Flugverkehr Furcht vor dem Ausnahmefall
Die Bergung des Air-France-Flugzeugs dauert an. Die Ermittler untersuchen – die Laien haben Flugangst. Das ist menschlich, aber unbegründet
Lange war das Schicksal von Flug Air France 447 ungewiss. Erst als die Treibstoffvorräte aufgebraucht sein mussten und das Flugzeug nirgends gesichtet worden war, wurde der Absturz zur Gewissheit. Tage dauerte es, bis die Bergungsarbeiten in Gang kamen. Mehrere Wochen werden sie andauern. Monate müssen gar vergehen, bevor die Angehörigen der Opfer auf Gewissheit hoffen dürfen: Was ist in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni im Gewitter über dem Südatlantik passiert? Und warum?
Wer dieser Tage zu einem Langstreckenflug aufbricht, zumal durch die gewitterreichen Tropen, wer den Äquator überqueren muss, spürt womöglich selbst diffuses Unwohlsein. Oder konkrete Angst. Bei der Münchner Agentur Texter-Millott, die im Auftrag der Deutschen Lufthansa arbeitet, stiegen nach dem Unglück die Anfragen von Passagieren mit Flugangst an. »Das Unglück und die große Aufmerksamkeit bewirken, dass sie sich in ihrer Angst bestätigt fühlen und sie intensiviert wird«, sagt die Psychologin Antonia Arboleda-Hahnemann.
Am Samstag vergangener Woche leitete sie ein Seminar für Passagiere, natürlich war das Schicksal von AF 447 dort Thema. Bei der Lufthansa selbst erkundigten sich Passagiere nach einem bestimmten Bauteil, das mehrfach in der Berichterstattung benannt worden war. Und auch ganz unbeteiligte Normalbürger unterhalten sich plötzlich über die Gefahren am Himmel. Das ist zutiefst menschlich. Psychologen kennen den Effekt. Regelmäßig nach Unglücken wie dem des Air-France-Airbus fragen sogar aufgeklärte Zeitgenossen plötzlich: Ist das Fliegen noch sicher?
»Ja«, sagt Jan Richter vom Hamburger Flugunfallbüro Jacdec (Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre). »Fliegen wird immer sicherer, das entspricht allen von uns gemessenen Indikatoren.« Richter zählt seit Jahren die Unglücke der Zivilluftfahrt. 598 Menschen sind 2008 dabei gestorben. Die Zahlen des vergangenen Jahrzehnts lagen zwischen 500 und 1200 Toten pro Jahr, in der Rückschau geht diese Zahl seit den Achtzigern stetig zurück, während die Menge der beförderten Passagiere dramatisch wächst. Die International Air Transport Association, die praktisch alle großen Luftlinien vertritt, gibt die Absturzquote mit 0,81 Flugzeugen pro einer Million Flüge an.
Bei mehr als vier Milliarden Fluggästen jährlich liegt das Risiko, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben, bei rund 0,00001 Prozent. Eine solche Zahl klingt viel zu niedrig, als dass Nichtmathematiker sie rational einordnen könnten.
Wie jede Statistik ist auch diese abstrakt und taugt kaum zur Beruhigung. Was bedeutet überhaupt 0,81 Unfälle pro eine Million Flüge? Wo doch, selbst wer nur zum Sommerurlaub einen Jet besteigt, leicht auf über 100 Flüge pro Leben kommt. Ein Normalbürger mit einigen weit entfernten Geschäftsterminen und wenigen privaten Flugreisen pro Jahr könnte bis zur Rente durchaus 1000 Mal ein Flugzeug besteigen. All die Meilensammler, Jetsetter und Senator-Lounge-Bewohner kommen auf deutlich mehr.
Besonders Vielflieger haben ihre Risikovermeidungsstrategien, die sich aus dem gesunden Halbwissen eines Luftfahrtlaien speisen: Völlig klar, dass man in keinen Jet einer Fluglinie steigt, welche die EU auf die schwarze Liste gesetzt hat (was ohnehin schwierig würde, dürfen diese doch in Europa gar nicht landen und starten). Aus den verfügbaren Anbietern wählt man gerne einen mit gutem Leumund (wozu auch die Air France zählt, die eine gute, wenngleich nicht hervorragende Risikostatistik vorweisen kann).
- Datum 30.06.2009 - 08:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2009 Nr. 25
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"Wer dieser Tage zu einem Langstreckenflug aufbricht, zumal durch die gewitterreichen Tropen, wer den Äquator überqueren muss, spürt womöglich selbst diffuses Unwohlsein."
Stimmt!
Beruhigend zu wissen wäre u. a., ob der fragliche Geschwindigkeitsmesser auch bei den Airbussen 320, 330 und 340 der brasilianischen TAM (und anderen südamerikanischen Linien) entsprechend der Herstellerempfehlung ausgewechselt wurde...
na ja, ich frage Sie, ist die Furcht vor HIV unbegründet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, sich damit anzustecken, sehr sehr gering ist? Einerseit ist Panik nicht angebracht, weil die Flugsicherheit hoch ist, andererseits scheinen in den Statistiken "Fastunfälle" nicht auf und die gibt es ohne Zweifel! Außerdem steht außer Frage, dass die Fluglinien einem enormen Preisdruck ausgesetzt sind und die kurze Bodenzeit kaum ausreicht, um die nötigsten Checks durchzuführen.
Der Reihe nach:
na ja, ich frage Sie, ist die Furcht vor HIV unbegründet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, sich damit anzustecken, sehr sehr gering ist?
Ein etwas krummer Vergleich, denn ob man sich mit HIV infiziert oder nicht, liegt wesentlich am eigenen Verhalten, waehrend man bei Flugzeugen auf andere Leute angewiesen ist.
Auch die Wahrscheinlichkeiten sind ganz andere.
Einerseit ist Panik nicht angebracht, weil die Flugsicherheit hoch ist, andererseits scheinen in den Statistiken "Fastunfälle" nicht auf und die gibt es ohne Zweifel!
Ja... und? Fastunfaelle tauchen auch in den Todesstatistiken im sonstigen Strassenverkehr nicht auf.
Außerdem steht außer Frage, dass die Fluglinien einem enormen Preisdruck ausgesetzt sind und die kurze Bodenzeit kaum ausreicht, um die nötigsten Checks durchzuführen.
Steht das tatsaechlich ausser Frage? Haben Sie hierfuer Belege?
Wenn bei drastisch angestiegenem Luftverkehr die Zahl der Ungluecke wie auch der Todesopfer weltweit sinkt, scheint es fuer mich zunaechst merkwuerdig, davon auszugehen, dass in Wirklichkeit - wie Sie behaupten - selbst die noetigsten Checks kaum ordentlich durchgefuehrt werden.
Der Reihe nach:
na ja, ich frage Sie, ist die Furcht vor HIV unbegründet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, sich damit anzustecken, sehr sehr gering ist?
Ein etwas krummer Vergleich, denn ob man sich mit HIV infiziert oder nicht, liegt wesentlich am eigenen Verhalten, waehrend man bei Flugzeugen auf andere Leute angewiesen ist.
Auch die Wahrscheinlichkeiten sind ganz andere.
Einerseit ist Panik nicht angebracht, weil die Flugsicherheit hoch ist, andererseits scheinen in den Statistiken "Fastunfälle" nicht auf und die gibt es ohne Zweifel!
Ja... und? Fastunfaelle tauchen auch in den Todesstatistiken im sonstigen Strassenverkehr nicht auf.
Außerdem steht außer Frage, dass die Fluglinien einem enormen Preisdruck ausgesetzt sind und die kurze Bodenzeit kaum ausreicht, um die nötigsten Checks durchzuführen.
Steht das tatsaechlich ausser Frage? Haben Sie hierfuer Belege?
Wenn bei drastisch angestiegenem Luftverkehr die Zahl der Ungluecke wie auch der Todesopfer weltweit sinkt, scheint es fuer mich zunaechst merkwuerdig, davon auszugehen, dass in Wirklichkeit - wie Sie behaupten - selbst die noetigsten Checks kaum ordentlich durchgefuehrt werden.
Ja, ich weiss, dass Fliegen an sich eine furchtbar sichere Sache ist, und dass die wahren Gefahren des Lebens beim Autofahren und Fensterputzen auf einen lauern. Ich kenne die Statistiken und vertraue ihnen, was aber nichts daran ändert, dass ich jedesmal wenn ich ein Flugzeug besteige, von meinem Leben Abschied nehme. Da kann auch der beste Kurs in Flugangst nichts machen.
Flugzeugen passiert selten etwas, nur wenn ihnen etwas passiert, dann richtig, und in diesen Fällen sind die Chancen all jener, die das Pech haben, an Bord zu sein, fast gleich null. Die Chance mit seinem Auto einen Crash zu überstehen sind jedenfalls wesentlich besser als die, einen Absturz in einer Metallröhre aus 10.000 Metern Höhe zu überleben. Fliegen ist ein wenig wie russisches Roulette. Solange die Kammer leer ist, ist alles gut, aber wenn man mal wirklich die Kugel erwischt, dann gibts keinen Ausweg mehr. Die tatsache, dass jeder der ein Flugzeug besteigt, sein Leben damit in die Hände eines Wildfremden gibt, macht sicher auch einen Teil des Problems aus.
Was auch nicht gerade vertrauensfördernd ist, ist die schiere Komplexität des technischen Gegenstandes flugzeug. Die chance, dass ein Auto explodiert, weil irgend eine Sicherung für 50 cent ausgefallen ist, ist eher gering, bei Flugzeugen erstaunt jedoch immer wieder trotz aller Sicherungsvorkehrungen die Fähigkeit des Sensenmanns, Schlupflöcher und abstruse (und letale) Zufälle zu finden. Von Reifenteilen, die Tanks leckschlagen bis hin zur Materialermüdung beweisen Flugzeuge immer wieder aufs Neue, dass das Potential zur Katastrophe stets latent vorhanden ist. Wie heisst es doch so schon: Flugzeuge sind 1 Mio Teile, die in sehr enger Formation fliegen. Da bleibt genug Raum für Fehlentwicklungen.....
Und gerade diese Elemente des Unvorhergesehenen und Unkalkulierbaren sind es, die aller Statistik zum Trotz Fliegen weiterhin auch zu einem tanz mit dem eigenen Unterbewusstsein machen. Und solange es im wirklichen Leben wirkliche Flugzeugkatastrophen mit wirklichen Toten gibt, pflege ich auch weiterhin meine Flugangst. Angst ist zwar ein schlechter Ratgeber, aber manchmal ist es das Beste, einfach zu seinen eigenen Abgründen zu stehen.....
Ihre Flugangst in Ehren, aber Ihre Argumente, warum Fliegen so gefährlich sein soll, sind für mich nicht nachvollziehbar.
Die meisten in der Technik des Fliegens begründeten Flugzeugabstürze passieren nicht aus 10.ooom Höhe, sondern während des Steig- oder Sinkfluges inklusive Start und Landung, sowie wegen schlechter Sicht oder sonstiger ungünstiger Bedingungen (Vereisung, Vogelschlag, etc.) in relativ geringer Flughöhe.
Falls Sie sich besonders sicher fühlen, wenn Sie mit dem Lenkrad in der Hand ein Auto mit 140 km/h über die Autobahn steuern, weil Sie dann ja Ihr Leben nicht in die Hände eines Wildfremden legen, schätzen Sie die Situation völlig falsch ein. Wenn alle Autofahrer(innen) auch nur halbwegs so gut ausgebildet wären, wie Verkehrspiloten der rennomierten Fluggesellschaften, würde es so gut wie keine Verkehrsunfälle mehr geben, die sich auf menschliches Versagen zurückführen lassen, sprich: Es würde fast keine Verkehrsunfälle mehr geben.
Was machen Sie denn, wenn Sie auf dem Beifahrersitz platznehmen müssen? Große Panik und schon mal mit dem Leben abschließen, wenn die Dame / der Herr am Volant den ersten Gang einlegt? Müßte ja eigentlich so sein...
Falls ich vor die Wahl gestellt würde, in einem Pkw mit 200 km/h vor einen Brückenpfeiler oder auf einen am Stauende im Nebel stehenden Lkw auffahren zu müssen, oder in einem Flugzeug zu sitzen, das einen "normalen" Crash erlebt, ich würde den Platz im Flieger bevorzugen. Natürlich hoffe ich, nie vor eine solche Wahl gestellt zu werden.
Kein Flugzeug explodiert, weil eine Sicherung für 50 Cent versagt. Flugzeuge haben, genau wie Autos und andere technische Systeme, eine gewisse Fehlertoleranz, innerhalb derer das Gesamtsystem noch funktioniert. Wenn viele Leute wüßten, wie viele Mikrorisse in den Bauteilen eines Flugzeugs sind, ohne dass die Sicherheit als gefährdet eingestuft wird, es würden viel mehr Flugphobiker durch die Gegend fliegen. Es ist nun mal so, dass eigentlich kein Bauteil rissfrei ist, egal ob im Flugzeug, Auto, Seilbahn oder sonstwo. So lange die Risse sich nicht über ein bestimmtes Ausmaß vergrößern, ist ein Bauteil sicher. Solche Risse aufzuspüren und ihre Entwicklung zu beobachten und ggf. das Bauteil auszutauschen, ist Sinn der Prüfungen und Wartungen. Einige Bauteile werden auch vorbeugend ausgetauscht, wenn sie ihre errechnete Lebensdauer abzüglich eines Sicherheitsaufschlages erreicht haben. Wird das versäumt, weil die Airline das Geld für die teuren Ersatzteile sparen will, wird die Sache interessant. Und obwohl so etwas in Dritte-Welt-Ländern wohl recht häufig vorkommt, sehen wir nicht jeden Tag Bilder von Flugzeugabstürzen in diesen Ländern. Merkwürdig, oder?
Wenn bei einem total abgenudelten Taxi in Afrika aufgrund von Materialermüdung zwei Schrauben für 50 Cent in der Radaufhängung abreißen und sich die ganze Fuhre überschlägt und eine fünfköpfige Familie plus Taxifahrer ums Leben kommt, sind wegen 50 Cent auch sechs Menschen tot. Wo ist Fliegen da gefährlicher als Autofahren?
Wenn jemandem wegen Materialermüdung der Alulenker seines Fahrrades in voller Fahrt abbricht, und er deshalb auf dem Gesicht bremsen muss, ist es ihm piepegal, ob sein Fahrrad nur aus ein paar hundert Einzelteilen besteht, die Laune ist erst mal völlig im Eimer.
Nebenbei bemerkt sind Autos auch schon sehr komplex und nachweislich nicht ungefährlich, und trotzdem setzen wir uns tagtäglich ohne Sorge in diese Geräte. Sind wir alle völlig irre?
Pflegen Sie bitte weiterhin Ihre Flugangst, sonst verliert der Urlaubsflug ja seinen Kitzel, und wer möchte schon gelangweilt in den Urlaub starten? ;-)
Eins ist gewiss: Auch wenn wir nie fliegen, mit Bahn, Schiff oder Auto fahren und uns ganz gesund ernähren und verhalten, am Ende unseres Lebens erwartet uns der Tod. Todsicher.
Ihre Flugangst in Ehren, aber Ihre Argumente, warum Fliegen so gefährlich sein soll, sind für mich nicht nachvollziehbar.
Die meisten in der Technik des Fliegens begründeten Flugzeugabstürze passieren nicht aus 10.ooom Höhe, sondern während des Steig- oder Sinkfluges inklusive Start und Landung, sowie wegen schlechter Sicht oder sonstiger ungünstiger Bedingungen (Vereisung, Vogelschlag, etc.) in relativ geringer Flughöhe.
Falls Sie sich besonders sicher fühlen, wenn Sie mit dem Lenkrad in der Hand ein Auto mit 140 km/h über die Autobahn steuern, weil Sie dann ja Ihr Leben nicht in die Hände eines Wildfremden legen, schätzen Sie die Situation völlig falsch ein. Wenn alle Autofahrer(innen) auch nur halbwegs so gut ausgebildet wären, wie Verkehrspiloten der rennomierten Fluggesellschaften, würde es so gut wie keine Verkehrsunfälle mehr geben, die sich auf menschliches Versagen zurückführen lassen, sprich: Es würde fast keine Verkehrsunfälle mehr geben.
Was machen Sie denn, wenn Sie auf dem Beifahrersitz platznehmen müssen? Große Panik und schon mal mit dem Leben abschließen, wenn die Dame / der Herr am Volant den ersten Gang einlegt? Müßte ja eigentlich so sein...
Falls ich vor die Wahl gestellt würde, in einem Pkw mit 200 km/h vor einen Brückenpfeiler oder auf einen am Stauende im Nebel stehenden Lkw auffahren zu müssen, oder in einem Flugzeug zu sitzen, das einen "normalen" Crash erlebt, ich würde den Platz im Flieger bevorzugen. Natürlich hoffe ich, nie vor eine solche Wahl gestellt zu werden.
Kein Flugzeug explodiert, weil eine Sicherung für 50 Cent versagt. Flugzeuge haben, genau wie Autos und andere technische Systeme, eine gewisse Fehlertoleranz, innerhalb derer das Gesamtsystem noch funktioniert. Wenn viele Leute wüßten, wie viele Mikrorisse in den Bauteilen eines Flugzeugs sind, ohne dass die Sicherheit als gefährdet eingestuft wird, es würden viel mehr Flugphobiker durch die Gegend fliegen. Es ist nun mal so, dass eigentlich kein Bauteil rissfrei ist, egal ob im Flugzeug, Auto, Seilbahn oder sonstwo. So lange die Risse sich nicht über ein bestimmtes Ausmaß vergrößern, ist ein Bauteil sicher. Solche Risse aufzuspüren und ihre Entwicklung zu beobachten und ggf. das Bauteil auszutauschen, ist Sinn der Prüfungen und Wartungen. Einige Bauteile werden auch vorbeugend ausgetauscht, wenn sie ihre errechnete Lebensdauer abzüglich eines Sicherheitsaufschlages erreicht haben. Wird das versäumt, weil die Airline das Geld für die teuren Ersatzteile sparen will, wird die Sache interessant. Und obwohl so etwas in Dritte-Welt-Ländern wohl recht häufig vorkommt, sehen wir nicht jeden Tag Bilder von Flugzeugabstürzen in diesen Ländern. Merkwürdig, oder?
Wenn bei einem total abgenudelten Taxi in Afrika aufgrund von Materialermüdung zwei Schrauben für 50 Cent in der Radaufhängung abreißen und sich die ganze Fuhre überschlägt und eine fünfköpfige Familie plus Taxifahrer ums Leben kommt, sind wegen 50 Cent auch sechs Menschen tot. Wo ist Fliegen da gefährlicher als Autofahren?
Wenn jemandem wegen Materialermüdung der Alulenker seines Fahrrades in voller Fahrt abbricht, und er deshalb auf dem Gesicht bremsen muss, ist es ihm piepegal, ob sein Fahrrad nur aus ein paar hundert Einzelteilen besteht, die Laune ist erst mal völlig im Eimer.
Nebenbei bemerkt sind Autos auch schon sehr komplex und nachweislich nicht ungefährlich, und trotzdem setzen wir uns tagtäglich ohne Sorge in diese Geräte. Sind wir alle völlig irre?
Pflegen Sie bitte weiterhin Ihre Flugangst, sonst verliert der Urlaubsflug ja seinen Kitzel, und wer möchte schon gelangweilt in den Urlaub starten? ;-)
Eins ist gewiss: Auch wenn wir nie fliegen, mit Bahn, Schiff oder Auto fahren und uns ganz gesund ernähren und verhalten, am Ende unseres Lebens erwartet uns der Tod. Todsicher.
Der Wissenschaftler oder Techniker argumentiert mit der verschwindend kleinen Wahrscheinlichkeit, mit dem Flugzeug zu verunglücken, der Psychologe sinniert verständnisinnig über "gefühlte" Risiken - und dann wird spaltenlang darüber nachgedacht, wie man die - angeblich im Übermaß vorhandene - Sicherheit erhöhen könnte. Das sieht nach einem gekonnten Eigentor aus.
Wenn es groß in den Medien ist, dann ist es so spektakulär und selten das es sich nicht lohnt, sich darüber Gedanken zu machen.
Redet niemand darüber sollte man aufpassen.
Der Reihe nach:
na ja, ich frage Sie, ist die Furcht vor HIV unbegründet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, sich damit anzustecken, sehr sehr gering ist?
Ein etwas krummer Vergleich, denn ob man sich mit HIV infiziert oder nicht, liegt wesentlich am eigenen Verhalten, waehrend man bei Flugzeugen auf andere Leute angewiesen ist.
Auch die Wahrscheinlichkeiten sind ganz andere.
Einerseit ist Panik nicht angebracht, weil die Flugsicherheit hoch ist, andererseits scheinen in den Statistiken "Fastunfälle" nicht auf und die gibt es ohne Zweifel!
Ja... und? Fastunfaelle tauchen auch in den Todesstatistiken im sonstigen Strassenverkehr nicht auf.
Außerdem steht außer Frage, dass die Fluglinien einem enormen Preisdruck ausgesetzt sind und die kurze Bodenzeit kaum ausreicht, um die nötigsten Checks durchzuführen.
Steht das tatsaechlich ausser Frage? Haben Sie hierfuer Belege?
Wenn bei drastisch angestiegenem Luftverkehr die Zahl der Ungluecke wie auch der Todesopfer weltweit sinkt, scheint es fuer mich zunaechst merkwuerdig, davon auszugehen, dass in Wirklichkeit - wie Sie behaupten - selbst die noetigsten Checks kaum ordentlich durchgefuehrt werden.
Auch die Sicherheit beim Fliegen ist vom eigenen Verhalten abhängig. Sie können sich z. B. entscheiden nicht zu fliegen. Dann besteht höchstens noch die Gefahr, dass Ihnen ein Flieger auf den Kopf fällt.
Bei HIV ist das Risiko minimierbar, aber nicht komplett abwendbar. Um Sex kommen wir alle nicht herum, bis auf einen kleinen Teil der Priester, die dann zölibatär leben. Und wer Sex macht, ist immer ein Stück weit in der Gefahr, sich zu infizieren.
Auch die Sicherheit beim Fliegen ist vom eigenen Verhalten abhängig. Sie können sich z. B. entscheiden nicht zu fliegen. Dann besteht höchstens noch die Gefahr, dass Ihnen ein Flieger auf den Kopf fällt.
Bei HIV ist das Risiko minimierbar, aber nicht komplett abwendbar. Um Sex kommen wir alle nicht herum, bis auf einen kleinen Teil der Priester, die dann zölibatär leben. Und wer Sex macht, ist immer ein Stück weit in der Gefahr, sich zu infizieren.
Man kann nur inständig hoffen, dass der Flugschreiber gefunden wird, denn es hält sich hartnäckig ein Gerücht, dass einige EADS/Airbus Modelle strukturelle Probleme haben, die Airbus den Fluggesellschaften angeblich verschweigen soll, d.h. dass die gewissenhafte Wartung durch die airlines dadurch erschwert werden würde -- was nicht den airlines anzulasten wäre.
Dass das Heckleitwerk weitgehend intakt "aufgefischt" wurde und dass die Kerosinspur über eine weite Fläche verteilt war, weist auf das Auseinanderbrechen des A330-200 in der Luft hin (bei Wasserkontakt bei Fluggeschwindigkeit wäre davon nichts mehr übrig geblieben) und wenn an dem Gerücht etwas dran ist, dann wird das sicherlich durch die Flugschreiber-Daten erhärtet, oder das Gerücht kann tatsächlich zu den Akten gelegt werden. Es gab da vor nicht allzu langer Zeit anscheinend eine Gerichtsverhandlung in Hamburg (einTeil des Gerüchtes), in der ein contractor bei Airbus Alarm geschlagen haben soll, und diesem Gerücht sollte man dann nochmal nachgehen, wenn der Flugschreiber gefunden und ausgewertet wurde.
In den Grenzsituationen, die der Artikel umschreibt, kann es dann eben nicht mehr reichen, wenn da Schwachstellen an der Struktur des Fliegers inhärent sind -- jedenfalls ist dies ein tragischer Unfall und es wäre sicherlich enorm wichtig, hier schonungslos aufzuklären.
An einen Anschlag ist sehr schwierig zu glauben, denn der würde keinen politischen Sinn machen -- es sei denn, ein Anschlag hätte mit einer privaten Fehde zu tun, also Bombe im Gepäck usw. Aber so fürchterlich soll dieses Tiefdruckgebiet nicht gewesen sein, was man so hört. Und selbst Turbulenzen sind nicht tragisch, da sich ja das Flugzeug relativ zu der gleichen turbulenten Luftmasse bewegt, sich also in dem sich bewegenden Medium Luft unverändert hält (was nicht bedeutet, dass man in der Kabine nicht unfreiwillig seinen Sitz verlassen könnte).
Ich finde den Vorschlag, die Flugschreiberdaten (aber nicht die Stimmaufzeichnung im Cockpit) zeitgleich an eine Bodenstation zu funken, sehr machbar und im Interesse der weltweiten Flugsicherheit.
Wie für jedes andere Gerät auch, gibt es für Flugzeuge Wartungs- und Checkpläne, die vom Hersteller für sein Produkt an die Kunden und Wartungsgesellschaften herausgegeben werden. Bei Check und Wartung gilt natürlich trotzdem, Schäden oder Ungewöhnliches zu registrieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Falls dem Hersteller Probleme bekannt sind, die im Zuge von vorschriftsmäßigen und umsichtigen Checks und Wartungen nicht zu entdecken sind, und die wider besseren Wissen verschwiegen werden, muss der Hersteller natürlich zur Verantwortung gezogen werden.
Das Seitenleitwerk aller neueren Airbus-Typen besteht meines Wissens aus mehr oder weniger einem einzelnen, großen Strukturbauteil mit angesetzten Klappen, das als komplette Baugruppe montiert wird. Entsprechend der Belastungen im Flugbetrieb ist diese Struktur sehr stabil aufgebaut und kann unter "günstigen" Bedingungen einen Crash recht unbeschadet überstehen.
Dass das Kerosin über eine große Fläche verteilt war, sagt genau so wenig aus, dass das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen sein muss, wie es das gut erhaltene Seitenleitwerk tut. Wer sich traut, kann ja mal nachts ins Freibad einsteigen und einen halben Liter Benzin oder Diesel ins große Becken gießen und sich am nächsten Morgen wundern, auf welche Fläche sich das verteilt. Im Falle des Flugzeges helfen Wind und Meeresströmungen zusätzlich, die Kerosinspuren zu verbreiten.
Eine turbulente Luftmasse ist eine, in der sich das Medium Luft turbulent verhält. Wenn also ein Flugzeug durch diese Luft fliegt, müssen doch zwangsläufig Kräfte auf das Flugzeug einwirken, welcher aus der ungeordneten Umströmung resultieren. (Gefüllte Spucktüten sind ein prima Indiz für diese Kräfte...) Damit das Flugzeug quasi-statisch in einer "Blase" nicht(?)-turbulenter Luft bewegen könnte, müsste diese sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Flugzeug relativ zu der restlichen umgebenden Luft bewegen. Bei einer Fluggeschwindigkeit von ca. 900km/h ist das eher unwahrscheinlich.
War z.B. Lockerbie Ihrer Meinung nach das Resultat einer "privaten Fehde"???
Wie für jedes andere Gerät auch, gibt es für Flugzeuge Wartungs- und Checkpläne, die vom Hersteller für sein Produkt an die Kunden und Wartungsgesellschaften herausgegeben werden. Bei Check und Wartung gilt natürlich trotzdem, Schäden oder Ungewöhnliches zu registrieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Falls dem Hersteller Probleme bekannt sind, die im Zuge von vorschriftsmäßigen und umsichtigen Checks und Wartungen nicht zu entdecken sind, und die wider besseren Wissen verschwiegen werden, muss der Hersteller natürlich zur Verantwortung gezogen werden.
Das Seitenleitwerk aller neueren Airbus-Typen besteht meines Wissens aus mehr oder weniger einem einzelnen, großen Strukturbauteil mit angesetzten Klappen, das als komplette Baugruppe montiert wird. Entsprechend der Belastungen im Flugbetrieb ist diese Struktur sehr stabil aufgebaut und kann unter "günstigen" Bedingungen einen Crash recht unbeschadet überstehen.
Dass das Kerosin über eine große Fläche verteilt war, sagt genau so wenig aus, dass das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen sein muss, wie es das gut erhaltene Seitenleitwerk tut. Wer sich traut, kann ja mal nachts ins Freibad einsteigen und einen halben Liter Benzin oder Diesel ins große Becken gießen und sich am nächsten Morgen wundern, auf welche Fläche sich das verteilt. Im Falle des Flugzeges helfen Wind und Meeresströmungen zusätzlich, die Kerosinspuren zu verbreiten.
Eine turbulente Luftmasse ist eine, in der sich das Medium Luft turbulent verhält. Wenn also ein Flugzeug durch diese Luft fliegt, müssen doch zwangsläufig Kräfte auf das Flugzeug einwirken, welcher aus der ungeordneten Umströmung resultieren. (Gefüllte Spucktüten sind ein prima Indiz für diese Kräfte...) Damit das Flugzeug quasi-statisch in einer "Blase" nicht(?)-turbulenter Luft bewegen könnte, müsste diese sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Flugzeug relativ zu der restlichen umgebenden Luft bewegen. Bei einer Fluggeschwindigkeit von ca. 900km/h ist das eher unwahrscheinlich.
War z.B. Lockerbie Ihrer Meinung nach das Resultat einer "privaten Fehde"???
Wie für jedes andere Gerät auch, gibt es für Flugzeuge Wartungs- und Checkpläne, die vom Hersteller für sein Produkt an die Kunden und Wartungsgesellschaften herausgegeben werden. Bei Check und Wartung gilt natürlich trotzdem, Schäden oder Ungewöhnliches zu registrieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Falls dem Hersteller Probleme bekannt sind, die im Zuge von vorschriftsmäßigen und umsichtigen Checks und Wartungen nicht zu entdecken sind, und die wider besseren Wissen verschwiegen werden, muss der Hersteller natürlich zur Verantwortung gezogen werden.
Das Seitenleitwerk aller neueren Airbus-Typen besteht meines Wissens aus mehr oder weniger einem einzelnen, großen Strukturbauteil mit angesetzten Klappen, das als komplette Baugruppe montiert wird. Entsprechend der Belastungen im Flugbetrieb ist diese Struktur sehr stabil aufgebaut und kann unter "günstigen" Bedingungen einen Crash recht unbeschadet überstehen.
Dass das Kerosin über eine große Fläche verteilt war, sagt genau so wenig aus, dass das Flugzeug in der Luft auseinandergebrochen sein muss, wie es das gut erhaltene Seitenleitwerk tut. Wer sich traut, kann ja mal nachts ins Freibad einsteigen und einen halben Liter Benzin oder Diesel ins große Becken gießen und sich am nächsten Morgen wundern, auf welche Fläche sich das verteilt. Im Falle des Flugzeges helfen Wind und Meeresströmungen zusätzlich, die Kerosinspuren zu verbreiten.
Eine turbulente Luftmasse ist eine, in der sich das Medium Luft turbulent verhält. Wenn also ein Flugzeug durch diese Luft fliegt, müssen doch zwangsläufig Kräfte auf das Flugzeug einwirken, welcher aus der ungeordneten Umströmung resultieren. (Gefüllte Spucktüten sind ein prima Indiz für diese Kräfte...) Damit das Flugzeug quasi-statisch in einer "Blase" nicht(?)-turbulenter Luft bewegen könnte, müsste diese sich mit der gleichen Geschwindigkeit wie das Flugzeug relativ zu der restlichen umgebenden Luft bewegen. Bei einer Fluggeschwindigkeit von ca. 900km/h ist das eher unwahrscheinlich.
War z.B. Lockerbie Ihrer Meinung nach das Resultat einer "privaten Fehde"???
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