Kongo Herr Kibala kriegt die Krise

Seit gut einem Jahr bekämpft der Deutschkongolese Jean-Claude Kibala in seiner Heimat Chaos und Korruption. Jetzt muss er sich auch noch mit der globalen Rezession und drei Jacuzzis herumschlagen

Ost-Kongo

Ein Gefängnis in Bunia, einer Provinzhauptstadt im Osten Kongos

Ein Gefängnis in Bunia, einer Provinzhauptstadt im Osten Kongos

Ein Gefängnis in Bunia, einer Provinzhauptstadt im Osten Kongos

Wann genau die Weltkrise in Bukavu ankam, kann Kibala nicht mit Sicherheit sagen. Vielleicht an dem Tag, als Staatsanwalt Meli Meli in sein Büro kam und Notrationen für das Gefängnis forderte, um einen Hungeraufstand zu verhindern. Genau gesagt: 365 Gramm Bohnen pro Tag und Häftling. Das macht bei 819 Insassen 298 Kilo täglich, dazu drei Zentner Maniok plus Feuerholz zum Kochen. Rund 4000 Dollar pro Monat zahlt Kibala seither an das Prison Centrale de Bukavu, obwohl das Budget seiner Provinz stetig schrumpft. Aber eine Häftlingsmeuterei ist das Letzte, was er jetzt brauchen kann.

Es ist ein kühler Frühsommermorgen in Bukavu, der Betreiber des Freiluft-Copyshops wärmt sich die Hände an der Autobatterie, die sein Gerät mit Strom versorgt. Das Geschäft läuft gut, nebenan im Gouverneursbüro gibt es immer noch keine Kopierer – einer der Missstände, die zu beklagen Jean-Claude Kibala aufgegeben hat. 13 Monate ist er jetzt im Amt des Vizegouverneurs der Provinz Süd-Kivu, zuständig für Verwaltung und Finanzen und damit für das Fundament eines Staates, der unter jahrzehntelanger Kleptokratie und zwei Kriegen völlig zusammengebrochen ist. »Sie können ja wieder vorbeischauen«, hatte er im Juni 2008 bei unserer letzten Begegnung gesagt. Da war er gerade damit beschäftigt, plündernde Soldaten zu befrieden, die Karteileichen aus seinem Beamtenapparat zu fischen und neue Steuern einzuführen. Ausgerechnet er, Exilant und gelernter Bauingenieur, der 17 Jahre lang den Niedergang seines Heimatlandes aus einem Einfamilienhaus in Troisdorf bei Bonn beobachtet hatte, mustergültig integriert, verheiratet mit einer Rheinländerin, Vater zweier Söhne, eher vertraut mit deutschen Bauvorschriften und Kita-Satzungen als mit kongolesischen Rebellengruppen.

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Und jetzt, ein Jahr danach? Die Ringe unter den Augen sind tiefer geworden. Aber die plündernde Armeebrigade ist aufgelöst, die Sondersteuern für Benzin und Bier haben über 300000 Dollar für den Bau von Schulen und Straßen eingebracht. Kibala hat Staatsbeamte wegen Unterschlagung angezeigt, hat zusammen mit anderen Vermittlern diverse Milizen von neuen Kampfhandlungen abgehalten; er hat die chinesische Blauhelmbrigade der UN zum Bau einer Mülldeponie in Bukavu überredet und vor ein paar Tagen auf der größten Schlaglochpiste der Stadt, der Avenue Patrice Lumumba, den ersten runderneuerten Abschnitt eingeweiht. »Nach deutschem Standard asphaltiert«, sagt er, »mit drei Schichten.«

Mensch, Kibala, möchte man rufen, hier geht doch was.

Könnte man auch, wäre nicht im Herbst vergangenen Jahres eine amerikanische Immobilienblase geplatzt, was den globalen Geldfluss dramatisch verknappte und die Nachfrage nach Kupfer, Coltan und Zinn, Kongos wichtigsten Exportprodukten, einbrechen ließ. Worauf die ohnehin unberechenbare Zentralregierung in Kinshasa, zuständig für Armee, Justiz und Strafvollzug, an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geriet. Weswegen Kibala Geld, das er eigentlich nicht hat, für Häftlingsrationen ausgeben muss. Und demnächst auch für neue Armeebrigaden, die in diesen Tagen ohne Sold und mit knurrenden Mägen in seiner Provinz gegen die größte Rebellenmiliz vorrücken. Die Zivilbevölkerung flieht vor beiden.

»So sieht’s aus«, sagt Kibala.

Erste Regel: Sich durch den Wahnsinn nicht vom Irrwitz ablenken lassen

Low intensity conflict nennen Militärexperten solche Kämpfe, »Konflikt mit niederer Intensität«, aber im Kongo kann das schnell in einen ausgewachsenen Krieg umschlagen. Dieser Konflikt hier dauert inzwischen 15 Jahre, im Mittelpunkt stehen Hutu-Milizen, darunter auch einige, die 1994 den Völkermord in Ruanda verübten, dann in den Kongo flohen und seither in den Kivu-Provinzen mit Waffengewalt rohstoffreiche Gebiete kontrollieren. »Ein Staat im Staate«, sagt Kibala. Ohne Entwaffnung der Milizen wird es keinen Frieden geben, deswegen unterstützt er die Militäraktion, auch jetzt noch, da zum Krieg die Wirtschaftskrise kommt und noch mehr unbezahlte Soldaten herumlaufen als sonst. Erste Meldungen aus dem Hinterland treffen ein: hier ein geplündertes Dorf, dort ein kleiner Flüchtlingsstrom. Und natürlich Vergewaltigungen, immer wieder Vergewaltigungen.

Er hat schnell die Regeln des politischen und psychischen Überlebens gelernt. Die erste lautet: sich durch den alltäglichen große Wahnsinn nicht vom alltäglichen kleinen Irrwitz ablenken lassen. »Zoll« und »Schmuggel« stehen an diesem Morgen auf seiner Arbeitsliste. Flankiert von seinen Leibwächtern springt er sein Dienstauto, es geht zum Ruzizi-Fluss an der ruandisch-kongolesischen Grenze gleich hinter der Stadt. Die gesamte Belegschaft der Zollstation Ruzizi II hat sich in Schale geworfen, zwei Uniformierte schleppen mit unterwürfiger Eile Plastikstühle für den hohen Besuch herbei. Keiner ahnt so recht, was kommt, denn was die Versammelten nicht wissen: Kibala hat mehrmals nachts und heimlich aus dem Auto die gedeihliche Zusammenarbeit von Lastwagenfahrern, Schmugglern und Grenzern beobachtet. Zoll, Generaldirektion für Migration, Büro für Produktkontrolle, Hygieneämter für Menschen, Tiere und Pflanzen, Geheimdienst, Verband der Transportunternehmer, Nationalbüro der Spediteure… 23 reale und virtuelle Behörden hat er gezählt, die hier Zolleinnahmen und Schmuggelprovisionen in die eigenen Taschen lenken. Dieses klassische kongolesische Soziotop der Selbsthilfe kostet den Staat jeden Monat ein paar hunderttausend Dollar, »und damit, Mesdames et Messieurs «, ruft Kibala, »ist jetzt Schluss. Ab morgen werde ich für vier Wochen mein Büro hierher verlegen, den Warenverkehr und die Bücher kontrollieren.« Eisige Mienen. Der Leiter der Zollbehörde starrt, als wolle er den Vizegouverneur auf der Stelle verhexen, was diesem nicht das erste Mal passieren würde. Die Macht der Geister zu beschwören ist ein opportunes Mittel in der kongolesischen Politik. Intrigen zu spinnen ebenfalls. »Und fangen Sie gar nicht erst an, mich bei Ihren Chefs anzuschwärzen«, ruft Kibala. »Das nützt Ihnen gar nichts.« Dann werfen seine Leibwächter die Autotür ins Schloss, und der allemand , wie sie ihn hier nennen, lässt die Herrschaften in einer Staubwolke stehen.

Auf Bukavus Straßen sorgt die Aktion für zustimmendes Kopfnicken, bei seinem Chef, dem Gouverneur, für einen klassischen Machtreflex: Er reklamiert die Kampagne für eine »saubere Grenze« kurzerhand für sich. Die beiden galten vor einem Jahr als perfektes Reform-Duo: Jean-Claude Kibala, der penible Technokrat mit dem phänomenalen Organisationstalent, und Louis Muderwha, der gewiefte Rhetoriker mit guten Verbindungen zum Präsidentenpalast in Kinshasa. Doch dann monierte Kibala, dass Muderwha öffentliche Aufträge ohne Ausschreibung vergebe und seine Residenz etwas zu üppig ausgestattet habe. Von drei Jacuzzis ist die Rede. Seither verkehren die beiden nur noch auf dem Dienstweg miteinander. Lange kann das nicht gut gehen, und Kibala fragt sich inzwischen, ob er nicht manchmal den Mund halten, ein Auge zudrücken, einfach nicht ganz so deutsch sein sollte. Wegen dreier Jacuzzis eine wichtige politische Allianz aufs Spiel zu setzen – das kann sich noch rächen.

Am nächsten Morgen zur Abwechslung eine erfreuliche Nachricht: Der Internationale Währungsfonds pumpt 200 Millionen Dollar nach Kinshasa. Kibala bleibt skeptisch. Was als erfrischender Guss auf die Hauptstadt fällt, endet meist als Rinnsal in den Provinzen. Er wird seinen Jahreshaushalt wohl von zehn auf acht Millionen Dollar zusammenstreichen müssen. Acht Millionen Dollar für eine Provinz mit 4,5 Millionen Einwohnern, mehreren Hunderttausend Binnenflüchtlingen und Dauerkrisen, die andere Länder in einem ganzen Jahrhundert nicht durchmachen. Die Angestellten im Justizpalast gegenüber vom Gouverneurssitz haben seit drei Monaten kein Gehalt mehr aus Kinshasa bekommen, und wenn das so weitergehe, sagt Kibala, müsse er demnächst noch der Polizei das Benzingeld für ihre Patrouillen bezahlen. Spricht’s und ist schon wieder auf dem Weg zum Grenzübergang Ruzizi, um den Zöllnern auf die Finger zu schauen – ein Vizegouverneur, der die Staatseinnahmen buchstäblich mit den eigenen Händen eintreibt. Eigentlich müsste sich der Finanzminister der Provinz darum kümmern, aber, sagt Kibala, hier herrsche eben noch eine Mentalität, in der Eigeninitiative ausschließlich mit Eigennutz gleichgesetzt werde.

Was stimmt und dann auch wieder nicht. »Einen schönen Gruß an den Vizegouverneur«, sagt die Majorin Honorine Munyole von der Polizei in Bukavu. »Aber wir brauchen sein Benzingeld gar nicht. Wir haben ja noch nicht mal ein Auto.« Also organisiert die Reporterin einen verbeulten Geländewagen für eine Patrouille mit der Sondereinheit gegen Kindesmissbrauch und sexuelle Gewalt, die die Majorin leitet. Außer an Dienstwagen fehlt es der Einheit an Computern, Schreibmaschinen, Funkgeräten, Handschellen, Laborgeräten. Aber auf der nächtlichen Streife durch das Rotlichtviertel von Bukavu lernt man eine durchaus motivierte Truppe kennen. Majorin Munyole ist berühmt und berüchtigt, seit sie vor einigen Jahren den Bruder des Polizeichefs wegen Vergewaltigung verhaftet und vor Gericht gebracht hat. In ihrer Amtszeit ist die Zahl der Frauen, die sexuelle Gewalt zur Anzeige bringen, deutlich gestiegen, und wenn sie nachts die Klubs und Bordelle nach Minderjährigen absucht, nehmen die Zuhälter das ernst genug, um mit Fäusten auf sie loszugehen.

Auch im Gerichtssaal von Bukavu herrscht reger Betrieb in Anbetracht des Umstands, dass seit drei Monaten keine Gehälter mehr ausbezahlt worden sind. »Chihanza gegen Luiso« wird an diesem Morgen verhandelt. Es geht um häusliche Gewalt und Körperverletzung, die Staatsanwältin belehrt den Verteidiger über internationale Abkommen zur Gleichberechtigung der Frau, der wiederum besteht auf nationalem Recht, wonach Frauen ohne Erlaubnis ihrer Männer gar nicht vor Gericht aussagen dürfen. Es gibt flammende Plädoyers und wehende Talare, zwischendurch in der Verhandlungspause bekennt einer der Anwälte seine Bewunderung für den Vizegouverneur, weil der aus Deutschland komme, wo der Rechtsstaat funktioniere. »Kennen Sie Derrick ? Wunderbare Serie. So müsste es im Kongo sein.« Dann muss er wieder in den Saal, und obwohl der Gerichtsschreiber aus Papiermangel schon nach 30 Minuten die Rückseiten der Aktendeckel vollkritzelt, denkt man sich auch hier: Da geht doch was. Die Ernüchterung folgt natürlich umgehend. Ausgestattet mit einer Besuchserlaubnis von Generalstaatsanwalt Meli Meli, einem rundlichen Herrn, der sich wortreich die »guten belgischen Kolonialherren« zurückwünscht, steht man zwei Stunden später im Zentralgefängnis von Bukavu. Dreißig, vierzig Mann hausen hier in Gruppenzellen ohne Fenster und Matratzen. An den Wänden Schimmel und Ruß, über offenem Feuer kocht ein ausgemergelter Mann mit Dauerhusten in einem kniehohen Topf die Bohnen, die Kibala bezahlt hat. Ein Gericht in Kamituga, Kibalas Heimatstadt, habe ihn wegen Diebstahls eines Mobiltelefons zu dreieinhalb Jahren verurteilt. Für 50 Dollar hätte ihn der Richter freigesprochen, »aber woher soll ich denn so viel Geld nehmen«. Dreieinhalb Jahre – das kann unter diesen Haftbedingungen leicht ein Todesurteil werden.

»Eigentlich«, sagt Kibala, »bin ich hier Mädchen für alles«

Im Nebenhof hocken gespenstisch still die Jugendlichen, als hätte man sie an die Wand geklebt. Straßenkinder, so hatte ein Anwalt gesagt, dürfe man bis zu 60 Tage in Haft nehmen. Ein 15-Jähriger mit offenem Ausschlag an den Armen rafft sich als Einziger auf, zupft einen am Ellbogen, flüstert seinen Namen und seine Adresse. Vor drei Monaten habe man ihn festgenommen, warum, wisse er nicht. »Sagen Sie bitte meiner Mutter Bescheid. Die denkt, ich bin tot.«

Der Gefängnisdirektor, ein beflissener Herr mit Bette-Davis-Augen und schmutzigem Hemdkragen, will diesen ersten Eindruck offenbar abmildern und führt einen in den Zellentrakt für die cadres supérieurs , die Häftlinge aus sozial höheren Schichten. Hier gibt es fleckige Matratzen, ein Kofferradio und Damenbesuch. Hier sitzt auch Häftling José Ososi Bianga, nach eigener Auskunft einst in der Finanzabteilung des Gouverneursamtes tätig, dann vom neuen Vizegouverneur wegen Unterschlagung angeklagt und zu fünf Monaten Haft verurteilt. Inzwischen sei er aber schon sieben Monate hinter Gittern, man habe ihn wohl vergessen. »Schreiben Sie das auf, Madame, diese Justiz ist ein Skandal!«

»Na, viel erlebt?«, fragt Kibala am nächsten Morgen. Er hat am Tag zuvor an der Grenze einen ganzen Container hochwertiger Stoffe konfiszieren lassen, deklariert als fripérie et divers , »Altkleider und Diverses«. So ziemlich jede Ware scheint unter dieser Rubrik über die Grenze geschleust worden zu sein. »Die Kerle haben ja nie was kontrolliert. So kannst du alles fast zollfrei einführen, auch Kalaschnikows.«

Das Gefängnis? Ach so, ja, für das Gefängnis habe er sich auch etwas überlegt. »Die Häftlinge hungern und langweilen sich zu Tode. Also brauche ich Ackerland, eine Farm, auf der sie arbeiten und sich ernähren können.« Eigentlich ist er für den Strafvollzug gar nicht zuständig, »aber ich bin doch sowieso Mädchen für alles«. Es sei schon vorgekommen, dass ihm gut ausgebildete Exilkongolesen ihre Mitarbeit angeboten hätten. »Wenn ich denen dann sage, was sie hier verdienen, sind sie schnell wieder weg.« Ein internationaler Fonds zur Aufbesserung der Gehälter für hoch qualifizierte Exilanten – das würde helfen. Oder wenigstens ein kleiner Anteil der 100 Millionen Dollar, welche die UN jeden Monat für ihre nicht sehr wirkungsvolle Blauhelmmission ausgeben. Er ist jetzt wieder in seinem Element, entwirft auf einem Stück Papier ein neues System der Rohstoffausbeutung von halbstaatlichen Aufkäufern in den Kupfer- und Goldminen über Kooperativen der Schürfer und Kontrollen gegen Schmuggler bis zur ersten Zinngießerei in Süd-Kivu. »Damit wir hier nicht nur unsere Bodenschätze verkaufen, sondern auch verarbeiten.«

Das klingt wunderbar einleuchtend. Aber in Washington hat der Internationale Währungsfonds gerade die Wachstumsprognose für den Kongo von 10 auf 2,9 Prozent gesenkt. Die Inflationsrate liegt bei 31 Prozent. Kibala zuckt mit den Schultern. Das ist das Problem in diesem Land: Man weiß nie, ob man gerade einen Fortschritt erzielt oder einen Schlag ins Genick bekommen hat.

Lesen Sie auch das Blog von Andrea Böhm auf ZEIT ONLINE: http://blog.zeit.de/kongo

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Leser-Kommentare
    • choy
    • 30.06.2009 um 23:07 Uhr

    Ich hatte im Februar die Gelegenheit Herrn Kibala kennen zu lernen, wie auch das Bukavu, dass hier so eindringlich beschrieben wird. Was mich in diesem Zusammenhang hier wundert ist, warum in dem Artikel nicht mehr auf die oftz unrühmliche Rollen der Hilfsorganisationen vor Ort eingagenagen wird. - Während Herr Kibala mit 10 Millionen Dollar eine Provinz in beschriebenem ZUsatnd administrieren soll, findet sich vor Ort ein vielfaches dieses Geldes in den Kassen der internationalen Organisationen.
    Die Stadt wimmelt von Allradfuhrparks der großen Organisationen vor Luxushäuser mit Blick auf See, ganz zu schweigen vom Schwelgen der MONUC. Sie erhalten allesamt europäische Gehälter und als wäre das noch nicht genug, sind einige dieser "Expats" in "Operation Retour" verstrickt, d.h. in Umleitung voin Hilfsgeldern in die eigenen Taschen. - Die Vertreterin von UNICEF, ihr Budget allein schon übersteigt, dass er Regierung der Provinz verfügt über alle Infrastruktur was die Schulbehörden vor Ort so dringend bedurften, ein Fuhrpark, ausgebildetes Personal, Verwaltungsgebäude, und und und ... der Verantwortliche Schulleiter für die Provinz mit ein einhalb Millionen Schülern hat noch nicht einmal ein Dienstfahrzeug, von seinem Gehalt ganz zu schweigen ... OCHA. offiziell zur Koordination der Hilfe für viel Geld eingeflogen, konnte mir ihr Budget nicht nennen, ebenso wurde ich hur Auskunft der jeweiligen Budgets und Programme der Organisationen vor Ort an ein Dokument online verwiesen, dass sich unter gebeben Internetcafebedingungen nicht herunterladen lässt. - Ich habe in diesen Kreisen erlebt, wie man ohne Zweifel die Regierung und die Kongolesen für allesamt korrupt und unfähig deklarierte. Wer aber fragte ich mich nach diesen Beobachtungen vor Ort ist korruumpierter: Jene die in der Krise überleben müssen oder jene die von der Krise leben?

    • KMurx
    • 30.06.2009 um 23:28 Uhr

    Die Motivation und der Ideenreichtum des Herrn Kibala sind hoechst beeindruckend und lobenswert.
    Es braeuchte allerdings wohl mehr Maenner von seinem Schlage..

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