Energie
Der nächste Ölpreisschock
Mit noch unveröffentlichten Zahlen belegen die Experten: Der Spritpreis könnte wieder explodieren – und die wirtschaftliche Erholung zerstören

© Justin Sullivan/Getty Images
Eine Tafel an einer kalifornischen Tankstelle zeigt Benzinpreise an, die in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sind
Das größte Hilfspaket gegen die Weltwirtschaftskrise kommt nicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel oder sonst einem Politiker. Die größte Erleichterung beschert den Deutschen ausgerechnet der viel gescholtene Markt. Er hat Heizöl, Diesel und Benzin billiger gemacht. Die Menschen haben deshalb mehr Geld in der Tasche. Viel mehr Geld.
Die Entlastung hat sich zwischen Juli 2008 und März 2009 auf rund 26 Milliarden Euro aufsummiert. So hat es der Mineralölwirtschaftsverband ausgerechnet, und diese Summe ist fünfmal so hoch wie die Ersparnis durch die Abwrackprämie für Autokäufer. »Ein drittes Konjunkturprogramm« nennt Klaus Picard, der Geschäftsführer der Öllobby, den Effekt des billigen Kraftstoffs. Die Amerikaner sparen sogar rund 280 Milliarden Dollar. Zuletzt ist das Öl wieder ein wenig teurer geworden, aber es kostet nach wie vor nicht einmal die Hälfte dessen, was Mitte 2008 auf dem Weltmarkt zu zahlen war.
Doch diese Erleichterung wird in Kürze ein Ende finden.
Die Stunde der Wahrheit schlägt am kommenden Montag. Dann sind die für Energiefragen zuständigen Minister der G-8-Nationen, darunter Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, in Rom. Sie werden dort unter anderem eine Studie in Empfang nehmen, die beunruhigender kaum sein könnte: Die Internationale Energieagentur (IEA) – der nach der ersten Ölpreiskrise Anfang der 1970er Jahre gegründete Klub von inzwischen 28 energiehungrigen Industrienationen – warnt darin ungewohnt offen vor einem neuen Schock. Einem dreifachen Schock gar, der die Welt bedroht: Energieknappheit, Preisexplosion und eine Niederlage bei der Bekämpfung der Erderwärmung.

Kein Geld für Öko-Strom: Die Investitionen sinken weltweit
Die schriftliche Warnung überbringen Nobuo Tanaka, der Exekutivdirektor der IEA, und Fatih Birol, der Chefökonom der Behörde, persönlich. Der Türke Birol gehört zu den besten Kennern der weltweiten Energiemärkte. Unter seiner Regie entsteht jedes Jahr der World Energy Outlook , eine Art Bibel der internationalen Energieszene; auch die aktuelle Warnung vor der nächsten Ölkrise hat er federführend verfasst.
Birol glaubt: Die Finanzkrise, der Konjunkturkollaps und der billige Sprit legen im Augenblick bereits den Keim für eine nächste Megakrise der Weltwirtschaft. Schließlich wurde ja schon der aktuelle Konjunkturabschwung nicht nur durch den Kollaps einiger amerikanischer Banken verursacht, sondern auch durch die jahrelang gestiegenen Energiepreise. Und das könnte demnächst erneut passieren, in schlimmerer Form sogar. »Versorgungsengpässe« beim Öl und Gas und neues »Hochpreisregime« sagt Birol für die Zukunft voraus.
Nicht für morgen, aber für bald, schon 2012 oder 2013. Dann würde der neue Aufschwung, auf den die ganze Welt jetzt hofft, gleich wieder abgewürgt. Dann wäre die Zeit relativ günstiger Energie passé, dann könnte eine neue Ära »substanzieller Energieprobleme« anbrechen, so Birol. »Je schneller die wirtschaftliche Erholung kommt, desto wahrscheinlicher wird dieses Szenario wahr«, heißt es in der IEA-Expertise.

Kein Geld für Öl und Gas: Auch hier gehen die Investitionen zurück
Schuld an diesem drohenden Rückschlag ist die weltweit grassierende Unlust am Investieren in die Energieinfrastruktur. Öl- und Gaskonzerne haben ihre Budgets für die Erschließung neuer Vorkommen nach Schätzung der IEA um 21 Prozent gegenüber 2008 gekürzt. Die Investitionen im Kohlesektor seien »bedeutend niedriger« als im vergangenen Jahr. Auch beim Bau von Kraftwerken herrsche Flaute, überall, nicht nur in Europa und in den Vereinigten Staaten, auch in Entwicklungsländern.
Besonders stark trifft der Investitionsrückgang die erneuerbaren Energien. Der Sektor war zuletzt kontinuierlich gewachsen, grüner Strom war eine Erfolgsgeschichte. Doch in diesem Jahr zwingt die Finanzkrise die Branche regelrecht in die Knie. Die IEA rechnet bei den Investitionen mit einem Minus von 38 Prozent – »eine sehr schlechte Neuigkeit«, sagt Birol.
Die Gründe für die Zurückhaltung der Investoren sind vielfältig, aber einleuchtend. Die Finanzkrise erschwert den Zugang zu Krediten. Die gesunkenen Energiepreise verschlechtern die Profitabilität von Investitionsvorhaben. Und die geschrumpfte Nachfrage nach Energie lässt den Bedarf an mehr Öl, Gas oder Strom weniger dringend als noch vor einem Jahr erscheinen. Das ist kurzfristig kalkuliert, aber so kalkuliert man im Augenblick in der Energiewirtschaft.
Tatsächlich rechnet die IEA für das Jahr 2009 sogar mit einem weltweit sinkenden Stromverbrauch: Das ist ein neues Phänomen; kein Ölschock, keine Rezession, keine Asienkrise und keine Dotcom-Blase vermochten bisher einen solchen Effekt hervorzurufen. Elektrizität wurde stets von Jahr zu Jahr mehr verbraucht. Jetzt nicht mehr. Die Nachfrage sinkt laut IEA 2009 sogar kräftig, um 3,5 Prozent.

Aus den erschlossenen Ölfeldern wird künftig weniger gefördert
Die weltweite Ölnachfrage ist ohnehin eingebrochen. Das sorgt für die augenblickliche Entspannung auf dem Markt, aber es ist schon abzusehen, dass sie nicht lange anhält. Die Ölwirtschaft müsste in den kommenden Jahren enorme Investitionen unternehmen, um Preissteigerungen zu verhindern.
Der Grund dafür ist quasi ein naturgesetzlicher: Die Förderung aus dem Gros der heute genutzten Ölfelder sinkt mit beängstigender Geschwindigkeit. Nachlassender Druck in den meisten Lagerstätten lässt die Ausbeute jedes Jahr um mehr als fünf Prozent schrumpfen. Nach dem Kalkül der IEA bewirkt dieser natürliche Schwund, dass die weltweite Ölförderung bis zum Jahr 2015 um 19 Millionen Fass (à 159 Liter) pro Tag sinkt und bis zum Jahr 2030 sogar um 43 Millionen Fass. Diese Menge entspricht ungefähr dem Vierfachen dessen, was Saudi-Arabien gegenwärtig täglich fördert.
In den kommenden zwanzig Jahren müsste die Ölwirtschaft also vier neue Bonanzas von der Größe Saudi-Arabiens erschließen – nur um die gegenwärtige Förderung aufrechtzuerhalten. Solch eine Herausforderung lässt sich nicht mit business as usual stemmen, wohl aber mit einer Investitionsoffensive. Die findet aber nicht statt, im Gegenteil.

Diese Investitionen sind geplant
Den Befund der IEA teilen auch andere Experten. So ließ der Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri Ende April wissen, die Mitglieder des Kartells hätten wegen des »unzureichenden« Ölpreises 35 von 165 Investitionsvorhaben bis zum Jahr 2013 zurückgestellt. In den USA, wo Ölfirmen bis vor Kurzem sogar unter Flughäfen und Kirchen Öl suchten, hat sich die Zahl der Bohranlagen ungefähr halbiert. Lloyd’s List, die weltweit führende Zeitung für maritime Wirtschaft, meldete Ende vergangener Woche, die Offshoreölsuche sei auf das niedrigste Niveau seit Herbst 2000 gefallen. Bisher summiert sich der erwartete Förderausfall lediglich auf rund eine Million Fass pro Tag; doch die Investitionsflaute wird mit zeitlicher Verzögerung durchschlagen.
Hilft das alles wenigstens dem Klima? Die Erderwärmung wird tatsächlich ein wenig gebremst, weil weniger Energie gewonnen und verbraucht wird, wenigstens kurzfristig und auf den ersten Blick. Die CO2-Emissionen in der EU sinken gerade. Und wenn in Zukunft weniger Öl, Gas und Kohle gefördert werden, könnten dem Klimafrevel Grenzen gesetzt sein, theoretisch.
Es stimmt auch, dass das Ziel, die Erderwärmung auf ungefähr zwei Grad zu begrenzen, nur noch durch drastische Einschränkungen des Verbrauchs fossiler Energie erreichbar ist. Wie drastisch, hat eine Gruppe um den Potsdamer Klimaforscher Malte Meinshausen kürzlich ausgerechnet. Laut ihrem Kalkül müsste die Menschheit auf drei Viertel der wirtschaftlich förderbaren Brennstoffreserven verzichten. Sie müsste schnell auf Kohle, Öl und Gas verzichten.
Das lässt sich aber nur dann unter erträglichen Schmerzen erreichen, wenn die weltweit wachsende Nachfrage nach Wärme, Licht, Kühlung oder Transport anderweitig befriedigt werden kann – ohne dabei das Klima zu ruinieren. Dafür gibt es nur zwei Strategien: mehr Energieeffizienz und mehr erneuerbare Energien – Biomasse und Wasserkraft, Sonne und Wind.
Die neuen Energiequellen müssen allerdings erst noch erschlossen werden, was wiederum immense Investitionen erfordert. Doch an denen mangelt es ja besonders. Die weltweiten Aufwendungen für »grüne« Stromfabriken, vor allem für Windräder und Solaranlagen, sind laut IEA abgeschmiert. Deshalb sei es gut möglich, dass die Weltwirtschaftskrise zwar kurzfristig den CO2-Ausstoß senke, aber »längerfristig zu höheren Emissionen führt«. Obendrein bestehe das »sehr reale Risiko«, dass der Versuch misslinge, Ende des Jahres beim Klimagipfel in Kopenhagen ein neues Klimaschutzabkommen zu vereinbaren.
Diese Befürchtung erscheint keineswegs übertrieben. So kurbeln die G-20-Staaten die Konjunktur zwar mit Hilfspaketen von zusammen 2,6 Billionen Dollar an, aber sie haben nach IEA-Analyse davon in diesem Jahr lediglich 10 Milliarden Dollar in die Förderung regenerativen Stroms gesteckt. Um die Chance zu wahren, das 2-Grad-Ziel zu erreichen, müsste die Summe laut IEA vervierfacht werden. Birol und seine Kollegen fordern deshalb nun einen »Clean Energy New Deal« – und rügen die Staats- und Regierungschef der G20, dass sie sich Anfang April bei ihrem Gipfel in London »vor jeder festen Verpflichtung« gedrückt hätten.
Ob der Alarmruf Wirkung zeigt, wird sich schon bald erweisen. Pfingstmontag beginnt in Bonn die nächste Runde zur Vorbereitung des Kopenhagener Klimagipfels. Erstmals steht der Entwurf für ein neues Abkommen zur Debatte. Er wird zeigen, wohin die Reise geht.
- Datum 31.7.2009 - 10:51 Uhr
- Serie Energie
- Quelle DIE ZEIT, 20.05.2009 Nr. 22
- Kommentare 23
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geht der dollar runter steigt der oelpreis , weil dann alle versuchen zu kaufen .... die loeseung heist weniger tanken und nicht mitmachen - oeffentliche verkehrsmittel benutzen senkt die prteise auch wieder, weil die nachfrage sinkt.
Der Markt hat erkannt, dass die Krise noch vor uns liegt. Ich meine nicht die Finanzkrise sondern die Energiekrise. Übermäßige Investitionen sind bei den Ölfirmen gar nicht notwendig, um die nächsten Jahrzehnte wachsende Gewinne einzufahren.
Die Tabellen im Artikel beweisen es: Einzig die Chinesen mit ihrem 5 Jahresplan reagieren kapitalistisch unsinnig und verplempern ihre Finanzen.
Wenn es wärmer wird,
verbrenne ich im Winter hoffentlich weniger Gas.
Also, Erderwärmung und Energiekrise mögen bitte beide gleichzeitig
bei mir eintreffen.
Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Preise für Ölprudukte wieder anziehen werden.
Einerseits steuern die Ölproduzenten - sogar noch über Kartelle - die Rohölpreise (immer nur aufwärts, klar).
Der Bedarf wird infolge der Rezession zwar etwas rückläufig sein, doch das gleichen reduzierte angebotsmengen wieder aus.
Andereseits ist und bleibt Rohöl die Rohstoffquelle, die uns in steigendem Maß Probleme machen wird, weil alternative Förderungen immer kostspieliger werden.
Im Ergebnis wird Rohöl auch der Faktor sein (oder ist es schon), der die gesamte wirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Sowohl in der Energiversorgung als auch in der Chemie ist der Stoff bisher kaum zu ersetzen.
beweist, dass es bisher noch keinen Menschen gibt, der intellektuell in der ist, dieses Problem zu loesen. Wir steuern daher auf eine Katastrophe unbekannten Ausmasses zu. Das wird so furchtbar, dass es die Leute vorziehen, darueber nicht nachzudenken.
Klar, aber man glaubt lieber an Alibis wie Energiepflanzen oder Sprit aus Mikroben, damit man das eigentliche Problem ausblenden kann.
Das wirkliche Problem ist die unsäglich schlechte Energieeffizienz im Umgang mit dem Öl.
Beispiel motorisierter Individualverkehr. Man muß sich nur vor Augen halten, daß aus reiner Bequemlichkeit und Jux mehr als 1 Tonne Stahl mit einer aufgeheizten Wärmekraftmaschine höchst ineffizient betrieben wird. In der Praxis gehen nur 20% der im Benzin gespeicherten chemischen Energie in den Antriebsstrang. Oft dann auch nur um eine Person zu befördern. Das sind dann bei den derzeitigen Modellen nur gut 1% Wirkungsgrad gemessen am Nutzen. Eigentlich sind es noch weniger, wenn man den Anteil an Energieaufwand bei der Erdölgewinnung, Raffinerierung und Transport abzieht. Fazit, es röhren millionen überdimensionierte stinkende Heizöfen allein in der BRD über den Asphalt, alleine um inzwischen 75% übergewichtige Idioten durch die Gegend zu schaukeln.
Das alles stört aber nicht dabei, da es akzeptiert ist, die Umwelt vollzustinken und zuzulärmen. Klimaschutz ist ist ja auch nur eine Phrase für Sonntagsreden.
Bei derart fehlenden Bewusstsein und motorisierten Wahnsinn, kann man auch nicht verlangen, daß bedacht wird, daß über Millionen Jahre entstandene Energieressourcen von wenigen Fettsäcken überwiegend in den Industriestaaten innerhalb weniger 100 Jahre in die Atmosphäre gejagt werden.
die scheinheiligen kommen wieder hervorgekrochen...
die schwappenden geldmassen, die die flachpfeifen von der regierung den angeblich systemrelevanten blasenbläsern nicht weggenommen haben, werden wieder
instrumentalisiert, der spritpreis SOLL wieder explodieren.
so muß es beim dem autor heißen.
klar, daß unter merkel die inflationspeitsche
energie geschwungen werden soll. wer das nicht gut findet,
muß in der wahlkabine und beim kaufen (ergibt sich für die nicht-zielgruppen dieser
zeitung ja von alleine) askese üben oder auswandern.
keine stimme für cdu,spd,grüne und auch nicht für die fdp, die is auch scheinheilig.
alle diese parteien betreiben geldentwertungspolitik -und damit vergangenheitsentwertungspolitik, bzw. eine ständige ausweitung der kluft zwischen
"aktiviertem" wirtschaftskapital und den leuten, die von kleingeld auch einigermaßen
leben wollen.
begrenzte Ressource, die für 1000 Zwecke, neben dem Verheizen, gebraucht wird, bei steigender Anzahl an Nutzern, umso schneller versiegt, auch endlich ganz oben an. Zeitweise gewinnt man den Eindruck, je weiter nach oben in den hierarchischen Strukturen man kommt, desto weniger Sinn für Realität ist vorhanden.
War es bisher einfach egal was mit dem Planeten, dem Einzigen bewohnbaren für uns, geschieht, Hauptsache es wird Geld gescheffelt? Wenn das mal nicht ein ganz deutlicher Hinweis auf einen global lebensgefährdenden Fehler im Wirtschaftssystem ist. Wo bleibt die, langfristig überlebensnotwendige, Korrektur? Wieviele Katastrophen (Wirtsschaftskrise, Verteilungsgerechtigkeit, Energiekrise, Ökosphärenkrise) müssen noch zusammenkommen bevor die (angebliche) Intelligenz des Menschen über seine niederen Instinkte (Geld[Gier]) siegt?
Traurig wenn es immer noch Politiker gibt, die einen Balken vorm Kopf oder nur mehr €-Zeichen in den Augen haben und lieber kurzfristig Arbeitsplätze mit Steuergeldern, in Form von Stützungsmaßnahmen (Wettbewerbsverzerrung), aufrechterhalten, anstatt gleich in Technologien zu investieren die langfristig das Traditionelle ablösen werden und die Arbeitsplätze der Zukunft schaffen. Tradition gut und schön, aber wenn sie dem Fortschritt im Wege steht dann kann keine Walze groß genug sein um sie zu planieren!
Kein Wunder, dass sich niemand für Politik interessiert. Politik interessiert sich inzwischen nicht mehr für die Realität sondern nur mehr für populistischen Stimmenfang. So funktioniert Demokratie aber nicht. Wer das Gefühl hat auf einem sinkenden Schiff zu sitzen und vom Kapitän, sehenden Auges und trotz zahlloser warnender Rufe, in den Abgrund gesteuert zu werden, der kann nur den Kopf schütteln, sich umdrehen und seiner Wege gehen.
Die Zukunft wird von weitblickenden und mutigen Menschen geformt, während die Konservativen sie tragen. Wenn schon Wenige über alle bestimmen müssen, dann wenigstens keine Oligarchie (Herrschaft des Geldes) wie im Moment (auch wenn sie vielerorten den Bürgern als Demokratie vorgespielt wird) sondern eher eine Epistokratie (Herrschaft der Wissenden). Dann gäbs zumindest die Chance auf eine Zukunft für die Menschheit. Eine bei der dann hoffentlich nicht ständig wirtschaftliche Überlegungen über die menschlichen gestellt werden.
Peak oil ist das Zauberwort .
Die Grafik : " Öl aus neuen Feldern " ist aus dem Fantasiebereich ,
der Rückgang des Förderung aus erschlossenen Feldern ist real .
Es dürften kaum noch neue Ölfelder gefunden werden ,
die Investitionen in die Neuerschließung von Ölfeldern sind gering , weil der technische Aufwand und damit der finanzielle Aufwand den zu erwartenden Gewinn deutlich überschreiten .
Wir stehen am Ende des Erdölzeitalters , die Grundlagen dazu sind seit 1974 , seit den Berichten des Club of Rome , bekannt .
Der vorübergehend niedrige Erdölpreis ist auf starken Nachfragerückgang durch die zurückgehende Wirtschaftsleistung bei noch hoher Ölförderung zurückzuführen .
"Die Grafik : " Öl aus neuen Feldern " ist aus dem Fantasiebereich ,
der Rückgang des Förderung aus erschlossenen Feldern ist real .
Es dürften kaum noch neue Ölfelder gefunden werden ,
die Investitionen in die Neuerschließung von Ölfeldern sind gering , weil der technische Aufwand und damit der finanzielle Aufwand den zu erwartenden Gewinn deutlich überschreiten ."
Nicht nur technisch und finanziell. Auch energetisch. Bei den Ölsanden wird schon der größte Teil der darin enthaltenen Energie für die Gewinnung geopfert. Sprich mit immer geringerer Enerigeeffizienz wird immer weniger verfügbare Energie gewonnen werden.
Das entsprechende Bild dazu ist ein Verdurstender unter sengender Sonne, der schwitzend im Sand dem in die Tiefe versickernden Wasser nachbuddelt.
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