Island Besser den Euro als gar kein Geld

Island hat seine EU-skeptische Regierung abgewählt. Die Insel ist bankrott, sie sucht Anschluss an die EU – und stellt Bedingungen

Die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten, Jóhanna Sigurðardóttir. Ihre Partei hat gute Chancen, die Wahl zu gewinnen

Die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten, Jóhanna Sigurðardóttir. Ihre Partei hat gute Chancen, die Wahl zu gewinnen

Der Außenminister legt die Füße auf den Couchtisch und macht ein paar Vorschläge zur Umgestaltung der Europäischen Union. »Natürlich möchten wir den Fischereikommissar stellen, wenn wir Mitglied werden«, sagt Össur Skarphéðinsson. Wer verstehe schließlich mehr von diesem Geschäft als die Isländer? Als Gegenleistung würden die Inselbewohner den Kontinentaleuropäern erklären, wie sie endlich die Erdwärme nutzen könnten, die auch unter ihren Füßen schlummere. In Ungarn zum Beispiel, schwört Skarphédinsson, habe die Geothermie eine echte Zukunft, in Slowenien, auch in Deutschland. »Amsterdam und Paris liegen auf Wärmepools, sagen unsere Wissenschaftler. Unser Know-how könnte der EU helfen, ihre Klimaschutzziele zu erreichen.« Skarphéðinsson nimmt die Füße vom Tisch und bröselt sich ein Häuflein Schnupftabak auf den Daumenballen. Er meint das alles ernst.

Am Wochenende wählen die Isländer, und Skarphéðinssons Sozialdemokraten haben gute Chancen zu gewinnen. Noch sind sie der kleinere Partner in einer Großen Koalition. Doch nun stehen die krisengeschockten und revoltierenden Isländer im Begriff, die konservative und Brüssel-feindliche Unabhängigkeitspartei nach 18 Jahren ununterbrochener Herrschaft aus dem Amt zu jagen. Für die Mehrheit der Bevölkerung steht seit Monaten fest, dass die Konservativen den Absturz des Landes durch eine Laisser-faire-Politik gegenüber den Banken nicht nur heraufbeschworen, sondern auch beim Management der kreppa, der Krise, jämmerlich versagt haben. In einem Akt, der als die Küchengeräte-Revolution in die Geschichte des Landes eingehen könnte, zogen Tausende Isländer eine Woche lang mit Töpfen und Pfannen vor den Regierungssitz, um sich Neuwahlen zu ertrommeln. Als beim abendlichen Kochlöffelschwingen Handgreiflichkeiten gegen Minister drohten und die Polizei zum ersten Mal seit den Protesten gegen den Nato-Beitritt Islands 1949 Tränengas einsetzen musste, sahen die Konservativen ein, dass es Zeit war zu gehen.

Die Neuwahlen sind nun eher Formsache, ein Wahlkampf fällt de facto aus. Wenige Tage vor dem Urnengang sind allenfalls vereinzelte Plakate zu entdecken, auch öffentliche Auftritte finden kaum statt. Der Sieg der Sozialdemokraten gilt längst als sicher, die Frage lautet bloß: Schaffen sie es, den Wählern die von ihnen angestrebte EU-Mitgliedschaft schmackhaft zu machen?

Der Streit um Europa und die EU wird in Zeitungsbeiträgen, Fernsehdebatten und Kneipen ausgetragen, und die Stimmung hat sich deutlich nach links gewendet, hin zu den EU-Befürwortern. Der notwendige Papierkram für einen Aufnahmeantrag an die Europäische Union, glaubt Außenminister Skarphéðinsson, könnte bis Juni erledigt sein. Island könnte dann, eher unerwartet, das 28. Mitglied der Union werden. In Brüssel breitet der Erweiterungskommissar schon die Arme aus. »Die Verhandlungen könnten schnell vonstatten gehen«, sagt der Finne Olli Rehn. Immerhin sei Island eine der ältesten Demokratien der Welt – und seine Mitgliedschaft würde die EU atlantisch abrunden.

Die politische Thermodynamik allerdings verhält sich etwas anders, als Skarphéðinsson und Rehn wähnen: Island braucht die Wärme der Europäischen Union, vor allem die des Euro, viel dringender als umgekehrt. Alle drei Banken der Insel sind im vergangenen Krisenjahr kollabiert, die Arbeitslosigkeit ist von zwei auf zehn, die Inflation auf knapp zwanzig Prozent emporgeschnellt. Jeden Tag gehen drei Firmen Pleite. Island, die Finanzumwälzpumpe im Nordatlantik, die jahrelang mit zweistelligen Zinssätzen Kapital anzog und für Investitionen in aller Welt weiterleitete, ist den Infarkttod gestorben. Der Wert der einst hoch gehandelten Krone hat sich binnen eines Jahres mehr als halbiert. »Wenn die Isländer jetzt sagen, sie wollen der Euro-Zone beitreten, löst das hier schallendes Gelächter aus«, sagt ein Brüsseler Diplomat.

Genau das sagen sie aber – was bleibt ihnen auch übrig? Das Ansinnen einer Währungsunion mit Norwegen hat Oslo unlängst dankend zurückgewiesen, und der Dollar ist für ein Land, das 80 Prozent seines Außenhandels mit Europa betreibt, keine ernsthafte Option. Immer mehr hartgesottene EU-Gegner auf der Insel erkennen deshalb an, dass die Zukunft entweder Brüssel heißt oder Niflheim – wie die lebenserstickende Eiswelt der Sagas.

Was also spricht gegen die EU? Wer mit Isländern über Europa spricht, der muss über Fisch sprechen. Der Fischfang steht in Island stellvertretend für Souveränität – und damit für die Grenzen akzeptabler Einmischung. Um seine Küstengewässer vor Überfischung zu schützen, weitete Island sein Hoheitsgebiet bis 1976 auf 200 Meilen aus. Dabei kam es im wörtlichen Sinne zu Zusammenstößen zwischen isländischen Trawlern und britischen Kriegsschiffen. Bis Westminsters Flotte schließlich beidrehte. »Wir sind wahrscheinlich das einzige Land, das das britische Empire jemals auf See besiegt hat«, witzelt der Reykjavíker Politikprofessor Ólafur Harðarson. »Ich will damit sagen, dass unsere Fischgründe uns als vitale Ressource gelten. Sollte ein EU-Beitritt bedeuten, dass spanische oder schottische Trawler hier herumkurven dürfen, dann«, er reißt die Augen auf, »vergiss es! Ganz einfach.«

Dass es so weit kommen könnte, ist zwar so gut wie ausgeschlossen. Doch wer in EU-Gewässern wie viel Fisch fangen darf, legen die Nationen nicht für sich allein fest, sondern per Mehrheitsbeschluss im europäischen Ministerrat. So soll vermieden werden, dass einzelne Ländern sich maßlos an wandernden Fischschwärmen bereichern und damit auch die Bestände für andere schädigen.

Der Gedanke gemeinsamer Regulierung sei ja gut, sagt der Chef der isländischen Fischerboot-Vereinigung, Friðrik Arngrímsson. Aber warum müssten italienische oder polnische Politiker darüber mitentscheiden, wer welche Menge aus dem Nordmeer ziehen dürfe? »Wir regeln per Abkommen mit Großbritannien, Norwegen und Russland schon selber, wer welchen Anteil an den Heringsschwärmen bekommt«, sagt er. Das funktioniere gut.

Die Fischereipolitik der EU, andererseits, gilt selbst in Brüssel als gescheitert. »Die meisten europäischen Bestände sind überfischt«, heißt es in einem Arbeitspapier, niedrige wirtschaftliche Effizienz stehe hohen Umweltschäden gegenüber.

Während Islands Fischer also, durchaus nicht grundlos, vor den Konsequenzen eines EU-Beitritts warnen, werfen ihnen die EU-Freunde auf der Insel Panikmache vor. Es sei einfach »Unsinn« zu behaupten, die EU erhalte die Kontrolle über die Fischerei. »Die Union hat noch niemals vitale Ressourcen eines Landes unter ihre Verwaltungshoheit genommen, weder den finnischen Wald noch das britische Öl«, sagt Andrés Pétursson von der »Europäischen Bewegung« in Island. Kiefern und Ölquellen pflegen allerdings auch nicht über Ländergrenzen hinwegzuschwimmen.

Womöglich aber nehmen größere Fische den Isländern die Entscheidung über einen EU-Beitritt ab. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben mehrfach betont, ohne den Lissabon-Vertrag könne die Union keine neuen Mitglieder aufnehmen. Das gelte, heißt es aus offiziellen Quellen, auch für Island.

Islands sozialdemokratischer Außenminister will das nicht ganz glauben. »Ich spüre keinen Widerstand bei den Deutschen, kein bisschen«, sagt Össur Skarphéðinsson. Man könne Island doch auch nicht allen Ernstes mit EU-Kandidatenländern auf dem Balkan vergleichen. Reykjavík habe Europa schließlich die Sagas gebracht, später die Abrüstungsverhandlungen – und als Nächstes vielleicht ein klügeres Fischereimanagement. Skarphéðinsson weist mit dem Daumen auf den Reykjavíker Hafen hinaus. »Wir können das besser«, sagt er. Vielleicht wäre es noch leichter, ihm solche Sätze abzunehmen, wenn sein Land nicht pleite wäre.

 
Leser-Kommentare
  1. Sorry, bloß weil Island pleite ist, müssen wir es noch lange nicht aufnehmen in die EU. Jahre vorher gab es doch auch zig mehr oder weniger gute Gründe dagegen!
    Die isländischen Politiker sollten endlich von ihrem hohen Ross herunterkommen - wer in die EU will, muss deren Regeln akzeptieren und nicht andersrum.
    Und den Euro könnte Island auch ohne EU-Beitritt einführen - per currency board ähnlich wie z.B. Bosnien. Nur dass dann nicht die üppigen Strukturfonds und die Hilfen bei Zahlungsbilanzungleichgewichten der EU fließen würden.

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    Tausende Europäer wurden unwiederbringlich von isländischen Banken geschädigt und die isländische Regierung weigert sich den geschädigten zu helfen.
    Zum Thema Geothermie ganz im Ernst als könnten die Europäer keine eigenen Technologien entwickeln ansonsten werden einfach alle Wissenschaftler und firmen aufgekauft Schluss Ende Aus! Warum sollten wir ganz Island retten? Das kommt uns viel Teurer als den Einkauf der Technologie...im Moment würden die Firmen wohl Siemens oder wem auch immer an den Hals springen, wenn ein Angebot ins Haus käme. Vor allen dingen warum sollten wir das pardon popelig kleine Land Island noch Bedingungen stellen lassen? Wer sind wir denn?

    Tausende Europäer wurden unwiederbringlich von isländischen Banken geschädigt und die isländische Regierung weigert sich den geschädigten zu helfen.
    Zum Thema Geothermie ganz im Ernst als könnten die Europäer keine eigenen Technologien entwickeln ansonsten werden einfach alle Wissenschaftler und firmen aufgekauft Schluss Ende Aus! Warum sollten wir ganz Island retten? Das kommt uns viel Teurer als den Einkauf der Technologie...im Moment würden die Firmen wohl Siemens oder wem auch immer an den Hals springen, wenn ein Angebot ins Haus käme. Vor allen dingen warum sollten wir das pardon popelig kleine Land Island noch Bedingungen stellen lassen? Wer sind wir denn?

    • HHuber
    • 25.04.2009 um 10:42 Uhr

    "Wenn die Isländer jetzt sagen, sie wollen der Euro-Zone beitreten, löst das hier schallendes Gelächter aus" - hoffentlich bleibt es dabei

    • clubby
    • 25.04.2009 um 10:46 Uhr

    Den Isländer die Arme auszubreiten ist doch Schwachsinn.
    Jagt sie weg! Sollen sie bleiben wo sie sind, aber nicht in die EU.
    Der EINZIGE Grund für ihr Wandel ist die schiere Verzweiflung und reiner Opportunismus. Sie sind keine Teamplayer und werden nie welche sein.

    Ergo werden wir in der EU NUR Probleme mit diesen Querdenkern und Starrköpfen haben. Sobald es wieder besser geht, wird die EU der Bösewicht sein, und werden wir nur Steine und Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen (Stichwort EU-Verfassung).

    Die EU ist im Moment selber nicht krisenfrei und muß schon bei den vorhandenen Mitgliedern versuchen die Krise abzufedern, das ist so schon schwierig genug.

    Noch dazu kommt, daß immer noch die gemeinsame Verfassung als Fundament fehlt und die Integration der Osterweiterung bei weitem noch nicht abschlossen ist.

    Ergo muß sie EU ihre bereits vorhandenen Probleme in den Griff bekommen und sich weiter stärken, bevor sie sich neue aufhalst.

    • clubby
    • 25.04.2009 um 10:54 Uhr

    Wie sollte man das der Türkei erklären?
    Die geben sich schon seit Jahren alle Mühe reinzukommen und WOLLEN aktiv mit dabei sein und sich anpassen...wir weisen sie stetig ab...hier dagegen Island das die EU über Jahre mit Füßen tritt und nun dann , nur weil es da gnädiger Weise mal nicht mehr tut, gleich aufgenommen wird....wo leben wir denn? Wäre ich Türke würde ich mir vera.... vorkommen in dieser Situation und sagen, sch... was auf die EU.
    Das wäre wiederum viel schlechter für uns, denn ein wirklich gemäßigter, demokratischer Staat in Richtung Islam wäre uns in Zukunft wichtig weil wirklich Brücken- und Frieden bauend und Völker verbindend.

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    • Anonym
    • 25.04.2009 um 13:08 Uhr

    Wie sollte man das der Türkei erklären?
    Die geben sich schon seit Jahren alle Mühe reinzukommen und WOLLEN aktiv mit dabei sein und sich anpassen...

    Prinzipiell hat nicht die EU zu erklären, warum sie jemanden abweist, denn das warum? ist allgemein bekannt. Es gibt da Richtlinien, werden diese erfüllt, ist eine Aufnahme kein Problem mehr.
    Die Türkei hat so um die 35 Posten bekommen, die sie abzuarbeiten hat und ist nach etwas mehr als 20 Jahren nun dabei sich um Nummer 10 zu kümmern - nicht, dass sie irgendeines dieser Probleme gelöst hat, nein, sie schaut es sich lediglich mal an. Ich denke, dass man das schlechterdings nicht "Mühe" nennen kann. geschweigedenn WIllen oder Anpassung.

    Nur weil es strategisch für Amerika gut wäre, einen Landeplatz für ihre Langstreckenbomber in der Region zu haben, der nicht ständig in Bedrohung steht, angegriffen zu werden heißt das nocht nicht, dass die Türkei eine Bereicherung für die EU wäre. Im Gegenteil.

    Doch hier soll es ja eigentlich nicht um die Türkei gehen. Daher auch noch ein Satz zu Island: Die EU ist kein Club, in den man mal reinschaut, wenn es gerade gut passen würde.

    Salus Publica Suprema Lex

    • Anonym
    • 25.04.2009 um 13:08 Uhr

    Wie sollte man das der Türkei erklären?
    Die geben sich schon seit Jahren alle Mühe reinzukommen und WOLLEN aktiv mit dabei sein und sich anpassen...

    Prinzipiell hat nicht die EU zu erklären, warum sie jemanden abweist, denn das warum? ist allgemein bekannt. Es gibt da Richtlinien, werden diese erfüllt, ist eine Aufnahme kein Problem mehr.
    Die Türkei hat so um die 35 Posten bekommen, die sie abzuarbeiten hat und ist nach etwas mehr als 20 Jahren nun dabei sich um Nummer 10 zu kümmern - nicht, dass sie irgendeines dieser Probleme gelöst hat, nein, sie schaut es sich lediglich mal an. Ich denke, dass man das schlechterdings nicht "Mühe" nennen kann. geschweigedenn WIllen oder Anpassung.

    Nur weil es strategisch für Amerika gut wäre, einen Landeplatz für ihre Langstreckenbomber in der Region zu haben, der nicht ständig in Bedrohung steht, angegriffen zu werden heißt das nocht nicht, dass die Türkei eine Bereicherung für die EU wäre. Im Gegenteil.

    Doch hier soll es ja eigentlich nicht um die Türkei gehen. Daher auch noch ein Satz zu Island: Die EU ist kein Club, in den man mal reinschaut, wenn es gerade gut passen würde.

    Salus Publica Suprema Lex

  2. Das Artikel fand ich gut und auskünftreich.

    Es gibt für ein kleines Land wie Island die Gefahr, das es die einzige Ressource die es hat, für immer loszuwerden droht durch Überbefishung von den Britischen und Spanischen Flotten, wenn vorher nicht ganz genau in Klausulen bestimmt wird, wieviel jedes land fischen dürfte.

    Auch glaube ich dass die Isländer, für so ein kleines Land, die EU noch sehr viel Nützen bringen könnten.

    Selbst habe ich einst eine Zeitlang in Island gearbeitet, und ich glaube, dass die Isländer tatsächlich viel technisches, ökologisches und soziales Wissen haben, dass es sonst in der EU kaum gibt (nur die Schweiz und Norwegen, auch beide keine Mitglieder, kommen da in der Nähe) , und dass die ganze EU weiter helfen konnte.

    Man denke dabei an dauerhafte Fischerei, Erdheizung, Treibhaus-Landwirtschaft, Familienplanung, Gleichberechtigung, Abrüstung, und Demokratie - alles Gebiete, wo die Isländer Pionier-Arbeit geleistet haben.

    Der Schuld der heutigen Wirtschaftskrise liegt bei einige Börsenspekulanten, von denen es leider überal jene gibt, und dabei sind die Hauptschuldigen keine Isländer, sondern Amerikaner die auf Wall Street
    tätig waren (und sind).

    Deswegen verstehen ich nicht, mit welchen Hetz die Ëinsender vor mir gegen dieses Kleines land gewittert haben.

    Könnte es sein, dass es diesmal "erlaubt"ist, weil Island zufällig ein kleines, weisses nordeuropeisches Land ist?

    Zu klein zum fürchten (entweder politisch oder wirtschaftlich), und zu weiss um sich den Rassismusverdacht aus zu setzen.

    Man denke sich mal ein, wie anders da diskutiert würde, wenn hier nicht die EU-Mitgliedschaft Islands, sondern die der Türkei zur Diskussion stände.

    Ja, dann würden diese Einsender sich so nicht melden, oder sie hatten schon sehr viel agressiive Gegenangriffe im Kauf nehmen müssen.

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    denn wir haben, weiss Gott, derzeit andere Probleme als einen weiteren "Fastpleitestaat" aufzunehmen und wenn es die EU Buerokraten noch so reizt fuer sich selbst eine weitere Einnahmequelle zu erschliessen.

    Und dann auch noch Bedingungen stellen, hoffentlich haelt uns Bruessel hier
    nicht ein weiteres mal fuer "bedingt zurechnungsfaehig" arno-cote d'azur

    • SeppD
    • 25.04.2009 um 12:14 Uhr

    Die Sorge der Isländer kann man schon verstehen. Aber wir sollten die EU-Mitgliedschaft nicht inflationär an Länder verschenken, die gestern dies noch vehement abgelehnt haben und es bei nächster Gelegenheit wieder tun werden.
    Was die Finanzkrise angeht, waren die USA zwar der Drahtzieher, aber Island war ein sehr eifriger Helfershelfer. Deswegen sind sie auch von der Krise besonders betroffen. Im Übrigen gehört Island - genau wie die richtig erwähnte Schweiz - zu den kleinen Ländern, die aus den großen Volkswirtschaften Kapital abzieht, da sie sich mit wenig Besteuerung etc. zufrieden geben kann. Schön, daß man bei sich Werte wie Ökologie, Familienwesen etc. hochhalten kann. Aber (mit-)finanziert wird dies mit Geld aus den Volkswirtschaften, die sich dies durch den Kapitalentzug immer weniger leisten können.
    Was die Türkei angeht: in der Tat bekommt die EU ein Argumentationsproblem das sie sich nicht unnötigerweise antun sollte. Ansonsten ist die EU schon groß genug und hat die letzten Beitritte noch nicht verdaut. Deswegen sollte es vorerst keine weiteren Beitritte mehr geben.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
    (Mahatma Gandhi)

    denn wir haben, weiss Gott, derzeit andere Probleme als einen weiteren "Fastpleitestaat" aufzunehmen und wenn es die EU Buerokraten noch so reizt fuer sich selbst eine weitere Einnahmequelle zu erschliessen.

    Und dann auch noch Bedingungen stellen, hoffentlich haelt uns Bruessel hier
    nicht ein weiteres mal fuer "bedingt zurechnungsfaehig" arno-cote d'azur

    • SeppD
    • 25.04.2009 um 12:14 Uhr

    Die Sorge der Isländer kann man schon verstehen. Aber wir sollten die EU-Mitgliedschaft nicht inflationär an Länder verschenken, die gestern dies noch vehement abgelehnt haben und es bei nächster Gelegenheit wieder tun werden.
    Was die Finanzkrise angeht, waren die USA zwar der Drahtzieher, aber Island war ein sehr eifriger Helfershelfer. Deswegen sind sie auch von der Krise besonders betroffen. Im Übrigen gehört Island - genau wie die richtig erwähnte Schweiz - zu den kleinen Ländern, die aus den großen Volkswirtschaften Kapital abzieht, da sie sich mit wenig Besteuerung etc. zufrieden geben kann. Schön, daß man bei sich Werte wie Ökologie, Familienwesen etc. hochhalten kann. Aber (mit-)finanziert wird dies mit Geld aus den Volkswirtschaften, die sich dies durch den Kapitalentzug immer weniger leisten können.
    Was die Türkei angeht: in der Tat bekommt die EU ein Argumentationsproblem das sie sich nicht unnötigerweise antun sollte. Ansonsten ist die EU schon groß genug und hat die letzten Beitritte noch nicht verdaut. Deswegen sollte es vorerst keine weiteren Beitritte mehr geben.
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    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
    (Mahatma Gandhi)

  3. denn wir haben, weiss Gott, derzeit andere Probleme als einen weiteren "Fastpleitestaat" aufzunehmen und wenn es die EU Buerokraten noch so reizt fuer sich selbst eine weitere Einnahmequelle zu erschliessen.

    Und dann auch noch Bedingungen stellen, hoffentlich haelt uns Bruessel hier
    nicht ein weiteres mal fuer "bedingt zurechnungsfaehig" arno-cote d'azur

  4. Island ist Kerneuropa. Es ist ein reiches Land, reich an realen Werten, nicht was das Spielgeld der Casino-Bankster angeht. Und es ist ein kleines Land, mit gerade mal 250 000+ Einwohnern. Island wäre eine Bereicherung für EU und Eurozone gleichermassen. Und es wäre Nettozahler, nicht Bittsteller, wiel diese Finanzmafia-Krise eben keine realen Werte vernichtet hat.
    Und den Türken kann man sagen, dass Island schon seit Jahrhunderten demokratisch war, als die Osmanen noch gegen die Mauern Konstantinopels anrannten.

    _________________________________________________
    In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
    aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
    werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
    ideologische Heimat hat: die FDP.…
    ______

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    für ein geschichtswissen!

    ""Und den Türken kann man sagen, dass Island schon seit Jahrhunderten demokratisch war, als die Osmanen noch gegen die Mauern Konstantinopels anrannten.""

    haben sie geschichte studiert?

    als die türken gegen die mauern konstantinopels rannten, haben die isländer und auch die anderen europär noch frauen auf den scheiterhaufen verbrannt.

    lassen sie es oder informieren sie sich erst einmal richtig bevor sie so eine behauptung aufstellen.

    natürlich gilt es nicht , wenn sie nur etwas propaganda betreiben möchten, in dem fall machen sie weiter.

    für ein geschichtswissen!

    ""Und den Türken kann man sagen, dass Island schon seit Jahrhunderten demokratisch war, als die Osmanen noch gegen die Mauern Konstantinopels anrannten.""

    haben sie geschichte studiert?

    als die türken gegen die mauern konstantinopels rannten, haben die isländer und auch die anderen europär noch frauen auf den scheiterhaufen verbrannt.

    lassen sie es oder informieren sie sich erst einmal richtig bevor sie so eine behauptung aufstellen.

    natürlich gilt es nicht , wenn sie nur etwas propaganda betreiben möchten, in dem fall machen sie weiter.

    • SeppD
    • 25.04.2009 um 12:14 Uhr

    Die Sorge der Isländer kann man schon verstehen. Aber wir sollten die EU-Mitgliedschaft nicht inflationär an Länder verschenken, die gestern dies noch vehement abgelehnt haben und es bei nächster Gelegenheit wieder tun werden.
    Was die Finanzkrise angeht, waren die USA zwar der Drahtzieher, aber Island war ein sehr eifriger Helfershelfer. Deswegen sind sie auch von der Krise besonders betroffen. Im Übrigen gehört Island - genau wie die richtig erwähnte Schweiz - zu den kleinen Ländern, die aus den großen Volkswirtschaften Kapital abzieht, da sie sich mit wenig Besteuerung etc. zufrieden geben kann. Schön, daß man bei sich Werte wie Ökologie, Familienwesen etc. hochhalten kann. Aber (mit-)finanziert wird dies mit Geld aus den Volkswirtschaften, die sich dies durch den Kapitalentzug immer weniger leisten können.
    Was die Türkei angeht: in der Tat bekommt die EU ein Argumentationsproblem das sie sich nicht unnötigerweise antun sollte. Ansonsten ist die EU schon groß genug und hat die letzten Beitritte noch nicht verdaut. Deswegen sollte es vorerst keine weiteren Beitritte mehr geben.
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    (Mahatma Gandhi)

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