Bundestagswahl Der Wahlkampf, ein Abenteuer
Das politische Jahr 2009 wird wild und unberechenbar. Was wir trotzdem schon wissen können. Ein Überblick
Wenn die Politik in diesen Tagen ein Geräusch machen würde, dann wäre es wie bei einem Güterzug, der mit quietschenden Rädern auf den Prellbock fährt. Rums. Der Linksruck, in dem sich das Land seit der letzten Bundestagswahl und erst recht seit Ausbruch der großen Krise befindet, ist an sein Ziel gekommen. Oder an sein Ende, je nachdem. Einmal noch haben sich die Grünen am Wochenende selbst links überholt und gegen die von ihnen einst mit eingeführte Praxisgebühr votiert sowie den Mindestlohn auf 7,50 Euro festgelegt und eine Million neue Arbeitsplätze versprochen. Zu gleicher Zeit hat sich in der Linkspartei der linke Flügel durchgesetzt. Man will künftig die Hartz-IV-Sätze auf 500 Euro anheben, einen Mindestlohn von 10 Euro und doppelt so viele Arbeitsplätze wie die Grünen schaffen. So endet der Überbietungswettbewerb innerhalb des linken Lagers, wer jetzt noch mehr fordert, landet endgültig in Utopia.
Damit wäre schon mal eine Marke gesetzt – in einem Wahlkampf, wie man ihn komplizierter und interessanter noch nicht erlebt hat. Erstmals stehen sechs Parteien zur Wahl, die alle in den Bundestag und, bis auf eine, auch in die Regierung kommen können, deren Zusammensetzung indes offener ist als je; zudem befinden sich die beiden Hauptgegner des Wahlkampfes zusammengezurrt in einer Großen Koalition; vor allem aber herrscht eine tiefe, einzigartige Wirtschaftskrise.
Wie die Wählerinnen und Wähler auf all das reagieren werden, weiß bislang niemand. Zumal der Krise eine eigentümliche Dynamik innewohnt. Zu Beginn dieses Jahres befand sich das Finanzsystem in höchster Not, während die Krise bei den normalen Leuten noch gar nicht angekommen war. Im Wahlmonat September hingegen dürfte die Krise selbst ihren Höhepunkt schon überschritten haben, während sich Millionen vor Arbeitslosigkeit fürchten, das Krisenbewusstsein also dem Höhepunkt zustrebt. Welche Krise also herrscht im September?
Wehe dem, der in solch beispielloser Lage einen Wahlkampf planen muss! Einige von denen, die das tun, die dieses Superwahljahr zurzeit bis ins Letzte durchdenken, haben wir besucht und befragt. Und obwohl auch der Spruch zu hören war »Über Strategien redet man nicht, die hat man« wurde doch so einiges gesagt. Wenn auch ohne Namensnennung, so viel Geheimnis muss sein.
Dieser Wahlkampf wird wild, unberechenbar, ein Abenteuer. Um einen Überblick zu bekommen, lohnt es sich, ihn in vier Phasen einzuteilen:
1. Das Vorspiel, die Wahl des Bundespräsidenten oder der -präsidentin am 23. Mai (siehe Seite 2), da geht es um ein bisschen Macht, um Koalitionen, um so etwas wie Hegemonie.
2. Die Vorwahl, also die Abstimmung zum Europaparlament. Das Besondere dabei ist, dass es in Straßburg keine Koalitionen gibt, die Parteien gewissermaßen netto zur Wahl stehen, ohne Taktik und, wenn man ehrlich ist, weitgehend unabhängig von ihrer Europapolitik.
3. Die Koalitionswahl. Am 30. August bestimmen das Saarland, Thüringen und Sachsen ihre Landtage neu. Zweimal kann dabei eine rot-rote Koalition entstehen, was auch bedeuten würde, dass die CDU zwei Ministerpräsidenten verliert.
4. Die Entscheidung. Am 27. September wird der Bundestag gewählt und so darüber abgestimmt, wie Deutschland nach der großen Krise aussehen soll. Doch geht es nicht nur um zwei Richtungen, sondern auch um zwei Personen: Merkel oder Steinmeier.
Für die Wahlkampfstrategen in den beiden Volksparteien bietet das Vorspiel, die Bundesversammlung, zunächst keine besondere geistige Herausforderung. Wenn Horst Köhler, wie es die meisten erwarten, die Wahl gewinnt, dann wird der Effekt dieses Sieges schon vergangen sein, bevor der alte, neue Bundespräsident am Abend seiner Bestätigung im Schloss Bellevue die Lichter löscht. Wenn allerdings Gesine Schwan gewinnt, was sie bekanntlich allenfalls mit den Stimmen der Linkspartei kann, dann beginnt dieser Wahlkampf mit einer doppelten Niederlage. Für die SPD, weil sie die Rot-Rot-Grün-Debatte nicht wieder loswird. Und für Schwarz-Gelb, weil man offenkundig das eigene Lager nicht mobilisieren kann. Dann würden Wut und Polemik sich Bahn brechen, das schwer Berechenbare würde vollends unkalkulierbar – sogar für die vordenkenden Männer und Frauen in den Hauptquartieren. Und weil das so ist, werden sich wohl genügend Stimmen für einen normalen und folgenarmen Wahlausgang finden.
Und dann geht’s richtig los. Mit einer krachenden Wahlniederlage für die Union bei den Europawahlen. Vor fünf Jahren, als die Deutschen der Regierung Schröder einen Denkzettel verpassen wollten, erhielt die SPD grauenvolle 21,5, die Union hingegen 44,5 Prozent. Das kann für die einen nur besser, für die anderen nur schlechter werden. Und wenn die Union sogar weniger bekommt als bei der desaströsen Bundestagswahl 2005, also unter 35,2 Prozent? Nichts passiert dann, sagen die von der CDU und zucken mit den Schultern. Höchstens werde die Kanzlerin ein paar mehr Interviews geben. Mehr nicht.
Viel ausführlicher wird man in diesem Zusammenhang im Willy-Brandt-Haus: Die Union, so sagen sie dort, schafft es nicht mehr, ihre Wähler zu mobilisieren. Seit Langem mache die Partei in der Großen Koalition und in der Großen Krise eine Politik gegen die eigenen Überzeugungen, und heute wisse sie überhaupt nicht mehr, wofür sie stehe. Ja, die Kanzlerin sei beliebt – durch Beliebigkeit, so wird maliziös ergänzt. Aber das verbessere nicht die Umfragewerte für ihre Partei. Und Wahlkampf, den wolle die CDU-Vorsitzende am liebsten auch gar nicht führen. Kein Wunder, so wird gehöhnt, wann immer sie etwas Bestimmtes sage – wie beim Thema Steuersenkung –, verfalle die Union ins kommunikative Chaos. Sie könne ihrer Partei nicht erklären, wofür sie kämpfen soll.
An dieser Stelle baut sich das ganze in drei (mehr oder weniger) siegreichen Bundestagswahlkämpfen gewachsene Selbstbewusstsein der Müntefering-Truppe auf. Natürlich, so konzedieren sie großzügig, Merkel und ihre Leute würden nicht dieselben Fehler machen wie 2005.
Aber andere.
Das glaubt die Gegenseite bloß nicht. Für sie findet 2009 der entscheidende Wahlkampf in der Karriere von Angela Merkel statt. 2005 konnte sie nicht souverän agieren, diesmal führt sie allein Regie.
Und der Kalender. Denn er beschert ihrer Partei erst mal eine lange Sommerpause mit schönen Bildern von einer erhabenen Kanzlerin. Und dann etwas, was die Schwarzen motiviert, ja, was ihr Adrenalin regelrecht zum Kochen bringt: Rot-Rot. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht oder eine Katastrophe – was man in Zeiten wie diesen beides nicht ausschließen kann –, dann steht die SPD im Saarland und in Thüringen vor der kratzigen Alternative, entweder Juniorpartner in einer Großen Koalition zu werden oder den Ministerpräsidenten einer rot-roten Regierung zu stellen. Kurzum: Niederlage in den Ländern oder Irritation für den Bund, wo man Rot-Rot kategorisch ausschließt.
Im politischen Berlin glaubt niemand ernstlich, dass Frank-Walter Steinmeier am Wahlabend sein Versprechen bricht und wie einst in Hessen doch Rot-Rot-Grün macht. Dennoch wird es für seine potenziellen Wähler seltsam sein, dass kurz vor der Bundestagswahl in zwei Ländern ebensolche Koalitionen eingegangen werden. Zumal die Straßen und Plätze auch einen sehr rot-rot-grünen Eindruck machen werden: Mindestlohn-Plakate von der SPD, Mindestlohn-Plakate von den Grünen, Mindestlohn-Plakate von der Linkspartei.
Noch verstärkt wird diese Irritation durch ein weiteres strategisches Dilemma des SPD-Wahlkampfs. Der richtet sich nämlich inhaltlich mehr gegen die bös-neoliberale FDP als gegen die Union, weswegen man den Liberalen im Europawahlkampf einen Haifischkopf aufsetzte. Steinmeiers einziger Weg ins Kanzleramt führt aber über genau diese Liberalen. Angesprochen auf dieses Haifisch-Ampel-Paradox, werden die sonst so klaren Strategen von der SPD wolkig. Sie vermögen dieses Problem so wenig aufzulösen, wie sie die Rot-Rot-Irritationen ganz und gar beseitigen können.
Hoffen können sie jedoch darauf, dass ihre Spezialprobleme mit möglichen oder unmöglichen Koalitionen in den superkomplizierten und heillosen Wer-mit-wem-Debatten untergehen, die diesen ganzen Wahlkampf begleiten und sich in den letzten vier Wochen vor der Bundestagswahl noch verschärfen werden.
Um es kurz und schmerzlos zu machen: Wenn die meisten Deutschen die Große Koalition behalten wollen und deswegen fleißig Schwarz und Rot wählen, dann kann es ihnen leicht passieren, dass sie mit der dadurch gestärkten Union versehentlich eine schwarz-gelbe Koalition herbeiführen. Schlimmer noch: Die von der Mehrheit gewünschte Große Koalition ist die unwahrscheinlichste. Denn entweder reicht es für Schwarz-Gelb, dann kommt auch Schwarz-Gelb. Oder es reicht nicht, dann kann Steinmeier nur in einer Ampel Kanzler werden. Die wiederum will dann recht dringlich auch Guido Westerwelle, weil er seine Partei sonst wieder vier Jahre in die Opposition schicken muss. Erst recht werden die Grünen das wollen müssen, denn die Generation Trittin-Künast-Roth würde sonst in aller Kühle von der Generation Wazir-Palmer-Özdemir abgeräumt.
Das Schlimmste an diesem ganzen Multioptionswahlkampf ist, dass der Wähler so gut wie keinen Einfluss auf die Regierungskonstellation nehmen kann. Das wird bis zum 27. September auch jedem Bürger klar sein. Aber wie reagiert er darauf? Vielleicht, indem er sich – nolens volens – auf die Hauptsachen konzentriert: die politische Grundrichtung und die wichtigen Personen.
Es ist schön anzusehen, wie die roten und schwarzen Strategen, die einander ja eigentlich schätzen, sich aber nun heftig bekämpfen müssen, versuchen, jeden Anflug von Niedertracht zu unterdrücken, wenn sie auf die Person des Gegners zu sprechen kommen. Bei der Union will man von der Herabsetzung des Kanzlerkandidaten so gar nichts wissen. Das bringt auch nichts, sagen sie. Na gut, es wäre natürlich ein Leichtes zu sagen, der Steinmeier sei kein richtiger Politiker, vielmehr ein kalter Technokrat, wie man ja im Fall des von den USA gefolterten Murat Kurnaz gesehen habe. Und authentisch ist er sowieso nicht, das könnte man alles sagen, sagt man aber nicht.
In der SPD sagt man öffentlich auch nicht viel Abträgliches, findet höchstens, dass Angela Merkel aufgrund ihrer DDR-Sozialisation eher das Verdeckte liebe und sich wegen ihrer späten, nachholenden Politikerkarriere im Westen doch sehr auf den Machterwerb und -erhalt habe spezialisieren müssen und nun in einer Kultur des Misstrauens regiere, was sie zögerlich, unflexibel und unkreativ mache, ein Stil, der möglicherweise in normalen Zeiten fürs Kanzlersein ausreiche, nicht aber in der Krise. Doch, wie gesagt, das wolle man nicht auf die Marktplätze tragen.
Der Wahlkampf 2009 hat noch gar nicht richtig begonnen, und schon wird ihm nachgesagt, er habe keinen Sinn, weil die beiden Volksparteien sich kaum unterschieden, die Große Koalition und die Große Krise hätten sie quasi verschmolzen. Das ist zu kurz und zu sehr nach hinten gedacht, zumal wenn die Mindestlohn-SPD sich mit den Mindestlohn-Grünen verbündet (und eine oppositionelle Mindestlohn-Linke im Nacken spürt). Die Frage, die sich für die Deutschen in diesem Jahr stellt, lautet dann: Wollen sie nach einer – in herkömmlicher Terminologie – linken Welle von Verstaatlichung, Enteignung und steigenden Schulden in dieser Richtung weitermachen oder wollen sie zurück zur alten Normalität abzüglich der Exzesse von Gier und Spekulation? Und in dieser Frage ist Union und SPD unabhängig von ihren aktuellen Wahlaussagen ein anderes Programm, eine andere Grundrichtung genetisch eingeschrieben. Dann gilt: Die einen fühlen sich mit so viel Staat wie jetzt wohl, die anderen unwohl, die einen wollen das halten, die anderen wieder davon runter.
In der SPD glaubt man, dass der globale politische Trend ein Genosse sei und daher eine schwarz-gelbe Koalition nur als Treppenwitz der Geschichte denkbar wäre. Es kann jedoch auch sein, dass die Mehrheit eine Verlängerung und Verschärfung dieses globalen neolinken Trends nicht will, so wie sie 2005 eine Verlängerung und Verschärfung des globalen neoliberalen Trends durch Schwarz-Gelb nicht wollte. Wenn dem so wäre, dann hätte die Union doch schwarz-gelbe Aussichten. Schließlich ist sie gerade deswegen zurzeit so demobilisiert und nervös, weil sie schon so lange Politik gegen das eigene Wesen treiben muss und woandershin strebt.
Alles hängt davon ab, wo die Krise im Herbst ist. Löst sie eher Schutzbedürfnisse vor weiteren Gefahren aus oder erste Aufschwunghoffnungen?
So oder so, das glauben viele in der SPD, kann sie in diesem Wahlkampf nur gewinnen. Gegen die Union, wenn es zu einer Ampel kommt. Oder gegen die Linkspartei, weil dort der Protestnimbus bröckelt und die SPD wieder zu einer echten Alternative für linke Wähler geworden ist. Vielleicht kennt der Multioptionswahlkampf doch einen klaren Sieger: die Volkspartei.
- Datum 10.08.2009 - 17:08 Uhr
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- Serie wahlen
- Quelle DIE ZEIT, 14.05.2009 Nr. 21
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Jede Pommes-Bude bekommt ihren eigenen Finanzkrisen-Rettungsschirm, die Kurzarbeit in den nordhessischen Dampfmaschinenwerken wird auf 24 Jahre verlängert und Karstadt, Quelle, Edeka und Otto-Versand bekommen Staatshilfe.
Ausserdem noch eine Abwrackprämie für Kleinflugzeuge, Tourenfahrräder und (zur ölologischen Erneuerung) für analoge Kleinbildkameras.
Nie ist der Bürger so wichtig wie kurz vor einer wichtigen Wahl.
Also das Gefühl auskosten und mitnehmen, was an bunten Gaben verteilt wird.
Denn nicht vergessen: Schon am Wahlabend wird der Wähler wieder zur grössten Nebensache der Welt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich auf dem Wahlzettel im September deutlich mehr Parteien finden werden. Warum sollte man sich denn darauf beschränken, nur eine der Fraktionen zu wählen, die dann wohl auch im Parlament vertreten sein werden. Möchte man so dringend auf Seiten der "Gewinner" sein? Ich wünsche mir ja, das alle Bürger die sich momentan nicht von den Politikern im Bundestag so richtig vertreten sehen (und ich bin mir sicher, das sind einige), würden im September einfach mal nachlesen, was denn die sog. "Sonstigen" im Programm stehen haben.
Wenn einem das gefällt, man kann auch die kleinen Parteien wählen. Vielleicht gäbe es ja eine Überraschung, wenn das jeder tun würde. Und nicht vergessen, es tummeln sich nicht nur links- und rechtsextreme Parteien "da unten". Es gibt durchaus interessante und demokratische Alternativen. Ein weiterer Vorteil: Die etablierten Parteien bekommen bei vielen Stimmen für die kleinen weniger Wahlkampfkostenerstattung - das wär doch mal ein richtiger Dämpfer, schliesslich weiss jeder selbst aus eigener Erfahrung, wie das schmerzt wenns einem an den Geldbeutel geht. Ein paar Prozentpunkte weniger oder ein paar Demos mehr interessieren unsere etablierte Politikerkaste doch herzlich wenig, wie man in den letzten Jahren sehen konnte.
Also, statt Wahlboykott dieses Jahr einfach mal nicht die neoliberale Einheitspartei Deutschlands respektive ihrer Blockparteien sondern eine Alternative wählen - mal sehen ob wir der im Artikel angekündigten Trostlosigkeit nicht doch noch irgendwie entkommen können...
Prima Kommentar, genauso werde ich es bei diesen Wahlen auch machen und wenn ich mir so das allgemeine Stimmungsbild ansehe, kann es zumindest für einige kleine Parteien interessant werden.
Sicherlich wird es im Grossen und Ganzen wohl nichts ändern, beim momentanen IQ des deutschen Durchschnittsmichel tippe ich mal auf CDU + FDP, SPD mit knapp über 20%.
Zu mehr sind die Wahlen eh nicht mehr nütze, denn was jetzt an virtuellen Wohltätigkeiten versprochen wird, ist nicht mal die Energie wert, die es zum lesen braucht. Bisher habe ich ja immer gedacht, Menschen wären lernfähig und könnten aus Fehlern lernen, aber da zeigt JEDE Wahl, dass es mehr mit Genetik ( mein Vater hat XXX gewählt ) zu tun hat als mit "Menschenverstand".
Aber zumindest steuern wir interessanten Zeiten entgegen und es belustigt doch, wenn auf einmal Abgeordnete, von denen man 4 Jahre lang nichst gehört und gesehen hat, wie aufgeregte Hühner umherfliegen auf der SUche nach "dem Wähler"
Also entspannt zurücklegen und die eigene Ohnmacht geniessen.
Der Spaß am Urnengang ist mir schon vor Jahren verloren gegangen, war es doch letztlich nur noch die, von jedem geforderte, Pflicht ein Kreuzchen für eine demokratische Partei zu machen, so dass Links- wie Rechtsextrem nicht allzu hohe Mengenanteile ergattern.
Ist doch die "Politik" nicht mehr als eine Puppenkiste, mit ebenso steifen und unbeholfen wirkenden Marionetten wie in Augsburg. Die Fäden ziehen die Lobbyisten im Hintergrund, die zum Dank für völliges Versagen noch dicke Abfindungen einstreichen dürfen, während Kassiererinnen für einen Pfandbon von " 'ner Mark fuffzig" gekündigt wird.
Und in dem ganzen Elend fordert Frau Merkel, dass unser Land so schnell wie möglich wieder auf altem Kurs fährt. Fragt sich nur ob sie weiss, dass genau dieser den Wagen vor die Wand gesetzt hat.
Ich freunde mich von Tag zu Tag mehr mit den Piraten an, vielleicht schaffen sie es frischen Wind in die Sache zu bringen, und sei es nur ein Kant'scher Säufzer.
ist noch immer die reichste (demokratische) Partei der Welt. Die werden die paar Euros nicht stören.
Prima Kommentar, genauso werde ich es bei diesen Wahlen auch machen und wenn ich mir so das allgemeine Stimmungsbild ansehe, kann es zumindest für einige kleine Parteien interessant werden.
Sicherlich wird es im Grossen und Ganzen wohl nichts ändern, beim momentanen IQ des deutschen Durchschnittsmichel tippe ich mal auf CDU + FDP, SPD mit knapp über 20%.
Zu mehr sind die Wahlen eh nicht mehr nütze, denn was jetzt an virtuellen Wohltätigkeiten versprochen wird, ist nicht mal die Energie wert, die es zum lesen braucht. Bisher habe ich ja immer gedacht, Menschen wären lernfähig und könnten aus Fehlern lernen, aber da zeigt JEDE Wahl, dass es mehr mit Genetik ( mein Vater hat XXX gewählt ) zu tun hat als mit "Menschenverstand".
Aber zumindest steuern wir interessanten Zeiten entgegen und es belustigt doch, wenn auf einmal Abgeordnete, von denen man 4 Jahre lang nichst gehört und gesehen hat, wie aufgeregte Hühner umherfliegen auf der SUche nach "dem Wähler"
Also entspannt zurücklegen und die eigene Ohnmacht geniessen.
Der Spaß am Urnengang ist mir schon vor Jahren verloren gegangen, war es doch letztlich nur noch die, von jedem geforderte, Pflicht ein Kreuzchen für eine demokratische Partei zu machen, so dass Links- wie Rechtsextrem nicht allzu hohe Mengenanteile ergattern.
Ist doch die "Politik" nicht mehr als eine Puppenkiste, mit ebenso steifen und unbeholfen wirkenden Marionetten wie in Augsburg. Die Fäden ziehen die Lobbyisten im Hintergrund, die zum Dank für völliges Versagen noch dicke Abfindungen einstreichen dürfen, während Kassiererinnen für einen Pfandbon von " 'ner Mark fuffzig" gekündigt wird.
Und in dem ganzen Elend fordert Frau Merkel, dass unser Land so schnell wie möglich wieder auf altem Kurs fährt. Fragt sich nur ob sie weiss, dass genau dieser den Wagen vor die Wand gesetzt hat.
Ich freunde mich von Tag zu Tag mehr mit den Piraten an, vielleicht schaffen sie es frischen Wind in die Sache zu bringen, und sei es nur ein Kant'scher Säufzer.
ist noch immer die reichste (demokratische) Partei der Welt. Die werden die paar Euros nicht stören.
Prima Kommentar, genauso werde ich es bei diesen Wahlen auch machen und wenn ich mir so das allgemeine Stimmungsbild ansehe, kann es zumindest für einige kleine Parteien interessant werden.
Sicherlich wird es im Grossen und Ganzen wohl nichts ändern, beim momentanen IQ des deutschen Durchschnittsmichel tippe ich mal auf CDU + FDP, SPD mit knapp über 20%.
Zu mehr sind die Wahlen eh nicht mehr nütze, denn was jetzt an virtuellen Wohltätigkeiten versprochen wird, ist nicht mal die Energie wert, die es zum lesen braucht. Bisher habe ich ja immer gedacht, Menschen wären lernfähig und könnten aus Fehlern lernen, aber da zeigt JEDE Wahl, dass es mehr mit Genetik ( mein Vater hat XXX gewählt ) zu tun hat als mit "Menschenverstand".
Aber zumindest steuern wir interessanten Zeiten entgegen und es belustigt doch, wenn auf einmal Abgeordnete, von denen man 4 Jahre lang nichst gehört und gesehen hat, wie aufgeregte Hühner umherfliegen auf der SUche nach "dem Wähler"
Also entspannt zurücklegen und die eigene Ohnmacht geniessen.
Der Spaß am Urnengang ist mir schon vor Jahren verloren gegangen, war es doch letztlich nur noch die, von jedem geforderte, Pflicht ein Kreuzchen für eine demokratische Partei zu machen, so dass Links- wie Rechtsextrem nicht allzu hohe Mengenanteile ergattern.
Ist doch die "Politik" nicht mehr als eine Puppenkiste, mit ebenso steifen und unbeholfen wirkenden Marionetten wie in Augsburg. Die Fäden ziehen die Lobbyisten im Hintergrund, die zum Dank für völliges Versagen noch dicke Abfindungen einstreichen dürfen, während Kassiererinnen für einen Pfandbon von " 'ner Mark fuffzig" gekündigt wird.
Und in dem ganzen Elend fordert Frau Merkel, dass unser Land so schnell wie möglich wieder auf altem Kurs fährt. Fragt sich nur ob sie weiss, dass genau dieser den Wagen vor die Wand gesetzt hat.
Ich freunde mich von Tag zu Tag mehr mit den Piraten an, vielleicht schaffen sie es frischen Wind in die Sache zu bringen, und sei es nur ein Kant'scher Säufzer.
Ohne ein Wimpernzuckern sind unsere Rechte von der großen Koalition beschränkt worden, durch:
BKA-Gesetz, Vorratsdatenspeicherung und wahrscheinlich auch Internetzensur.
Überlegt euch genau, wen ihr wählt!
Petition gegen Internetzensur - hier zeichnen
„Jene, die Freiheit aufgeben, um eine vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin, 1706–1790)
Ja, man merkt es stehen Wahlen an, denn die Versprechungen, die Schwerkraft aufzuheben, Zeitreisen zu ermöglichen und das Paradies auf Erden bereits hier und jetzt zu verwirklichen nehmen geradezu inflationär zu. Dass davon spätestens 5 Sekunden nach Schliessung der Wahllokale nur noch eine Staubwolke übrig sein wird, die einsam durch die Strassen weht, ist allerdings klar. Was auch klar ist, ist die Tatsache, dass, was auch immer an Sinnvollem oder Unsinnigen infolge dieser Wahl beschlossen wird, bereits jetzt klar ist, wer dafür bezahlen und letztlich die Verwantwortung tragen wird: Richtig, jeder Deutsche, der noch soviel Geld in der Tasche hat, dass es sich für den Staat lohnt, es ihm aus derselben zu ziehen.
Was mich nur fasziniert, ist die Tatsache, dass im normalen Arbeitsleben Leistungskontrolle (und Sanktionen bei nicht erbrachten Leistungen) völlig normal ist, aber im Bereich der Politik, wo es um wirklich grosse Summen und letztlich die Zukunft vieler Menschen geht, derlei völlig unbekannt ist. D.h. stellen wir uns jetzt einen Unternehmer vor, der einen neuen Mitarbeiter einstellt. Dieser verspricht ihm beireits beim Bewerbungsgespräch goldene Berge, Umsatzsteigerungen um 50 % etc. Nach Arbeitsantritt aber hat der Betriebsinhaber aber plötzlich keinen Zugang mehr zu den Büros seines Mitarbeiters, erhält keinerlei Einsicht in dessen Tätigeitsfelder, erhält keine Leistungsnachweise, sondern allenfalls Floskeln, mit denen er bei Nachfragen abgespeist wird, stellt des weiteren fest, dass der Mitarbeiter sein Gehalt selbst bestimmt, und seinen Arbeitgeber hier überhaupt nicht mehr mitreden lässt, und nach insgesamt vier Jahren ist das einzige, was der Arbeitgeber mit Sicherheit weiss, dass die Schulden seines Unternehmens mittlerweile doppelt so hoch sind, wie zu der Zeit bevor er seinen Angestellt eingestellt hat. Dieser verlangt aber kategorisch, weiter beschäftigt zu werden, weil er in Anbetracht der Umstände des optimale erreicht hat - von den vormaligen Versprechungen ist natürlich nicht mehr die Rede.
Nun, im wirklichen Leben wissen wir alle, gibt es so etwas nicht. Kein Arbeitgeber der Welt wäre derart dämlich, sich ein solches Verhalten bieten zu lassen, und......äh, Moment, eine kleine Ausnahme gibt es doch: derart märchenhafte Verhältnisse herrschen im Bereich der Politik. Das o.g. Procedere ist dort Alltag, der nominelle Souverän, d.h. der Bürger hat dort im eigenen Haus schon lange nichts mehr zu sagen, und wird von seinen Angestellten nach Strich und Faden vorgeführt. Und das Beste daran ist, dass nicht das Geringste dagegen unternommen wird. Fast paradiesische Verhältnisse - wären da nicht die Parteifreunde und -feinde, die ständig an einem sägen würden, aber jede Rose hat nun mal auch Dornen......
Und was sagt uns diese kleine Geschichte: Dass Märchen manchmal wahr werden können, wenn der Märchenerzähler einen Dummen findet, der daran glaubt.
daß es zumindest einen Mitmenschen gibt, der mit mir der Meinung ist, daß die politischen Akteure Volksangestellte sind, die uns längst auf dem Kopf herumtanzen und auf Rechnung Dritter arbeiten.
daß es zumindest einen Mitmenschen gibt, der mit mir der Meinung ist, daß die politischen Akteure Volksangestellte sind, die uns längst auf dem Kopf herumtanzen und auf Rechnung Dritter arbeiten.
zum stupiden Anti-Wahlkampf der SPD fürs Europaparlament.
Kein Wort zur Tatsache, dass die SPD die (meiner Ansicht nach falsche) Mindestlohnforderung dereinst von den Linken übernommen haben. Kein kritisches Wort zu den Genossen überhaupt.
Leider kann ich diese Auslassungen angesichts der Überschrift nicht als Metareflexion auf das Thema "Wahlkampf" werten. Vielmehr scheint der Artikel hier etwas ergänzen zu wollen.
Arm, wer für linke Forderungen noch immer nur Dampfwalzen-Rhetorik übrig hat.
...tja...von Koch lernen, heißt siegen lernen ;-)
...tja...von Koch lernen, heißt siegen lernen ;-)
...tja...von Koch lernen, heißt siegen lernen ;-)
Im Normalfall wird ein Koch, der dabei erwischt wird, wie er in die Suppe vomitiert, zumindest fristlos entlassen.
Es sei, er ist ein Mietkoch, und Sie speisen in einer Armenküche.
Im Normalfall wird ein Koch, der dabei erwischt wird, wie er in die Suppe vomitiert, zumindest fristlos entlassen.
Es sei, er ist ein Mietkoch, und Sie speisen in einer Armenküche.
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