Umwelt: Warnung an die Welt
Gerodete Wälder, ausgerottete Tierarten, tödlicher Größenwahn: Ausgerechnet auf der mythischen Osterinsel im Pazifik kann man besichtigen, was der Erde bevorsteht, wenn der Mensch seine eigenen Lebensgrundlagen zerstört

© Ho/AFP/Getty Images
Tausend Jahre alte Zeugen: Die steinernen Moais auf der Osterinsel
Hier ist das wahre Ende der Welt! Müde stehe ich auf dem Gipfel der Einsamkeit, 507 Meter und 41 Zentimeter über dem Friedlichen Ozean, S 27°7´10˝, W 109°21´17˝, Osterinsel, warmer Wind weht, weißes Licht – Ergriffenheit ist Glückssache.
Im Süden erkenne ich den einzigen Ort, Hanga Roa, fast fünftausend Menschen, im Osten den einzigen sandigen Strand, dort drüben den Krater des Rano Raraku, wo entstand, was diesen Flecken, so heißt es, geheimnisschwer und magisch macht: hohe schlanke steinerne Figuren ohne Ausdruck und Unterleib, fast tausend Exemplare, verteilt über die ganze Insel.
Der Meute der Touristen froh entkommen, stehe ich auf dem Vulkan und blicke hinaus aufs Meer, Gewitterwolken, grau und schnell.
Der Meeresspiegel stieg zwischen 1961 und 2003 jährlich um 1,8 Millimeter im Schnitt, schneller von Jahr zu Jahr – Grund dafür, wissen wir längst, ist die Erwärmung der Erde durch Treibhausgase, vor allem durch Kohlenstoffdioxid, CO₂, ein farb- und geruchloses Gas, das unter anderem bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe entsteht, Kohle, Erdgas, Erdöl, rund 36 Milliarden Tonnen im Jahr weltweit. Von 2000 bis 2007 stieg der CO₂-Ausstoß, trotz aller Beschwörungen der Mächtigen, viermal schneller als noch im Jahrzehnt zuvor – während Wälder, die fähig wären, CO₂ zu binden, ständig weniger wurden.
Man steht auf dem Vulkan, im Blick das Gewitter, und denkt, es wird einen nicht treffen.
Kein Punkt auf Erden, von Menschen bewohnt, liegt abgeschiedener als diese Insel in der Weite des Südpazifiks, Isla de Pascua, die Osterinsel. Nirgends ist der Mensch von seinesgleichen weiter weg, fünf Flugstunden bis zur chilenischen Küste, sechs bis Tahiti, 2078 Kilometer Wasser bis zu den Nachbarn, 40 Menschen auf Pitcairn, Polynesien.
Am Ostersonntag 1722 stieß der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen, mit drei Schiffen unterwegs im Auftrag der Westindischen Handelskompanie, auf eine neue kleine Welt im Nichts.
Einzigartige Armut und Öde, hielt der Admiral in seinem Logbuch fest, zeichne dieses Eiland aus, kein Strauch sei höher als drei Meter, alles Pflanzenwerk verbrannt. Und die steinernen Bildsäulen, die die Küsten säumten, so der Seefahrer Roggeveen am 5. April 1722, sorgten zuerst dafür, dass die Besucher starr vor Erstaunen waren. Denn sie konnten nicht verstehen, wie es möglich war, dass diese Menschen, die weder über dicke Holzbalken noch über kräftige Seile verfügten, dennoch solche Bildsäulen aufrichten konnten, die volle neun Meter hoch und in ihren Abmessungen sehr dick waren.
Die Einheimischen, die sich, ihre Insel und ihre Sprache Rapa Nui nannten, weit entferntes Land, empfingen Roggeveen mit Bananen und Hühnern, irgendwann – ein Dieb! – fiel der erste Schuss, 13 Rapa Nui lagen im Blut, und die Weißen zogen weiter, kehrten nach einem halben Jahrhundert erst wieder, am 15. November 1770, Spanier auf der Durchreise, die Rapa Nui San Carlos nannten, ihre Flagge in den Staub steckten und den Insulanern, vielleicht dreitausend Menschen, eine Formel hinterließen: Ave Maria, lang lebe König Karl V. von Spanien.
Jetzt sitzt man, geschmeichelt vom warmen Wind, auf dem höchsten Berg und wartet, dass sich ein Gefühl einstellt am Ende dieser Welt.
»Aber dort oben«, krächzte gestern Ana Lola Tuki Chavez aus ihrem alten braunen Sofa in ihrem leichten klapprigen Haus, »gibt es keine Affen!«
Sie legte die Hände auf den weiten Bauch und lachte. Ana Lola, vielleicht die mächtigste Frau auf der Insel, Haupt der Sippe der Tuki, versteht die Aufregung um diese steinernen Klötze nicht, diese Fratzen, die mehr an Affen erinnerten als an Menschen oder Götter oder was.
»Was suchst du dort oben«, fragte sie, »vielleicht den lieben Gott?«
Ein Gefühl!
»Macht das satt?«, fragte sie.
»Dort oben ist nichts«, krächzte Ana Lola, die 21 Kinder gebar, 18 davon lebend.
Gute Frau, glauben Sie nicht an die Kraft dieser Statuen, der berühmten Moais, Glieder zwischen Diesseits und Jenseits?
»Natürlich«, sagte die Alte, »zuerst brachten sie uns die Archäologen, dann Hollywood, nun Touristen und Stühle aus Plastik.«
Ana Lola, 80 Jahre alt, griff zum Rosenkranz und begann, weil Werbung ihre Soap unterbrach, zu beten. Sie grüßte auf dem Nebentisch das Bildnis von Papst Benedikt XVI., die Schwarze Madonna von Einsiedeln, schob endlich die schwere Sonnenbrille hoch. Manche hier behaupten, die fromme Ana Lola Tuki verstecke mit dem Gestell ihre Halbblindheit, hergestellt von den Fäusten des Ehemannes, als der erkannte, dass Jackeline, eine Tochter aus der Frühphase, nicht von seinem Samen war, sondern von dem eines Norwegers, Kapitän auf dem Schiff des berühmten Archäologen und Abenteurers Thor Heyerdahl, der 1956 vor Rapa Nui lag und, wie so viele vor und nach ihm, die Insel mit Grabungen und Theorien heimsuchte.






Was macht es denn fuer einen Unterschied als Inselvolk, ob man aufgrund genetischer Degeneration stirbt oder seine Umwelt aufgrund von kulturellen Gegebenheiten vernichtet! So oder so wird der Menschen eines Tages dahingeraft! Biologisch gesehen ist der Mensch eine Eintagsfliege, deswegen macht es wirklich keinen Unterschied wie wir sterben! Natuerlich bevorzuge ich ebenfalls keinen gewaltsamen Tod. Vom Menschen verursachte Naturkatastrophen sind Schei**e. Wir Menschen koennen uns biologisch nicht mehr weiterentwickeln! Technologisch allenfalls!
Und wenn die Freiheit diesbezueglich stirbt, dann stirbt auch der menschliche Geist! Denn ein Leben ohne Neugier ist ein Existieren, aber kein Leben!
Bob Rooney!
Die Osterinseln sind ja wirklich nur ein pars pro totum. Es ließe sich an zig anderen Orten aufzeigen, wohin eine falsche Lebensweise führen kann. Es ist aber dankenswert, dass hier die Aufmerksamkeit auf einen mythischen Ort gelenkt wurde, bei dem noch vieles rätselhaft ist und möglicherweise für immer bleiben wird. Langsam scheinen immer mehr Menschen eine Ahnung von der Vorstellung zu bekommen, dass wir alle miteinander auf einem verhängnisvollen Weg uns befinden, der mutmaßlich in die Katastrophe führt.
Als einzigen Ausweg gibt es den sofortigen Einhalt des Bevölkerungswachstums, z.B. durch die Sterilisation der Frauen nach dem zweiten Kind.
Das wird kaum einer wollen und da, wo es dringend notwendig wäre, Afrika, Südamerika,
Indonesien, Indien usw. wird es nicht möglich sein.
Nun Ade du schöne Welt, zumindest für die Menschen; den Ameisen und den Winkerkrabben wird es egal sein.
finde ich es sehr gut, dass auf der vorletzten Seite Jared Diamond erwähnt wird. Dessen Buch Kollaps.Warum Gesellschaften überleben oder untergehe
n beschreibt in zäher aber aufschlussreicher Lektüre, wie einigen anderen Gesellschaften auf Grund von fünf Faktoren genau das gleiche wiederfahren ist, wie der Osterinsel (welche als Paradebeispiel hergenommen wird), andere Bevölkerungen aber bis heute überleben konnten. Zum Schluss wird an jenen fünf Faktoren ein Schluss hinsichtlich der gesamten Menschheit gezogen. Wer die Zeit hat, dem sei die Lektüre der 800 Seiten wärmstens angeraten. Wer lediglich die ZEIT hat, kann sich mit obigem Artkiel als Quintessenz begnügen.
Als einzigen Ausweg gibt es den sofortigen Einhalt des Bevölkerungswachstums, z.B. durch die Sterilisation der Frauen nach dem zweiten Kind.
Das wird kaum einer wollen und da, wo es dringend notwendig wäre, Afrika, Südamerika,
Indonesien, Indien usw. wird es nicht möglich sein.
Nun Ade du schöne Welt, zumindest für die Menschen; den Ameisen und den Winkerkrabben wird es egal sein.
finde ich es sehr gut, dass auf der vorletzten Seite Jared Diamond erwähnt wird. Dessen Buch Kollaps.Warum Gesellschaften überleben oder untergehe
n beschreibt in zäher aber aufschlussreicher Lektüre, wie einigen anderen Gesellschaften auf Grund von fünf Faktoren genau das gleiche wiederfahren ist, wie der Osterinsel (welche als Paradebeispiel hergenommen wird), andere Bevölkerungen aber bis heute überleben konnten. Zum Schluss wird an jenen fünf Faktoren ein Schluss hinsichtlich der gesamten Menschheit gezogen. Wer die Zeit hat, dem sei die Lektüre der 800 Seiten wärmstens angeraten. Wer lediglich die ZEIT hat, kann sich mit obigem Artkiel als Quintessenz begnügen.
Als einzigen Ausweg gibt es den sofortigen Einhalt des Bevölkerungswachstums, z.B. durch die Sterilisation der Frauen nach dem zweiten Kind.
Das wird kaum einer wollen und da, wo es dringend notwendig wäre, Afrika, Südamerika,
Indonesien, Indien usw. wird es nicht möglich sein.
Nun Ade du schöne Welt, zumindest für die Menschen; den Ameisen und den Winkerkrabben wird es egal sein.
Na, die Idee ist nicht toll, eine Ein-Kind Politik ist fuer den Arsc*. Was machen sie denn im Falle eines Schicksalsschlages sprich Random. Statistisch gesehen ist es besser mehr als ein Kind zu haben:D
Es ist zu differenzieren wo wie was angewendet wird. Im Regenwald Völkchen die in Einklang mit der Natur leben zu sterilisieren ist totaler Mis*.
Dies bei Menschen zu tun die aus dem Gleichgewicht gefallen sind ist moralisch ebenfalls Mis*.
Diesen kann man allerdings Helfen mit sog. Ersatzritualen, welche das Leben dieser Menschen regeln, so das halt keine 20 Kinder am Ende bei rauskommen die alle Hunger haben.
Ausserdem muesste man auch sowas wie Krieg bekaempfen....sprich gewissen Staaten den Arsc* aufreisse*, da sich diese schlecht benehmen:D
Ich hoffe ich erlebe noch den diesen Tag:D
Gute Nacht
Bob Rooney:D
Na, die Idee ist nicht toll, eine Ein-Kind Politik ist fuer den Arsc*. Was machen sie denn im Falle eines Schicksalsschlages sprich Random. Statistisch gesehen ist es besser mehr als ein Kind zu haben:D
Es ist zu differenzieren wo wie was angewendet wird. Im Regenwald Völkchen die in Einklang mit der Natur leben zu sterilisieren ist totaler Mis*.
Dies bei Menschen zu tun die aus dem Gleichgewicht gefallen sind ist moralisch ebenfalls Mis*.
Diesen kann man allerdings Helfen mit sog. Ersatzritualen, welche das Leben dieser Menschen regeln, so das halt keine 20 Kinder am Ende bei rauskommen die alle Hunger haben.
Ausserdem muesste man auch sowas wie Krieg bekaempfen....sprich gewissen Staaten den Arsc* aufreisse*, da sich diese schlecht benehmen:D
Ich hoffe ich erlebe noch den diesen Tag:D
Gute Nacht
Bob Rooney:D
20% des Weltweiten CO2 sind Aufgrund von (Massen)Tierhaltung(Massen)Tierhaltung erzeugt außerdem Methan, ein noch größerer Klimakiller.
Für Massentierhaltung wird in Südamerika und anderswo Regenwald gerodet damit Soja als Viehfutter produziert werden kann.So was wie "Einhalt des Bevölkerungswachstums" aus Kommentar #2 ist Unfug. Wir sind die Konsumenten und der Grund des Elends, nicht die dritte Welt.Wir können auch weiterhin schicke Glasstower in die Gegend stellen, wenn wir über die folgen unseres Handelns mal nachdenken würden anstatt uns mit ungesunden Lebensmittel voll zustopfen und Raubbau an der Natur zu üben. Stichwort Immerneue Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke (nein die sind nicht CO2 neutral), Massentierhaltung, ...
Und aus ihm mal ein Zitat:
"Und die steinernen Bildsäulen, die die Küsten säumten, so der Seefahrer Roggeveen am 5. April 1722, sorgten zuerst dafür, dass die Besucher starr vor Erstaunen waren."
Ein, bitte mal redaktionell erlaubtes, längeres Zitat:
"Der große Häuptling in Washington sendet Nachricht, dass er unser Land zu kaufen wünscht.
Der große Häuptling sendet uns auch Worte der Freundschaft und des guten
Willens. Das ist freundlich von ihm, denn wir wissen, er bedarf unserer Freundschaft nicht.
Aber wir werden sein Angebot bedenken, denn wir wissen - wenn wir nicht verkaufen - kommt vielleicht der weiße Mann mit Gewehren und nimmt sich unser Land. Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen - oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen - wie könnt Ihr sie von und kaufen? Wir werden unsere Entscheidung treffen.
Was Häuptling Seattle sagt, darauf kann sich der große Häuptling in Washington
verlassen, so sicher wie sich unser weißer Bruder auf die Wiederkehr der Jahreszeiten verlassen kann.
Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.
Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glitzernde Tannennadel, jeder
sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig, in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes.
Die Toten der Weißen vergessen das Land ihrer Geburt, wenn sie fortgehen, um unter den Sternen zu wandeln.
Unsere Toten vergessen diese wunderbare Erde nie, denn sie ist des roten Mannes Mutter. Wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns. Die duftenden Blumen sind unsere Schwestern, die Rehe, das Pferd, der große Adler - sind unsere Brüder. Die felsigen Höhen, die saftigen Wiesen, die Körperwärme des Ponys - und des Menschen - sie alle gehören zur gleichen Familie.
Wenn also der große Häuptling in Washington uns Nachricht sendet, dass er unser Land zu kaufen gedenkt - so verlangt er viel von uns.
Der große Häuptling teilt uns mit, dass er uns einen Platz gibt, wo wir angenehm und für uns leben können. Er wird unser Vater und wir werden seine Kinder sein. Aber kann das jemals sein? Gott liebt Euer Volk und hat seine roten Kinder verlassen. Er schickt Maschinen, um dem weißen Mann bei seiner Arbeit zu
helfen, und baut große Dörfer für ihn. Er macht Euer Volk stärker, Tag für Tag. Bald werdet Ihr das Land überfluten wie die Flüsse, die die Schluchten hinabstürzen nach einem unerwarteten Regen.
Mein Volk ist wie eine ablaufende Flut - aber ohne Wiederkehr. Nein, wir sind
verschiedene Rassen. Unsere Kinder spielen nicht zusammen, und unsere Alten
erzählen nicht die gleichen Geschichten. Gott ist Euch gut gesinnt, und wir sind Waisen.
Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken. Das wird nicht
leicht sein, denn dieses Land ist uns heilig.
Wir erfreuen uns an diesen Wäldern. Ich weiß nicht - unsere Art ist anders als die
Eure.
Glänzendes Wasser, das sich in Bächen und Flüssen bewegt, ist nicht nur Wasser - sondern das Blut unserer Vorfahren. Wenn wir Euch das Land verkaufen, müsst Ihr wissen, dass es heilig ist, und Eure Kinder lehren, dass es heilig ist und dass jede flüchtige Spiegelung im klaren Wasser der Seen von Ereignissen und Überlieferungen aus dem Leben meines Volkes erzählt. Das Murmeln des Wassers ist die Stimme meiner Vorväter. Die Flüsse sind unsere Brüder - sie stillen unseren Durst. Die Flüsse tragen unsere Kanus und nähren unsere Kinder.
Wenn wir unser Land verkaufen, so müsst Ihr Euch daran erinnern und Eure
Kinder lehren: die Flüsse sind unsere Brüder - und Eure -, und Ihr müsst von nun an den Flüssen Eure Güte geben, so wie jedem anderen Bruder auch. Der rote Mann zog sich immer zurück vor dem eindringenden weißen Mann - so wie der Frühnebel in den Bergen vor der Morgensonne weicht. Aber die Asche unserer Väter ist heilig, ihre Gräber sind geweihter Boden, und so sind diese Hügel, diese Bäume, dieser Teil der Erde uns geweiht. Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Art nicht versteht. Ein Teil des Landes ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder, der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was immer er braucht. Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter. Er lässt die Gräber seiner Väter zurück - und kümmert sich nicht. Er stiehlt die Erde von seinen Kindern - und kümmert sich nicht. Seiner Väter Gräber und seiner Kinder Geburtsrecht sind vergessen. Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen. Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen als eine Wüste.
Ich weiß nicht - unsere Art ist anders als die Eure. Der Anblick Eurer Städte schmerzt die Augen des roten Mannes. Vielleicht, weil der rote Mann ein Wilder
ist und nicht versteht.
Es gibt keine Stille in den Städten der Weißen. Keinen Ort, um das Entfalten der
Blätter im Frühling zu hören oder das Summen der Insekten.
Aber vielleicht nur deshalb, weil ich ein Wilder bin und nicht verstehe. Das
Geklappere scheint unsere Ohren nur zu beleidigen. Was gibt es schon im Leben, wenn man nicht den einsamen Schrei des Ziegenmelkervogels hören kann, oder das Gestreite der Frösche am Teich bei Nacht? Ich bin ein roter Mann und verstehe das nicht. Der Indianer mag das sanfte Geräusch des Windes, der über
eine Teichfläche streicht - und den Geruch des Windes, gereinigt vom Mittagsregen oder schwer vom Duft der Kiefern. Die Luft ist kostbar für den roten Mann - denn alle Dinge teilen denselben Atem - das Tier, der Baum, der Mensch - sie alle teilen denselben Atem. Der weiße Mann scheint die Luft, die er atmet, nicht zu bemerken; wie ein Mann, der seit vielen Tagen stirbt, ist er abgestumpft gegen den Gestank. Aber wenn wir Euch unser Land verkaufen, dürft Ihr nicht vergessen, dass die Luft uns kostbar ist - dass die Luft ihren Geist teilt mit all dem Leben, das sie enthält. Der Wind gab unseren Vätern den ersten Atem und empfängt ihren letzten. Und er Wind muss auch unseren Kindern den Lebensgeist geben. Und wenn wir euch unser Land verkaufen, so müsst Ihr es als ein besonderes und geweihtes schätzen, als einen Ort, wo auch der weiße Mann spürt, dass der Wind süß duftet von den Wiesenblumen.
Das Ansinnen, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken, und wenn wir uns entschließen anzunehmen, so nur unter einer Bedingung. Der weiße Mann muss die Tiere des Landes behandeln wie seine Brüder.
Ich bin ein Wilder und verstehe es nicht anders. Ich habe tausend verrottende
Büffel gesehen, vom weißen Mann zurückgelassen - erschossen aus einem
vorüberfahrenden Zug. Ich bin ein Wilder und kann nicht verstehen, wie das qualmende Eisenpferd wichtiger sein soll als der Büffel, den wir nur töten, um am Leben zu bleiben. Was ist der Mensch ohne die Tiere? Wären alle Tiere fort, so stürbe der Mensch an großer Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht - geschieht bald auch den Menschen. Alle Dinge sind miteinander
verbunden.
Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Ihr müsst Eure Kinder lehren, dass der Boden unter ihren Füßen die Asche unserer Großväter ist. Damit sie das Land achten, erzählt ihnen, dass die Erde erfüllt ist von den Seelen unserer Vorfahren. Lehrt Eure Kinder, was wir unser Kinder lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespeien sie sich selbst. Denn das wissen wir, die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde - das wissen wir.
Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist
verbunden. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Der Mensch schuf nicht das Gewebe des Lebens, er ist darin nur eine Faser. Was immer Ihr dem Gewebe antut, das tut Ihr Euch selber an. Nein, Tag und Nacht können nicht zusammenleben. Unsere Toten leben fort in den süßen Flüssen der Erde, kehren
wieder mit des Frühlings leisem Schritt, und es ist ihre Seele im Wind, der die
Oberfläche der Teiche kräuselt.
Das Ansinnen des weißen Mannes, unser Land zu kaufen, werden wir bedenken.
Aber mein Volk fragt, was denn will der weiße Mann? Wie kann man den Himmel
oder die Wärme der Erde kaufen - oder die Schnelligkeit der Antilope? Wie können wir Euch diese Dinge verkaufen - und wie könnt Ihr sie kaufen? Könnt Ihr denn mit der Erde tun, was Ihr wollt - nur weil der rote Mann ein Stück Papier unterzeichnet - und es dem weißen Mann gibt? Wenn wir nicht die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers besitzen - wie könnt Ihr sie von uns kaufen?
Könnt Ihr die Büffel zurückkaufen, wenn der letzte getötet ist?
Wir werden Euer Angebot bedenken. Wir wissen, wenn wir nicht verkaufen, kommt wahrscheinlich der weiße Mann mit Waffen und nimmt sich unser Land. Aber wir sind Wilde. Der weiße Mann, vorübergehend im Besitz der Macht, glaubt, er sei schon Gott - dem die Erde gehört. Wie kann ein Mensch seine
Mutter besitzen?
Wir werden Euer Angebot, unser Land zu kaufen, bedenken, Tag und Nacht
können nicht zusammenleben - wir werden Euer Angebot bedenken, in das Reservat zu gehen. Wir werden abseits und in Frieden leben. Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Unsere Kinder sahen ihre Väter gedemütigt und besiegt. Unsere Krieger wurden beschämt. Nach Niederlagen verbringen sie ihre Tage mäßig - vergiften ihren Körper mit süßer Speise und starkem Trunk.
Es ist unwichtig, wo wir den Rest unserer Tage verbringen. Es sind nicht mehr viele. Noch wenige Stunden, ein paar Winter - und kein Kind der großen Stämme, die einst in diesem Land lebten oder jetzt in kleinen Gruppen durch die Wälder streifen, wird mehr übrig sein, um an den Gräbern eines Volkes zu trauern - das
einst so stark und voller Hoffnung war wie das Eure. Aber warum soll ich trauern
über den Untergang meines Volkes, Völker bestehen aus Menschen - nichts anderem. Menschen kommen und gehen wie die Wellen im Meer. Selbst der weiße Mann, dessen Gott mit ihm wandelt und redet, wie Freund zu Freund, kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir doch - Brüder.
Wir werden sehen.
Eines wissen wir, was der weiße Mann vielleicht eines Tages erst entdeckt - unser
Gott ist derselbe Gott. Ihr denkt vielleicht, dass Ihr ihn besitzt - so wie Ihr unser
Land zu besitzen trachtet - aber das könnt Ihr nicht. Er ist der Gott der Menschen - gleichermaßen der Roten und der Weißen. Diese Land ist ihm wertvoll - und die Erde verletzen heißt ihren Schöpfer verachten.
Auch die Weißen werden vergehen, eher vielleicht als alle andern Stämme. Fahret
fort, Euer Bett zu verseuchen, und eines Nachts werdet Ihr im eigenen Abfall ersticken. Aber in Eurem Untergang werdet Ihr hell strahlen - angefeuert von der Stärke des Gottes, der Euch in dieses Land brachte - und Euch bestimmte, über dieses Land und den roten Mann zu herrschen. Diese Bestimmung ist uns ein Rätsel. Wenn die Büffel alle geschlachtet sind - die wilden Pferde gezähmt - die heimlichen Winkel des Waldes, schwer vom Geruch vieler Menschen - und der
Anblick reifer Hügel geschändet von redenden Drähten - wo ist das Dickicht - fort, wo der Adler - fort, und was bedeutet es, Lebewohl zu sagen dem schnellen Pony
und der Jagd:
Das Ende des Lebens - und den Beginn des Überlebens.
Gott gab Euch Herrschaft über die Tiere, die Wälder und den roten Mann, aus einem besonderen Grund - doch dieser Grund ist uns ein Rätsel. Vielleicht könnten wir es verstehen, wenn wir wüssten, wovon der weiße Mann träumt - welche Hoffnungen er seinen Kindern an langen Winterabenden schildert - und welche Visionen er in ihre Vorstellungen brennt, so dass sie sich nach einem Morgen sehnen. Aber wir sind Wilde - die Träume des weißen Mannes sind uns verborgen.
Und weil sie uns verborgen sind, werden wir unsere eigenen Wege gehen. Denn vor allem schätzen wir das Recht eines jeden Menschen, so zu leben, wie er selbst es wünscht - gleich wie verschieden von seinen Brüdern er ist.
Das ist nicht viel, was uns verbindet.
Wir werden Euer Angebot bedenken.
Wenn wir zustimmen, so nur, um das Reservat zu sichern, das ihr versprochen habt. Dort vielleicht können wir unsere kurzen Tage auf unsere Weise verbringen.
Wenn der letzte rote Mann von dieser Erde gewichen ist und sein Gedächtnis nur noch der Schatten einer Wolke über der Prärie, wird immer noch der Geist meiner Väter in diesen Ufern und diesen Wäldern lebendig sein. Denn sie liebten diese Erde, wie das Neugeborene den Herzschlag seiner Mutter. Wenn wir Euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert Euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn Ihr es nehmt. Und mit all Eurer Stärke, Eurem Geist, Eurem Herzen, erhaltet es für Eure Kinder und liebt es - so wie Gott uns alle liebt.
Denn eines wissen wir - unser Gott ist derselbe Gott. Diese Erde ist ihm heilig. Selbst der weiße Mann kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir doch - Brüder.
Wir werden sehen."
http://www.i-bahmueller.d...
Wir werden sehen, sagte dieser Mann 1855. Heute sehen wir. Aber was? Das, was unsere Art der Sicht uns eingebracht hat. Können wir heute anders sehen? Das können wir. Doch wenn wir es tun, sollten wir bedenken, dass diese andere Sicht bei nunmehr 7 Milliarden Menschen den Tod von vielleicht 5 Milliarden dieser Menschen bedeuten würde. Können wir anders sehen? Ja, wir können... Aber ist der Preis für diese Sichtweise verantwortbar?
Jetzt mal den Inhalt außer Acht gelassen: Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil dieses Artikels überhaupt nicht zusagt. Dass die Beschreibungen der Insulaner im Präteritum geschrieben sind, ist sehr gewöhnungsbedürftig und hindert mich daran, mich richtig in den Text einzufühlen; es irritiert mich zu sehr. Dazu kommt die Art und Weise, in der Interviews zitiert werden, nämlich in einem simplen Präsens Indikativ, ohne markierende Satzzeichen. Zeitweise dann doch im Konjunktiv. Der Abschnitt mit dem ständigen Wiederholen des Namens Ana Lola mag zwar schön anmuten, aber er passt doch eher in einen Roman oder ein Gedicht als in einen Zeitungsartikel.
Ich vermisse hier, dass Sprache als möglichst unauffälliges, praktisches Medium zum Vermitteln einer Botschaft genutzt wird; es scheint, als seien einige Formulierungen nur um der Formulierung Willen gewählt worden, als solle der Text mehr durch seine Aufmachung als durch seinen Inhalt bewegen. Das Verwenden von Anführungszeichen und Konjunktiv ist jedenfalls nicht ohne Grund Standard, denn es soll der Lesbarkeit des Textes helfen, damit der Leser sich voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren kann.
Mal ganz davon abgesehen, dass das Wort "Vogelscheiße" für mich in einem Zeitungsartikel außerhalb der BILD"Zeitung" nichs zu suchen hat.
Schade, denn inhaltlich hätte ich dem Artikel sehr viel mehr abgewinnen können, ich merkte, dass der Kern wirklich Potenzial hatte, aber in der Umsetzung geht für meinen Geschmack zu viel verloren und so fand ich das Lesen des Dossiers diese Woche vor allem eins: anstrengend.
15000 Liter Wasser für ein Kilo Rindfleisch!«, schimpfte Sepp. »1500 Liter für ein Kilo Rohrzucker!«
Laut destatis standen zum Stichtag 3. Mai 2006 26,5 Millionen Schweine, 12,8 Millionen Rinder sowie 2,6 Millionen Schafe in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland. Ich kann mich nicht daran entsinnen, jemals etwas von Wasserknappheit durch diese über 40 Millionen Tiere gehört zu haben !
Kuba ist bekannt für seinen Zuckerrohr. Die jährlichen Niederschläge betragen dort ca. 1500 mm pro Jahr. Das mach auf einem Quadratmeter ca. 1500 Liter. Ich gehe davon aus, das ein Quadratmeter für ein Kilo Rohrzucker reichen sollte.
Wo also ist das Problem des Wassers ? Es kommt bekanntlich vom Himmel !
Dann zum Klima : Seit 10 Jahren stagnieren die globalen Temperaturen !
Die in Deutschland gehaltenen Nutztiere werden eben nicht nur mit Futter aus Deutschland gefüttert, sondern auch mit importiertem Futter, vornehmlich Soja, auch aus Südamerika. Und da gibt es schon Orte mit Wasserknappheit.
Die in Deutschland gehaltenen Nutztiere werden eben nicht nur mit Futter aus Deutschland gefüttert, sondern auch mit importiertem Futter, vornehmlich Soja, auch aus Südamerika. Und da gibt es schon Orte mit Wasserknappheit.
Na, die Idee ist nicht toll, eine Ein-Kind Politik ist fuer den Arsc*. Was machen sie denn im Falle eines Schicksalsschlages sprich Random. Statistisch gesehen ist es besser mehr als ein Kind zu haben:D
Es ist zu differenzieren wo wie was angewendet wird. Im Regenwald Völkchen die in Einklang mit der Natur leben zu sterilisieren ist totaler Mis*.
Dies bei Menschen zu tun die aus dem Gleichgewicht gefallen sind ist moralisch ebenfalls Mis*.
Diesen kann man allerdings Helfen mit sog. Ersatzritualen, welche das Leben dieser Menschen regeln, so das halt keine 20 Kinder am Ende bei rauskommen die alle Hunger haben.
Ausserdem muesste man auch sowas wie Krieg bekaempfen....sprich gewissen Staaten den Arsc* aufreisse*, da sich diese schlecht benehmen:D
Ich hoffe ich erlebe noch den diesen Tag:D
Gute Nacht
Bob Rooney:D
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