Sozialpolitik »500 Euro, nein danke!«
Eine Arbeitsforscherin erklärt, warum Mütter kein Geld brauchen, sondern Jobs
DIE ZEIT: Was sollte die nächste Regierung für die steigende Zahl von in Armut lebenden Alleinerziehenden tun?
Jutta Allmendinger: Für Alleinerziehende müssen wir es leichter machen, Beruf und Mutterschaft zusammenzubringen. Und zwar nicht nur wegen der Kinder und ihrer Eltern, sondern auch aus volkswirtschaftlichen Gründen. Wir können es uns nicht leisten, so viele qualifizierte und motivierte Eltern über längere Zeit vom Arbeitsmarkt auszuschließen. Deshalb brauchen wir mehr Ganztagsschulen und Kindergartenplätze für den ganzen Tag. Und was Eltern für Betreuung ausgeben, sollte vom ersten Euro an steuerlich absetzbar sein.
ZEIT: Bei der Kinderbetreuung hat die Große Koalition einiges bewegt. Wenn dort das größte Problem liegt – warum hat sich die Lage Alleinerziehender dann gerade zuletzt verschlechtert?
Allmendinger: Ach, viele Eltern merken noch gar nichts von den Plänen der Regierung, die Angebote an Kindertagesstätten und Ganztagsschulen zu verbessern. Bisher gibt es ja vor allem politische Ziele, die erst noch erreicht werden müssen. Wenn eine junge Frau in Westdeutschland ein Kind unter drei Jahren betreuen lassen will, muss sie meistens sehr lange suchen, dort werden nur 9,9 Prozent der unter Dreijährigen betreut. Besondere Sorgen bereitet mir, dass auch jüngere Mütter, die mit Partner erziehen, lange unterbrechen und sich der Gefahren offenbar nicht bewusst sind, die mit einer längeren Berufspause auf Dauer verbunden sind.
ZEIT: Wie kommen sie darauf?
Allmendinger: Selbst von den um 1970 geborenen Frauen pausiert wegen der Erziehung fast ein Drittel 14 Jahre oder mehr. Für viele wird die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt schwieriger werden als für manche Alleinerziehende, die ja in der Regel sehr erwerbsorientiert sind und große Anstrengungen unternehmen, um Job und Kind irgendwie zu vereinbaren. Und seit das Unterhaltsrecht reformiert wurde, können Frauen nicht damit rechnen, dass bei einer Trennung der Mann auch für sie über Jahre hinweg Unterhalt zahlt.
ZEIT: Was halten Sie davon, für Kinder eine Grundsicherung von beispielsweise 500 Euro einzuführen – statt der steuerlichen Freibeträge, die ja in erster Linie den Berufstätigen nützen?
- Datum 09.06.2009 - 08:44 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 04.06.2009 Nr. 24
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Die guten Frauen ignorieren in ihren elitären Frage - Antwortspiel geflissentlich, daß
1) Jobs fehlen
2) das Lohnniveau vielfach nicht ausreicht
"Wir können es uns nicht leisten, so viele qualifizierte und motivierte Eltern über längere Zeit vom Arbeitsmarkt auszuschließen." Ach, jeder ist qualifiziert und der entsprechende Arbeitsplatz wartet schon? Haben die Damen schon mal anonym in einem Jobcenter Fälle verfolgt?
"Und was Eltern für Betreuung ausgeben, sollte vom ersten Euro an steuerlich absetzbar sein." <= Dazu muß man erst einmal genug verdienen - oder bekommt die Leiharbeiterin im Callcenter dann Geld vom Finanzamt zurück (negative Steuer)?
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
oder bekommt die Leiharbeiterin im Callcenter dann Geld vom Finanzamt zurück (negative Steuer)?
Den Vorschlag sollte man im Auge behalten!!!
oder bekommt die Leiharbeiterin im Callcenter dann Geld vom Finanzamt zurück (negative Steuer)?
Den Vorschlag sollte man im Auge behalten!!!
primär brauchen nicht die Mütter "Jobs", sondern die Kinder Väter mit gutbezahlten Berufen, damit die Mütter in den ersten Jahren nach Geburt zu Hause bleiben können! Denen sollte auf dem Arbeitsmarkt nicht noch die eigene Frau Konkurrenz machen, und dafür die Kinder vernachlässigen!
Ich mußte meine Kindheit mit einer voll arbeitenden Mutter, großgezogen von Fremden, verbringen - ich wünsche es niemand!
Es sollte nicht so sehr um Frauen, Männer, Kinder, Rentner, Schwule etc. pp. -also um die Rechte bzw. Perspektiven Einzelner- gehen, sondern darum wie man die Keimzelle der Gesellschaft, die Familie, fördern kann....
Ich verstehe nicht, weshalb sich irgendwelche "Experten" dauernd in die Lebensplanung der Bevölkerung einmischen müssen? Wenn sich innerhalb einer Ehe oder Partnerschaft zwei Leute entscheiden, dass einer von ihnen zu Hause bei den Kindern bleibt, dann geht das den Staat oder private Wirtschaftsforscher gar nichts an. Das können sie zur Kenntnis nehmen, aber um Beratung hat doch niemand gebeten.
Vielleicht sind es auch einfach Schuldgefühle? Selber hat man für eine zweifelhafte und kurze wie vergängliche Karriere nur die Gebärmaschine und den Zahlmeister gegeben, aber fremdbetreuen lassen und somit die Mutter-/Vaterschaft outgesourct. Da blüht so manchen, dass das irgendwie nix halbes und nix ganzes gewesen ist.
Und wenn man dann überall die "glücklicheren" klassischen Familienmodelle sieht, dann ist mancher "Experte" darauf so neidisch, dass schnell eine Gesellschaftsänderung angestoßen werden muss, damit endlich auch alle innerfamiliär so grandios scheitern, wie man selbst.
oder bekommt die Leiharbeiterin im Callcenter dann Geld vom Finanzamt zurück (negative Steuer)?
Den Vorschlag sollte man im Auge behalten!!!
Statt "Familien" zu unterstützen, sollten Mütter mit ihren Kindern vorrangig versorgt werden. Neulich war hier ein Artikel über die Mosuo in China. Dort lebt man sehr gut mit Eigentum und Vererbung von Frauen auf Frauen etc. Das braucht nicht 1-1 kopiert zu werden, man kann sich aber daran orientieren. Erste Erkewnntnis wäre, das der Vater idR nicht der Familienmittelpunkt ist und vielleicht nicht einmal zum Großteil das Elternpaar. Sondern die Mutter. Allerding brauchen Frauen Arbeit idR noch mehr al s Männer, und eine "Hofstelle" wie bei den Mosuo ist kein realistischer Arbeitsplatz mehr (Ausnahmen gibt es aber! zB Milchbäuerinnen). Von daher muß es vielleicht dabei bleiben das der Staat den Kindern und ihrer Mutter Wohnung, Ausbildung und Auskommen zusichert.
sehr schöne Idee! Am besten sollten die Männer schon bei der Zeugung der Kinder zwangsenteignet werden. Das gesamte Vermögen, inkl. aller möglichen Rentenansprüche usw. fällt sofort an die zukünftige Mutter des Kindes und der Arbeitgeber überweist das gesamte Gehalt des Mannes ab sofort auf das Konto der werdenden Mutter.
Die Männer haben selbstverständlich kein Recht das Kind jemals zu sehen und auch sonst bitte nur zu zahlen (und zwar selbstverständlich für Kind UND Frau!).
Mal ehrlich, WISO sollte ich überhaupt noch jemals Interesse daran haben ein Kind zu zeugen? Macht Euren Scheiß doch alleine!
sehr schöne Idee! Am besten sollten die Männer schon bei der Zeugung der Kinder zwangsenteignet werden. Das gesamte Vermögen, inkl. aller möglichen Rentenansprüche usw. fällt sofort an die zukünftige Mutter des Kindes und der Arbeitgeber überweist das gesamte Gehalt des Mannes ab sofort auf das Konto der werdenden Mutter.
Die Männer haben selbstverständlich kein Recht das Kind jemals zu sehen und auch sonst bitte nur zu zahlen (und zwar selbstverständlich für Kind UND Frau!).
Mal ehrlich, WISO sollte ich überhaupt noch jemals Interesse daran haben ein Kind zu zeugen? Macht Euren Scheiß doch alleine!
sehr schöne Idee! Am besten sollten die Männer schon bei der Zeugung der Kinder zwangsenteignet werden. Das gesamte Vermögen, inkl. aller möglichen Rentenansprüche usw. fällt sofort an die zukünftige Mutter des Kindes und der Arbeitgeber überweist das gesamte Gehalt des Mannes ab sofort auf das Konto der werdenden Mutter.
Die Männer haben selbstverständlich kein Recht das Kind jemals zu sehen und auch sonst bitte nur zu zahlen (und zwar selbstverständlich für Kind UND Frau!).
Mal ehrlich, WISO sollte ich überhaupt noch jemals Interesse daran haben ein Kind zu zeugen? Macht Euren Scheiß doch alleine!
Einige Beispiele aus der Arbeitswelt, die Frau Niejahr und eine Mietprofessorin nicht kennen:
"aus dem Einzelhandel. Hier wurden im vergangenen Jahr
ca. 8.000 Stellen abgeschafft; gleichzeitig nahmen die Vollzeitstellen um
12.000 ab. Gestiegen ist dagegen die Zahl der geringfügig Beschäftigten
auf etwa eine Million. 75 Prozent davon sind Frauen. Die meisten von ihnen
müssen auf Abruf bereitstehen und sich den Arbeitsbedingungen in der
Branche unterwerfen. Verhaltenskontrollen, Ausspähung durch Detektive,
regelmäßig unbezahlte Überstunden und ständiger Leistungsdruck sind an
der Tagesordnung.
http://www.fair-heisst-me...
KiK heißt einer der bekanntesten und billigsten Textildiscounter hierzulande.
Das Kürzel KiK steht angeblich für „Kunde ist König“ – allerdings auf
Kosten der Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten. Sittenwidrige
Billigstlöhne sind bei KiK keine Ausnahme. Sie liegen, wie gerichtlich bestätigt wurde, bis zu 30 Prozent unter dem Tarifniveau. 4,50 Euro ist allerdings ein Stundenlohn, für den niemand arbeiten muss. Aber: Wer arbeitslos ist und für eine solche sittenwidrige Entlohnung nicht arbeiten will, läuft Gefahr, dass sein Arbeitslosengeld um 30 Prozent gekürzt wird. Politiker, die das Sozialgesetzbuch II beschlossen haben, gehen davon aus, dass im Grunde jede Tätigkeit zumutbar ist.
Vor allem die Discounter sparen beim Personal, weil die Beschäftigten
höchstens vier bis fünf Prozent des Umsatzes kosten dürfen. Hinzu kommt,
dass deren Arbeitszeit nach Bedarf verlängert wird, ohne dass die Löhne
erhöht werden. Was sich bei Lidl, Netto, Plus, Schlecker und anderen Einzelhandelsketten abspielt, ist kaum vorstellbar. Und woanders sieht es nicht besser aus. In der Baumarkt-Kette Bauhaus beispielsweise mussten die Beschäftigten bei ihrer Einstellung unterschreiben, dass sie im Falle einer Arbeitsunfähigkeit verpflichtet seien, dem Unternehmen auf Wunsch ihre Krankendaten offen zu legen. Wörtlich heißt es im Arbeitsvertrag: „Der Arbeitnehmer ist im Falle der Arbeitsunfähigkeit verpflichtet, sich auf Verlangen des Arbeitgebers und auf dessen Kosten durch einen Facharzt untersuchen zu lassen. Der Arbeitnehmer entbindet den untersuchenden Arzt grundsätzlich von seiner Schweigepflicht.“ In der Drogeriekette Schlecker sind rund 36.000 Menschen beschäftigt.
12.000 Arbeitsplätze sind aktuell in Gefahr. Das Imperium soll umgebaut
werden. Filialen werden geschlossen, und gleichzeitig werden neue eröffnet.
Der Konzern versucht bei dieser Gelegenheit, die Beschäftigten zu
zwingen, neue Verträge zu deutlich verschlechterten Arbeits- und Einkommensbedingungen
zu unterschreiben"
Quelle: www.weltderarbeit.de
Frau Niejahr, 100000de Frauen wollen 500 Euro, weil es sie davor schützt in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse eintreten zu müssen.
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