Verlagsbranche Warum Suhrkamp nach Marbach mussSeite 3/3

Raulff: Angebot ist nicht der richtige Ausdruck. Wir haben eine Situationsbeschreibung abgegeben. Wir sind noch nicht in Verhandlungen. Jetzt ist noch einmal auf beiden Seiten Nachdenken angesagt. Vor allem aber aufseiten des Verlags.

ZEIT: Ist Ihr Eindruck, dass Suhrkamp auf jeden Fall das Archiv nicht nach Berlin nehmen wird?

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Raulff: Auch diese Entscheidung ist – glaube ich – noch nicht endgültig gefallen. Ich finde, es wurde sehr verantwortungsbewusst gehandelt von der Verlegerin, indem sie in dem Moment, wo der Umzug ansteht, sich durch Experten erklären lässt, in welchem Zustand das Archiv sich befindet und was am besten damit geschehen könnte.

ZEIT: Gibt es konkurrierende Institutionen jenseits der Frankfurter Universität, die ebenfalls am Suhrkamp-Archiv interessiert sind?

Raulff: Das weiß ich nicht. Aber angesichts der Bedeutung dieses Archivs kann man sich sehr gut vorstellen, dass da noch weitere Interessenten auf den Plan treten.

ZEIT: Es wäre der Verkauf des Archivs für Suhrkamp auch eine gewaltige Finanzspritze?

Raulff: Nun, das liegt ja auf der Hand. Wenn man den Marktwert bemisst, kommt einiges zusammen.

Das Gespräch führte Ijoma Mangold

 
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