Türkei Die Toten steigen aus den Brunnen

Zehntausende Kurden hat die türkische Armee im schmutzigen Krieg gegen die PKK in den neunziger Jahren umgebracht. Jetzt kommen diese Staatsverbrechen ans Licht

Das kurdische Cizre in der Osttürkei, an der Grenze zum Irak

Das kurdische Cizre in der Osttürkei, an der Grenze zum Irak

Schön ist sie, die Südosttürkei. Manche packen hier den Fotoapparat aus, andere die Staffelei. Das kleine Dorf in der Nähe der Stadt Cizre an der irakischen Grenze hat kein Ortsschild mehr, keine Bewohner, es ist auf keiner Karte verzeichnet. Violette Blumen wachsen wild über die Wege, Efeu hat die Steinhäuser überwuchert, alte Holztore stehen schief und sind grün vom Moos. In der Ebene fließt träge der Tigris, auf der anderen Seite ragen die schroffen Spitzen der Cudi-Berge auf. Herrlich. Bedauerlich nur, dass die türkische Armee hier keine Besucher wünscht. Neuerdings aber kommen Strafermittler in solche verfallenen Dörfer, unerkannt auch Journalisten. Nur die alten Bewohner wagen sich nicht mehr her.

Als Leyla im Sommer 1993 ihr Heimatdorf verlassen musste, dachte sie, sie hätte alles verloren. Doch war das erst der Anfang. Hinter Leyla und ihrer Familie brannte das kleine Haus nieder. Die Granatapfelbäume, die Weinreben, die Ziegen im Stall, der Melkschuppen – davon blieb nur die Asche. Die Gendarmerie trieb die kurdische Familie aus dem Dorf. Leylas Ehemann war gerade 22 Jahre alt geworden. Sie schlugen ihn und schleiften ihn fort, unten an den Fluss. Von dort war Schreien zu hören, Schüsse, wieder Schreien. Nach einer Stunde wagte sich Leyla mit einer Tante an den Fluss. Fünf Männer lagen da, zwei verbrannt, zwei von Kugeln durchlöchert und einer, dem das Hirn aus dem Schädel floss und der Magen aus dem aufgerissenen Bauch hing. Leyla drückte ihrem Mann die Eingeweide zurück in den Leib, so gut sie konnte. Sie schleppte ihren Mann ins Dorf. Und hatte irgendwie noch Glück, sagt sie heute. Sie durfte ihren Mann begraben.

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So sah es aus in der Türkei 1993. Ein Land, in dem die Armee Krieg gegen die eigene Bevölkerung führte. Ein Land, wo im »Kampf gegen den Terror« der kurdischen PKK-Guerilla Tausende Dörfer ausgelöscht, Zehntausende Menschen umgebracht wurden, fast unbemerkt von der Welt, die damals auf die serbischen Verbrechen in Bosnien schaute. Ein Land, in dem Schafhirten und Anwälte, Bauern und Menschenrechtler einfach verschwanden. Ein Land, in dem Felsspalten, Holzöfen und Brunnen voller Säure ordentliche Beerdigungen ersetzten. Hier in Südostanatolien, zwischen den Cudi-Bergen und den Ufern des Tigris, liegt diese Landschaft der Hinrichtungen, der Todesschächte, der unbeschränkten Gendarmenherrschaft.

Fünfzehn lange Jahre lag Schweigen über der Gegend. Nur Gerüchte gab es immer. Jetzt sind es Knochenfunde, die Beweise liefern für das, worüber Armee und Gendarmerie Gras und Blumen wachsen ließen. Menschenknochen aus alten Brunnen, Kleidungsfetzen aus Äckern, Schädelstücke aus Kiesfabriken. Ermittler graben Stück für Stück den Boden auf – mit dem Rückhalt der konservativen Regierung von Premierminister Tayyip Erdoğan. Der »tiefe Staat«, der Inbegriff der undurchdringlichen Machtstrukturen von Militär, Sicherheitskräften und Bürokratie, die sich Recht und Gesetz nicht unterworfen fühlten, wird unter Tayyip Erdoğan allmählich ausgeleuchtet. Die Konfrontation zwischen der frei gewählten Regierung und der traditionell letzten türkischen Instanz, der Armee, setzt sich hier fort. Die Hinterbliebenen der Opfer aus den neunziger Jahren fassen Mut und beginnen zu sprechen.

Ein Bauernhaus hoch über dem Städtchen Silopi an der irakischen Grenze. Leyla und ihre Freundin Zeynep könnten verschiedener nicht sein. Leyla, die 35-Jährige, sieht aus wie fünfzig. Hager ist sie, ihr Kopftuch hat sie eng um Stirn und Kinn gezurrt. Zeynep ist Mitte vierzig und wirkt gelöster, sie hat ihre weiten Kleider und ihr Kopftuch locker um den kräftigen Körper geschlungen. Zwei ihrer Söhne sitzen ihr gegenüber an der Wand. Hoch oben knapp unter der Decke hängen nachkolorierte Schwarz-Weiß-Fotografien des toten Ehemannes und der Brüder.

An einem Vormittag im Jahre 1993 nahm die Gendarmerie Zeyneps Mann fest, einen Bauern. Rüben, Kartoffeln, Haselnüsse waren seine kleine Welt. Mit den PKK-Kampftrupps oben in den Bergen hatte er nichts zu tun. Die Soldaten hängten ihn sieben Tage lang an den Armen auf, sieben Nächte verbrachte er bei Neonlicht auf der Streckbank. Schläge auf Füße, Arme, Rücken, Genitalien. Dann wurde er freigelassen. »Zeynep«, sagte er zu ihr, »ich will weggehen aus dem Dorf. Noch so eine Woche stehe ich nicht durch.« Wenige Tage später standen plötzlich Soldaten in der Küche. Zeynep machte gerade Frühstück. »Oh, Ihr kämpft im Pyjama«, lachten sie. Die Familie musste in zehn Minuten das Haus verlassen. Als Zeynep mit ihren vier Kindern das Haus durch den Vordereingang verließen, brannte es schon in den Hinterzimmern. Ihr Mann aber, der musste mit den Soldaten gehen.

Die Spur der entführten Männer rund um die Cudi-Berge lässt sich heute teilweise rekonstruieren. Ein Weg führt in ein sattgelb blühendes Rapsfeld unweit der Hauptstraße in den Irak. Die warme Luft riecht nach Frühling. Von Sinans Gastwirtschaft ist nur noch eine Betonruine übrig. Einschläge haben Wände und Decke durchlöchert. Alte Graffiti an der Wand erzählen vom Hass der Soldaten auf ihre Opfer – neuere von der Wut der kurdischen Bewohner auf die Soldaten. In der Ecke steht der zerbrochene Ofen mit einer Öffnung, die für Pide und Fleischpizza viel zu groß ist. Türkische Spezialeinsatzkräfte hatten Sinan 1993 vertrieben und hier eine Hinrichtungsstätte aufgebaut. Die Schüsse der automatischen Waffen waren bis in ein Nachbardorf zu hören. Ganz in der Nähe, auf dem Gelände einer Kiesfabrik, befanden sich Brunnen. Die Abdeckplatten sind heute aufgebrochen. Die Ermittler fanden Reste von Schädeln, Ellenbogen, Rippen, Haare. Die Säure hatte nicht alle Spuren  getilgt.

Die Armee leugnet die Existenz der geheimen Killertruppe bis heute

Türkische Beamte untersuchen die Überbleibsel eines türkischen Terrorregimes – das kommt einem Umsturz gleich. Sie graben in den Säure-Zisternen, in den Kellern der Gendarmerie, in der totgeschwiegenen Vergangenheit. Es ist die wohl komplexeste Aufarbeitung staatlicher Verbrechen seit Gründung der Republik 1923. Mühselig legen Fahnder ein Netzwerk radikaler kemalistischer Offiziere, Gendarmen, Staatsbeamter, Journalisten und Professoren frei. Das »Ergenekon-Netz« wollte die Türkei gegen ihre Feinde schützen – Kurden, Christen, Juden, EU, Amerika – und terrorisierte dafür türkische Staatsbürger.

Teil des großen Verschwörernetzes war ein geheimes Sonderkommando, dessen Existenz von Generalstab und Gendarmerie bis heute halsstarrig geleugnet, aber nun durch Ex-Agenten bezeugt wird. Abkülkadir Aygan arbeitete neun Jahre für das Geheimkommando JITEM. Er ist Kurde, kämpfte bis 1985 für die kurdische PKK, brachte türkische Nationalisten um. Dann lief er über. Die türkische Gendarmerie steckte ihn erst ins Gefängnis, um ihn vor der Rache der PKK zu schützen. Seine Familie bekam eine schöne Wohnung, Aygan einen neuen Namen, ein fleckfreies polizeiliches Führungszeugnis und eine Sozialversicherung. JITEM sorgt für seine Mitarbeiter. Heute lebt Aygan im Stockholmer Exil. Wo er hindeutet, da graben die Ermittler. Der türkischen Zeitung Taraf sagte Aygan, dass vier Fünftel der unaufgeklärten Morde im türkischen Südosten auf das Konto von JITEM gingen. Wer verdächtigt wurde, mit der PKK zusammenzuarbeiten, den besuchte das Kommando. »Unser Job: Die Leute mitnehmen, verhören, exekutieren, die Leichen wegschaffen, irgendwie, verbrennen oder versenken.« Aygan selbst war bei dreißig Hinrichtungen dabei. JITEM erledigte die Drecksarbeit für die Armee, sagt er. Mal waren Bauern die Opfer, mal ein auffälliges Liebespärchen, mal Kinder. Schätzungsweise 15000 Menschen. »Die Operationen von JITEM endeten mit dem Tod, ausnahmslos.«

Zeynep suchte Gewissheit. Sie ging zu Polizeistationen in den Städten um die Cudi-Berge, nach Silopi, Cizre, Sirnak. Die Gendarmerie verlangte Geld für die Aufklärung, sechs Millionen Lira, mehr als ein Bauer in einem Jahr verdient. Das Dorf sammelte für Zeynep. Die Gendarmerie nahm das Geld und lachte sie zum Dank aus: »Frag doch die PKK nach deinem Mann.« In ihrer Verzweiflung aß Zeynep zu viel und wurde zuckerkrank. Fünfzehn Jahre lang plagten sie Alpträume. Kam die Gendarmerie wieder in ihre Küche. Lud die Gewehre durch. Steckte das Haus an. Nahm ihren Mann mit. In einem bösen Traum rief er sie von einem Telefon an. Er sei auf einer fernen Insel, schrie er, die Soldaten würden ihn lebendig auffressen, heute den Fuß, morgen die Hand, dann den Rest. „Er war da, auf dieser Insel“, sagt Zeynep. „Sie haben ihn gefressen, aber ich will eine Rippe, ein Haar, ein Stückchen von ihm, damit ich weiß, wo er abgeblieben ist.“

Die Ermittler versuchen, mit DNA-Proben die Identität der sterblichen Überreste aus den Brunnen zu klären. Zugleich verhaften Polizei und Justiz immer mehr Angehörige des Ergenekon-Terrornetzwerks, JITEM-Kommandeure, Polizeioffiziere aus dem Südosten der Türkei. Unter ihnen ist der ehemalige Bürgermeister der Stadt Cizre, ein mehrfacher Mörder mit gesäubertem Polizeizeugnis, der in den neunziger Jahren fast allen wichtigen Parteien der Türkei angehörte. Seine Wahl zum Stadtoberhaupt war gefälscht, seine Rachsucht echt. Leute wie er beherrschten den Südosten der Türkei in den neunziger Jahren. Leute wie Brigadegeneral Levent Ersöz, Gendarmerie-Kommandeur im Südosten und JITEM-Führer, der die »Schreckensrepublik Sirnak« errichtete. Im vergangenen Jahr floh er vor den Fahndern ins Schurkenrefugium Moskau. Doch er wurde gefasst, als er sich danach unter falschem Namen in einem Krankenhaus in Ankara behandeln ließ.

Mit Ersöz sitzen mehrere hoch dekorierte türkische Ex-Generale hinter Gittern. Ihre Verbrechen dürfen sie täglich in der Zeitung lesen. Längst kocht im türkischen Generalstab die Wut hoch. Menschenrechtsorganisationen werfen den Generalen vor, die Ermittlungen nach Kräften zu behindern. Die national-kemalistischen Eliten und ihre Massenmedien dagegen beschuldigen die Regierung Erdoğan, einen politischen Rachefeldzug zu führen. Während die zuständigen Staatsanwälte unergründlich schweigen, nähren Massenverhaftungen und Ermittlungspannen die Gerüchte. Jüngst hatten Gerichtsmediziner Hundeknochen statt Menschengebeinen auf dem Tisch. Niemand weiß, was sich Armee und Gendarmerie noch einfallen lassen. Doch bisher halten sie auf erstaunliche Weise still. In der Türkei des Jahres 2009.

Sie ist das Heimatland der Kurdin Zeynep. Das wurde ihr vor sieben Jahren erneut klar, als wieder Soldaten zu ihr ins Haus kamen. Diesmal ohne Gewehr im Anschlag. Aber einen ihrer Söhne nahmen sie mit - zum Wehrdienst. Auch Leylas Söhne mussten zur Armee. Für die beiden Frauen war das pure Qual. Sollten sie nun auch ihre Söhne an den tiefen Staat verlieren? Damals wollte Zeynep ihre Familie nehmen und fliehen. In den Irak von Saddam Hussein, in die UN-Schutzzone für die Kurden im Norden des Landes. Ihre Verwandten überredeten sie zu bleiben. Ihr Sohn kam zurück vom Wehrdienst, unversehrt. Wie die Söhne von Leyla.

„Das Leben ist erträglicher geworden seit jener schlimmen Zeit“, sagt Zeynep und Leyla nickt. Doch verzeihen können sie dem türkischen Staat nicht. „Dafür ist zu viel passiert“, seufzt Zeynep und zeigt auf die Bilder der verschwundenen und gefallenen Männer der Familie an der Wand. An den verschleppten Vater erinnern sich ihre Söhne nur verschwommen. Sie waren zu klein damals. Sie wissen, dass er Bauer war, dass er irgendwann verschwand. Und sie wissen, dass sein Bruder in den neunziger Jahren für die PKK kämpfte und starb. Für Zeyneps Söhne ist der Onkel der Held.

 
Leser-Kommentare
    • khasar
    • 14.06.2009 um 18:54 Uhr

    [...]
    ich hoffe herr thuman weiss das die pkk vom deutschen verfassungsschutz als mörderische terrororganisation eingestuft wird.
    [...]
    [entfernt. Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich und fair um so zu einer konstruktiven Diskussion beizutragen. Vielen Dank. Die Redaktion/ew]

    • Gafra
    • 14.06.2009 um 18:54 Uhr

    die Feindbilder der kritikunfähigen Islamisten etwas durcheinander gehen.
    Andererseits untersucht er Verbrechen seiner Gegner, das ist immer leichter als die eigenen aufzudecken.
    Ich habe Anfang der neunziger Jahren mit gefolterten und auch einfach so verfolgten Kurden im Behandlungszentrum für Folteropfer gearbeitet. Ich weiß, dass das für diese Menschen sicherlich ein Stück Befreiung bedeutet!

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    • khasar
    • 14.06.2009 um 19:01 Uhr

    sie auch mal mit opfern geschprochen die durch die pkk terroristen ihre ganze familie verloren haben?

    oder mit solchen opfern wo den vater die gurgel durchgeschnitten wurde durch die pkk?

    es geht dort garnicht um kurden oder sonstwas es geht um eine terrororganisation die militärs , ziviliesten , polizisten ohne eine auswahl ermordet , dabei spielt ist für die pkk keine rolle ob es sich um kinder oder um ältere menschen handelt.

    doch in deutschland werden terroristen aus historischen gründen als freiheitskämpfer behandelt.[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    aber die quittung bekommen sie durch die drogentoten die haupsächlich durch die drogen der pkk zu verantworten sind.

    das hat auch der verfassungsschutz nach einem langen schlaf erkannt und diese verbrecherorganisation als hochgefärliche terroristische bande eingestuft.

    • khasar
    • 14.06.2009 um 19:01 Uhr

    sie auch mal mit opfern geschprochen die durch die pkk terroristen ihre ganze familie verloren haben?

    oder mit solchen opfern wo den vater die gurgel durchgeschnitten wurde durch die pkk?

    es geht dort garnicht um kurden oder sonstwas es geht um eine terrororganisation die militärs , ziviliesten , polizisten ohne eine auswahl ermordet , dabei spielt ist für die pkk keine rolle ob es sich um kinder oder um ältere menschen handelt.

    doch in deutschland werden terroristen aus historischen gründen als freiheitskämpfer behandelt.[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    aber die quittung bekommen sie durch die drogentoten die haupsächlich durch die drogen der pkk zu verantworten sind.

    das hat auch der verfassungsschutz nach einem langen schlaf erkannt und diese verbrecherorganisation als hochgefärliche terroristische bande eingestuft.

    • khasar
    • 14.06.2009 um 19:01 Uhr
    3. haben

    sie auch mal mit opfern geschprochen die durch die pkk terroristen ihre ganze familie verloren haben?

    oder mit solchen opfern wo den vater die gurgel durchgeschnitten wurde durch die pkk?

    es geht dort garnicht um kurden oder sonstwas es geht um eine terrororganisation die militärs , ziviliesten , polizisten ohne eine auswahl ermordet , dabei spielt ist für die pkk keine rolle ob es sich um kinder oder um ältere menschen handelt.

    doch in deutschland werden terroristen aus historischen gründen als freiheitskämpfer behandelt.[Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    aber die quittung bekommen sie durch die drogentoten die haupsächlich durch die drogen der pkk zu verantworten sind.

    das hat auch der verfassungsschutz nach einem langen schlaf erkannt und diese verbrecherorganisation als hochgefärliche terroristische bande eingestuft.

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    • Gafra
    • 14.06.2009 um 19:23 Uhr

    Meinen Sie, weil die PKK Terrorakte verübte, gab es die Verbrechen des türkischen Staates und seiner Kollaborateure nicht?

    ... Kommentar Nr. 1 sollten Sie selbst handfeste Beweise darbieten, bevor Sie behaupten zu wissen, woher "unsere Drogentoten" kommen. Terror und Terroristen haben einen Ursprung. Niemand hier, auch nicht der Autor des Artikels, befürwortet Terror und terroristische Gewalt. Sie brauchen sich also nicht als parteiisch zu behaupten. Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Artikel über die Opfer der PKK verfasst werden muss, verfassen Sie einen.

    zeigt sein wahres Gesicht.
    Was haben Sie denn zu den Armeniern zu sagen?
    Sie schreien doch auch sonst so laut zu den Greueltaten der europäischen Rassisten gegen die türkischen Mitmenschen und gegen Muslime.
    Wo ist Ihre Mitmenschlichkeit angesiedelt?
    Weshalb beschönigen und verteidigen Sie staatliche Greueltaten?

    Die Tatsache, dass die PKK eine Terrororganisation ist, welche sich keineswegs um das Schicksal ihrer Opfer schert rechtfertigt in keinster Weise das verhalten der Türkischen Armee, das hier im Artikel beschrieben wurde. Es wäre wünschenswert, wenn das in Ihrem Beitrag klarer erkennbar wäre, besonders im letzten Abschnitt riecht es nach Rechtfertigung für das schäbige Verhalten der Armee.
    Europa sollte die Regierung Erdogan in der Aufklärungsarbeit unterstützen, denn letzterer riskiert damit Kopf und Kragen. Nicht nur politisch.

    • Gafra
    • 14.06.2009 um 19:23 Uhr

    Meinen Sie, weil die PKK Terrorakte verübte, gab es die Verbrechen des türkischen Staates und seiner Kollaborateure nicht?

    ... Kommentar Nr. 1 sollten Sie selbst handfeste Beweise darbieten, bevor Sie behaupten zu wissen, woher "unsere Drogentoten" kommen. Terror und Terroristen haben einen Ursprung. Niemand hier, auch nicht der Autor des Artikels, befürwortet Terror und terroristische Gewalt. Sie brauchen sich also nicht als parteiisch zu behaupten. Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Artikel über die Opfer der PKK verfasst werden muss, verfassen Sie einen.

    zeigt sein wahres Gesicht.
    Was haben Sie denn zu den Armeniern zu sagen?
    Sie schreien doch auch sonst so laut zu den Greueltaten der europäischen Rassisten gegen die türkischen Mitmenschen und gegen Muslime.
    Wo ist Ihre Mitmenschlichkeit angesiedelt?
    Weshalb beschönigen und verteidigen Sie staatliche Greueltaten?

    Die Tatsache, dass die PKK eine Terrororganisation ist, welche sich keineswegs um das Schicksal ihrer Opfer schert rechtfertigt in keinster Weise das verhalten der Türkischen Armee, das hier im Artikel beschrieben wurde. Es wäre wünschenswert, wenn das in Ihrem Beitrag klarer erkennbar wäre, besonders im letzten Abschnitt riecht es nach Rechtfertigung für das schäbige Verhalten der Armee.
    Europa sollte die Regierung Erdogan in der Aufklärungsarbeit unterstützen, denn letzterer riskiert damit Kopf und Kragen. Nicht nur politisch.

    • Gafra
    • 14.06.2009 um 19:23 Uhr

    Meinen Sie, weil die PKK Terrorakte verübte, gab es die Verbrechen des türkischen Staates und seiner Kollaborateure nicht?

    Antwort auf "haben"
  1. ... Kommentar Nr. 1 sollten Sie selbst handfeste Beweise darbieten, bevor Sie behaupten zu wissen, woher "unsere Drogentoten" kommen. Terror und Terroristen haben einen Ursprung. Niemand hier, auch nicht der Autor des Artikels, befürwortet Terror und terroristische Gewalt. Sie brauchen sich also nicht als parteiisch zu behaupten. Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Artikel über die Opfer der PKK verfasst werden muss, verfassen Sie einen.

    Antwort auf "haben"
    • Anonym
    • 14.06.2009 um 19:43 Uhr

    Man sollte alles Aufarbeiten von allen Seiten. Ohne Scheuklappen.

  2. In der Tat ist der „»tiefe Staat«, der Inbegriff der undurchdringlichen Machtstrukturen von Militär, Sicherheitskräften und Bürokratie, die sich Recht und Gesetz nicht unterworfen fühlten“. Das ist das Bild, welches hinter den Kulissen zur Machterhaltung alles in die Wege geleitet hat. Doch wer ist der Konstrukteur und Szenarist dieser türkisch getürkten Geheimstruktur?

    Daniel Ganser, ein renommierter Wissenschaftler in Sachen Nato-Geheimarmeen wird unschwer darin die Super-Nato bzw. Gladio erkennen: Eine paramilitärische von der NATO inszenierte Organisation, um im Falle einer Sowjetinvasion die Bevölkerung zu bewaffnen und auf Gegenangriff zu setzen! Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden diese Organisationen in den NATO-Ländern aufgelöst, bis auf zwei Länder: Türkei und Deutschland! Bei diesen beiden Ländern sind diese Geheimstrukturen weiterhin aktiv und arbeiten eng zusammen. Anders kann man auch die Aktivitäten der inzwischen inhaftierten Militärsangehörigen und ihre Verbindungen zu deutschen rechtsextremistischen, sowie zu geheimdienstlichen Kreisen nicht erklären.

    Wenn man den Kenner der Türkei glauben schenken soll, versucht sie die schon längst überfällige Auflösung der Super-Nato/Gladio (türk.: Ergenekon) zu realisieren. Die Auflösung der paramilitärischen Ergenekon wird der Garant für die weitere Demokratisierung des Landes sein. Diese Auflösung wird nicht so einfach werden. Denn Persönlichkeiten, die man als aktive Kemalisten kannte „sollen“ in blutrünstigen Verschwörungen verwickelt sein. Das zu verdauen ist für die türkischen Gesellschaft nicht so einfach.

    Meiner Ansicht nach hat die ganze Aktion gegen die paramilitärische Ergenekon mit Erdogan bzw. seiner Regierung wenig zu tun, vielmehr ist dies ein gemeinsamer Beschluss aller staatlichen und zivilen Institutionen, angefangen vom Militär bis hin zur Judikative und der Legislative, aber auch die Bürokratie darf man nicht außer Acht lassen. Insbesondere ist die große Unterstützung der Bevölkerung die größte Antriebskraft. Meiner Ansicht nach und so argumentiert auch Rainer Hermann in seinem letzten Buch „Der Kulturkampf in der Türkei“ ist die türkische Gesellschaft sehr viel demokratischer als ihre politischen Strukturen es zulassen. Nun hat die türkische Gesellschaft seinen Willen für die Regierungspartei von Erdogan ausgesprochen, damit er im Staate aufräume und mehr bürgerliche Freiheiten zugestehe durch eine neue zivile Verfassung.

    Weshalb Erdogan und nicht andere politische Persönlichkeiten? Das liegt auf der Hand. Erdogan versteht sich als ein Mann des Volkes zu präsentieren und spricht in der Sprache seiner Wähler. Er hat schneller als die anderen erkannt, woher der bürgerliche Wind weht und hat darauf mit seinem Parteiprogramm geantwortet. Auch ist Erdogan ein erfolgreicher Vermarkter.

    Ich würde von Herrn Thumann als einen Kenner der Materie auch erwarten, dass er die hiesigen Verbindungen dieser paramilitärischen Organisation durchleuchtet. In englischsprachigen Ausgaben türkischer Zeitungen war die Rede von finanzieller Unterstützung dieser nationalistisch gefärbten Ergenekon Organisation durch deutsche Stiftungen und Parteien.

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    • 2run
    • 14.06.2009 um 22:06 Uhr

    Daniele Ganser ist sicherlich als Quelle für die Analyse der Geheimarmeen innerhalb Europas sehr zutreffend. Auch was die Türkei angeht, hat er die Vepflechtungen gut analysiert, jedoch nicht ausreichend durchleuchtet. Vermutlich -wie Sie auch erwähnten- weil diese Strukturen noch bestehen.
    Zurzeit wird der Prozess "Ergenekon" als Aufarbeitung/Auflösung des "Tiefen Staates" geführt. In den Anfängen des Prozesses hat die türkische Bevölkerung mit großer Begeisterung daran geglaubt, dass endlich die qualvollen Verbrechen aufgeklärt werden. Doch der Verlauf des Prozesses zeigt, dass es eine Scheinaufklärung ist. Denn der Großteil der verhafteten Menschen sind mit demokratischen Mitteln kämpfende OFFENE NATO/Gladio-Gegner, die bei jeder Gelegenheit öffentlich Ihre Meinung geäußert haben und weiterhin äußern. Der Prozess löst sich nach und nach in Luft auf. Viele wurden mangels Beweisen wieder freigelassen. Aktuell diese Woche wieder vier. Es macht nicht den Eindruck, dass die Verhafteten durch eine höhere Schutzmacht freigekommen sind. Die ca. 2500 Seiten (plus ca. 1000 als Erweiterung) lange Anklageschrift hat nichts standfestes gegen die Verhafteten vorbringen können. Die Verhaftung von hunterten von Menschen beruhen sich überwiegend auf die Aussagen eines in Kanada lebenden ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters. Mit jeder Verhandlung lässt sich vermuten, dass die NATO/Gladio-Verpflechtungen diese Scheinaufklärung (unter Mithilfe von Erdogan und der AKP) in Gang gesetzt haben und führen.

    Die Türkei-Artikel von Herr Thumann sind mittlerweile als Meinungsmanipulation zu hinterfragen. Als journalistisch aufklärende Werke sind seine Zeilen leider nicht zu lesen. In meinen Kommentaren zu seinen Artikeln habe ich dies wiederholt beschrieben.

    Ich frage mich, warum die in Deutschland offiziell als Terrororganisation eingestufte PKK in dem Artikel "Guerilla" genannt wird?

    Noch ein Tip an Herrn Thumann: Wenn Sie Interesse an einem journalistisch aufklärendem Werk haben sollten, empfehle ich den mit einer Autobombe ermordeten Journalsiten/Schriftsteller Ugur Mumcu etwas zu analysieren. Insbesondere seine Untersuchungen unmittelbar vor seiner Ermordung. ODER, die Verbindungen der Deniz-Feneri e.V. mit AKP und Erdogan, mit dem sich ein deutsches Gericht zurzeit befasst.

    2run

    • 2run
    • 14.06.2009 um 22:06 Uhr

    Daniele Ganser ist sicherlich als Quelle für die Analyse der Geheimarmeen innerhalb Europas sehr zutreffend. Auch was die Türkei angeht, hat er die Vepflechtungen gut analysiert, jedoch nicht ausreichend durchleuchtet. Vermutlich -wie Sie auch erwähnten- weil diese Strukturen noch bestehen.
    Zurzeit wird der Prozess "Ergenekon" als Aufarbeitung/Auflösung des "Tiefen Staates" geführt. In den Anfängen des Prozesses hat die türkische Bevölkerung mit großer Begeisterung daran geglaubt, dass endlich die qualvollen Verbrechen aufgeklärt werden. Doch der Verlauf des Prozesses zeigt, dass es eine Scheinaufklärung ist. Denn der Großteil der verhafteten Menschen sind mit demokratischen Mitteln kämpfende OFFENE NATO/Gladio-Gegner, die bei jeder Gelegenheit öffentlich Ihre Meinung geäußert haben und weiterhin äußern. Der Prozess löst sich nach und nach in Luft auf. Viele wurden mangels Beweisen wieder freigelassen. Aktuell diese Woche wieder vier. Es macht nicht den Eindruck, dass die Verhafteten durch eine höhere Schutzmacht freigekommen sind. Die ca. 2500 Seiten (plus ca. 1000 als Erweiterung) lange Anklageschrift hat nichts standfestes gegen die Verhafteten vorbringen können. Die Verhaftung von hunterten von Menschen beruhen sich überwiegend auf die Aussagen eines in Kanada lebenden ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters. Mit jeder Verhandlung lässt sich vermuten, dass die NATO/Gladio-Verpflechtungen diese Scheinaufklärung (unter Mithilfe von Erdogan und der AKP) in Gang gesetzt haben und führen.

    Die Türkei-Artikel von Herr Thumann sind mittlerweile als Meinungsmanipulation zu hinterfragen. Als journalistisch aufklärende Werke sind seine Zeilen leider nicht zu lesen. In meinen Kommentaren zu seinen Artikeln habe ich dies wiederholt beschrieben.

    Ich frage mich, warum die in Deutschland offiziell als Terrororganisation eingestufte PKK in dem Artikel "Guerilla" genannt wird?

    Noch ein Tip an Herrn Thumann: Wenn Sie Interesse an einem journalistisch aufklärendem Werk haben sollten, empfehle ich den mit einer Autobombe ermordeten Journalsiten/Schriftsteller Ugur Mumcu etwas zu analysieren. Insbesondere seine Untersuchungen unmittelbar vor seiner Ermordung. ODER, die Verbindungen der Deniz-Feneri e.V. mit AKP und Erdogan, mit dem sich ein deutsches Gericht zurzeit befasst.

    2run

  3. zeigt sein wahres Gesicht.
    Was haben Sie denn zu den Armeniern zu sagen?
    Sie schreien doch auch sonst so laut zu den Greueltaten der europäischen Rassisten gegen die türkischen Mitmenschen und gegen Muslime.
    Wo ist Ihre Mitmenschlichkeit angesiedelt?
    Weshalb beschönigen und verteidigen Sie staatliche Greueltaten?

    Antwort auf "haben"
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    Nennen Sie uns doch mal einen einzigen armenischen Massengrab in der TR!!
    Können Sie nicht, weil es keins gibt , aber ich kann Ihnen jede menge jüdische Massengräber in Deutlschland nennen!!!

    Wissen Sie, gehören zu den jenigen die hier und da irgendwelche halbwahrheiten aus irgendwelchen Medien geschnappt hat und meint die Türkei oder Türken zu kennen!!! Mit einem Döner vom Türken um die Ecke oder für 299,-€ All Inclusiv Urlaub in Antalya lernt man nichts über die Türken!!!!!

    Sie wissen nicht wer Mevlana ist, Sie wissen nicht Pir Sultan ist, Sie wissen nicht wer Fatih Sultan Mehmet ist, Sie wissen nicht wer Yunus Emre ist und Sie wissen nicht wer Mimar Sinan ist ABER Sie wissen wie die Türken sind!!

    Im Vergleich zu Ihnen weiss ich über die Deutschen mehr als Sie über die Türken, denn ich lebe hier!!

    Also nochmal nennen Sie mir bitte einen einzigen armenischen Massengrab in der TR!!! Bitte mit Quelle!!!

    Nennen Sie uns doch mal einen einzigen armenischen Massengrab in der TR!!
    Können Sie nicht, weil es keins gibt , aber ich kann Ihnen jede menge jüdische Massengräber in Deutlschland nennen!!!

    Wissen Sie, gehören zu den jenigen die hier und da irgendwelche halbwahrheiten aus irgendwelchen Medien geschnappt hat und meint die Türkei oder Türken zu kennen!!! Mit einem Döner vom Türken um die Ecke oder für 299,-€ All Inclusiv Urlaub in Antalya lernt man nichts über die Türken!!!!!

    Sie wissen nicht wer Mevlana ist, Sie wissen nicht Pir Sultan ist, Sie wissen nicht wer Fatih Sultan Mehmet ist, Sie wissen nicht wer Yunus Emre ist und Sie wissen nicht wer Mimar Sinan ist ABER Sie wissen wie die Türken sind!!

    Im Vergleich zu Ihnen weiss ich über die Deutschen mehr als Sie über die Türken, denn ich lebe hier!!

    Also nochmal nennen Sie mir bitte einen einzigen armenischen Massengrab in der TR!!! Bitte mit Quelle!!!

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