Arbeitsmarkt für Frauen Erfolgreich, aber unglücklich

Frauen machen häufiger Karriere als früher. Doch der Anspruch, Beruf und Familie zu vereinen, zehrt an ihren Kräften

Frauen haben heute mehr Chancen im Beruf als je zuvor, zufriedener macht sie das jedoch nicht. Viel häufiger als früher geben sie in Umfragen an, unglücklich zu sein. Dieses zwiespältige Bild ergibt sich aus zwei neuen Studien.

Nach einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist es Frauen in den vergangenen Jahren immer besser gelungen, in hoch qualifizierte Berufe einzusteigen. Ihre besseren Schulzeugnisse und Ausbildungsabschlüsse führten zunehmend auch zu einer steileren Karriere. Gerade in akademischen Berufen steige der Frauenanteil.

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Eine ähnliche Entwicklung ist in den meisten Industrieländern zu beobachten, wie Forscher in einer vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichten Studie feststellen. Auch der Lohnunterschied zu den Männern habe sich verringert. Dennoch zeigten viele Befragungen, dass Frauen heute seltener als früher wirklich glücklich sind. In den 1970er Jahren waren die entsprechenden Werte der Frauen regelmäßig höher als die der Männer. Inzwischen kehre sich dieses Verhältnis in fast allen Industrieländern um.

Eine Erklärung der Forscher lautet: Die typische Hausfrau der Siebziger war zufrieden, wenn in der Familie alles in Ordnung war. Berufstätige Frauen stuften sich dagegen erst dann als »glücklich« ein, wenn privat und im Job alles gut liefe. (rud)

 
Leser-Kommentare
  1. Ist dies nicht im Sinne der Gleichberechtigung? (Angleichung der Glücklichkeitsangaben)

  2. Ich kann dieses Zielgruppenbedienen nicht mehr hören.
    Frau ist immer besser, aber immer irgendwie benachteiligt und sei es wie nun mal wieder hier erwiesen im "Glück", was immer das auch seien mag.
    Jede Woche bringt die "Zeit" dieses Mantra, oder dessen Negation, die Schlechtheit doofer Männer........
    Frau hat es in dieser Gesellschaft dankenswerter Weise, nicht besser und nicht schlechter als die andere Hälfte.......Punkt
    Ein Blick in die Redaktionsräume wird bestätigen das es unter Ihnen(den Frauen) genau so viele Nieten gibt wie unter den Männer, nur mit dem Unterschied das bei Ihnen immer die Diskriminierung schuld ist oder, wahlweise, die mangelnde emphatische Kompetenz der Männer.
    Hilfreich sind dabei auch sicherlich die Videobelehrung dieses seltsamen, geschlechtslosen in Dutzenden Kursen (IMPRO, NLP und so) geschulte Wesen(Knaths). Die zeigen wie man ganz schnell zum kranken Alphatier mutiert, und somit noch viel unglücklicher wird, was dann wieder von hochseriösen Instituten gemessen wird um hernach wieder hier zu laden.
    Wird "Zeit" das sich hier mal einen Gegenbewegung bildet. Oder wollen Sie zur Emma mutieren?

  3. Dieser Artikel stellt fest, dass Frauen heute mehr Chancen haben und auch fast soviel verdienen wie die Männer - "Dennoch zeigten viele Befragungen, dass Frauen heute seltener als früher wirklich glücklich sind."

    "Eine Erklärung der Forscher lautet: Die typische Hausfrau der Siebziger war zufrieden, wenn in der Familie alles in Ordnung war. Berufstätige Frauen stuften sich dagegen erst dann als »glücklich« ein, wenn privat und im Job alles gut liefe. "

    Diese Erklärung kann ich ganz gut nachvollziehen. Ich hätte aber dennoch gern die anderen Erklärungen der Forscher gelesen und finde, da hätte man mehr draus machen können. So wirkt das ein bißchen wie: die Frauen sind zu schwach für Job und Familie, zu ihrem eigenen Schutze und Glück sollten sie deshalb .... (ich kann gar nicht zählen wie oft dieses Argument für weibliche Benachteiligung angeführt wurde).
    _______________________________________________________________
    "Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Freud)
    Anm.: das könnte auch eine SIE gewesen sein

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    1. rud ist männlich
    2. hätte man mehr aus diesem Thema machen können? Klar. Das war jetzt eben nur eine, da für die Print-Zeit geschriebene kleine Meldung, die zwei aktuelle Studien aufgreift. Aber dahinter steckt natürlich ein Riesen-Thema.
    3. Zur Erklärung: Mit "Schwäche" hat die eine, angeführte Erklärungsmöglichkeit meiner persönlichen Meinung nach nichts zu tun.
    4. Weitere Erklärungen: Unter anderem gibt es natürlich auch Zweifel, ob sich eine Umfrage von vor 30 Jahren wirklich mit einer von heute vergleichen lässt. Sind die Frauen wirklich weniger oft glücklich - oder antworten Sie heute auf so eine Frage einfach anders (ist hier in den Kommentaren ja schon angeklungen).
    5. Links zu den Studien, die beide wirklich interessant sind (auch wenn keiner darum gebeten hat):
    http://ftp.iza.org/dp4200...
    http://www.iab.de/de/publ... (leider nur ein Überblick)

    "So wirkt das ein bißchen wie: die Frauen sind zu schwach für Job und Familie,"

    Ich glaube nicht das es ein Frauenproblem ist, daß sie zu schwach dafür sind. Ich denke bei einem dieser beiden Jobs muss man Zugeständnisse machen, einen Anspruchsvoller Job wenn man auch in der Erziehung brillieren will ist kaum zu bewerkstelligen. Wenn Männer hier weniger Probleme haben, dann wahrscheinlich weil sie die Kinder dann auch mal nebenher laufen lassen, ohne sich wie ein Rabenvater zu fühlen. Deshalb ist eine gewisse Schwerpunktsetzung in einer Beziehung schon sinnvoll, auch wenn es nicht unbedingt die klassische Form sein muss. Gut ausgebildete und ebenso gut verdienende Frauen schaffen ja auch für Männer Entscheidungsfreiheiten. Warum soll Sie da nicht mal den Hauptverdiener machen?
    Männer haben hier den Vorteil, das sie sich in der Partnerschaft auch "Nach unten" orientieren können, was die Verdienst oder Soziale Wertigkeit des Jobs angeht, Frauen tun sich das glaube ich immer noch etwas schwerer

    1. rud ist männlich
    2. hätte man mehr aus diesem Thema machen können? Klar. Das war jetzt eben nur eine, da für die Print-Zeit geschriebene kleine Meldung, die zwei aktuelle Studien aufgreift. Aber dahinter steckt natürlich ein Riesen-Thema.
    3. Zur Erklärung: Mit "Schwäche" hat die eine, angeführte Erklärungsmöglichkeit meiner persönlichen Meinung nach nichts zu tun.
    4. Weitere Erklärungen: Unter anderem gibt es natürlich auch Zweifel, ob sich eine Umfrage von vor 30 Jahren wirklich mit einer von heute vergleichen lässt. Sind die Frauen wirklich weniger oft glücklich - oder antworten Sie heute auf so eine Frage einfach anders (ist hier in den Kommentaren ja schon angeklungen).
    5. Links zu den Studien, die beide wirklich interessant sind (auch wenn keiner darum gebeten hat):
    http://ftp.iza.org/dp4200...
    http://www.iab.de/de/publ... (leider nur ein Überblick)

    "So wirkt das ein bißchen wie: die Frauen sind zu schwach für Job und Familie,"

    Ich glaube nicht das es ein Frauenproblem ist, daß sie zu schwach dafür sind. Ich denke bei einem dieser beiden Jobs muss man Zugeständnisse machen, einen Anspruchsvoller Job wenn man auch in der Erziehung brillieren will ist kaum zu bewerkstelligen. Wenn Männer hier weniger Probleme haben, dann wahrscheinlich weil sie die Kinder dann auch mal nebenher laufen lassen, ohne sich wie ein Rabenvater zu fühlen. Deshalb ist eine gewisse Schwerpunktsetzung in einer Beziehung schon sinnvoll, auch wenn es nicht unbedingt die klassische Form sein muss. Gut ausgebildete und ebenso gut verdienende Frauen schaffen ja auch für Männer Entscheidungsfreiheiten. Warum soll Sie da nicht mal den Hauptverdiener machen?
    Männer haben hier den Vorteil, das sie sich in der Partnerschaft auch "Nach unten" orientieren können, was die Verdienst oder Soziale Wertigkeit des Jobs angeht, Frauen tun sich das glaube ich immer noch etwas schwerer

    • qed
    • 20.06.2009 um 16:59 Uhr
    4. Pech!

    In der Schule und der Uni gnadenlos bevorzugt, mit Quoten und Schmiergeld vom Staat in die Pöstchen gehievt, selbst als Arbeitslose noch gepampert, im Nullmedium Fernsehen und den Mainstreammedien seit 30 Jahren bejubelt, im Scheidungsfalle vollkaskoversichert- tja, was könnten wir denn jetzt noch tun, damit unsere Alphas endlich glücklich sind?
    Einer zunehmenden Zahl von Männern geht diese Frage völlig am Arsche vorbei. Unsere Prinzessinnen interessieren sie nicht mehr. Up, up and away- Singapore Airlines, Cathay Pacific, Thai Airways...

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    Pech für ausgebeutete Frauen in Südostasien?
    Pech für alle Frauen, die von Männer wie diesen nicht 'endlich glücklich' gemacht werden?
    Oder Pech für jene 'zunehmende Zahl von Männern', die sich nicht in der Lage sieht, einer gleichberechtigten Frau auf Augenhöhe zu begegnen und deswegen zur Erfüllung der Allmachtsphantasien südostasiatische Bordelle aufsuchen muß?

    Das einzig Tröstliche an Ihrem Kommentar - er entspricht nicht der Realität. Die Zahl dieser zurückgebliebenen Männer ist abnehmend, in einzwei Generationen sind sie ausgestorben.

    Je unabhängiger alle Frauen von solchen Kretins sind, desto besser für sie.
    Up, up and away - ganz genau.

    • roxy
    • 24.06.2009 um 11:43 Uhr

    eine Airline vergessen: Never-Come-Back-Airline...

    Pech für ausgebeutete Frauen in Südostasien?
    Pech für alle Frauen, die von Männer wie diesen nicht 'endlich glücklich' gemacht werden?
    Oder Pech für jene 'zunehmende Zahl von Männern', die sich nicht in der Lage sieht, einer gleichberechtigten Frau auf Augenhöhe zu begegnen und deswegen zur Erfüllung der Allmachtsphantasien südostasiatische Bordelle aufsuchen muß?

    Das einzig Tröstliche an Ihrem Kommentar - er entspricht nicht der Realität. Die Zahl dieser zurückgebliebenen Männer ist abnehmend, in einzwei Generationen sind sie ausgestorben.

    Je unabhängiger alle Frauen von solchen Kretins sind, desto besser für sie.
    Up, up and away - ganz genau.

    • roxy
    • 24.06.2009 um 11:43 Uhr

    eine Airline vergessen: Never-Come-Back-Airline...

  4. "In der Schule und der Uni gnadenlos bevorzugt,"
    - damit meinten Sie wohl das Ende der unterschiedlichen Jungen und Mädchenbildung, oder? Als das Pudding-Abitur abgelöst wurde durch Hochschulausbildung - also seit der Generation meiner Eltern. Oder meinten Sie, dass mittlerweile Studien feststellten, dass Mädchen nicht nur genauso schlau sind wie Jungs sondern zudem scheinbar sozial besser angepasst, weshalb sie bessere Noten bekommen? Wie würden sie diese "Bevorzugung" beenden wollen? Und an der Uni ... wird die weibliche Mehrheit der Studentinnen wohl noch ein Weilchen warten müssen bis sie sich selbstverständlich eine Doktormutter suchen kann - nach wie vor viel zu männlich dominiert, dieser Bereich. So wie die (Klein-)Kinderziehung bis knapp zur Pubertät eindeutig zu weiblich dominiert ist. Sollten wir auch versuchen zu ändern, nicht?

    "mit Quoten und Schmiergeld vom Staat in die Pöstchen gehievt,"
    - mit den Quoten meinen sie die "Bevorzugung bei gleicher Qualifikation", oder? Aber grämen Sie sich doch nicht: 62-95 % aller Führungspositionen sind nach wie vor belegt von dem aus ihrer Sicht offenbar benachteiligten Geschlecht. Merkwürdige Benachteiligung, find ich. Und welches Schmiergeld meinten Sie bitte?

    "selbst als Arbeitslose noch gepampert,"
    - wo wäre hier ein Unterschied zu männlichen Arbeitslosen? Und 345 Euro HartzIV ist für mich jetzt nicht gerade "pampern".

    "im Nullmedium Fernsehen und den Mainstreammedien seit 30 Jahren bejubelt,"

    - ja, endlich mal starke Frauen zu sehen. Nach den vielen dummen Püppchen, auf die so manch grandiose Schauspielerin reduziert wurde.

    "im Scheidungsfalle vollkaskoversichert"
    - Erde an qed: Letzte Unterhaltsrechtsänderung nicht mitbekommen? Drei Jahre falls es kleine Kinder gibt - ansonsten brauchts mittlerweile viel Glück und Beweise. Besser ist es m.M.n. natürlich sich erst gar nicht mit einer Ehe zu belasten.

    "tja, was könnten wir denn jetzt noch tun, damit unsere Alphas endlich glücklich sind? Einer zunehmenden Zahl von Männern geht diese Frage völlig am Arsche vorbei. Unsere Prinzessinnen interessieren sie nicht mehr."
    - Was halten Sie von dieser Initiative? Wären Sie nicht auch ein bißchen glücklicher wenn sich die Feministinnen damit durchsetzen könnten? Ach nein, vermutlich nicht. Sie möchten uns ja lieber darüber im Unklaren lassen, ob Sie jetzt den Männern raten wollten arme Frauen oder arme Kinder auszunutzen und zu missbrauchen? Oder wie sollte das verstanden werden?

    "Up, up and away- Singapore Airlines, Cathay Pacific, Thai Airways..."

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    "Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Freud)
    Anm.: das könnte auch eine SIE gewesen sein

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    gefällt mir auch nicht, aber in einem teile ich die Auffassung. Rechtliche Gleichstellung ist immer anzustreben, Förderung, Bevorzugung, Quoten etc. lehne ich ab. Sie verursachen nur Luftblasen die auf Dauer nicht halten können was sie versprechen.
    Interessanterweise gelten und galten die USA z.B. in der Emanzipation als erfolgreicher, bei völligem Verzicht auf einseitige Förderung.
    Förderungen, egal wo, sind gefährlich, weil man nie sicher sein kann, ob man wirklich hilft oder nur eine Fehlallokation durch eine neue ersetzt. Ihnen liegt die Vorstellung zu Grunde man könne steuern und hätte umfängliches Wissen über die Zusammenhänge.
    Das aber ist vermessene Dummheit, die am Ende Fortschritt immer behindert, weil die Wirkung von Veränderungen niemals umfänglich richtig eingeschätzt werden können und Förderung die Freiheit nimmt, laufend Anpassungen vornehmen zu können. Förderung die nicht auf Schaffung von Motivation beruht un der Freiheit dieser nachzugehen, ist deshalb immer Ressourcenverschwendung, weil viel zu ineffektiv.

    H.

    gefällt mir auch nicht, aber in einem teile ich die Auffassung. Rechtliche Gleichstellung ist immer anzustreben, Förderung, Bevorzugung, Quoten etc. lehne ich ab. Sie verursachen nur Luftblasen die auf Dauer nicht halten können was sie versprechen.
    Interessanterweise gelten und galten die USA z.B. in der Emanzipation als erfolgreicher, bei völligem Verzicht auf einseitige Förderung.
    Förderungen, egal wo, sind gefährlich, weil man nie sicher sein kann, ob man wirklich hilft oder nur eine Fehlallokation durch eine neue ersetzt. Ihnen liegt die Vorstellung zu Grunde man könne steuern und hätte umfängliches Wissen über die Zusammenhänge.
    Das aber ist vermessene Dummheit, die am Ende Fortschritt immer behindert, weil die Wirkung von Veränderungen niemals umfänglich richtig eingeschätzt werden können und Förderung die Freiheit nimmt, laufend Anpassungen vornehmen zu können. Förderung die nicht auf Schaffung von Motivation beruht un der Freiheit dieser nachzugehen, ist deshalb immer Ressourcenverschwendung, weil viel zu ineffektiv.

    H.

  5. Eigentlich vollkommen verständlich - von der Frau in den 60ern und 70ern erwartete man, dass sie ihren Haushalt gut machte und ihre Kinder zu höflichen und fleissigen Menschen erzog. Das war alles noch machbar und schaffbar. Von der Frau in den 70ern erwartete man noch nicht mal, dass ihre Kinder Höchstleistungen erbrachten - es reichte, wenn das Kind die Hauptschule besuchte und man freute sich, wenn die Begabung zu mehr reichte.

    An die Frau heute wird eine ganz andere Erwartung gestellt - bzw. sie stellt auch an sich eine viel größere Erwartung. Sie muss gut im Job sein, gut im Bett, ihre Kinder zu Höchstleistungen trimmen und eben auch noch eine tolle Hausfrau sein. Irgendwas muss dabei ins Hintertreffen geraten, da Frau ja nicht zur "Superfrau" geboren wurde...

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    das bringt die Haltung mein Bauch = mein Kind eben so mit sich. Und genug Kraft zum Väter ausgrenzen ist ja wie sich zeigt immer noch in nicht geringem Maße vorhanden. Wobei gesagt werden muss, dass die deutsche Mutter hierbei dank frauenfreundlicher Gesetze - wie auch in vielen anderen Bereichen - nicht allzu viel Kraft aufzuwenden gefordert ist.
    Wie Kinder für einen bizarren Glücksanspruch von Müttern ohne Not instrumentalisiert, ja missbraucht werden, macht Prof. Gerhard Amendt im Video-Interview deutlich.

    Deshalb bleibt unverständlich:
    Vor mehr als fünf Jahren beauftragte das Bundesverfassungsgericht das Bundesjustziministerium mit der Prüfung, ob die geltende Sorgerechtsregelung von nichtehelichen Müttern missbraucht werde, um erziehungswillige Väter von der Verantwortung für ihre gemeinsamen Kinder auszugrenzen. Ergebnisse hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bisher nicht vorgelegt. Sie verzögert damit eine moderne Fassung des Sorgerechts, die in andern europäischen Ländern – wie z.B. in Polen – längst etablierte Praxis ist.
    (siehe auch Femokratieblog)

    das bringt die Haltung mein Bauch = mein Kind eben so mit sich. Und genug Kraft zum Väter ausgrenzen ist ja wie sich zeigt immer noch in nicht geringem Maße vorhanden. Wobei gesagt werden muss, dass die deutsche Mutter hierbei dank frauenfreundlicher Gesetze - wie auch in vielen anderen Bereichen - nicht allzu viel Kraft aufzuwenden gefordert ist.
    Wie Kinder für einen bizarren Glücksanspruch von Müttern ohne Not instrumentalisiert, ja missbraucht werden, macht Prof. Gerhard Amendt im Video-Interview deutlich.

    Deshalb bleibt unverständlich:
    Vor mehr als fünf Jahren beauftragte das Bundesverfassungsgericht das Bundesjustziministerium mit der Prüfung, ob die geltende Sorgerechtsregelung von nichtehelichen Müttern missbraucht werde, um erziehungswillige Väter von der Verantwortung für ihre gemeinsamen Kinder auszugrenzen. Ergebnisse hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bisher nicht vorgelegt. Sie verzögert damit eine moderne Fassung des Sorgerechts, die in andern europäischen Ländern – wie z.B. in Polen – längst etablierte Praxis ist.
    (siehe auch Femokratieblog)

  6. "Oder meinten Sie, dass mittlerweile Studien feststellten, dass Mädchen nicht nur genauso schlau sind wie Jungs sondern zudem scheinbar sozial besser angepasst, weshalb sie bessere Noten bekommen? Wie würden sie diese "Bevorzugung" beenden wollen?": Den LehrerInnen sollte unmissverständlich klargemacht werden, dass Verhalten nicht in die Fachnoten einfließen darf. Des Weiteren sollte mehr Wert auf die schriftlichen Leistungen (Schulaufgaben), die zentral korrigiert werden sollten (in Israel wird die Abschlussprüfung sowohl von den Lehrern der Schule, von der die Schüler stammen, als auch anonymisiert bewertet; bei der anonymen Bewertung schneiden die jungen Männer gleich gut ab wie bei der durch die eigenen Lehrer, die Noten der jungen Frauen hingegen werden schlechter), gelegt werden und weniger auf Mitarbeit im Unterricht, da hierbei die Willkür quasi grenzenlos ist; tendentiell werden meiner Erfahrung nach Mädchen bevorzugt. Diese direkte Bevorzugung ist übrigens z.B. vom Aktionsrat Bildung angeprangert worden (die Hamburger Lau-Studie, in der dasselbe schon vor über 10 Jahren festgestellt wurde, hat leider keine Aufmerksamkeit bekommen -- wen wundert's, bei der Frauenlobby im Lande). Um sie (die Bevorzugung) feststellen zu können, haben Noten nach Geschlecht aufgeschlüsselt zentral erfasst und für die Betreffenden (d.h. die Eltern und Schüler) sichtbar gemacht werden; es sollte zudem überprüft werden, wie sich die Schnitte der Schüler und Schülerinnen entwickeln: Unterrichtet einE LehrerIn 5 Klassen, bei denen die Schüler und Schülerinnen im Jahr zuvor gleich gute Noten in den jetzt von dem/der LehrerIn unterrichteten Fächern erhalten haben, und verschlechtern sich z.B. die Noten der Schüler im Vergleich zu den Schülerinnen signifikant, dann sollte dieser Lehrer darauf aufmerksam gemacht werden und gemeinsam mit dem/der LehrerIn sollte man (d.h. eine einzurichtende Abteilung in den Kultusministerien) den Gründen nachgehen und Gegenmaßnahmen einleiten (sollte der/die LehrerIn nicht kooperieren, müssten natürlich angemessene Sanktionen folgen).
    Und dann muss man natürlich noch dasselbe machen, was man die letzten Jahrzehnte für Frauen und Mädchen gemacht hat und immer noch macht (damit will ich nicht sagen, dass die folgenden Maßnahmen alle gerecht wären, sondern nur, dass sie dem entsprechen, was:
    - Die Themenwahl und die Bewertungsmaßstäbe in den sprachlichen und künstlerischen Fächern müssen angepasst werden, um jungengerechter zu werden (z.B. sollte die äußere Form einer Arbeit in Deutsch nicht mehr in die Bewertung einfließen dürfen).
    - In den Fächern, die vermehrt Frauen studieren, muss es spezielle Werbekampagnen und Fördermaßnahmen für Jungen geben. Beispiel: Sprachfakultäten und veterinärmedizinische Fakultäten sollten nicht nur am derzeitigen "Girls' Day" (der gegen einen auch dem Namen nach gleichberechtigten Zukunftstag zu ersetzen ist) Veranstaltungen ausschließlich für Jungen anbieten, sondern auch z.B. Sommerschulen ausschließlich für Jungen -- dies wäre das Äquivalent zu den vielen Mädchen-Technik-Initiativen. Es hätte auch noch den positiven Nebeneffekt, dass hierdurch Sprachen einen Teil ihrer weiblichen Prägung verlieren und angehende LehrerInnen den Umgang mit Jungen und das Halten eines Jungen ansprechenden Unterrichts üben können.
    - Mentoring-Programme für Jungen.
    - Gleichberechtigte Teilnahme am Zukunftstag (und zwar in allen Berufen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind und nicht nur den schlechtbezahlten!). Alternativ könnte man auch jegliche geschlechtliche Komponente des Zukunftstags entfernen.
    - Besondere Förderung der Jungen mit Migrationshintergrund: Hier ist nämlich der Geschlechtsunterschied besonders groß -- zu Lasten der Jungen! (Auch wenn in der Öffentlichkeit das Klischeebild des benachteiligten türkischen Mädchens existiert und es sehr viele Programme für diese Gruppe gibt, die übrigens teilweise eingestellt werden sollten.)
    - Erhöhung des Männeranteils dort, wo sie unterrepräsentiert sind (und zwar mit den Methoden, die man überall dort anwendet, wo Frauen unterrepräsentiert sind (und auch teilweise noch dort, wo sie das schon nicht mehr sind): Stipendien speziell für angehende männliche Grundschullehrer, "bei im Wesentlichen gleicher Eignung werden Männer bevorzugt" (das hätte auch noch den psychologischen Effekt, dass Männern aufgezeigt wird, dass sie in der Grundschule willkommen sind); Werbeveranstaltungen nur für Männer).
    - Implementation eines positiven Jungenbilds: LehrerInnen haben oft ein extrem negativen Jungenbild und denken automatisch an Störer etc. Da jemand, der von Jungen erwartet, dass sie Störer sind, Störer bekommen wird, benötigt die Lehrerschaft ein Gendertraining. Übrigens impliziert dies auch, dass z.B. die meisten Aktionen, die man mit Jungen durchführt, während Mädchenselbstbehauptungskurse stattfinden, eingestellt werden müssen, denn in diesen Veranstaltungen wird den Jungen ein negatives Selbstbild eingeimpft, indem man häufig behauptet, "die Männer" würden "den Frauen" Gewalt antun und sie in Massen vergewaltigen, während man gleichzeitig die von Frauen ausgehende Gewalt nicht einmal erwähnt. Dies zeigt übrigens sehr schon, dass die Genderforschung zur Zeit nichts anderes als Feminismus in neuem Gewande ist, denn sie trägt nichts dazu bei, dass Tabu von der weiblichen Gewalt aufzubrechen und diese publik zu machen.
    - Dieses negative Jungenbild ist auch in den Medien verbreitet, in denen zu selten positiv über Jungen berichtet wird. Dies gilt es durch spezielle Medienpreise zu ändern.
    - Prämien für die Schulen, die sich am erfolgreichsten für Gleichstellung (und das bedeutet im schulischen Kontext zumeist: Jungenförderung) einsetzen; aktuell könnte man z.B. in Berlin an den Gymnasien in Zukunft die Plätze gemäß ihrem Anteil an den entsprechenden Jahrgängen verteilen, da die Gymnasien dort sowieso überlaufen sein werden. (Dafür ist bei den Regierungsparteien, die unter Gleichberechtigung nur Frauenförderung/-bevorzugung verstehen, natürlich kein politischer Wille vorhanden.)
    - Und natürlich sollte man nicht nur die schulische Situation im Blickfeld haben, sondern auch andere Themen wie z.B. Suizid und Gesundheit: Die amtlichen Selbstmordraten für Jungs sind in der Pubertät 7 mal höher als die für Mädchen (und weil viele Selbstmorde nicht als solche erkannt werden, schätzt man, dass sie in Wahrheit 12 mal so hoch wie die der Mädchen ist). Die Gründe hierfür werden aber leider nicht erforscht!
    "Und an der Uni ... wird die weibliche Mehrheit der Studentinnen wohl noch ein Weilchen warten müssen bis sie sich selbstverständlich eine Doktormutter suchen kann - nach wie vor viel zu männlich dominiert, dieser Bereich. So wie die (Klein-)Kinderziehung bis knapp zur Pubertät eindeutig zu weiblich dominiert ist. Sollten wir auch versuchen zu ändern, nicht?": Sie können sich schon jetzt selbstverständlich eine Doktormutter suchen -- genauso wie ihre Kommilitonen, die oftmals auch die Universität wechseln müssen, bis der richtig Professor gefunden ist.

    "- mit den Quoten meinen sie die "Bevorzugung bei gleicher Qualifikation", oder? [...] Und welches Schmiergeld meinten Sie bitte?": Was qed meinte, kann ich natürlich nicht mit absolut Sicherheit sagen, aber vermuten kann ich es schon: Mit Schmiergeld wird z.B. die Tatsache, dass Universitäten und Fakultäten für besonders viele neuberufene Professorinnen finanziell belohnt werden (schlimmster Auswuchs hiervon ist das Professorinnenprogramm des BMBF); und Bevorzugung bei gleichter Qualifikation ist de facto nicht gegeben, denn schließlich schreibt man ja heute offen, dass nur "im Wesentlichen gleiche Qualifikation" verlangt (und da die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ja darüber mitbefinden dürfen, welche Qualifikationen einE KandidatIn mitbringt, ist hier schon einmal ein systematischer Bias gegeben), und außerdem wirken Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte ja schon bei der Stellenausschreibung mit und formulieren sie so, dass Qualifikationen, die man leichter Frauen zuschreiben kann, gefragt sind (und wenn sich keine Frau bewirbt, wird einfach die Stellenbeschreibung geändert und die Ausschreibung wiederholt -- das sehen viele Gleichstellungsgesetze so vor).

    "- wo wäre hier ein Unterschied zu männlichen Arbeitslosen? Und 345 Euro HartzIV ist für mich jetzt nicht gerade "pampern".":
    Es gibt eine Gründerinnenagentur, Wiedereinstiegsprogramme (nur) für Frauen, Bewerbungstraining für Frauen ...

    "- Erde an qed: Letzte Unterhaltsrechtsänderung nicht mitbekommen? Drei Jahre falls es kleine Kinder gibt - ansonsten brauchts mittlerweile viel Glück und Beweise. Besser ist es m.M.n. natürlich sich erst gar nicht mit einer Ehe zu belasten.": Haben Sie die relevanten Urteile des Bundesgerichtshofs gelesen? Die Änderungen sind im Wesentlichen, dass nun auch unverheiratete Männer unbefristet zur Kasse gebeten werden können (das gemeinsame Sorgerecht erhalten sie natürlich weiterhin nur dann, wenn die Mutter es will); verheiratete Männer verlieren zudem die Sicherheit, dass ihre (Ex-)Frauen wenigstens wieder Teilzeit arbeiten müssen, wenn die Kinder 8 Jahre alt sind.

    "- ja, endlich mal starke Frauen zu sehen. Nach den vielen dummen Püppchen, auf die so manch grandiose Schauspielerin reduziert wurde.": Dies führt dazu, dass allzu oft Frauen, die nur aufgrund von Quoten oder anderen Frauenfördermaßnahmen nach oben gekommen sind, bejubelt werden; oder dass Erbinnen, die nichts verzuweisen haben außer der richtigen Familie, zu Powerfrauen erklärt werden. Und davon, dass ständig von den "Eroberungen" von Frauen schwadroniert wird, obwohl sie keinen Gegner hatten, sondern im Gegenteil von Politik, Wirtschaft, Schule und Hochschule z.B. beim Ergreifen des Ingenieurberufs ermuntert und teilweise bevorzugt werden.
    Das Schlimmste ist aber, dass es nicht bei ungerechtfertigen Lobeshymnen auf Frauenbleibt, sondern zu Abwertung von Jungen und Männern kommt (ich brauche wohl nur an die Werbung für "Eine für alle -- Frauen können's besser" zu erinnern), gerne auch in wissenschaftlicher Verkleidung (z.B. Spiegel: "Eine Krankheit namens Mann"). Auch die Behauptung, Frauen wären gesellschaftlich benachteiligt und Männer wären daran schuld und allgemein besser dran, wird gerne publiziert. Hierdurch werden Jungen Schuldgefühle eingetrichtert, was sicherlich einer der Gründe für die hohen Suizidzahlen von Jungen ist (das ist jetzt allerdings nur eine Vermutung meinerseits).
    Übrigens entspricht das Frauenbild (und auch das Familienbild) im Fernsehen so gar nicht den realen Verhältnissen: Laut Seite 8 dieses Berichts sind im Fernsehserien nur 1% der weiblichen Rollen Hausfrauen, im wirklichen Leben ca. 35% (Singles sind auch überrepräsentiert und die durchschnittliche Fernsehfrau hat 0,48 Kinder; der durchschnittliche Mann 0,6 laut dieser Faktenzusammenstellung).

    Eine Leser-Empfehlung
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    Was ich noch vergessen habe: Wir brauchen eine ehrliche Geschlechterpolitik. Die Jetztige genügt diesem Anspruch absolut nicht; das erkennt man z.B an dem Projekt "Neue Wege für Jungs", welches nur schlechtbezahlte Frauenberufe (aber nicht die gutbezahlten wie Bankkaufmann/frau, Laborant, Tierärztin, Apotheker, Personaler und eine Reihe von Laufbahnen im öffentlichen Dienst) bewirbt. Dieses Projekt ist übrigens kein bildungsprojekt und wird deshalb nicht vom Bundesbildungsministerium finanziert, sondern nur vom Frauenministerium. Das Bundesbildungsminiserium hat bisher noch kein einziges Projekt gegen die Benachteiligung von Jungen gemacht.

    "Den LehrerInnen sollte unmissverständlich klargemacht werden, dass Verhalten nicht in die Fachnoten einfließen darf. Des Weiteren sollte mehr Wert auf die schriftlichen Leistungen (Schulaufgaben), die zentral korrigiert werden sollten"

    - Nunja, nicht jedes Fach ist schriftlich und - aus meiner Erfahrung - insbesondere Schulaufgaben markieren häufig einen "Gender-Gap". Es waren keineswegs erst Lehrerinnen, die Wert auf ein angemessenes Sozialverhalten gelegt haben. Als sie auftraten wurde jedoch (zum Glück) die körperliche Züchtigung durch die "Respektsperson" verboten. Und: an Gymnasien geht Ihr Vorwurf eindeutig an die mehrheitlich männliche Belegschaft, die - Ihnen zufolge - die weibliche Schülermehrheit bevorzugt.

    "Und dann muss man natürlich noch dasselbe machen, was man die letzten Jahrzehnte für Frauen und Mädchen gemacht hat und immer noch macht (damit will ich nicht sagen, dass die folgenden Maßnahmen alle gerecht wären, sondern nur, dass sie dem entsprechen, was:
    - Die Themenwahl und die Bewertungsmaßstäbe in den sprachlichen und künstlerischen Fächern müssen angepasst werden, um jungengerechter zu werden (z.B. sollte die äußere Form einer Arbeit in Deutsch nicht mehr in die Bewertung einfließen dürfen)."

    - Sie machen mir Spaß! Was genau fällt denn unter die "äußere Form"? Auch Rechtschreibung? Das wir da politisch ne Menge falsch gemacht haben im letzten Jahrzehnt sehe ich absolut - aber dennoch...
    "In den Fächern, die vermehrt Frauen studieren, muss es spezielle Werbekampagnen und Fördermaßnahmen für Jungen geben. Beispiel: Sprachfakultäten und veterinärmedizinische Fakultäten sollten nicht nur am derzeitigen "Girls' Day" (der gegen einen auch dem Namen nach gleichberechtigten Zukunftstag zu ersetzen ist) Veranstaltungen ausschließlich für Jungen anbieten, sondern auch z.B. Sommerschulen ausschließlich für Jungen -- dies wäre das Äquivalent zu den vielen Mädchen-Technik-Initiativen. Es hätte auch noch den positiven Nebeneffekt, dass hierdurch Sprachen einen Teil ihrer weiblichen Prägung verlieren und angehende LehrerInnen den Umgang mit Jungen und das Halten eines Jungen ansprechenden Unterrichts üben können."
    - Ja, bin ich dabei. Ich kritisiere deshalb aber weder den Girls-Day noch die Neuen Wege für Jungs, die Jungs bisher hauptsächlich für soziale- und Erziehungsberufe begeistern sollen - was ich auch für sehr wichtig halte!
    "Mentoring-Programme für Jungen.... Besondere Förderung der Jungen mit Migrationshintergrund"
    - Ja, ein Herzstück für eine friedliche Zukunft, seh ich auch so. Aber, dickes NEIN hierzu:
    "Hier ist nämlich der Geschlechtsunterschied besonders groß -- zu Lasten der Jungen! (Auch wenn in der Öffentlichkeit das Klischeebild des benachteiligten türkischen Mädchens existiert und es sehr viele Programme für diese Gruppe gibt, die übrigens teilweise eingestellt werden sollten.)"
    - Welche Förderung haben Mädchen (insbesondere solche mit Migrationshintergrund) denn nicht verdient?
    "Erhöhung des Männeranteils dort, wo sie unterrepräsentiert sind (und zwar mit den Methoden, die man überall dort anwendet, wo Frauen unterrepräsentiert sind (und auch teilweise noch dort, wo sie das schon nicht mehr sind): Stipendien speziell für angehende männliche Grundschullehrer, "bei im Wesentlichen gleicher Eignung werden Männer bevorzugt" (das hätte auch noch den psychologischen Effekt, dass Männern aufgezeigt wird, dass sie in der Grundschule willkommen sind); Werbeveranstaltungen nur für Männer)."
    - Auch kein Widerspruch meinerseits. Deshalb trifft mich das jetzt hier aus meiner Sicht nicht (und das sollten Sie m.A.n. demzufolge vielleicht mit einem Fragezeichen versehen):
    "Implementation eines positiven Jungenbilds: LehrerInnen haben oft ein extrem negativen Jungenbild und denken automatisch an Störer etc. Da jemand, der von Jungen erwartet, dass sie Störer sind, Störer bekommen wird, benötigt die Lehrerschaft ein Gendertraining."
    - Emotionen zu verbalisieren und dadurch Konflikte zu lösen ist DIE Grundvorraussetzung für ein friedliches Miteinander. Mehr Sport ist die andere Komponente.
    "Übrigens impliziert dies auch, dass z.B. die meisten Aktionen, die man mit Jungen durchführt, während Mädchenselbstbehauptungskurse stattfinden, eingestellt werden müssen, denn in diesen Veranstaltungen wird den Jungen ein negatives Selbstbild eingeimpft, indem man häufig behauptet, "die Männer" würden "den Frauen" Gewalt antun und sie in Massen vergewaltigen, während man gleichzeitig die von Frauen ausgehende Gewalt nicht einmal erwähnt."
    - Ach, ein Problem wie Vergewaltigung zu thematisieren ist also schon fragwürdig? ZENSUR könnte man da schreien.

    "Dies zeigt übrigens sehr schon, dass die Genderforschung zur Zeit nichts anderes als Feminismus in neuem Gewande ist, denn sie trägt nichts dazu bei, dass Tabu von der weiblichen Gewalt aufzubrechen und diese publik zu machen."
    - Meine beiden Lieblingszitate von Alice Schwarzer:
    "Es ist nicht etwa so das Frauen die besseren Menschen wären, sie hatten nur noch nicht so viel Gelegenheit sich die Hände schmutzig zu machen."
    "Als bräuchten nicht auch Männer eine Welt ohne Gewalt!"

    "Und natürlich sollte man nicht nur die schulische Situation im Blickfeld haben, sondern auch andere Themen wie z.B. Suizid und Gesundheit: Die amtlichen Selbstmordraten für Jungs sind in der Pubertät 7 mal höher als die für Mädchen (und weil viele Selbstmorde nicht als solche erkannt werden, schätzt man, dass sie in Wahrheit 12 mal so hoch wie die der Mädchen ist). Die Gründe hierfür werden aber leider nicht erforscht!"
    - Wiedermal Zuspruch meinerseits. Aber dann plädieren Sie aus meiner Sicht ja letztlich doch wieder für eine Art "Gendertraining"?

    "Das Schlimmste ist aber, dass es nicht bei ungerechtfertigen Lobeshymnen auf Frauenbleibt, sondern zu Abwertung von Jungen und Männern kommt (ich brauche wohl nur an die Werbung für "Eine für alle -- Frauen können's besser" zu erinnern), gerne auch in wissenschaftlicher Verkleidung (z.B. Spiegel: "Eine Krankheit namens Mann"). Auch die Behauptung, Frauen wären gesellschaftlich benachteiligt und Männer wären daran schuld und allgemein besser dran, wird gerne publiziert."

    - Ehrlich gesagt: für mich sind diese von Ihnen so beklagten Auswüchse nur die Darstellung der Sichtweise der anderen Partei im Geschlechterkampf. Dieser scheint universell zu sein, doch in den letzten Jahrtausenden war es Ihrem Geschlecht geglückt, die andere Seite dauerhaft zu diffamieren und mundtot zu bekommen (Stichworte: Querelles des femmes, siehe auch meine Misogynie-Zitate). Ich persönlich bemühe mich um einen faireren Dialog und hätte auch nichts gegen eine Erweiterung unserer medialen Vorbilder (obwohl ich sehr selten mal die Glotze einschalte, ergo gar nicht weiß wie es da so aussieht).
    _______________________________________________________________
    "Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Freud)
    Anm.: das könnte auch eine SIE gewesen sein

    hervorragender Kommentar! Vielen Dank dafür!

    Ich halte zwar von der Gender-Sache insgesamt nicht viel - hat imo schon lange ncihts mehr mit Gleichberechtigung sondern nur noch mit der Verbreitung einer "Frauen-sind-besser"-Ideologie zu tun - aber wenn man das so ausgewogen betrachtet macht das vielleicht doch einen Sinn.

    Hier noch ein im Gesamtüberblick schwächerer, aber dafür empirischer Text von spiegel.de von heute, der in die selbe Kerbe schlägt: ein männlicher Grundschullehrer:

    http://www.spiegel.de/uni...

    Interessant die Situation, als er als einziger Junge mit zig anderen Studentinnen in einem Seminar alleumfassend mit "meine Damen" angesprochen wurde. Mir ist übrigens das selbe ebenfalls passiert. Und das in keinerem, also überschaubrerem Rahmen. 12 Studentinnen und ich im Spanisch-Übersetzungsunterricht: chicas! "Mädels" zur Ansprache an die Klasse. In dem Fall war es der immer mit ihrem Leben unzufriedenen, offen-feministischen Lehrerin aber sicherlich bewußt. Da wurde man einfach ignoriert.

    Schon interessant, dass solche selbsternannten Kämpferinnen für die Gleichberechtigung wie in diesem Fall umgekehrte Machos sind. Und einen Jungen in einem Mädchenfach aufgrund seines (grammatischen) Geschlechts demonstrativ ausschließen.

    Naja ich nehme es nicht weiter wild. Tatsächlich besuche ich die Spanisch-Kurse neben meinem regulären Studium nur im Eigeninteresse.

    Was ich noch vergessen habe: Wir brauchen eine ehrliche Geschlechterpolitik. Die Jetztige genügt diesem Anspruch absolut nicht; das erkennt man z.B an dem Projekt "Neue Wege für Jungs", welches nur schlechtbezahlte Frauenberufe (aber nicht die gutbezahlten wie Bankkaufmann/frau, Laborant, Tierärztin, Apotheker, Personaler und eine Reihe von Laufbahnen im öffentlichen Dienst) bewirbt. Dieses Projekt ist übrigens kein bildungsprojekt und wird deshalb nicht vom Bundesbildungsministerium finanziert, sondern nur vom Frauenministerium. Das Bundesbildungsminiserium hat bisher noch kein einziges Projekt gegen die Benachteiligung von Jungen gemacht.

    "Den LehrerInnen sollte unmissverständlich klargemacht werden, dass Verhalten nicht in die Fachnoten einfließen darf. Des Weiteren sollte mehr Wert auf die schriftlichen Leistungen (Schulaufgaben), die zentral korrigiert werden sollten"

    - Nunja, nicht jedes Fach ist schriftlich und - aus meiner Erfahrung - insbesondere Schulaufgaben markieren häufig einen "Gender-Gap". Es waren keineswegs erst Lehrerinnen, die Wert auf ein angemessenes Sozialverhalten gelegt haben. Als sie auftraten wurde jedoch (zum Glück) die körperliche Züchtigung durch die "Respektsperson" verboten. Und: an Gymnasien geht Ihr Vorwurf eindeutig an die mehrheitlich männliche Belegschaft, die - Ihnen zufolge - die weibliche Schülermehrheit bevorzugt.

    "Und dann muss man natürlich noch dasselbe machen, was man die letzten Jahrzehnte für Frauen und Mädchen gemacht hat und immer noch macht (damit will ich nicht sagen, dass die folgenden Maßnahmen alle gerecht wären, sondern nur, dass sie dem entsprechen, was:
    - Die Themenwahl und die Bewertungsmaßstäbe in den sprachlichen und künstlerischen Fächern müssen angepasst werden, um jungengerechter zu werden (z.B. sollte die äußere Form einer Arbeit in Deutsch nicht mehr in die Bewertung einfließen dürfen)."

    - Sie machen mir Spaß! Was genau fällt denn unter die "äußere Form"? Auch Rechtschreibung? Das wir da politisch ne Menge falsch gemacht haben im letzten Jahrzehnt sehe ich absolut - aber dennoch...
    "In den Fächern, die vermehrt Frauen studieren, muss es spezielle Werbekampagnen und Fördermaßnahmen für Jungen geben. Beispiel: Sprachfakultäten und veterinärmedizinische Fakultäten sollten nicht nur am derzeitigen "Girls' Day" (der gegen einen auch dem Namen nach gleichberechtigten Zukunftstag zu ersetzen ist) Veranstaltungen ausschließlich für Jungen anbieten, sondern auch z.B. Sommerschulen ausschließlich für Jungen -- dies wäre das Äquivalent zu den vielen Mädchen-Technik-Initiativen. Es hätte auch noch den positiven Nebeneffekt, dass hierdurch Sprachen einen Teil ihrer weiblichen Prägung verlieren und angehende LehrerInnen den Umgang mit Jungen und das Halten eines Jungen ansprechenden Unterrichts üben können."
    - Ja, bin ich dabei. Ich kritisiere deshalb aber weder den Girls-Day noch die Neuen Wege für Jungs, die Jungs bisher hauptsächlich für soziale- und Erziehungsberufe begeistern sollen - was ich auch für sehr wichtig halte!
    "Mentoring-Programme für Jungen.... Besondere Förderung der Jungen mit Migrationshintergrund"
    - Ja, ein Herzstück für eine friedliche Zukunft, seh ich auch so. Aber, dickes NEIN hierzu:
    "Hier ist nämlich der Geschlechtsunterschied besonders groß -- zu Lasten der Jungen! (Auch wenn in der Öffentlichkeit das Klischeebild des benachteiligten türkischen Mädchens existiert und es sehr viele Programme für diese Gruppe gibt, die übrigens teilweise eingestellt werden sollten.)"
    - Welche Förderung haben Mädchen (insbesondere solche mit Migrationshintergrund) denn nicht verdient?
    "Erhöhung des Männeranteils dort, wo sie unterrepräsentiert sind (und zwar mit den Methoden, die man überall dort anwendet, wo Frauen unterrepräsentiert sind (und auch teilweise noch dort, wo sie das schon nicht mehr sind): Stipendien speziell für angehende männliche Grundschullehrer, "bei im Wesentlichen gleicher Eignung werden Männer bevorzugt" (das hätte auch noch den psychologischen Effekt, dass Männern aufgezeigt wird, dass sie in der Grundschule willkommen sind); Werbeveranstaltungen nur für Männer)."
    - Auch kein Widerspruch meinerseits. Deshalb trifft mich das jetzt hier aus meiner Sicht nicht (und das sollten Sie m.A.n. demzufolge vielleicht mit einem Fragezeichen versehen):
    "Implementation eines positiven Jungenbilds: LehrerInnen haben oft ein extrem negativen Jungenbild und denken automatisch an Störer etc. Da jemand, der von Jungen erwartet, dass sie Störer sind, Störer bekommen wird, benötigt die Lehrerschaft ein Gendertraining."
    - Emotionen zu verbalisieren und dadurch Konflikte zu lösen ist DIE Grundvorraussetzung für ein friedliches Miteinander. Mehr Sport ist die andere Komponente.
    "Übrigens impliziert dies auch, dass z.B. die meisten Aktionen, die man mit Jungen durchführt, während Mädchenselbstbehauptungskurse stattfinden, eingestellt werden müssen, denn in diesen Veranstaltungen wird den Jungen ein negatives Selbstbild eingeimpft, indem man häufig behauptet, "die Männer" würden "den Frauen" Gewalt antun und sie in Massen vergewaltigen, während man gleichzeitig die von Frauen ausgehende Gewalt nicht einmal erwähnt."
    - Ach, ein Problem wie Vergewaltigung zu thematisieren ist also schon fragwürdig? ZENSUR könnte man da schreien.

    "Dies zeigt übrigens sehr schon, dass die Genderforschung zur Zeit nichts anderes als Feminismus in neuem Gewande ist, denn sie trägt nichts dazu bei, dass Tabu von der weiblichen Gewalt aufzubrechen und diese publik zu machen."
    - Meine beiden Lieblingszitate von Alice Schwarzer:
    "Es ist nicht etwa so das Frauen die besseren Menschen wären, sie hatten nur noch nicht so viel Gelegenheit sich die Hände schmutzig zu machen."
    "Als bräuchten nicht auch Männer eine Welt ohne Gewalt!"

    "Und natürlich sollte man nicht nur die schulische Situation im Blickfeld haben, sondern auch andere Themen wie z.B. Suizid und Gesundheit: Die amtlichen Selbstmordraten für Jungs sind in der Pubertät 7 mal höher als die für Mädchen (und weil viele Selbstmorde nicht als solche erkannt werden, schätzt man, dass sie in Wahrheit 12 mal so hoch wie die der Mädchen ist). Die Gründe hierfür werden aber leider nicht erforscht!"
    - Wiedermal Zuspruch meinerseits. Aber dann plädieren Sie aus meiner Sicht ja letztlich doch wieder für eine Art "Gendertraining"?

    "Das Schlimmste ist aber, dass es nicht bei ungerechtfertigen Lobeshymnen auf Frauenbleibt, sondern zu Abwertung von Jungen und Männern kommt (ich brauche wohl nur an die Werbung für "Eine für alle -- Frauen können's besser" zu erinnern), gerne auch in wissenschaftlicher Verkleidung (z.B. Spiegel: "Eine Krankheit namens Mann"). Auch die Behauptung, Frauen wären gesellschaftlich benachteiligt und Männer wären daran schuld und allgemein besser dran, wird gerne publiziert."

    - Ehrlich gesagt: für mich sind diese von Ihnen so beklagten Auswüchse nur die Darstellung der Sichtweise der anderen Partei im Geschlechterkampf. Dieser scheint universell zu sein, doch in den letzten Jahrtausenden war es Ihrem Geschlecht geglückt, die andere Seite dauerhaft zu diffamieren und mundtot zu bekommen (Stichworte: Querelles des femmes, siehe auch meine Misogynie-Zitate). Ich persönlich bemühe mich um einen faireren Dialog und hätte auch nichts gegen eine Erweiterung unserer medialen Vorbilder (obwohl ich sehr selten mal die Glotze einschalte, ergo gar nicht weiß wie es da so aussieht).
    _______________________________________________________________
    "Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation." (Freud)
    Anm.: das könnte auch eine SIE gewesen sein

    hervorragender Kommentar! Vielen Dank dafür!

    Ich halte zwar von der Gender-Sache insgesamt nicht viel - hat imo schon lange ncihts mehr mit Gleichberechtigung sondern nur noch mit der Verbreitung einer "Frauen-sind-besser"-Ideologie zu tun - aber wenn man das so ausgewogen betrachtet macht das vielleicht doch einen Sinn.

    Hier noch ein im Gesamtüberblick schwächerer, aber dafür empirischer Text von spiegel.de von heute, der in die selbe Kerbe schlägt: ein männlicher Grundschullehrer:

    http://www.spiegel.de/uni...

    Interessant die Situation, als er als einziger Junge mit zig anderen Studentinnen in einem Seminar alleumfassend mit "meine Damen" angesprochen wurde. Mir ist übrigens das selbe ebenfalls passiert. Und das in keinerem, also überschaubrerem Rahmen. 12 Studentinnen und ich im Spanisch-Übersetzungsunterricht: chicas! "Mädels" zur Ansprache an die Klasse. In dem Fall war es der immer mit ihrem Leben unzufriedenen, offen-feministischen Lehrerin aber sicherlich bewußt. Da wurde man einfach ignoriert.

    Schon interessant, dass solche selbsternannten Kämpferinnen für die Gleichberechtigung wie in diesem Fall umgekehrte Machos sind. Und einen Jungen in einem Mädchenfach aufgrund seines (grammatischen) Geschlechts demonstrativ ausschließen.

    Naja ich nehme es nicht weiter wild. Tatsächlich besuche ich die Spanisch-Kurse neben meinem regulären Studium nur im Eigeninteresse.

  7. Was ich noch vergessen habe: Wir brauchen eine ehrliche Geschlechterpolitik. Die Jetztige genügt diesem Anspruch absolut nicht; das erkennt man z.B an dem Projekt "Neue Wege für Jungs", welches nur schlechtbezahlte Frauenberufe (aber nicht die gutbezahlten wie Bankkaufmann/frau, Laborant, Tierärztin, Apotheker, Personaler und eine Reihe von Laufbahnen im öffentlichen Dienst) bewirbt. Dieses Projekt ist übrigens kein bildungsprojekt und wird deshalb nicht vom Bundesbildungsministerium finanziert, sondern nur vom Frauenministerium. Das Bundesbildungsminiserium hat bisher noch kein einziges Projekt gegen die Benachteiligung von Jungen gemacht.

    Antwort auf "@redfox_27:"
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    ...ich hab einen Jungen und kann Ihre Ausführungen in meiner Weise nachvollziehen oder gar bestätigen. Ich kann nicht sehen, dass er benachteiligt ist. Aber ich sehe, dass sich viele seiner Geschlechterkameraden ziemlich bescheuert aufführen und falschen Vorbildern nachlaufen. - und vielleicht dadurch ins Hintertreffen geraten?

    ...ich hab einen Jungen und kann Ihre Ausführungen in meiner Weise nachvollziehen oder gar bestätigen. Ich kann nicht sehen, dass er benachteiligt ist. Aber ich sehe, dass sich viele seiner Geschlechterkameraden ziemlich bescheuert aufführen und falschen Vorbildern nachlaufen. - und vielleicht dadurch ins Hintertreffen geraten?

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