New York Times Der angezählte Champion
Die »New York Times« ist die beste Zeitung der Welt – aber ihrem Verlag droht die Insolvenz: Das Internet macht Konkurrenz, Anzeigen bleiben aus. Muss die Zeitung bald ihren eigenen Tod vermelden?
Jeffrey Bezos ist schon seit 15 Jahren ein Mann der Zukunft, ein Oldtimer der Internetwelt. Der Informatiker hat den Internetbuchhandel amazon.com gegründet und mit seiner elektronischen Vertriebsmethode die amerikanischen Buchhändler an den Rand des Ruins geführt. Nun, am 6. Mai des Jahres 2009, soll es um die Zukunft der Zeitung gehen. Der 45 Jahre alte Milliardär steht im Auditorium der New Yorker Pace University, nicht unweit der Wall Street, und stellt sich einer Schar von Journalisten als Retter der New York Times vor.
Mit ihm gekommen ist ein 57-jähriger schüchterner Mann, der verlegen lächelt: Niemals würde der Verleger und Chairman Arthur Ochs-Sulzberger jr. zugeben, dass seine börsennotierte New York Times Company einem alten Cadillac gleicht, wie manche in der Stadt lästern. Die Marke Cadillac gehört zur Insolvenzmasse des Autogiganten General Motors. Und auch die New York Times Company sei am Ende, behaupten die allzu mächtigen Rating-Agenturen; sie haben die Aktie seiner Gesellschaft auf »junk« herabgestuft, auf Müll also. Von 50 Dollar im Jahr 2005 ist sie auf sechs Dollar gestürzt. Bei solchen Notierungen schließen auch die einst so leichtfertigen New Yorker Banken ihre Kreditschalter. Der New York Times Company droht die Insolvenz.
Doch die Wende naht, hofft ihr Verleger, hier und jetzt: Jeffrey Bezos zeigt sein jüngstes Produkt in die Runde, einen fingerdünnen Rechner mit Namen Kindle DX, das Kind des Kindle 2, mit einem 24,6-Zentimeter-Bildschirm. Er taugt für den drahtlosen Hochgeschwindigkeitsempfang von Texten und schwarz-weißen Bildern. Er verfügt über 3,3 Gigabyte Speicher, was dem Inhalt von 3500 Büchern entspricht. Und er soll 489 Dollar kosten. Sofort zeigt die hell leuchtende Projektionsfläche in Sulzbergers Rücken ein Kindle-DX-Bild mit der ersten Seite der New York Times. Für 9,50 Dollar pro Monat könne man Ochs-Sulzbergers Zeitung künftig auf Bezos’ Apparat laden. Der Verleger strahlt. »Wir wussten seit einem Jahrzehnt«, sagt er, »dass ein elektronisches Lesegerät dasselbe befriedigende Erlebnis ermöglicht wie eine gedruckte Zeitung!«
Doch plötzlich verschwindet auf der Projektionsfläche des Uni-Auditoriums das ganze Bild. Peinliches Dämmerlicht füllt den Saal, Mr. Bezos lächelt gequält. Irgendjemand in seiner Entourage hat etwas falsch gemacht. Ein böses Omen? Schon wieder? Der Internetmilliardär wird nicht gewusst haben, dass am 16. Januar 1992, genau an dem Tag, und in der Stunde, an dem der korrekt gekleidete Herr neben ihm von seinem Vater Arthur »Punch« Sulzberger zum Verleger der Times bestellt wurde, dass also genau an jenem Tag die große Uhr über dem Eingang zum Verlagshaus auf der 43. Straße in New York stehen geblieben war, aus unerklärlichen Gründen. Das Signal aus der Welt des Zufalls gilt in der Folklore der New York Times inzwischen als böses Vorzeichen der Ära unter Arthur jr.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, diesem Eitelkeitstreffen der Wirtschaftseliten aus aller Welt, hatte der Verleger 2007 erklärt, dass er nicht wisse, ob die New York Times »in fünf Jahren« noch auf Papier gedruckt werde. Es sei ihm auch »ehrlich gesagt: egal«. Dass aber im Gratiskosmos des Internets zahlungswillige Käufer fehlen, merkte er, als das erste Netz-Abonnement seiner Zeitung nicht angenommen wurde. Jetzt also ein zweiter Anlauf. Allerdings fehlt dem Kindle DX die Farbe der gedruckten Ausgabe, das mindert den Wert der meisten Anzeigen. Und die früher so lukrativen schwarz-weißen Kleinanzeigen sind ohnehin längst ins Netz abgewandert. Annoncen für Haushaltshilfen oder gebrauchte Autos sucht man im Blatt vergebens.
Sonntags ersetzte die Lektüre der »Times« den Gottesdienst
Bezos’ Gerät, nein: allen elektronischen Lesehilfen fehle die »Dinghaftigkeit einer Zeitung«, findet der Art Director der Times, Tom Bodkin . Vor drei Jahrzehnten hatten deren Sonntagsausgaben einen Umfang bis zu 1600 Seiten – das sieben Pfund schwere journalistische »Ding an sich« landete krachend vor den Haustüren der aufstrebenden Mittelschicht in New Yorks Suburbia, die Lektüre ersetzte für viele den Gottesdienst.
Die New York Times, sagt ihr Chefredakteur Bill Keller, »kann jeder getrost in der U-Bahn liegen lassen« – anders als den Kindle oder ähnliche Apparate, die man nicht falten kann und auf denen man auch keine Kaffeetasse abstellen sollte. Ein haltbares Geschäftsmodell, ein Zufluchtsort für eine Zeitung wie die Times ist der Kindle nicht, sondern nach Blackberry, iPod und iPhone nur ein weiteres Spielzeug für eine geräteverliebte Nation auf der Suche nach Ablenkung, permanentem Informationsdrama und kurzweiligem Zeitvertreib.
Die Stärke der gedruckten New York Times verkörpert das Gegenteil: geduldige, nachhaltige Aufklärung und intelligente, unparteiische Ordnungssuche im journalistisch gebändigten Nachrichtenchaos. Und – als Folge dieser Mühen – Einfluss auf die politischen, akademischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger des Landes.
Seine Skepsis gegenüber der Internetstrategie seines Verlegers Sulzberger kann Chefredakteur Keller nicht verhehlen. Journalismus-Studenten der Stanford University empfahl er kürzlich, über ihr Berufsziel noch einmal nachzudenken. Ein Reporter der Times, der ungenannt bleiben will, schließt nicht aus, dass sein Verlag in zehn Monaten Insolvenz anmelden könnte. Sein Chefredakteur ist geduldiger. Um ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, sagt Keller, blieben »ein oder zwei Jahre«.
Die wichtigste Zeitung der Vereinigten Staaten erscheint an Wochentagen mit einer knappen Million gedruckter Exemplare, sonntags sogar mit 1,4 Millionen. Ihre Auflage sinkt seit einigen Jahren langsam, in den vergangenen zwei Halbjahren jeweils um 3,6 Prozent. Das ist weniger als der Durchschnitt der amerikanischen Zeitungen. Dennoch steht sie nur Schritte vom finanziellen Abgrund entfernt, solange sie an das Schicksal ihres verlustreichen Medienkonzerns gefesselt bleibt, der aus weiteren 17 Tageszeitungen, über 50 Websites und einer New Yorker Radiostation besteht. Ihr Ende gliche einem Herzinfarkt der kritischen amerikanischen Öffentlichkeit. Es wäre eine finstere Wegmarke für den Niedergang aller subventionsfreien Qualitätszeitungen demokratischer Gesellschaften. Wenn die New York Times es nicht schafft, die tektonischen Verschiebungen des Nachrichten- und Unterhaltungskonsums ins Internet zu überleben, wenn sie den rasanten Niedergang des Anzeigenaufkommens nicht kompensieren, den elektronischen Informations-Tornado nicht abwettern kann, vielleicht gar nicht will – wie, so fragen sich die Verleger anderer seriöser Blätter in Paris, London, Hamburg, Berlin und München, wie soll es dann ihnen gelingen, als Restposten der journalistischen Gutenberg-Ära zu überleben?
- Datum 22.06.2009 - 08:21 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 18.06.2009 Nr. 26
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Ein Beispiel:
Die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt löst in Amerika seit Monaten heftige Reaktionen aus. Bisher regten sich amerikanische Juden, die mehrheitlich auf der Seite Israels stehen und das harte Vorgehen gegen die Palästinenser als notwendige Selbstverteidigung rechtfertigen, allerdings hauptsächlich über die europäischen Medien auf.
Vergangenen Monat riefen verschiedene jüdische Organisationen, darunter auch Rabbi Haskel Lookstein von der einflussreichen Upper East Side-Gemeinde Kehilath Jeshurun und Avi Weiss vom Hebrew Institute in Riverdale, zum Boykott gegen die New York Times auf.
Grund:
Angeblich palästinenserfreundliche Fotoauswahl auf der Titelseite.
"BOYCOTT THE NEW YORK TIMES FOR PRINTING ANTI-ISRAEL PROPAGANDA AS FRONT PAGE NEWS".
Der Boykottaufruf ist hier nachzulesen: http://www.thepetitionsit...
Gibt es Grund zur Annahme, dass Herr Naumann von dem Boykottaufruf wusste? Rhetorisch gefragt.
Dann reicht der Riss weit ins Speersort hinein. Während Herr Joffe vermutlich die NYT unten neben dem Antiquitätentrödler verbrennt, ruft Kollege Naumann zu Solidarität auf: Die "beste" Zeitung der Welt darf nicht sterben!
Damit bewegt sich Herr Naumann auf dünnem Eis. Der Vorwurf des Antisemitismus kam schon aus geringerem Anlass. Die geziehene Zeitung mit so einem Superlativ zu verzieren ruft vermutlich demnächst den deutschen Wächterrat auf den Plan.
Hat Frau Knobloch schon angerufen, Herr Kuhn?
Aber nur weil die meisten Deutschen gar nichts seltsames daran finden dass "Israel" und "Nahost" in den hiesigen Medien und Debatten präsenter sind als z.B der gesamte lateinamerikanische Kontinent muss das bei den Amerikanern noch lange nicht auch so sein. Und ist es auch nicht. Meiner Meinung nach interpretieren Sie da einfach Dinge rein die es so gar nicht gibt.
Zur Times an sich. Es wäre eine Ironie der Geschichte. In New York City wurde das "erfunden", ich denke dies kann man durchaus so stehen lassen, was wir als Journalismus begreifen. Investigativ, unabhängig, unbequem, kritisch. Nicht bloßes "berichten". Aber dennoch kein Propagandablatt sondern immer versuchend beide Seiten ausgewogen darzustellen. Es gibt in der Times noch heute quasi zu jedem wichtigeren Thema immer mindestens zwei Sichtweisen, die auch klar als solche gekennzeichnet sind und nicht wie in deutschen Zeitungen gerne in sehr tendentiösen und wertenden Berichten untergebracht werden.
Dadurch hat sich der Journalismus an sich emanzipiert. Die nächste logische Entwicklungsstufe ist dann dass sich der Journalismus auch von Zeitungen emanzipiert. Das Internet bietet hierzu idealen Nährboden. Die Times ist das Opfer ihrer eigenen Geschichte. Die Frage muss hier aber, ganz in alter Times-Tradition, nicht sein "ist es schade" wenn die Times verschwindet (sicherlich ist es das!) sondern "brauchen" die Amerikaner die Times noch oder haben nicht viel mehr Seiten wie Drudge Report oder Huffington Post die Rolle der Meinungsführerschaft und des Investigativen übernommen? Ich weiss es nicht.
Die amerikanischen Zionisten streiten sich mit der New York Times mindestens seit dem Ersten Weltkrieg. Schon Arthur Hays Sulzberger, der Großvater des heutigen Verlegers, pflegte eine Dauerfehde mit Rabbi Stephen Wise, einer der bedeutendsten zionistischen Führer in New York in den dreißiger Jahren, die solche Formen annahm, dass sich Roosevelts Schatzmeister Henry Morgenthau als Vermittler einschaltete. Und seit der Gründung Israels wird der Times vorgeworfen, sie unterstütze den Staat nicht genug. Der Boykottaufruf dieses oben erwähnten Rabbis ist, glaube ich, der vierte oder fünfte.
Gibt es Grund zur Annahme, dass Herr Naumann von dem Boykottaufruf wusste? Rhetorisch gefragt.
Dann reicht der Riss weit ins Speersort hinein. Während Herr Joffe vermutlich die NYT unten neben dem Antiquitätentrödler verbrennt, ruft Kollege Naumann zu Solidarität auf: Die "beste" Zeitung der Welt darf nicht sterben!
Damit bewegt sich Herr Naumann auf dünnem Eis. Der Vorwurf des Antisemitismus kam schon aus geringerem Anlass. Die geziehene Zeitung mit so einem Superlativ zu verzieren ruft vermutlich demnächst den deutschen Wächterrat auf den Plan.
Hat Frau Knobloch schon angerufen, Herr Kuhn?
Aber nur weil die meisten Deutschen gar nichts seltsames daran finden dass "Israel" und "Nahost" in den hiesigen Medien und Debatten präsenter sind als z.B der gesamte lateinamerikanische Kontinent muss das bei den Amerikanern noch lange nicht auch so sein. Und ist es auch nicht. Meiner Meinung nach interpretieren Sie da einfach Dinge rein die es so gar nicht gibt.
Zur Times an sich. Es wäre eine Ironie der Geschichte. In New York City wurde das "erfunden", ich denke dies kann man durchaus so stehen lassen, was wir als Journalismus begreifen. Investigativ, unabhängig, unbequem, kritisch. Nicht bloßes "berichten". Aber dennoch kein Propagandablatt sondern immer versuchend beide Seiten ausgewogen darzustellen. Es gibt in der Times noch heute quasi zu jedem wichtigeren Thema immer mindestens zwei Sichtweisen, die auch klar als solche gekennzeichnet sind und nicht wie in deutschen Zeitungen gerne in sehr tendentiösen und wertenden Berichten untergebracht werden.
Dadurch hat sich der Journalismus an sich emanzipiert. Die nächste logische Entwicklungsstufe ist dann dass sich der Journalismus auch von Zeitungen emanzipiert. Das Internet bietet hierzu idealen Nährboden. Die Times ist das Opfer ihrer eigenen Geschichte. Die Frage muss hier aber, ganz in alter Times-Tradition, nicht sein "ist es schade" wenn die Times verschwindet (sicherlich ist es das!) sondern "brauchen" die Amerikaner die Times noch oder haben nicht viel mehr Seiten wie Drudge Report oder Huffington Post die Rolle der Meinungsführerschaft und des Investigativen übernommen? Ich weiss es nicht.
Die amerikanischen Zionisten streiten sich mit der New York Times mindestens seit dem Ersten Weltkrieg. Schon Arthur Hays Sulzberger, der Großvater des heutigen Verlegers, pflegte eine Dauerfehde mit Rabbi Stephen Wise, einer der bedeutendsten zionistischen Führer in New York in den dreißiger Jahren, die solche Formen annahm, dass sich Roosevelts Schatzmeister Henry Morgenthau als Vermittler einschaltete. Und seit der Gründung Israels wird der Times vorgeworfen, sie unterstütze den Staat nicht genug. Der Boykottaufruf dieses oben erwähnten Rabbis ist, glaube ich, der vierte oder fünfte.
das liest sich wie ein katastrophenbericht. ich habe nur bis seite 3 gelesen, aber das reichte schon und ist auch nur eine wiederholung einer geschichte die ich zur zeit häufig lese. aber auch etwas was ICH schon vor jahren propagiert habe.
ich vermute, dass der schreiber dieses artikels die analogie zwischen der ZEIT und der NYT nicht übersehen hat. etwas das ich an der ZEIT auch kritisiere.
kurz: der ZEIT onlineautritt ist für mich besser lesbar als die zeitung. jedoch, nervt es, dass ich als abonnent nicht so etwas wie einen premiumbereich habe und denselben werbekram lesen muss wie "kostenlosleser". die 130MB die ich mit der kompletten zeitung runterladen kann sind für meine DSL-light verbindung zu lang und ausserdem sind die bilder in einer schlechteren(!) qualität als die direkten artikel.
und die grosse frage ist auch hier: warum sollte ich als abonnent weiter abonnent bleiben, wenn ich ca. 80% der interessantesten(!) artikel online mit nicht weiter erwähnenswerter verspätung lesen kann?
wie ich es machen würde:
*ich würde das onlineportal massiv kürzen und einen (lesbaren) premiumbereich einrichten, der dem jetzigen ähnlich ist.
*jedem abonnenten würde ich die wahl lassen, ob sie eine gedruckte oder online zeitung haben möchten. eine zeitung die nicht gedruckt werden muss ist natürlich günstiger, was auch auf den kunden übertragen werden muss (stattdessen versucht man häufiger die gesamte zeitung günstiger zu machen, worauf dann die onlineleser die prints subventionieren)
*einer kiosk printversion würde ich einen individuellen code eindrucken mit dem man für eine woche (oder immer) die onlineausgabe lesen kann.
keine zusätzlichen kosten, alle zufrieden und ein stabiler wechsel zum internet.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
daß sich kritische Köpfe in einem rein kommerziellen Forum ausbreiten würden oder in einem subprime-Bereich
P.S.
Ihr Layout könnte auch lesbarer sein. Vermutlich halten Sie die deutsche Groß- und Kleinschreibung für unzeitgemäß ? In einem "Premiumbereich" könnte man von mir aus darauf verzichten.
________________
Das sind sehr gute Vorschlaege!! Ich selbst war lange Jahre Abonnentin der Zeit. Dann bin ich ins Ausland gezogen und habe mein Abonnement daher gekuendigt, da ein Auslandsabo nahezu doppelt (!!!) so teuer gewesen waere. Nun kaufe ich die Zeit manchmal aus purer Nostalgie in der gedruckten Ausgabe - meist ist sie erst eine Woche spaeter hier. Dabei bin ich dann relegmaessig enttaeuscht, weil ich praktisch ALLES, was mich interessieren wuerde bereits online gelesen habe.
Es ist nicht so, dass ich es nicht schaetzen wuerde, dass mir all das kostenlos zur Verfuegung gestellt wird - aber natuerlich geht das zu Lasten der kostenpflichtigen Ausgabe.
Eine "Kulturflatrate" waere m.E. ebenso denkbar wie der Kauf der jeweils aktuellen Einzelausgabe der Zeit ueber "click and buy" (zu einem Preis der der gedruckten Ausgabe abzueglich der Druck und Vertriebskosten entspricht, dafuer aber mit einem kleinen Abschlag fuer das Unterhalten der Homepage). Sobald die Ausgabe 2 Wochen alt ist, kann sie dann ja ins kostenlose Archiv uebergehen.
So haette die kostenpflichtige Ausgabe, ob gedruckt oder online immerhin den Aktualitaetsvorteil...
..und zwar von mir selbst.
das mit dem individuellen code in jeder zeitung würde ich doch anders machen.
da jedem käufer einer gedruckten ausgabe ein exemplar einer zeitung vorliegt, würde es ausreichen zur authentifizierung eine zufällige stelle der zeitung zitieren zu können.
damit aber diese nicht die online ressourcen nicht übermässig nutzen sollte die onlinenutzung erst nach zB einer woche möglich sein. so würden teure spitzennutzungszeiten eliminiert.
das würde für abonnenten- und kioskkäufer gleichermassen angewendet.
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Es ist nicht so, dass ich es nicht schaetzen wuerde, dass mir all das kostenlos zur Verfuegung gestellt wird - aber natuerlich geht das zu Lasten der kostenpflichtigen Ausgabe.
Eine "Kulturflatrate" waere m.E. ebenso denkbar wie der Kauf der jeweils aktuellen Einzelausgabe der Zeit ueber "click and buy" (zu einem Preis der der gedruckten Ausgabe abzueglich der Druck und Vertriebskosten entspricht, dafuer aber mit einem kleinen Abschlag fuer das Unterhalten der Homepage). Sobald die Ausgabe 2 Wochen alt ist, kann sie dann ja ins kostenlose Archiv uebergehen.
So haette die kostenpflichtige Ausgabe, ob gedruckt oder online immerhin den Aktualitaetsvorteil...
..und zwar von mir selbst.
das mit dem individuellen code in jeder zeitung würde ich doch anders machen.
da jedem käufer einer gedruckten ausgabe ein exemplar einer zeitung vorliegt, würde es ausreichen zur authentifizierung eine zufällige stelle der zeitung zitieren zu können.
damit aber diese nicht die online ressourcen nicht übermässig nutzen sollte die onlinenutzung erst nach zB einer woche möglich sein. so würden teure spitzennutzungszeiten eliminiert.
das würde für abonnenten- und kioskkäufer gleichermassen angewendet.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
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ihre fragen könnten auch ein wenig mehr fragekraft haben.
was soll das fragezeichen in ihrer überschrift?
ist ihre frage ernst gemeint, ob kritische köpfe in einem kommerziellen bereich vorhanden sind? wenn sie damit meinen, das ein intellektueller bzw. kritischer kopf optimale ideologische bedingungen benötigt, dann würde ich das verneinen.
leider sind die layoutmöglichkeiten in diesem forum recht begrenzt. ich bitte sie deshalb höflichst sich auf die geschriebenen informationen zu beschränken und nicht von sekundären schriftmerkmalen ablenken zu lassen.
warum sollte man im premiumbereich auf gross- oder kleinschreibung verzichten können?
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ihre fragen könnten auch ein wenig mehr fragekraft haben.
was soll das fragezeichen in ihrer überschrift?
ist ihre frage ernst gemeint, ob kritische köpfe in einem kommerziellen bereich vorhanden sind? wenn sie damit meinen, das ein intellektueller bzw. kritischer kopf optimale ideologische bedingungen benötigt, dann würde ich das verneinen.
leider sind die layoutmöglichkeiten in diesem forum recht begrenzt. ich bitte sie deshalb höflichst sich auf die geschriebenen informationen zu beschränken und nicht von sekundären schriftmerkmalen ablenken zu lassen.
warum sollte man im premiumbereich auf gross- oder kleinschreibung verzichten können?
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ihre fragen könnten auch ein wenig mehr fragekraft haben.
was soll das fragezeichen in ihrer überschrift?
ist ihre frage ernst gemeint, ob kritische köpfe in einem kommerziellen bereich vorhanden sind? wenn sie damit meinen, das ein intellektueller bzw. kritischer kopf optimale ideologische bedingungen benötigt, dann würde ich das verneinen.
leider sind die layoutmöglichkeiten in diesem forum recht begrenzt. ich bitte sie deshalb höflichst sich auf die geschriebenen informationen zu beschränken und nicht von sekundären schriftmerkmalen ablenken zu lassen.
warum sollte man im premiumbereich auf gross- oder kleinschreibung verzichten können?
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Das sind sehr gute Vorschlaege!! Ich selbst war lange Jahre Abonnentin der Zeit. Dann bin ich ins Ausland gezogen und habe mein Abonnement daher gekuendigt, da ein Auslandsabo nahezu doppelt (!!!) so teuer gewesen waere. Nun kaufe ich die Zeit manchmal aus purer Nostalgie in der gedruckten Ausgabe - meist ist sie erst eine Woche spaeter hier. Dabei bin ich dann relegmaessig enttaeuscht, weil ich praktisch ALLES, was mich interessieren wuerde bereits online gelesen habe.
Es ist nicht so, dass ich es nicht schaetzen wuerde, dass mir all das kostenlos zur Verfuegung gestellt wird - aber natuerlich geht das zu Lasten der kostenpflichtigen Ausgabe.
Eine "Kulturflatrate" waere m.E. ebenso denkbar wie der Kauf der jeweils aktuellen Einzelausgabe der Zeit ueber "click and buy" (zu einem Preis der der gedruckten Ausgabe abzueglich der Druck und Vertriebskosten entspricht, dafuer aber mit einem kleinen Abschlag fuer das Unterhalten der Homepage). Sobald die Ausgabe 2 Wochen alt ist, kann sie dann ja ins kostenlose Archiv uebergehen.
So haette die kostenpflichtige Ausgabe, ob gedruckt oder online immerhin den Aktualitaetsvorteil...
..und zwar von mir selbst.
das mit dem individuellen code in jeder zeitung würde ich doch anders machen.
da jedem käufer einer gedruckten ausgabe ein exemplar einer zeitung vorliegt, würde es ausreichen zur authentifizierung eine zufällige stelle der zeitung zitieren zu können.
damit aber diese nicht die online ressourcen nicht übermässig nutzen sollte die onlinenutzung erst nach zB einer woche möglich sein. so würden teure spitzennutzungszeiten eliminiert.
das würde für abonnenten- und kioskkäufer gleichermassen angewendet.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Dieser Vorschlag ist nicht praktikabel - denn auf die online Version wuerde man ja im Zweifel dann zugreifen wollen, wenn man die gedruckte Ausgabe gerade nicht dabei hat. einen Code, der auf Seite eins steht, kann man sich fuer solche Faelle leicht herausreissen und mit sich fuehren. Bei einer zufaelligen Stelle muesste man ja dauernd die ganze Zeitung zur Hand haben.
Dieser Vorschlag ist nicht praktikabel - denn auf die online Version wuerde man ja im Zweifel dann zugreifen wollen, wenn man die gedruckte Ausgabe gerade nicht dabei hat. einen Code, der auf Seite eins steht, kann man sich fuer solche Faelle leicht herausreissen und mit sich fuehren. Bei einer zufaelligen Stelle muesste man ja dauernd die ganze Zeitung zur Hand haben.
Dieser Vorschlag ist nicht praktikabel - denn auf die online Version wuerde man ja im Zweifel dann zugreifen wollen, wenn man die gedruckte Ausgabe gerade nicht dabei hat. einen Code, der auf Seite eins steht, kann man sich fuer solche Faelle leicht herausreissen und mit sich fuehren. Bei einer zufaelligen Stelle muesste man ja dauernd die ganze Zeitung zur Hand haben.
wenn man die onlineversion und damit die onlineressourcen nutzen möchte, dann kann man sich auch gleich eine onlineversion kaufen. ich hatte das nicht erwähnt, aber es sollte kein problem darstellen, wenn man eine ausgabe im internet kaufen könnte- zur sofortigen nutzung.
das seite1-code-problem habe ich auch schon bemerkt. die lösung wäre den code im inneren zu platzieren, vielleicht auf seite 2 in der mitte. ich denke nicht das viele menschen so dreist sind und im supermarkt diesen rausreissen würden, auch ist der zugang zum code erst durch öffnen der zeitung möglich, was unauffällig und im stehen ziemlich schwer werden dürfte.
wenn man für die zukunft seine onlineversionen zugänglich haben möchte, dann könnte jeder user ein konto einrichten, in dem seine authentifizierten versionen vorgehalten werden.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
wenn man die onlineversion und damit die onlineressourcen nutzen möchte, dann kann man sich auch gleich eine onlineversion kaufen. ich hatte das nicht erwähnt, aber es sollte kein problem darstellen, wenn man eine ausgabe im internet kaufen könnte- zur sofortigen nutzung.
das seite1-code-problem habe ich auch schon bemerkt. die lösung wäre den code im inneren zu platzieren, vielleicht auf seite 2 in der mitte. ich denke nicht das viele menschen so dreist sind und im supermarkt diesen rausreissen würden, auch ist der zugang zum code erst durch öffnen der zeitung möglich, was unauffällig und im stehen ziemlich schwer werden dürfte.
wenn man für die zukunft seine onlineversionen zugänglich haben möchte, dann könnte jeder user ein konto einrichten, in dem seine authentifizierten versionen vorgehalten werden.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Gibt es Grund zur Annahme, dass Herr Naumann von dem Boykottaufruf wusste? Rhetorisch gefragt.
Dann reicht der Riss weit ins Speersort hinein. Während Herr Joffe vermutlich die NYT unten neben dem Antiquitätentrödler verbrennt, ruft Kollege Naumann zu Solidarität auf: Die "beste" Zeitung der Welt darf nicht sterben!
Damit bewegt sich Herr Naumann auf dünnem Eis. Der Vorwurf des Antisemitismus kam schon aus geringerem Anlass. Die geziehene Zeitung mit so einem Superlativ zu verzieren ruft vermutlich demnächst den deutschen Wächterrat auf den Plan.
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