Pro und Contra Arbeiten gegen Armut

Kommen Kinder zu kurz, wenn Frauen Karriere machen? Nein, Mütter haben stets hart gearbeitet, wir brauchen nur mehr Krippen, sagt Jutta Hoffritz

Fröhliche Kinder beim Spielen. Können sie nur glücklich sein, wenn die Mutter Zuhause ist und sich um die Erziehung kümmert?

Fröhliche Kinder beim Spielen. Können sie nur glücklich sein, wenn die Mutter Zuhause ist und sich um die Erziehung kümmert?

Mütter dürfen nicht nur, sie müssen sogar möglichst frühzeitig wieder an den Beruf denken. Denn spätestens drei Jahre nach der Geburt eines Kindes verlangen Arbeits- wie inzwischen auch Scheidungsrecht die Rückkehr in den Job. Dass es Frauen gibt, die freiwillig vorher einsteigen, weil sie nicht nur ihr Baby, sondern auch ihren Beruf lieben, sollte eigentlich nicht weiter erwähnenswert sein. In Deutschland ist es das leider doch. Arbeitende Mütter haben einen schweren Stand, dabei müsste man sie in jeder Hinsicht unterstützen.

Früher sei es um die Familie besser bestellt gewesen, so hört man; seit auch Frauen an Karriere dächten, kämen die Kinder zu kurz. Neu an alledem ist allein das Wort "Karriere" – denn hart gearbeitet haben Mütter immer schon. Und je weiter man zurückgeht, desto mehr Pflichten lasteten auf ihren Schultern. Melken, buttern, jäten, ernten – kaum eine Familie konnte sich früher erlauben, auf die Muskelkraft der jungen Frauen zu verzichten. Während sie auf dem Feld rackerten, kümmerten sich daheim Omas, Tanten oder ältere Geschwister um die Kleinkinder. Die Bauern schufteten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – von der 35-Stunden-Woche oder gar dem Teilzeitjob unserer Müttergeneration konnten Familien nur träumen.

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Heute gehen die Eltern statt auf den Acker ins Büro und ihre Kinder in Kitas und Kindergärten, so sich denn ein Platz findet. Häufig genug scheitert das, weshalb das Geschäft der Babysitter boomt – diese sind leider meist ohne Ausbildung und soziale Absicherung. Wo früher gewachsene Dorf- und Familienstrukturen halfen, ist ein Schwarzmarkt entstanden, zum Leidwesen der Kinder und derer, die sich um sie kümmern. Das ist kein tragfähiges Modell für eine Gesellschaft, und deshalb hat die Politik nun beschlossen, mehr Kindertagesstätten – wie auch geprüfte Tagesmütter – zu subventionieren.

Was die, die vorher gegen Fremdbetreuung waren, nicht etwa versöhnte, sondern im Gegenteil zu neuen Protesten provozierte. Nun wettern sie gegen die "Verstaatlichung der Kindheit". Ein gewaltiges Missverständnis, denn von einer verordneten Unterbringung kann nicht die Rede sein. Mit Glück wird von 2013 an jedes dritte Kleinkind vernünftige Betreuung finden. Mit Glück, denn das alles wird eine Menge kosten, und man kann nur hoffen, dass der Staat das Geld aufbringt – trotz Wirtschaftskrise.

Leser-Kommentare
  1. Die beiden wichtigsten Feststellungen für mich:
    "In der Wirklichkeit ist die Geburtenrate umso niedriger, desto größer das Mütterlichkeitsideal ist."

    "In Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland bekommen Frauen dagegen im Schnitt 1,8 Kinder, in Frankreich sind es sogar 2,1 Kinder. All diese Länder zeichnen sich nicht nur durch hohe Fruchtbarkeit, sondern interessanterweise auch durch eine hohe Frauenerwerbsquote aus. Dort hat der Staat frühzeitig in Fremdbetreuung investiert. Wir lernen: Frauen gebären nicht auf Kommando. Frauen bekommen Kinder, wenn sie glauben, deren Wohlergehen sicherstellen zu können."

    Leider nicht ganz richtig:
    "Inzwischen bekommen junge Eltern, die daheim beim Baby bleiben, in den ersten 14 Monaten ihr Arbeitseinkommen ersetzt."
    - zu zwei Dritteln bekommen Eltern ihr Einkommen ersetzt, max. 1800 Euro im Monat, im ungünstigen Fall (z. B. wenn frau bereits ein Kleinkind hat und deshalb kein Arbeitseinkommen) wurde die Gesamtleistung jedoch halbiert. Und (ich kann es gar nicht oft genug sagen): ein HartzIV-Kind bekommt verfassungswidrig lediglich 60 % des Elternsatzes. Das erwähne ich deshalb, damit nicht fälschlicherweise angenommen wird, dem Staat sei jedes Kind gleich willkommen.
    -----------------------------------------------------------------
    "Shareholder-Value ist die blödeste Idee der Welt"
    Ex-Manager Jack Welch über sein eigenes Konzept, nach dem Firmen nur zum Nutzen der Aktionäre handeln sollen

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    • giobio
    • 10.05.2009 um 22:33 Uhr

    Und für alle anderen Mütter gilt: Jetzt nur noch für 14 statt 24 Monate die Mindestleistung von 300 Euro. Wo war und ist der Protest gegen diese Spaltung von Müttern, die doch alle den gleichen Job machen??
    Und: Niemand bezahlt selbständigen Unternehmerinnen/ Frauen einen Mutterschutz vor und nach der Geburt. Zuletzt habe ich die Story mit den Bäuerinnen, die angeblich ihre Kinder am Feldrand bekamen und danach weiterarbeiteten, gehört, als ich mein zwei Tage altes Kind in die Arbeit mitgenommen habe.
    Zur Kinderbetreuung wird uns bestimmt noch so einiges vor den Wahlen versprochen, aber darauf warten die Mütter mit kleinen Kindern eben nicht. Die Plätze fehlen jetzt, und in 2013 gehen unsere Kleinen in die Schule!

    • giobio
    • 10.05.2009 um 22:33 Uhr

    Und für alle anderen Mütter gilt: Jetzt nur noch für 14 statt 24 Monate die Mindestleistung von 300 Euro. Wo war und ist der Protest gegen diese Spaltung von Müttern, die doch alle den gleichen Job machen??
    Und: Niemand bezahlt selbständigen Unternehmerinnen/ Frauen einen Mutterschutz vor und nach der Geburt. Zuletzt habe ich die Story mit den Bäuerinnen, die angeblich ihre Kinder am Feldrand bekamen und danach weiterarbeiteten, gehört, als ich mein zwei Tage altes Kind in die Arbeit mitgenommen habe.
    Zur Kinderbetreuung wird uns bestimmt noch so einiges vor den Wahlen versprochen, aber darauf warten die Mütter mit kleinen Kindern eben nicht. Die Plätze fehlen jetzt, und in 2013 gehen unsere Kleinen in die Schule!

  2. groß angelegtem Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder aus bildungsnahem Elternhaus noch ziemlich rückständig und lieblos.

    • AnLoLi
    • 10.05.2009 um 20:38 Uhr

    kann frau ja so löbliche Reden auf die gesetzliche Kinderbetreuung schwingen. Das ganze Betreuungs-System rentiert sich allerdings nicht mehr bei drei Kindern.

    Der Artikel ist doch wieder nur allgemeines Blabla, dort steht nichts, von der Schwierigkeit die Arbeitszeiten mit Kitaöffnungszeiten zu vereinbaren, ebenso wenig von dem Problem unterschiedlicher Auffassungen über die Erziehung des/der Kinder zwischen Einrichtung und Eltern, was vielen Eltern Magenschmerzen bereitet.

    Auch wird nicht erwähnt, das es hier nicht um ein Mütterproblem geht - der Versuch der Polarisierung zwischen berufstätigen und nicht berufstätigen Müttern ist einfach nur plump - sondern um ein Problem der völlig überfälligen Bereitstellung von qualifizierter Betreuung von Klein- und Kleinstkindern.

    Darüber hinaus ist der Rückgriff auf die Historie fehlerhaft, da der geringste Teil der Mütter früher auf dem Bauernhof gearbeitet hat und selbstverständlich nicht sozialversichert war oder eine Rente besaß. Besser wäre gewesen, die Autorin hätte das Mittelalter als Beispiel genommen, dort waren Frauen in den unterschiedlichsten Berufen tätig und nicht nur billige Hilfskräfte ihrer Männer.

    M.E. sollte jedes Paar für sich entscheiden dürfen, ob und wie lange es ihre Kinder selbst betreut, zumal die Bindungsforschung - die bezeichnender Weise nicht erwähnt wird - nach wie vor von den ersten 3 Lebensjahren als die wichtigsten ausgeht. Eine der wichtigen Aussagen dieses Forschungsgebiets ist, u.a. das Lern-, Merkfähigkeit und Intelligenzentwicklung eine sichere Bindung zu mindestens einer Bezugsperson voraussetzen. Solange dies eine Kita nicht bieten kann - und in Deutschland sind wir aufgrund der Betreuungsrelation und der Ausbildung der ErzieherInnen, noch weit entfernt davon - müssen Eltern von Kleinstkindern besonders genau hinschauen, wem sie ihr Kind zur Betreuung anvertrauen.

    Dipl.-Päd. A. D.

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    @Das ganze Betreuungs-System rentiert sich allerdings nicht mehr bei drei Kindern.

    In Frankreich schon. Dort gibt es neben einem ausgebauten System von staatlich geförderten Tagesmüttern und Kitas, die nicht wie viele deutsche Einrichtungen bereits um 14.00 oder 15.00 Uhr schließen, sondern dem Arbeitsrhythmus angepaßt sind, zum einen die staatlichen ecoles maternielles, also Vorschulen, und zwar für alle Kinder von 4 bis 6 Jahren. Zum anderen begünstigt das französische Steuersystem Familien mit mehreren Kindern, so daß ein normalverdienendes Paar ab 3 Kinder im Haushalt so gut wie keine Steuern mehr zahlt.

    Daneben gibt es umfangreiche Unterstützungen wie Kindergeld und staatliche oder staatlich garantierte Leistungen wie ein Erziehungsurlaub von 6 Monaten bereits ab dem 1. Kind, Wohngeld, von der Kinderzahl und dem Einkommen abhängige Leistungen wie Kleinkindbeihilfen, Erziehungsgeld, Familienzusatzleistungen, Umzugsprämien, Unterstützung zum Schuljahresbeginn sowie einkommensunabhängige Leistungen wie die Beihilfe für die häusliche Präsenz eines Elternteils bei Krankheit, Behinderung oder Unfall eines Kindes, Hilfe bei Nichtzahlung des Unterhaltes, Sondererziehungsbeihilfen bei Behinderung eines Kindes, Kostenübernahme für die Mutterschaftsversicherung, die z.B. 100 Prozent der Kostenübernahme für den Krankenhausaufenthalt des Neugeborenen bis zu 30 Tagen nach der Geburt sowie Mutterschaftsurlaub von insgesamt 16 Wochen (sechs Wochen vor der Entbindung und zehn Wochen danach) beinhaltet, Vaterschaftsurlaub, Beihilfe für die Beschäftigung einer anerkannten Tagesmutter, Beihilfe für Kinderbetreuung zu Hause, Beihilfe für allein Erziehende und dann natürlich auch Kindergeld.

    Alles in allem ein umfangreiches Arsenal an Leistungen, was der französische Staat hier bereitstellt. Im Jahr 2000 betrug die Gesamtsumme ca. 84 Mrd. Euro. Gemessen an der höheren Bevölkerungszahl bliebe hier für die deutsche Bundesregierung noch einiges nachzuholen.

    @Das ganze Betreuungs-System rentiert sich allerdings nicht mehr bei drei Kindern.

    In Frankreich schon. Dort gibt es neben einem ausgebauten System von staatlich geförderten Tagesmüttern und Kitas, die nicht wie viele deutsche Einrichtungen bereits um 14.00 oder 15.00 Uhr schließen, sondern dem Arbeitsrhythmus angepaßt sind, zum einen die staatlichen ecoles maternielles, also Vorschulen, und zwar für alle Kinder von 4 bis 6 Jahren. Zum anderen begünstigt das französische Steuersystem Familien mit mehreren Kindern, so daß ein normalverdienendes Paar ab 3 Kinder im Haushalt so gut wie keine Steuern mehr zahlt.

    Daneben gibt es umfangreiche Unterstützungen wie Kindergeld und staatliche oder staatlich garantierte Leistungen wie ein Erziehungsurlaub von 6 Monaten bereits ab dem 1. Kind, Wohngeld, von der Kinderzahl und dem Einkommen abhängige Leistungen wie Kleinkindbeihilfen, Erziehungsgeld, Familienzusatzleistungen, Umzugsprämien, Unterstützung zum Schuljahresbeginn sowie einkommensunabhängige Leistungen wie die Beihilfe für die häusliche Präsenz eines Elternteils bei Krankheit, Behinderung oder Unfall eines Kindes, Hilfe bei Nichtzahlung des Unterhaltes, Sondererziehungsbeihilfen bei Behinderung eines Kindes, Kostenübernahme für die Mutterschaftsversicherung, die z.B. 100 Prozent der Kostenübernahme für den Krankenhausaufenthalt des Neugeborenen bis zu 30 Tagen nach der Geburt sowie Mutterschaftsurlaub von insgesamt 16 Wochen (sechs Wochen vor der Entbindung und zehn Wochen danach) beinhaltet, Vaterschaftsurlaub, Beihilfe für die Beschäftigung einer anerkannten Tagesmutter, Beihilfe für Kinderbetreuung zu Hause, Beihilfe für allein Erziehende und dann natürlich auch Kindergeld.

    Alles in allem ein umfangreiches Arsenal an Leistungen, was der französische Staat hier bereitstellt. Im Jahr 2000 betrug die Gesamtsumme ca. 84 Mrd. Euro. Gemessen an der höheren Bevölkerungszahl bliebe hier für die deutsche Bundesregierung noch einiges nachzuholen.

  3. @Das ganze Betreuungs-System rentiert sich allerdings nicht mehr bei drei Kindern.

    In Frankreich schon. Dort gibt es neben einem ausgebauten System von staatlich geförderten Tagesmüttern und Kitas, die nicht wie viele deutsche Einrichtungen bereits um 14.00 oder 15.00 Uhr schließen, sondern dem Arbeitsrhythmus angepaßt sind, zum einen die staatlichen ecoles maternielles, also Vorschulen, und zwar für alle Kinder von 4 bis 6 Jahren. Zum anderen begünstigt das französische Steuersystem Familien mit mehreren Kindern, so daß ein normalverdienendes Paar ab 3 Kinder im Haushalt so gut wie keine Steuern mehr zahlt.

    Daneben gibt es umfangreiche Unterstützungen wie Kindergeld und staatliche oder staatlich garantierte Leistungen wie ein Erziehungsurlaub von 6 Monaten bereits ab dem 1. Kind, Wohngeld, von der Kinderzahl und dem Einkommen abhängige Leistungen wie Kleinkindbeihilfen, Erziehungsgeld, Familienzusatzleistungen, Umzugsprämien, Unterstützung zum Schuljahresbeginn sowie einkommensunabhängige Leistungen wie die Beihilfe für die häusliche Präsenz eines Elternteils bei Krankheit, Behinderung oder Unfall eines Kindes, Hilfe bei Nichtzahlung des Unterhaltes, Sondererziehungsbeihilfen bei Behinderung eines Kindes, Kostenübernahme für die Mutterschaftsversicherung, die z.B. 100 Prozent der Kostenübernahme für den Krankenhausaufenthalt des Neugeborenen bis zu 30 Tagen nach der Geburt sowie Mutterschaftsurlaub von insgesamt 16 Wochen (sechs Wochen vor der Entbindung und zehn Wochen danach) beinhaltet, Vaterschaftsurlaub, Beihilfe für die Beschäftigung einer anerkannten Tagesmutter, Beihilfe für Kinderbetreuung zu Hause, Beihilfe für allein Erziehende und dann natürlich auch Kindergeld.

    Alles in allem ein umfangreiches Arsenal an Leistungen, was der französische Staat hier bereitstellt. Im Jahr 2000 betrug die Gesamtsumme ca. 84 Mrd. Euro. Gemessen an der höheren Bevölkerungszahl bliebe hier für die deutsche Bundesregierung noch einiges nachzuholen.

  4. ist:

    Kommen Kinder zu kurz, wenn Frauen Karriere machen?

    Aus welchem Grund ist der Artikel dann mit

    Arbeiten gegen Armut
    überschrieben?

  5. weil das schon ein Hagen Rether unübertroffen kommentiert hat...
    Einfach mal gucken von Anfang bis zum Ende oder bis zu 4:35 vorspulen..:
    http://www.youtube.com/wa...

    • hede
    • 10.05.2009 um 22:16 Uhr

    das ein Baby/Kleinkind, das den ganzen Tag eine Bezugsperson mit 5-10 anderen Kindern teilen muß, genug Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit bekommt. Das dieses Kind eine normale Bindung aufbauen kann. Wenn ich 5 Babys versorge, reicht die Zeit gerade zum wickeln, füttern und ins Bett bringen.

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    Als jemand, der in der DDR groß geworden ist und der die Kinderkrippe, den Kindergarten und auch eine Vorschule besucht hat und dessen Mutter von Beruf Krippenerzieherin gewesen ist, kann ich das bestätigen. Für die Dauer des Krippen- oder Kindergartenaufenthaltes wurden und werden die Kinder dort von den Erzieherinnen genauso liebevoll betreut, wie diese ihre eigenen Kinder betreuen. Daneben können diese noch sehr viel lernen, z.B. Sozialverhalten und den üblichen Normen im Zusammenleben mit anderen Menschen.

    Kinder hat?
    Da muss es irgendwie auch gehen, es geht, sicherlich, schon manches und vieles, manchmal stirbt die Mutter, manchmal der Vater, manchmal starben beide Eltern, dennoch ist aus vielen dieser Kinder auch etwas geworden. Gleichwohl sind solche erträglichen bis guten Bedingungen nicht unbedingt optimal, das Beste. Die Frage ist hier doch letztlich nicht, was alles irgendwie auch geht, sondern was denn nun das Beste für das Kind ist. Sicher muss man sich aber auch im Klaren sein, dass es wohl niemals für alle das Beste gab und geben wird und kann...!

    Als jemand, der in der DDR groß geworden ist und der die Kinderkrippe, den Kindergarten und auch eine Vorschule besucht hat und dessen Mutter von Beruf Krippenerzieherin gewesen ist, kann ich das bestätigen. Für die Dauer des Krippen- oder Kindergartenaufenthaltes wurden und werden die Kinder dort von den Erzieherinnen genauso liebevoll betreut, wie diese ihre eigenen Kinder betreuen. Daneben können diese noch sehr viel lernen, z.B. Sozialverhalten und den üblichen Normen im Zusammenleben mit anderen Menschen.

    Kinder hat?
    Da muss es irgendwie auch gehen, es geht, sicherlich, schon manches und vieles, manchmal stirbt die Mutter, manchmal der Vater, manchmal starben beide Eltern, dennoch ist aus vielen dieser Kinder auch etwas geworden. Gleichwohl sind solche erträglichen bis guten Bedingungen nicht unbedingt optimal, das Beste. Die Frage ist hier doch letztlich nicht, was alles irgendwie auch geht, sondern was denn nun das Beste für das Kind ist. Sicher muss man sich aber auch im Klaren sein, dass es wohl niemals für alle das Beste gab und geben wird und kann...!

    • giobio
    • 10.05.2009 um 22:33 Uhr

    Und für alle anderen Mütter gilt: Jetzt nur noch für 14 statt 24 Monate die Mindestleistung von 300 Euro. Wo war und ist der Protest gegen diese Spaltung von Müttern, die doch alle den gleichen Job machen??
    Und: Niemand bezahlt selbständigen Unternehmerinnen/ Frauen einen Mutterschutz vor und nach der Geburt. Zuletzt habe ich die Story mit den Bäuerinnen, die angeblich ihre Kinder am Feldrand bekamen und danach weiterarbeiteten, gehört, als ich mein zwei Tage altes Kind in die Arbeit mitgenommen habe.
    Zur Kinderbetreuung wird uns bestimmt noch so einiges vor den Wahlen versprochen, aber darauf warten die Mütter mit kleinen Kindern eben nicht. Die Plätze fehlen jetzt, und in 2013 gehen unsere Kleinen in die Schule!

    Antwort auf "Die Realität"
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    • gauss
    • 11.05.2009 um 9:22 Uhr

    Und für alle anderen Mütter gilt: Jetzt nur noch für 14 statt 24 Monate die Mindestleistung von 300 Euro. Wo war und ist der Protest gegen diese Spaltung von Müttern, die doch alle den gleichen Job machen??

    Job? Entspannt vor dem Fernseher liegen ist bei Ihnen ein Job?

    [Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie Provokationen/ Redaktion; svb]

    --
    "that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"

    • gauss
    • 11.05.2009 um 9:22 Uhr

    Und für alle anderen Mütter gilt: Jetzt nur noch für 14 statt 24 Monate die Mindestleistung von 300 Euro. Wo war und ist der Protest gegen diese Spaltung von Müttern, die doch alle den gleichen Job machen??

    Job? Entspannt vor dem Fernseher liegen ist bei Ihnen ein Job?

    [Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie Provokationen/ Redaktion; svb]

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    "that book is dead sexy" -- Xach on #lisp about "Practical Common Lisp"

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