Autoboom Hoffnung China
Die Automultis setzen auf den Wachstumsmarkt in der Volksrepublik – doch der Staat fördert dort vor allem die einheimischen Hersteller
In den 97. Stock schaffte es der neue Porsche nur hochkant. Die Tür ging gerade noch zu im Lastenaufzug des Shanghai World Financial Center, des zweithöchsten Gebäudes der Welt. Oben in der Spitze des Turmes wurde der neue Panamera, das viertürige Porsche-Coupé, erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Noch nie zuvor hatte Porsche eine Fahrzeugpremiere in China zelebriert.
Endlich gab es etwas zu feiern. Nicht nur das neue Auto, sondern auch den chinesischen Markt, der einzigen weltweit, der noch ohne Abwrackprämie wächst. Während andere Automessen mit Absagen zu kämpfen haben, treten die internationalen Autokonzerne diese Woche in Shanghai groß auf: Mercedes präsentiert seine geliftete S-Klasse mit sparsamem Hybridantrieb, Audi die neue Generation des Geländewagens Q7, Rolls-Royce (BMW-Konzern) gab den Namen für sein neuestes Modell preis – RR Ghost. Hauptsache, dabei sein im boomenden Autoland China. Während die Märkte in den USA, Europa, Japan und Russland zweistellig einbrachen, wuchs der chinesische Markt in den ersten drei Monaten 2009 um fast vier Prozent auf gut 2,7 Millionen Autos. Damit wurden dort in einem Quartal sogar mehr Autos verkauft als in den USA, das gab es noch nie.
Erstmals verkaufen lokale Hersteller mehr Autos als Japaner oder Deutsche
Auch die Volkswagen AG, mit gut 17 Prozent Anteil mit Abstand Marktführer in China, konnte einen Rekord vermelden. Noch nie haben die Wolfsburger in einem Monat so viele Fahrzeuge verkauft wie im März 2009. Ein Zuwachs von neun Prozent. Im ersten Quartal kommt Volkswagen auf ein Plus von knapp sechs Prozent. Doch die Zeiten Anfang des Jahrzehnts, als der in China früh gestartete Konzern mit seinen chinesischen Joint-Venture-Partnern noch mehr als 50 Prozent Marktanteil hielt, werden nicht wiederkommen. Japanische Hersteller sind mit gut 30 Prozent Marktanteil an den deutschen Autobauern vorbeigezogen, auch die koreanischen Hersteller (acht Prozent) konnten im bevölkerungsreichsten Land der Erde deutlich zulegen.
Aber das ist nicht der einzige Druck, dem sich Volkswagen und andere westliche Hersteller ausgesetzt sehen.
Erstmals werden die lokalen chinesischen Produzenten in diesem Jahr mit mehr als 30 Prozent den größten Marktanteil erobern – noch vor den Japanern. Dass sie sich ausgerechnet in der Krise nach vorne schieben, hat auch politische Gründe. Die chinesische Führung unterstützt die lokalen Hersteller nach Kräften. Deshalb konnten die heimischen Marken mit ihren meist kleineren und preiswerten Fahrzeugen ihren Marktanteil zulasten der größeren Fahrzeuge, die meist ausländische Markenzeichen tragen, erhöhen. Als Ziel hat der Mitte März veröffentlichte Hilfsplan für die einheimische Autoindustrie einen Marktanteil von 40 Prozent angepeilt. Allein ins chinesische Hinterland pumpt die Regierung 730 Millionen US-Dollar. Dort leben 64 Prozent der Bevölkerung Chinas, in Regionen, in denen die westlichen Produzenten unterrepräsentiert sind. Der einheimische Hersteller Geely kündigte auf der Shanghai-Automesse an, bis 2010 insgesamt 32 neue Modelle auf den Markt zu bringen.
Ingenieure aus dem Westen machen sich über chinesische Fahrzeuge lustig
Westliche Ingenieure neigen dazu, die ungelenken chinesischen Fahrzeuge nicht ernst zu nehmen. So fiel jüngst schon wieder ein Fahrzeug des chinesischen Herstellers Brilliance durch den ADAC-Crashtest, allerdings vor allem, weil die jüngsten Testkriterien auch neue elektronische Helfer wie ESP mitbewerteten. Nach den zuvor geltenden Spielregeln hätte der Brilliance BS4 noch ordentlich abgeschnitten. »Wir machen uns heute über die Autos lustig«, warnt Jürgen Kracht, Gründer und Chef der Unternehmensberatung Fiducia, die seit Jahrzehnten auf den chinesischen Markt spezialisiert ist, »aber wir sollten sie nicht unterschätzen.« Die globale automobile Landschaft werde sich insbesondere durch chinesische Konzerne, die um die heutigen Unternehmen wie SAIC, FAW, Dongfeng, Changan und Geely entstehen, maßgeblich verändern.
Selbstverständlich wird den Chinesen das nicht über Nacht gelingen. Derzeit sind sie dabei, zu Hause die Märkte für Billigfahrzeuge und die untere Mittelklasse zu erobern. Dann werden sie in andere sich entwickelnde Märkte in den asiatischen Nachbarstaaten und nach Russland, Südamerika und Afrika vordringen. Vor allem dorthin also, wo die Autos der etablierten Hersteller zu teuer sind. Erst wenn die Chinesen in diesen Märkten Erfahrungen gesammelt haben, werden sie sich in etablierte Märkte wagen.
Aber bei manchen neuen Technologien versuchen die Chinesen schon ganz vorne mitzumischen – vor allem bei alternativen Antrieben. So kommt etwa der Hersteller BYD, der mit Batterien für Handys groß wurde, im Bereich der Elektroautos schnell voran. Das sei eine Bedrohung, die aktuell unterschätzt werde, da man diese Technologien den Herstellern aus den Schwellenländern nicht zutraue, sagt Kracht. »Aus meiner Sicht ein großer Fehler.« Zwar sei ihre Technik nicht unbedingt ausgereifter, aber die Chinesen brächten sie schneller auf den Markt. »Und der Staat kann ihnen schnell Märkte schaffen«, betont der Berater den Vorteil.
- Datum 22.09.2009 - 13:27 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 23.04.2009 Nr. 18
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Man müsse schon zur Kenntnis nehmen, »dass die Chinesen über eine starke Regierung verfügen und deshalb schneller reagieren können als Demokratien«.
Herr Stadler, Sie können gern nach China, wo Sie die Regierung ja so lieben, auswandern - es hält Sie niemand hier. Aber dann sollten Sie auch das Leben der Bauern oder der Chemiearbeiter leben.
Kapital kann gut mit Diktaturen, das haben Krupp, BASF & Co. auch schon mal bewiesen...
China das Land der neuen Maerkte!
Die Realitaet bestand dann darin das die Produktions nach China verlagert wurde und das Herr Kunz seinen Arbeitsplatz hier verloren hat. Das gleiche Produkt was Firma AP dann in China produzierte mit gleichem Preis hier verkauft natuerlich mit Made in Germany Plakette mit jedoch bedaenglichen Produktmaengeln. Dann gab es natuerlich die Kopien der neuen Brotmaschine, sehr aehnlich aufgebaut wie von Firma AP, jedoch bis auf dem verbrannten Brot konnte man dann gluecklich sein wenn die Wohnung nicht mitabbrannte. Herr Kunz sitzt jetzt in Hartz IV, hat all sein Vermoegen verloren und jetzt kommt raus das China eigentlich nur chinesische Firmen foerdert. Die Firma AP hat durch den Patentklau ihren Markennamen verloren und ist schon seit Jahren pleite, dabei war diese doch so ein Innovations und Zukunftsprojekt mit vielen Geldern aus Deutschland gefoerdert.
So aehnlich ergeht es allen blauaeugigen Schildbuergern aus Deutschland die in China glauben neue Maerkte zu eroeffnen. Es geht dabei nur um die Zukunft Deutschlands und um die Menschen hier mit deren Sicherheiten diese Firmen spielen.
Die meisten Laender bewegen sich schon lange raus aus China da die Produktion auch dort zu teuer wird. Nur die dummen Deutschen mit ihrem High tech haben vergessen das die Tuer zu China schon lange zu ist.
Als Dank das wir China wirtschaftlich aufgebaut haben werden wir hier von roter KP Propaganda ueberschwemmt und beschimpft wenn wir Kritiken oder Berichterstattung aufzeigen das sich bisher die Versprechen der chinesischen Regierung zu unseren Werten wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Luft aufgeloest haben.
Auch achtet man weder unserer Werte noch unsere Patnetrechte und dies kostet Deutschland mehr als die Finanzkrise bisher gekostet hat. Dies kostet die Zukunft unserer Kinder. Als Alternative kann man immer noch chinesisch lernen und mal nach China reisen um zu erfahren wie das Leben unter einer Diktatur ist und das man fuer die Autosammlung der KPC Bosse in Wirklichkeit arbeitet.
.. wuchs der chinesische Markt in den ersten drei Monaten 2009 um fast vier Prozent auf gut 2,7 Millionen Autos. Damit wurden dort in einem Quartal sogar mehr Autos verkauft als in den USA, das gab es noch nie. ..
Stimmt, Reisen bildet!
.. und mal nach China reisen um zu erfahren wie das Leben unter einer Diktatur ist ..
.. wuchs der chinesische Markt in den ersten drei Monaten 2009 um fast vier Prozent auf gut 2,7 Millionen Autos. Damit wurden dort in einem Quartal sogar mehr Autos verkauft als in den USA, das gab es noch nie. ..
Stimmt, Reisen bildet!
.. und mal nach China reisen um zu erfahren wie das Leben unter einer Diktatur ist ..
.. wuchs der chinesische Markt in den ersten drei Monaten 2009 um fast vier Prozent auf gut 2,7 Millionen Autos. Damit wurden dort in einem Quartal sogar mehr Autos verkauft als in den USA, das gab es noch nie. ..
Stimmt, Reisen bildet!
.. und mal nach China reisen um zu erfahren wie das Leben unter einer Diktatur ist ..
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