Wirtschaftswachstum Besser wachsen

Es ist schlimm, wenn die Wirtschaft schrumpft. Nicht nur, weil unser Wohlstand dann irgendwann dahin ist

Der Welthandel stagniert, die Wirtschaft schumpft weiter. Dabei brauchen wir Wachstum - für den Frieden im Land und aus knallhart materiellen Gründen

Sei’s drum! Schrumpfen wir ein bisschen! Sollen die Prognoseinstitute ruhig vorhersagen, dass das Wirtschaftswachstum 2009 um vier, fünf oder sechs Prozent ins Minus rutschen wird! Die ungefähr fünftreichste Nation der Erde kann es sicher verkraften, wenn wir wieder auf dem Stand von 2006 landen. Da ging es uns ja auch nicht schlecht. Kaufen wir einfach kleinere Autos, verzichten wir auf die Anschaffung von unnützem Kram, trinken wir wieder Wasser aus der Leitung.

Man hört das jetzt häufiger. Von Talkmastern im Fernsehen, von angesehenen Ökonomen, in feinerer Form auch vom Bundespräsidenten. »Wir haben uns eingeredet, permanentes Wirtschaftswachstum sei die Antwort auf alle Fragen«, hat Horst Köhler kürzlich gesagt. Das klang fast schon so, als wären wir über die Niederungen des Immer-mehr längst hinweg.

Machen wir uns nichts vor: Vorstellungen von einer schmerzlosen ökonomischen Schrumpfkur sind naiv. Es ist unmöglich, Minuswachstum so zu organisieren, dass jedermann seinen fairen Anteil daran trägt. Dass jeder einfach fünf Prozent weniger bekommt. Gäbe es einen solchen Weg, wäre es mit dem Schrumpfen wirklich nicht so schlimm. In Wahrheit ist es sehr schmerzhaft.

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Über die Ungerechtigkeiten wirtschaftlichen Wachstums ist viel geklagt worden, eine schrumpfende Wirtschaft aber ist noch viel ungerechter. Menschen in festen Jobs oder mit gut gesichertem Vermögen sind davon geringfügig betroffen, andere verlieren ihren Arbeitsplatz oder ihr unternehmerisches Lebenswerk. Sie stehen dann nicht vor minus 5 Prozent, sondern vor minus 100 Prozent ihres bisherigen Lebensentwurfs.

Nicht zu vergessen die bedrohlichen Kettenreaktionen, die psychologischen Effekte und die wilden Übertreibungen, die der Wirtschaft innewohnen. Ob panikartige Massenentlassungen oder Börsenzusammenbrüche, Angstsparen in den Haushalten oder Kreditknauserei bei den Banken: Furcht und Vorsicht in Krisenzeiten sind oft hemmungslos übertrieben, mehr noch als Euphorie und Gier im Boom. Menschen tun sich sehr schwer damit zurückzustecken. Sie leiden mehr unter einem verlorenen Euro, als sie sich über einen gewonnenen Euro freuen. In Zeiten der Schrumpfung, sagen manche Soziologen, sei der soziale Frieden in Gefahr.

Also brauchen wir wieder Wachstum – für den eigenen Frieden, den Frieden im Land und aus knallhart materiellen Gründen. Denn selbst wenn wir auf den nächsten Spritschlucker und den Plasmafernseher fürs Kinderzimmer verzichten wollen, müssen wir noch die steigenden Kosten unserer Gesundheitssysteme finanzieren. Wir müssen den Rentnern ihre Rente überweisen. Auf Dauer ist das nur möglich, wenn wir mit immer weniger Leuten mehr erwirtschaften.

Und dennoch sollten wir jetzt eine Wachstumsdebatte führen. Nicht über die Frage, ob wir auf Wirtschaftswachstum verzichten sollten, sondern über die Art dieses Wachstums. Denn diese Krise, die in dieser Woche zu solch verheerenden Konjunkturprognosen führt, erinnert daran, dass es gute und weniger gute Richtungen der wirtschaftlichen Entwicklung gibt. Nützliche und weniger nützliche Produkte und Dienstleistungen. Räuberische und langfristig akzeptable Ausbeutungen der Gesellschaft und der Umwelt – ein Wirtschaften ganz ohne schädliche Umweltfolgen hat noch niemand erfunden. Können Wirtschaft und Politik unter dem Eindruck der Krise einen Weg aushandeln, um dieses Wachstum in sozialere, nachhaltigere, menschenfreundlichere Wege zu lenken?

Es gibt auch andere Maßstäbe: Das Glück der Menschen zum Beispiel

Das alles klingt vage und ist schwer zu fassen – doch gibt es eigentlich nichts Unpräziseres als die bisherige Methode, mit der wir unseren Wohlstand messen. Ökonomen wie Politiker starren auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP), zu dem Statistiker alles aufaddieren, was in einer Volkswirtschaft geschaffen und geleistet wird – solange es einen Preis hat. Es ist ein haarsträubendes Konstrukt, das eine Menge Probleme schafft.

Kindererziehung und Krankenpflege daheim? Sie steigern das BIP kein bisschen. Umweltschäden, die keiner mehr beseitigen kann? Senken das BIP keineswegs. Mehr Freizeit und Selbstverwirklichung für alle? Im Zweifelsfall eher schlecht fürs BIP. Zunehmender sozialer Unfrieden und Kriminalität? Keine Auswirkung. Halt, doch! Wenn ein Hooligan eine Scheibe einwirft, muss der Glaser kommen. Dann wächst das BIP sogar.

An diesem Unsinn aber richten wir unsere Politik aus. Als Bankkonzerne dank ihrer Luftbuchungen gewaltige Gewinne verzeichneten, haben wir es dankbar als einen Teil des gestiegenen BIPs verbucht. Der Steigerung des BIPs verschreiben wir unser Bildungssystem, unsere Forschungsförderung, unsere Infrastruktur. Der Raubbau an den Wäldern, bodenzerstörende Monokulturen, die Zersetzung von Gesellschaften durch Überarbeitung – sie dienen kurzfristig der Steigerung des BIPs und zerstören langfristig die Lebensgrundlagen des Menschen. Dennoch feiern wir Länder, die beim BIP-Wachstum vorn liegen, wie Leistungssportler: Schaut her, China hat die Zehnprozentmarke gerissen!

Wirtschaftswissenschaftler suchen seit Langem nach alternativen Messzahlen für die Ökonomie, die mal die Ökologie, mal das Soziale, mal das Glück der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Diese Ideen sollte man schleunigst ausgraben und umsetzen. Wir müssen über bessere Arten des Wachstums reden. Bevor die schlechten Wirtschaftsnachrichten wieder von guten abgelöst werden und niemand mehr etwas von Alternativen hören will.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Wie kann man einen Artikel über den Zwang zum permanenten Wirtschaftswachstum verfassen, ohne die Hauptursache dafür zu benennen?

    Das Wort "Zins" kommt in diesem Beitrag nicht vor. Damit informiert Fischermann höchst selektiv, böswilligerweise könnte man ihm vereinfachenden Populismus unterstellen.

    Stellvertretend für die Relevanz des Zinses, sei hier die Argumentation des Professors für Volkswirtschaft Bernd Senf genannt:
    Der Wachstumszwang westlicher Volkswirtschaften resultiert zwingend aus dem Zinssystem, wobei die Wirtschaft dem exponentiellen Wachstum der Geldmenge nicht unbegrenzt folgen kann. Infolge dessen müssen Spannungen im Finanzsystem auftreten, welche sich in Finanzkrisen entladen und im Endeffekt zum Crash des Finanzsystems führen müssen.
    _______________________________________________________
    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

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    • iDog
    • 23.04.2009 um 12:17 Uhr

    danke !

    • iDog
    • 23.04.2009 um 12:17 Uhr

    danke !

  2. ...wenn gleich ich nicht mit allen Äußerungen konform gehe:

    "Also brauchen wir wieder Wachstum – für den eigenen Frieden, den Frieden im Land und aus knallhart materiellen Gründen."

    So? Brauchen wir den? Die Forderung von den Superreichen nach unten zu verteilen wird nicht mal in Erwägung gezogen? Reicht der Blick doch wieder nicht über den Tellerrand oder schlicht Angst vor der Holtzbrink-Macht? Würde nicht eine bessere Verteilung des erwirtschafteten Wohlstands nicht auch viel bringen?

    "Denn selbst wenn wir auf den nächsten Spritschlucker und den Plasmafernseher fürs Kinderzimmer verzichten wollen, müssen wir noch die steigenden Kosten unserer Gesundheitssysteme finanzieren."

    Das ist schon wieder Volksverdummung, sorry. Hören wir doch als erstes mal auf von "Kosten" zu sprechen. "Kosten" sind "Geld" und dieses unterliegt Währungsschwankungen, Hortungstendenzen, Spekulationen und ist bei Fiat-Money abhängig vom allgemeinen Kreditniveau. Reden wir lieber von Arbeitsleistung, um den Nebel ein bisschen zu lüften. Eine Volkswirtschaft kann nämlich nur soviel Arbeitsleistung erbringen wie sie arbeitsfähige Menschen*Arbeitsstunden hat. Und DA müssen wir uns weder ums Gesundheitssystem noch um irgendwas anderes Gedanken machen, denn arbeitsfähige unterbeschäftigte Menschen haben wir massenweise. Diese Menschen mit dem Bedarf an Arbeitskräften in Einklang zu bringen ist jetzt wieder die Aufgabe des Geld- und Steuersystems. Man muss nicht besonders klug sein um zu erkennen, dass beides derzeit grandios versagt. Bevor wir also wieder ominöses Wachstum beschwören, sollten wir vielleicht diese Baustelle angehen.

    "Und dennoch sollten wir jetzt eine Wachstumsdebatte führen. Nicht über die Frage, ob wir auf Wirtschaftswachstum verzichten sollten, sondern über die Art dieses Wachstums."

    Da sind Sie schon wieder einen Schritt zu weit. Der Wachstumszwang sollte durchaus diskutiert werden, ist er nötig oder gibt es bessere Geldsysteme die Wohlstand auch bei 0-Wachstum ermöglichen? Etwas weiter hinten führen sie ja selbst aus, wie ominös das derzeitige Wachstum des BIP berechnet wird. Und das alles nicht etwa auf der Steigerung der umlaufenden Geldmenge, sondern imho auf den nicht sehr realistischen Zahlen des Verbrauchpreisanstiegs (der normalerweise viel geringer ist). Ich bezweifle hiermit, dass wir überhaupt ein Wachstum hatten, rechnet man nämlich die Geldmengensteigerung aus dem BIP raus, dann sinkt unsere Wirtschaftsleistung seit Jahrzehnten. Das passt auch viel besser zu der Beobachtung, dass Insolvenzen und Arbeitslosigkeit steigt. Oder haben sie sich nie gefragt, was zum Teufel da überhaupt wächst?


    "Diese Ideen sollte man schleunigst ausgraben..."

    Da kann man nur zustimmen, vielleicht gehen Sie als verantwortungsvoller Journalist voran?

    "Wir müssen über bessere Arten des Wachstums reden."

    Wer sowas schreibt hat keine Ahnung von unserem Geldsystem. Wie ich weiter oben schon ausführte, müssen wir darüber reden, mit welchem System Vollbeschäftigung und eine angemessene Verteilung des Wohlstand möglich wird.
    Ein "Wachstum" in der Lebensqualität kommt dann von ganz alleine, dafür sorgt die zunehmende Automatisierung, wie sie es schon seit der industriellen Revolution tut.

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    • TDU
    • 23.04.2009 um 12:26 Uhr

    Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?. Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?

    • TDU
    • 23.04.2009 um 12:26 Uhr

    Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?. Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?

    • iDog
    • 23.04.2009 um 12:17 Uhr
    • TDU
    • 23.04.2009 um 12:20 Uhr

    Man sich ja nicht mal einig ist, ob Wachstum überhaupt notwendig ist. Einfach ausgedrückt: Der Gehaltsempfänger kann über Jahre gut auskommen, wenn die Inflationsrate moderat ausfällt und sein Betrieb nicht insolvent wird. Er braucht sich um Wachstum keine Sorgen machen.

    Der Bauer z. B. kann keine Rücklagen bilden, wenn er keine Überschüsse, also Wachstum generiert. Bei der ersten Mißernte muss er Hunger leiden, wenn nicht andere, die Überschüsse gebildet haben, bereit sind, diese mit ihm zu teilen

    Natürlich wird es Grenzen des Wachstums geben. Aber eine Gesellschaft, die meint, sie könne sich auf die Produktion zum Eigenbedarf beschränken, wird ohne Planwirtschaft, die allerdings den Mangel von vorneherein einkalkulieren muss, nicht auskommen. Sie kann das Angebot zur Vollversorgung, immerhin ist das ein Angebot der Marktwirtschaft, überhaupt nicht abgeben.

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    "Der Bauer z. B. kann keine Rücklagen bilden, wenn er keine Überschüsse, also Wachstum generiert."

    Du setzt Überschuss mit Wachstum gleich, mit welcher Begründung? Wachstum ist, wenn die Überschüsse (oder auch die produzierte Menge) über die Zeit ständig steigt. Ein bloßer Überschuss ist kein Wachstum, auch wenn man welchen daraus generieren kann (etwa durch Reinvestition). Aber das ist sowieso Mikroökonomie, die kann man nicht uneingeschränkt auf eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung übertragen.

    "Aber eine Gesellschaft, die meint, sie könne sich auf die Produktion zum Eigenbedarf beschränken..."

    Das tun die Gesellschaften doch jetzt auch. Oder produzieren wir zusätzlich noch für Außerirdische oder sowas?

    Du fällst imho auf das ökonomische Wortgekorkse vom Wachstum herein. Das Wachstum des BIP ist nichts weiter als die Preise von allen erzeugten Werten aufgerechnet. Das BIP wird also steigen, wenn z.B. die Geldmenge steigt, ohne dass dafür irgendwas mehr produziert wurde. Ebenfalls sinkt das BIP, wenn die Geldmenge sinkt und damit die Preise, selbst wenn genau noch die gleiche Menge an Waren produziert wird.

    Auf diese Weise über "Wachstum" zu diskutieren, ist ungefähr so seriös wie die berühmte Diskussion wieviele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können.

    Außerdem verwendest du die Floskel "Eigenbedarf". Wie definierst du den denn? Auch der ändert sich schliesslich ständig. Früher bestand er aus einem Kanten Brot und einem Dach übern Kopf, damit wäre heute niemand mehr zufrieden. Und nicht etwa wegen "des Wachstums" sondern schlicht, weil es heute möglich ist, die Menschen ohne großen Aufwand viel besser zu versorgen. Und warum? Weil es für alles Maschinen gibt. Nur die Automatisierung sorgt letztlich für eine Verbesserung unseres Lebenstandards, nichts sonst. Und zunehmende Automatisierung kann es auch in einer Gesellschaft mit 0-"Wachstum" (in der herkömmlichen schwammigen Definition) geben.

    "Der Bauer z. B. kann keine Rücklagen bilden, wenn er keine Überschüsse, also Wachstum generiert."

    Du setzt Überschuss mit Wachstum gleich, mit welcher Begründung? Wachstum ist, wenn die Überschüsse (oder auch die produzierte Menge) über die Zeit ständig steigt. Ein bloßer Überschuss ist kein Wachstum, auch wenn man welchen daraus generieren kann (etwa durch Reinvestition). Aber das ist sowieso Mikroökonomie, die kann man nicht uneingeschränkt auf eine volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung übertragen.

    "Aber eine Gesellschaft, die meint, sie könne sich auf die Produktion zum Eigenbedarf beschränken..."

    Das tun die Gesellschaften doch jetzt auch. Oder produzieren wir zusätzlich noch für Außerirdische oder sowas?

    Du fällst imho auf das ökonomische Wortgekorkse vom Wachstum herein. Das Wachstum des BIP ist nichts weiter als die Preise von allen erzeugten Werten aufgerechnet. Das BIP wird also steigen, wenn z.B. die Geldmenge steigt, ohne dass dafür irgendwas mehr produziert wurde. Ebenfalls sinkt das BIP, wenn die Geldmenge sinkt und damit die Preise, selbst wenn genau noch die gleiche Menge an Waren produziert wird.

    Auf diese Weise über "Wachstum" zu diskutieren, ist ungefähr so seriös wie die berühmte Diskussion wieviele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können.

    Außerdem verwendest du die Floskel "Eigenbedarf". Wie definierst du den denn? Auch der ändert sich schliesslich ständig. Früher bestand er aus einem Kanten Brot und einem Dach übern Kopf, damit wäre heute niemand mehr zufrieden. Und nicht etwa wegen "des Wachstums" sondern schlicht, weil es heute möglich ist, die Menschen ohne großen Aufwand viel besser zu versorgen. Und warum? Weil es für alles Maschinen gibt. Nur die Automatisierung sorgt letztlich für eine Verbesserung unseres Lebenstandards, nichts sonst. Und zunehmende Automatisierung kann es auch in einer Gesellschaft mit 0-"Wachstum" (in der herkömmlichen schwammigen Definition) geben.

    • TDU
    • 23.04.2009 um 12:26 Uhr

    Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?. Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?

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    "Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?"

    Die Frage ist falsch. Die derzeitige Armut entsteht durch permanente Geldverknappung für die ua die Superreichen mit verantwortlich sind, da sie mit ihren Zinsforderungen und Renditen immer mehr Geld aus dem Markt ziehen.

    Wenn du denen also was wegnimmst und es wieder in den Markt gibst, führt das dazu, dass die Menschen wieder mehr zur Verfügung haben, mehr nachfragen können und die Arbeitslosigkeit sinkt usw. quasi ein Anti-Teufelskreis.

    "Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?"

    Den Satz versteh ich nicht, kannst du ein Beispiel dafür bringen, wie du das meinst?

    "Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?"

    Die Frage ist falsch. Die derzeitige Armut entsteht durch permanente Geldverknappung für die ua die Superreichen mit verantwortlich sind, da sie mit ihren Zinsforderungen und Renditen immer mehr Geld aus dem Markt ziehen.

    Wenn du denen also was wegnimmst und es wieder in den Markt gibst, führt das dazu, dass die Menschen wieder mehr zur Verfügung haben, mehr nachfragen können und die Arbeitslosigkeit sinkt usw. quasi ein Anti-Teufelskreis.

    "Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?"

    Den Satz versteh ich nicht, kannst du ein Beispiel dafür bringen, wie du das meinst?

    • Chali
    • 23.04.2009 um 13:12 Uhr

    Es gibt kein "Wir" - mittlerweile nicht mehr!

    Es gibt Gruppen - Beamte; reiche Freiberufler und arme,
    Leute, die noch Arbeit haben und Leute, die schon keine mehr haben,
    Leute unter 30 und Senioren... Leute mit Kindern und Leute ohne Kinder, die für die Kinder "der anderen" aufkommen sollen.

    Leute, die Schulden haben - z.B. ihren Pro-kopf-Anteil an den Staatsschulden, und Leute, die die Staatsschulden haben - als Anlage haben.

    "Jeder für sich und Gott für uns alle"!

  3. Um nicht zu crashen muß das globale Industriesystem den Exodus aus dem 2%-Wachstumszwang-Regime organisieren. Und das wird auch gelingen, denn dieses Macht-Nr.1-System ist steuerungssystemisch trickreich hergestellt - à la Rumpelstilzchen. Es ist nicht alternativlos und 'naturgemäß', sondern machtgeboren. Wer die Steuerungssystem-Tricks kennt, weiß, wie die Ordnung-des-nachhaltigen-Wirtschaftens instrumentell ausgestattet sein wird. Mit etwas Evolutionsprozess- und Chaosphysik kann der Exodus diskutiert und gestaltet werden. Alles Große ist bekanntlich genial einfach. Den Crash der Industriekultur zu verhindern zählt zu den großen Aufgaben.

    Angela Merkel wird im Rahmen ihrer Charta-für-nachhaltiges-Wirtschaften-Initiative die Diskussion starten. Wer heute schon informiert sein will, der google unter EPIKUR-Projekt. Etwas Systemdenken ist leider zur Erkenntnis des Einfachen nötig.

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    ... dieses esoterische , ähem, Geschreibsel? Enthält ja einige richtige Fakten, aber die Flächentariferhöhungen für das Ansteigen irgendeines Zinssatzes verantwortlich zu machen. Äh, sowas sollte man schon sehr genau belegen.

    Aber wenn ich mir das so durchlese, es ist derart verwirrend, dass es durchaus möglich ist, dass die Merkel das aufgreift, ihrem extrem tiefen ökonomischen Sachverstand würde ich das durchaus zutrauen *g*

    Zitat:
    "[Bundestag] ...Er wird jährlich über die Höhe des Grund-/Zusatz-Einkommens entscheiden."

    Und das Geld dafür kommt konkret WOHER? Hab ich das schlicht überlesen zwischen all dem "utopisch" und "schöpferisch" oder wird diese zentrale Frage sich zu gegebener Zeit schon klären ;-)

    ... dieses esoterische , ähem, Geschreibsel? Enthält ja einige richtige Fakten, aber die Flächentariferhöhungen für das Ansteigen irgendeines Zinssatzes verantwortlich zu machen. Äh, sowas sollte man schon sehr genau belegen.

    Aber wenn ich mir das so durchlese, es ist derart verwirrend, dass es durchaus möglich ist, dass die Merkel das aufgreift, ihrem extrem tiefen ökonomischen Sachverstand würde ich das durchaus zutrauen *g*

    Zitat:
    "[Bundestag] ...Er wird jährlich über die Höhe des Grund-/Zusatz-Einkommens entscheiden."

    Und das Geld dafür kommt konkret WOHER? Hab ich das schlicht überlesen zwischen all dem "utopisch" und "schöpferisch" oder wird diese zentrale Frage sich zu gegebener Zeit schon klären ;-)

  4. "Was passiert, wenn das Geld der Superreichen, Überschüsse in Folge von Wachstum, ausgegeben ist?"

    Die Frage ist falsch. Die derzeitige Armut entsteht durch permanente Geldverknappung für die ua die Superreichen mit verantwortlich sind, da sie mit ihren Zinsforderungen und Renditen immer mehr Geld aus dem Markt ziehen.

    Wenn du denen also was wegnimmst und es wieder in den Markt gibst, führt das dazu, dass die Menschen wieder mehr zur Verfügung haben, mehr nachfragen können und die Arbeitslosigkeit sinkt usw. quasi ein Anti-Teufelskreis.

    "Wollen Sie es aber dauerhaft in Reserve haben, muss es sich doch vermehren, denn die, für die es in Reserve gehalten wird, wachsen doch auch?"

    Den Satz versteh ich nicht, kannst du ein Beispiel dafür bringen, wie du das meinst?

    Antwort auf "Mein Problem ist"
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    "Die Frage ist falsch. Die derzeitige Armut entsteht durch permanente Geldverknappung ..."

    Gesegnetes Simbabwe, Land des Überflusses! Deine Söhne und Töchter können sich glücklich schätzen, wird doch auch die geringste Tätigkeit, die kleinste Handreichung mit überreichlich vielen Dollars belohnt. Dieser stetige Dollarquell wird in alle Ewigkeit Milch und Honig fließen lassen.

    Laut Helmut Creutz leidet auch derjenige in der Gesellschaft unter dem Zins, der gar nicht verschuldet ist, weil auch er indirekt Zinsen zahlen muß. Denn jedes Unternehmen berücksichtigt die Belastung durch aufgenommene Kredite in der Preiskalkulation seiner Waren und Dienstleitungen.

    Creutz berechnete den Anteil des Zinses in den Preisen von Waren und Dienstleistungen mit bis bis zu 40 %!

    Hinzu kommt, daß ca. 15% der Steuereinnahmen dazu verwendet werden, Zinsen für die aktuellen Staatsschulden zu bezahlen - Tendenz rapide steigend!

    Helmut Creutz: Die Schatten des Zinses sind nicht nur unmoralisch

    http://www.helmut-creutz.de/
    _______________________________________________________
    Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]

    "Die Frage ist falsch. Die derzeitige Armut entsteht durch permanente Geldverknappung ..."

    Gesegnetes Simbabwe, Land des Überflusses! Deine Söhne und Töchter können sich glücklich schätzen, wird doch auch die geringste Tätigkeit, die kleinste Handreichung mit überreichlich vielen Dollars belohnt. Dieser stetige Dollarquell wird in alle Ewigkeit Milch und Honig fließen lassen.

    Laut Helmut Creutz leidet auch derjenige in der Gesellschaft unter dem Zins, der gar nicht verschuldet ist, weil auch er indirekt Zinsen zahlen muß. Denn jedes Unternehmen berücksichtigt die Belastung durch aufgenommene Kredite in der Preiskalkulation seiner Waren und Dienstleitungen.

    Creutz berechnete den Anteil des Zinses in den Preisen von Waren und Dienstleistungen mit bis bis zu 40 %!

    Hinzu kommt, daß ca. 15% der Steuereinnahmen dazu verwendet werden, Zinsen für die aktuellen Staatsschulden zu bezahlen - Tendenz rapide steigend!

    Helmut Creutz: Die Schatten des Zinses sind nicht nur unmoralisch

    http://www.helmut-creutz.de/
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