Kölner Stadtarchiv Köln ganz unten
Zehn Wochen nach dem Einsturz in Köln bittet die Stadt zu einem Info-Abend für Leih- und Vorlassgeber des Historischen Archivs. Entschuldigen will man sich aber nicht. Aus Angst zahlen zu müssen
Die Entschuldigung, auf die so viele Leih-, Nach- und Vorlassgeber des Historischen Archivs der Stadt Köln bis heute warten, gibt es immer noch nicht. Denn wer Schuld eingesteht, muss zahlen: Der Stadt liegen bereits zahlreiche Klageandrohungen vor.
Zum ersten Mal seit dem Einsturz des Gebäudes hatte die Stadt am vergangenen Montag ihre Depositare zu einem Informationsabend eingeladen – angeblich, weil es vorher keinen Zugriff auf ihre Daten gab. Die allerdings waren auf einem Zentralserver gespeichert und von der Katastrophe gar nicht betroffen. Offenbar hat die Stadt ihren Leihgebern auch zehn Wochen nach der Katastrophe immer noch nichts zu sagen. Man müsse nun nach vorn sehen, erklärte die Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia, die sich zurzeit vor allem für einen Neubau an alter Stelle einsetzt: »Wir sind jetzt eine Schicksalsgemeinschaft.«
Der Kulturdezernent Georg Quander erntete schallendes Gelächter, als er erklärte, möglicherweise gebe es einen Zusammenhang zwischen den U-Bahn-Arbeiten und dem Einsturz, fehlende Vorsichtsmaßnahmen aber bestritt: »Viele andere Gebäude entlang der Strecke haben auch große historische Bedeutung, sind aber nicht eingestürzt.« 80 Prozent der Bestände seien geborgen, behauptet die Stadt. Leitende Mitarbeiter in der Sortierhalle in Porz sprechen von eher 60 Prozent. Über den Zustand der Archivalien sagt diese Zahl nichts aus. Erst Ende des Monats wird man zu jenen Geröllmassen vordringen, die unterhalb des Grundwasserspiegels liegen.
- Datum 15.05.2009 - 13:28 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 14.05.2009 Nr. 21
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... hatte ich auch angenommen es könne einen Zusammenhang mit den U-Bahn-Arbeiten geben.
Viel wahrscheinlicher scheint mir aber ein terroristischer Anschlag von Al-Kaida auf die Twin-Towers von Köln.
Die Leiterin des Historischen Archivs, Bettina Schmidt-Czaia, ist absolut gegen einen Neubau am alten Standort. Bitte besser recherchieren (oder zuhören?), bevor solche Fehlinformationen in alle Welt verbreitet werden.
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