Deutschlandkarte - die Analyse:

Stolpersteine sollen Passanten nicht zum Stolpern bringen, sondern zum Nachdenken: darüber, dass an diesem Ort Menschen wohnten, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Dabei sind die Steine aus Messing so unauffällig in die Bürgersteige eingebracht, dass man sie leicht übersieht.

Vielleicht ist es so zu erklären, dass die meisten Menschen überrascht sind, wenn sie hören, dass es heute mehr als 400 Orte gibt, in denen die Steine des Künstlers Gunter Demnig verlegt sind. Die Initiative geht meist von Privatpersonen aus, die Erlaubnis muss dann die Gemeinde erteilen.

Die ersten Steine wurden vor neun Jahren in Köln verlegt. Auch im Osten sind sie gut vertreten, recht selten kommen sie in Bayern vor. Einen Streit gab es in München: Das Stadtparlament lehnte sie auf Empfehlung der jüdischen Gemeinde dort ab. Die fand ein Mahnmal, auf dem herumgetreten wird, nicht angemessen. Inzwischen wurden dort einige Stolpersteine auf privatem Grund verlegt. Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Stolpersteine