Intelligente Maschinen Griff zur Nase
Sind die Roboter auf dem Weg zu einem eigenen Selbstbewusstsein?

© Sean Gallup/Getty Images
Können sich Roboter künftig selbst im Spiegel erkennen?
Im Kino haben die Roboter längst die Überhand. Nur noch ein verzweifeltes Häuflein Menschheit kämpft im neuen Terminator - Film gegen eine Armee aus gefühllosem Stahl. Ist das, was ein Forscher mit dem passenden Namen Steels vergangene Woche in Berlin präsentierte, bereits die Vorstufe zur Machtübernahme der Maschinen?
Just am selben Tag, als der Terminator in Deutschland anlief, präsentierte Luc Steels im Berliner Wissenschaftskolleg ebenfalls ein kleines Filmchen. Zugegeben, die Effekte waren weniger spektakulär, und die Handlung war eher schlicht. Doch sie hatte es in sich: In Steels’ Streifen sah man, wie ein kleiner Blechmann vor einem Spiegel steht, mal den linken, mal den rechten Arm hebt und sich dabei scheinbar versonnen zuschaut. Die ersten Schritte eines Roboters auf dem Weg zum Selbstbewusstsein?
Noch nicht ganz. Steels, der in Laboren in Brüssel und Paris künstliche Intelligenz erforscht, möchte seinen Robotern zunächst nur ein Bild des eigenen Körpers vermitteln. Wie ein echter Test auf Selbstbewusstsein aussieht, lehrt die Affenforschung: Man tupft Primaten einen Farbklecks ins Gesicht und stellt sie vor den Spiegel. Wenn sie sich dann verwirrt selbst berühren (und nicht etwa ihr Bild im Spiegel), gelten sie als selbst-bewusst.
Erst wenn Steels’ Roboter also anfangen, sich an die eigene, farbige Nase zu fassen, müssen wir uns wegen der maschinellen Intelligenz ernsthaft Sorgen machen. Doch das wird noch dauern. Sich an die eigene Nase fassen – das fällt ja selbst den meisten Menschen schwer.
- Datum 10.06.2009 - 10:44 Uhr
- Serie Technologie
- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2009 Nr. 25
- Kommentare 13
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Was sollte das denn sein? Was wollen Sie uns damit sagen Herr Schnabel? EInfach nur die Aussage, das Roboter noch weit entfernt sind vom Bewusstsein, ohne Begruendung, ohne Beispiele.
Sie auf die Ueberschrift "Im Kino bedrohen Terminatoren schon unser Leben. Die reale Roboterforschung ist längst nicht so weit. Doch sind Maschinen auf dem Weg zu einem eigenen Selbstbewusstsein?" fast genauso gut mit einem einfachen "Nein" antworten koennen...
Das das Künstliche Bewusstsein in nicht allzu ferner Zukunft Realität wird nehme ich schon an. Die Schritte die wir zurzeit in diesem Bereich machen sind einfach viel zu gewaltig als das wir an sowas scheitern würden...
Die Frage sollte nicht lauten ob wir Roboter mit künstlichem Bewusstsein entwickeln können, sondern ob wir solche Roboter entwickeln sollten.
Aber am Ende tuhen wir es ja sowieso, alleine schon aus dem Grund das wir es können...
1. Die "Künstliche Intelligenz"-Forschung (AI, KI ff) ist genau so weit weg davon, auch nur ansatzweise etwas zu entwickeln, was als "intelligent" bezeichnet werden könnte, wie eh und je.
2. Bisher würde kein Mensch (auch kein AI/KI-Forscher) Intelligenz überhaupt erkennen - selbst wenn man ihn/sie mit der Nase draufstoßen würde. Zumal besonders diese Menschen sich ja für "intelligent" halten (der größte Treppenwitz dieser Richtung).
3. Was bisher aus der AI/KI-Ecke kam und kommt, hat nur bewiesen, dass der Mensch dumm ist ist und sich die Dummheit besser arrechnen lässt, wenn man komplexere Abfolgen per Programm errechnet. Egal, ob das genauere Werbestrategien erdacht werden (mit "rapid eye movement-kontrolle) oder Fluchtverhalten aus Massenpanik, oder Verhalten im Verkehr oder oder ist:
Der Mensch ist dumm, bleibt es wohl auch noch lange, und "Intelligenz" ist ganz sicher nicht menschlich.
Die Hauptaufgabe bzw. der größte Geldbringer von AI/KI ist übrigens:
Noch bessere/schnellere Waffen zu entwickeln, um andere Menschen umzubringen.........
Na bis zum Tag des jüngsten Gerichts sind ja auch noch ein paar Jahre hin... ;-)
Eine kurze Antwort auf Kommentar Nr.3 :
Das was Sie als dumm bezeichnen würde ich gesunden Egoismus nennen. Der Mensch ist halt kein Bienenvolk, letztlich ist jeder auf sich allein gestellt.
Außerdem dreht sich Ihr Kommentar um die Definition von Intelligenz. Ich würde Intelligenz als die Fähigkeit bezeichnen, komplexe Sachverhalte sinnvoll analysieren und bearbeiten zu können. Und als die Fähigkeit, über den Tellerrand blicken zu können um sich selbst reflektieren und in Frage stellen zu können. Von daher ist der Mensch gar nicht sooo blöd, wenn Sie mich fragen.
Wo Licht ist, ist aber natürlich auch Schatten.
Der Ansatz dieser Forschungsrichtung ist meiner Meinung nach ein Denkfehler. Es geht in die falsche Richtung. Man versucht quasi einen Menschen nachzubauen, zu imitieren. Der Prozess uns in die materielle Welt zu projezieren an sich, ist (wahrscheinl.) notwendig und geschieht seit Jahren/Jahrzehnten, aber eben nicht durch bauen von Robotern in Menschengestalt.
Das Auto mit seiner Funktionsweise (die Funktion des Motors, Tank, Lampen, Reifen, Auspuff, alles hat seine Entsprechung beim menschl. Körper) das Internet, die Vernetzung insgesamt als Struktur der Zukunft, Roboterarme die Autos bauen (und nicht mehr), der PC (BSPW mit seinem Arbeitsspeicher (arbeitsgedächtnis)/Festplatte (langzeitgedächtnis))ja die gesamte Technik in ihrer Vielfalt, das ist bereits Materie gewordenes Bewusstsein.
DAS ist die Realität, die der dunklen Vision von der Herrschaft der Maschinen ihre Wirkung verleiht. Und nicht ein Metallskellet, das sich an die Nase fast oder Fussball spielt mit Papierkugeln etc...
Würde irgendwann ein Roboter die menschl. Gestalt/Verhalten perfekt imitieren, würde es wahrscheinl. auf sexuelle Nutzung hinauslaufen.... Ohne dass ich jetzt den Forschern üble Motive unterstellen will. ;-)
Interessant ist, dass diese Phantasien von künstlicher Intelligenz/Bewusstsein auch weiterhin kursieren, obwohl nicht der leiseste Ansatz einer Erkenntnis darüber existiert, wie Bewusstsein mit materiellen Prozessen (im Gehirn oder im Computer) verbunden ist. Was z.B. die analytische Philosophie des Geistes zu dem Thema hervorgebracht hat, ist im Wesentlichen Ausweis einer materialistischen Engstirnigkeit, die stur darauf beharrt, dass das Bewusstsein (durch Evolution) aus der Materie hervorgegangen ist. Die Ergebnisse dazu sind erschütternd dürftig, und bestehen oft nur aus der Einführung nebulöser Begriffe, die nichts erklären, sondern pseudowissenschaftliche Verpackungen für ungelöste Fragen sind, wie z.B. „Emergenz“. Bevor man weiß, wovon man überhaupt spricht, gleicht der Versuch, künstliches Bewusstsein herzustellen, den Versuchen von mittelalterlichen Alchimisten, aus Stroh Gold zu machen.
Ich denke durchaus, daß wir begrenzt intelligente Maschinen schon haben und in Zukunft sehr intelligente Maschinen haben werden. Intelligenz definiere ich an dieser Stelle als die Fähigkeit Probleme zu lösen. Die Frage ob wir (selbst-)bewußte Maschinen haben werden steht auf einem ganz anderen Blatt. Letztendlich spielt das aber auch keine Rolle. Maschinen müssen nicht bewußt sein um Probleme zu lösen (genausowenig wie es Menschen sein müssen -> siehe Theorien von Julian Jaynes). Um die Menschheit auszulöschen reicht es für die Maschinen hinreichend mächtig zu sein und die Menschheit als Problem zu definieren. Mit Hilfe der Intelligenz wird dieses Problem dann gelöst. Ganz ohne Bewußtsein. Ich bin mir ja noch nicht mal sicher ob jeder Mensch Bewußtsein hat. Was für einen Beweis könnte ich dafür haben?
Wenn der Begriff Intelligenz bei Maschinen irgendeine Bedeutung haben soll, dann muss Problemlösen aber mehr sein, als nur eine bestimmte Rechenleistung. Der Schachcomputer hat ja auch kein Problem, er „weiss“ weder, dass er Schach spielt, noch dass er gewonnen hat.
Im regulären Sprachgebrauch auf Menschen bezogen heißt „Problemlösen“, SELBST ein Problem haben und dazu das ZIEL, es zu lösen. Computer können dagegen nur simulierte Ziele haben, wie eine zielprogrammierte Rakete, die kein „Interesse“ daran hat, zu treffen, sondern nur das Programm befolgt.
Ganz platt gesagt: eine Maschine, die nicht selbst ein Ziel (ein eigenes!) verfolgt, hat gar nichts davon, irgendwas zu tun. Sie bleibt ein tumber Automat.
Deshalb lassen sich Bewusstsein und Intelligenz nicht voneinander trennen.
Koreanische Leute mit Atombomben machen mir Sorgen, dass aber Maschinen den Laden hier übernehmen könnten, halte ich für eine Jungenphantasie
Wenn der Begriff Intelligenz bei Maschinen irgendeine Bedeutung haben soll, dann muss Problemlösen aber mehr sein, als nur eine bestimmte Rechenleistung. Der Schachcomputer hat ja auch kein Problem, er „weiss“ weder, dass er Schach spielt, noch dass er gewonnen hat.
Im regulären Sprachgebrauch auf Menschen bezogen heißt „Problemlösen“, SELBST ein Problem haben und dazu das ZIEL, es zu lösen. Computer können dagegen nur simulierte Ziele haben, wie eine zielprogrammierte Rakete, die kein „Interesse“ daran hat, zu treffen, sondern nur das Programm befolgt.
Ganz platt gesagt: eine Maschine, die nicht selbst ein Ziel (ein eigenes!) verfolgt, hat gar nichts davon, irgendwas zu tun. Sie bleibt ein tumber Automat.
Deshalb lassen sich Bewusstsein und Intelligenz nicht voneinander trennen.
Koreanische Leute mit Atombomben machen mir Sorgen, dass aber Maschinen den Laden hier übernehmen könnten, halte ich für eine Jungenphantasie
Wenn der Begriff Intelligenz bei Maschinen irgendeine Bedeutung haben soll, dann muss Problemlösen aber mehr sein, als nur eine bestimmte Rechenleistung. Der Schachcomputer hat ja auch kein Problem, er „weiss“ weder, dass er Schach spielt, noch dass er gewonnen hat.
Im regulären Sprachgebrauch auf Menschen bezogen heißt „Problemlösen“, SELBST ein Problem haben und dazu das ZIEL, es zu lösen. Computer können dagegen nur simulierte Ziele haben, wie eine zielprogrammierte Rakete, die kein „Interesse“ daran hat, zu treffen, sondern nur das Programm befolgt.
Ganz platt gesagt: eine Maschine, die nicht selbst ein Ziel (ein eigenes!) verfolgt, hat gar nichts davon, irgendwas zu tun. Sie bleibt ein tumber Automat.
Deshalb lassen sich Bewusstsein und Intelligenz nicht voneinander trennen.
Koreanische Leute mit Atombomben machen mir Sorgen, dass aber Maschinen den Laden hier übernehmen könnten, halte ich für eine Jungenphantasie
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