Elektroautos Batterie auf Rädern
Ein Dilemma lässt Energieversorger und Autobauer zusammenrücken: Beide brauchen leistungsfähige Energiespeicher

Das Auto wird künftig zur rollenden Strombörse. Es wird vernetzt mit Stromanbietern, Haushalten und Energielieferanten
Die Zukunft ist grün. Künftig fahren wir mit umweltfreundlichen Elektroautos statt mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren. Die Energie dazu kommt nicht aus Kohle- oder Atomkraftwerken, sondern wird von Wind und Sonne gespendet.
Bis zum Jahr 2020 soll sich Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung in den Bereichen Mobilität und Energie zum ökologischen Musterschüler mausern: Dann werden, so die politische Vision, mehr als eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen rollen. Gleichzeitig wird die Ökostromerzeugung drastisch ausgebaut, von derzeit knapp 15 auf mehr als 30 Prozent Anteil am Strommix. Dazu können Photovoltaik und Bioenergie nur einen kleinen Teil beitragen, vor allem die Windkraft muss die Last schultern.
Der Autofahrer kann beim Aufladen und Entladen Geld verdienen
Ausgerechnet für das Kraftfahrzeug bedeutet dies eine gewaltige Veränderung: Bis heute wandelt es Energie in Strecke um, so wie Carl Benz’ erstes Dreirad vor über 120 Jahren. Künftig aber könnten Autos zum rollenden Zwischenspeicher für grünen Strom werden, könnten Autofahrer beim Auf- und Entladen an Preisdifferenzen verdienen. Am Ende gar steht die Vision vom Strom aus Millionen Verbrennungsmotoren, der Versorgungslücken in einer regenerativen Republik füllt. Das klingt exotisch. Zumal es eine eigenwillige Allianz aus Autofahrern, Energieversorgern und Fahrzeugbauern voraussetzt. Doch längst wird daran gearbeitet.
Mit Zuckerbrot und Peitsche fördert die Bundesregierung gegenwärtig den ökologischen Umbau der Elektrizitäts- und Automobilwirtschaft. Über Subventionen, Forschungsprogramme und Vorzeigeprojekte werden die beiden Branchen vernetzt. Parallel sollen regenerative Energien massiv gefördert, Großkraftwerke hingegen mit strengeren Umweltvorschriften zurückgedrängt werden.
Just dieser anvisierte Umbau führt aber absehbar in eine Zwickmühle: Ein enormer Stromdurst im Verkehr träfe auf immer stärkere Produktionsschwankungen beim Ökostrom. In windstiller Winternacht fehlte es dann an Energie, bei Sturm und Sommersonne gäbe es zu viel davon.
Schon heute fließt gelegentlich mehr Windstrom ins Netz, als gebraucht wird. Dann wird hoch subventionierter deutscher Ökostrom ins benachbarte Ausland abgeleitet, quasi verramscht. Energetischer Irrsinn, aber noch ist das ein Randproblem. Es nähme aber groteske Ausmaße an, sollten die in der Nord- und Ostsee geplanten Riesenwindparks mit der Gigawattleistung mehrerer Kernkraftwerke bei Starkwind überschüssigen Strom ins Netz schaufeln. Man müsste sie zwangsabschalten. Wäre es nicht sinnvoller, den Strom zu speichern und bei Bedarf wieder einzuspeisen?
- Datum 22.05.2009 - 11:38 Uhr
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- Serie Technologie
- Quelle DIE ZEIT, 20.05.2009 Nr. 22
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Elektrifizierung des Individualverkehrs, Schwerpunktlegung auf regenerative Energien, Dezentralisierung der Energieversorgung. Wird auch langsam Zeit, dass wir die Zukunft in Angriff nehmen und nicht mehr den Betonköpfen allein das Feld überlassen. Ist so etwas nur in einer Krise möglich, die der Automobilindustrie den Boden unter den Füßen wegzieht? Wenn ja, dann ist es Schade um unsere Zukuftsfähigkeit. Gleichzeitig lässt es hoffen – und für die Krise danken. Sie scheint ein Weckruf zu sein.
Es wurde mal " Zeit"
Endlich mal ein positiver Beitrag wie wir unsere Zukunft auch ohne Erdöl gestalten können.
Die Zukunft gehört den Regenativen Energien und als Speicher dienen Akkus von Autos oder Wasserstoffspeicher.
So werden wir unabhängig von Weltkrisen bzw. Rohstoffen.
Wir erzeugen unseren Energiebedarf in Deutschland und werden weiterhin Exportweltmeister in Erneuerbaren Energien weil wir der Welt zeigen können es geht.
Die Batterien der Elektroautos sind wie in dem Artikel erwähnt noch der Schwachpunkt der Elektroautos. An schottischen Universität von St. Andrews hat man gerade hier einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Statt bei Lithium-Ionen-Akkus Elektroden Lithium-Kobalt-Oxyd zu verwenden, setzt man dort Elektroden auf porösem Kohlenstoff mit Sauerstoff gefüllt. Dadurch erzielt man eine deutlich höhere Kapazität (min Faktor 2) und senkt die Herstellungskosten deutlich. Ab 2014 rechnet man mit serienreifen Exemplaren
fand vor 2 Jahren statt, an der Universität Essen/Duisburg Eine nanokeramische Folie, die Lithium-Ionen-Akkus praktisch unzerstörbar macht und damit die Metallbrandgefahr bei Unfällen de facto auf Null reduziert. Evonik hält das Patent, Daimler und BMW sind darauf hin bei Evonik engestiegen.
Es lohnt sich weiterhin, Pläne zu machen für die Zukunft. Nach dem Atomaren Overkill wird nun wohl auch der ökologische Weltuntergang vom Spielplan genommen. Warum? Einfach Es gibt etwas zu verdienen...
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In diesem Wahljahr werde ich mich für keine Partei
aussprechen und zu keinem Parteiprogramm. Aber ich
werde nicht aufhören, zu sagen, dass diese Krise eine
ideologische Heimat hat: die FDP.…
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klar, da scheint die meiste Sonne.
..., wer hat so viel Geld?
Selten so einen Blödsinn gelesen. Die Speicherung von Energie in Batterien, also die Umwandlung von elektischer in chemische Energie und zurück ist so ziemlich eines der verlustreichsten Speicherverfahren überhaupt. Mal ganz abgesehen davon dass die Spannung zunächst wieder wechselgerichtet und dann hochtransformiert und ins allgemeine Stromnetz zürückgeführt werden muss. Manchmal hilft eine technische Ausbildung ein wenig weiter, insbesondere wenn man technische Artikel schreibt - oder so tut.
Weder dem Autor noch dem Leser können offensichtlich technische Informationen zugemutet werden. Also runter auf PM-Niveau mit Hurra-Optimismus von undurchdachten Schnickschnack. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Stand der Batterietechnologie wäre informativ gewesen. Dieser Artikel wirkt wie die verschriftlichung einer PowerPoint Präsentation aus Rüsselsheim.
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