Gebärmutterhalskrebs Impfen und SchimpfenSeite 4/4

Jede Nebenwirkung in zeitlichem Zusammentreffen mit einer Impfung ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit eine Nebenwirkung zu viel. Das ist verständlich. Immerhin richten sich die HPV-Impfungen an gesunde Mädchen und Frauen. Hinzu kommt, dass sie ein für Mädchen unsichtbares und emotional fernes Krebsrisiko verringern. Wohl auch deshalb haben zwei Todesfälle nach einer HPV-Impfung großes Aufsehen und Besorgnis ausgelöst, obwohl sie zwar in zeitlichem, nicht aber ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung auftraten.

Tatsächlich ist ein solch fatales Zusammentreffen von unabhängigen Ereignissen gerade bei erfolgreichen Vakzinen unvermeidbar. Zwar haben Impfungen das Auftreten bekannter Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Diphtherie, Mumps, Masern oder Polio um 99,9 Prozent verringert. Genau deshalb aber erleben heutige Eltern bei ihren Kindern doppelt so häufig Impfkomplikationen wie die Krankheiten, vor denen Impfungen so sicher schützen. In widersinniger Weise schaufeln sich gerade besonders erfolgreiche Impfkampagnen durch ihre Effektivität das Grab für ihre Akzeptanz in der Bevölkerung.

Schweizer Forscher haben in einer Studie simuliert, welche schweren Erkrankungen im rein zeitlichen Zusammenhang mit einer HPV-Impfung heranwachsender Mädchen zu erwarten sind, ohne dass sie durch die Impfung selbst verursacht werden. Das für Laien verblüffende Ergebnis: Es ist statistisch zu erwarten, dass innerhalb von 24 Stunden nach einer Impfung immerhin drei von 100.000 Mädchen als Notfall in eine Klinik eingeliefert werden. Zwei von 100.000 hätten innerhalb einer Woche einen Diabetes entwickelt, und bei zehn von 100.000 Mädchen wäre innerhalb von sechs Wochen nach dem Impftermin ein Autoimmunleiden diagnostiziert worden. Kein Wunder also, dass Impfungen immer wieder verdächtigt werden, alle möglichen Leiden auszulösen.

Impfexperten kennen dabei eine Faustregel. Danach kann man das Spektrum tatsächlicher Nebenwirkungen einer neuen Impfung beurteilen, wenn ungefähr 3 Millionen Impfdosen verabreicht worden sind. Allein von Gardasil wurden zwischen Juni 2006 und März 2009 mindestens 44 Millionen Impfdosen verteilt. Die US-Seuchenbehörde kann mit einem Frühwarnsystem wöchentlich Warnsignale in Stichproben aktuell geimpfter Populationen aufspüren. Überraschungen sind bisher nicht aufgetreten. Die vorliegenden Fakten zeigen also, dass die Behörden in den USA und in Europa HPV-Impfungen zu Recht für sicher erklärt haben.

Schlussakt: Wie geht es weiter?

Kann das deutsche Trauerspiel noch ein glückliches Ende finden? Wolf-Dieter Ludwig ist Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft und Mitunterzeichner des Manifests der 13. Er findet, dass die Aufklärung der Hersteller zu Beginn »sehr tendenziös« gewesen sei, betont aber, als Arzt niemals behauptet zu haben, man solle junge Mädchen nicht impfen. »Wenn die Impfungen tatsächlich vermehrt Krebsvorstufen verhindern können, wäre schon das ein toller Erfolg«, sagt Ludwig. Sonst würden diese ja später bei der Früherkennung entdeckt, mit der Folge von Operationen, die geimpften Frauen zum Teil erspart blieben.

Weit wichtiger als das Gerangel um die Kosten und den angeblich unsicheren Nutzen wäre jetzt die Einbindung der Impfungen in die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (siehe Kasten links). Im schlimmsten Fall könnte Deutschland und seinen Frauen sonst ein absurdes Szenario blühen: Einerseits wird viel mehr Geld für die HPV-Impfung ausgegeben als bei den europäischen Nachbarn. Trotzdem werden Mädchen aus sozial unterprivilegierten Schichten nicht oder deutlich seltener geimpft. Die aber nutzen als Erwachsene auch die Früherkennung durch Abstrichuntersuchungen zu wenig und sind daher einem hohen Krebsrisiko ausgesetzt.

Die anderen aber, geimpft und gut geschützt, gehen weiterhin zur jährlichen Früherkennung. Zu diesem Vorsorgepaket gehört auch der Abstrich am Gebärmutterhals, bei dem das enge Jahresintervall aber kaum noch sinnvoll ist. Denn geimpfte Mädchen werden später als Frauen in großer Zahl vor Krebsvorstufen geschützt sein. In anderen europäischen Ländern denken die Gesundheitsexperten längst über neue Modelle der Früherkennung nach. Etwa darüber, inzwischen verfügbare DNA-Tests für HPV geordnet einzuführen. Dann müssten sich nachweislich virusfreie und zugleich geimpfte Frauen erst in späteren Jahren und in großen Abständen einer Früherkennung unterziehen. »Am heutigen System der Früherkennung in Deutschland muss sich spätestens mit der Impfung einer relevanten Zahl junger Frauen eine Menge ändern«, fordert Thomas Iftner von der Projektgruppe Zervita.

Vermutlich liegt hier ein verdeckter Grund, warum nicht alle Ärzte von der HPV-Impfung wirklich begeistert sind. Was die Frauen schützt, bedroht zugleich das Geschäftsmodell vieler Mediziner: Eine hohe Impfquote bedeutet weniger Infektionen, bedeutet weniger erforderliche Tests. Das Ergebnis: Weniger Krebsvorstufen erfordern weniger Chirurgie. Das Honorar schrumpft. Das könnte das banale Ende des Dramas sein – und zugleich sein Anfang.

 
Leser-Kommentare
    • navy
    • 15.05.2009 um 18:27 Uhr

    Wer sich mal mit den Fakten befasst, erkennt einen ungeheuren Betrug der Pharma Industrie mit dieser Art von sinnlosen Impfung, auch bei dem angeblichen Schweine Grippen Virus und noch schlimmer: 40% aller Operationen bei Männern sind unnötig und 70% aller Operationen bei Frauen. Das seriöse Bild der Ärzte und Pharma Industrie ist längst bei bestechlichen Ministern in einem Korruptions Sumpf untergegangen.

    In anderen Ländern gibt es derart dreiste Abzocker Impfungen gar nicht, weil der Schaden grösser ist, wie eine eventuelle Vorbeugung. Aber in Deutschland kauft man sich die Minister, die sich ja Berater aus der Pharma Industrie sogar ins Haus holen.

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    Wer sich mal mit den Kommentaren in den Foren befasst, der wird feststellen, dass ein üblicher Kommentar egal auf was, mindestens die Worte Abzocker und Mafia enthalten muss sowie einfach mal pauschal gegen alle Politiker verbal zu Felde zieht.

    Was den konkreten Fall angeht, so war damals schon die Abzocker-Mafia aus Wirtschaft und Politik zugange als die rote Ampel und die Gurtpflicht zwangsweise eingeführt wurde. Allein die Nebenwirkungen durch rote Striemen am Hals beim Gurt sind unverantwortlich. Dass die Todesfälle bei Unfällen dabei drastisch zurück gegangen sind, ist nur ein zufälliger Nebeneffekt.
    Deswegen demokratisiert die Wirtschaft, schafft die Gurtpflicht und auch sonstige Zwangsmaßnahmen wie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen ab ... usw. usw.

    Also ehrlich, wenn man hier die Kommentare so liest, sollte man nicht glauben, dass das Zeitalter der Aufklärung bereits 200 Jahre her ist. Was der Artikel ja auch insgesamt wunderschön beschreibt.
    Achja, meine Tochter wird demnächst geimpft, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Krebs erkrankt, sinkt - ganz einfach.

    Wer sich mal mit den Kommentaren in den Foren befasst, der wird feststellen, dass ein üblicher Kommentar egal auf was, mindestens die Worte Abzocker und Mafia enthalten muss sowie einfach mal pauschal gegen alle Politiker verbal zu Felde zieht.

    Was den konkreten Fall angeht, so war damals schon die Abzocker-Mafia aus Wirtschaft und Politik zugange als die rote Ampel und die Gurtpflicht zwangsweise eingeführt wurde. Allein die Nebenwirkungen durch rote Striemen am Hals beim Gurt sind unverantwortlich. Dass die Todesfälle bei Unfällen dabei drastisch zurück gegangen sind, ist nur ein zufälliger Nebeneffekt.
    Deswegen demokratisiert die Wirtschaft, schafft die Gurtpflicht und auch sonstige Zwangsmaßnahmen wie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen ab ... usw. usw.

    Also ehrlich, wenn man hier die Kommentare so liest, sollte man nicht glauben, dass das Zeitalter der Aufklärung bereits 200 Jahre her ist. Was der Artikel ja auch insgesamt wunderschön beschreibt.
    Achja, meine Tochter wird demnächst geimpft, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Krebs erkrankt, sinkt - ganz einfach.

  1. Bei der Impfung gab es mindestens zwei Todesfälle. In Mütterforen ist von erschreckenden Nebenwirkungen die Rede.
    Der Chef der ständigen Impfkommission wechselte - nachdem die Impfung für Mädchen bis 18 Jahren als Kassenleistung durchgesetzt wurde ) zur Pharma-Industrie.
    Weiterhin wird von umabhängigen Wissenschaftlern vermutet, dass die durch Impfung verhinderten Viren Platz für andere, mindestens ebenos schädliche machen.

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    Aha, also wenn ich den einen Virus nicht habe, habe ich viel mehr Platz für ganz andere? D.h. andere Viren winken dankend ab, wenn HPV schon an Bord ist? "Vermuten" jedenfalls "unabhängige Wissenschaftler".

    Die Argumente pro HPV-Impfung können sich natürlich tatsächlich nicht auf eine derart wasserdichte Faktenbasis und Beweislage berufen.

    ---
    StGB §328, Absatz 2.3:
    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

    Aha, also wenn ich den einen Virus nicht habe, habe ich viel mehr Platz für ganz andere? D.h. andere Viren winken dankend ab, wenn HPV schon an Bord ist? "Vermuten" jedenfalls "unabhängige Wissenschaftler".

    Die Argumente pro HPV-Impfung können sich natürlich tatsächlich nicht auf eine derart wasserdichte Faktenbasis und Beweislage berufen.

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    StGB §328, Absatz 2.3:
    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

  2. Es fehlt noch die Information welcher Verlag die Studie veröffentlicht hat... Doch hoffentlich nicht Elsevier(?):
    http://www.heise.de/tp/r4...
    Studien hin oder her... Es bleibt eine persönliche Entscheidung, wer sich impfen lassen will, und eine Entscheidung der Kassen, ob es sich für sie lohnt das zu bezahlen. Das Risiko des Mißbrauchs staatlicher Strukturen durch die Konzerne ist groß. Konzerne weisen immer wieder ein beängstigendes faschistisches Potential auf: Sie versuchen der Welt ihre Produkte nötigenfalls aufzuzwingen - ob Agrar oder Pharma oder Telekommunikation. Die Wirtschaft muß aber demokratisch werden.

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    Ich hatte einen ganz langen Beitrag geschrieben - und dann festgestellt, dass Terry-1961 eigentlich schon alles zusammengefasst hat was ich sagen wollte.

    Ich würde es ähnlich halten - hätte ich eine Tochter, sie würde geimpft. Alle belastbaren Zahlen zeigen, dass das Krebsrisiko mit der Impfung signifikant sinkt, bei einem Nebenwirkungsrisiko, das erheblich unter dem Risiko liegt, eine HPV-Infektion zu bekommen und obendrein schwerere Folgen erleben zu müssen. Und ganz im Ernst: allein in meinem engeren Bekanntenkreis ist die Zahl derer von denen ich weiss, dass sie HPV und damit verbundene Komplikationen (Vorstufen von Krebs inbegriffen) hatten bzw. haben, zu hoch, als dass ich auf diesen verfügbaren zusätzlichen Schutz verzichten wollen würde.

    Überzeugt die Hardcore-Gegner natürlich weiterhin nicht, wobei bei denen immer interessant ist, dass man sich mit Studien gar nicht erst aufzuhalten scheint. Verschwurbeltes Gerüchtestreuen und Feindbilderbedienen muss reichen, dann fragt auch keiner genau nach, welche Motive die Gegner ihrerseits verfolgen. Aber gut - wenn man sich erstmal schön eingerichtet hat in seiner Meinung, kann keine Instanz mehr unabhängig genug sein: die eine Studie wird von einer Pharmafirma unterstützt, die andere von einer öffentlichen Einrichtung wie dem RKI. Womit man alles abgedeckt hat - privat finanziert geht gar nicht, und öffentlich finanziert geht auch nicht, denn da steckt ebenfalls die Lobby dahinter.

    Wenn das Thema kein so ernstes wäre, ich könnte echt drüber lachen.

    Ich hatte einen ganz langen Beitrag geschrieben - und dann festgestellt, dass Terry-1961 eigentlich schon alles zusammengefasst hat was ich sagen wollte.

    Ich würde es ähnlich halten - hätte ich eine Tochter, sie würde geimpft. Alle belastbaren Zahlen zeigen, dass das Krebsrisiko mit der Impfung signifikant sinkt, bei einem Nebenwirkungsrisiko, das erheblich unter dem Risiko liegt, eine HPV-Infektion zu bekommen und obendrein schwerere Folgen erleben zu müssen. Und ganz im Ernst: allein in meinem engeren Bekanntenkreis ist die Zahl derer von denen ich weiss, dass sie HPV und damit verbundene Komplikationen (Vorstufen von Krebs inbegriffen) hatten bzw. haben, zu hoch, als dass ich auf diesen verfügbaren zusätzlichen Schutz verzichten wollen würde.

    Überzeugt die Hardcore-Gegner natürlich weiterhin nicht, wobei bei denen immer interessant ist, dass man sich mit Studien gar nicht erst aufzuhalten scheint. Verschwurbeltes Gerüchtestreuen und Feindbilderbedienen muss reichen, dann fragt auch keiner genau nach, welche Motive die Gegner ihrerseits verfolgen. Aber gut - wenn man sich erstmal schön eingerichtet hat in seiner Meinung, kann keine Instanz mehr unabhängig genug sein: die eine Studie wird von einer Pharmafirma unterstützt, die andere von einer öffentlichen Einrichtung wie dem RKI. Womit man alles abgedeckt hat - privat finanziert geht gar nicht, und öffentlich finanziert geht auch nicht, denn da steckt ebenfalls die Lobby dahinter.

    Wenn das Thema kein so ernstes wäre, ich könnte echt drüber lachen.

    • born76
    • 15.05.2009 um 19:04 Uhr

    Vielen Dank an die Redaktion der Zeit für diesen wirklich sehr interessanten und seriösen Artikel. Leider mußte ich im ersten Kommentar zum Artikel die alten Vorurteile lesen: Pharmamafia, wirkungslose Impfung, Bestechung etc. Ich kann allen Kritikern der Impfung und allen jungen Frauen und deren Eltern nur raten sich sehr gut über die Impfung und Ihre Möglichkeiten zu informieren. Es gibt zwar keinen 100%igen Schutz vor Gebährmutterhalskrebs durch die Impfung, ich kann jedoch nicht verstehen, warum man deshalb auf jeglichen Schutz ( hier 70-80%) verzichten soll. Es werden immer Wirksamkeitsnachweise gefordert, reicht es nicht zu zeigen, daß die Vorstufen des Krebs verhindert werden, soll man statt dessen 20 oder mehr Jahre warten bis die ungeimpften Frauen in den Studien an Krebs sterben. Ja es gibt Nebenwirkungen, wie bei jedem anderen wirsamen Medikament auch, das Risiko ohne Impfung an Gebährmutterhalskrebs zu versterben ist aber um ein vielfaches höher. Ich werde meine Tochter impfen lassen, ich würde es mir nie verzeihen, wenn bei ihr irgendwann etwas gefunden würde.

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    Nun, dass Sie sich nur deswegen angemeldet haben um diesen einen auch nicht gerade objektiven Kommentar von sich zu geben fällt überhaupt nicht auf...
    Frag sich warum das so ist? Hat man Sie bezahlt?
    Das scheinbare Argument mit der eigenen Tochter kommt natürlich gut rüber, wirkt aufrichtig - wie alles was man nicht überprüfen kann und daher auch total irrelevant für diese Diskussion.
    Sie beschweren sich, dass die alten Vorurteile über die Pharmabranche verbreitet werden. Nun hier eine Neuigkeit für Sie: es sind keine Vorurteile, es sind FAKTEN!!! Natürlich, soll das keine Verallgemeinerung sein. Anderseits kann man doch bei nur 6 neuartigen Medikamenten, die letztes Jahr zugelassen wurden, auch berechtigterweise etwas Mitgefühl für die angeschlagene Branche entwickeln und die Bande auch in Schutz nehmen. Ist ja verständlich, wir sind ja eine tolerante Gesellschaft …

    Nun, dass Sie sich nur deswegen angemeldet haben um diesen einen auch nicht gerade objektiven Kommentar von sich zu geben fällt überhaupt nicht auf...
    Frag sich warum das so ist? Hat man Sie bezahlt?
    Das scheinbare Argument mit der eigenen Tochter kommt natürlich gut rüber, wirkt aufrichtig - wie alles was man nicht überprüfen kann und daher auch total irrelevant für diese Diskussion.
    Sie beschweren sich, dass die alten Vorurteile über die Pharmabranche verbreitet werden. Nun hier eine Neuigkeit für Sie: es sind keine Vorurteile, es sind FAKTEN!!! Natürlich, soll das keine Verallgemeinerung sein. Anderseits kann man doch bei nur 6 neuartigen Medikamenten, die letztes Jahr zugelassen wurden, auch berechtigterweise etwas Mitgefühl für die angeschlagene Branche entwickeln und die Bande auch in Schutz nehmen. Ist ja verständlich, wir sind ja eine tolerante Gesellschaft …

  3. Wer sich mal mit den Kommentaren in den Foren befasst, der wird feststellen, dass ein üblicher Kommentar egal auf was, mindestens die Worte Abzocker und Mafia enthalten muss sowie einfach mal pauschal gegen alle Politiker verbal zu Felde zieht.

    Was den konkreten Fall angeht, so war damals schon die Abzocker-Mafia aus Wirtschaft und Politik zugange als die rote Ampel und die Gurtpflicht zwangsweise eingeführt wurde. Allein die Nebenwirkungen durch rote Striemen am Hals beim Gurt sind unverantwortlich. Dass die Todesfälle bei Unfällen dabei drastisch zurück gegangen sind, ist nur ein zufälliger Nebeneffekt.
    Deswegen demokratisiert die Wirtschaft, schafft die Gurtpflicht und auch sonstige Zwangsmaßnahmen wie Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen ab ... usw. usw.

    Also ehrlich, wenn man hier die Kommentare so liest, sollte man nicht glauben, dass das Zeitalter der Aufklärung bereits 200 Jahre her ist. Was der Artikel ja auch insgesamt wunderschön beschreibt.
    Achja, meine Tochter wird demnächst geimpft, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Krebs erkrankt, sinkt - ganz einfach.

    Antwort auf "Die Pharma Mafia Lobby"
  4. Aha, also wenn ich den einen Virus nicht habe, habe ich viel mehr Platz für ganz andere? D.h. andere Viren winken dankend ab, wenn HPV schon an Bord ist? "Vermuten" jedenfalls "unabhängige Wissenschaftler".

    Die Argumente pro HPV-Impfung können sich natürlich tatsächlich nicht auf eine derart wasserdichte Faktenbasis und Beweislage berufen.

    ---
    StGB §328, Absatz 2.3:
    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.

    Antwort auf "Todesfälle"
  5. Ich hatte einen ganz langen Beitrag geschrieben - und dann festgestellt, dass Terry-1961 eigentlich schon alles zusammengefasst hat was ich sagen wollte.

    Ich würde es ähnlich halten - hätte ich eine Tochter, sie würde geimpft. Alle belastbaren Zahlen zeigen, dass das Krebsrisiko mit der Impfung signifikant sinkt, bei einem Nebenwirkungsrisiko, das erheblich unter dem Risiko liegt, eine HPV-Infektion zu bekommen und obendrein schwerere Folgen erleben zu müssen. Und ganz im Ernst: allein in meinem engeren Bekanntenkreis ist die Zahl derer von denen ich weiss, dass sie HPV und damit verbundene Komplikationen (Vorstufen von Krebs inbegriffen) hatten bzw. haben, zu hoch, als dass ich auf diesen verfügbaren zusätzlichen Schutz verzichten wollen würde.

    Überzeugt die Hardcore-Gegner natürlich weiterhin nicht, wobei bei denen immer interessant ist, dass man sich mit Studien gar nicht erst aufzuhalten scheint. Verschwurbeltes Gerüchtestreuen und Feindbilderbedienen muss reichen, dann fragt auch keiner genau nach, welche Motive die Gegner ihrerseits verfolgen. Aber gut - wenn man sich erstmal schön eingerichtet hat in seiner Meinung, kann keine Instanz mehr unabhängig genug sein: die eine Studie wird von einer Pharmafirma unterstützt, die andere von einer öffentlichen Einrichtung wie dem RKI. Womit man alles abgedeckt hat - privat finanziert geht gar nicht, und öffentlich finanziert geht auch nicht, denn da steckt ebenfalls die Lobby dahinter.

    Wenn das Thema kein so ernstes wäre, ich könnte echt drüber lachen.

    Antwort auf "In welchem Verlag?"
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    Ich las unlängst auf den Nachdenkseiten, dass Lobbisten dafür zahlen, in Foren wie diesen ihre Interessen vertreten zu lassen. Nach Analyse Ihrer Beiträge habe ich den begründeten Eindruck, dass diese Information zutreffend sein könnte.

    Ich las unlängst auf den Nachdenkseiten, dass Lobbisten dafür zahlen, in Foren wie diesen ihre Interessen vertreten zu lassen. Nach Analyse Ihrer Beiträge habe ich den begründeten Eindruck, dass diese Information zutreffend sein könnte.

  6. Nun, dass Sie sich nur deswegen angemeldet haben um diesen einen auch nicht gerade objektiven Kommentar von sich zu geben fällt überhaupt nicht auf...
    Frag sich warum das so ist? Hat man Sie bezahlt?
    Das scheinbare Argument mit der eigenen Tochter kommt natürlich gut rüber, wirkt aufrichtig - wie alles was man nicht überprüfen kann und daher auch total irrelevant für diese Diskussion.
    Sie beschweren sich, dass die alten Vorurteile über die Pharmabranche verbreitet werden. Nun hier eine Neuigkeit für Sie: es sind keine Vorurteile, es sind FAKTEN!!! Natürlich, soll das keine Verallgemeinerung sein. Anderseits kann man doch bei nur 6 neuartigen Medikamenten, die letztes Jahr zugelassen wurden, auch berechtigterweise etwas Mitgefühl für die angeschlagene Branche entwickeln und die Bande auch in Schutz nehmen. Ist ja verständlich, wir sind ja eine tolerante Gesellschaft …

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    • born76
    • 15.05.2009 um 22:44 Uhr

    Ich muß mich wohl entschuldigen, daß ich erst ganz frisch angemeldet bin. Mich stört es einfach maßlos, wenn wissenschaftliche Daten und in diesem Fall eine sehr sinnvolle Impfung aufgrund fadenscheiniger Argumente verteufelt werden. Es geht mir hier nicht darum, die Pharmaindustrie in den höchsten Tönen zu loben, trotzdem bleibt die Impfung richtig und wichtig. Jeder der etwas anderes denkt ist gleich bezahlt, lügt und hat sowieso keine Ahnung. Auch Ihnen rate ich, sich die Daten zur Impfung anzusehen und auf Basis dieser Informationen eine Entscheidung pro oder kontra HPV-Impfung zu treffen, oder würden Sie Ihrer Tochter die Impfung vorenthalten, weil sie glauben damit wird zuviel Geld verdient?

    • born76
    • 15.05.2009 um 22:44 Uhr

    Ich muß mich wohl entschuldigen, daß ich erst ganz frisch angemeldet bin. Mich stört es einfach maßlos, wenn wissenschaftliche Daten und in diesem Fall eine sehr sinnvolle Impfung aufgrund fadenscheiniger Argumente verteufelt werden. Es geht mir hier nicht darum, die Pharmaindustrie in den höchsten Tönen zu loben, trotzdem bleibt die Impfung richtig und wichtig. Jeder der etwas anderes denkt ist gleich bezahlt, lügt und hat sowieso keine Ahnung. Auch Ihnen rate ich, sich die Daten zur Impfung anzusehen und auf Basis dieser Informationen eine Entscheidung pro oder kontra HPV-Impfung zu treffen, oder würden Sie Ihrer Tochter die Impfung vorenthalten, weil sie glauben damit wird zuviel Geld verdient?

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