Türkei - Armenien: Das G-Wort
Die verfeindeten Nachbarn Türkei und Armenien wollen sich versöhnen. Aber es gibt Widerstand in beiden Ländern: Die Nationalisten streiten über die Frage des Genozids

© Mustafa Ozer/AFP/Getty Images
Ein verfallener Grenzbahnhof zwischen der Türkei und Armenien im osttürkischen Kars
Nach dem Mord waren weit mehr als 100.000 Türken gekommen, um zu trauern. "Wir sind alle Armenier", riefen sie – aus Solidarität. Ein gedungener 17-jähriger türkischer Nationalist hatte im Januar 2007 den armenischen Journalisten Hrant Dink vor seiner Redaktion mit zwei Schüssen in den Kopf ermordet. Auf der Straße ist heute davon nichts zu sehen. Keine Gedenkplatte erinnert an Dink, kein Schild weist hin auf seine Zeitung Agos an dem stucküberladenen Haus im Stadtteil Sisli.
Erst in den Redaktionsfluren spricht die Erinnerung. Hrant Dink hängt an allen Wänden, auch in seinem ehemaligen Büro. Dort sitzt heute der Dink-Nachfolger und Chefredakteur Etyen Mahçupyan. Ein Mann mit graumeliertem Bart und Sätzen, die nie schwarzweiß daherkommen. Anfang dieser Woche wurde das Verfahren gegen die nationalistischen Mörder und ihre Hintermänner fortgesetzt. "Der Prozess", sagt Etyen Mahçupyan, "ist der Versuch der Türkei, der Wahrheit ins Auge zu blicken".
Die Türkei entdeckt ein bedrängtes Volk im eigenen Land und totgeschwiegene Nachbarn: die Armenier. Über die Verbrechen, die das Osmanische Reich an ihnen beging, können türkische Intellektuelle heute ungestraft reden. Die türkische Regierung verhandelt mit der armenischen Regierung über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Nach zähen Verhandlungen einigten sich die beiden Staaten heute sogar auf eine Roadmap zur Normalisierung ihrer Beziehungen.
Es sind alte Fronten, die da am Kaukasus aufbrechen. Doch bleibt nicht der Streit um den Völkermord an den Armeniern 1915, dem am 24. April gedacht wird? Die armenische Diaspora im Westen pocht weiter auf die Anerkennung des Genozids durch die Türken. Noch immer leugnet der türkische Staat das Verbrechen. Doch eine neue Generation von Armeniern, Türken und einigen mutigen Politikern will das ändern.
Der Fußball brachte die verfeindeten Länder zusammen
Amerikas Präsident Obama gab den Ton an, als er Anfang April in der Türkei das Wort Genozid geschickt umschiffte. Dann ermunterte er Türken und Armenier, diplomatische Beziehungen aufzunehmen. "Wenn der US-Präsident das Wort benutzt hätte", sagt der armenische Chefredakteur Mahçupyan, "hätten in der Türkei die Nationalisten triumphiert, jedes Zugeständnis an Armenien wäre eine Niederlage gewesen". So aber reiste der türkische Außenminister in die armenische Hauptstadt Jerewan, um die Sache voranzutreiben.
Verhandelt wird über die Öffnung der seit 16 Jahren abgeriegelten Grenze. Stillgelegte Straßen und Bahnstrecken sollen belebt werden. Jerewan soll nach dem Wunsch der Türkei die Grenzlinie anerkennen und auf Träume von "Westarmenien" verzichten. Gesprochen wird auch über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Einrichtung einer Kommission beider Regierungen, die die gemeinsame Geschichte, die Völkermordfrage, aufarbeiten soll.
Das wäre nicht weniger als eine diplomatische Revolution. Einen ersten beherzten Schritt dahin machte der konservative Präsident Abdullah Gül. Ausgerechnet während eines Fußballspiels. Für die Begegnung Armenien gegen die Türkei flog er als erster Präsident der Türkei nach Jerewan. Gül fuhr in einer Autokolonne mit türkischen und armenischen Flaggen. Für das Essen mit dem armenischen Präsidenten Sersch Sarkissjan unterbrach Gül, der gläubige Muslim, sein Fasten im Ramadan. Durchs Fußballstadion wehten hintereinander die Klänge der armenischen und der türkischen Nationalhymne. Gül und Sarkissjan gelobten, sich die historische Chance nicht entgehen zu lassen. Sie begannen ernsthaft zu verhandeln. In Ankara heulten die nationalsäkularen Gralshüter: "Verrat!", in Jerewan bellten die Nationalisten: "Keine Grenzöffnung ohne Anerkennung des Genozids!"
Nationalistische Verbände in Armenien und in der Diaspora halten nicht viel von der Annäherung – sie wollen den Genozid durch viele Parlamente der Welt anerkennen lassen und die Türkei zu Reue und Reparationszahlungen zwingen. Einige planen gar, die türkische Ostgrenze zu verschieben – im Washingtoner Büro des Armenian National Committee of America hängt eine Karte von Großarmenien über dem Kamin. Doch nur das Ziel der Genozid-Anerkennung wurde in einigen Ländern erreicht. Timothy Garton Ash hat sich mit anderen namhaften Historikern gegen diese Art "Erinnerungspolizei" verwahrt. In der Schweiz werde man verurteilt, wenn man den Genozid leugne, in der Türkei bestraft, wenn man das Massenmorden so benenne. Absurd, sagt er.
Doch auch auf der türkischen Seite gibt es Kräfte, die eine Annäherung verhindern wollen. Das säkular-kemalistische Establishment hat jahrelang eine dreiste Anti-Genozid-Kampagne geführt. Ihre zentrale Behauptung war, die Türken seien selbst Opfer eines Völkermords durch Armenier geworden: Filme und Dokumente sollten ihre abenteuerliche These zementieren. Der Lüge wurden sogar Denkmäler gebaut. Türkische Politiker und Diplomaten drohten dem Ausland mit Rache, sollte es die armenischen Forderungen anerkennen.
Nun zeigt ein neuer Bericht des Thinktanks European Stability Initiative (ESI), dass die türkische "Genozid-Diplomatie fast komplett gescheitert ist". Die ganze Welt spreche heute vom Völkermord an den Armeniern. Wenn seriöse Historiker die Fakten von 1915 mit den UN-Konventionen vergleichen, haben sie kaum Zweifel, dass es einer war. Die Nationaltürken laut ESI sind in der Sackgasse, genauso wie die armenischen Genozid-Missionare. "Äußerer Druck führt nur zu Verhärtung", sagt Etyen Mahçupyan in der Agos- Redaktion. "Normalisierung in der Türkei muss von innen kommen."
Die ist heute mit Händen zu greifen. Die armenische Zeitung Agos etwa ist jetzt zwei Mal so dick wie noch zu Hrant Dinks Zeiten. Viele haben geholfen, damit die Redaktion aufs Doppelte wachsen konnte. Jetzt hofft Agos auf die Öffnung der Grenze zu Armenien, um weiter zu expandieren. In der Türkei werden armenische Kirchen restauriert, ein armenisches Radio ging auf Sendung, an Universitäten sollen armenische Fakultäten eingerichtet werden. Eine Ausstellung osmanischer Postkarten, Bücher und neue Filme rücken die Welt der Armenier ins Bewusstsein. Schon 2005 diskutierten türkische Wissenschaftler in Istanbul die Verbrechen von 1915 – das Grußwort kam von Abdullah Gül. "Die Anerkennung des armenischen Lebens in der Türkei ist auch dem guten Willen der AKP-Regierung zu verdanken", sagt Etyen Mahçupyan. "Die kleinen Schritte bereiten die Menschen auf Größeres vor."
Noch vor zwei Jahren sollten der Nobelpreisträger Orhan Pamuk und andere Schriftsteller für ihre Äußerungen zum Völkermord bestraft werden. Der kemalistische Staatsanwalt, der hinter den Verfahren stand, sitzt heute wegen Zugehörigkeit zur nationalistischen Putsch- und Terrortruppe Ergenekon im Gefängnis. Das hat vielen Mut gemacht. Im Dezember 2008 startete eine Gruppe türkischer Intellektueller eine Kampagne im Internet. Sie "bitten um Entschuldigung für die große Katastrophe von 1915". Bis heute haben mehr als 30.000 Türken unterschrieben, von Armeniern aus aller Welt kamen Worte des Danks.
Der Nachbar droht: Er könne sein Gas auch nach Russland liefern
Was hindert Türken und Armenier also noch, die Grenze zu öffnen? Diese Region mit ihren Bergen und Schluchten. Der Kaukasus ist schließlich der Superlativ von kompliziert. Armenien hat einen Feind, der traditionell eng mit den Türken befreundet ist – Aserbajdschan. Der an Öl und Gas reiche Turkstaat fordert von Armenien die Region Berg-Karabach zurück. Armenische Nationalisten hatten Karabach und einige Grenzbezirke Anfang der neunziger Jahre nach Pogromen beider Seiten besetzt. Sie vertrieben die Aseris aus der Gegend. Als Reaktion darauf riegelte die Türkei 1993 die Grenze zu Armenien ab. Wenn sich diese nun öffnen soll, ist Aserbajdschan natürlich dagegen.
Der aserische Präsident Ilham Alijew droht der Türkei seit Wochen. Er könne auch anders; zum Beispiel mit Moskau. Mit dem Kreml hat er vereinbart, aserisches Gas nach Russland zu liefern, das auch über die Türkei nach Europa gehen könnte. Obendrein hat Alijew in Ankara die Nationalkemalisten mobilisiert. Die zetern nun, dass die AKP-Regierung die aserischen Brüder verkaufe. Schon fühlt sich Premier Tayyip Erdoğan unter Druck. Nein, keine Grenzöffnung ohne armenische Zugeständnisse in Berg-Karabach, verspricht Erdoğan. Prompt schreien die armenischen Nationalisten auf: "Wie werden uns niemals auch nur einen Millimeter bewegen!" So ist das am Kaukasus. Grenzen lassen sich hier nur im politischen Überlebenskampf gegen Nationalisten öffnen. Erdoğan und Sarkissjan werden ohne Mut und ein paar Blessuren nicht ins Geschichtsbuch kommen.
Ihre Völker würden es ihnen danken. Ein Bericht der International Crisis Group beschreibt eindrücklich, wie die Türkei und das isolierte Armenien von der Grenzöffnung und einem lockeren Visaregime profitieren würden: Handel und Tourismus würden verarmte Randregionen aufblühen lassen, die Macht radikaler armenischer Diasporaverbände und türkischer Nationalisten würde gebrochen. Gerade das ist Etyen Mahçupyan von Agos wichtig. "Wenn die Staaten den richtigen Rahmen schaffen, werden die Gesellschaften sich öffnen, die Leute zusammenkommen", hofft er. Dazu gehöre, aufrichtig über die Vergangenheit zu sprechen. "Die Ereignisse müssen wahrheitsgemäß erzählt werden. Das Wort Genozid ist dabei nicht wichtig."
Wann also beginnt die Grenzrevolution am Kaukasus? Optimisten sagen, irgendwann noch vor dem Herbst. Dann wollen Tausende Armenier aus Jerewan nach Istanbul fahren – zum Rückspiel für die Fußballweltmeisterschaft.





Na geht doch.
Da gehen zwei Völker auf einander zu und reden über die ihre Vergangenheit.
Sie wollen über die Wahrheit sprechen auch wenn sie schmerzt.
Wenn man sich mit Respekt und Toleranz begegnet und über seine Differenzen und Meinugsverschiedenheiten spricht,
mit den Hebeln Wahrheit und Einsicht und sie dann zu einer gemeinsamen "verständnisvollen" Anschaung bringt,
erhält man eine unglaublich große Belohnung.....Frieden
Ich hoffe dass da nicht doch noch jemand quer schießt.
Schließlich geht es ja auch noch um ein Stück Land dort und ein wenig Gas hier.
Brenzlige Komponenten bei Verhandlungen halt.
Wie auch in Deutschland, hat die Türkei einige Tabuzonen und Lebenslügen.
Im osmanischen Reich galten die (christlichen) Armenier als Fünfte Kolonne der Engländer /Franzosen / Russen. Man kann diese Ereignisse mit Recht als Genozid bezeichnen. In der Türkei gab es, wie man sieht, gemeinsame Interessen der "Jungtürken" und der späteren Kemalisten. Kemal Atatürk hatte nicht das Bedürfnis, seinem Volk den "aufrechten Gang" abzugewöhnen.
So wie die Deutschen im Sudetenland sich nach 1918 mehr und mehr radikalisierten und ihren Blick auf Deutschland und Hitler richteten, so war es ähnlich mit den Armeniern. Fünfte Kolonnen, auch noch während eines Krieges, werden eben nicht gut behandelt, wie man am Fall der Türkei gegenüber den Armeniern sieht.
Und die Tschechen warfen nach dem 2. Weltkrieg die hochprozentig naziverhetzten und fanatisierten Deutschen aus Böhmen und Mähren raus. In der Slowakei lief es wohl ähnlich. Man gebrauchte dafür das Wort "Abschub". Schlägt das Pendel zu sehr auf die eine Seite, kommt es irgendwann mit Kraft und Macht zurück. Aber nur vernünftige hochintelligente Politiker bringen die Kraft und das persönliche Format zu einer Politik des Ausgleichs auf. Die "Primitiven", die es sich leicht machen und mit dem Strom schwimmen wollen, wie jahrelang Stoiber, gehen zu den Sudetendeutschen Tagen und halten ihre populistischen, verlogenen, geschichtsrevisionistischen Reden, was an anderer Stelle auch MdB Steinbach ständig tut. Ewiggestrige eben. Bei uns in D. leider mehr als genug. Dumm geblieben, nichts gelernt, bei den politischen Hausaufgaben geschwänzt.
springen sollten Sie sich an die Fakten halten: Die Vertreibung und Ermordung der Sudetendeutschen ist mit dem 2. Weltkrieg begründet worden, geht aber als Plan in Wirklichkeit auf den Panslawistischen Kongress von 1848 zurück. Deshalb wurden ja auch jüdische Sudetendeutsche von den tchechischen Nationalisten (bzw. "Antifaschisten") ebenso beraubt.
Zum Völkermord an den Armeniern müssen Sie wissen, dass er nicht erst 1915 begonnen hat, sondern in Etappen durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch stattfand. Das Geschwätz von der 5. Kolonne ist türkische Propaganda.
Den Sudetendeutschen wurde nach dem 1. Weltkrieg das Selbstbestimmungsrecht verweigert. "Abschub" ist ein verharmlosender Begriff der Tschechen für menschenrechtswidrige "ethnische Säuberungen". Türken wie Tschechen bezeichnen ihre jeweiligen Vertriebenen als "fünfte Kolonne". "Ewig gestrig" hängt wohl vom Standpunkt ab. Für mich sind IMs und Stasis ewig gestrig.
für seine Haltung zu brenzlichen Völkerfragen. Wie jeder Mensch, auch jedes Volk hat neben Vorzügen auch seine Schattenseiten. Der Bundeskanzler Helmut Kohl wußte wann die Zeit ist und man den Schlußstrich hinter den erschämenden Ereignissen machen muß - und hat es auch getan. In heilenden Wunden soll man nicht herumstochern - sonst wird es immer schlimmer. Um das zu begreifen ist Frau Steinbach noch zu jung und die ihr Ähnlichen auch.
Zur Türkei selbst: der erste Weltkrieg ist läangst vorbei, junge Türken arbeiten in Deutschland, die heutige Lage in der Türkei ist gut beschrieben - dieses Land ist für die EU noch nicht reif genug - Deutschland sollte kleine Scritte und Andeutungen unterlassen - Eu hat genug Staten und Sorgen auch.
springen sollten Sie sich an die Fakten halten: Die Vertreibung und Ermordung der Sudetendeutschen ist mit dem 2. Weltkrieg begründet worden, geht aber als Plan in Wirklichkeit auf den Panslawistischen Kongress von 1848 zurück. Deshalb wurden ja auch jüdische Sudetendeutsche von den tchechischen Nationalisten (bzw. "Antifaschisten") ebenso beraubt.
Zum Völkermord an den Armeniern müssen Sie wissen, dass er nicht erst 1915 begonnen hat, sondern in Etappen durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch stattfand. Das Geschwätz von der 5. Kolonne ist türkische Propaganda.
Den Sudetendeutschen wurde nach dem 1. Weltkrieg das Selbstbestimmungsrecht verweigert. "Abschub" ist ein verharmlosender Begriff der Tschechen für menschenrechtswidrige "ethnische Säuberungen". Türken wie Tschechen bezeichnen ihre jeweiligen Vertriebenen als "fünfte Kolonne". "Ewig gestrig" hängt wohl vom Standpunkt ab. Für mich sind IMs und Stasis ewig gestrig.
für seine Haltung zu brenzlichen Völkerfragen. Wie jeder Mensch, auch jedes Volk hat neben Vorzügen auch seine Schattenseiten. Der Bundeskanzler Helmut Kohl wußte wann die Zeit ist und man den Schlußstrich hinter den erschämenden Ereignissen machen muß - und hat es auch getan. In heilenden Wunden soll man nicht herumstochern - sonst wird es immer schlimmer. Um das zu begreifen ist Frau Steinbach noch zu jung und die ihr Ähnlichen auch.
Zur Türkei selbst: der erste Weltkrieg ist läangst vorbei, junge Türken arbeiten in Deutschland, die heutige Lage in der Türkei ist gut beschrieben - dieses Land ist für die EU noch nicht reif genug - Deutschland sollte kleine Scritte und Andeutungen unterlassen - Eu hat genug Staten und Sorgen auch.
Es macht Hoffnung zu sehen, wie sich beide Völker langsam, aber sicher annähern. Machen wir uns nichts vor. Geifernde Nationalisten beider Ländern werden entweder den Völkermord abstreiten oder von einem Großarmenien fabulieren (was sich im übrigen mit nationalistischen kurdischen Gebietsansprüchen überschneidet) und damit versuchen die Annäherung zu verhindern.
Torpediert werden diese Annäherungen auch von Ländern wie Frankreich, die den Genozid vom Parlament absegnen lassen, aber im Algerienkrieg selber 1,5 Millionen Menschen massakriert, gefoltert und ganze Landstriche in Algerien entvölkert haben. In einigen Französischen Schulbüchern wird dies nicht als Völkermord dargestellt, sondern das Frankreich den Algeriern "die Zivilisation gebracht" hätte. Unfassbar, aber genauso wahr - wie in türkischen Geschichtsbüchern der Völkermord verleugnet wird.
Die Grenzen sollte man sofort, auch mit Kontrollen, öffnen. Alles andere wird sich dann einspielen. Die Geschichte kann man nicht ändern. Auch in Deutschland scheiterten alle Politiker, die sich die "Geschichte" zurecht biegen wollte, weil Sie sich weigerten, die echte Geschichte zu sehen. Ein abwegiges Beispiel: Wir verteidigen angeblich am Hindukusch die Freiheit mit dem Ergebnis: die Taliban werden immer stärker und die Deutschen in Deutschen verarmen auf Anweisung der Politik immer mehr. Jetzt fürchten Sie die Rache der Verarmten, wie in Frankreich und Griechenland geschehen.
springen sollten Sie sich an die Fakten halten: Die Vertreibung und Ermordung der Sudetendeutschen ist mit dem 2. Weltkrieg begründet worden, geht aber als Plan in Wirklichkeit auf den Panslawistischen Kongress von 1848 zurück. Deshalb wurden ja auch jüdische Sudetendeutsche von den tchechischen Nationalisten (bzw. "Antifaschisten") ebenso beraubt.
Zum Völkermord an den Armeniern müssen Sie wissen, dass er nicht erst 1915 begonnen hat, sondern in Etappen durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch stattfand. Das Geschwätz von der 5. Kolonne ist türkische Propaganda.
Es gibt wohl nur eine Lösung die allen drei Seiten gerecht wird. Verabschiedung der Armenier vom Großarmenischen Traum - genauso wie sich auch die Griechen 1924 von Großgriechenland verabschieden mussten (und damals lebten noch viele Griechen in Kleinasien - in Westarmenien lebt fast kein Armenier mehr).
Dafür werden die Türken den Völkermord anerkennen müssen - egal wie man ihn nun bezeichnet. Und was Aserbeidschan angeht: Berg-Karabach ist auf Dauer genauso wenig allein lebensfähig wie die aserbeidschanische Exklave Nachitschewan. Das Beste währe wohl ein kompletter Bevölkerungsaustausch zwischen diesen ungefähr gleich großen Gebieten - sprich ein Tausch Nachitschewan gegen Karabach. Gleichzeitig die Öffnung der Grenzen zwischen den drei Ländern.
Nachitschevan und berg Karabach sind die Gebiete von Aserbaidschan.berg Karabach liegt direkt in Aserbaidschan und hat keine Verbindung mit Armenien.Niemand kann das erlauben, in der Mitte eigenen Staat noch eine neue Staat zu bauen. Aber Nachitschivan ist einfach der Nachbar von Armenien.In der berg Karabach wohnte nicht nur armeniern sondern auch aserbaidschanern.Deswegen hat Aserbaidschan zur Zeit ungefähr 1 000 000 Flüchtlinge und Vertriebene.Wenn du die Bevölkerung von Nachitschvan zu berg Karabach deportierst, dann wohin die Vertriebene und Flüchtlinge gehen mussen? Zum Vergleich möchte ich sagen, in Armenien wohnen ungafähr 2 Mil. Menschen ( in Aserbaidschan sind allein Flüchtlinge und Vertriebene 1 Mil.).deshalb ist deiene Lösüng einfach lächerlich! Armenien träumen immernoch mit 2 Mil. Bevölkerung von Grossarmenien.
Nachitschevan und berg Karabach sind die Gebiete von Aserbaidschan.berg Karabach liegt direkt in Aserbaidschan und hat keine Verbindung mit Armenien.Niemand kann das erlauben, in der Mitte eigenen Staat noch eine neue Staat zu bauen. Aber Nachitschivan ist einfach der Nachbar von Armenien.In der berg Karabach wohnte nicht nur armeniern sondern auch aserbaidschanern.Deswegen hat Aserbaidschan zur Zeit ungefähr 1 000 000 Flüchtlinge und Vertriebene.Wenn du die Bevölkerung von Nachitschvan zu berg Karabach deportierst, dann wohin die Vertriebene und Flüchtlinge gehen mussen? Zum Vergleich möchte ich sagen, in Armenien wohnen ungafähr 2 Mil. Menschen ( in Aserbaidschan sind allein Flüchtlinge und Vertriebene 1 Mil.).deshalb ist deiene Lösüng einfach lächerlich! Armenien träumen immernoch mit 2 Mil. Bevölkerung von Grossarmenien.
Türkei muss und soll endlich die Armenierfrage zum Abschluss bringen. Dazu müssen beide Seiten sämtliche Archive öffnen. Die Türkei hatte dies schon getan. Nun liegt es an der armenischen Seite zu beweisen, wie sehr es an einem Frieden mit der Türkei tatsächlich interessiert ist.
So können endlich die Geschehnisse vor 1923 aufgeklärt werden. Noch heute findet man in der Türkei Massengräber, in denen hunderte von Menschen liegen. Es soll endlich die Wahrheit ans Licht kommen und die Toten und Täter identifiziert werden. Die Öffentlichkeit hat einen Anspruch auf die Wahrheit. Schließlich wurde sie 90 Jahre an der Nase rumgeführt.
Die Diaspora-Armenier müssten zudem endlich aufhören, ihr Land als Marionette zu benutzen. Armenien ist und bleibt Überlehbensunfähig, wenn es nicht endlich seinen Frieden mit den Nachbarn findet. Das muss nun endlich jeder begreifen!
Für den Frieden ist es unbedingt notwendig, dass Armenien endlich
a) seine Archive öffnet
und
b) sich aus Karabach zurückzieht, damit die 1, 5 Millionen Flüchtlinge aus dieser Region endlich in Ihre Heimat zurückkehren können.
Ich habe Angst, dass die Diaspora Armenier und einige EU- Staaten diesen historischen Friedenprozess torpedieren könnten, um ihrer Aversion gegen die Türkei freien Lauf zu lassen. Deswegen darf die Türkei und besonders Armenien nicht mehr isoliert werden.
Den Sudetendeutschen wurde nach dem 1. Weltkrieg das Selbstbestimmungsrecht verweigert. "Abschub" ist ein verharmlosender Begriff der Tschechen für menschenrechtswidrige "ethnische Säuberungen". Türken wie Tschechen bezeichnen ihre jeweiligen Vertriebenen als "fünfte Kolonne". "Ewig gestrig" hängt wohl vom Standpunkt ab. Für mich sind IMs und Stasis ewig gestrig.
Lieber heitgitsche,
Ich stimme Ihnen zu, dass der Begriff "Abschub" der Sudetendeutschen wirklich verharmlosend ist. Vertreibung wäre eher zutreffender...
Aber was haben Sie erwartet, dass die Sudetendeutschen und Tschechen wieder zusammenleben könnten, als ob nichts wäre. Haben Sie vergessen, wass die Wehrmacht und Co. dort angerichtet hat...
So weit ich weiß, wurde Tschechien von uns überfallen... und raten Sie mal wer nicht dagegen unternommen hat...
Was wäre Ihrer Ansicht nach das richtige Vorgehen gewesen?
Lieber heitgitsche,
Ich stimme Ihnen zu, dass der Begriff "Abschub" der Sudetendeutschen wirklich verharmlosend ist. Vertreibung wäre eher zutreffender...
Aber was haben Sie erwartet, dass die Sudetendeutschen und Tschechen wieder zusammenleben könnten, als ob nichts wäre. Haben Sie vergessen, wass die Wehrmacht und Co. dort angerichtet hat...
So weit ich weiß, wurde Tschechien von uns überfallen... und raten Sie mal wer nicht dagegen unternommen hat...
Was wäre Ihrer Ansicht nach das richtige Vorgehen gewesen?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren