Ronald Dworkin: »Ein moralisch zutiefst ernsthafter Mensch«

Jürgen Habermas ist nicht nur der berühmteste lebende Philosoph der Welt. Sein Ruhm selbst ist berühmt: Überall auf der Welt werden seine Werke zitiert, und man wartet begierig auf Neues von ihm. An der New York University haben wir ein Seminar eingerichtet, in dem jede Woche bekannte Professoren und Professorinnen ihre Sichtweisen erläutern und verteidigen. Wenn Jürgen Habermas uns besucht, müssen wir ins Auditorium maximum ausweichen und die Veranstaltung zusätzlich in einen weiteren Raum übertragen. Zu Recht, denn seine philosophische Leistung ist gewaltig: Er hat umfassende Theorien entwickelt, die das Adjektiv »habermasisch« zum Bestandteil des Arbeitsvokabulars eines jeden Philosophen gemacht haben. Gewiss, auch andere Philosophen haben Meilensteine hervorgebracht; aber niemand hat einen solch überragenden Einfluss auf die gesamte Disziplin erlangt wie Habermas, von seinem Einfluss auf die nichtphilosophische Welt ganz zu schweigen.

Natürlich spielt es eine Rolle, dass er ein öffentlicher Intellektueller ist – im besten Sinn dieser so oft missbrauchten Bezeichnung. Habermas ist kein philosophischer Selbstdarsteller, er hat keine Phrasen und Schlagworte feilzubieten. Wenn er ein Thema in die Öffentlichkeit bringt, dann gelingt es ihm, die Diskussion sofort auf ein höheres philosophisches Niveau zu heben. Dennoch kann man das Ansehen, das Jürgen Habermas weltweit genießt, nicht erklären, ohne auf seinen Charakter zu sprechen zu kommen. Habermas ist ein moralisch zutiefst ernsthafter und in seinen Überzeugungen integrer Mensch. Sein standhaftes Eintreten für demokratische Prinzipien auch in einer Zeit, in der diese von vielen als »radikal« abgetan wurden, hat Studenten auf der ganzen Welt ermutigt, auch jene seiner Theorien zu lesen, die vielleicht nicht unmittelbar eingängig sind.

An all dies müssen wir denken, wenn wir seinen 80. Geburtstag feiern. Mir kommt aber noch etwas anderes in den Sinn. Ich denke nämlich an die Freuden, die er und seine wunderbare Frau Ute jedem bereiten, der das Glück hat, sie privat kennen zu lernen. Ich begegnete Jürgen Habermas das erste Mal, als er mich vor langer Zeit in sein Frankfurter Seminar einlud. Seine Studierenden und Juniorkollegen schienen starr vor Ehrfurcht, also war auch ich starr vor Ehrfurcht. Die Anspannung verging aber unter seinem ansteckenden Lachen. Ich gestehe: Ein Hauch der damaligen Panik flog mich wieder an, als ich Habermas und seine Frau zum Essen einlud und die Kochmütze aufsetzen musste. Dabei erfuhr ich, dass Habermas selbst ein versierter – zumindest hoch vergnügter – Koch ist; niemand kann eine Salatschleuder so enthusiastisch durch die Lüfte schwingen wie er. Seine Heiterkeit und sein Ernst sind keine isolierten Zustände derselben Person; das eine scheint stets im anderen durch. Ein zündender Funke von Witz ist in Habermas’ gesamter Philosophie zu spüren, und auch eine tiefe Einsicht in all seinen Witzen. Einen wie ihn gibt es nicht noch einmal.

Ronald Dworkin ist Professor für Rechtsphilosophie an der New York University School of Law

Kenichi Mishima: »Er trägt zu unserer Selbstaufklärung bei«

Wie liest man Habermas in Japan? Wie wird seine Theorie verstanden, die ja doch sehr auf den Erfahrungen westlicher Gesellschaften beruht? Erschwert der andere kulturelle Kontext die Lektüre von Habermas’ Theorie der Moderne? Im Prinzip gibt es keinen Unterschied, ob man Texte wie die von Jürgen Habermas in dem Land liest, in dem sie entstanden sind – oder ob man sich in einem fernen Land wie Japan mit ihnen abmüht. Stets aufmerksam verfolgt werden in Japan Habermas’ philosophisch-politische Essays, erst recht seine leidenschaftlichen Stellungnahmen zu zeitgenössischen Ereignissen. Ein Dauerbrenner unter Soziologen und Politologen ist Strukturwandel der Öffentlichkeit, obwohl die historischen Erfahrungen des Strukturwandels in beiden Ländern doch sehr unterschiedlich verlaufen sind. Habermas’ Überlegungen zum Völkerrecht sind inzwischen von bedeutenden Völkerrechtlern in Japan aufgenommen worden.

Für eine weit gefächerte Diskussion in Japan sorgte der von Habermas initiierte »Historikerstreit«, ein Streit über den öffentlichen Umgang mit einer historischen Hypothek. Allerdings: Nanking ist kein Auschwitz, ein Massaker ist kein industrieller Mord. Dies soll nicht Japans Kriegskriminalität relativieren, sondern nur auf den unterschiedlichen Kontext hinweisen. Gemeinsam ist aber beiden Ländern die Last, die noch die Enkel- und Urenkelgeneration bedrückt. Dass sich die Arten des Umgangs mit den Opfern der Kriege unterscheiden, mag an unterschiedlichen Auffassungen vom Staat liegen. In Japan wirkt der »lange Schatten des Staatswillenpositivismus« (Brunkhorst) weiter, der einst aus dem kaiserlichen Deutschland übernommen wurde; in Deutschland hingegen scheint sich das Staatsverständnis der kritischen Gesellschaftstheorie durchzusetzen. Jedenfalls hat die deutsche Historikerdebatte bei uns in Japan wesentlich zur Klärung beigetragen.

Keine Spuren in der intellektuellen Landschaft Japans hat Habermas’ Auseinandersetzung mit Heidegger hinterlassen. In dem immer noch einflussreichen germanophilen Flügel der Philosophen ist die Heidegger-Dominanz schwer zu erschüttern. Den Weihrauch der Seinsmesse, aus dem auch zenbuddhistisches Murmeln emporsteigt, vermag Habermas’ kritische Gesellschaftstheorie kaum zu durchdringen.

So mag es sein, dass die eigenartige Aversion vieler philosophischer Kollegen gegen die Gesellschaftstheorie mit der politischen Kultur Japans zusammenhängt. Anderseits zeigen die Themen japanischer Dissertationen, dass sich der Heidegger-Weihrauch ebenso lichtet wie der Nebel des falsch verstandenen Dekonstruktivismus. Philosophischer Tiefsinn und demokratietheoretische Begründungen vertragen sich gut miteinander und ergänzen sich sogar. Diese Einsicht teilt Habermas mit seinem verstorbenen, in Japan populären Kollegen Richard Rorty. Sie hat alle Chancen, sich durchzusetzen.

Kenichi Mishima, Professor emeritus an der Universität Osaka, lehrt zurzeit an der Tokyo-Keizai-Universität Sozialphilosophie. Er übersetzt deutsche Philosophen, unter anderem Nietzsche, Adorno und Habermas, ins Japanische

Wang Hui: »Wir sind ihm dankbar«

Seit Anfang der neunziger Jahre sind die wichtigsten Bücher von Jürgen Habermas ins Chinesische übersetzt worden. Die Wirkung dieser Übersetzungen gerade unter uns chinesischen Intellektuellen war ganz außerordentlich. Mit großer Leidenschaft haben sie die Ideen und Themen, die Habermas in seinen Werken ausbreitet, diskutiert. Unvergessen sind sein Besuch in China 2001 und das lange und intensive Gespräch in der Redaktion des Dushu- Magazins; endlich konnten wir uns direkt mit Habermas austauschen. Lebhaft ist mir auch das lange Gespräch in Erinnerung geblieben, das ich mit ihm am Wissenschaftskolleg zu Berlin geführt habe. Wir, meine chinesischen Freunde und ich, sind Jürgen Habermas für sein Werk und die öffentlichen Diskussionen sehr dankbar.

Wang Hui, einer der einflussreichsten Intellektuellen Chinas, lehrt an der Tsinghua-Universität in Peking und ist Mitbegründer der »Neuen Linken«

Ahmet Çiğdem: »Gespür für die Verwundbarkeit des Denkens«

Obwohl die Rede von Größe heute einen zweifelhaften Status hat, gibt es durchaus große Menschen in dem Sinne, dass sie etwas Bedeutsames tun: Sie beeinflussen das Leben anderer. Das gilt nicht nur für Schriftsteller, sondern auch für Philosophen. Sie werden fast zu einem Teil der eigenen Person, sie verwandeln das Individuum. Man glaubt, man hätte diese oder jene Besonderheit, aber in Wirklichkeit sind sie es, die einem zu dem machen, was man ist.

Zu Beginn der 1980er Jahre, als ich an der Universität studierte, wurde in der Türkei ein Staatsstreich verübt, und ein Militärregime unterdrückte und quälte die Menschen gnadenlos. Damals entdeckte ich einen Denker, der, abgesehen von den unschätzbaren theoretischen Texten, die er geschrieben hatte, sagte: »Alles ist voller Nebel, und ich wäre sehr froh, wenn ich dazu beitragen könnte, ihn aufzulösen.« Ich wusste, er vertrat eine Theorie der kommunikativen Rationalität, war ein Verteidiger der Moderne, ein Erbe der kritischen Theorie, aber diese einfache Aussage, dieser schlichte Wunsch beeindruckten mich.

Mit meinem Interesse an Habermas bin ich nicht allein, aber es ist in diesem Teil der Welt fast utopisch, sich seine Idee einer unverzerrten Kommunikation anzueignen. Alles ist entstellt, keine Kommunikation führt zu Sinn und Verstehen, Vernunft dient der Unvernunft. Die bürokratische und militärische Elite in der Türkei verfolgt ihre autoritäre Agenda zynischerweise unter Berufung auf Habermas, indem sie behauptet, er habe es als Tatsache bezeichnet, dass Nationalstaaten die einzig gültige Form der Modernisierung seien. Und der frühere Präsident des Hochschulrats, ein Professor für Verfassungsrecht, argumentierte, wenn eine Polizeieinheit anwesend sei, werde ein Park zur Öffentlichkeit, wobei er »Öffentlichkeit« in einer Formulierung von Habermas verwendete.

Dennoch, wir türkischen Intellektuellen lesen nach wie vor Habermas, er ist uns mit Blick auf unsere Irrtümer nützlich, doch manchmal reicht auch philosophische Größe nicht aus, um Irrtümer auszuräumen. Habermas besitzt ein eminentes Gespür dafür, wie verwundbar alles Denken ist – zum Beispiel durch Universitäten, die wie Firmen »gemanagt« werden; durch Medien, die das Wort entmachten, oder durch eine Politik, die nur noch zwischen dem Schlechten und dem Schlimmsten entscheidet. Habermas hat eine Sprache des Denkens entwickelt, die dessen innere Spannung bewahrt und offen ist für die Erkenntnisse anderer Disziplinen – ohne in Egoismus zu verfallen, frei nach dem Motto: »Ich sprach und rettete meinen Geist.« Es gibt unendlich viel, was wir von ihm lernen können, doch es ist diese Haltung von ihm, der wir unbeirrt folgen sollten.

Ahmet Çiğdem ist Professor für Soziologie und Politische Wissenschaften an der Gazi University in Ankara

Cristina Lafont »Unsere linksdemokratische Alternative«

Im Vergleich etwa zu Frankreich oder den USA ist die Wirkung von Habermas’ Schriften auf das Publikum in Spanien und der spanischsprachigen Welt noch lebhafter, breiter und intensiver. In Spanien lernt buchstäblich jedes Kind den Namen Habermas im Pflichtfach Philosophie auf dem Gymnasium. Zentrale Teile seiner Philosophie wie die Kommunikations- und Öffentlichkeitstheorie sowie seine Kritik an der traditionellen Erkenntnistheorie muss ein angehender Philosophielehrer bei der Prüfung ebenso kennen wie Platos Höhlengleichnis. Seit den späten achtziger Jahren erscheinen die spanischen Übersetzungen seiner Bücher noch vor den englischen. Wie ungewöhnlich seine Breitenwirkung ist, zeigt sich auch daran, dass Habermas als erster ausländischer Philosoph überhaupt 1984 vor dem spanischen Parlament zu einer Grundsatzrede eingeladen und 2003 den Nobelpreis der spanischsprachigen Welt, den Premio Príncipe de Asturias, verliehen bekam. In Spanien, das kann man sagen, hat Habermas nur Heimspiele. Sowohl in tagespolitischen Debatten – etwa zur Gentechnik oder der Rolle der Religion – wie auch in der Fachdiskussion haben seine Gedanken fast dieselbe Präsenz und dasselbe Prestige wie im deutschsprachigen Raum.

Dass seine Schriften in Spanien einen so nachhaltigen Erfolg haben, verdankt sich einem doppelten Glücksfall. In der Spätzeit des Diktators Franco wurde Habermas als linksdemokratische Alternative gelesen. Sein Buch Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus wurde sofort begierig von der Intellektuellenszene »aufgesogen«. Im Gegensatz zu den Altlinken, den französischen Existenzialisten und Phänomenologen war der Postmarxist Habermas für die aufstrebende Demokratiebewegung und den nach antitraditionalistischer Philosophie dürstenden Studenten nicht nur Genosse, sondern auch Zeitgenosse. Als der Putschversuch 1983 niedergeschlagen und aus Spanien endgültig eine Demokratie geworden war, entstanden in den vormals hart unterdrückten katalanischsprachigen Regionen der Levante viele philosophische Fachbereiche, deren bewusster Bruch mit der franquistischen Vergangenheit sich ausdrücklich auf Habermas bezog. Diese Fachbereiche sowie die neu gegründeten Universitäten in und um Madrid genießen nach wie vor den Ruf als Teil des besseren, moderneren und aufgeklärt-europäischen Spaniens. Ähnliches gilt für die spanischsprachigen Diktaturen im Lateinamerika der späten siebziger und frühen achtziger Jahre; auch hier war Habermas eine zentrale Bezugsfigur der Opposition.

Der zweite Glücksfall betrifft Habermas’ großartige Synthetisierungsleistung. Dafür muss man wissen: Die rechten Diktaturen im spanischsprachigen Raum konnten sich nur dann einer regimetreuen Philosophie sicher sein, wenn diese in den Bahnen traditionalistisch-katholischer Traditionen verlief, zum Beispiel Neothomismus und scholastischer Realismus. Für den Ausbruch aus diesen Traditionen boten sich den unterdrückten Intellektuellen Ende der sechziger Jahre nur drei Theorieschulen an. Entweder, man wendete sich dem Marxismus zu, dem Existenzialismus oder der analytischen Philosophie. Doch die extremen Unterschiede zwischen diesen Denkweisen erlaubten den opponierenden Intellektuellen nur einen sehr eingeschränkten Dialog. Anders gesagt: Es gab einen dringenden Bedarf nach einer Theorie, die in der Lage war, alle drei Traditionen schlüssig zu verschmelzen. Genau das gelang Habermas. Dadurch entstand, jedenfalls in Spanien, eine philosophische Kultur, die genauso offen und integrativ ist wie seine Schriften.

Die gebürtige Spanierin Cristina Lafont ist Professorin für Philosophie an der Northwestern University, Evanston, USA

Richard Sennett: »Licht im Schattenreich«

Seit fast einem halben Jahrhundert verkörpert Jürgen Habermas für seine englischsprachigen Leser die Aufklärung – in jenem ursprünglichen Sinn des Wortes, dass er das Licht der Vernunft in dunkle Winkel fallen lässt. Die angelsächsische Öffentlichkeit orientiert sich nicht am Modell der vernünftigen Diskussion; wir lassen uns eher von einem politischen Persönlichkeitskult und von den Manipulationen der Massenmedien in Bann schlagen. Habermas’ Schriften haben mittlerweile drei Generationen von Studenten aus diesem Schattenreich herausgeholt und dazu gebracht, systematischer und philosophischer über die grundlegenden Bedingungen des politischen und gesellschaftlichen Lebens nachzudenken. In den »Blutkreislauf« des angelsächsischen Geisteslebens ging Habermas zuerst durch den Essay Legitimationsprobleme im Spätkapitalismus ein, der zu einem Schlüsseltext der Neuen Linken werden sollte. Mit der Übersetzung seiner Bücher Strukturwandel der Öffentlichkeit sowie Erkenntnis und Interesse wuchs der Kreis seiner Leser. Über diese beiden Werke bemerkte der Philosoph John Rawls mir gegenüber einmal: »Ob man mit ihnen einverstanden ist oder nicht, hier geht es in der Philosophie um etwas.« Das scheint mir ihren anhaltenden Einfluss gut zu treffen. Habermas’ spätere, eher technische Arbeiten über die Theorie des kommunikativen Handelns stießen bei uns auf weniger Resonanz, doch steht er seit seinen Schriften zur Biotechnologie, zur Religion und seinem Treffen mit Joseph Ratzinger wieder im Mittelpunkt der Debatten. Habermas ist für uns ein zeitgenössischer Autor und kein Geistesheroe, sodass uns seine Stellung in der Geschichte des deutschen Denkens weniger interessiert als seine Fähigkeit, Diskussionen zu provozieren.

Ich selbst habe immer bewundert, wie unermüdlich und ohne eine Spur von intellektueller Befangenheit er Probleme durchdenkt. Mir fällt eine Autopanne bei einer gemeinsamen Fahrt durch die Provence ein. Während wir auf den Reparaturdienst warteten, kamen wir auf Kant zu sprechen, woraus sich eine Diskussion entspann, die Habermas unentwegt fortführte, während der Mechaniker eintraf, sich eine Stunde lang an unserem Wagen zu schaffen machte und schließlich wieder abzog. Dass eine prosaische Fahrt vor uns lag, hatte Habermas völlig vergessen. Dieselbe Unermüdlichkeit gilt auch seinem jeweiligen Gegenüber. Ich fürchte mich davor, wenn er eines meiner Bücher liest, weil er zielsicher seine philosophischen Schwachstellen ausfindig macht und sie gnadenlos aufdeckt. Freundschaft aber entsteht aus etwas anderem als aus geistiger Gleichartigkeit. Ich habe immer das Bedürfnis verspürt, mit ihm zu sprechen, und so geht es auch dem unüberschaubaren Kreis seiner angelsächsischen Bewunderer. Er ist der, mit dem man denken und vielleicht sogar übereinstimmen will.

Welches Los wird seinem großen Werk beschieden sein? Das ist in Wirklichkeit eine Frage nach dem Projekt der Aufklärung: Wird es, kann es von Dauer sein? An seinem 80. Geburtstag – einem unwahrscheinlichen Datum für einen, der so gegenwärtig ist – kann Jürgen Habermas in meinen Augen darauf vertrauen, dass sein Licht auch weiterhin hell, eindringlich und klar die dunklen Winkel ausleuchten wird.

Richard Sennett lehrt Soziologie und Geschichte an der New York University und an der London School of Economics

Aus dem Englischen übersetzt von Karin Wördemann und Michael Adrian