Islam Die Freiheit lesenSeite 2/2
Ich stelle mir vor, wie Obama dem König, dem Großscheich und dem Ayatollah je einen Kindle schenkt, jeweils geladen mit Abraham Lincolns leidenschaftlichen Reden gegen die Sklaverei. In seiner Kairoer Ansprache erinnerte Obama die Muslime daran, dass die schwarzen Bürger Amerikas Sklaverei, Ausbeutung und Rassentrennung nicht mit Gewalt, sondern mit gewaltfreiem Widerstand überwunden haben – gestützt auf Amerikas Gründungsideale.
Nirgendwo ist Bigotterie derart ausgeprägt wie in muslimischen Ländern. Nichts liegt weiter auseinander als die Gründungsideale Amerikas und die der islamischen Welt. Wenn al-Qaida und andere muslimische Puritaner auf der Anwendung der Scharia bestehen, auf dem Dschihad und auf der ewigen Unterwerfung der Frauen, dann berufen sie sich auf die Gründungsprinzipien des Islam. Auf der Basis der amerikanischen Gründungsideale aber haben Schwarze und Frauen für Gleichberechtigung gekämpft – und diese errungen. Und heute setzen Schwule, Lesben und neue Einwanderer diesen Kampf fort. Ich wünschte, Präsident Obama wäre so mutig, das zu sagen. Aber vielleicht spart er sich das für einen späteren Zeitpunkt seines Werbens um die Muslime auf.
Ich hätte auf den Kindle-Lesemaschinen für die Herrscher des Mittleren Ostens auch Thomas Jeffersons Schriften zum Neuen Testament gespeichert. Natürlich dürfen der König, der Scheich und der Ayatollah nicht am Koran herumredigieren. Aber gemeinsam könnten sie bestimmen, dass Teile des Heiligen Buchs in der heutigen Welt keine Anwendung mehr finden. Jene Teile der Scharia beispielsweise, die Innovationen bekämpfen, wissenschaftliche Forschung als Häresie diffamieren oder den Muslimen befehlen, den Islam zu verbreiten. Und natürlich wäre keine Leseauswahl auf dem Kindle-Gerät vollständig ohne die Verfassung der Vereinigten Staaten, die grausame und unmenschliche Strafen verbietet.
Obama hat in Kairo versprochen, einen neuen Fonds zu gründen, der die technologische Entwicklung in muslimischen Ländern fördern soll, um Ideen zu verbreiten und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Weiß der Präsident, dass er mit seiner »Weiterverbreitung von Ideen« auch jenen Chancen eröffnet, die unislamische Ideen unter Strafe stellen wollen?
Jeden Freitag werden in Saudi-Arabien unvorstellbar grausame Bestrafungen vollstreckt, viel schlimmer als alles, was die Väter der amerikanischen Verfassung je erlebt haben. Wer des Diebstahls verdächtigt wird, dem werden die Hände abgehackt. Die Opfer sind meist arme eingewanderte Arbeiter. Je schwärzer ihre Haut, desto düsterer sind die Aussichten der beschuldigten Männer, von den beschuldigten Frauen ganz zu schweigen. Schwarz ist minderwertig. Für Ehebruch, Apostasie, Verrat und anderes werden Männer wie Frauen geköpft. Tausende von Frauen warten im Gefängnis auf ihre Auspeitschung. Manche werden täglich geschlagen, weil sie sich unziemlich gekleidet, Unzucht getrieben haben sollen oder angeblich virtuelle Beziehungen über das Internet eingingen.
Barack Obama hat in Kairo versprochen, einen Gipfel muslimischer Unternehmer einzuberufen, »um herauszufinden, wie wir die Bande zwischen Wirtschaftsführern, Stiftungen und sozialen Unternehmen in den Vereinigten Staaten und muslimischen Ländern vertiefen können«. Ich wünschte, er würde einen Lesegipfel veranstalten, auf dem wir wahrhaftig und öffentlich die Dinge ansprechen könnten, die wir, wie Obama in Kairo formulierte, »in unserem Herzen bewahren, die allzu oft nur hinter verschlossenen Türen gesagt werden«. Zu viele von uns, die in den Islam hineingeboren wurden, kann solche Wahrheitsliebe immer noch ins Gefängnis oder ins Grab bringen.
Ayaan Hirsi Ali, 39, ist holländische Frauenrechtlerin somalischer Herkunft. Sie lebt heute in Washington
Aus dem Englischen von Martin Klingst
- Datum 14.06.2009 - 15:10 Uhr
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- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 10.06.2009 Nr. 25
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fehlt nur noch, dass Sie dem Islam die Schuld an der Pest vorwerfen.
Ihre erfahrungen mit dem Islam mag schlecht sein, muss aber niemanden interessieren. Wenn Sie meinen, ein Portrait des Islam aus dieser einseitigen Sicht erstellen zu müssen, versuchen Sie doch wenigstens den Schein der Objektivität zu wahren.
Bezüglich der Sharia und Obama haben Sie recht. Der US-Präsident versucht tatsächlich, diesen Konflikt zu umgehen, statt ihn zu lösen. der gesamte Westen schafft es nicht einzusehen, dass ein Großteil der Muslime in islamisch geprägten ländern die Sharia verlangt.
Und Freiheit? Würden Sie ebenso für die Freiheit in muslimischen Ländern einstehen, würde die Bevölkerung daraufhin die Sharia wählen? Wohl kaum. Ihr Freiheitsverständnis endet an dieser stelle.
Eine ziemlich unangenehme Zwickmühle, nicht wahr? Was tun?
Dem Westen würde es gut tun, wenn sie einsieht, dass es in Zukunft nicht um die Sharia herumgeht. Und Dialog? Dialog führt man nur mit denen, die man auch anerkennt. Ein ausgeprägter Dialog mit gläubigen Muslimen ist nur dann möglich, wenn man die Sharia als Rechtsform auch anerkennt. Aus solch einem Dialog könnte etwas erwachsen. Aber zu sowas ist der westen ja nicht bereit.
Das Wesensmerkmal individueller Freiheitsrechte, d.h. der Menschenrechte (die es im Islam nicht gibt) ist ,dass sie auch durch eine Volksabstimmung niemals ausgesetzt werden können. Die Rechte sind einfach universell gültig. So steht es ja auch im Grundgesetz. Die Menschenrechtsparagraphen sind NICHT und NIE änderbar.
„Ihre erfahrungen mit dem Islam mag schlecht sein, muss aber niemanden interessieren. „
Ahah, das ist also des Pudels wahrer Kern. Es muss also niemanden interessieren, was diese Frau für Erfahrungen mit dem Islamofaschismus gesammelt hat? Ihre Meinung im Meinungsbereich der Zeit bringt die Debatte also nicht weiter?
Falls man an einer konstruktiven Debatte interessiert ist, muss man sich dafür interessieren.
Sie wollen schließlich auch nicht, dass den Amerikanern die Bedenken der islamischen Welt schei...egal sind, oder?
Zu Ihrem zweiten Punkt: „Dem Westen würde es gut tun, wenn sie einsieht, dass es in Zukunft nicht um die Sharia herumgeht. Und Dialog? Dialog führt man nur mit denen, die man auch anerkennt. Ein ausgeprägter Dialog mit gläubigen Muslimen ist nur dann möglich, wenn man die Sharia als Rechtsform auch anerkennt. Aus solch einem Dialog könnte etwas erwachsen. Aber zu sowas ist der westen ja nicht bereit.“
Die Sharia mag teilweise an manchen Orten ihre historische Berechtigung gehabt haben - um z.B. der absoluten Willkür der Obrigkeit einen Riegel vorzuschieben und überhaupt eine Ordnung zu schaffen – als Zukunftsmodell (unabhängig von der Frage der Menschenrechte) taugt diese Ordnung wohl wenig. Warum kommt die arabische Welt denn seit Jahrzehnten trotz Öl und Gas nicht wirklich weiter und die cleversten Köpfe der Länder verlassen diese Länder ganz schnell. Bestimmt nicht, weil die Sharia so fortschrittlich ist und positive Kreativität fördert. Meine Geburtsstadt hat mehr Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften hervorgebracht als die gesammte islamische Welt in den letzten hundert Jahren.
Soll der Westen die Sharia in islamischen Staaten doch anerkennen, um endgültig eine Debatte zwischen 22. und 10. Jahrhundert zu führen? Des Weiteren wird die Sharia niemals in den westlichen Ländern auf breiter Ebene anerkannt. Eher gibt es Bürgerkrieg. Wilders in den Niederlanden (womit sich der Kreis schließt) ist auch hier ein Zeichen.
Das Wesensmerkmal individueller Freiheitsrechte, d.h. der Menschenrechte (die es im Islam nicht gibt) ist ,dass sie auch durch eine Volksabstimmung niemals ausgesetzt werden können. Die Rechte sind einfach universell gültig. So steht es ja auch im Grundgesetz. Die Menschenrechtsparagraphen sind NICHT und NIE änderbar.
„Ihre erfahrungen mit dem Islam mag schlecht sein, muss aber niemanden interessieren. „
Ahah, das ist also des Pudels wahrer Kern. Es muss also niemanden interessieren, was diese Frau für Erfahrungen mit dem Islamofaschismus gesammelt hat? Ihre Meinung im Meinungsbereich der Zeit bringt die Debatte also nicht weiter?
Falls man an einer konstruktiven Debatte interessiert ist, muss man sich dafür interessieren.
Sie wollen schließlich auch nicht, dass den Amerikanern die Bedenken der islamischen Welt schei...egal sind, oder?
Zu Ihrem zweiten Punkt: „Dem Westen würde es gut tun, wenn sie einsieht, dass es in Zukunft nicht um die Sharia herumgeht. Und Dialog? Dialog führt man nur mit denen, die man auch anerkennt. Ein ausgeprägter Dialog mit gläubigen Muslimen ist nur dann möglich, wenn man die Sharia als Rechtsform auch anerkennt. Aus solch einem Dialog könnte etwas erwachsen. Aber zu sowas ist der westen ja nicht bereit.“
Die Sharia mag teilweise an manchen Orten ihre historische Berechtigung gehabt haben - um z.B. der absoluten Willkür der Obrigkeit einen Riegel vorzuschieben und überhaupt eine Ordnung zu schaffen – als Zukunftsmodell (unabhängig von der Frage der Menschenrechte) taugt diese Ordnung wohl wenig. Warum kommt die arabische Welt denn seit Jahrzehnten trotz Öl und Gas nicht wirklich weiter und die cleversten Köpfe der Länder verlassen diese Länder ganz schnell. Bestimmt nicht, weil die Sharia so fortschrittlich ist und positive Kreativität fördert. Meine Geburtsstadt hat mehr Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften hervorgebracht als die gesammte islamische Welt in den letzten hundert Jahren.
Soll der Westen die Sharia in islamischen Staaten doch anerkennen, um endgültig eine Debatte zwischen 22. und 10. Jahrhundert zu führen? Des Weiteren wird die Sharia niemals in den westlichen Ländern auf breiter Ebene anerkannt. Eher gibt es Bürgerkrieg. Wilders in den Niederlanden (womit sich der Kreis schließt) ist auch hier ein Zeichen.
Das Wesensmerkmal individueller Freiheitsrechte, d.h. der Menschenrechte (die es im Islam nicht gibt) ist ,dass sie auch durch eine Volksabstimmung niemals ausgesetzt werden können. Die Rechte sind einfach universell gültig. So steht es ja auch im Grundgesetz. Die Menschenrechtsparagraphen sind NICHT und NIE änderbar.
Unsere Freiheiten sollen universell gültig sein? Und wir haben das Recht, sie anderen Völkern aufzuzwingen? Das macht böses Blut.
Im 19. Jahrhundert hatte man in England die Freiheit zum Opiumkonsum. Laudanum, also Opiumtinkur, konnte jedermann ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Diese Freiheit zwangen die Briten den Chinesen mit militärischer Gewalt auf. In zwei Opiumkriegen setzten sie durch, Opium in China verkaufen zu dürfen, was den Chinesen gar nicht gut bekam und dazu beitrug, eine antiwestliche Stimmung bis in die breiten Volksmassen hinein zu erzeugen. Auch die Welt des Islam will nicht alle unsere Freiheiten. Das sollten wir inzwischen gemerkt haben und uns bescheiden.
Unsere Freiheiten sollen universell gültig sein? Und wir haben das Recht, sie anderen Völkern aufzuzwingen? Das macht böses Blut.
Im 19. Jahrhundert hatte man in England die Freiheit zum Opiumkonsum. Laudanum, also Opiumtinkur, konnte jedermann ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Diese Freiheit zwangen die Briten den Chinesen mit militärischer Gewalt auf. In zwei Opiumkriegen setzten sie durch, Opium in China verkaufen zu dürfen, was den Chinesen gar nicht gut bekam und dazu beitrug, eine antiwestliche Stimmung bis in die breiten Volksmassen hinein zu erzeugen. Auch die Welt des Islam will nicht alle unsere Freiheiten. Das sollten wir inzwischen gemerkt haben und uns bescheiden.
Oh, ich erinnere mich noch gut, wie furchtbar die Enttäuschung 1979 war, als in Iran die Revolution das verhasste Schah-Regime hinwegfegte. Die 68er und Menschen wie ich, die von 68 mitgerissen waren, erwarteten die Morgenröte allseitiger Befreiung für das zurückgebliebene Land - und was kam? Die Ajatollahs und der Rückfall in mittelalterliche Theokratie. Und das war eine Volksbewegung! Das Volk wollte es so: Schleierzwang, aufhängen von Schwulen. Und und und! Es war demokratisch!
Obama erwartet und fordert nicht viel- das ist weise! Erreichen wir friedliche Koenxistenz mit der Welt des Islam, kann der Westen froh sein. Mehr ist nicht zu erreichen! Enttäuschungen machen bescheiden.
ist niemals gleichbedeutend mit Mehrheitsherrschaft. Wenn in einem Staat 40% Langnasige und 60% Kurznasige leben und die Kurznasigen mit Mehrheit beschließen, dass die Langnasigen aus dem Land vertrieben oder umgebracht werden sollen, ist dies eine Mehrheitsentscheidung. Demokratie ist etwas anderes, dazu gehören Minderheitenrechte und Rechtsstaatlichkeit.
ist niemals gleichbedeutend mit Mehrheitsherrschaft. Wenn in einem Staat 40% Langnasige und 60% Kurznasige leben und die Kurznasigen mit Mehrheit beschließen, dass die Langnasigen aus dem Land vertrieben oder umgebracht werden sollen, ist dies eine Mehrheitsentscheidung. Demokratie ist etwas anderes, dazu gehören Minderheitenrechte und Rechtsstaatlichkeit.
Vieleicht sollte man den entsprechenden Ländern einfach noch mal 200 Jahre Zeit geben um sich für die "Freiheit" zu entscheiden. Wir haben sie hier - und sie ist oft genug bedroht. Was geht uns also die Lebensgestaltung dort an?
"Preventive prolonged detention" nennt Obama, was er gesetzlich festschreiben lassen will: Inhaftierung Verdächtiger ohne Untersuchungsrichter, ohne Anklage, ohne Möglichkeit zur Verteidigung; und das auf Dauer, zum Beispiel für zehn Jahre.
MSNBC-Video, 8min. <= warum haben wir keine Journalisten wie Rachel Maddow bei ARD oder ZDF?
Vielleicht hat sich Obama ja bei seinem Besuch im KZ Buchenwald inspirieren lassen, denn dort standen zwischen Juli 1937 und April 1945 insgesamt etwa eine Viertelmillion Menschen unter vorsorglichem Dauerarrest.
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
http://www.steinbergreche...
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
Unsere Freiheiten sollen universell gültig sein? Und wir haben das Recht, sie anderen Völkern aufzuzwingen? Das macht böses Blut.
Im 19. Jahrhundert hatte man in England die Freiheit zum Opiumkonsum. Laudanum, also Opiumtinkur, konnte jedermann ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Diese Freiheit zwangen die Briten den Chinesen mit militärischer Gewalt auf. In zwei Opiumkriegen setzten sie durch, Opium in China verkaufen zu dürfen, was den Chinesen gar nicht gut bekam und dazu beitrug, eine antiwestliche Stimmung bis in die breiten Volksmassen hinein zu erzeugen. Auch die Welt des Islam will nicht alle unsere Freiheiten. Das sollten wir inzwischen gemerkt haben und uns bescheiden.
im Opiumkrieg ging es nicht um Freiheit oder individuelle Menschenrechte, sondern um die Profite der East India company.
Der hier auftretende Kulturrelativismus ist etwas irritierend. Gibt es nun Menschenrechte oder gibt es nur die staatlichen Gesetze? Ist es ok. wenn Frauen unterdrückt werden, gesteinigt werden bei Ehebruch und ausgepeitscht wenn sie vergewaltigt werden, oder nicht? ist es ok. wenn kleinen Dieben die Hand abgehackt werden und Apostaten der Kopf, oder ist dies nicht Mittelalter in Reinkultur?
Freiheiten und Menschenrechte nur für uns?
Ich finde, die Dame hat recht.
http://www.amazon.de/Schu...
Zeigen Sie mir einen Stamm, ein Volk, eine Zivilisation, eine Nation, ein Staatenbund, eine Religion oder sonst ein von Menschen geschaffenes Konstrukt, das nicht versucht hat andere zu dominieren. Der weiße Mann ist da kein Einzelfall!
Zumindest ist die EU meinem Verständnis nach eine "benevolent Superpower" und sie hat jedes Recht "für unsere Freiheiten einzutreten" und diese durch soft power in die Welt zu exportieren. Überspitzt gesagt: An unserem Wesen soll noch mal die Welt genesen!
Menschenrechte sind in ihren verschienden Ausdruckformen universal!!! Da gibt es nicht zu deuten! Alles andere ist Klientelherrschaft und Willkür.
Vor gar nicht so langer Zeit hat man den Westen mit seinen Werten auch hierzulande (trotz gemeinsamer Wurzeln und Geschichte) verteufelt und als dem deutschen Charakter uneigen gebranntmarkt. Sehen sie da Sie da heute noch irgendwelche Widersprüche?
im Opiumkrieg ging es nicht um Freiheit oder individuelle Menschenrechte, sondern um die Profite der East India company.
Der hier auftretende Kulturrelativismus ist etwas irritierend. Gibt es nun Menschenrechte oder gibt es nur die staatlichen Gesetze? Ist es ok. wenn Frauen unterdrückt werden, gesteinigt werden bei Ehebruch und ausgepeitscht wenn sie vergewaltigt werden, oder nicht? ist es ok. wenn kleinen Dieben die Hand abgehackt werden und Apostaten der Kopf, oder ist dies nicht Mittelalter in Reinkultur?
Freiheiten und Menschenrechte nur für uns?
Ich finde, die Dame hat recht.
http://www.amazon.de/Schu...
Zeigen Sie mir einen Stamm, ein Volk, eine Zivilisation, eine Nation, ein Staatenbund, eine Religion oder sonst ein von Menschen geschaffenes Konstrukt, das nicht versucht hat andere zu dominieren. Der weiße Mann ist da kein Einzelfall!
Zumindest ist die EU meinem Verständnis nach eine "benevolent Superpower" und sie hat jedes Recht "für unsere Freiheiten einzutreten" und diese durch soft power in die Welt zu exportieren. Überspitzt gesagt: An unserem Wesen soll noch mal die Welt genesen!
Menschenrechte sind in ihren verschienden Ausdruckformen universal!!! Da gibt es nicht zu deuten! Alles andere ist Klientelherrschaft und Willkür.
Vor gar nicht so langer Zeit hat man den Westen mit seinen Werten auch hierzulande (trotz gemeinsamer Wurzeln und Geschichte) verteufelt und als dem deutschen Charakter uneigen gebranntmarkt. Sehen sie da Sie da heute noch irgendwelche Widersprüche?
im Opiumkrieg ging es nicht um Freiheit oder individuelle Menschenrechte, sondern um die Profite der East India company.
Der hier auftretende Kulturrelativismus ist etwas irritierend. Gibt es nun Menschenrechte oder gibt es nur die staatlichen Gesetze? Ist es ok. wenn Frauen unterdrückt werden, gesteinigt werden bei Ehebruch und ausgepeitscht wenn sie vergewaltigt werden, oder nicht? ist es ok. wenn kleinen Dieben die Hand abgehackt werden und Apostaten der Kopf, oder ist dies nicht Mittelalter in Reinkultur?
Freiheiten und Menschenrechte nur für uns?
Ich finde, die Dame hat recht.
Der Opiumkrieg war Teil der kolonialen Unterwerfung der Dritten Welt. Treibendes Motiv war natürlich Profitstreben. Ein nicht unwichtiges Motiv war aber auch der Narzissmus des weißen Mannes, das heißt, der Stolz, den er aus seiner Überzeugung zog, diesen "primitiven", "zurückgebliebenen" Menschen der Dritten Welt endlich die europäische Zivilisation und Gesittung zu bringen.
Das Steinigen und Auspeitschen vergewaltigter Frauen ist natürlich ein Gräuel. Aber was soll man tun? Die Römer rechtfertigten die Eroberung Galliens damit, dass diese "primitiven" "Barbaren" ihren Göttern Menschenopfern darbrachten. Die römische Herrschaft beendete dies. Aber wahrlich edle legitime Entwicklungshelfer waren die Römer: Sie kannten zwar keine religiösen Menschenopfer, dafür aber die Gladiatorenkämpfe und Christen, die den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden.
Haben wir im Westen das moralische Recht, uns als Entwicklungshelfer aufzuspielen? Wir sind doch dekadent. Wir sterben aus.
Nein, es ist nicht ok. Und wenn Sie irgendwann mal zur Kenntnis nehmen wollten, dass es erstens nicht so abläuft und zweitens auch die allergrößte Mehrheit der Muslime es nicht ok fände, wenn es so wäre, wie Sie es beschreiben, dann wäre es endlich möglich, sachbezogen miteinander zu reden...
Der Opiumkrieg war Teil der kolonialen Unterwerfung der Dritten Welt. Treibendes Motiv war natürlich Profitstreben. Ein nicht unwichtiges Motiv war aber auch der Narzissmus des weißen Mannes, das heißt, der Stolz, den er aus seiner Überzeugung zog, diesen "primitiven", "zurückgebliebenen" Menschen der Dritten Welt endlich die europäische Zivilisation und Gesittung zu bringen.
Das Steinigen und Auspeitschen vergewaltigter Frauen ist natürlich ein Gräuel. Aber was soll man tun? Die Römer rechtfertigten die Eroberung Galliens damit, dass diese "primitiven" "Barbaren" ihren Göttern Menschenopfern darbrachten. Die römische Herrschaft beendete dies. Aber wahrlich edle legitime Entwicklungshelfer waren die Römer: Sie kannten zwar keine religiösen Menschenopfer, dafür aber die Gladiatorenkämpfe und Christen, die den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden.
Haben wir im Westen das moralische Recht, uns als Entwicklungshelfer aufzuspielen? Wir sind doch dekadent. Wir sterben aus.
Nein, es ist nicht ok. Und wenn Sie irgendwann mal zur Kenntnis nehmen wollten, dass es erstens nicht so abläuft und zweitens auch die allergrößte Mehrheit der Muslime es nicht ok fände, wenn es so wäre, wie Sie es beschreiben, dann wäre es endlich möglich, sachbezogen miteinander zu reden...
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