Hochschulen "Deutsch ist das Problem"

Die Universitäten müssen internationaler werden, finden der Präsident der TU München und seine chinesische Stellvertreterin. Im Gespräch erzählen sie, wie das gelingen kann

DIE ZEIT: Frau Meng, Ihre Berufung zur Vizepräsidentin der Technischen Universität München hat einiges Aufsehen erregt. Fühlen Sie sich als Aushängeschild?

Liqiu Meng: Lassen Sie mich einen Begriff aus der Geodäsie gebrauchen: Ich bin eine Anomalie, ein ungewöhnliches Phänomen. Zuerst war ich zehn Jahre lang die erste chinesische Professorin an einer ingenieurwissenschaftlichen Fakultät. Und seit einem Jahr bin ich die einzige Chinesin in einer deutschen Hochschule auf Leitungsebene.

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Wolfgang A. Herrmann: Frau Meng ist zuallererst einmal eine brillante Wissenschaftlerin. Das ist sehr wichtig, wenn es um die Glaubwürdigkeit der TUM in der wissenschaftlichen Community geht. Außerdem ist sie eine starke Persönlichkeit. Ihre integrative Kraft hat sie bereits auf dem Lehrstuhl für Kartographie bewiesen, ohne dass sie dort ein Leitungsamt innehatte.

ZEIT: Was sind ihre Aufgaben?

Herrmann: Frau Meng verantwortet alles, was mit der weiteren Internationalisierung unserer Universität zu tun hat. Außerdem vertritt sie mich in vielen Gremien, regelmäßig zum Beispiel in der Hochschulrektorenkonferenz.

ZEIT: Spielt Ihr Heimatland China bei der Internationalisierung der TUM eine besondere Rolle?

Meng: Sogar eine Vorreiterrolle. Bei uns sind zurzeit 824 Chinesen eingeschrieben, das ist die größte Ausländergruppe an der TUM. Auch im Vergleich mit anderen deutschen Universitäten liegen wir, was die Zahl der immatrikulierten Chinesen betrifft, in der Spitzengruppe.

Herrmann: Die TUM hat über Jahrzehnte konsequent Promotionsstudenten aus China nach München geholt, etwa über die Humboldt-Stiftung. Die sind dann wieder nach Hause gegangen, sind dort Professoren geworden und schicken jetzt ihre Schüler zu uns. Wir wollen die besten Köpfe aus aller Welt und können es uns nicht leisten, das intellektuelle Potenzial von 1,3 Milliarden Menschen in China zu vernachlässigen.

Leser-Kommentare
  1. 1. Igitt

    "Die Studiengebühren von zurzeit 500 Euro pro Semester sind für wohlhabende chinesische Familien – und von denen gibt es immer mehr – überhaupt kein Problem."

    Genau - WOHLHABENDE chinesische Familien, ebenso wie WOHLHABENDE deutsche Familien auch noch nie ein Problem mit Studiengebühren hatten.

    Internationalität einer Hochschule ist für nicht erstrebenswert, wenn sie sich so ungeniert wie hier darauf konzentriert, einen Oberschichtsclub zu vernetzen.

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    • Flakes
    • 04.05.2009 um 12:27 Uhr

    Diese Aussage ist wirklich ein starkes Stück. Natürlich ist sie in soweit nachvollziehbar, als ohnehin nur wohlhabende Chinesen ihre Kinder zur Uni schicken können. Zugleich offenbart sie aber eine gefährlich unkritische Haltung, die nämlich, dass man es an einer Hochschule, die inhaltlich elitär werden will, auch mit der Chancengleichheit unter den Bewerbern nicht mehr so genau nehmen müsse. Das läuft dann auf Zustände wie an den amerikanischen Top-Unis hinaus, wo quasi nur noch die Kinder finanzstarker Alumni studieren. Sowas führt auf lange Sicht zu einem Hochschulwesen, in dem die Top-Unis von den oberen Zehntausend als Instrument wissenschaftlich legitimierter Machtvererbung missbraucht werden. Ich halte es für fatal, wenn Hochschulen zu Netzwerkdiensten verkommen, weil das eine leistungsbasierte Rekrutierungskultur für die wichtigen Posten in der Gesellschaft verhindert. Wenn man das vor dem Hintergrund eines in Deutschland quasi nonexistenten Stipendienwesens betrachtet, empfinde ich diese Perspektive als noch bedrohlicher, weil in Deutschland bekanntlich ohnehin niemand studiert, dessen Eltern das nicht auch schon erfolgreich getan haben. Da sollte man aus der Führungsetage deutscher Hochschulen doch etwas differenziertere Äußerungen erwarten können.

    • Flakes
    • 04.05.2009 um 12:27 Uhr

    Diese Aussage ist wirklich ein starkes Stück. Natürlich ist sie in soweit nachvollziehbar, als ohnehin nur wohlhabende Chinesen ihre Kinder zur Uni schicken können. Zugleich offenbart sie aber eine gefährlich unkritische Haltung, die nämlich, dass man es an einer Hochschule, die inhaltlich elitär werden will, auch mit der Chancengleichheit unter den Bewerbern nicht mehr so genau nehmen müsse. Das läuft dann auf Zustände wie an den amerikanischen Top-Unis hinaus, wo quasi nur noch die Kinder finanzstarker Alumni studieren. Sowas führt auf lange Sicht zu einem Hochschulwesen, in dem die Top-Unis von den oberen Zehntausend als Instrument wissenschaftlich legitimierter Machtvererbung missbraucht werden. Ich halte es für fatal, wenn Hochschulen zu Netzwerkdiensten verkommen, weil das eine leistungsbasierte Rekrutierungskultur für die wichtigen Posten in der Gesellschaft verhindert. Wenn man das vor dem Hintergrund eines in Deutschland quasi nonexistenten Stipendienwesens betrachtet, empfinde ich diese Perspektive als noch bedrohlicher, weil in Deutschland bekanntlich ohnehin niemand studiert, dessen Eltern das nicht auch schon erfolgreich getan haben. Da sollte man aus der Führungsetage deutscher Hochschulen doch etwas differenziertere Äußerungen erwarten können.

  2. "An der TUM steigen die Erstsemesterzahlen rapide an, seit wir Gebühren verlangen und einen Teil unserer Studierenden selbst auswählen."

    Das ist dann wohl ein Fall von correlation =/= causation, Herr Professor. Wenn es denn überhaupt wahr ist. Oder werden an Ihrer Uni ganz neue ökonomische Theorien gelehrt?

    "Qualität gibt es nicht umsonst."

    Das habe ich meiner (seit dem Ex-)Frau auch gesagt, als sie mich erwischt hat, wie ich aus dem Botdell kam.

    • Flakes
    • 04.05.2009 um 12:27 Uhr

    Diese Aussage ist wirklich ein starkes Stück. Natürlich ist sie in soweit nachvollziehbar, als ohnehin nur wohlhabende Chinesen ihre Kinder zur Uni schicken können. Zugleich offenbart sie aber eine gefährlich unkritische Haltung, die nämlich, dass man es an einer Hochschule, die inhaltlich elitär werden will, auch mit der Chancengleichheit unter den Bewerbern nicht mehr so genau nehmen müsse. Das läuft dann auf Zustände wie an den amerikanischen Top-Unis hinaus, wo quasi nur noch die Kinder finanzstarker Alumni studieren. Sowas führt auf lange Sicht zu einem Hochschulwesen, in dem die Top-Unis von den oberen Zehntausend als Instrument wissenschaftlich legitimierter Machtvererbung missbraucht werden. Ich halte es für fatal, wenn Hochschulen zu Netzwerkdiensten verkommen, weil das eine leistungsbasierte Rekrutierungskultur für die wichtigen Posten in der Gesellschaft verhindert. Wenn man das vor dem Hintergrund eines in Deutschland quasi nonexistenten Stipendienwesens betrachtet, empfinde ich diese Perspektive als noch bedrohlicher, weil in Deutschland bekanntlich ohnehin niemand studiert, dessen Eltern das nicht auch schon erfolgreich getan haben. Da sollte man aus der Führungsetage deutscher Hochschulen doch etwas differenziertere Äußerungen erwarten können.

    Antwort auf "Igitt"
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    • ProfS
    • 05.05.2009 um 21:13 Uhr

    Man darf sich nichts vormachen. Die soziale und finanzielle Schwachen in der deutschen Gesellschaft haben ebenso wenig eine Chance zu studieren...und dies hängt nicht nur von Studiengebühren ab, sondern von der 3 gliedrigen Schulsystem, der Abschottung (manchmal latente) gegen z.B., Ausländer, bzw. der nicht ausreichenden Integration, usw, usf.
    Was die Ami-Unis betrifft: Das ist einbisschen zu einfach/klischeehaft. Die Gebühren in den USA sind zwar sehr hoch aber eine/r aus einer finanziellen schwachen Familie hat wohl bei guten Leistungen in der Highschool, gute Chancen auf einen Studiumplatz - auch an einer "Elite-Uni". Das hängt damit zusammen, dass das Stipendium- und Darlehensystem viele Möglichkeiten bieten. Ausserdem soll man nicht vergessen, dass die USA mehr Geld pro Kopf für Bildung als Deutschland ausgeben (die skandinavischen Länder noch viel mehr als die USA).
    Meine 2 Geschwister und ich sind mit meiner alleinerziehenden Mutter aufgewachsen, die knapp über der Armutsgrenze gelebt/verdient hatte. Mein Bruder hat an der Yale University, meine Schwester an der Columbia und Cornell Universitäten studiert und sind mit grossen Stipendien und Studentendarlehungen durchs Studium gekommen.
    Die Machtvererbung (Legacy Admissions), die erwähnt wurde gibt es sicherlich...leider - man braucht nur Richtung GW Bush zu schauen - aber eine Harvard, Yale oder jede beliebige Uni kann mit 10.000 George Bushs nicht überleben.

    • ProfS
    • 05.05.2009 um 21:13 Uhr

    Man darf sich nichts vormachen. Die soziale und finanzielle Schwachen in der deutschen Gesellschaft haben ebenso wenig eine Chance zu studieren...und dies hängt nicht nur von Studiengebühren ab, sondern von der 3 gliedrigen Schulsystem, der Abschottung (manchmal latente) gegen z.B., Ausländer, bzw. der nicht ausreichenden Integration, usw, usf.
    Was die Ami-Unis betrifft: Das ist einbisschen zu einfach/klischeehaft. Die Gebühren in den USA sind zwar sehr hoch aber eine/r aus einer finanziellen schwachen Familie hat wohl bei guten Leistungen in der Highschool, gute Chancen auf einen Studiumplatz - auch an einer "Elite-Uni". Das hängt damit zusammen, dass das Stipendium- und Darlehensystem viele Möglichkeiten bieten. Ausserdem soll man nicht vergessen, dass die USA mehr Geld pro Kopf für Bildung als Deutschland ausgeben (die skandinavischen Länder noch viel mehr als die USA).
    Meine 2 Geschwister und ich sind mit meiner alleinerziehenden Mutter aufgewachsen, die knapp über der Armutsgrenze gelebt/verdient hatte. Mein Bruder hat an der Yale University, meine Schwester an der Columbia und Cornell Universitäten studiert und sind mit grossen Stipendien und Studentendarlehungen durchs Studium gekommen.
    Die Machtvererbung (Legacy Admissions), die erwähnt wurde gibt es sicherlich...leider - man braucht nur Richtung GW Bush zu schauen - aber eine Harvard, Yale oder jede beliebige Uni kann mit 10.000 George Bushs nicht überleben.

  3. Tja, nun wird in München sogar von Bayrisch auf Englisch umgestellt, um wohlhabende Chinesen dort studieren zu lassen.
    Das ist der Sinn einer Hochschule: Von überall her die Wohlhabensten anzuziehen und auszubilden, nicht um den regionalen Bedarf an gut ausgebildeten Leuten (ggf. aus weniger wohlhabenden schichten) zu decken...

  4. aber nur für die die es nicht sprechen können! Für die die es können ist es wohl alles andere als ein Problem, es ist oral verfestigte Kultur, Teil von uns und nicht wegzudenken! Also sollen wir Deutschen etwas für uns essentielles herausschneiden um es dann manch anderem recht zu machen? Sagen Sie das mal einem Franzosen! Viel Spaß wen Sie sich unter dem anfliegenden Baguette wegducken müssen!
    Ich habe keinerlei Interesse daran auf Deutsch als Sprache und Identität zu verzichten, auch nicht in der Universität, damit ich mir dann vorgaukeln kann, daß ich internationaler, toleranter und sowieso irgendwie besser sei!
    Diese ständige aufgezwungene Rechtfertigung für alles was gemeinhin deutsch ist oder als solches gilt ist wirklich symptomatisch für viele aktuelle Diskurse und darüber hinaus äußerst lästig.

    • KFlash
    • 04.05.2009 um 13:52 Uhr

    Ich stimme allen bisherigen Kommentaren (1-5) zu.
    Es ist schon verwunderlich, dass die die Entscheiden und zumindest der hier vertretene Leserteil so auseinandergehende Meinungen bezüglich guter Ausbildung und guten deutschen Unis haben.
    Leider wird das die Entscheider von ihrem Kurs nicht abbringen. Schließlich fühlt man sich sichtbar wohl in seiner elitären Welt...

    Es gibt einige Bayern die behaupten München hätte mit Bayern nix zu tun. Wenn das so weiter geht, hat die TU nicht mal was mit Deutschland zu tun.

  5. 7. !

    "Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass auch deutsche Studierende zunächst mit Englisch anfangen. Das Examen sollte dann aber wieder auf Deutsch sein."

    Das Examen auf Deutsch ist doch nur ein Feigenblatt; wenn die Vorlesungen auf englisch sind, was denken Sie, wie schnell das Examen dann auch auf englisch ist? Auch heute schon gibt es Junior-Professoren die ihre Post-Doc-Zeit in Amerika so toll fanden, dass sie sich mit ihren Studenten ausschliesslich auf englisch unterhalten.

    Ansonsten ist es eine Selbstverständlichkeit, von ausländischen Studenten Geld für das Studium zu nehmen; denn während die Studiengebühren für die Kinder der chinesischen Elite kein Problem sind, haben die Kinder deutscher Eltern bisweilen durchaus Probleme damit, überhaupt nur das Studium zu finanzieren - deren Eltern aber die Universitätenlandschaft bezahlen. Dann wird sich auch zeigen, wie attraktiv das Studium in Deutschland wirklich ist - und was Mitnahmeeffekte sind. Bislang sind meine Erfahrungen mit chinesischen Studenten eher gemischt, aber was die Mentalität angeht sehe ich viele Aehnlichkeiten und glaube auch, dass hier ein Potential liegt, welches wir für unsere Hochschullandschaft nutzen sollten.

  6. An den Kommentatoren hier kann man ablesen, wie provenziell selbst ZEIT-Leser denken. Selbstverständlich ist Englisch in den Natur- und Ingenieurs-wissenschaften die Wissenschaftssprache. Wer diese Sprache nicht fliessend beherrscht kann sich gleich begraben. Nur in den Anfängervorlesungen kann man sich an deutschen Autoren abarbeiten. Je fortgeschrittener es wird, desto mehr englischsprachige Fachliteratur ist zu bewältigen. Von dieser Tatsache ist es nicht weit, naturwissenschaftliche und technische Kurse in englischer Sprache anzubieten, damit die Studenten gleich an die Fachsprache gewöhnen. Ausserdem hilft das dabei einen grösseren Anteil der nomadisierenden Intelligenz anzuziehen, ohne die man keine vernünftige Wissenschaft betreiben kann. Wenn man all diese Leute zwingt erst einmal deutsch zu lernen, ist das reine Zeitverschwendung. Wenn man akademische Karriere machen will , sollte man alle zwei Jahre bereit sein, seine Koffer zu packen, und um die Welt ziehen, um von den Besten zu lernen. Und nun einmal spricht nicht die ganze Welt deutsch, sondern Wissenschaftssprache in den Naturwissenschaften und Ingenieursfächer ist eben Englisch.

    Die Erforschung deutscher Sprache und Kultur ist Aufgabe der Germanistik. Da ist selbstverständlich Verkehrssprache Deutsch. Wenn Sie sich einmal die Mühe machen würden, sich in eine Germanistik oder meinetwegen Geschichtsvorlesung zu setzen, dann werden sie unschwer erkennen, dass die deutsche Volkskultur eine Erfindung der Romantiker ist - sozusagen ein künstliches Destillat. Die Weimarer Klassik war eine kulturelle Bewegung einer verschwindenden Minderheit mit einigen Hundertschaften Lesern. Von einer echten von der breiten Masse getragenen Volkskultur kann man gar nicht sprechen.

    Geisteswissenschaften werden vorwiegend in deutscher Sprache behandelt - sofern es nicht ein Feld ist, dass amerikanische Autoren begründet haben oder sehr dominant sind.

    Die deutschen Universitäten sind keineswegs Eliteschmieden. Eliteschmieden sind private Business-Akademien im Falle der Wirtschaftseliten, sowie z.B. Max Plack Institute im Falle der wissenschaftlichen Funktionseliten.

    Der grosse Teil der Uni-Absolventen wird für die mittlere Leitungsebene ausgebildet, sie ist auf gar keinen Fall eine die Elite, sondern eher für planende und überwachende Aufgaben gedacht.

    Sehr oft haben die spätere Beruftstätigkeit sehr wenig mit der Ausbildung zu tun. Z.B. können sie die mittlere Führungsebene eines Atomkraftwerkes mit Maschinenbauern, Physikern, Elektrotechnikern besetzen, deren Ausbildung rein gar nichts mit einem Atomkraftwerk zu tun haben, da es sich um Leitungsaufgaben handelt.

    Aus diesem Grunde können sie ihre Ansichten über leistunggerechte Rekrutierung vergessen. Solche Sachen wie Stücklohn, Akkordarbeit, Zeitlöhne kann man bei Arbeitern machen. Sobald es sich um Leitungspersonal handelt ist leistungsgerechte Bezahlung totaler Humbug.

    Vernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. Für den gesunden Menschenverstand ist es ein Pestizid gegen Gesinnungstaten.

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    • th
    • 04.05.2009 um 14:52 Uhr

    eine Universität finanzieren, die ihre Sprache nicht respektieren will?

    Und was soll der Unsinn: auf Englisch unterrichten, und dann auf Deutsch prüfen, so dass die Studenten nicht nur fachlich, sondern erst recht als Dolmetscher zwischen englischer und deutsche Fachsprache gefordert sind?

    Im Ernst: Bilingualität ist wichtig und förderungswert - aber der Übergang zu einer Fremdsprache als hauptsächlicher Ausbildungssprache würde uns langfristig zu einem zweitklassigen Land machen, in dem die gebildete anglophone "Elite" sich über das einfache, deutsch sprechende "Volk" erhaben fühlt. Die Erfahrung lehrt, dass auch sehr fähige Wissenschaftler mit regelmäßiger Auslandserfahrung sich manchmal in Diskussionen auf Englisch nicht so frei und geschickt ausdrücken können, und deshalb weniger fähigen Muttersprachlern unterlegen sind.

    Wer also Englisch als Haupt-Lehrsprache propagiert, muss sich nicht wundern, wenn irgendwann als Reaktion Deutsch als Landessprache in die Verfassung geschrieben wird, um dem Unsinn einen Riegel vorzuschieben.

    Sie haben hier eloquent das Glaubensbekenntnis einer vaterlandslosen Naturwissenschaft-Elite heruntergebetet, schön, schön; was die spätere Funktion von Naturwissenschaftlern angeht gebe ich Ihnen sogar recht. Dennoch ein paar Anmerkungen:

    "Ausserdem hilft das dabei einen grösseren Anteil der nomadisierenden Intelligenz anzuziehen, ohne die man keine vernünftige Wissenschaft betreiben kann." Was die "nomadisierende Intelligenz" an meiner Uni anging haben Sie das Niveau der einheimischen Intelligenz i.A. unterboten, z.T. deutlich. Sie wird aber dennoch gerne eingestellt, da sie über Stipendien finanziert fast nichts kosten; Stipendien, die es für deutsche Studenten nicht gäbe (es sei denn, sie gingen ihrerseits ins europäische Ausland). Das Gros der "nomadisierenden Intelligenz" bekomment wahrscheinlich England und die USA ab, schaut man sich die Wirtschaft dieser Länder aber an, stellt sich die Frage, wo da bisher der Vorteil lag. Natürlich wird sich auch Deutschland bemühen müssen, seinen Status zu erhalten, aber das wird nicht dadurch gelingen, blindlings die USA zu kopieren (wie schon mit dem Bachelor/Master-System durchgeführt) - denn wem haben wir die augenblickliche Krise denn zu verdanken? Zuallererst England und den USA!

    "Wenn man akademische Karriere machen will , sollte man alle zwei Jahre bereit sein, seine Koffer zu packen, und um die Welt ziehen, um von den Besten zu lernen." Da würde ich mal ein dickes Fragezeichen dahinter machen; eine Wisssenschaft ist überall dieselbe und in englischen Fachbüchern steht nichts anderes als in deutschen (freilich muss der Student in der Lage sein, englische Fachartikel zu lesen, er sollte allerdings ebenfalls in der Lage sein, diese komplett ins Deutsche zu übersetzen), der Rest ist Arbeitstechniken (die man ggf. tatsächlich im Ausland lernen muss, das ist aber selten der Fall und ein befristeter Aufenthalt aus) und eine gute materielle Ausstattung.

    "... Max Plack Institute im Falle der wissenschaftlichen Funktionseliten." Ja, weil die anderen Doktoranden an den Universitäten die Drecksarbeit erledigen, d.h. Praktikanten betreuen, Klausuren korrigieren, Seminare abhalten usw.

    "Vernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. " "Gift" im ursprünglichen Sinne des Wortes?

    Was Sie aber vergessen zu erwähnen ist, dass die Fixierung auf die englische Sprache auch einen Preis hat: http://www.sueddeutsche.d..., d.h. fixiert auf das Englische bleiben wir fachlich unter unserem Niveau.

    • N128
    • 04.05.2009 um 16:46 Uhr

    Luther hat die Bibel übersetzt, damit alle verstehen können, was geschrieben steht. Anscheinend will man das nicht mehr.

    Warum zieht die TUM nicht gleich nach Peking um? Dann hätte sie doch kein Problem mehr mit der deutschen Sprache und der der deutschen Kultur.
    Vorallem würde die lästige deutsche Mentalität weit weg sein.

    An den Kommentatoren hier kann man ablesen, wie provenziell selbst ZEIT-Leser denken.
    (An den Kommentaren)

    Nur in den Anfängervorlesungen kann man sich an deutschen Autoren abarbeiten.
    (Anfängervorlesung ist ein interessantes Wort (Neologismus oder Alltagssprache...) auch sonst kommt mir der Satz etwas holprig vor...)

    Je fortgeschrittener (was wird fortgeschrittener???)es wird, desto mehr englischsprachige Fachliteratur ist zu bewältigen.
    Von(Auf Grund) dieser Tatsache ist es "nicht weit", naturwissenschaftliche und technische Kurse in englischer Sprache anzubieten, damit (sich)die Studenten gleich an die Fachsprache gewöhnen.
    Ausserdem hilft das dabei einen grösseren Anteil der nomadisierenden Intelligenz anzuziehen(vielleicht eher seßhaft zu machen), ohne die man keine vernünftige Wissenschaft betreiben kann. Wenn man all diese Leute zwingt erst einmal deutsch zu lernen, ist das reine Zeitverschwendung.(Ich als Deutscher sehe das natürlich geringfügig anders, ausserdem lese ich z.B. Michel Foucault auch nicht auf Französisch)

    Wenn man (eine)akademische Karriere machen will , sollte man alle zwei Jahre bereit sein, seine Koffer zu packen, und um die Welt (zu)ziehen, um von den Besten zu lernen. "Und nun einmal spricht nicht die ganze Welt deutsch, sondern Wissenschaftssprache in den Naturwissenschaften und Ingenieursfächer ist eben Englisch."

    Die Erforschung deutscher Sprache und Kultur ist Aufgabe der Germanistik.(aha interessant also so etwas wie Vergangenheitsbewältigung?? auch dem kann ich eher nicht zustimmen...)
    Wenn Sie sich einmal die Mühe machen würden, sich in eine Germanistik oder meinetwegen Geschichtsvorlesung zu setzen, dann werden(würden) sie unschwer erkennen, dass die deutsche Volkskultur eine Erfindung der Romantiker ist - sozusagen ein künstliches Destillat. Die Weimarer Klassik war eine kulturelle Bewegung einer verschwindenden Minderheit mit einigen Hundertschaften Lesern. Von einer echten von der breiten Masse getragenen Volkskultur kann man gar nicht sprechen.(hmmm interessant so was wie die Sprache gehört für Sie also als verbindende Komponente bzw. als konstituierende Komponente nicht zu Kultur??)

    Geisteswissenschaften werden vorwiegend in deutscher Sprache behandelt - sofern es nicht ein Feld ist, dass amerikanische Autoren begründet haben oder sehr dominant sind(ist).

    Der grosse Teil der Uni-Absolventen wird für die mittlere Leitungsebene ausgebildet, "sie ist auf gar keinen Fall eine die Elite, sondern eher für planende und überwachende Aufgaben gedacht." (aha Leistungsebene oder meinten sie Führungspositionen, vielleicht noch Leitungsebene...?)

    Sehr oft haben(hat) die spätere Beruft(-t)stätigkeit sehr wenig mit der Ausbildung zu tun. Z.B. können sie die mittlere Führungsebene eines Atomkraftwerkes mit Maschinenbauern, Physikern, Elektrotechnikern besetzen, "deren Ausbildung rein gar nichts mit einem Atomkraftwerk zu tun haben(hat), da es sich um Leitungsaufgaben handelt."

    Aus diesem Grunde können sie ihre Ansichten über leistung(s)gerechte Rekrutierung vergessen. Solche Sachen wie Stücklohn, Akkordarbeit, Zeitlöhne kann man bei Arbeitern machen. Sobald es sich um Leitungspersonal handelt ist leistungsgerechte Bezahlung totaler Humbug.(das Argument finde ich jetzt nicht besonders stringent)

    Mir ist klar, daß der Autor kein Deutscher ist und ich entschuldige mich für eine relative Bloßstellung durch meine Korrekturen, auf der anderen Seite ist eben dieser Kommentar ein wunderbar anschauliches Beispiel für die Behauptung, daß die Beherrschung deutscher Sprache unabdingbar ist, wenn man in einer Diskussionsrunde stringente Argumente liefern möchte und diese auch seriös transportiert sehen will. Nichtsdestotrotz möchte ich dem Herrn zu seinem, in meinen Augen, doch recht guten Deutsch gratulieren.
    Dieser Kommentar veranschaulicht, auf wunderbare Weise, die eindeutige Schwäche der Position des Diskussionsteilnehmers, wenn dieser gezwungen wird nicht in seiner Muttersprache zu argumentieren. Natürlich kann man jetzt einwenden, daß wenn man möglichst früh an eine Bilingualität(z.B. Deutsch-Englisch) herangeführt wird diese Nachteile nicht mehr so evident zu Tage treten, gleichzeitig gebe ich aber zu bedenken, daß bis dahin noch sehr viel Zeit ins Land gehen wird, sprich die Nachteile während dieser Umstellung, welche uns durch eine nicht äquivalente Teilnahme am wiss. Diskurs(nicht nur der wiss. Diskurs) entstehen, werden wir vielleicht nie wieder aufholen können.

    Wir denken in unserer Sprache, wir träumen in ihr, Sprache ist Identität und sicher ist auch, daß dies sich nicht so schnell ändern wird! Und das finde ich gut so! Ich liebe meine Sprache, nur in ihr kann ich aufgehen nur in ihr fühle ich mich ganz.

    • th
    • 04.05.2009 um 14:52 Uhr

    eine Universität finanzieren, die ihre Sprache nicht respektieren will?

    Und was soll der Unsinn: auf Englisch unterrichten, und dann auf Deutsch prüfen, so dass die Studenten nicht nur fachlich, sondern erst recht als Dolmetscher zwischen englischer und deutsche Fachsprache gefordert sind?

    Im Ernst: Bilingualität ist wichtig und förderungswert - aber der Übergang zu einer Fremdsprache als hauptsächlicher Ausbildungssprache würde uns langfristig zu einem zweitklassigen Land machen, in dem die gebildete anglophone "Elite" sich über das einfache, deutsch sprechende "Volk" erhaben fühlt. Die Erfahrung lehrt, dass auch sehr fähige Wissenschaftler mit regelmäßiger Auslandserfahrung sich manchmal in Diskussionen auf Englisch nicht so frei und geschickt ausdrücken können, und deshalb weniger fähigen Muttersprachlern unterlegen sind.

    Wer also Englisch als Haupt-Lehrsprache propagiert, muss sich nicht wundern, wenn irgendwann als Reaktion Deutsch als Landessprache in die Verfassung geschrieben wird, um dem Unsinn einen Riegel vorzuschieben.

    Sie haben hier eloquent das Glaubensbekenntnis einer vaterlandslosen Naturwissenschaft-Elite heruntergebetet, schön, schön; was die spätere Funktion von Naturwissenschaftlern angeht gebe ich Ihnen sogar recht. Dennoch ein paar Anmerkungen:

    "Ausserdem hilft das dabei einen grösseren Anteil der nomadisierenden Intelligenz anzuziehen, ohne die man keine vernünftige Wissenschaft betreiben kann." Was die "nomadisierende Intelligenz" an meiner Uni anging haben Sie das Niveau der einheimischen Intelligenz i.A. unterboten, z.T. deutlich. Sie wird aber dennoch gerne eingestellt, da sie über Stipendien finanziert fast nichts kosten; Stipendien, die es für deutsche Studenten nicht gäbe (es sei denn, sie gingen ihrerseits ins europäische Ausland). Das Gros der "nomadisierenden Intelligenz" bekomment wahrscheinlich England und die USA ab, schaut man sich die Wirtschaft dieser Länder aber an, stellt sich die Frage, wo da bisher der Vorteil lag. Natürlich wird sich auch Deutschland bemühen müssen, seinen Status zu erhalten, aber das wird nicht dadurch gelingen, blindlings die USA zu kopieren (wie schon mit dem Bachelor/Master-System durchgeführt) - denn wem haben wir die augenblickliche Krise denn zu verdanken? Zuallererst England und den USA!

    "Wenn man akademische Karriere machen will , sollte man alle zwei Jahre bereit sein, seine Koffer zu packen, und um die Welt ziehen, um von den Besten zu lernen." Da würde ich mal ein dickes Fragezeichen dahinter machen; eine Wisssenschaft ist überall dieselbe und in englischen Fachbüchern steht nichts anderes als in deutschen (freilich muss der Student in der Lage sein, englische Fachartikel zu lesen, er sollte allerdings ebenfalls in der Lage sein, diese komplett ins Deutsche zu übersetzen), der Rest ist Arbeitstechniken (die man ggf. tatsächlich im Ausland lernen muss, das ist aber selten der Fall und ein befristeter Aufenthalt aus) und eine gute materielle Ausstattung.

    "... Max Plack Institute im Falle der wissenschaftlichen Funktionseliten." Ja, weil die anderen Doktoranden an den Universitäten die Drecksarbeit erledigen, d.h. Praktikanten betreuen, Klausuren korrigieren, Seminare abhalten usw.

    "Vernunft ist das Gift des Lebens für die Konservativen. " "Gift" im ursprünglichen Sinne des Wortes?

    Was Sie aber vergessen zu erwähnen ist, dass die Fixierung auf die englische Sprache auch einen Preis hat: http://www.sueddeutsche.d..., d.h. fixiert auf das Englische bleiben wir fachlich unter unserem Niveau.

    • N128
    • 04.05.2009 um 16:46 Uhr

    Luther hat die Bibel übersetzt, damit alle verstehen können, was geschrieben steht. Anscheinend will man das nicht mehr.

    Warum zieht die TUM nicht gleich nach Peking um? Dann hätte sie doch kein Problem mehr mit der deutschen Sprache und der der deutschen Kultur.
    Vorallem würde die lästige deutsche Mentalität weit weg sein.

    An den Kommentatoren hier kann man ablesen, wie provenziell selbst ZEIT-Leser denken.
    (An den Kommentaren)

    Nur in den Anfängervorlesungen kann man sich an deutschen Autoren abarbeiten.
    (Anfängervorlesung ist ein interessantes Wort (Neologismus oder Alltagssprache...) auch sonst kommt mir der Satz etwas holprig vor...)

    Je fortgeschrittener (was wird fortgeschrittener???)es wird, desto mehr englischsprachige Fachliteratur ist zu bewältigen.
    Von(Auf Grund) dieser Tatsache ist es "nicht weit", naturwissenschaftliche und technische Kurse in englischer Sprache anzubieten, damit (sich)die Studenten gleich an die Fachsprache gewöhnen.
    Ausserdem hilft das dabei einen grösseren Anteil der nomadisierenden Intelligenz anzuziehen(vielleicht eher seßhaft zu machen), ohne die man keine vernünftige Wissenschaft betreiben kann. Wenn man all diese Leute zwingt erst einmal deutsch zu lernen, ist das reine Zeitverschwendung.(Ich als Deutscher sehe das natürlich geringfügig anders, ausserdem lese ich z.B. Michel Foucault auch nicht auf Französisch)

    Wenn man (eine)akademische Karriere machen will , sollte man alle zwei Jahre bereit sein, seine Koffer zu packen, und um die Welt (zu)ziehen, um von den Besten zu lernen. "Und nun einmal spricht nicht die ganze Welt deutsch, sondern Wissenschaftssprache in den Naturwissenschaften und Ingenieursfächer ist eben Englisch."

    Die Erforschung deutscher Sprache und Kultur ist Aufgabe der Germanistik.(aha interessant also so etwas wie Vergangenheitsbewältigung?? auch dem kann ich eher nicht zustimmen...)
    Wenn Sie sich einmal die Mühe machen würden, sich in eine Germanistik oder meinetwegen Geschichtsvorlesung zu setzen, dann werden(würden) sie unschwer erkennen, dass die deutsche Volkskultur eine Erfindung der Romantiker ist - sozusagen ein künstliches Destillat. Die Weimarer Klassik war eine kulturelle Bewegung einer verschwindenden Minderheit mit einigen Hundertschaften Lesern. Von einer echten von der breiten Masse getragenen Volkskultur kann man gar nicht sprechen.(hmmm interessant so was wie die Sprache gehört für Sie also als verbindende Komponente bzw. als konstituierende Komponente nicht zu Kultur??)

    Geisteswissenschaften werden vorwiegend in deutscher Sprache behandelt - sofern es nicht ein Feld ist, dass amerikanische Autoren begründet haben oder sehr dominant sind(ist).

    Der grosse Teil der Uni-Absolventen wird für die mittlere Leitungsebene ausgebildet, "sie ist auf gar keinen Fall eine die Elite, sondern eher für planende und überwachende Aufgaben gedacht." (aha Leistungsebene oder meinten sie Führungspositionen, vielleicht noch Leitungsebene...?)

    Sehr oft haben(hat) die spätere Beruft(-t)stätigkeit sehr wenig mit der Ausbildung zu tun. Z.B. können sie die mittlere Führungsebene eines Atomkraftwerkes mit Maschinenbauern, Physikern, Elektrotechnikern besetzen, "deren Ausbildung rein gar nichts mit einem Atomkraftwerk zu tun haben(hat), da es sich um Leitungsaufgaben handelt."

    Aus diesem Grunde können sie ihre Ansichten über leistung(s)gerechte Rekrutierung vergessen. Solche Sachen wie Stücklohn, Akkordarbeit, Zeitlöhne kann man bei Arbeitern machen. Sobald es sich um Leitungspersonal handelt ist leistungsgerechte Bezahlung totaler Humbug.(das Argument finde ich jetzt nicht besonders stringent)

    Mir ist klar, daß der Autor kein Deutscher ist und ich entschuldige mich für eine relative Bloßstellung durch meine Korrekturen, auf der anderen Seite ist eben dieser Kommentar ein wunderbar anschauliches Beispiel für die Behauptung, daß die Beherrschung deutscher Sprache unabdingbar ist, wenn man in einer Diskussionsrunde stringente Argumente liefern möchte und diese auch seriös transportiert sehen will. Nichtsdestotrotz möchte ich dem Herrn zu seinem, in meinen Augen, doch recht guten Deutsch gratulieren.
    Dieser Kommentar veranschaulicht, auf wunderbare Weise, die eindeutige Schwäche der Position des Diskussionsteilnehmers, wenn dieser gezwungen wird nicht in seiner Muttersprache zu argumentieren. Natürlich kann man jetzt einwenden, daß wenn man möglichst früh an eine Bilingualität(z.B. Deutsch-Englisch) herangeführt wird diese Nachteile nicht mehr so evident zu Tage treten, gleichzeitig gebe ich aber zu bedenken, daß bis dahin noch sehr viel Zeit ins Land gehen wird, sprich die Nachteile während dieser Umstellung, welche uns durch eine nicht äquivalente Teilnahme am wiss. Diskurs(nicht nur der wiss. Diskurs) entstehen, werden wir vielleicht nie wieder aufholen können.

    Wir denken in unserer Sprache, wir träumen in ihr, Sprache ist Identität und sicher ist auch, daß dies sich nicht so schnell ändern wird! Und das finde ich gut so! Ich liebe meine Sprache, nur in ihr kann ich aufgehen nur in ihr fühle ich mich ganz.

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