Contra Arbeiten, aber als Mutter
Kommen Kinder zu kurz, wenn Frauen Karriere machen? Ja, meint Dorothea Böhm. Die Mutter ist in den ersten Jahren unersetzbar. Der Staat sollte sie stärker fördern - zu Hause und bei der Rente
Es gibt eine exklusiv weibliche Kompetenz: Nur Frauen werden schwanger. Das könnten sie als Privileg auffassen, viele dagegen scheinen es eher als Benachteiligung zu empfinden. Zur Belastung wird Mutterschaft aber dann, wenn man einen blinden Fleck für die Biologie erzeugt und Frauen in männerorientierte Erwerbsbiografien lockt oder zwingt. Das ist falsch.
Menschen kommen als Traglinge auf die Welt. Sie benötigen verlässlichen individuellen Kontakt in Form eines sie liebenden Erwachsenen. Weil die Natur um die Wichtigkeit dieser Beziehung weiß, wird die Babyphase durch die Schwangerschaft minutiös vorbereitet und vom Stillen begleitet. Dieser Umstand prädestiniert die Mutter, primäre Bindungsperson zu sein, auch wenn theoretisch oder im Schicksalsfalle jeder bindungsbereite, liebende Mensch ein Baby begleiten kann. Allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz ist nicht egal, wessen Arm ein Kleinkind hält, wer es tröstet und mit ihm spricht. Die aktuelle Forschung untermauert dies. Schon das Ungeborene kommuniziert mit der Mutter über Kindsbewegungen und kennt ihre Stimme. Ein neugeborener Mensch tastet sich wörtlich in die Bindungsbeziehung hinein.
Seine Mutter macht genau das Gleiche. Viele Male am Tag sorgen gegenseitige Berührungen und Laute für die Festigung des emotionalen Bunds, der für ein Baby lebensnotwendig und für die Mutter unter normalen Bedingungen ein wundervolles Erlebnis ist. Dieses Glückspotenzial ist gewollt, denn die Bindung muss Krisen wie mütterlichen Schlafmangel und kindliche Schreiphasen überbrücken. Liebe in den Kleinkinderjahren ist die Basis für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Nur so entsteht die Fähigkeit, Emotionen zu steuern, Aufmerksamkeit zu lenken und Konzentration aufrechtzuerhalten. Keine noch so professionelle Betreuung ist dafür ein adäquater Ersatz.
Ein Kleinkind, welches stundenlang aus der elterlichen Obhut entfernt und in einer Gruppe platziert wird, fühlt sich emotional verlassen. Freilich, manche Kinder sind von Natur aus robust genug, um Trennungsepisoden zu verkraften. Viele Kinder jedoch fangen sogleich an zu weinen, wenn man sie in der Krippe absetzt, und signalisieren damit Bedürftigkeit. Wenn Eltern dieses Signal verkennen und – oft auf Rat der Profis – fortgehen, setzen sie ihr Kind erheblichem Stress aus. Wenn es dann aufhört zu weinen, entspricht dies oft weniger echter Beruhigung als innerer Resignation. Das Kind geht gewissermaßen in den emotionalen Winterschlaf, bis – eine gefühlte Ewigkeit später – der Frühling in Form seiner abholenden Eltern zurückkehrt. Oft brechen sich dann die angestauten Bedürfnisse Bahn, das Kind weint.
- Datum 25.09.2009 - 10:07 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 07.05.2009 Nr. 20
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Bereits im Alter von wenigen Wochen kommunizieren Kinder mit mehr als einer Person (normalerweise mit dem Papa). Spätestens ab 10 Monaten, manchmal auch schon mit 6 Monaten, und zwar auch bei Kindern, die zu dem Zeitpunkt noch gestillt werden, orientieren sich die Kinder von selbst zeitweise von der Mutter weg und erweitern ihren Kommunikationshorizont.
Bei behutsamer (das sollte selbstverständlich sein) Eingewöhnung und langsamem Steigern der Intensität ist es für Kleinkinder spätestens ab 1,5 Jahren nicht nur kein Problem, sondern sichtbar sehr förderlich, zeitweise außerhalb der Kernfamilie betreut zu werden. Optimalerweise natürlich von den Großeltern, notfalls auch von einer Tagesmutter.
Wer etwas anderes behauptet, sollte sich fragen, ob er/sie nicht im Grunde nur eigene Verlustängste kultiviert.
sie sprechen von "kein Problem", und "notfalls" da wird der Stellenwert von Kinder sehr deutlich, bzw. deren Funktion. Natürlich "funktionieren" Kinder, denn sie lieben ihre Eltern egal was diese mit ihnen tun. Kinder kooperieren (Juul) nahezu bis zur Selbstaufgabe, und vor allem in 1 Kind Familien bleibt ihnen manchmal keine andere Wahl.
Die Frage ist m.E. nicht, ob Kinder außerfamiliärer Betreuung standhalten, sondern viel spannender ist die Frage, was für Mitglieder der Gesellschaft dadurch entstehen.
Treue Soldaten statt kritische Denker, die Finanzkrise hat es doch gezeigt.
sie sprechen von "kein Problem", und "notfalls" da wird der Stellenwert von Kinder sehr deutlich, bzw. deren Funktion. Natürlich "funktionieren" Kinder, denn sie lieben ihre Eltern egal was diese mit ihnen tun. Kinder kooperieren (Juul) nahezu bis zur Selbstaufgabe, und vor allem in 1 Kind Familien bleibt ihnen manchmal keine andere Wahl.
Die Frage ist m.E. nicht, ob Kinder außerfamiliärer Betreuung standhalten, sondern viel spannender ist die Frage, was für Mitglieder der Gesellschaft dadurch entstehen.
Treue Soldaten statt kritische Denker, die Finanzkrise hat es doch gezeigt.
Zur Belastung wird Mutterschaft dann, wenn man diese Rolle überfrachtet, Frauen die alleinige Verantwortung für ein geborenes Kind überlässt und dabei gleichzeitig die Männer aus ihrer familiären Rolle zwingt. Das ist falsch.
Menschen kommen als Traglinge auf die Welt. Sie benötigen verlässlichen individuellen Kontakt in Form mehrerer sie liebender Erwachsener.
Ich erinnere mich an das Ergebnis einer Studie. Da wurden Kinder und Jugendliche gefragt, was sie an ihren Eltern lieben. Ergebnis:
bei Mama: das sie immer für mich da ist
bei Papa: das er seine Freizeit mit mir verbringt
Biologisten sehen darin vermutlich den Beweis für die größere Wichtigkeit der Mutter. Ich sehe darin den Beweis, dass Kinder ihre Eltern IMMER dafür lieben, dass sie Zeit mit Ihnen verbringen. Beide. Es ist für mich undenkbar, dass die Veränderung der Betreuungsanteile (insbesondere von Mutter zu Vater) irgendwas daran ändert oder gar seelische Störungen produziert! Als wär nicht spätestens jedes 2-jährige Kleinkind auch froh darüber, mal allein raus zu kommen und Erfahrungen zu sammeln. Und dann fällt mir da noch die Studie ein, nach der berufstätige Mütter nicht weniger mit ihren Kindern sprechen als Hausfrauen. Das wird die Fundamentalisten sicher alles nicht überzeugen.
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"Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen
Eine Gesellschaft, die jedem Menschen eine Lebenserwartung von ca. 78 Jahren ermöglicht, sollte es jungen Müttern und Vätern freistellen, in den ersten Lebensjahren für Ihre Kinder da zu sein. Der wirtschaftliche Druck von Außen sollte für diese Zeit von den Familien genommen werden. Dass viele Frauen und einige Männer fast unmittelbar nach der Geburt wieder in das von Männern geprägte Berufsleben drängen (siehe Rachida Dati, ua.) hat mit eine Entfremdung der Frau und des Mannes von ihrer biologisch-psychischen Ausstattung zu tun, die wie meistens nie nur selbst gemacht, sondern auch von Außen (siehe die Abmachungen des rot-grünen Frauneministerium mit den deutschen Arbeitgeberverbänden aus der letzten Legislaturperiode!) aufgedrängt ist. Wir wissen inzwischen sehr gut, wie Rollenbilder und -zwänge sich gegenseitig bedingen! Uns Journalisten stünde es gut an, kritischer mit der eigenen Biologie, der eigenen Denkgeschichte und den Metaphern der Frau als Kopie männlichen Systemdenkens umzugehen. Eine Kultur der Zärtlichkeit, des Zeit-Habens, der Entschleunigung im Umgang mit dem Wichtigsten, unseren Kindern, könnte uns vom Taumel der externen und internen Erwartungen befreien! Auf die Bremse treten scheint aber Journalisten schwerer zu fallen als nach wie vor "on the crest of the wave" in einer kinderentwöhnten Gesellschaft zu surfen. Wer keine Identität sucht oder hat, für die oder den bleibt nur das Erlöschen mit der Wellle!
Mein Plädoyer richtet sich auf den kritischeren Umgang mit Assoziationen: Wo das Ego der Karriere immer im Vordergrund steht, ist es für das Kind egal, ob die Frau dafür honoriert wird und eine Nanny als projektive Mutter sich um den kleinen Wurm kümmern darf: Kinder finden Krippen nämlich immer scheußlich. Sie haben nur nicht die Wahl. Wir Erwachsenen sollten sie haben.
Da jeder Mensch, jedes Kind andere Eigenschaften, Faehigkeiten und Bedürfnisse hat, halte ich es für unmöglich, eine generell zutreffende Theorie der optimalen Erziehung und Betreuung aufzustellen.
Meine Erfahrungen als Kind einer Vollzeitmutter sind, dass es für sie und für uns Kinder besser gewesen waere, wenn sie einen Verantwortungsbereich außerhalb der Familie gehabt haette, in dem andere Faehigkeiten, als die, die von einer Vollzeitmutter gefordert werden, zur (Ab-)Geltung gekommen waeren.
Einer der Gründe:
- Niemand bewertet die Kompetenzen und Ergebnisse der Erziehung einer Vollzeitmutter, da diese die einzige direkte Bezugsperson ist. Für Fehlentwicklungen werden heute unzaehlige Entschuldigungen, wie der Charakter des Kindes oder Störungen aller Art (z.B. das ADS-Syndrom, Lese-und-Rechtschreibschwaeche, ...) angewendet. Ich bestreite nicht, dass es diese Störungen gibt, ich frage mich, woher sie kommen.
Leider ist es z.B. meiner Mutter nicht möglich, in ihren Beruf zurück zukehren, da sie ihre Kenntnisse aufgrund der rasenden Veraenderung der Anforderungen in den Fachkenntnissen in der Berufswelt nicht mehr einsetzen kann.
Kritisch sehe ich hier, dass Vollzeitmütter, die nicht in die Arbeitswelt integriert sind und sich so geistig in ihrem Alltag immer weiter von ihr entfernen, diejenigen sind, die Kinder auf diese erzieherisch vorbereiten sollen. Wie soll das von Erfolg gekrönt sein!!
Da jeder Mensch, jedes Kind andere Eigenschaften, Faehigkeiten und Bedürfnisse hat, halte ich es für unmöglich, eine generell zutreffende Theorie der optimalen Erziehung und Betreuung aufzustellen.
Meine Erfahrungen als Kind einer Vollzeitmutter sind, dass es für sie und für uns Kinder besser gewesen waere, wenn sie einen Verantwortungsbereich außerhalb der Familie gehabt haette, in dem andere Faehigkeiten, als die, die von einer Vollzeitmutter gefordert werden, zur (Ab-)Geltung gekommen waeren.
Einer der Gründe:
- Niemand bewertet die Kompetenzen und Ergebnisse der Erziehung einer Vollzeitmutter, da diese die einzige direkte Bezugsperson ist. Für Fehlentwicklungen werden heute unzaehlige Entschuldigungen, wie der Charakter des Kindes oder Störungen aller Art (z.B. das ADS-Syndrom, Lese-und-Rechtschreibschwaeche, ...) angewendet. Ich bestreite nicht, dass es diese Störungen gibt, ich frage mich, woher sie kommen.
Leider ist es z.B. meiner Mutter nicht möglich, in ihren Beruf zurück zukehren, da sie ihre Kenntnisse aufgrund der rasenden Veraenderung der Anforderungen in den Fachkenntnissen in der Berufswelt nicht mehr einsetzen kann.
Kritisch sehe ich hier, dass Vollzeitmütter, die nicht in die Arbeitswelt integriert sind und sich so geistig in ihrem Alltag immer weiter von ihr entfernen, diejenigen sind, die Kinder auf diese erzieherisch vorbereiten sollen. Wie soll das von Erfolg gekrönt sein!!
sie sprechen von "kein Problem", und "notfalls" da wird der Stellenwert von Kinder sehr deutlich, bzw. deren Funktion. Natürlich "funktionieren" Kinder, denn sie lieben ihre Eltern egal was diese mit ihnen tun. Kinder kooperieren (Juul) nahezu bis zur Selbstaufgabe, und vor allem in 1 Kind Familien bleibt ihnen manchmal keine andere Wahl.
Die Frage ist m.E. nicht, ob Kinder außerfamiliärer Betreuung standhalten, sondern viel spannender ist die Frage, was für Mitglieder der Gesellschaft dadurch entstehen.
Treue Soldaten statt kritische Denker, die Finanzkrise hat es doch gezeigt.
Was Sie mir hier unterstellen ("treue Soldaten"), ist schlicht eine Unverschämtheit.
Zur Klarstellung:
Es geht nicht darum, ob Kinder der außerfamiliären Betreuung "standhalten". Es geht darum, dass auch schon Kleinkindern außerfamiliäre Betreuung gut tut. Natürlich nur, wenn sie dabei von den Eltern unterstützt werden, zu der "Betreuungssituation" Zutrauen aufzubauen. Dieses muß von den Eltern vermittelt werden. Wenn das Kind Angst hat, wird die Situation für das Kind zum Albtraum. Wenn die Eltern einfühlsam sind und die Fähigkeiten der Kleinen richtig einschätzen, behutsam vorgehen und notfalls (falls es doch zu früh ist) auch bereit sind, einen Rückzieher zu machen, ist eine frühzeitige Erweiterung des sozialen Horizonts für die Entwicklung des Kindes hervorragend.
Wollen Sie im Ernst behaupten, dass eine freiheitliche Erziehung eine solche ist, die auf sozialer Einigelung, Isolation und suggerierten Berührungsängsten beruht?
Es sind nach meiner Erfahrung die Kinder, die in ihren ersten Lebensjahren keine anderen Bindungen aufgebaut haben als zu Mama und Papa, die dann, wenn sie mit 3 Jahren in den Kindergarten kommen, jeden Morgen vor Angst weinen, wenn das Elternteil sich anschickt zu gehen.
Was Sie mir hier unterstellen ("treue Soldaten"), ist schlicht eine Unverschämtheit.
Zur Klarstellung:
Es geht nicht darum, ob Kinder der außerfamiliären Betreuung "standhalten". Es geht darum, dass auch schon Kleinkindern außerfamiliäre Betreuung gut tut. Natürlich nur, wenn sie dabei von den Eltern unterstützt werden, zu der "Betreuungssituation" Zutrauen aufzubauen. Dieses muß von den Eltern vermittelt werden. Wenn das Kind Angst hat, wird die Situation für das Kind zum Albtraum. Wenn die Eltern einfühlsam sind und die Fähigkeiten der Kleinen richtig einschätzen, behutsam vorgehen und notfalls (falls es doch zu früh ist) auch bereit sind, einen Rückzieher zu machen, ist eine frühzeitige Erweiterung des sozialen Horizonts für die Entwicklung des Kindes hervorragend.
Wollen Sie im Ernst behaupten, dass eine freiheitliche Erziehung eine solche ist, die auf sozialer Einigelung, Isolation und suggerierten Berührungsängsten beruht?
Es sind nach meiner Erfahrung die Kinder, die in ihren ersten Lebensjahren keine anderen Bindungen aufgebaut haben als zu Mama und Papa, die dann, wenn sie mit 3 Jahren in den Kindergarten kommen, jeden Morgen vor Angst weinen, wenn das Elternteil sich anschickt zu gehen.
An der Stelle lohnt sich ein erneuter Hinweis auf das Bedingungslose Grundeinkommen, welches auch hier wieder Gräbenkämpfe überflüssig machen würde.
Ich weiß für mich: auch wenn ich jetzt mein zweites Kind bekommen sollte, ich WILL weiter arbeiten! Ich will keinen Fulltime-Job, aber auf keinen Fall will ich meine Kompetenzen verschrumpeln lassen, angeödet und genervt von meinem begrenzten Alltag sein, weil ich so letztlich sicherlich meinem Kind schaden würde. Weil ich dann nämlich eine überbehütende Mami würde, die in Gefahr gerät alle eigenen unerfüllten Wünsche auf die Kinder zu übertragen und somit sie nicht mehr als eigenständige Persönlichkeiten fördern könnte. Wenn eine Frau das anders sieht: bitteschön, von mir aus soll sie das haben und deshalb dennoch ein eigenes - vom Partner unabhängiges - existenzsicherndes Einkommen. Vor allem für Alleinerziehende würde ich mir das sehr sehr wünschen.
Soweit meine Toleranz.
Quatsch ist für mich das: "Kinder finden Krippen nämlich immer scheußlich."
Es kommt auf die Stundenanzahl an, find ich. Meine 3-jährige ist heiß drauf, endlich täglich mit Gleichaltrigen einige Stunden spielen zu können - schon mindestens seit einem Jahr. Daher meine gegenteilige Überzeugung.
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"Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen
ich bin aktiv vater von drei kinder (7,8 und 2), die alle mit spätestens 1,5 Jahre in der Krippe/Kindergarten kamen. ich bin fest davon überzeugt, dass meine älteste Tochter darunter gelitten hat nicht früher anfangen zu können und unsere Familiensituation sehr belastete. Meine älteste hat offensichtlich die Kontakt zu anderen kindern und erwachsenen sehr stark gesucht und gebraucht ab 10 Monate. Leider fanden wir keinen krippenplatz und könnten Tagesmutter uns kaum leisten. Meine Ex-Frau war eine diese Mutter die nicht nur mit Mutter-dasein glücklich war und es blieb für uns ein großer Last, dass sie mehr zuhause bleiben mußte (ich bin selbstständiger und obwohl ich immer sehr viel für meine kinder da war, lastete viel von der Kinderbetreuung tagesüber auf der Mutter).
Ich bin nicht deutscher und kann nicht nachvollziehen wie man behaupten kann, eine gute betreuung könnte für kinder schädlich sein. Ich habe es mit allen drei meiner kinder erlebt (sowie fast alle ander kinder in unserem Kinderkrippe/garten!), dass sie prinzipiell gerne weiter bleiben wollten wo wir sie abholen woll(t)en. Ich versuche meine kinder immer so früh wie möglich abzuholen, meisten gegen 14 Uhr, und stehe da wie ein depp und versuche sie mit mühe zu überzeugen mit ihren freunden nicht mehr zu spielen und mitzukommen. *lach*
Ich finde es interessant bei diesen Thema, dass man häufig gleich davon ausgeht, dass Kinder von 8 bis 17 betreut werden sollten, wobei kinder meistens nur ein paar Stunden am Anfang betreut werden und später in den ersten Jahren bis nach den Mittagsschlaf betreut werden. Die meisten eltern kommen in unseren Krippe/Kindergarten spätestens bis 15 Uhr, obwohl es bis 17.30 auf hat.
Es ärgert mich unendlich, immer wieder hören zu müssen, dass Mutter viel wichtiger als Väter sind und dass Kinder von Natur aus Lebenslang eine viel engere verbindung zu der Mutter haben. Ich erlebe was anderes bei meinen Kindern und war bei jedem Schritt in ihrem Leben dabei, war bei alle drei Geburten dabei und erlebte die Schwangerschaften sehr mit, betreute meine Mädchen alleine über 3 Monate nach einer Trennung (wo sie 3 und 4 waren) als haupterziehungsberechtigte und betreute sie danach mindestens 5 Tage pro Woche. Mein sohn betreute ich alleine ab den 3 monat für über 4 monate weil seine mutter eine schweren erkrankung erlitt. Mein Sohn kommt nach wie vor eher zu mir als zu seiner Mutter wenn er sich weh tut oder etwas zeigen will.
Ich finde wir können nur dan ganze Menschen sein, wenn wir endlich mit diese Zerspaltung aufhören. Kinder brauchen Mutter und Vater wo es geht... und wir sind viel besser daran als gesellschaft wenn beide elternteil ihre pflichten nachgehen, was auch geldverdienen beinhaltet (und in unserem veränderenden Gesellschaft eine ausreichende, richtig bezahlte und professionelle kinderbetreuung bedarf!)
ich bin aktiv vater von drei kinder (7,8 und 2), die alle mit spätestens 1,5 Jahre in der Krippe/Kindergarten kamen. ich bin fest davon überzeugt, dass meine älteste Tochter darunter gelitten hat nicht früher anfangen zu können und unsere Familiensituation sehr belastete. Meine älteste hat offensichtlich die Kontakt zu anderen kindern und erwachsenen sehr stark gesucht und gebraucht ab 10 Monate. Leider fanden wir keinen krippenplatz und könnten Tagesmutter uns kaum leisten. Meine Ex-Frau war eine diese Mutter die nicht nur mit Mutter-dasein glücklich war und es blieb für uns ein großer Last, dass sie mehr zuhause bleiben mußte (ich bin selbstständiger und obwohl ich immer sehr viel für meine kinder da war, lastete viel von der Kinderbetreuung tagesüber auf der Mutter).
Ich bin nicht deutscher und kann nicht nachvollziehen wie man behaupten kann, eine gute betreuung könnte für kinder schädlich sein. Ich habe es mit allen drei meiner kinder erlebt (sowie fast alle ander kinder in unserem Kinderkrippe/garten!), dass sie prinzipiell gerne weiter bleiben wollten wo wir sie abholen woll(t)en. Ich versuche meine kinder immer so früh wie möglich abzuholen, meisten gegen 14 Uhr, und stehe da wie ein depp und versuche sie mit mühe zu überzeugen mit ihren freunden nicht mehr zu spielen und mitzukommen. *lach*
Ich finde es interessant bei diesen Thema, dass man häufig gleich davon ausgeht, dass Kinder von 8 bis 17 betreut werden sollten, wobei kinder meistens nur ein paar Stunden am Anfang betreut werden und später in den ersten Jahren bis nach den Mittagsschlaf betreut werden. Die meisten eltern kommen in unseren Krippe/Kindergarten spätestens bis 15 Uhr, obwohl es bis 17.30 auf hat.
Es ärgert mich unendlich, immer wieder hören zu müssen, dass Mutter viel wichtiger als Väter sind und dass Kinder von Natur aus Lebenslang eine viel engere verbindung zu der Mutter haben. Ich erlebe was anderes bei meinen Kindern und war bei jedem Schritt in ihrem Leben dabei, war bei alle drei Geburten dabei und erlebte die Schwangerschaften sehr mit, betreute meine Mädchen alleine über 3 Monate nach einer Trennung (wo sie 3 und 4 waren) als haupterziehungsberechtigte und betreute sie danach mindestens 5 Tage pro Woche. Mein sohn betreute ich alleine ab den 3 monat für über 4 monate weil seine mutter eine schweren erkrankung erlitt. Mein Sohn kommt nach wie vor eher zu mir als zu seiner Mutter wenn er sich weh tut oder etwas zeigen will.
Ich finde wir können nur dan ganze Menschen sein, wenn wir endlich mit diese Zerspaltung aufhören. Kinder brauchen Mutter und Vater wo es geht... und wir sind viel besser daran als gesellschaft wenn beide elternteil ihre pflichten nachgehen, was auch geldverdienen beinhaltet (und in unserem veränderenden Gesellschaft eine ausreichende, richtig bezahlte und professionelle kinderbetreuung bedarf!)
...für die im "Familiennetzwerk" Versammelten. Man goggle bitte, wer und was sich dort alles so tummelt.
"Im Anschluss an die Familienarbeitsphase sollten Mütter beruflich aktiv gefördert werden, denn sie haben der Gesellschaft einen unschätzbaren Dienst erwiesen."
Welches groteske Menschenbild liegt eigentlich dem Gedanken zugrunde, daß Mütter durch die Erziehung von Kindern der "Gesellschaft" einen "unschätzbaren" Dienst erwiesen hätten? Wem erweisen sie denn diesen "Dienst"? Dem Staat? Der Gesellschaft?
Wer diesen Satz unterschreibt, der geht davon aus, daß Kinder einen "Zweck" zu erfüllen hätten: In die Rentenkasse einzahlen, Steuern zahlen, Abgaben entrichten, produktiv sein...
Ich habe ganz prinzipielle Einwände gegen dieses Bild von Kindern. Kinder sind Menschen, und Menschen haben nicht erst irgendwelchen Zwecken zu dienen, um ein Existenzrecht zu genießen. Der Staat hat in der Familie nichts, aber rein gar nichts zu suchen, denn alles andere liefe früher oder später auf die Verstaatlichung der Familie hinaus, und diesen Mechanismus kennt man sehr gut aus totalitären Regimen.
Mütter - und Eltern generell - müssen nicht irgendwelche hanebüchenen Ersatzrechtfertigungen heranziehen, um ihre Elternschaft irgendwie zu rechtfertigen. Das Kinderbekommen ist weder eine Dienstleistung noch ein Gesellschaftsbeitrag, dementsprechend hat die staatliche Förderung hier ebensowenig Berechtigung wie in allen anderen Bereichen.
Der Staat darf sein Gewaltmonopol nicht dazu mißbrauchen, bestimmte familiäre Strukturen auf Kosten anderer zu fördern.
@Das Kinderbekommen ist weder eine Dienstleistung noch ein Gesellschaftsbeitrag, dementsprechend hat die staatliche Förderung hier ebensowenig Berechtigung wie in allen anderen Bereichen.
Man könnte dazu noch vieles andere sagen, aber warum werfen Sie nicht mal einen Blick ins Grundgesetz? Dort ist der Schutz von Ehe und Familie unmißverständlich und eindeutig vorgeschrieben. Also ergibt sich unter anderem auch daraus der Verpflichtung der staatlichen Förderung von Familien.
@Das Kinderbekommen ist weder eine Dienstleistung noch ein Gesellschaftsbeitrag, dementsprechend hat die staatliche Förderung hier ebensowenig Berechtigung wie in allen anderen Bereichen.
Man könnte dazu noch vieles andere sagen, aber warum werfen Sie nicht mal einen Blick ins Grundgesetz? Dort ist der Schutz von Ehe und Familie unmißverständlich und eindeutig vorgeschrieben. Also ergibt sich unter anderem auch daraus der Verpflichtung der staatlichen Förderung von Familien.
von wem das Kind betreut wird und vor allem, mit wievielen anderen Kindern es betreut wird.
In einer Krippe und auch bei manchen Tagesmüttern sind das locker 5-10 Kleinkinder/Babys. Wie soll da eine individuelle Betreuung möglich sein? Wie will man da den Kindern die Aufmerksamkeit und Zärtichkeit geben, die die kleinen Würmchen so sehr brauchen? Die Zeit reicht doch gerade mal zum Windeln wechseln und Essen machen.
Wenn das Kind von einer Tagesmutter mit 1-2 Kindern, Großeltern oder anderen Verwandten/Freunden betreut wird, sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Aber eines muß jeder Mutter klar sein: Wenn sie Vollzeit arbeiten geht, dann ist sie nicht mehr die Hauptbezugsperson für Ihr Kind. Es ist dann die Tagesmutter, die oft die 1. Schritte, das erste Wort oder Ähnliches mitbekommt. Wie kann da eine normale Mutter-Kind Bindung zustande kommen?
Mein Geschichtsbild beinhaltet, dass vor nicht so langer Zeit die Kinder meistens auf einem Haufen großgeworden sind: mit Geschwistern und weiteren Verwandten/Bekannten, altersmäßig eher stark durchmischt. Es war sicher nicht alles gut früher - beispielsweise propagierte Gewalthandlungen - aber viel Kontakt zu anderen Kindern ist aus meiner Sicht kein Entwicklungshindernis, sondern ein Gewinn! Sie lernen am stärksten anhand des Beispiels von anderen Kindern, wär so meine Erfahrung. Sie setzen sich zu diesen Halbstarken nämlich eher in Bezug, Erwachsene wirken über-mächtig (vermutlich eine ständig-anwesende Mami ganz besonders stark).
"Aber eines muß jeder Mutter klar sein: Wenn sie Vollzeit arbeiten geht, dann ist sie nicht mehr die Hauptbezugsperson für Ihr Kind. Es ist dann die Tagesmutter, die oft die 1. Schritte, das erste Wort oder Ähnliches mitbekommt. Wie kann da eine normale Mutter-Kind Bindung zustande kommen?"
- Wie schaffen das bloß die Väter dann seit so vielen Generationen sich für eine Bezugsperson zu halten? Überschätzen sie ihren Einfluss, sind sie zu stark im verdrängen oder???
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"Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen
leider egal wie gut oder schlecht und unabhängig davon wie viel zeit sie mit ihren kindern verbringen. eine kinderbetreuung ist eine ergänzung und doch kein ersatz, egal wie gut sie ist, genauso wie großeltern, andere familienmitglieder, freunde und später Schule und Hort ergänzungen sind...
solche Aussagen führen doch zu den viel zu verbreitete schlechtes gewissen hin... und man kommt doch in so einer blöden zwickmühle rein. arbeiten müssen ja viele leute. es ist nicht für uns alle eine luxus alternative und manche haben keine großeltern oder sonstige kostenlose alternative in der nähe auszubeuten... die zeiten verändern sich ja rasant...
Mein Geschichtsbild beinhaltet, dass vor nicht so langer Zeit die Kinder meistens auf einem Haufen großgeworden sind: mit Geschwistern und weiteren Verwandten/Bekannten, altersmäßig eher stark durchmischt. Es war sicher nicht alles gut früher - beispielsweise propagierte Gewalthandlungen - aber viel Kontakt zu anderen Kindern ist aus meiner Sicht kein Entwicklungshindernis, sondern ein Gewinn! Sie lernen am stärksten anhand des Beispiels von anderen Kindern, wär so meine Erfahrung. Sie setzen sich zu diesen Halbstarken nämlich eher in Bezug, Erwachsene wirken über-mächtig (vermutlich eine ständig-anwesende Mami ganz besonders stark).
"Aber eines muß jeder Mutter klar sein: Wenn sie Vollzeit arbeiten geht, dann ist sie nicht mehr die Hauptbezugsperson für Ihr Kind. Es ist dann die Tagesmutter, die oft die 1. Schritte, das erste Wort oder Ähnliches mitbekommt. Wie kann da eine normale Mutter-Kind Bindung zustande kommen?"
- Wie schaffen das bloß die Väter dann seit so vielen Generationen sich für eine Bezugsperson zu halten? Überschätzen sie ihren Einfluss, sind sie zu stark im verdrängen oder???
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leider egal wie gut oder schlecht und unabhängig davon wie viel zeit sie mit ihren kindern verbringen. eine kinderbetreuung ist eine ergänzung und doch kein ersatz, egal wie gut sie ist, genauso wie großeltern, andere familienmitglieder, freunde und später Schule und Hort ergänzungen sind...
solche Aussagen führen doch zu den viel zu verbreitete schlechtes gewissen hin... und man kommt doch in so einer blöden zwickmühle rein. arbeiten müssen ja viele leute. es ist nicht für uns alle eine luxus alternative und manche haben keine großeltern oder sonstige kostenlose alternative in der nähe auszubeuten... die zeiten verändern sich ja rasant...
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