin denn die Kinderrechte? oder gibt es nur Elternrechte? Was soll an Sex schlecht sein? ...)

    Die Religion ist ein wichtiger Teil unserer gewalttätigen Welt und nicht ihre Lösung. Wer 2000 Jahre versagt hat die Liebe einzuführen, der hat jeden Kredit in meinen Augen verspielt.
    Der Kabarettist Pelzig verglich die Kirche mal mit einem Bus, in dem der
    Busfahrer ewig lang von einer wundervollen Reise spricht, aber nie losfährt ;-)

    Was sie Hetze nennen, das nenne ich Aufklärung! und davon werden sie im Informationszeitalter noch viel mehr bekommen! Ich lehne jede Gewalt ab und ich lehne jedes Diskussionstabu ab. Die Lösung er Zukunft heisst Kommunikation und die Fähigkeit jede Ideologe auch hinterfragen zu dürfen. Laut Karl Popper sollten wir alle sogar die Grösse besitzen unseren eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen. Argumente sind die "Waffen" des Kommunikationszeitalters und richtige Waffen sind dann unnötig. Zeigen sie mir ein Video von Jesus und ich glaube ihnen, aber erzähle sie mir keine Storys was irgendwer wörtlich vor 2000 Jahren gesagt haben soll, ich finde das schlicht lächerlich!

    Und wenn ich sehe was aus der guten Idee von Jesus nach so langer Zeit geworden ist, dann muss ich sagen dass ich glaube dass nicht Judas der Verräter war, sondern der Kirchengründer Paulus hat die Idee von Jesus bereits verraten "...ehe der Hahn 3x kräht wirst du mich verraten". Natürlich ein Witz wenn ich selbst hier fiktive Geschichten zitiere, aber das passt gerade so schön ;-)
    Ein toter Jesus lässt sich hervorragend von der Kirche instrumentalisieren um Geld einzusammeln und goldene Paläste zu bauen.

    Die Zeit ist vorbei in der die Mehrheit des deutschen Volkes aus ihnen genehmen Schafen bestand die einfach glauben was der Papst und Bischof sagt.
    Nur noch 20 % Hardcore Christen gibt es heute in Deutschland, aber 56 % Nichtreligiöse!
    Sie haben die Macht schon verloren auch wenn sie noch (demoskopisch widerrechtlich) in den Rundfunkräten etc. eine starke Stimme haben.

    Wenn sie mit dem Wort "Gott" argumentieren, dann sind wir hier auf Sandkastenniveau. Ich verlange von meinen Diskussionspartnern dass sie klar zwischen Realität und Phantasie unterscheiden können, sonst wirds mir langweilig oder ich fange dann meinerseits an ihnen zu erzählen welche Botschaften ich gerade von UFOs oder von Jesus himself, oder von einem fliegenden Spaghettimonster empfange

    Wenn schon auf Kleinkindniveau im Sandkasten, dann gleich richtig ;-)

    • doert
    • 18.04.2009 um 3:14 Uhr

    Sie sagen ohne Glauben gibt es kein moralisches Handeln, nichts regulierendes, nichts einendes und führen Kant an, dass es ohne Glauben und Unsterblichkeit kein moralisches Gesetz gibt. Dazu möchte ich dann doch zwei Dinge sagen.

    Erstens, was bedeutet denn Glauben und Unsterblichkeit? Das ich ein gläubiger Christ oder Moslem bin und an die Gebote dieser jeweiligen Religion glaube und diese als moralische Instanz ansehe und befolge?
    Nach Ihren Worten glaube ich vermutlich nicht, ich zweifle, ich weiß nicht ob es eine göttliche Instanz gibt und ganz bestimmt glaube ich nicht an Jesus. Wenn ich an etwas glaube dann an den Sinn des Lebens und das es eine höhere Instanz gibt, wie immer man diese höhere Instanz nennen mag, vielleicht Aufklärung, Wissen, Bewußtheit, Natur, Entwicklung, woran ich glaube ist das Gute und dieses Gute offenbart sich mir durch mein Gewissen, durch Vernunft, Logik und die Einsicht, dass die Welt vermutlich nicht ohne einen Guten Ursprung entstanden sein kann.
    Das mag jetzt sehr unbestimmt klingen aber genau das ist der Punkt! Ich glaube an etwas "Gutes" an eine "höhere Instanz" aber das ist etwas ganz persönliches, weil Glauben kann nur persönlich sein, niemals würde ich mir anmaßen, wie z.B. die Kirche, zu behaupten, dass ich weiß wie das Gute aussieht. Die Kirche sucht einzig und allein nach Macht, jede Gemeinschaft die probiert andere zu werben oder zu überzeugen tut dies einizg und allein aus Machtgelüsten. Die Kirche instrumentalisiert den persönlichen Glauben, schafft damit Unfreiheit und wirkt dem wahren Glauben geradezu entgegen! Jemand der für sich in Anspruch nimmt, die 10 Gebote der göttlichen Instanz wortgenau zu kennen, ist nichts anderes als ein gemeiner Seelenfänger.

    und Zweitens, das Argument, wir müssen an die Kirche und Jesus oder sonst eine Religion glauben, weil es ansonsten keine moralische Instanz gibt und alles den Bach runtergeht, ist vollkommen absurd, denn entweder glaube ich an Jesus oder ich glaube nicht an Jesus, aber doch niemals würde ich nur deshalb an Jesus und Gott glauben, weil ich sonst keine moralische Instanz habe, dann gibt es halt keine moralische Instanz, wer sagt denn das es so eine Instanz überhaupt gibt? Allein die Tatsache, dass die Kirche behauptet, es gibt eine solche göttliche Instanz ist absurd, denn kein Mensch wird das jemals sicher behaupten können, wenn dann allenfalls für sich selber, aber niemals für andere Menschen, denn Glauben ist persönlich und individuell!

    Und genau das ist auch der Grund, warum eine "Instution" wie der christliche Glaube niemals eine moralische Instanz schaffen wird, welche die Welt friedlicher macht, weil das nur eine Hülle ist, ein übergestülpter Glaube, sozusagen anerzogen, wahrer Glaube muss jeder Mensch für sich selbst erfahren, persönlich, nur dann ist es wahrer Glaube.

    Sie haben Ansprüche an die Behauptungen anderer? Warum fangen Sie nicht bei sich selber an?

    'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen.

    Woran erinnert mich das bloß. Die Bibel ist ein Märchen. Welche Moral soll denn ein Märchen liefern? "Und die Moral von der Geschicht'..."? Hohoho. Wenn ein Theist auf ein Buch zeigt und "Quelle der Moral!" schreit, lache ich mich tot. Das behaupten sie alle, die lieben Theisten. Und wer hat nun recht? Keiner, alle, lasst und das Thema besser ignorieren. Wo wird denn da mal irgendwas bewiesen?

    Wenn "Gott" dekretiert, "Vergewaltigt Eure Töchter, wenn sie 12 werden, auf das sie zu züchtigen Frauen heranwachsen", dann ist das für die Geisteszwerge unter uns per definitionem Moral, denn es kommt ja von Gott, und wir haben keinerlei weltlichen Maßstab, das zu bewerten.

    Es gibt keine absolute Moral. Man kann denken oder sein Hirn abschalten. Ersteres im Zusammenhang damit, dass jedes Kind ein gutes Empfinden dafür hat, was gut und richtig ist, führt zu ganz brauchbaren Ergebnissen. Die Verkünder absoluter Wahrheiten haben zu widerwärtigen Ergebnissen geführt. Haben? Sie tun es jeden Tag aufs Neue.

    'Die Bibel' als ein gewalttätiges Buch zu bezeichnen hat schon was. Da läuft also eine Bibel umher und haut Menschen? Wer Gegenstände Personifiziert, wo ist der angekommen?

    Den Vortrag können Sie mal im Kindergatren halten. Eine beeindruckte Zuhörerschaft ist Ihnen sicher. Hier machen Sie sich lächerlich. Aber OK, wir können natürlich ohne Sinn und Verstand die Sprache ändern und mit "Bibel" von nun an Papier und Einband bezeichnen und nicht mehr den Inhalt. Komisch, dass das gleiche Papier mal "Bibel" und mal "Lexikon" genannt wird. Müssen schon blöd sein, die Leute. Papier ist in der Tat nicht gewaltätig, genauso wie Webseiten. Aber auf beides kann ziemlich dummes Zeug geschrieben werden.

    Halbwissen übelster Sorte wird hier von Ihnen dargeboten.

    Sie machen mich neugierig: Wie wird die Qualität von Halbwissen bemessen? Was macht konkretes Halbwissen zur übelsten Sorte? Etwa der Umstand, dass die wesentliche Sachaussage völlig korrekt ist? Sie sind ein Schwätzer. Der theologisch bedeutsame Teil des NT sind die Evangelien und nicht die (explizite) Propaganda von Paulus und Konsorten, auch wenn die den Kirchenmachos natürlich viel besser passten.

    Diese Kulturleistung der Überlieferung und Tradierung antiker Texte hat im übrigen nicht zu letzt das Christentum mit seinen Klöstern vollbracht

    Lustig, lustig. Was wäre denn jemandem widerfahren, der jenseits der Totalkontrolle der liebenden Mutter Kirche Schriften verfasst hätte, systematisch, also in großem Umfang? Wir reden von der schwerstkriminellen Kirche, die Menschen sogar dafür hingerichtet hat, dass sie die Bibel gelesen haben! Aber das hält tolerante Vollwisser wie Sie natürlich nicht von der Ihnen obliegenden Loyalität ab. Warum sollte es auch.

    Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen.

    Dass sich ein Kirchenverfechter mit dem Konzept "Beleg" schwertut, liegt auf der Hand. Wenn ich nicht voll krass falsch informiert bin, dann haben weder bei den Nazis noch bei den Stalinisten (und auch nicht in Frankreich) Atheisten Theisten niedergemacht, sondern Christen Juden bzw. Kommunisten Zaristen und "Kapitalisten", sowie in beiden Fällen natürlich Systemgegner. Das tiefgläubige Deutschland hat den bis dahin größten Blutrausch in der Geschichte entfesselt. Welchen Wert hat denn die kirchliche Moral, wenn die 28 Schuldigen ein Zig-Millionen-Volk einfach mal so der jahrhundertealten Moral entheben können? Dieses hochmoralische, kirchendrangsalierte Volk hat ja in einer extrem moralischen Handlung diese Superverbrecher erst in Amt und Würden gebracht, wenn auch weniger das katholische Bürgertum. Aber welche Kirchenpartei war es noch gleich, die - im Gegensatz zu den Sympathisanten des atheistisch-kommunistischen Systems im Osten! - das Ermächtigungsgesetz durchgewunken hat? Aus reiner Machtgeilheit, sogar gegen die Bedenken der eigenen Leute? Nur ein weiteres Beispiel für die fast grundsätzlich moralisch(!) verkommene Kirchenführung.

    In keiner Hinsicht sind diese Beispiele ein Indiz dafür, dass eine sich säkularisierende Gesellschaft gewaltätig wird. Keiner der "sogenannten Intellektuellen" hat zur Gewalt gegen Gläubige aufgerufen.

    Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab.

    Was für ein Husarenstück ist es, "normative Instanzen" mit "Gott" gleichzusetzen? Sie verwenden Halbwissen als Beschimpfung und erfinden dabei mal locker die Definition von Atheismus in gezielt herabwürdigender Weise neu? Klasse.

    Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes.

    Sie vergessen den Zusatz "mit übernatürlichem Anspruch". Auch die Theisten haben nur Regulierendes, nichts einigendes, denn das müsste dann ja für alle Theisten gelten. Klar, jetzt müssen Sie bloß noch alle Nichtchristen unter den Theisten totschlagen, dann haben Sie etwas einigendes. Versucht hat die Kirche das ja oft genug. Diese Moralhüterin. Regulierendes haben die Atheisten auch. Und sie regulieren besser. Ohne Schwulenhass. Ohne Unterdrückung der Frau. Ohne verklemmte Sexualitätsangst. Auf dem Stand von heute, nicht der Steinzeit.

    Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht? Da kann er sagen, definiere schlecht, ist doch gut für mich, was ich hier will!

    Wie will man denn einem Menschen sagen, "Mach das nicht, die heilige Schrift verbietet es!"? Dann sagt der Mensch: "Definiere heilige Schrift! Mir ist die nicht heilig." Ach, ja, Kirchenlösung: totschlagen.

    Atheisten einigen sich auf vernünftige Regeln. Theisten legalisieren Vergewaltigung in der Ehe. Na, ja, die falschen Theisten, die mit der doch nicht so heiligen Schrift. Ich lach mich tot.

    • RZ
    • 17.04.2009 um 20:23 Uhr

    "Der übliche Blödsinn" ist wahrlich eine passende Überschrift für Ihr Posting.

    "'Der Unglaube' schützt zu aller erst mal vor Moral, denn kein moralisches Gesetz lässt sich in irgend einer Weise empirisch Beweisen."

    Einfach zu behaupten, die eigene Moral sei von Gott vorgegeben ist keine Lösung für dieses Problem. Aus der Bibel haben sie ihre Moral sicherlich nicht, oder befürworten sie die Todesstrafe für ungehorsame Kinder, oder den Verkauf der eigenen Kinder in die Sklaverei? Wenn sie diese Bibelstellen auslassen oder uminterpretieren, wie rechtfertigen sie das?

    "Wie jede Zeitung beweist. Das finde ich das beste. Heute in der Leipziger Volkszeitung ist zu lesen, dass wieder einmal Atheisten die Kirche von Holzhausen und das Pfarrhaus heimgesuch haben. Türen aufgebrochen, den Opferstock gestohlen, war so gut wie nix drin, und die Kirche wiedereinmal mit Parolen beschmiert Zitat:"Jeden Samstag Kinderschändung" "Religion ist Verdummung durch Gruppenzwang" Dazu umgedrehte Kreuze und Pentagramme.
    Sieht so eure Tollerenz aus?"

    Eine ziemliche Unverschämtheit zu behaupten, es gäbe eine uniforme Bewegung von Atheisten, die solche Aktionen gutheißt. Hört sich übrigens eher nach Satanisten an, die wohl von der Existenz Satans und damit auch Gottes ausgehen.

    "Hetze gegen Christen ist zu einem vollkommen unreflektierten Volkssport sogenannter Intellektueller geworden, die nicht bereit sind die Folgen ihres Handelns zu bedenken. Denn Konsequenz des Unglauben ist zuallererst Ablehnung moralischen Handelns, wie die Blutorgien der französischen Revolution, das rassistische NS Massenmorden und das atheistisch-kommunistische Gulag dahinschlachten eindrücklich belegen."

    Die Nazis waren allerdings Christen und sahen sich auch als solche. Genau wie die Kreuzzügler, die Inquisitoren, die Hexenjäger,...

    "Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten. Denn der Atheismus lehnt dezidiert normative Instanten (Gott) ab."

    Könnte Gott auch anordnen, alle Rothaarigen zu ermorden? Wenn sie sagen: "Ja, und das würde ich dann tun", dann sind sie unmoralisch! Wenn sie sagen: "Nein, Gott würde sowas nie anordnen, denn Gott ist gut", dann geben sie zu, daß es das Konzept von Gut und Böse auch ohne Gott gibt.

    "Er ist ja kein Bekenntnis nur Ablehnung. So macht sich dann jeder seine Regeln selbst, aber es gibt nichts einendes, nichts regulierendes."

    Unsinn. Moral ist eine gesellschaftliche Übereinkunft, die auf der Regel basiert: "Wo kämen wir hin, wenn das jeder tun würde - Handle so, wie du behandelt werden willst". Einengend und regulierend sind also der Staat, die Gesellschaft, die Gesetze.

    "Nach dem Motto: Was ich mir denke, dass ist richtig, egal was ich denke. Wie aber will man einem Atheisten sagen, dass was du da machen willst ist schlecht?"

    Mache ihm klar, daß er gegen die gesellschaftlich vorgegebenen Regeln verstößt. Wo ist der Unterschied zur (angeblichen) Vorgabe durch Gott?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Natürlich habe ich meine Moral aus der Bibel. Natürlich nicht so, wie Sie glauben. Zitat: Aus der Bibel haben sie ihre Moral sicherlich nicht, oder befürworten sie die Todesstrafe für ungehorsame Kinder, oder den Verkauf der eigenen Kinder in die Sklaverei? Wenn sie diese Bibelstellen auslassen oder uminterpretieren, wie rechtfertigen sie das?
    Jesus Chrisrus ist die Erfüllung des Gesetztes (Mt 5,17). Obskure Opferregeln werden dadurch hinfällig. Ich bin übrigens kein Evangelikaler, der die Bible wörtlich auslegt, sondern von der Mitte der Schrift her, das ist unser Herr Jesus Christus. Und mit der Evolutiuonstheorie habe ich auch kein Problem.
    Weiter, Zur frage des höchsten Gebotes: Lesen Sie mal Mk 12, 28-34, das Doppelgebot der Liebe. 'Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.' Von hier und davon, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf (Gen 1, 27), also alle Menschen gleich sind, habe ich meine Moral. Dazu noch Mk 2, 27, dort steht, dass der Sabbat um des Menschen willen und nicht der Mensch um des Sabbat willen gemacht ist, d. h. Man soll nicht blind ein Gesetz befolgen, sondern nur, wenn es dem Menschen dient.
    Diese Axiome, die für mich nicht von einer 'gesellschaftliche Übereinkunft' abhängig sein oder legitimiert werden müssen, sind es, auf der meine Moral aufbaut. Auch einem Christ, der von mir verlangen würde Rothaarige umzubringen, würde ich nicht folgen.
    Ein klassisches Missverständnis. 'die Kirche' (welche überhaupt?) 'ist ein weltlich Ding', wie es Luther ausdrückte. Wenn Päpste oder ähnliches zu Mord und totschlag aufrufen, dann tun sie dies gegen die Schrift! (Siehe oben)
    Im übrigen wird Gott nicht anordnen rothaarige umzubringen.
    Sie werfen mir vor, ich schere alles über einen Kamm: Eine ziemliche Unverschämtheit zu behaupten, es gäbe eine uniforme Bewegung von Atheisten, die solche Aktionen gutheißt. Hört sich übrigens eher nach Satanisten an, die wohl von der Existenz Satans und damit auch Gottes ausgehen.
    Das habe ich mir zum Einen ein wenig angewöhnt, weil wir Religiöse/ wir Christen/ wir Monotheisten (je nachdem auf wen gerade eingehauen werden soll) auch immerzu über einen Topf gehauen werden. Sie tun das ja auch Zitat: Genau wie die Kreuzzügler, die Inquisitoren, die Hexenjäger,... . Zum Andern war dies provosziert durch die pauschale Glorifizierung 'des Unglaubens' auf den mein Kommentar eine Reaktion war. Da 'der Unglaube' pauschal gut war, konnte ich 'den Unglauben' genauso pauschal begegnen.
    Es sind 'hier im Osten' beileibe nicht nur Satanisten aktiv gegen Christen unterwegs.
    'Die Nazis' sahen sich als Christen? Andersherum wird es richtig. Es gab Christen, die sahen sich als Nazis. Hier tragen durchaus auch die Kirchen schuld, wie sie dies auch im 'Stuttgarter Schuldbekenntnis' einräumen und seither Wiedergutmachungs und Versöhnungsarbeit leisten. Die Nazis aber sahen sich beileibe nicht als Christen. Die Nazis haben pseudoreligiöse, 'neuheidnische' Irgendwas als quasie Religion eingeführt. Ziel war es sehr wohl Kernaussagen, wie siehe oben, des Christentums aufzulösen und dadurch das Christentum obsolet werden zu lassen. Eine Tatsache, die kein ernstzunehmender Historiker mehr bestreitet. Ich empfehle dazu das Buch 'Hitlers Religion'.
    Sie sagen:
    Moral ist eine gesellschaftliche Übereinkunft, die auf der Regel basiert: "Wo kämen wir hin, wenn das jeder tun würde - Handle so, wie du behandelt werden willst". Einengend und regulierend sind also der Staat, die Gesellschaft, die Gesetze.
    Genau das ist das Problem. Wenn der Staat darüber befinden darf, was moralisch ist, wonach sich die Gesellschaft ausrichtet und welche Gesetzt Gültigkeit haben, dann kommt so etwas heraus wie 3. Reich usw. Darum gibt es ja die Trennung von Kirche und Staat. Darum erteilen Religionsuntericht angehörige der Religionsgemeinschaft usw.
    Sie fragen: Wo ist der Unterschied zur (angeblichen) Vorgabe durch Gott?
    Die Vorgaben durch Gott stehen fest, siehe oben, menschliche Regeln stehen nie fest, man kann immer neu über sie verhandeln.
    Wie Sie ja schon selbst sagten gibt es keine uniforme Atheistische Bewegung oder sonst etwas, also kann es auch kein von allen Atheisten anerkanntes moralisches Grundmuster geben alla goldene Regel geben. Denn worauf würde dieses gegründet? Bei Ihnen auf Vernunft, persönlicher Einsicht, wer weiß, es ist aber nicht gesagt, dass alle Menschen zu der gleichen Einsicht wie sie kommen!
    Mein Satz: Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten Wehrt sich gegen die oft von Atheisten in Debatten eingeworfe Behauptung, dass es diesen 'humanen Atheismus' gäbe, quasie einen guten Atheismus, Wie Sie sage ich, dass es diesen nicht gibt, da es ja keine Uniformisierung gibt. Dennoch stelle ich nicht in abrede, dass es humane/ moralisch gut handelnde Atheisten gibt. Wie Sie selbst anscheinend einer sind.
    Ich sage darum auch dezidiert an dieser Stelle: Nicht alle Christen sind moralisch gut. Nicht das Christ-sein macht einen zu einem moralisch guten Menschen, sondern das befolgen der Christlichen Gebote, siehe oben!
    Wer aber, wie es die Atheisten gerne tun, das moralische Fundament 'Gott', der, wie schon Kant zeigte, diese praktische Vernunft garantiert, angreift, der soll doch wenigstens aufzeigen, wie er diese Lücke zu füllen gedenkt.
    Ihren Vorschlag einer gesellschaftlichen Übereinkunft weise ich als nicht ausreichend zurück, da ja genug Gesellschaften gezigt haben, dass sie nicht immer moralische Gesetze verfassen.
    Mein Hauptproblem aber, wesshalb ich mich an der Grenze zur Polemik gegen unreflektiertes Religiösedissen wehre ist, dass zwar etliche gebildete Atheisten nett zum diskutieren sind und, da selbst moralisch gebildet, niemandem etwas zu leide tun werden, aber etliche, die nicht so reflektiert sind, sich bereitwillig dies und das zusammenklauben ohne deren moralische Grundeinstellung mit zu übernehmen. Zum Schluß kommt dann an "Christen sind doof, die darf man hauen!" Wenn Sie mir nicht glauben, kommen Sie doch mal zu uns rüber in den Osten und stellen Sie sich in der Pampa auf ein Schulgelände (noch relativ harmlos), oder abends an ne Telefonzelle und reden mal mit den Menschen da. Für etwas mehr nervenkitzel können Sie ja mal behaupten, Sie seien Christ, da erlebt man tolle Sachen!

    Gruß

    Natürlich habe ich meine Moral aus der Bibel. Natürlich nicht so, wie Sie glauben. Zitat: Aus der Bibel haben sie ihre Moral sicherlich nicht, oder befürworten sie die Todesstrafe für ungehorsame Kinder, oder den Verkauf der eigenen Kinder in die Sklaverei? Wenn sie diese Bibelstellen auslassen oder uminterpretieren, wie rechtfertigen sie das?
    Jesus Chrisrus ist die Erfüllung des Gesetztes (Mt 5,17). Obskure Opferregeln werden dadurch hinfällig. Ich bin übrigens kein Evangelikaler, der die Bible wörtlich auslegt, sondern von der Mitte der Schrift her, das ist unser Herr Jesus Christus. Und mit der Evolutiuonstheorie habe ich auch kein Problem.
    Weiter, Zur frage des höchsten Gebotes: Lesen Sie mal Mk 12, 28-34, das Doppelgebot der Liebe. 'Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.' Von hier und davon, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf (Gen 1, 27), also alle Menschen gleich sind, habe ich meine Moral. Dazu noch Mk 2, 27, dort steht, dass der Sabbat um des Menschen willen und nicht der Mensch um des Sabbat willen gemacht ist, d. h. Man soll nicht blind ein Gesetz befolgen, sondern nur, wenn es dem Menschen dient.
    Diese Axiome, die für mich nicht von einer 'gesellschaftliche Übereinkunft' abhängig sein oder legitimiert werden müssen, sind es, auf der meine Moral aufbaut. Auch einem Christ, der von mir verlangen würde Rothaarige umzubringen, würde ich nicht folgen.
    Ein klassisches Missverständnis. 'die Kirche' (welche überhaupt?) 'ist ein weltlich Ding', wie es Luther ausdrückte. Wenn Päpste oder ähnliches zu Mord und totschlag aufrufen, dann tun sie dies gegen die Schrift! (Siehe oben)
    Im übrigen wird Gott nicht anordnen rothaarige umzubringen.
    Sie werfen mir vor, ich schere alles über einen Kamm: Eine ziemliche Unverschämtheit zu behaupten, es gäbe eine uniforme Bewegung von Atheisten, die solche Aktionen gutheißt. Hört sich übrigens eher nach Satanisten an, die wohl von der Existenz Satans und damit auch Gottes ausgehen.
    Das habe ich mir zum Einen ein wenig angewöhnt, weil wir Religiöse/ wir Christen/ wir Monotheisten (je nachdem auf wen gerade eingehauen werden soll) auch immerzu über einen Topf gehauen werden. Sie tun das ja auch Zitat: Genau wie die Kreuzzügler, die Inquisitoren, die Hexenjäger,... . Zum Andern war dies provosziert durch die pauschale Glorifizierung 'des Unglaubens' auf den mein Kommentar eine Reaktion war. Da 'der Unglaube' pauschal gut war, konnte ich 'den Unglauben' genauso pauschal begegnen.
    Es sind 'hier im Osten' beileibe nicht nur Satanisten aktiv gegen Christen unterwegs.
    'Die Nazis' sahen sich als Christen? Andersherum wird es richtig. Es gab Christen, die sahen sich als Nazis. Hier tragen durchaus auch die Kirchen schuld, wie sie dies auch im 'Stuttgarter Schuldbekenntnis' einräumen und seither Wiedergutmachungs und Versöhnungsarbeit leisten. Die Nazis aber sahen sich beileibe nicht als Christen. Die Nazis haben pseudoreligiöse, 'neuheidnische' Irgendwas als quasie Religion eingeführt. Ziel war es sehr wohl Kernaussagen, wie siehe oben, des Christentums aufzulösen und dadurch das Christentum obsolet werden zu lassen. Eine Tatsache, die kein ernstzunehmender Historiker mehr bestreitet. Ich empfehle dazu das Buch 'Hitlers Religion'.
    Sie sagen:
    Moral ist eine gesellschaftliche Übereinkunft, die auf der Regel basiert: "Wo kämen wir hin, wenn das jeder tun würde - Handle so, wie du behandelt werden willst". Einengend und regulierend sind also der Staat, die Gesellschaft, die Gesetze.
    Genau das ist das Problem. Wenn der Staat darüber befinden darf, was moralisch ist, wonach sich die Gesellschaft ausrichtet und welche Gesetzt Gültigkeit haben, dann kommt so etwas heraus wie 3. Reich usw. Darum gibt es ja die Trennung von Kirche und Staat. Darum erteilen Religionsuntericht angehörige der Religionsgemeinschaft usw.
    Sie fragen: Wo ist der Unterschied zur (angeblichen) Vorgabe durch Gott?
    Die Vorgaben durch Gott stehen fest, siehe oben, menschliche Regeln stehen nie fest, man kann immer neu über sie verhandeln.
    Wie Sie ja schon selbst sagten gibt es keine uniforme Atheistische Bewegung oder sonst etwas, also kann es auch kein von allen Atheisten anerkanntes moralisches Grundmuster geben alla goldene Regel geben. Denn worauf würde dieses gegründet? Bei Ihnen auf Vernunft, persönlicher Einsicht, wer weiß, es ist aber nicht gesagt, dass alle Menschen zu der gleichen Einsicht wie sie kommen!
    Mein Satz: Es gibt keinen humanen Atheismus nur humane Atheisten Wehrt sich gegen die oft von Atheisten in Debatten eingeworfe Behauptung, dass es diesen 'humanen Atheismus' gäbe, quasie einen guten Atheismus, Wie Sie sage ich, dass es diesen nicht gibt, da es ja keine Uniformisierung gibt. Dennoch stelle ich nicht in abrede, dass es humane/ moralisch gut handelnde Atheisten gibt. Wie Sie selbst anscheinend einer sind.
    Ich sage darum auch dezidiert an dieser Stelle: Nicht alle Christen sind moralisch gut. Nicht das Christ-sein macht einen zu einem moralisch guten Menschen, sondern das befolgen der Christlichen Gebote, siehe oben!
    Wer aber, wie es die Atheisten gerne tun, das moralische Fundament 'Gott', der, wie schon Kant zeigte, diese praktische Vernunft garantiert, angreift, der soll doch wenigstens aufzeigen, wie er diese Lücke zu füllen gedenkt.
    Ihren Vorschlag einer gesellschaftlichen Übereinkunft weise ich als nicht ausreichend zurück, da ja genug Gesellschaften gezigt haben, dass sie nicht immer moralische Gesetze verfassen.
    Mein Hauptproblem aber, wesshalb ich mich an der Grenze zur Polemik gegen unreflektiertes Religiösedissen wehre ist, dass zwar etliche gebildete Atheisten nett zum diskutieren sind und, da selbst moralisch gebildet, niemandem etwas zu leide tun werden, aber etliche, die nicht so reflektiert sind, sich bereitwillig dies und das zusammenklauben ohne deren moralische Grundeinstellung mit zu übernehmen. Zum Schluß kommt dann an "Christen sind doof, die darf man hauen!" Wenn Sie mir nicht glauben, kommen Sie doch mal zu uns rüber in den Osten und stellen Sie sich in der Pampa auf ein Schulgelände (noch relativ harmlos), oder abends an ne Telefonzelle und reden mal mit den Menschen da. Für etwas mehr nervenkitzel können Sie ja mal behaupten, Sie seien Christ, da erlebt man tolle Sachen!

    Gruß

  5. Ich bin entsetzt, hier so eine unkritische Lobhudelei auf die Evangelikalen zu lesen.

    Jetzt waren wir gerade so froh, dass G. W. Bush endlich (!) weg ist, da kommen Sie mit sowas!

    Was ist denn los mit der ZEIT?

    Antwort auf "»Bei der"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Warum ist ein einfacher Bericht eine "Lobhudelei". Ist es nicht mehr akzeptabel über einen Menschen der an Gott glaubt, zu berichten ohne ihn dabei zu diskreditieren?

    Meines Erachtens ist der Artikel ein Bericht im Sinn des Wortes und jeder Leser kann die Haltung des Manuel Rosenkranz teilen oder ablehnen oder was immer er für eine Position einnehmen will. Daraus eine "Lobhudelei" herauszulesen oder besser diese hineinzuinterpretieren, zeugt nicht von intellektueller Redlichkeit.

    Diese (aggressive?) Ablehnung gläubiger Christen ist um nichts besser als die so oft geschmähte "Intoleranz" der Kirche im Mittelalter. Schade, so führen ihre Anhänger die Aufklärung selbst ad absurdum.

    Warum ist ein einfacher Bericht eine "Lobhudelei". Ist es nicht mehr akzeptabel über einen Menschen der an Gott glaubt, zu berichten ohne ihn dabei zu diskreditieren?

    Meines Erachtens ist der Artikel ein Bericht im Sinn des Wortes und jeder Leser kann die Haltung des Manuel Rosenkranz teilen oder ablehnen oder was immer er für eine Position einnehmen will. Daraus eine "Lobhudelei" herauszulesen oder besser diese hineinzuinterpretieren, zeugt nicht von intellektueller Redlichkeit.

    Diese (aggressive?) Ablehnung gläubiger Christen ist um nichts besser als die so oft geschmähte "Intoleranz" der Kirche im Mittelalter. Schade, so führen ihre Anhänger die Aufklärung selbst ad absurdum.

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