Eurovision Songcontest Erotik statt Politik

Beim europäischen Schlagerwettbewerb in Moskau will sich Deutschland rehabilitieren: Das Duo Alex Swings Oscar Sings nimmt das Aktmodell Dita von Teese mit auf die Bühne

Mögen Schröders Russen weiter mit ihrem Gas Politik machen – am 16. Mai wird Westeuropa seine größte Ressource zurückerobern, und das in Moskau: den Schlager! Zuletzt hatten die Zahlmeister der Sängersause Eurovision Song Contest – Deutschland, England, Frankreich und Spanien – keine Chance mehr gegen bärenfellbehängte Diseusen vom Dnjepr und Schmalzbubis aus Ust-Dscheguta, weil sich die ehemaligen Sowjetrepubliken Sympathiepunkte für die Wertung zuschanzten.

Doch für die 54. Auflage des Wettbewerbs wurden die Regeln geändert: Nun entscheiden nicht mehr allein die patriotisch gestimmten Fernsehzuschauer per Televoting über Europas Nachtigall, sondern zur Hälfte angeblich kompetent besetzte Jurys.

Anzeige

Das ist unsere Chance: Ab 21 Uhr wird zurückgesungen! Doch die Deutschen, beim Song Contest 2008 als Letzte gedemütigt, vertrauen bei ihrem Ostfeldzug nicht allein auf ihre sängerische Qualität, sondern auch auf Hilfe von Uncle Sam: Das Duo Alex Swings Oscar Sings! hat zur Sicherheit noch das berühmte US-amerikanische Aktmodell Dita von Teese als Tänzerin engagiert. Mit Erotik Europa erobern – das ist der neue deutsche Sonderweg.

 
Leser-Kommentare
  1. ... die Stripperin?
    Falsch, gaaanz falsch! Let's Obama rock for Germany! Dann, vielleicht dann nur wird's etwas. Erinnert sich noch jemand an Nicoles "Ein bisschen Frieden"? Is' lange her... Wetten, dass es noch ein bisschen länger dauert?

    • Anonym
    • 16.05.2009 um 9:08 Uhr

    müssen halt die Hüllen fallen.
    Dummes deutsches Denken in einer dummen deutschen Zeit.

    Orpheus

    • Anonym
    • 16.05.2009 um 10:56 Uhr

    Ich weiß nicht ob es wirklich Sympathiepunkte waren die man sich gegenseitig zugeschanzt bekommen hat oder ob der Musikgeschmack ein ähnlicher war. Wer weiß genaueres?
    Schlimmer find ich die Regeländerung zugunsten der größten Zahler. Die Regeln werden geändert sobald die Regeln die man selbst geändert hat einem keine Vorteile mehr bringen. Da beginnt die Entmündigung des Bürgers (in diesem Fall Fernsehzuschauer) schon im kleinen nur das der Bürger in diesem Fall vielleicht einverstanden ist.
    Schade finde ich auch das sich die Veranstaltung in Richtung Bombast ;-) entwickelt hat konnte man doch vorher wenigstens die absicht der Kulturveranstaltung erkennen.

  2. Das hört sich doch an wie Thriller!? oder?...
    Tut mir leid aber ich finde die Frau eklig. Das findet doch nur Kim Jong-il geil, Dita von Teese lebt in der Zeit, wo sich Nordkorea schon lange befindet.
    Gut tanzen kann Sie wirklich, zumindest besser als Marilyn Manson singen kann.
    Aber ob das ausreicht!?

    Naja, soo schlimm wie das Lesben Duo "Tatu" wird es schon nicht werden.

    Angucken werde ich es mir nicht, das ist "meine" eigene Ohrenkrebs "prevention"...

  3. warum man sich einer relativ unbekannten Tänzerin namens Dita von Teese bedienen muss. Haben wir da wirklich nichts Besseres in petto, um uns zu rehabilitieren?

    Ich denke schon:

    http://www.stern.de/lifes...

    ;-)

    Frdl. Gruß
    Pf.

  4. Die deutschen Verantwortlichen haben die Veranstaltung wohl mit einem Erotik Messe irgendwo in Deutschland verwechselt. Das war doch keine Hurenwettbewerb, wo die Gewinnen, die am nacktesten da stehen. Zumal die Dame nach meinem Geschmack hässlich und höchst anstösig für diese Veranstaltung war. Anstösig war auch, dass die Dame von deutschen Medien in den Vordergrund gestellt und als ein Star lanciert wurde, was sie nicht war, ist und wird.
    Ein Beispiel dafür, wie die Medien die Bürger hinters Licht führen. Deutsche Medien albern über die Beträge der anderen Teilnehmer, werden dann aber gerechterweise mit einer Blamage an die Wand geklatscht.

    Auch die anderen tanzenden Damen bewiesen kein Geschmack bezüglich ihre Kostüme. Schade auch, dass Deutschland mit ihrem musikalischen Beitrag erneut Geschmacklosigkeit hoch zehn bewiesen hat. Weder der Titel, noch der Bühnenauftritt war ein Punkt wert. Wenn da nicht die sympathisierenden Nachbarländer nicht wären, ginge Deutschland mal wieder leer aus. Also feut Euch um die 35 Punkte.

    Mit dieser Einlage hätte Deutschland in den USA eventl. gute Chancen, aber nicht in Europa. Die Bemühungen, sich so amerikanisch wie möglich zu zeigen erntet, wie gesehen, keine Sympathien und keine Punkte. Sind die Deutschen so arm an Kultur??? So arm, dass sie andere Völker und Kulturen nachahmen müssen???

    Und noch was zu dem Sieger-Titel: wenn da nicht die Jury-Bewertung wäre, hätten wir mit Sicherheit einen anderen Gewinner: Türkei oder Island.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service