NS-Zeit Die Fußvölker der »Endlösung«Seite 3/3
Die Rekrutierung ähnelte der Auswahl für die SS-Totenkopfverbände
Insofern repräsentierten die in Gefangenenlagern rekrutierten Wachmänner eben gerade nicht den Durchschnitt der männlichen Bevölkerung ihrer Länder, sondern sie wurden zu erheblichen Teilen auch aufgrund ihrer vermuteten positiven Einstellung zum nationalsozialistischen Vernichtungsprogramm in das SS-Ausbildungslager aufgenommen. Die Rekrutierungspraxis der Trawnikis ähnelte – bei allen sonstigen Unterschieden – eher der der SS-Totenkopfverbände und der SS-Verfügungstruppen als der der deutschen Polizei.
Die hier aufgeworfene Perspektive steht im Kontrast zur bisherigen vergleichenden Forschung über deutsche und nichtdeutsche Beteiligte am Holocaust, die in der Regel auf die außergewöhnliche »psychologische Drucksituation« der Hiwis hinweist, die in keiner Form mit dem Druck auf die Mitglieder deutscher Organisationen vergleichbar sei. Viele Fragen sind noch genauer zu klären: Wie genau fand die Rekrutierung der Trawnikis in den Kriegsgefangenenlagern statt? Wie hoch war der Anteil der Personen, die eine Tätigkeit bei den Trawnikis ablehnten? Wie erklärt sich der vergleichsweise hohe Anteil an Deserteuren bei den Trawnikis? Wie war die Beziehung zwischen den vorrangig aus deutschen SS-Männern bestehenden Kompanie- und Bataillonsführern und den nichtdeutschen Wachmännern? Es ist zu hoffen, dass der Prozess gegen John Demjanjuk zur Klärung wenigstens einiger dieser Fragen beitragen kann.
Stefan Kühl ist Professor für Organisationssoziologie an der Universität Bielefeld. Von ihm sind erschienen »The Nazi Connection. Eugenics, American Racism and German National Socialism« (Oxford University Press 2002) und »Die Internationale der Rassisten. Der Aufstieg und Niedergang der internationalen Bewegung für Eugenik und Rassenhygiene im zwanzigsten Jahrhundert« (Campus Verlag 1997)
- Datum 22.05.2009 - 17:27 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 23.04.2009 Nr. 18
- Kommentare 15
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Journalist unser in der "Zeit"
geheiligt werden deine Zeilen
Dein Artikel komme
Unsere Busse geschehe
Wie in Print, so auch on Paper
Unseren taeglichen Naziartikel gib uns heute
Und vergib uns nie unsere Erbschuld
wie auch wir nie vergeben unseren Nazivorfahren
Und führe uns nicht in Versuchung
sondern erzaehle uns staendig von dem Bösen
Denn dein ist die Bundesrepublik Deutschland
(im Original stand hier etwas von REICH!!! Ungeheuer. )
und das Nichtvergessen
und die Demut in Ewigkeit.
Amen.
[Anm.: Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. /Die Redaktion pt.]
Kommt er oder kommt er nicht? Oder besser was ist der Sinn solcher Prozesse das sollten sich mal die Veranstalter wirklich fragen.
Gespenster jagen oder das Recht zu sprechen für Zukünftige Generation?
Für Demjanjuk ist es die einmalige Gelegenheit bestraft zu werden... aufräumen wenn man so will..
Ach was, ein allzu billig erkaufter Gutmenschbonus für Deutschland, das ja mit den eigenen Volksgenossen unter den Nazis sehr pfleglich umging.
Am Schluss wird sich noch herausstellen, dass die bösen Osteuropäer die Deutschen verführt haben, Juden umzubringen, selber wären sie nie auf die Idee gekommen.
Der Herr Professor betont doch in jedem Satz, die Deutschen wären mehr, schlimmer usw gewesen (auch wenn es offensichtlich mal gar nicht passt).
Ich empfehle mal dringend diesen Dokumentarfilm zu sehen "Le chagrin et la pitié (1969)
siehe auch hier
Da werden nicht nur die Mythen der Resistance demontiert, auch das Ausmaß an Angst vor den Bolchevisten und allseits verbreiteter Antisemitismus wird beleuchtet.
Zwar nur am Beispiel Frankreich aber die Zahlen der Kriegsfreiwilligen der SS aus anderen Ländern spricht für sich. siehe Wikipedia!
Es ist wichtig zu erkennen wie einfach man simple Menschen zu Massenmördern manipulieren kann, trotz all der "patriotischen" Geschichtsschreibung der vielen "Widerständler", die dies vergessen machen wollen.
Das schmälert überhaupt nicht die Verantwortung der Deutschen (höchstens deren Dämonisierung, wie z.B. aktuell in der Schweiz), aber Geschichtsklitterung hilft nicht zukünftiges Unheil zu vermeiden und verbrecherische Regime zu verhindern!
Der Herr Professor betont doch in jedem Satz, die Deutschen wären mehr, schlimmer usw gewesen (auch wenn es offensichtlich mal gar nicht passt).
Ich empfehle mal dringend diesen Dokumentarfilm zu sehen "Le chagrin et la pitié (1969)
siehe auch hier
Da werden nicht nur die Mythen der Resistance demontiert, auch das Ausmaß an Angst vor den Bolchevisten und allseits verbreiteter Antisemitismus wird beleuchtet.
Zwar nur am Beispiel Frankreich aber die Zahlen der Kriegsfreiwilligen der SS aus anderen Ländern spricht für sich. siehe Wikipedia!
Es ist wichtig zu erkennen wie einfach man simple Menschen zu Massenmördern manipulieren kann, trotz all der "patriotischen" Geschichtsschreibung der vielen "Widerständler", die dies vergessen machen wollen.
Das schmälert überhaupt nicht die Verantwortung der Deutschen (höchstens deren Dämonisierung, wie z.B. aktuell in der Schweiz), aber Geschichtsklitterung hilft nicht zukünftiges Unheil zu vermeiden und verbrecherische Regime zu verhindern!
Der Herr Professor betont doch in jedem Satz, die Deutschen wären mehr, schlimmer usw gewesen (auch wenn es offensichtlich mal gar nicht passt).
Ich empfehle mal dringend diesen Dokumentarfilm zu sehen "Le chagrin et la pitié (1969)
siehe auch hier
Da werden nicht nur die Mythen der Resistance demontiert, auch das Ausmaß an Angst vor den Bolchevisten und allseits verbreiteter Antisemitismus wird beleuchtet.
Zwar nur am Beispiel Frankreich aber die Zahlen der Kriegsfreiwilligen der SS aus anderen Ländern spricht für sich. siehe Wikipedia!
Es ist wichtig zu erkennen wie einfach man simple Menschen zu Massenmördern manipulieren kann, trotz all der "patriotischen" Geschichtsschreibung der vielen "Widerständler", die dies vergessen machen wollen.
Das schmälert überhaupt nicht die Verantwortung der Deutschen (höchstens deren Dämonisierung, wie z.B. aktuell in der Schweiz), aber Geschichtsklitterung hilft nicht zukünftiges Unheil zu vermeiden und verbrecherische Regime zu verhindern!
Mit dem Begriff "Schoah", so populär er auch sein mag, unterschlägt der Autor die gleichfalls vollzogene Vernichtung der Roma (Zigeuner). Korrekterweise sollte man den Zusammenhang des KZ bei Sobibor mit der "Aktion Reinhard" herstellen.
Im Rahmen des "Generalplan Ost", war auch die Vertreibung und Vernichtung der slawischen Bevölkerung Osteuropas beschlossene Sache. Begriffe wie "Schoah" oder "Holocaust" reduzieren das deutsche Expansionsprogramm "Lebensraum im Osten" auf die "Nazis gegen Juden"- Problematik. Tatsächlich haben die Pläne jedoch ihren Ursprung bereits im Kaiserreich, wie z.B. im dem Gedanken die deutschen Amerikaauswanderer nach Osten umzuleiten. Das Recht unterentwickelte Ureinwohner zu verdrängen oder zu assimilieren, wurde damals als selbstverständliches Naturgesetz bereits in Kinder- und Schulbüchern vermittelt.
Die Jugend literarisch auf Linie bringen - sprachliche Strategien des Völkermords
Die Entstehung des mächtigsten Industriestaats der Welt, die USA diente als Vorbild und deren Rassentrennungsgesetzgebung galt als "Stand der modernen Wissenschaft".
http://en.wikipedia.org/w...
_______________________________________________________
Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
wie wir schon in der Schule gelernt haben, z.B. die Vertreibung hatte ihre Ursache in Hitlers Krieg.
Wie vor einer Wand steht man, so auch in diesem Artikel, wenn man fragt, wieso es kommen konnte, daß Nicht-Deutsche gegen den Boschewismus kämpften. Vorsichtig gefragt, vielleicht hatte es etwas mit dem Wesen des Bolschewismus zu tun. [...]
[Gekürzt. Bitte gehen Sie vorsichtig mit historisch behafteten Begriffen um und verzichten Sie bitte auf diskriminierende Äußerungen. Danke. /Die Redaktion pt.]
...Schweinerei wie die von Chien Sibelois steht erstmal stundenlang unkommentiert hier.
Das ist ja ekelerregend. Und sicher werde ich jetzt von der Redaktion eine Bitte runtergeschrieben bekommen, ich solle sachlich argumentieren.
Das, liebe Redaktion, wäre aber doch ehrlich gesagt der reinste Hohn, wenn diese unsägliche Hetze von Chien da weiter problemlos stehen darf, nicht?
Wer. Chien, waren denn 'die Träger des Bolschewismus'? Und was hat das mit dem massenhaften Abschlachten von Juden zu tun?
Sie sind ja ganz schön feige, dass Sie da so verklausulieren müssen. [...]
[Anm.: Der betreffende Kommentar wurde in der Zwischenzeit moderiert. Und ja, bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Argumentation, anstatt Ihrerseits auf persönliche Beleidigungen zurückzugreifen (Kommentar gekürzt). Danke. /Die Redaktion pt.]
...Schweinerei wie die von Chien Sibelois steht erstmal stundenlang unkommentiert hier.
Das ist ja ekelerregend. Und sicher werde ich jetzt von der Redaktion eine Bitte runtergeschrieben bekommen, ich solle sachlich argumentieren.
Das, liebe Redaktion, wäre aber doch ehrlich gesagt der reinste Hohn, wenn diese unsägliche Hetze von Chien da weiter problemlos stehen darf, nicht?
Wer. Chien, waren denn 'die Träger des Bolschewismus'? Und was hat das mit dem massenhaften Abschlachten von Juden zu tun?
Sie sind ja ganz schön feige, dass Sie da so verklausulieren müssen. [...]
[Anm.: Der betreffende Kommentar wurde in der Zwischenzeit moderiert. Und ja, bitte bemühen Sie sich um eine sachliche Argumentation, anstatt Ihrerseits auf persönliche Beleidigungen zurückzugreifen (Kommentar gekürzt). Danke. /Die Redaktion pt.]
Eine ausführliche Fassung des Artikels mit Literaturangaben und kommentierenden Fußnoten kann als Working Paper Nr. 3/2009 von der Website an der Uni Bielefeld heruntergeladen werden
http://www.uni-bielefeld....
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren