Schach Magazin 64 . Viele Jahre war er einer der Stärksten hierzulande, Jahrzehnte spielten wir zusammen – mit Unzicker, Schmid, Darga und Hübner – in der deutschen Mannschaft, der besten Amateurmannschaft der Welt, zehnmal nahm Hajo so an Schacholympiaden teil. Sein größter Erfolg war wohl der Gewinn der Internationalen Deutschen Meisterschaft 1973 in Dortmund zusammen mit dem 1972 durch Bobby Fischer entthronten sowjetischen Weltmeister Boris Spassky, wobei er Spassky sogar besiegen konnte.

Großmeister Hans-Joachim (Hajo) Hecht ist 70 geworden. Manche scheint das Alter kaum anzufechten. "Fröhlich, locker, jugendlich" – so beschreibt ihn treffend das

Inzwischen ist Hajo in die Seniorenmannschaft gewechselt und vertritt Deutschland so weiterhin bei Weltmeisterschaften, spielt aber auch noch mit den "Jungen" überall auf der Welt, sei es in Kanada oder wiederholt in Neuseeland. Wobei ihn, der seine Berliner Herkunft nie verleugnen konnte, seine urbayerische Frau Annemarie gerne begleitet; "natürlich" spielen auch beide Söhne Schach, zusammen mit Papa Hajo beim Schachklub Fürstenfeldbruck.

In einem finnischen Gedicht heißt es: "Ein Hecht stieg in den Baum und sang". Ein schönes Bild! Anlass hierzu hätte Hajo nach seiner herrlichen Opferkombination gegen den holländischen Weltklassespieler Jan Timman beim Zonenturnier zur WM 1972 in Helsinki allemal gehabt.

Wie setzte er als Weißer am Zug in drei Zügen matt?

Helmut Pfleger

Lösung aus Nr. 20:
Mit welch feinem Zug konnte Weiß schnell gewinnen? Nach dem Läuferopfer 1.Lc5! war die c-Linie unterbrochen, sodass die Umwandlung des freien c-Bauern in eine neue Dame nicht mehr zu vereiteln war. Nach 1…Tc1+ 2.Kg2 Tc2+ 3.Kf1 bxc5 4.c8D+ Ke5 5.De8+ Kf5 6.Dd7+ gab Schwarz wegen des Damenmatts auf d5 im nächsten Zug auf