Iran Im Land der Freundin
Der Fotograf Olaf Unverzart ist aus einem ganz persönlichen Grund in den Iran gereist
DIE ZEIT: Herr Unverzart, es ist nicht leicht, im Iran als Fotograf unbeobachtet zu bleiben. Wie ist es Ihnen doch gelungen?
Olaf Unverzart: Ich hatte glücklicherweise zwei persönliche Helfer: meine Freundin und ihre Mutter. Diese stammt aus dem Iran. Durch sie und meinen Vollbart fiel ich schon weniger auf. Ohne sie hätte ich jedenfalls niemals in zwei Wochen so gut arbeiten können.
ZEIT: Sie fuhren überhaupt erst wegen Ihrer Freundin in das Land?
Unverzart: Es kamen zwei Dinge zusammen. Zum einen fühle ich mich zu Berglandschaften und den Menschen, die dort leben, hingezogen, ich mag die Leere und die Rauheit. Teheran liegt ja direkt an den Bergen. Zum anderen war meine Freundin der Anlass. Ihre Mutter ist als Kind mit ihrer eigenen Mutter aus Teheran geflohen, Mitte der sechziger Jahre. Der Vater – der Opa meiner Freundin – war Minister und war verhaftet worden, weil er es gewagt hatte, den Schah zu kritisieren. Zehn Jahre nach der Verhaftung, kurz vor der Revolution vor 30 Jahren, wurde er erschossen. Wir haben oft darüber gesprochen. Also schlug ich vor: Lass uns zusammen hinfahren.
ZEIT: Hat die Mutter Ihrer Freundin ihr Land wiedererkannt?
Unverzart: Kaum. Was sie am meisten vermisst hat, waren die gepflegten Gärten ihrer Kindheit. Sie sind alle verschwunden, es gibt nur noch ganz wenige Parks in Teheran, und die sind heruntergekommen.
ZEIT: Sie haben also zu dritt bei der Familie gelebt?
Unverzart: Ja, an den meisten Tagen. Die Familie hat uns geherzt, sie war unglaublich gastfreundlich. Und alle waren natürlich auch neugierig, mich mal kennenzulernen.
ZEIT: Und?
Unverzart: Die Tanten wollten alle gleich wissen: Wann wird geheiratet? Was soll man darauf antworten? Zum Glück hatte ich einen Bildband von mir dabei, so konnte ich ihnen zeigen, wo ich mich sonst so herumtreibe. Ein Verwandter sagte: Aha, du fotografierst also die Dinge, die sonst keiner sehen will.
- Datum 11.05.2009 - 11:05 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.05.2009 Nr. 20
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Das sind wunderschöne Bilder! Ich finde allerdings, dass Sie hätten klarstellen sollen, dass im Iran fast keine Frau ihr Gesicht verhüllt.
Ihre Verwendung des Wortes "Schleier" im Titel und im Satz "Es wird Alkohol getrunken, und die Frauen legen ihren Schleier ab." kann man jedoch leicht so verstehen, also im Sinne einer Verschleierung des Gesichts. In Wirklichkeit gibt es lediglich einen Zwang zum Tragen eines Kopftuches (und weitere Kleidervorschriften, die in die Richtung "züchtige Körperbedeckung" gehen), aber eben keinesfalls der Verhüllung des Gesichts, was m. E. schon einen großen Unterschied macht.
Herzlichen Gruß
Heiner T.
Ihre Aussage finde ich eine Anmaßung und höchst zynisch !
Aus dem Munde eines Mannes !
Kopftuch-Zwang auc bei 40 grad Hitze im Sommer und lange Kleider -
etc. alle Symbole als Verachtung u. Disziplinierung u. Unterdrückung
der Frau ! basta !
Ihre Aussage finde ich eine Anmaßung und höchst zynisch !
Aus dem Munde eines Mannes !
Kopftuch-Zwang auc bei 40 grad Hitze im Sommer und lange Kleider -
etc. alle Symbole als Verachtung u. Disziplinierung u. Unterdrückung
der Frau ! basta !
Ihre Aussage finde ich eine Anmaßung und höchst zynisch !
Aus dem Munde eines Mannes !
Kopftuch-Zwang auc bei 40 grad Hitze im Sommer und lange Kleider -
etc. alle Symbole als Verachtung u. Disziplinierung u. Unterdrückung
der Frau ! basta !
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