Ungarn Unter der Fahne der FaschistenSeite 3/3

Zur Eröffnung von Krisztina Morvais Wahlkampf in der Stadt Érd ließ Jobbik die Goj-Kolonne vorfahren: schwarzlederne Jungs auf schweren Motorrädern, die ihren röhrenden Konvoi demonstrativ nach dem hebräischen Wort für Nichtjuden benannt haben. Morvai sprach den überfüllten, verzückten Saal an, als habe sie einen Kindergarten für den Fundamentalismus zu begeistern: »Liebe Unsereine! Als christliche Juristin fallen mir um Ostern immer Szenen aus der Bibel ein. Jesus wusch die Füße seiner Jünger. Ein Zeichen von Demut. Daran fehlt es unserer Regierung … Unsere Gegner sind Erscheinungen des Satans, und wir müssen gegen die satanischen Kräfte kämpfen…« Draußen verkauften die Parteifreunde der EU-Kandidatin derweil ein T-Shirt mit dem Bild von Míklós Horthy, Hitlers Verbündeten bis 1944.

Horthys Büste steht im Budapester Zentrum, am Freiheitsplatz. Man entdeckt sie nicht gleich. Der steinerne Kopf gehört zu den Säulenheiligen an den Stufen zur großen, reformierten »Kirche der Heimkehr«. Neben Horthy ist dort auch Albert Wass verewigt, ungarischer Gendarmerie-Offizier, der nach seinen Kriegsverbrechen in Siebenbürgen in die USA fliehen konnte. Heute gehören seine Bücher über Siebenbürgen zur Pflichtlektüre eines jeden Rechten. Und der Pastor des Gotteshauses, Sohn des Bischofs der Reformierten Kirche, wettert gegen »Judeobolschewiken« und »fremdherzige« Liberale.

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Von ihrer Wohnung hoch über der Donau schaut die Soziologin Mária Vársáhelyi auf ein Haus mit einem eckigen Turm. Es gehörte einst einem jüdischen Unternehmer. 1944 ließ es Adolf Eichmann für sich requirieren. Der Organisator der Judenvernichtung war in Budapest, um die Deportationen zu beschleunigen. Das gelang, nachdem die Nazis 1944 den von Hitler abrückenden Horthy zur Abdankung gezwungen hatten. Die faschistische Partei der Pfeilkreuzler übernahm die Regierung. In den letzten Kriegsmonaten ließ sie noch 437000 Juden deportieren und Tausende Kinder, Frauen und Greise in die Donau treiben, ertränken und erschießen. Sie mordete unter der rot-weiß gestreiften Fahne des ungarischen Gründergeschlechts der Arpáden, die heute auf rechten Demonstrationen weht.

Mária Vársáhelyi hat von klein auf gelernt, mit Bangen auf die Geschichte zu blicken. Ihr Vater saß lange in der Todeszelle. Er war der Informationsminister des nach dem Ungarn-Aufstand von 1956 hingerichteten Regierungschefs Imre Nagy gewesen. »Extremistische Parolen«, sagt die Soziologin, »sind heute völlig salonfähig geworden. Kein Wunder, dass die Leute inzwischen glauben, es gehöre zu ihren Bürgerrechten, ungehemmt fremdenfeindlich zu sein. Die parlamentarische Demokratie hat schon fast ihren Geist aufgegeben. Die sozialistische Partei ist zur Geisel von geschäftstüchtigen Glücksrittern geworden. Ich weiß nicht, wie sie noch verhindern will, dass Viktor Orbán bei den nächsten Wahlen eine rechtskonservative Zwei-Drittel-Mehrheit gewinnt. Dann kann er die Verfassung nach Belieben für die autoritäre Präsidialdemokratie ändern, die er anstrebt – mit einer Mischung aus Sarkozy und Berlusconi, Kaczyński und Horthy.«

Dass dem Populisten Orbán zumindest jedes Mittel recht ist, um an die Macht zu kommen, bewies er bei den Kommunalwahlen 2006, als er seine Bürgerunion Fidesz gemeinsame Kandidaten mit der rechtsextremen Jobbik aufstellen ließ. Dem einstigen Freidenkertum, das ihn nach 1989 zum Jungstar von Davos und anderen neoliberalen Kultstätten gemacht hatte, schwor er im Juli 2007 endgültig ab. »Die Ordnung ist eine gottgefällige Sache«, so verkündete er, »sie hat daher einen höheren Stellenwert als die Freiheit.«

Zum Auftakt des EU-Wahlkampfs hat Ungarns starker Mann Mitte April angedroht: Die sozialistischen Politiker, die das Land in den Ruin getrieben hätten, würden mit aller Härte zur Verantwortung gezogen. Dafür ist Orbán, der einst als Ministerpräsident selbst keineswegs vor dubiosen Geschäften zurückgeschreckt war, der Beifall fast aller Ungarn sicher. Denn der neue sozialistische Ministerpräsident Gordon Bajnai, stand zuvor im Ruf eines Oligarchen, der durch seine Geschäftsinteressen viele kleine Existenzen vernichtete. Doch vor Bajnais jetzigem Sparprogramm, das ungleich schmerzhafter als etwa Hartz IV in Deutschland ist, gäbe es auch für Orbán kein Entrinnen – egal, wie überwältigend sein Wahlsieg ausfällt.

Wie er dann auf die weiter wachsenden Aufmärsche der Rechtsradikalen reagieren würde? Kein Problem: Wie Horthy, so hat er in einer Rede wissen lassen, werde er ihnen zwei Ohrfeigen versetzen und sie nach Hause schicken. Wenn Ungarns oft tragische Vergangenheit und Gegenwart sich doch nur so einfach bewältigen ließen.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
    • Olly66
    • 11.05.2009 um 17:22 Uhr

    stimmt einen das.
    Werd ich wohl auf die Donaureise Regensburg - Passau - Wien - Budapest verzichten.
    Die Polen haben sich ja vom Kaczynski-Doofismus noch mal berappelt; aber wie's in Ungarn weitergeht?

    Wenn solche Epidemien auch nach Westen übergreifen und in Deutschland Faschisten an die Macht kommen, ist der Boden schon bereitet: Schäuble hat Zugriff auf alle Informationen über Bürger eingerichtet - das Datenbeet ist bestellt!

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    bis Wien schippern und dort dann aussteigen. Gerade Wien ist ja bekannt für seine Aussteiger.

    ... daß manche tatsächlich keine Sekunde weiterdenken und aus Uninformiertheit blind einerm einzigen Artkiel vertrauen (wir sprechen hier von einem der Die Zeit liest!!!).
    Nur um die unvorhergesehene Urlaubsänderung ein bisschen abzumildern ein paar Kommentare zum Artikel: Es wurde kein einziger jüdsch stämmiger Ungar angegriffen (wo bitte ist der Beleg für diese Aussage?), keiner der Toten Roma wurde bisher von einem "nationalistischen Ungarn" umgebracht sondern bisher waren alle aufgeklärten Fälle Clan-Abrechnungen innerhalb der Roma, im Gegenteil: ich habe keinen einzigen Bericht über den Lehrer gelesen, der von einem Roma Mob vor den Augen seiner Kinder tot geprügelt wurde oder über den Mord an einem Handballer in Veszprém durch einen Stich ins Herz, oder daß die Landbevölkerung in Angst und Schrecken lebt, seit die verschieden Sippschaften wieder angefangen haben die Obstgärten und Felder zu plündern (dies ist natürlich auch ein Verschulden der Politik, der die sozial Leistungen in einem Maß zusammengestrichen hat, daß die untersten Schichten - sowohl Roma als auch der Rest - schon am hungern sind und iher Wohnungen nicht mehr heizen können. Die Jobbik ist einn Kunstprodukt, mit unbekannten Finaziers im Hintergrund, die überigens (wird mit keinem Wort erwähnt) von einer ehemaligen Ministerkandidatin der Sozialisten unter Gyurcsány angeführt wird (schon sehr komisch, daß ist so als würde ein SPD Ministerkandidat plötzlich bei der NPD auftauchen, in Ungarn ist es ok, hier wäre wohl die Hölle los, über die Hinergründe stellt man sich keine Fragen, man bleibt lieber in Wien stehen). Orbán wird auch schön in die Ultra-Rechte-Ecke gestellt: Die Fidesz verbietet sich jede Zusammenarbeit mit der Jobbik und versucht alle bürgerlichen Wähler von einer Stimmabgabe zu Gunsten der Jobbik abzuhalten. Eine Koalition wird ausgeschlossen! Wenn in Deutschland die Frau Merkel so tendenziös dargestellt werden würde, dann wäre die Hölle los, in Ungarn scheint es (wohl wieder aus Unwissen) sehr gut möglich. Ich darf daran erinnern, daß Herr Orbán schon seit langer Zeit der Vize der EVP ist! Aber natürlich ist das auch ein Haufen Nazis und Antisemiten, oder etwas doch nicht? Nur der VIZE ist einer? Mhm, denken ist nicht gestattet im Abteil der ungarischen Staatsbahnen Richtung Ungarn, übrigens sie hätten den Hervorragenden RailJet aus München nehmen können...)
    Ich könnte hier noch weitermachen, aber ich bezweifle, daß Sie mir auf halben Weg entgegenkommen und bis hierher lesen, da Sie ja noch immer zu Hause sitzen im perfekten Deutschland (NPD in Landesparlamenten, Die Linke im Bundestag, 1. Mai-Festzüge, Tote Ausländer in Ost Deutschland, islamistische Terroristen Marke Eigenbau, Dieter Bohlen, etc. etc.) und nicht mal aus dem Fenster sehen.
    Die ungarische Gastfreundschaft kann durchaus auf Ihren Besuch verzichten!

    • Algol
    • 13.05.2009 um 13:24 Uhr

    Sie galuben ja auch alles was in der Zeitung steht! Mein Gott, lesen Sei doch mal auch andere Quellen, lernen Sie andere Weltsprachnen es gibt auch andere Meinungen ausser Herr Häuers!

    bis Wien schippern und dort dann aussteigen. Gerade Wien ist ja bekannt für seine Aussteiger.

    ... daß manche tatsächlich keine Sekunde weiterdenken und aus Uninformiertheit blind einerm einzigen Artkiel vertrauen (wir sprechen hier von einem der Die Zeit liest!!!).
    Nur um die unvorhergesehene Urlaubsänderung ein bisschen abzumildern ein paar Kommentare zum Artikel: Es wurde kein einziger jüdsch stämmiger Ungar angegriffen (wo bitte ist der Beleg für diese Aussage?), keiner der Toten Roma wurde bisher von einem "nationalistischen Ungarn" umgebracht sondern bisher waren alle aufgeklärten Fälle Clan-Abrechnungen innerhalb der Roma, im Gegenteil: ich habe keinen einzigen Bericht über den Lehrer gelesen, der von einem Roma Mob vor den Augen seiner Kinder tot geprügelt wurde oder über den Mord an einem Handballer in Veszprém durch einen Stich ins Herz, oder daß die Landbevölkerung in Angst und Schrecken lebt, seit die verschieden Sippschaften wieder angefangen haben die Obstgärten und Felder zu plündern (dies ist natürlich auch ein Verschulden der Politik, der die sozial Leistungen in einem Maß zusammengestrichen hat, daß die untersten Schichten - sowohl Roma als auch der Rest - schon am hungern sind und iher Wohnungen nicht mehr heizen können. Die Jobbik ist einn Kunstprodukt, mit unbekannten Finaziers im Hintergrund, die überigens (wird mit keinem Wort erwähnt) von einer ehemaligen Ministerkandidatin der Sozialisten unter Gyurcsány angeführt wird (schon sehr komisch, daß ist so als würde ein SPD Ministerkandidat plötzlich bei der NPD auftauchen, in Ungarn ist es ok, hier wäre wohl die Hölle los, über die Hinergründe stellt man sich keine Fragen, man bleibt lieber in Wien stehen). Orbán wird auch schön in die Ultra-Rechte-Ecke gestellt: Die Fidesz verbietet sich jede Zusammenarbeit mit der Jobbik und versucht alle bürgerlichen Wähler von einer Stimmabgabe zu Gunsten der Jobbik abzuhalten. Eine Koalition wird ausgeschlossen! Wenn in Deutschland die Frau Merkel so tendenziös dargestellt werden würde, dann wäre die Hölle los, in Ungarn scheint es (wohl wieder aus Unwissen) sehr gut möglich. Ich darf daran erinnern, daß Herr Orbán schon seit langer Zeit der Vize der EVP ist! Aber natürlich ist das auch ein Haufen Nazis und Antisemiten, oder etwas doch nicht? Nur der VIZE ist einer? Mhm, denken ist nicht gestattet im Abteil der ungarischen Staatsbahnen Richtung Ungarn, übrigens sie hätten den Hervorragenden RailJet aus München nehmen können...)
    Ich könnte hier noch weitermachen, aber ich bezweifle, daß Sie mir auf halben Weg entgegenkommen und bis hierher lesen, da Sie ja noch immer zu Hause sitzen im perfekten Deutschland (NPD in Landesparlamenten, Die Linke im Bundestag, 1. Mai-Festzüge, Tote Ausländer in Ost Deutschland, islamistische Terroristen Marke Eigenbau, Dieter Bohlen, etc. etc.) und nicht mal aus dem Fenster sehen.
    Die ungarische Gastfreundschaft kann durchaus auf Ihren Besuch verzichten!

    • Algol
    • 13.05.2009 um 13:24 Uhr

    Sie galuben ja auch alles was in der Zeitung steht! Mein Gott, lesen Sei doch mal auch andere Quellen, lernen Sie andere Weltsprachnen es gibt auch andere Meinungen ausser Herr Häuers!

  1. bis Wien schippern und dort dann aussteigen. Gerade Wien ist ja bekannt für seine Aussteiger.

    Antwort auf "sehr traurig"
  2. unterm H...tern machen.

    "„...Als Voraussetzung für die Mitgliedschaft muss der Beitrittskandidat eine institutionelle Stabilität als Garantie für demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, für die Wahrung der Menschenrechte sowie die Achtung und den Schutz von Minderheiten verwirklicht haben..."

    http://de.wikipedia.org/w...

    so die Voraussetzung für die Aufnahme eines Staates in die EU. Ist diese nicht (mehr) gegeben, müsste nach meinem Verständnis der Ausschluss folgen. Da ich unterstelle, dass Ungarn von der EU profitiert und gerne Mitglied bleiben möchte, liegt -angenommen der Artikel ist sachlich korrekt- die Drohung des Ausschlusses recht nahe.

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    • Ranjit
    • 11.05.2009 um 17:54 Uhr

    Leider ist das nicht so einfach. Die Kriterien gelten nur im Aufnahmeprozess. Es gibt jedoch keine Möglichkeit nach dem derzeitigen EU vertrag Länder wieder auszuschließen, wenn sie die Kriterien nicht mehr erfüllen.
    Dies sollte (unter anderem) ja die Neuauflegung des EU-Vertrags ermöglichen, die leider in Irland gescheitert ist.

    So wird nur die Liste der Scheindemokratien länger.
    Italien, Ungarn ...

    Es wäre wohl besser, würde sich die restlichen EU staaten zur EU 2.0 zusammenfinden und den alten Vertrag sterben lassen.

    • Anonym
    • 11.05.2009 um 19:16 Uhr

    Belgien vielleicht ? Holland ?, Italien ?. Wieviel sind aufzuzählen ?

    Orpheus

    Sie können auch einem fleißigen Volk keinen Dampf mehr unter den Hintern machen, wenn es sich schon fast aufgegeben hat!!!
    Die EU war noch ein Hoffnungsschimmer für Ungarn, aber die hat den letzten Rest der noch arbeitenden Industrie und Landwirtschaft kaputt gemacht.
    Ja, auch Ungarn bekam/bekommt Unterstützung, d.h. Gelder ... aber es wurde nie vergessen zu bestimmen, wofür diese Gelder verwendet werden dürfen / müssen und wer letztendlich für diese Gelder arbeiten darf. Das waren mitnichten z.B. ungarische Industriebetriebe, die vielleicht Maschinen herstellen hätten können, sondern es waren immer französische, deutsche und andere westliche Betriebe, die somit ihre Arbeitskräfte gesichert sahen.
    Wie im Artikel ganz richtig angeführt wurde, leiden die Ungarn noch heute unter dem ungerechten Urteil nach dem ersten Weltkrieg, TRIANON! Das war sozusagen das AUS, das war das Urteil, das Ungarn in die Depression geführt hat.
    Ungarn hat sich 1956 aufgebäumt!! Aber alle Hilferufe waren vergebens, niemand hat Ungarn unterstützt!
    Und nun geht es bergab, ein Teil der Bevölkerung schließt sich den Stiefelträgern an, die sich mit Billigung und Untersützung der Opositionsparteien breit machen, der andere Teil singt oder hört "Gloomy Sunday" und hegt Suizidgedanken....
    Ungarn war das Land, das als erstes seine Grenzen zum Westen geöffnet hat. Viele Ungarn haben Deutsche monatelang privat untergebracht, damit diese irgendwann "abhauen können". Aber was hört man immer nur in den Medien? Die Prager Botschaft!Prager Botschaft! Der Mut der Ungarn ist in Vergessenheit geraten.
    Ich lebe und arbeite übrigens seit über 30 Jahren hier in Ungarn.......

    • Ranjit
    • 11.05.2009 um 17:54 Uhr

    Leider ist das nicht so einfach. Die Kriterien gelten nur im Aufnahmeprozess. Es gibt jedoch keine Möglichkeit nach dem derzeitigen EU vertrag Länder wieder auszuschließen, wenn sie die Kriterien nicht mehr erfüllen.
    Dies sollte (unter anderem) ja die Neuauflegung des EU-Vertrags ermöglichen, die leider in Irland gescheitert ist.

    So wird nur die Liste der Scheindemokratien länger.
    Italien, Ungarn ...

    Es wäre wohl besser, würde sich die restlichen EU staaten zur EU 2.0 zusammenfinden und den alten Vertrag sterben lassen.

    • Anonym
    • 11.05.2009 um 19:16 Uhr

    Belgien vielleicht ? Holland ?, Italien ?. Wieviel sind aufzuzählen ?

    Orpheus

    Sie können auch einem fleißigen Volk keinen Dampf mehr unter den Hintern machen, wenn es sich schon fast aufgegeben hat!!!
    Die EU war noch ein Hoffnungsschimmer für Ungarn, aber die hat den letzten Rest der noch arbeitenden Industrie und Landwirtschaft kaputt gemacht.
    Ja, auch Ungarn bekam/bekommt Unterstützung, d.h. Gelder ... aber es wurde nie vergessen zu bestimmen, wofür diese Gelder verwendet werden dürfen / müssen und wer letztendlich für diese Gelder arbeiten darf. Das waren mitnichten z.B. ungarische Industriebetriebe, die vielleicht Maschinen herstellen hätten können, sondern es waren immer französische, deutsche und andere westliche Betriebe, die somit ihre Arbeitskräfte gesichert sahen.
    Wie im Artikel ganz richtig angeführt wurde, leiden die Ungarn noch heute unter dem ungerechten Urteil nach dem ersten Weltkrieg, TRIANON! Das war sozusagen das AUS, das war das Urteil, das Ungarn in die Depression geführt hat.
    Ungarn hat sich 1956 aufgebäumt!! Aber alle Hilferufe waren vergebens, niemand hat Ungarn unterstützt!
    Und nun geht es bergab, ein Teil der Bevölkerung schließt sich den Stiefelträgern an, die sich mit Billigung und Untersützung der Opositionsparteien breit machen, der andere Teil singt oder hört "Gloomy Sunday" und hegt Suizidgedanken....
    Ungarn war das Land, das als erstes seine Grenzen zum Westen geöffnet hat. Viele Ungarn haben Deutsche monatelang privat untergebracht, damit diese irgendwann "abhauen können". Aber was hört man immer nur in den Medien? Die Prager Botschaft!Prager Botschaft! Der Mut der Ungarn ist in Vergessenheit geraten.
    Ich lebe und arbeite übrigens seit über 30 Jahren hier in Ungarn.......

  3. Ihr Zitat über die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Staates in die EU ist ja schön und gut. Trotzdem kann ich doch im Ernst nicht ein Land wie Ungarn wegen einiger rechtsradikaler Krimineller aus Europa ausschliessen. Ungarn gehört eindeutig noch zu Europa. Und die Kriminellen gehören vor Gericht - nicht in die Presseberichte.

  4. Aus meiner Sicht hauptverantwortlich für das ganze Deseaster auf dem Balkan ist allerdings ein gewisser Kaiser Franz-Joseph, den man gerne romantisch als Sissi-Ehemann verklärt, der tatsächlich aber heute als Inbegriff politischer Unfähigkeit steht. Karl Kraus hatte schon recht, als er spöttisch einmal sagte, außer "Es war sehr schön, I hob mi sehr g'freut" wäre aber auch nichts von diesem Monarchen einer muffigen Donaumonarchie gekommen. Was allerdings akm, ist jede Menge Antisemitismus und Fremdenhass sowie die politische Grundlage, das politische kackenbraune Biotop in dem dann der böhmische Gefreite und selbsternannte GRÖFAZ und seine Kumpane nicht nur trefflich gedeihen, sondern auch richtig Schwung für den größten Amoklauf der Geschichte holen konnten.

    Ich glaube, es ist wirklich einmal Zeit, die Särge aus der Kapuzinergruft wegzuräumen und ihren Inhalt fachgerecht auf der Müllkippe zu entsorgen. Dort gehört er nämlich hin.

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    Sie sind mir einer!
    Na ja, den Versuch war's wert und eine mündliche eins bei der Lehrerin Doppelname-Übergewicht haben Sie allemal verdient.
    Die Rolle Russlands und Ihrer geliebten Sovjet-Union unterschlagen Sie komplett.
    Mir ist es inzwischen egal (und ich freue mich in gewisser Weise auf den Zwergenaufstand im dekadenten Westen), wenn sich Russland auf seine imperiale Vergangenheit zurückbesinnt(*) und einige Länder "reabsorbiert".

    (*)eine zwingende Konsequenz u.A. der russ. Demographie.

    Was für Kaiser Franz Josef gilt gilt analog auch für Wilhelm II. Der war keinen Deut besser. Es waren die Monarchien Europas, die Hitler als Vollstrecker benutzten. Mit Hitler endete die Monarchie und begann die Demokratie. Der russische Zar wurde schon früher ermordet. Es waren Demokraten die das machten. Es hat aber nichts genutzt - die Monarchisten waren stärker. Erst mit dem Zweiten Weltkrieg haben sie (endgültig?) verloren. Nur in der Ökonomie blockieren sie noch die Demokratie. Nach der Finanzkrise wird sich das ändern.

    Wilhelm II rechnete offen damit, dass Hitler ihn im Falle eines Sieges wieder auf den deutschen Kaiserthron hieven würde. (Quelle: Ein Fernsehbericht aus den letzten Tagen).

    Die Kapuzinergruft können wir aber in Ruhe lassen. Die ist gut entsorgt da wo sie ist.

    Was fällt Ihnen ein über den guten Franz Josef so zu reden.
    Der bringt mindestens 2 - 3 Milliarden Euro Einkünfte pro Jahr, jetzt wo er tot ist.
    Und in Österreich darf man alles, sobald man a scheine Leich is.....:-)

    Sie sind mir einer!
    Na ja, den Versuch war's wert und eine mündliche eins bei der Lehrerin Doppelname-Übergewicht haben Sie allemal verdient.
    Die Rolle Russlands und Ihrer geliebten Sovjet-Union unterschlagen Sie komplett.
    Mir ist es inzwischen egal (und ich freue mich in gewisser Weise auf den Zwergenaufstand im dekadenten Westen), wenn sich Russland auf seine imperiale Vergangenheit zurückbesinnt(*) und einige Länder "reabsorbiert".

    (*)eine zwingende Konsequenz u.A. der russ. Demographie.

    Was für Kaiser Franz Josef gilt gilt analog auch für Wilhelm II. Der war keinen Deut besser. Es waren die Monarchien Europas, die Hitler als Vollstrecker benutzten. Mit Hitler endete die Monarchie und begann die Demokratie. Der russische Zar wurde schon früher ermordet. Es waren Demokraten die das machten. Es hat aber nichts genutzt - die Monarchisten waren stärker. Erst mit dem Zweiten Weltkrieg haben sie (endgültig?) verloren. Nur in der Ökonomie blockieren sie noch die Demokratie. Nach der Finanzkrise wird sich das ändern.

    Wilhelm II rechnete offen damit, dass Hitler ihn im Falle eines Sieges wieder auf den deutschen Kaiserthron hieven würde. (Quelle: Ein Fernsehbericht aus den letzten Tagen).

    Die Kapuzinergruft können wir aber in Ruhe lassen. Die ist gut entsorgt da wo sie ist.

    Was fällt Ihnen ein über den guten Franz Josef so zu reden.
    Der bringt mindestens 2 - 3 Milliarden Euro Einkünfte pro Jahr, jetzt wo er tot ist.
    Und in Österreich darf man alles, sobald man a scheine Leich is.....:-)

    • Ranjit
    • 11.05.2009 um 17:54 Uhr

    Leider ist das nicht so einfach. Die Kriterien gelten nur im Aufnahmeprozess. Es gibt jedoch keine Möglichkeit nach dem derzeitigen EU vertrag Länder wieder auszuschließen, wenn sie die Kriterien nicht mehr erfüllen.
    Dies sollte (unter anderem) ja die Neuauflegung des EU-Vertrags ermöglichen, die leider in Irland gescheitert ist.

    So wird nur die Liste der Scheindemokratien länger.
    Italien, Ungarn ...

    Es wäre wohl besser, würde sich die restlichen EU staaten zur EU 2.0 zusammenfinden und den alten Vertrag sterben lassen.

  5. "Dies sollte (unter anderem) ja die Neuauflegung des EU-Vertrags ermöglichen, die leider in Irland gescheitert ist."

    teile sie und sage (zugegeben polemisch!!) den Gegnern des EU-Vertrages in diesem Zusammenhang mal: Wer nein zum Vertrag sagt, sagt wie beschrieben auch ja zum wiedererstarkenden Faschismus.

  6. ich bin gegen jede art faschismus.wenn man ungarn der rechtsfaschisten wegen ausbootet, müsste man folgerichtig deutschland ebenfalls -der linksfaschisten wegen- aus der eu ausschliessen.was für wölfe in schafspelzen diese "linken b(p)estmenschen" in wirklichkeit sind, wurde uns ja am 1 mai wieder einmal überaus deutlich vor augen geführt.es ist nur eine frage der zeit bis es auch bei den "antifaschistischen" "demonstrationen" tote abgibt.deeskalation hin, deeaskalation her, die barbarische brutalität dieser linken kohorten kennt keine grenze mehr.g.w.

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    sagten Sie noch mal, verfolgen Linksfaschisten?

    Denn genau wegen Nichtbeachtung des Minderheitenschutzes würde ich Ungarn nebst Rechtsfaschismus den Austritt aus der EU nahelegen.

    • Anonym
    • 14.05.2009 um 11:05 Uhr

    Knüppel

    sagten Sie noch mal, verfolgen Linksfaschisten?

    Denn genau wegen Nichtbeachtung des Minderheitenschutzes würde ich Ungarn nebst Rechtsfaschismus den Austritt aus der EU nahelegen.

    • Anonym
    • 14.05.2009 um 11:05 Uhr

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