Autotest Motorisierte Einkaufstasche
ZEIT-Autotest-Koordinatorin Margit Stoffels fährt den kurzen Toyota iQ. Und freut sich über viele freie Parkplätze
© Toyota

Mal kurz: Der Toyota iQ kommt in Parklücken, an denen andere scheitern.
Ha! Dieses süße Gefühl des Triumphs: ein Platz im Parkhaus des KaDeWe. An einem Samstagmittag, wenn die geballte noch vorhandene Kaufkraft Berlins und seiner Besucher auffährt. Manchmal muss an solchen Tagen die Polizei die Zufahrt regeln. Hat man es endlich hineingeschafft, cruist man durch die Etagen, um eine Lücke zu finden. Nur die Kleinwagenplätze, gleich unten links, sind immer frei. Schwupp, und rein! Zwischen mir und der lange ausgespähten Lederjacke liegen nur noch wenige Schritte.
Sicher, man könnte den Toyota iQ ein Frauenauto nennen, eine motorisierte Einkaufstasche. Es verdrehen aber mehr Leute ihre Köpfe nach ihm als nach irgendeinem fetten Schlitten. Selten bin ich mit einem Testwagen so häufig und so charmant angesprochen worden. Im iQ steckt jedoch eine ernste Idee, und sie soll nicht verniedlicht werden. Auch Männer, glaube ich, werden sie schätzen und gern so ein Auto fahren. Schon wegen des kleinen i.
Es steht für »intelligent« und geht auf die Firma Apple zurück, deren Produkte wie iMac, iPod und iPhone bei technikbegeisterten Männern Hormonschübe auslösen. Seitdem Hersteller glauben, mit dem kleinen i ein Ticket für die Zukunft zu haben, hat es sich zu einer allmählich lästig werdenden Sprachmode entwickelt. Intelligent ist der iQ trotzdem: Schon seine Länge von gerade mal 2,98 Metern steigert die Lebensqualität in Ballungsgebieten enorm. Während die großen Tiere sich noch durch den Straßendschungel kämpfen, sitzt die iQ-Fahrerin längst mit der neuen Lederjacke beim Cappuccino. Und dieses Auto ist in einigen Punkten smarter als ein Smart.
Zwar kann man bei einem Verbrauch von bis zu sieben Litern und dem Preis nicht unbedingt von einem Sparmobil sprechen, dafür liegt der iQ straffer und doch komfortabler auf der Straße, die Automatik ruckelt nicht beim Schalten. Sein Wendekreis von 7,80 Metern macht ihn überraschend beweglich. Und man hat nicht das Gefühl, in einer spartanischen Fahrzelle von A nach B zu knattern. Drinnen wirkt er wie ein normaler Kleinwagen. Erst wenn man sich umdreht, merkt man, dass der hintere Teil fehlt. Zwar gibt es Rücksitze, aber die sind was für Hobbits. Die meiste Zeit werden sie ohnehin umgeklappt sein, dann hat man ausreichend Ladeplatz. Wer will, kann außerdem alle Leder-Klima-Navi-Extras haben. Man muss auf nichts verzichten. Manchmal kommt es doch auf die Größe an. Die richtige eben.
Technische Daten
Motorbauart: 3-Zylinder-Reihenmotor
Leistung: 50 kW (68 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 15,2 s
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h CO²-Emission: 110 g/km
Durchschnittsverbrauch: 4,7 Liter
Basispreis: 13.900 Euro
Margit Stoffels ist Autotest-Koordinatorin im ZEITmagazin
- Datum 04.09.2009 - 19:39 Uhr
- Serie Autotest
- Quelle DIE ZEIT, 04.06.2009 Nr. 24
- Kommentare 5
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Sorry, aber dieser Aussage kann ich nicht zustimmen. Der IQ erhebt den Anspruch, aufgrund seiner "Rücksitze", ein vollwertiges Auto zu sein. Hier liegt der gewaltige Unterschied zum echten Smart. Nur der Smart ist ein echtes Lifestyleauto und da kann der IQ aus Japan nicht mithalten. Es gibt keine Cabrioversion und keinen Dieselantrieb beim IQ. Schon hat sich jeder Vergleich mit dem Smart erledigt. Auch der Verbrauch ist ein Witz, wie kann ein IQ denn fast fünf Liter benötigen. Ein echter Smart Diesel braucht 3,5 Liter Diesel und stösst nur 88 Gr. Co2 aus.
Als langjähriger Smart (Diesel Cabrio) Fahrer mit über 150000 Kilometer Gesamtfahrleistung mit Smarts (mittlerweile der 4. Smart) kann ich nur über solche Möchtegernsmarts aus Japan lachen. Ein Smart ist eben ein kleiner Mercedes mit allen Vorteilen der ältestens Autoschmiede der Welt (man bedenke, wer das Auto erfunden hat). Ein kleiner "Nachteil" hat der Smart aber schon und das ist sein Preis, der ist eben auch auf Mercedesniveau. Ein wenig Luxus gönnt man sich eben.
Als langjähriger Smartfahrer (seit 99) habe ich mich aktuell auch für den iQ interessiert und in einigen Bereichen ist er eine interessante Bereicherung des Marktes für sehr kleine Autos. Insbesondere die Tatsache, dass Toyota ein nur 30 cm längeres Auto so hinbekommen hat, dass man zur Not zwei Sitze mehr hat, ist lobenswert. Es gibt übrigens auch einen Diesel und bei Smart hat es damals einige Jahre gedauert, bis ein Cabrio zu kaufen war.
Der Verbrauch im Smart und im iQ ist etwa vergleichbar. Man darf da nicht auf die EU-Norm schauen sondern muss realistische Fahrten vergleichen. In den USA gibt es realistischere Normen, da steht der Smart (Benziner) mit 6,4 l/100km im Prospekt und ist damit einer der Besten.
Mich hat am IQ gestört, dass die Automatik nur gegen Aufpreis in einem Benzin-Modell zu bekommen ist und dass ich ständig zwei Sitze und vier Airbags mitschleppe, die ich fast nie brauche und die umgeklappt eine viel wackeligere Auflage bieten als der Kofferraum im Smart. Außerdem gibt es für den Smart einem hervorragenden Fahrradträger was mir sehr wichtig ist. Deshalb habe ich mich neulich für einen neuen Smart entschieden. Ein weiterer Grund war, dass bei Toyota direkt neben dem iQ ein AYGO stand, der weniger kostet und vier richtige Sitze bietet. Man fragt sich dann, warum man den iQ überhaupt kaufen soll und nicht gleich einen richtigen Viersitzer.
Insgesamt ist es aber gut, dass im Kleinstwagen-Segment endlich Konkurrenz aufkommt. Sowas belebt das Geschäft. Ob sich das iQ-Konzept so lang halten wird wie der Smart muss sich erst noch zeigen.
Der Smart ist definitiv kein Kultauto, er war nur das erste kleine Auto.
Und der Vergleich zwischen dem Verbrauch von einem Benziner zu einem Diesel ist ungefähr so wie zwischen Äpfeln und Bananen.
Ich würde den IQ dem Smart in allen Punkten vorziehen. Design, Fahrkomfort und vorallem bei der Zuverlässigkeit ist Toyota ganz weit vorne.
Als langjähriger Smartfahrer (seit 99) habe ich mich aktuell auch für den iQ interessiert und in einigen Bereichen ist er eine interessante Bereicherung des Marktes für sehr kleine Autos. Insbesondere die Tatsache, dass Toyota ein nur 30 cm längeres Auto so hinbekommen hat, dass man zur Not zwei Sitze mehr hat, ist lobenswert. Es gibt übrigens auch einen Diesel und bei Smart hat es damals einige Jahre gedauert, bis ein Cabrio zu kaufen war.
Der Verbrauch im Smart und im iQ ist etwa vergleichbar. Man darf da nicht auf die EU-Norm schauen sondern muss realistische Fahrten vergleichen. In den USA gibt es realistischere Normen, da steht der Smart (Benziner) mit 6,4 l/100km im Prospekt und ist damit einer der Besten.
Mich hat am IQ gestört, dass die Automatik nur gegen Aufpreis in einem Benzin-Modell zu bekommen ist und dass ich ständig zwei Sitze und vier Airbags mitschleppe, die ich fast nie brauche und die umgeklappt eine viel wackeligere Auflage bieten als der Kofferraum im Smart. Außerdem gibt es für den Smart einem hervorragenden Fahrradträger was mir sehr wichtig ist. Deshalb habe ich mich neulich für einen neuen Smart entschieden. Ein weiterer Grund war, dass bei Toyota direkt neben dem iQ ein AYGO stand, der weniger kostet und vier richtige Sitze bietet. Man fragt sich dann, warum man den iQ überhaupt kaufen soll und nicht gleich einen richtigen Viersitzer.
Insgesamt ist es aber gut, dass im Kleinstwagen-Segment endlich Konkurrenz aufkommt. Sowas belebt das Geschäft. Ob sich das iQ-Konzept so lang halten wird wie der Smart muss sich erst noch zeigen.
Der Smart ist definitiv kein Kultauto, er war nur das erste kleine Auto.
Und der Vergleich zwischen dem Verbrauch von einem Benziner zu einem Diesel ist ungefähr so wie zwischen Äpfeln und Bananen.
Ich würde den IQ dem Smart in allen Punkten vorziehen. Design, Fahrkomfort und vorallem bei der Zuverlässigkeit ist Toyota ganz weit vorne.
Als langjähriger Smartfahrer (seit 99) habe ich mich aktuell auch für den iQ interessiert und in einigen Bereichen ist er eine interessante Bereicherung des Marktes für sehr kleine Autos. Insbesondere die Tatsache, dass Toyota ein nur 30 cm längeres Auto so hinbekommen hat, dass man zur Not zwei Sitze mehr hat, ist lobenswert. Es gibt übrigens auch einen Diesel und bei Smart hat es damals einige Jahre gedauert, bis ein Cabrio zu kaufen war.
Der Verbrauch im Smart und im iQ ist etwa vergleichbar. Man darf da nicht auf die EU-Norm schauen sondern muss realistische Fahrten vergleichen. In den USA gibt es realistischere Normen, da steht der Smart (Benziner) mit 6,4 l/100km im Prospekt und ist damit einer der Besten.
Mich hat am IQ gestört, dass die Automatik nur gegen Aufpreis in einem Benzin-Modell zu bekommen ist und dass ich ständig zwei Sitze und vier Airbags mitschleppe, die ich fast nie brauche und die umgeklappt eine viel wackeligere Auflage bieten als der Kofferraum im Smart. Außerdem gibt es für den Smart einem hervorragenden Fahrradträger was mir sehr wichtig ist. Deshalb habe ich mich neulich für einen neuen Smart entschieden. Ein weiterer Grund war, dass bei Toyota direkt neben dem iQ ein AYGO stand, der weniger kostet und vier richtige Sitze bietet. Man fragt sich dann, warum man den iQ überhaupt kaufen soll und nicht gleich einen richtigen Viersitzer.
Insgesamt ist es aber gut, dass im Kleinstwagen-Segment endlich Konkurrenz aufkommt. Sowas belebt das Geschäft. Ob sich das iQ-Konzept so lang halten wird wie der Smart muss sich erst noch zeigen.
Diese Kiste wird immer noch mit einem lautem und stinkendem Verbrennungsmotor gebaut. Wieso sollte jemand Geld für veraltete Technik ausgeben wollen?
Ich verstehe nicht wie Sie Benzinmotoren als veraltet, stinkig und laut bezeichnen können. Sind sie überhaupt schonmal einen modernen Benziner gefahren??
Schließlich sind es die Benzinmotoren, die bessere Abgasnormen erfüllen, weniger stinken und auch ein ruhigeren Motor haben und nicht im Stand wie eine Nagelpistole rasseln....
Ich verstehe nicht wie Sie Benzinmotoren als veraltet, stinkig und laut bezeichnen können. Sind sie überhaupt schonmal einen modernen Benziner gefahren??
Schließlich sind es die Benzinmotoren, die bessere Abgasnormen erfüllen, weniger stinken und auch ein ruhigeren Motor haben und nicht im Stand wie eine Nagelpistole rasseln....
Ich verstehe nicht wie Sie Benzinmotoren als veraltet, stinkig und laut bezeichnen können. Sind sie überhaupt schonmal einen modernen Benziner gefahren??
Schließlich sind es die Benzinmotoren, die bessere Abgasnormen erfüllen, weniger stinken und auch ein ruhigeren Motor haben und nicht im Stand wie eine Nagelpistole rasseln....
Der Smart ist definitiv kein Kultauto, er war nur das erste kleine Auto.
Und der Vergleich zwischen dem Verbrauch von einem Benziner zu einem Diesel ist ungefähr so wie zwischen Äpfeln und Bananen.
Ich würde den IQ dem Smart in allen Punkten vorziehen. Design, Fahrkomfort und vorallem bei der Zuverlässigkeit ist Toyota ganz weit vorne.
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