Rechtspopulismus Die hässlichen Europäer

Von den Niederlanden über Österreich bis Ungarn: Der Aufstieg des Rechtspopulismus scheint unaufhaltsam

Ist in den Niederlanden mit seiner anti-islamischen "Partei für die Freiheit" erfolgreich: Geert Wilders nach der Europa-Wahl

Was ist los mit Holland?«, fragt Frans Becker, leitender Mitarbeiter des sozialdemokratischen Thinktanks Wiardi Beckman Stichting in Amsterdam. Der Mann ist Politikwissenschaftler und hat in der niederländischen Politik schon allerhand erlebt: ein paar Wahlsiege der Partei der Arbeit (PvdA), den rasanten Aufstieg des Populisten Pim Fortuyn und die damit verbundenen Niederlagen der Sozialdemokraten, danach den Erfolg der Nein-Kampagne gegen die EU-Verfassung. Aber dieses Europa-Debakel der PvdA hat ihn doch verblüfft, erst recht der krachende Erfolg des Anti-Islam-Kämpfers Geert Wilders. Dessen »Partei für die Freiheit« – dieser Begriff ist gegen Missbrauch so wenig geschützt wie »Demokratie« oder »Fortschritt« – ist damit zurzeit die zweitstärkste Partei im Land.

Dass die kleine sozialliberale Partei Demokraten ’66, gegründet in einer verheißungsvollen Zeit des Aufbruchs, neben den Linksgrünen ebenfalls zu den Wahlgewinnern gehört, vor allem in Amsterdam und Utrecht, tröstet die Sozialdemokraten nicht über das eigene Debakel hinweg. Zu groß ist der Einbruch der Wilders-Partei in die eigene Wählerschaft. »Die antiislamische Strömung breitet sich aus«, sagt Becker. Ein Strom in die »Verwilderung«, der auch Europa insgesamt erreicht? Der alte Wertvorstellungen mitreißt, die Ideale der Toleranz und Solidarität unterspült und unter Berufung auf den Volkswillen die Errichtung von Abwehrdämmen und neuen Mauern bewirkt?

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Viele Länder haben die Folgen der Migration verdrängt oder unterschätzt

Diese massive Welle kommt nicht unerwartet, schon gar nicht in einem Einwanderungsland wie den Niederlanden, aber auch in Dänemark, Belgien, Österreich oder Spanien, wo überall die sozialen Begleiterscheinungen und Folgen der Migration lange verdrängt oder zumindest unterschätzt worden sind. Jetzt zahlen die »multikulturell« gewordenen Gesellschaften ihren Preis für diese Versäumnisse. In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten wächst gerade in den sozial schwächeren Milieus der Industriegesellschaften der Widerstand gegen Zuwanderung und gegen zunehmende Alltagsbelastungen, für die man dort der Migration gerne die Schuld gibt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft die Empfindlichkeiten, die Toleranzschwelle sinkt. Die populistischen Führer mit ihren Vereinfachungen nutzen diese Stimmung. Die Krise ist der Stoff für ihre Demagogie, die die Probleme nicht lösen, sondern von den Problemen profitieren will.

Was können traditionelle Demokraten tun? Wie hält man dagegen? Wie schwimmt man in diesem Gewässer gegen die Richtung? Andere haben das Unmögliche ja schon versucht: mitschwimmen in der Hoffnung, den Strom umzuleiten. Die dänischen Sozialdemokraten zum Beispiel. Ihre Anti-Zuwanderungs-Politik orientierte sich an der antieuropäischen und migrantenfeindlichen Dänischen Volkspartei der berüchtigten Volkstribunin Pia Kjærsgaard, deren jüngste EU-Kampagne unter anderem mit dem Spruch auffiel: »Gebt uns Dänemark zurück«. Durch Anpassung wollte man den Populisten das Wasser abgraben. Das war zum Scheitern verurteilt, wie sich alsbald zeigen sollte.

Denn unbeschadet ihrer Anpassungsbemühungen verlieren die dänischen Sozialdemokraten seit Jahren Wahl um Wahl und steigen von historischem Tief zu Tief. Bei der Europawahl erreichten sie nur noch knapp über 20 Prozent. Währenddessen triumphieren die Rechtspopulisten und nützen die Tatsache, dass Dänemarks Mitte-rechts-Minderheitsregierungen von ihrer Unterstützung im Parlament abhängig sind. Welch Machtgefühl: ohne Sitz im Kabinett mit Veto-Potenzial die Politik steuern und dafür nicht verantwortlich sein. Ein Modell für Wahlerfolge, vorausgesetzt, man ist keine traditionelle Volkspartei und drängt nicht in die Regierung: dem Volk aufs Maul schauen, die Sorgen der kleinen Leute herausspüren, Vorurteile und Ängste aufnehmen, verstärken, zum Programm machen, damit den Mainstream prägen. Unsichtbar regieren über Strömungspolitik. So einfach kann der politische Erfolg sein.

Zu einfach für traditionelle »Volksparteien«? Auch die österreichische Sozialdemokratische Partei (SPÖ) versucht beides: mit dem Strom zu schwimmen und dessen Verlauf zu bestimmen. Ihr Parteichef und Kanzler, Werner Faymann, verbündete sich im vergangenen Jahr zum Entsetzen seiner deutschen und anderer europäischer Genossen mit der einflussreichen Kronen Zeitung, die sich der Dämonisierung Europas so fanatisch widmet, wie seinerzeit die deutsche Bild die Studentenbewegung bekämpft hat. Kanzler Faymann versprach dem Eigentümer des Boulevardblatts vor der Parlamentswahl öffentlich, wichtige EU-Entscheidungen künftig einer Volksabstimmung vorzulegen. Dafür wurde er im Wahlkampf mit freundlichen Geschichtchen unterstützt.

Auch das kann man lernen: Nicht jeder Protestwähler ist ein Extremist

Wirklich gelohnt hat der populistische Sündenfall sich nicht, wie die EU-Wahl zeigt. Die zwei rechtspopulistischen Parteien im Land des tödlich verunglückten Volkstribunen Jörg Haider sind offenbar so wenig klein zu halten, wie der allgemeine Meinungsstrom nach rechts zu kontrollieren ist. Gemeinsam kamen sie auf rund 18 Prozent. Vor allem die europa- und fremdenfeindliche Aggressivität der landesweit plakatierten Wahlwerbung des FPÖ-Führers Hans-Christian Strache war erfolgreich. Kostproben der rechtspopulistischen Stammtischlyrik: »Echte Volksvertreter statt EU-Verräter« oder, besonders einprägsam, »Abendland in Christenhand«.

Da ist man schon ein wenig erleichtert, dass der Anti-EU-Kreuzzügler Hans Peter Martin, Ex- Spiegel- Journalist und Ex-SPÖ-Europa-Spitzenkandidat, ein Mann mit allerlei Eigenschaften, ebenfalls 18 Prozent Stimmanteile an sich binden konnte. Seine regelmäßige Europa-Schelte als Kolumnist der Kronen Zeitung hat ihm dabei geholfen. Das zeigt nicht nur, wie hilflos die etablierten Parteien Österreichs zurzeit mit der Stimmung im Lande umgehen, sondern auch, dass Protestwähler nicht automatisch dem dumpfen Sozialchauvinismus der rechten Randparteien folgen. Nicht jeder Protestwähler ist ein Extremist.

Das ist auch der Grund für einige Erleichterung in Schweden über die stagnierende Stabilität der Demokraten und für eine bunte Überraschung am Rande. Die oppositionellen schwedischen Sozialdemokraten haben sich auf ihrem bescheidenen EU-Niveau (24,6 Prozent) als stärkste Partei gehalten, anders als die problematische, in der Wahl gedemütigte dänische Schwester. Die bürgerliche Parteien-Allianz blieb in Schweden im Gesamtergebnis ebenfalls stabil.

Die gute Nachricht aus dem Norden: Anders als in Großbritannien, wo die unverhohlen rechtsextremistische British National Party (BNP) überraschend zwei Sitze gewann, haben es die hauptsächlich in Südschweden starken fremdenfeindlichen Rechtsradikalen, die Schweden-Demokraten, trotz leichter Zugewinne mit 3,3 Prozent nicht über die Hürde ins EU-Parlament geschafft.

Dass es für die Partei am rechten Rand diesmal nicht reichte, hat nicht zuletzt mit dem Überraschungserfolg der »Piratenpartei« zu tun, die auf 7,1 Prozent der Stimmen kam. Ihr zentrales Thema ist die Freiheit im Internet. Die Partei wurde erst im Umfeld des Prozesses um die Tausch- und Kopierfreiheit im Netz gegründet. Überwiegend von jungen Leuten gewählt, band sie auch einen Teil des Protestpotenzials an sich.

Ein Schock für alle, denen die Stärkung des rechten Rands kein Zeichen für blühende Demokratie, sondern eher für eine Krise des Vertrauens in diese Staatsform ist, sind Ergebnisse wie die in so unterschiedlichen EU-Mitgliedsländern wie Ungarn und Großbritannien. Die Stärke der rechten Fidesz-Partei des Populisten Viktor Orbán in Ungarn war angesichts des Zerfalls der Sozialisten keine Überraschung. Der Wahlerfolg der rechtsradikalen, rassistischen Jobbik-Partei (drei Sitze) verstärkt jedoch die Befürchtungen, dass die Idee der Demokratie in den jungen EU-Mitgliedstaaten auf ernste Entwicklungsprobleme stößt. Demgegenüber würde aus dem Gewinn der BNP im Vereinigten Königreich zwar niemand so schnell auf Demokratieprobleme der Briten insgesamt schließen. Aber eine gesellschaftliche Stimmungsänderung ist darin allemal ablesbar.

Strache, Wilders, Kjærsgaard und die politische Kultur im Umfeld des unverwüstlichen italienischen Europawahlsiegers Silvio Berlusconi zeigen, dass die populistische Strömungspolitik ihre europäische Eigendynamik entfaltet. Sie zu brechen wird mehr brauchen als ein paar Korrekturen an Programmen oder Personal.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. ... anstatt die einzig mögliche Konsequenz zu ziehen, nämlich zuzugeben, daß die unkontrollierte und massenhafte Einwanderung von Menschen aus den Unterschichten muslimischer Länder infolge der verfehlten Ausländer- und Asylpolitik mittlerweile ein Ausmaß angenommen hat, welche über gesellschaftliche Desintegration die Grundlagen der westlichen Gesellschaftsordnung gefährdet.

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    Lassen sie Doch mal die Kirch im Dorf. Den armen menschen wird nicht mal erlaubt ein Minarett an Ihrem Gebetstaedte zu bauen. Wie sollen bitte schoen die 5% die Grundord.. bla bla bla zerstoeren.
    2.Weisen doch statistisch nach, dass diese Menschen auch daran interessiert sind dieser Ordnung zustoeren.
    3. Menschen Ihres Couleurs schaffen es doch auch nicht die Grundordnung der Demokratie im Westen zu verwaessern.
    Das muss sie doch auch beruehigen.

    Lassen sie Doch mal die Kirch im Dorf. Den armen menschen wird nicht mal erlaubt ein Minarett an Ihrem Gebetstaedte zu bauen. Wie sollen bitte schoen die 5% die Grundord.. bla bla bla zerstoeren.
    2.Weisen doch statistisch nach, dass diese Menschen auch daran interessiert sind dieser Ordnung zustoeren.
    3. Menschen Ihres Couleurs schaffen es doch auch nicht die Grundordnung der Demokratie im Westen zu verwaessern.
    Das muss sie doch auch beruehigen.

  2. @Die gute Nachricht aus dem Norden: Anders als in Großbritannien, wo die unverhohlen rechtsextremistische British National Party (BNP) überraschend zwei Sitze gewann, haben es die hauptsächlich in Südschweden starken fremdenfeindlichen Rechtsradikalen, die Schweden-Demokraten, trotz leichter Zugewinne mit 3,3 Prozent nicht über die Hürde ins EU-Parlament geschafft.

    Die Tatsache, daß es den rechten Parteien in Südschweden, wo der Anteil der Einwanderer aus muslimischen Ländern besonders hoch ist und wo dieser Bevölkerungsanteil den Hauptteil an Vergewaltigungen und Raubüberfällen stellt, trotzdem nicht gelungen ist, einen höheren Stimmenanteil zu bekommen, sollte Beleg genug sein für die Haltlosigkeit der Vorwürfe von Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, die den Wählern der europäischen Ländern gemacht wird.

    Es sind vielmehr die haltlosen Zustände und das Versagen der staatlichen Behörden, die ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor den Auswüchsen des Versagens der bisherigen Einwanderungs- und Ausländerpolitik zu schützen, nicht mehr nachkommt.
    (Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/jk)

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    • Anonym
    • 12.06.2009 um 17:12 Uhr

    Es sind vielmehr die haltlosen Zustände und das Versagen der staatlichen Behörden, die ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor den Auswüchsen des Versagens der bisherigen Einwanderungs- und Ausländerpolitik zu schützen, nicht mehr nachkommt.

    Ganz genau.

    sondern nur Statistiken.

    • Anonym
    • 12.06.2009 um 17:12 Uhr

    Es sind vielmehr die haltlosen Zustände und das Versagen der staatlichen Behörden, die ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor den Auswüchsen des Versagens der bisherigen Einwanderungs- und Ausländerpolitik zu schützen, nicht mehr nachkommt.

    Ganz genau.

    sondern nur Statistiken.

  3. So gern ich die Zeit lese, so sehr stört mich ihre Berichterstattung über Ungarn.
    Dass die Jobbik äußerst kritisch zu sehen ist, ist ein Fakt der nicht zu bestreiten ist. Wer würde in Deutschland aber auf die Idee kommen die CSU als populistisch zu bezeichnen? Doch mit genau dieser Partei ist die Fidesz gleichzusetzen.
    Ich hoffe immernoch auf den Tag, an dem ich nicht bei jedem Zeit-Artikel in dem Ungarn erwähnt wird einen riesen Hals kriege.
    Ich hoffe, dass man sich hier weiterhin mit unserem Land beschäftigt - dann jedoch auf objektive, kritische und weniger voreingenommene Weise. Wenn dies nicht zu gewährleisten ist, wäre es vielleicht am besten garnicht mehr über Ungarn zu schreiben.

  4. der EU und es werden die Rechtsradikalen wieder zurückgedrängt werden. Die Position der CDU, die der Türkei eine privilegierte Partnerschaft anbieten, aber eine türkische EU-Mitgliedschaft verhindern will, sollte von den Eu-Mitgliedsstaaten und dem EU-Parlament insgesamt vertreten werden. Durch solche Realpolitik kann man der Sorge vieler EU-Bürger vor Überfremdung Rechnung tragen.

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    welch unsäglicher Unsinn. Das Türkenproblem der EU. Die Ungarn rücken also nach rechts wegen des dortigen Türkenproblems mit einer Hand voll Türken im Land? Donauschwaben, Kroaten oder Slowaken sind dort um ein zigfaches mehr vertreten. Genau so die Österreicher? Die dort daueraufenthaltsberechtigten ca. 120.000 Türken (grade mal 1,5% der österreichischen Gesamtbevölkerung) sind die Ursache für den Rechtsruck? Drei mal so viele Ex-Jugoslawen sind unproblematisch? Oder gehören die auch nicht in die EU? Zumal die von sich aus kamen, im Gegensatz zu den Türken, die wie hier in Deutschland auf Anforderung zum Arbeiten geholt wurden. Und hier in Deutschland erzielen die rechtsextremen dort (in Ostdeutschland) am meisten Stimmen wo der Ausländeranteil insbesondere Türken um ein Zehnfaches geringer ist als in den alten Bundesländern. Der Rechtsextremismus gedieh also in Ostdeutschland weil Ostdeutschland zu stark überfremdet ist. Interessante Schlußfolgerung. Die Verteilung der Rechtsaußenwähler zeigt doch eigentlich das Gegenteil, nämlich daß dort wo die wenigsten Türken leben die Rechtspopulisten den größten Zulauf haben. Als ob die türkische EU-Mitgliedschaft das ausschlaggebende Kriterium wäre. Fragen Sie mal einen NPD-Wähler was der Unterschied zwischen einer privilegierten Partnerschaft und einer Vollmitgliedschaft ist. Das können Ihnen noch nicht mal die Hälfte der CDU-Wähler erklären. Sie glauben womöglich auch noch, daß die NSDAP '33 gewählt wurde weil die befürchtete Überfremdung durch Juden Adolf die Wähler in die Arme getrieben hätte. Wenn jemand den Boden für Rechtsaußen bereitet, dann sind es CDU und FDP mit ihrer Wirtschaftspolitik der aufgehenden Wohlstandsschere zwischen Arm und Reich. Die Feindbilder sind dabei für Rechts beliebig austauschbar, hauptsache man kann ein Feindbild generieren. Sind Sie denn auch der Ansicht, daß die Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen? Dann wäre es genau so sinnvoll, wenn wir auch gar keine Kinder mehr bekämen, denn jeder ehemals nichtgezeugte 25jährige bedeutet doch dann einen zusätzlichen Arbeitsplatzbehalt für einen 50jährigen. It's the economy, stupid, wußte schon Clinton.

    welch unsäglicher Unsinn. Das Türkenproblem der EU. Die Ungarn rücken also nach rechts wegen des dortigen Türkenproblems mit einer Hand voll Türken im Land? Donauschwaben, Kroaten oder Slowaken sind dort um ein zigfaches mehr vertreten. Genau so die Österreicher? Die dort daueraufenthaltsberechtigten ca. 120.000 Türken (grade mal 1,5% der österreichischen Gesamtbevölkerung) sind die Ursache für den Rechtsruck? Drei mal so viele Ex-Jugoslawen sind unproblematisch? Oder gehören die auch nicht in die EU? Zumal die von sich aus kamen, im Gegensatz zu den Türken, die wie hier in Deutschland auf Anforderung zum Arbeiten geholt wurden. Und hier in Deutschland erzielen die rechtsextremen dort (in Ostdeutschland) am meisten Stimmen wo der Ausländeranteil insbesondere Türken um ein Zehnfaches geringer ist als in den alten Bundesländern. Der Rechtsextremismus gedieh also in Ostdeutschland weil Ostdeutschland zu stark überfremdet ist. Interessante Schlußfolgerung. Die Verteilung der Rechtsaußenwähler zeigt doch eigentlich das Gegenteil, nämlich daß dort wo die wenigsten Türken leben die Rechtspopulisten den größten Zulauf haben. Als ob die türkische EU-Mitgliedschaft das ausschlaggebende Kriterium wäre. Fragen Sie mal einen NPD-Wähler was der Unterschied zwischen einer privilegierten Partnerschaft und einer Vollmitgliedschaft ist. Das können Ihnen noch nicht mal die Hälfte der CDU-Wähler erklären. Sie glauben womöglich auch noch, daß die NSDAP '33 gewählt wurde weil die befürchtete Überfremdung durch Juden Adolf die Wähler in die Arme getrieben hätte. Wenn jemand den Boden für Rechtsaußen bereitet, dann sind es CDU und FDP mit ihrer Wirtschaftspolitik der aufgehenden Wohlstandsschere zwischen Arm und Reich. Die Feindbilder sind dabei für Rechts beliebig austauschbar, hauptsache man kann ein Feindbild generieren. Sind Sie denn auch der Ansicht, daß die Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen? Dann wäre es genau so sinnvoll, wenn wir auch gar keine Kinder mehr bekämen, denn jeder ehemals nichtgezeugte 25jährige bedeutet doch dann einen zusätzlichen Arbeitsplatzbehalt für einen 50jährigen. It's the economy, stupid, wußte schon Clinton.

    • Anonym
    • 12.06.2009 um 17:12 Uhr

    Es sind vielmehr die haltlosen Zustände und das Versagen der staatlichen Behörden, die ihrer Aufgabe, die Bevölkerung vor den Auswüchsen des Versagens der bisherigen Einwanderungs- und Ausländerpolitik zu schützen, nicht mehr nachkommt.

    Ganz genau.

  5. Was denkt Herr Perger über die Wähler von FPÖ , PVV und Co ?
    Sind die etwa auch "häßlich" ?

    Solche Überschriften wären in Ordnung, wenn die SED-Linkspartei
    ähnlich bewertet würde.
    Dies ist nicht der Fall:
    Linkspartei und Grüne sind selbstverständlich "wunderschön".

    Nennt man sowas nicht Tendenzjournalismus ?

  6. (entfernt. Bitte verzichten Sie auf unnötige Polemik. Die Redaktion/jk)

    Der Versuch, Kritik am Islam und/oder an der Türkei in die rechte Ecke zu stellen ist einfach krank. Hitler ist in der islamischen Welt der beliebteste deutsche Politiker und zwar nicht trotz, sondern gerade wegen der Bekämpfung der Juden. In der Türkei gab es erst vor wenigen Wochen ein Staatsbegräbnis mit Gül und Erdogan für eine Faschisten der Grauen Wölfe, also einer Organisation die für Verfolgung und Ermordung von Linken, Armeniern steht und gegen alles hetzt, was nicht türkisch-islamisch ist.

    Die Türkei ist der entscheidende Ort für den Kampf gegen Rechts innerhalb der NATO. Aber unsere "linken" Politiker schließen ihre Augen ums so fester, je schlimmer es in der Türkei und Arabien zugeht.
    Wann wird endlich die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern als solcher verurteilt und unter Strafe gestellt, wie es in Frankreich der Fall ist?

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    sie sind ein echter Türkei und Islam Experte [...]!
    Die Türkei ist nicht das einzige Land und wir Türken sind nicht die Einzigen, die den Islam und Ausländerprobleme in der EU vertreten oder auslösen.
    Die Türkei hat auf bezug der Armenien frage eine unabhängige Kommision vorgeschlagen, diese sollte von beiden Staaten die Geschitsdokumente einsehen dürfen, aber die Armenier und andere Staaten [...], sind dem vorschlag nicht eingegangen.
    Sie möchten doch nur, dass Schlechte vom Islam und von den hier Lebenden Türken sehen.
    Die friedlich hier den Beitrag zum Wohlstand leisten und Arbeitsplätze schaffen oder den Dreck aufräumen ist wohl selbsverständlich.
    Die meisten Vergewaltigungen oder übergriffe mit Todesfolgen werden doch ach von dem so Kulturellen Deutschen verbrochen und nicht vom Barbaren Türken. [...]
    in diesem sinne.
    Ich bin nicht alleine Schuld an der Misere, jeder sollte sich erst im Spiegel anschauen, bevor er andere Hässlich darstellt.

    [Gekuerzt, bitte unterlassen Sie persoenliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.]

    sie sind ein echter Türkei und Islam Experte [...]!
    Die Türkei ist nicht das einzige Land und wir Türken sind nicht die Einzigen, die den Islam und Ausländerprobleme in der EU vertreten oder auslösen.
    Die Türkei hat auf bezug der Armenien frage eine unabhängige Kommision vorgeschlagen, diese sollte von beiden Staaten die Geschitsdokumente einsehen dürfen, aber die Armenier und andere Staaten [...], sind dem vorschlag nicht eingegangen.
    Sie möchten doch nur, dass Schlechte vom Islam und von den hier Lebenden Türken sehen.
    Die friedlich hier den Beitrag zum Wohlstand leisten und Arbeitsplätze schaffen oder den Dreck aufräumen ist wohl selbsverständlich.
    Die meisten Vergewaltigungen oder übergriffe mit Todesfolgen werden doch ach von dem so Kulturellen Deutschen verbrochen und nicht vom Barbaren Türken. [...]
    in diesem sinne.
    Ich bin nicht alleine Schuld an der Misere, jeder sollte sich erst im Spiegel anschauen, bevor er andere Hässlich darstellt.

    [Gekuerzt, bitte unterlassen Sie persoenliche Angriffe. Danke. /Die Redaktion pt.]

    • Gast09
    • 12.06.2009 um 18:25 Uhr

    ist m.E. ursächlich in der Arroganz ihrer Parteipolitiker, gegenüber den realen Interessen der Wählerschaft, zu suchen. In unseren Nachbarländern, wo rechte Parteien weder hässlich, brandgefährlich noch tabu sind oder von nationalen Diensten durchsetzt, gelten andere politische Spielregeln, auch im Ausdruck der Bürgerinteressen durch Wahlen, ob das den Medien hier ins Konzept passt oder nicht.
    Der Trend zu den Konservativen und Liberalen ist womöglich eine Reaktion auf die Unberechenbarkeit der SPD, deren Zerstrittenheit und ihre Nähe zu den Grünen und Linken, die aber in Regierungen weder Konsens im Mehrheitsinteresse, noch vernünftige Politik für die arbeitende Bevölkerung erwarten lassen.
    Die Berufstätigen müssen sich doch veralbert vorkommen, wenn Leistung sich netto stets weniger lohnt, die bösen Chefs daran Schuld sein sollen und jeder Energieverbrauch als Sünde teurer wird. Der Wirtschaftsstandort ist Motor des Wohlstands, die Krise wird das Wählerinteresse nach Sicherheit noch deutlicher werden lassen.

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    • Anonym
    • 12.06.2009 um 19:19 Uhr

    Ich denke die Wahlschlappe der SPD liegt eher darin, als sie mit den Grünen in Regierungsverantwortung waren, klassische CDU-Politik betrieben zu haben. Die CDU/SPD unterscheiden sich doch nicht mehr voneinander. Wenn jemand CDU Politik bekommt, dann wählt man doch gleich das Orginal.

    • Anonym
    • 12.06.2009 um 19:19 Uhr

    Ich denke die Wahlschlappe der SPD liegt eher darin, als sie mit den Grünen in Regierungsverantwortung waren, klassische CDU-Politik betrieben zu haben. Die CDU/SPD unterscheiden sich doch nicht mehr voneinander. Wenn jemand CDU Politik bekommt, dann wählt man doch gleich das Orginal.

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