DebatteDas Netz trügt

Im Internet ist vieles möglich. Nur mit Demokratie sollten wir es nicht verwechseln. Zur Debatte um Adam Soboczynskis Netzkritik von 

Zu den hartnäckigsten Gerüchten über das Internet gehört die These, es unterhalte ein besonders inniges Verhältnis zur Demokratie. Seit Jahren kursiert sogar das Schlagwort von der E-Democracy, das nahelegt, im Netz sei ein komplettes demokratisches System enthalten – oder, noch kühner, das Netz werde zum Modell einer Demokratie der Zukunft.

Daran ist nur so viel wahr, dass es jedem Menschen, der über einen Netzzugang verfügt, möglich ist, dort seine Meinung zu verbreiten, Mehrheiten für diese Meinung zu organisieren und Gegenmeinungen zu bekämpfen. Dass er dies ungehindert tun kann, ist aber nicht allein von der Zauberkraft des Internets abhängig, sondern auch von dem Wohlwollen des Staates, in dem der Internetnutzer seine Heimat hat. Dass es mitunter gelingt, dem Zensurverlangen von Staaten wie China ein Schnippchen zu schlagen, hängt von technischen Eigentümlichkeiten des Netzes ab, von denen keineswegs sicher ist, dass sie bleiben. Die Bereitschaft kommerzieller Internetplattformen, der Zensur diktatorischer Staaten entgegenzukommen, zeigt jedenfalls, dass die Akteure, die im Netz wirtschaftliche Interessen verfolgen, dem demokratischen Potenzial weitgehend gleichgültig gegenüberstehen. Insofern profitiert die Freiheitlichkeit des Netzes nicht von seinen technischen Eigenschaften, sondern vom Zivilisationsstandard seiner sozialen Umgebung. Nicht das Internet bereitet die Demokratie der Zukunft vor, sondern die Demokratien der Gegenwart sichern dem Internet – hoffentlich! – seine Zukunft.

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Vielleicht sollte man daran erinnern, dass die Demokratie, die uns etwa davor schützt, für Meinungsäußerungen ins Gefängnis zu kommen, zunächst eine Staatsform ist und kein Begriff für beliebige Versuche, Mehrheiten zusammenzubekommen (die vielleicht sogar dafür wären, uns ins Gefängnis zu stecken). Im Gegenteil hat der moderne demokratische Staat allerlei Bremsen eingebaut, um die Herrschaft der Mehrheit nicht allzu drückend für Andersdenkende werden zu lassen. Die antiken Demokratien genossen zu ihrer Zeit auch deshalb keinen guten Ruf, weil in ihnen der Schutz des Individuums unterentwickelt war. In Athen war es möglich, missliebige Bürger per Mehrheitsentscheidung in die Verbannung zu treiben. Dieser Ostrazismus, auch Scherbengericht genannt, erlaubte die anonyme Abstimmung von Bürgern über Bürger – ohne Frage ein demokratisches Verfahren, wenn Demokratie ausschließlich das Prinzip der Mehrheitsentscheidung meinen soll.

Aber genauso steht wohl außer Frage, dass wir in einer solchen Demokratie nur ungern leben würden. Die antike Debatte, ob der Demokratie wirklich der Vorzug vor Tyrannis oder Monarchie gebühre, ist heute nur verständlich, wenn wir uns eine Demokratie ohne rechtsstaatliche Bremsen zum Schutz des Individuums vorstellen.

Dies ist aber der Fall des Internets. Wer je nach Argumenten gegen die direkte Demokratie suchen wollte, im Netz würde er fündig. Den spontanen Aufwallungen des Volkszornes, der Bereitschaft zur Diffamierung und Verfolgung Andersdenkender steht keine zivilisierende Bremse entgegen. Natürlich gibt es moderierte Gesprächsforen, die nicht jeden beliebigen hetzerischen Beitrag dulden. Aber die Abneigung, die solchen Eingriffen entgegenschlägt (man muss nur einmal verfolgen, was im Netz los ist, wenn ein Beitrag entfernt wird), verrät doch, dass dies nicht dem primären Impuls vieler Nutzer entspricht.

Es wird im Netz nicht gern gesehen, wenn Äußerungen qualifiziert oder gar nach Würde und Sachhaltigkeit des Argumentes in eine Hierarchie gebracht werden. Das Unterfutter der Netz-Utopie bildet offenbar ein tief empfundener Egalitarismus, der nicht duldet, dass es etwas anderes als Meinungen, womöglich sogar gültige Urteile geben kann.

Dieses Ideal einer unendlichen und unendlich diffus bleibenden Diskussion wäre zwar noch immer kein demokratisches, aber doch harmloses, wenn sich nicht der Eindruck aufdrängte, am Ende werde die kommerzielle Währung des Internets, die Klickrate, auch für ein denkbares Abstimmungsverfahren in geistigen Auseinandersetzungen gehalten. In der Theoriebildung der Netzenthusiasten scheint sich das Ideal der Ladenkasse festgesetzt zu haben: Die Güte eines Produktes erkennt man nicht an seinen Eigenschaften, sondern an der Zahl der Käufer.

Leserkommentare
  1. Solange es um die Diskussiondes Begriffs "Demokratie" und seine Abgrenzung vom "Egalitarismus" des Netzes geht, stimme ich fast völlig mit Ihnen überein. Mein Problem ist dabei nur, dass mir dieser Teil der Debatte ein wenig beziehungslos neben Herrrn Sobozynskis Netzkritik steht, die doch der Auslöser Ihrer Ausführungen war.

    Das ändert sich in dem Moment, in dem Sie über den Begriff "Intellektueller" und die Reaktionen darauf zu reden beginnen - da bin ich anderer Meinung. Nach meinem verständnis hat Sobozynski in seinem Beitrag damit begonnen, in aggressiver Weise eine Sonderstellung für den "Intellektuellen" zu fordern. Na schön. Erstens ist das auch nicht sehr demokratisch ("Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich - aber Intellektuelle sind gleicher als andere"), und dann blenden auch Sie meiner Ansicht nach den Hauptstreitpunkt aus: WER oder WAS ist den bitteschön ein Intellektueller? Und: Wer hat Herrn Sobszynski zu einem solchen gemacht?

    Die ZEIT hat in ihrer online-Ausgabe jahrelang (vielleicht noch heute) die Autorin Tanja Dückers vorgestellt, indem darauf hingewiesen wurde, dass selbige von der Zeitschrift "Cicero" zu den "500 führenden Intellektuellen Deutschlands" gezählt würde. Das hätten sie besser bleiben lassen sollen (oder Frau Dückers hätte in ihren Kolumnen den Beweis nicht schuldig bleiben dürfen - je nachdem): Was ist denn das für eine Qualifikation? Und wer wagt es, auf einer derartigen Grundlage irgendwelche Ansprüche zu stellen? Da würde ich manchem Zeitgenossen etwas mehr "Preußengeist" wünschen - da gab es das schöne Motto "Mehr Sein als Scheinen". (Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Mißbrauch dieses Spruches durch die Nazis!).

    Wiederum zustimmen muss ich Ihnen bei den Ausführungen, wonach das Netz kein Raum ist, in dem man sich angstfrei bewegen kann, und dass manche Erscheinungen, die man im Netz fürchten muss, einen undemokratischen Charakter haben. Yeah. Aber was fürchten Sie eigentlich genau? Weder Herr Sobozynski noch Sie, Herr Jessen, scheinen mehr als etwas abstrakte Befürchtungen zu hegen, bei der neuen (elektronischen) "Teilung der Welt" zu spät zu kommen, wie einst Schillers Poet - und rechtfertigen das, ebenso wie dieser, mit einer besonderen Nähe zu Gott (bzw. dem Intellekt). Hm. Die "bildungsferne Mittelschicht" ist aber gebildet genug, um diese angebliche "Nähe" zu hinterfragen - und wenn NICHTS dahinter steht, entsprechend heftig zu reagieren. Bei Ihnen, Herr Jessen, steht etwas dahinter; deshalb sind Sie aber nicht unfehlbar (wie Ihnen aus dem Desaster bezüglich Ihrer Kommentare zum Münchner "Beinahe-U-Bahn-Mord" zur Genüge bekannt sein dürfte. Nun, Sie mögen erschrocken sein, damals, als sich das Netz als Ort herausstellte, an dem Sie sich "nicth angstfrei bewegen" konnten. Aber Sie übersahen eines. Ihre Kritiker hatten eine ganz reale Angst, sich in einem ganz realen Raum (etwa einer U-Bahn-Station) bald nicht mehr frei bewegen zu können...)

    Intellektualismus, der die Bodenhaftung verloren hat, darf heutzutage weder im Netz noch in der realen Welt auf Schonung hoffen.

  2. Ich kann hier nicht auf alle Punkte eingehen, deswegen habe ich einige Aussagen exemplarisch kommentiert.

    "Indes stellt der Nichtwissende für das Gespräch im Netz eine folgenschwere Bedingung: dass es von Gleich zu Gleich geschehe, ja dass der Wissende sich peinlich darum zu bemühen habe, sein Wissen nicht zu zeigen, weil dies diskriminierend wirken könne."

    Komisch, dass sich in den Diskussionen zu den netzpolitischen Artikeln hier bei der ZEIT jede Menge "Intellektuelle" nicht nur äusserten, sondern dafür auch wertgeschätzt wurden und "Unwissenden" ihre Fragen beantworteten...

    "Wer im Netz seinen Egalitarismus einklagt, ist aber die bildungsferne Mittelschicht."

    Das halte ich schlichtweg für eine Beleidigung! Ich verweise auf viele, sehr kluge und differenzierte Beiträge hier auf dieser Webseite.

    "Im Kern des Netzfanatismus steckt, wie sich zeigte, ein egalitärer Relativismus, der kein Mehr- oder Besserwissen dulden kann."

    Und wie ist denn bitte Wikipedia entstanden?

    "Die viel gerühmte Schwarm-Intelligenz erweist sich als Schwarm-Dummheit."

    Herr Jessen, bitte schauen sie sich den Film "Us Now" (http://vimeo.com/4489849) an und überdenken Sie Ihre Position.

    MfG,

    Rita

    • hamkon
    • 04. Juni 2009 13:25 Uhr

    beschert ja auch in der heutigen Realwelt insbesondere unseren "Führungskräften" die weiten Räume, in denen sich die Wunsch-, Wahn- und Dogmenwelten entfalten lassen.

    Dass dies die Herstellung einer modernen Realdifferenz zwischen Theorie und Praxis bewirkt, die in der Folge zur Etablierung einer Führerstaats- und Feudalgesellschaft führt, mag vielen unter uns weder gefallen noch ihnen heute schon einsichtig sein.

    Existentieller Egozentrismus, Behäbigkeit, geistige Immobilität und der Ozean der Wunschvisionen sind aber die Parameter, welche schon immer zur gesellschaftlichen Degeneration geführt und ganze Kulturen wieder
    aufgelöst haben.

    Ob es sich um das Institut des Erbadels oder des Erbkapitals handelt, spielt keine substantielle Rolle. Beides ist in seinen Kernfunktionen leistungsfeindlich und begünstigt die Entwicklung des ominipotentiellen Wahndenkens, der nicht nur bei den führenden Funktionären der FDP unübersehbar geworden ist.

    In meiner Erinnerung zieht da der Vergleich mit dem Theaterstück Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny herauf. Oder, in Anlehnung an die immer rasantere Entwicklung staatlich begünstigter bzw. gar organisierter Kriminalität (Korruption, Begünstigung, Seilschaftsentwicklung) in den Reihen unserer Funktionäre aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, an das Stück Biedermann und die Brandstifter.

    Wir sollten langsam ganz genau hinsehen und bemerken, was da heute in der Praxis tatsächlich abläuft. Vor UND hinter den Kulissen.

  3. 4. O RLY?

    Völliger Blödsinn. Ein Stammtisch kann genauso Intellektuellenfeindlich sein wie ein beliebiges Forum im Internet. Mir ist die in dem anderen Artikel genannte "antiintellektuelle Hetze" im Internet nicht oder nur selten begegnet.

    Und ich verbringe dort vermutlich mehr Zeit als der Autor- auf der Arbeit, im Studium, in meiner Freizeit.

    Im Gegenteil, jedes Forum kennt oder hat anerkannte Spezialisten (ich bin mir nicht zu schade diese "Intellektuelle" zu nennen, auch wenn sie manchmal nicht mal richtig schreiben können) deren Wort sehr geachtet wird, sei es ob es um Technik, Wissenschaft, Programmierung, Kunst oder Computerspiele geht. Diese müssen sich diese Achtung jedoch verdienen, durch qualifizierte(!) Beiträge und stetige Arbeit. Gelegentlich ist dies auch ein Kampf gegen Windmühlen, aber es finden sich Unterstützer.

    Sicher gibt es auch Dummschwätzer (sogenannte Trolle) - so wie in der Politik. Nur werden in Foren die Dummschwätzer auch als solche erkannt und sogar als wichtiger Beitrag zur guten Stimmung um Forum akzeptiert, aber eben nicht mit den Intellektuellen verwechselt (im Gegensatz zur Politik, dort wird geachtet wer am lautesten und am meisten schreit, der Grundwesenszug eines Trolls) - sie koexistieren friedlich (auch wenn es gelegentlich nicht so aussieht, ein starker Intellektueller wird sich von einem Troll aber nicht kleinkriegen lassen).
    Als Gegenbeispiel sei mal aus dem "wahren Leben" Michael Buback genannt, der als Intellektueller sich gleich mehrfach kleinkriegen ließ. Das ist der Unterschied zwischen Internet und "wahrem Leben":
    Im Internet kann das Gute gewinnen. Oder zumindest weiterkämpfen.

    Tatsächlich, und das fällt selbst mir auf, ist allerdings der Tonfall gerade in den Diskussionsforen "etablierter Medien" aggressiver. Wenn man dort seine meiste Zeit verbringt, könnte man den Eindruck bekommen das Internet sei im Ansatz Intellektuellenfeindlich. Warum das so ist- das wäre doch mal eine nähere Betrachtung wert.
    Eventuell liegt das an einer nicht ganz unbegründeten Skepsis gegenüber der "etablierten Medien", was sich auf deren Vertreter und Verfechter überträgt. Oder die Journalisten werden eben nicht als Intellektuelle wahrgenommen, da sie sich in der Gemeinschaft diesen Status noch nicht verdient haben. Warum ein Verlag einen Journalisten einstellt, ob dieser qualifiziert ist oder nicht ist dieser Gemeinschaft erstmal egal- ob er als Intellektueller akzeptiert wird oder nicht wird anhand seiner aktuellen Beiträge gewertet, nicht aufgrund seines möglicherweise tatsächlich guten Abschlußzeugnisses.

    • Jappie
    • 04. Juni 2009 13:39 Uhr

    Sie Schreiben im letzten Absatz Ihres Artikels: "Das Internet, bevor es großmäulig E-Democracy redet, muss erst einmal ..."

    Das Dilemma an Ihrem Artikel spiegelt sich in den ersten Worten dieses Satzes wieder: sie verwechseln "Das Internet" - was Sie ja hier direkt als Person anreden - mit den Nutzern. Das Internet ist eine Kommunikationstechnik. Was damit durch wen und wie kommuniziert wird, hängt von den jeweils beteiligten Personen ab. Da Sie damit Ursache und Wirkung durcheinanderbringen, macht es wenig Sinn auf den weitern Inhalt Ihres Artikels einzugehen.

    Ich würde sehr gerne einen Artikel von Ihnen lesen, der auf sachlich fundiertem Wissen über das von Ihnen behandelte Thema aufbaut. Hier jedoch, wie oben beschrieben, geht Ihre komplette Argumentation grundlegend ins Leere.

    Mit freundlichen Grüßen,
    R. Pfeiffer

  4. Reicht es Ihnen eigentlich nicht, intellektueller Herr Jessen, dass Ihr Artikel da OBEN steht, während unsere Texte da UNTEN stehen?

    Inner Party vs. Proles... fällt mir da so ganz spontan ein. Wieso schreiben sie nicht mal da UNTEN mit? Ich persönlich fände das wirklich toll und respektabel.

  5. E-Bolschewismus, Schwarm-Dummheit. Autsch, da hat ja das Internet den guten Autor dieses engagierten Artikels an einer ganz empfindlichen Stelle gezwickt. Anders kann ich mir diesen emotionalen Schluckauf nicht erklären.

    Bildungsferne Mittelschicht? *Lol* den fand ich wirklich lustig. Soll ich dem Autor jetzt meine Promotionsurkunde und einen Kontoauszug unter die Nase halten? Kann ich gerne machen, aber bei aller Arbeit, die mir das Stückchen Papier gemacht hat: Macht es mich damit wirklich zu einem mündigeren Bürger als den, der so etwas nicht vorweisen kann? Ich habe im Laufe meines Lebens genügend akademische Idioten erlebt, um zu wissen, dass Ignoranz kein exklusives Privileg bildungsferner Schichten ist (was diese allerdings auch nicht zu besseren Menschen macht, soviel zu Sozialutopien aller Art).

    Grundsätzlich bin ich von meiner Meinung sehr überzeugt, und müsste damit für derlei Argumentation anfällig sein, aber bei der Lektüre dieses Artikels werde ich das Gefühl nicht los, als möchte der Autor hier eigentlich eine Botschaft loswerden, die er sich nicht offen zu sagen traut: Dass zur Teilnahme am politischen Diskurs die Erfüllung bestimmter Schwellenqualifikationen erforderlich ist, deren Bestimmung er am liebsten selbst vornehmen möchte.

    Das kann man durchaus so vertreten, wenn man will, mit den eher egalitären Aspekten der Demokratien "westlicher" Prägung lässt sich das aber nicht so ohne weiteres vereinbaren. Darüber hinaus bleibt die Frage, weshalb man sich den neuen Diskurs via Internet schlechtreden soll, der in Zeiten allgemeiner und berechtigter Politikverdrossenheit durchaus imstande ist, ein zeitgemässes und lebendiges Forum der Meinungsbildung zu bieten. Insbesondere, da die traditionellen Formen politischer Meinungsbildung in ignoranter Selbstgefälligkeit erstarren und nicht mehr imstande sind, den Anforderungen der aktuellen Lebenswirklichkeit Rechnung zu tragen. Und man muss sich auch die Frage stellen, ob der Autor selbst für jemanden, der suggeriert, über den Befindlichkeiten der E-Bolschewisten zu stehen, nicht etwas zu viel Zelotentum zeigt.

    • hagego
    • 04. Juni 2009 13:42 Uhr

    Das Internet ist sozusagen die E-Gesamtschule eines ganzen Volkes. Intelligente Schüler werden sich eher und öfters langweiligen, weniger Begabte werden sich, so sie denn introvertiert sind, eher verstecken; die extrovertierten werden den "Unterricht" stören. Und die Durchschnittsschüler werden sich an eine dieser Gruppierungen 'ranhängen oder vielleicht auf das Fach "Musikvideos" klicken...

    Ich jedenfalls kann der Meinung Jens Jessens nicht widersprechen.

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    Das Internet ist sozusagen die E-Gesamtschule eines ganzen Volkes. Intelligente Schüler werden sich eher und öfter wertgeschätzt fühlen, weil sie weniger Begabten helfen und sie informieren können. Weniger Begabte werden sich trauen, auch mal "dumme" Fragen zu stellen, weil sie sich anonym Hilfe und Antworten holen können, ohne sich per facies spöttischen Bemerkungen preisgeben müssen. Und die Durchschnittsschüler werden sich der Gruppierung anschliessen, die ihnen selbst und allen anderen am meisten bringt oder vielleicht auf das Fach "Musikvideos" klicken, weil es durchaus nicht trivial ist, selbige interessant und wirksam zu gestalten und sie im gesellschaftlichen Kontext zu diskutieren.

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